Chemiewerk in Oberhausen
Deutschlands Industrie ist auf russische Gas-Importe angewiesen / dpa

Sanktionen gegen Russland - „Diese besondere Lage erfordert auch besondere Ausgaben“

Der CDU-Politiker Tilman Kuban fordert ein sofortiges Öl- und Gasembargo gegen Russland, auch wenn das für Deutschland teuer wird. Im Cicero-Interview spricht er außerdem über die neue Rolle der Union als Oppositionspartei, die Impfpflicht, die AfD, den Zustand der Bundeswehr, die horrende Staatsverschuldung und die Gewährleistung der Energiesicherheit.

Autoreninfo

Volker Resing leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er ist Spezialist für Kirchenfragen und für die Unionsparteien. Von ihm erschien im Herder-Verlag „Die Kanzlermaschine – Wie die CDU funktioniert“.

So erreichen Sie Volker Resing:

Tilman Kuban (CDU) ist seit 2019 Bundesvorsitzender der Jungen Union und seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Herr Kuban, Sie sind erst seit wenigen Monaten Bundestagsabgeordneter. Haben Sie den Eindruck, dass ihre Fraktion schon in der Opposition angekommen ist?

Cicero Plus weiterlesen

  • i
    Alle Artikel und das E-Paper lesen
    • 4 Wochen gratis
    • danach 9,80 €
    • E-Paper, App
    • alle Plus-Inhalte
    • mtl. kündbar
Enka Hein | Di, 12. April 2022 - 18:43

....wird nicht nur teuer. Dann fliegt der Laden D uns aber entgültig um die Ohren.
Dieser Möchtegern sollte schnellstens von Merz eingefangen werden.
Der hat ja wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank. Mehr gibt's zu dieser schwachsinnigen Forderung nicht zu sagen.

ingo Frank | Di, 12. April 2022 - 20:29

In reply to by Enka Hein

In der Opposition läßt sich trefflich fordern, ohne Verantwortung zu tragen. Ein leichtes Spiel. Außerdem sollte der junge Mann doch die viele Freizeit nutzen, sein unterbrochenes Jurastudium zu beenden. Andererseits wie im Beispiel Spiegel zahlt sich Unfähigkeit, ob mit oder ohne Abschluss, hervorragen aus. Die Dame wird gut 6 Jahren mit der deutschen Durchschnittsrente von knapp 900 € vom Steuerzahler alimentiert. Nicht schlecht sprach der Specht. Oder?
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Fritz Elvers | Di, 12. April 2022 - 21:32

In reply to by Enka Hein

Der äußerst seltene Fall einer völligen Übereinstimmung mit Ihnen ist eingetreten.

Ingo Frank | Mi, 13. April 2022 - 11:52

In reply to by Fritz Elvers

als Sie glauben, Herr Elvers. Und, wäre es nicht schlimm, wenn wir beide immer einer Meinung wären? Es reicht doch schon der „Einheitsbrei“ der uns vorgesetzten Politik a la „ Nationale Front“ unter Führung der SED.
Ich wünsche Ihnen, und den Ihren ein angenehmes Osterfest im Kreise der Familie. Bleiben Sie gesund.
Mit vielen Grüßen aus der Hainich- Region ,die übrigens zu jeder Jahreszeit sehenswert ist.

Rainer Mrochen | Di, 12. April 2022 - 18:52

sind eigentlich grossmäulige, deutsche Politikerinnen bereit?
Erinnern wir uns. Herr Spahn, unfähiger Gesundheitsminister, hat schon mal vorsorglich, für den Corona Fall, darum gebeten sich viel "verzeihen zu mögen". In seiner teuren Villa liessen sich bestimmt viele Ukraine Flüchtlinge unterbringen. Soll er anfangen. Ich weiss schon, klingt naiv ob der Realität. Warum 30% der Westdeutschen und 48% der Ostdeutschen, laut Allensbach, nur noch an eine Scheindemokratie Deutschland glauben, erschliesst sich mir durchaus. Das politische System Deutschlands braucht einen kompletten Neuanfang. Chaos an jeder Stelle der Koalition. Zum Schluss nur soviel: Ein Pleitier als Finanzminister ist auch kein Leutturm. Die FDP hat gleichermassen abgewirtschaftet. Die Revolution ist fällig. Zurück in die Wirklichkeit. Das Wolkenkuckucksheim linker Ideologinnen bricht allmählich zusammen. Das "gemeine Volk" wird leiden müssen. Da kennt ein Kanzler, ohne rote Linien und die üble Gefolgschaft keine Gnade.

