- Sächsischer Sheriff
Während der Migrationskrise traute sich der CDU-Politiker und frühere Grenzschützer, der Kanzlerin zu widersprechen. Jetzt ist Armin Schuster Innenminister in Dresden. Mit der Autorität seines neuen Amtes kann er sich immerhin Gehör verschaffen und die Bundesregierung zum Handeln auffordern.
Seine Laufbahn im Staatsdienst begann bei der Bundespolizei. Damals hieß sie allerdings noch Bundesgrenzschutz – und das erklärt einiges. Denn Armin Schuster, den Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer dieses Frühjahr in sein Kabinett geholt hat, wurde Ende 2015 bundesweit bekannt: als CDU-interner Kritiker von Angela Merkels Willkommenspolitik. Er vertrat damals als Bundestagsabgeordneter den südbadischen Wahlkreis Lörrach, wo er bis zu seiner Wahl 2009 die Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein geleitet hatte. An der EU-Außengrenze zur Schweiz. Als Kanzlerin Merkel dann ihre Weigerung, der Flüchtlingskrise durch wirksame Grenzkontrollen zu begegnen, damit begründete, dass diese doch gar nicht möglich sei, platzte Schuster der Kragen.
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