FDP-Politikerin Strack-Zimmermann / dpa

Verrohung der politischen Sitten - Wenn „Oma Courage“ die Contenance verliert

Wer die oft hysterisch geführten Debatten unserer Zeit beklagt, sollte selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Das gilt insbesondere für Politiker und auch für Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Ein Mandat ist kein Freibrief für schlechtes Benehmen.

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München. 

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Die viel beklagte Verrohung der Sitten äußert sich in der Bundesrepublik der neuen 20er Jahre in mannigfaltiger Weise. Sie ist dort zu beobachten, wo im öffentlichen Raum akribisch gefahndet wird nach Diskussionsfragmenten, die dem diskursiven Ganzen entnommen werden, um die nächste Sau durchs Dorf zu jagen. Auch dort, wo einzelne meinen, sie seien aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer „Geschlechtsidentität“ besonders sensibel zu behandeln, während sie selbst besonders aggressiv versuchen, ihre hypersubjektive Interpretation der Welt zur allgemeingültigen Wahrheit zu erklären. 

Sie ist dort zu sehen, wo sich der kritische Bürger auf seine Grundrechte beruft, um sich aufzuführen wie die Axt im Walde. Aber auch dort, wo Politiker meinen, ihre Mandate und ihre Privilegien machten sie sakrosankt – oder weil sie, wie Bundesinnenministerin Nancy Faeser, der irrigen Annahme verfallen sind, dass ein Politiker als Repräsentant des Staates gleich „der Staat“ sei, der nicht verhöhnt werden darf; obwohl sich „der Staat“ in einem demokratischen System von unten nach oben konstituiert – und nicht andersherum.  

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Tomas Poth | Fr., 19. April 2024 - 15:26

Mein privater Eindruck, diese Frau hat einen übersteigerten Selbstanspruch auf Bedeutung und Geltung. Sie verliert bei rauem Gegenwind jegliches Gleichgewicht und entblößt dabei ihre Drittklassigkeit. Sie ist eine Zicke wie man so schön sagt, es mangelt ihr an angemessener Schlagfertigkeit und Souveränität.
Ihre denunzierenden Drohgebärden weisen sie als übergriffig und totalitär gestrickt aus.
Was will die in der FDP? Vor 90 Jahren wäre sie vermutlich als Panzertante, wie die TAZ sie tituliert, der NSDAP beigetreten.

Tomas Poth | Fr., 19. April 2024 - 16:19

Antwort auf von Tomas Poth

... warum "Oma Verrat"? Sie ist Teil der Ampelkoalition, die am Abbau unserer Demokratie werkelt!

A.W..Mann | Fr., 19. April 2024 - 19:35

Antwort auf von Tomas Poth

Muss Ihnen recht geben, die TAZ findet, wenn auch selten mal ein Korn. Bei der Springerpresse sucht man selbst solches Körnchen vergeblich. Einen Don Alfonso fürs Gemüht, kann ich mir gerne schenken und Aust ist nur noch ein Frühstücksdirektor. Von den sogenannten Etablierten, ist Cicero eine wohltuende und interessante Lektüre.

Keppelen Juliana | Sa., 20. April 2024 - 10:20

Antwort auf von Tomas Poth

sie hätte eine glänzende Karirere gemacht bis in die obersten Etagen (oder auch Hauptquartier).

Henri Lassalle | Fr., 19. April 2024 - 15:27

Ich habe keine Sympathie für die hier genannte Dame, nicht deshalb weil sie ziemlich maskulin im Hosenanzug auftritt und sich sehr wichtig gibt, so als stünde ihr unbedingt eine Hauptrolle zu, sondern weil sie nicht den Anforderungen und Imperativen der Zeit entspricht. Gewiss braucht das Volk Autoritäten, die es akzeptiert und respektiert, aber hier wird, mit Verlaub (wie man in Frankreich sagt) Wind gedroschen.
Soll sie doch nach Brüssel gehen, sie wird sich wundern und von nicht wenigen dort schnell als Deutsche erkannt werden: Autoritäres Gehabe, missionarische Tonart..... Viel Glück !

Karl-Heinz Weiß | Fr., 19. April 2024 - 15:45

In der FDP steht Herr Kubicki für gelegentlich unbequeme Ansichten, aber ganz sicher nicht für die notorische Verbissenheit einer Frau Strack-Zimmermann. Auch ihre verbalen Entgleisungen gegen Kanzler Scholz haben mit Liberalismus so wenig zu tun wie der Düsseldorfer Karneval mit einem Punk-Festival. Leider muss man ihr Erfolg bei der Europawahl wünschen, damit der Bundespolitik die regelmäßigen, schlecht inszenierten Mutter-Courage-Aufführungen künftig erspart bleiben.