Hans Jürgen Wienroth | Di, 12. April 2022 - 20:01

Tilman Kuban hat zumindest seine jur. Ausbildung beendet. Insofern setzt er sich von manch anderem Kollegen ab. Allerdings haben einige Politiker keine Vorstellung davon, wie lange Prozesse in der Wirtschaft dauern. Da träumen Politiker davon, man könne einen Lieferanten schnell ersetzen, Industrieanlagen wären scheints im Warenhaus verfügbar und Industrieprozesse könne man einfach mal für eine Zeit aussetzen und dann problemlos wieder einschalten.
Die Weltwirtschaft gerät durch einseitige Ausrichtung bei Lieferanten in einen Materialmangel. Die Ernährung ganzer Länder ist durch Kappung der Logistikketten gefährdet.
Während alle Länder sparen, wird dt. Geld weiter auf dem Globus verteilt. Kein Problem, wenn nicht unser Land und unsere Infrastruktur dadurch verfallen. Da lägen die Aufgaben als Opposition. Das wäre gleichzeitig eine Abkehr von Merkels Politik.

hans zimmer | Di, 12. April 2022 - 20:16

Und was macht die CDU/CSU nun eigentlich?

Impfregister? Gut für uns und Europa. Begründung: Gut eben.

Erhöhter Wehretat? - Was bringt das jetzt?
100Mrd als Statement? Egal, aber gut eben.

Waffenlieferungen und Sanktionen?
Weiß Herr Kuban wieviel Menschen im Ukraine Krieg sterben jeden Tag?
Gut eben?
Weiß Herr Kuban wieviel Menschen deswegen weltweit verhungern werden?
Gut eben?
Weiß Herr Kuban, was uns 1 Tag in Deutschland ohne Gas kosten?
Gut eben?

Diplomatische Verhandlungen vs Waffenlieferungen?
Die letzten 16 Jahre nur ein Fehler?
Herr Kuban sitzt auf Frau Merkels Erbe, dafür wurde die CDU/CSU gewählt, für russisches Gas, für gute Beziehungen mit Russland, für strategische Geopolitik, für Frieden in Europa ... NICHT Krieg in Europa.
Nicht gut eben.

Die Achse Moskau - Berlin ist daher besonders der Auftrag der CDU/CSU.

Was sonst?

Die CDU/CSU eine weitere Windschattenpartei?
Von Urlaub zu Urlaub ein Land mitbewegen wollen?
Das machen viele andere schon.

J.Mann | Di, 12. April 2022 - 20:35

Bin mir nicht sicher ,ob Herr Kuban ein intelligenter und weitsichtiger Politiker ist, im Moment überwiegen eher die Zweifel !

ingo Frank | Di, 12. April 2022 - 21:10

„Ampelhelden“ (Hofreiter &co.) in die Ukraine?
Was ich bisher darüber gelesen habe erscheint mir die Forderungen dieser 3 nach Lieferung von schweren Waffen in die Ukraiene den deutschen Kriegseintritt gefährlich nahe zu rücken. So sagte ein General a.D. Und ehemaliger Merkelberater, dem ich zustimme. Soll D in diesen Krieg eintreten? Gehts noch?

Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Dr.Andreas Oltmann | Di, 12. April 2022 - 21:20

„Deutschland wird Weltmeister“
damit trifft Kuban ins Tor, allerdings ins falsche. Ein Eigentor, aber typisch für unsere Jungparlamentarier, die von der Kreisklasse in die Bundesliga aufgestiegen sind und vor Selbstüberschätzung nicht laufen können. Typisch für den Zustand unserer Demokratie, auch die Diffamierung der AfD und ihrer Wähler.
Merz kriegt den Laden nicht in den Griff-ich hoffe, beim nächsten Spiel Deutschlands werden die Zuschauer ein Pfeifkonzert loslassen.

Bernd Windisch | Di, 12. April 2022 - 21:45

"Wir diskutieren das Ganze nur durch die deutsche Brille. Wir befinden uns aber in einer historischen Situation."

Die Ausgaben für Arbeit und Soziales eindampfen, die horrende Staatsverschuldung ins Unermessliche treiben und gleichzeitig der deutschen Wirtschaft den Stecker ziehen. Tolles Konzept! So gewinnt man jeden Krieg. Außerdem werden die deutschen Wähler in Scharen zur CDU zurückströmen. Fehlt nur noch ein „Wir schaffen das“.

Der Fachkräftemangel in der Politik wirkt sich augenscheinlich aktuell auch in der CDU dramatisch aus. By the way, rund drei Viertel der in Deutschland ansässigen Syrer im erwerbsfähigen Alter leben ganz oder teilweise von Hartz IV. Offensichtlich kein Problem für die CDU. Wir können hier noch vielmehr tun.

Hand aufs Herz, was haben Ihnen die auf Erwerbs Arbeit angewiesenen Bürger in Deutschland eigentlich getan Herr Tilman Kuban?

Franz Jürgens | Di, 12. April 2022 - 22:23

DAS soll die "erneuerte CDU" sein???? Wird nicht gebraucht, kann weg!

Thorwald Franke | Di, 12. April 2022 - 23:00

Tilman Kuban nennt Atomkraft eine "Technologie von gestern" und fordert den Ausbau der erneuerbaren Energien. Aber wo soll der Strom herkommen, wenn keine Sonne und kein Wind da ist? Der Plan von Habeck war es, zig Gaskraftwerke zu bauen. Das ist Geschichte. Habeck hat bisher keinen Alternativplan vorgelegt. Aber auch Tilman Kuban steht in der Pflicht: Wer Windräder bauen will, muss sagen, woher der Strom kommt, wenn kein Wind da ist. Solange er da nicht Butter bei die Fische tut, ist sein Interview (buchstäblich) in den Wind gesprochen, und jedes Windrad ist eines zuviel.

Auch bei der Aufarbeitung der dunklen Merkel-Jahre tut Tilman Kuban sich nicht hervor. Dabei hätte er hier mehr Freiheiten als Friedrich Merz, der taktischer vorgehen muss.

Was hat Tilman Kuban eigentlich in Sachen Nationalkultur zu bieten? Integration? Wieder mehr Flagge zeigen? Alles nicht seine Themen? Sollten es aber. Ich will, dass die CDU das macht.

CDU gewählt wird aber erst, wenn geliefert wird.

Peter Saulus | Di, 12. April 2022 - 23:47

... Mit dem Geld anderer, wenn man ein Staatssalär erhält. "Ja, es wird teurer für uns werden, aber wir können es substituieren." Wer ist WIR?

Christoph Kuhlmann | Mi, 13. April 2022 - 03:45

deren Politik Deutschland in einmaliger Weise von einer völkermordenden Diktatur ( Grosny und Aleppo waren allseits bekannt) abhängig gemacht haben, dass es keinen Zweck hat von einem Extrem in das andere zu fallen. Ein sofortiger Ölboykott würde nicht nur die Pendler ruinieren, sondern auch weite Teile des Logistiksektors und der Chemie in die Insolvenz schicken. Wie sollen dann die 250 Milliarden Neuverschuldung gegenfinanziert werden? Wer glaubt denn, dass Russland sein Öl nicht auch anderweitig los wird? Sanktionen sollten Russland mehr Schaden als der EU. Dieser Grundsatz ist essentiell im jahrzehntelangen Wirtschaftskrieg gegen Russland, der jetzt begonnen hat. Nicht nur Merkel fuhr auf Sicht sondern auch Teile der CDU lassen mit solchen Forderungen jeden Weitblick vermissen.

Walter Bühler | Mi, 13. April 2022 - 07:53

Herr Kuban fühlt sich von der "Geschichte" auserwählt. Er will Politik nicht durch die "deutsche Brille" betrachten (also nicht an den Wählern ausrichten). Ihm geht es um Höheres.

An junge Fussballfans darf man nicht allzu hohe Anforderungen stellen. Langsam, ganz ohne Atem der Geschichte:

- die Wirtschaft finanziert den Staat, der wiederum z. B. Soziales und Verteidigung finanziert, darunter auch die Unterstützung der Ukraine. Klar?

- wenn die Wirtschaft bei der jetzigen Inflation einbricht, wird die Handlungsfähigkeit des Staates schwächer, und auch die Mittel für die Unterstützung der Ukraine werden weniger. Klar?

- ein deutscher nationaler Selbstmord (wirtschaftlich oder militärisch) würde die Fähigkeit beenden, der Ukraine zu helfen. Klar?

- wenn man dafür sorgt, dass die deutsche Industrie immer weniger produzieren kann, dann nützt das der Ukraine auch immer weniger? Klar?

Schluss: Das Embargo zerstört die wirtschaftliche Basis für D und für unsere Hilfe an die Ukraine.

Armin Latell | Mi, 13. April 2022 - 09:13

Mit solchen vollkommen ahnungslosen Dilettanten wie Herrn Kuban wird das bestimmt so kommen. Weltmeister bei den Strompreisen, Weltmeister bei Steuern und Abgaben, Weltmeister beim Geld verteilen in alle Welt, Weltmeister im Betonieren und Verspargelung der eigenen Landschaften, Weltmeister im Aufbau von Bürokratie, Weltmeister der Spritpreise, Weltmeister bei der Abschaffung von Demokratie, Freiheits- und Bürgerrechten, Weltmeister im Abschaffen von wirklichen Werten und erzeugen von Pseudowerten, Schleifen und Abschaffung eines ehemals guten Bildungssytems, Weltmeister im Niedergang öffentlicher Sicherheit, Weltmeister im Dummschwätzen, Weltmeister im Spalten der eigenen Gesellschaft, Weltmeister beim teuersten (und zweitgrößten) Parlaments für die Bürger, die Liste ließe sich beliebig erweitern, und an all diesen "Weltmeisterschaften" ist Kubans Lobbyverein beteiligt gewesen. Deshalb: diese Partei darf mit solchen Menschen nirgendwo mehr in Regierungsverantwortung kommen.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 13. April 2022 - 09:57

.... das diese CDU nicht wählbar ist, so hat Herr Kuban ihn mit diesen Aussagen erbracht. Abgrenzung zur AFD durch Bashing, ohne konkret zu sagen, was die da angeblich so Böses machen. Überwachung des Bürgers via Impfregister. Was kommen da noch für Krankheitsdaten hinein. Lesen die Krankenkassen damit? Wenn er keine Kohle und Gas braucht kann er bei sich ja anfangen. Kernenergie für den Moment, aber dann grün weiter. Die Schuldenpolitik für den Staaten in Europa notwendig, aber dann....? Wir haben nur ein bisschen Schuld bei der BW, eigentlich waren es ja die Sozen. Und was macht für die LT-Wahlen das Parteiprogramm? Ihr habt keines und werdet auch nichts Gescheites liefern ohne AFD-Themen in Grautönen zu kopieren. In der Not frisst der Teufel fliegen. Kein Gas und Kohle von Putin, dafür Gas aus Katar. Was war da noch mit Korruption zur Auswahl Katars für die WM? Was war da noch mit Sklavenarbeit und Unterdrückung der Frauen? Und über Merkels Fehler lese ich was? Genau nichts.

Gerhard Lenz | Mi, 13. April 2022 - 10:39

Wie lebt es sich eigentlich auf einem anderen Planeten?

Nach sieben Jahren Chaos, unzähligen Parteiaustritten, einer stetigen Wanderung nach Rechtsaußen - die verdientermaßen in der Überwachung durch den VS einen vorläufigen Höhepunkt erreichte - revanchistischen Tendenzen, Putinschwärmerei, Nazi-Bezug ("das freundliche Gesicht des NS"), Koalition mit Covidioten, Reichsbürgern und anderen Extremisten usw usw usw

stellt der Forist in infantil-putziger Manier die Frage, was

"da angeblich so Böses machen"?

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns über jeden Kommentar und wünschen uns eine konstruktive Debatte. Beleidigende, unsachliche oder obszöne Beiträge werden deshalb gelöscht. Ebenfalls gelöscht werden ad-hominem-Kommentare, die lediglich zum Ziel haben, andere Foristen zu diskreditieren. Auch anonyme Kommentare werden bei uns nicht veröffentlicht. Wir bitten deshalb um Angabe des vollen Namens. Darüber hinaus behalten wir uns eine Auswahl der Kommentare auf unserer Seite vor. Generell gilt: Pro Artikel ist pro Nutzer ein Kommentar und eine Replik auf einen anderen Leserkommentar erlaubt. Kommentare, die Links zu zweifelhaften Webseiten enthalten, werden nicht veröffentlicht. Um die Freischaltung kümmert sich die Onlineredaktion von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr. Am Wochenende werden Forumsbeiträge nur eingeschränkt veröffentlicht. Nach zwei Tagen wird die Debatte geschlossen. Wir danken für Ihr Verständnis.