Volker Roth | Sa., 20. April 2024 - 12:28

Antwort auf von Karl-Heinz Weiß

Die FDP ist ein "Toter auf Urlaub..." (Levine über seine Rätegenossen 1919)Sie wird ganz aus dem Parteienkarussell verschwinden.Eine Partei des Nichts,Einstmals sehr bedeutend wegen ihrer hemdsärmlichen Repräsentanten Dehler,Weyer oder ihrer Taktiker der Macht Genscher,Scheel,Mischnick.Lindner ist ein Höfling eines schlechten Politikweges.Volksfremd und mies aufgestellt.Die hier gemeinte Person Strack spielt keine Rolle.Allgemein kann man sagen; Die Macht liegt auf der Straße.Nie zuvor war es so einfach,diesen autoritätslosen Verein aus SPD/VDG/FDP zum Teufel zu schicken.

Gerhard Lenz | Fr., 19. April 2024 - 15:55

Mundwerk. Sie wegen dieses albernen Videos, deren Begleitumstände unbekannt sind, abzukanzeln, erscheint mir allerdings unfair. Politiker haben heutzutage zweifellos genug an hirnrissiger Kritik und sonstigen, manchmal auch physischen Attacken einzustecken. Solche Momente zeigen nur, dass sich bei ihnen trotz all der Fassade zuweilen auch bestimmte Regungen unkontrolliert Bahn brechen.

Frau Strack-Zimmermann ist nicht meine Lieblingspolitikerin, und mit ihrer Nadelstreifenpartei kann ich noch weniger anfangen. Allerdings schätze ich ihre direkte Art weitaus mehr als die eines Kubickis, der sich viel lieber auf das Nachtreten aus der Deckung der Koalition heraus - der er angehört - beschränkt.
Dass nicht jeder mit der Reaktion auf grobe Frechheiten klarkommt, weiß man, gerade im Fall Strack-Zimmermann, anschaulich aus diesem Forum.

Im Übrigen gibt es andere Beispiele für "schwierige Charaktere": Z.B. Stefan Brandner in der AfD, klarer Meister in der Zahl der Ordnungsrufe...

ohne Erwähnung der AfD, das ist wirklich obsessiv.
Aber ein gutes Beispiel, Brandner ist ein ganz anderes Kaliber als Strack-Zimmermann, dies im positiven Sinn.

Lisa Werle | Fr., 19. April 2024 - 15:55

…weil sie ganz genau so ist. Frech, laut, rechthaberisch und darin jenseits von Intelligenz und Intellektualität – wie diese SZ-Sätze deutlich belegen. Sie ist ja schon seit einiger Zeit medial dafür bekannt, dass sie versucht, jeden vor Gericht zu zerren, der sie kritisiert und/oder jede Kritik mit einem Preisschild zu versehen und damit ihr Einkommen aufzubessern. Dass eine sogenannte Liberale allerdings glaubt, unverhohlen öffentlich mit Drohungen arbeiten zu dürfen, die im Visier den Verlust des Arbeitsplatzes haben, das ist der Gipfel der unverschämten und dümmlichen Arroganz einer Strack-Zimmermann. Ja, so ist sie – die neue FDP.
Es ist exakt so, wie Cicero schreibt: Das hirnlose Geschrei einer Politikerin ist definitiv nicht besser als das hirnlose Geschrei von Demonstranten. Nein, es ist sogar schlimmer: denn Politiker sollten so viel Charakter, Selbstbeherrschung und vor allem Hirn haben, dass ihnen das nicht passiert. SZ ist jenseits davon.

Sehe ich so wie Sie. Ihre Aussage :"Sie ist ja schon seit einiger Zeit medial dafür bekannt, dass sie versucht, jeden vor Gericht zu zerren, der sie kritisiert und/oder jede Kritik mit einem Preisschild zu versehen und damit ihr Einkommen aufzubessern." Genau so ist es.

Ihrer Bewertung der Person und der angeblichen Liberalität stimme ich zu, die Einschätzung der „hirnrissigen“ Demonstranten teile ich nicht. Die Reaktion der Demonstranten hat sich diese Person redlich verdient. Ein Diskurs mit dieser Person unmöglich. Oder nehmen Sie nicht, das mediale Unterdrücken bzw. Verächtlichmachen, jedweder Kritik, in den Medien war. Die Menschen die gegen die vorgegebene Regierungspolitik demonstrieren tun dies aus völlig eignen Antrieb und ohne jedwede Unterstützung von Außen. Die sogenannten Gegendemonstranten werden in der Regel von NGOs oder aus dem Steuertopf „Demokratieförderung“ finanziert. Man kennt diese Art von Demonstranten - kurz Antifa genannt. Nicht über die Leute reden, die man nicht kennt. Eignes Erleben und Beobachten des Geschehens kann da Hilfe bieten. Auch ich habe mich schon unter die „Demos gegen Rechts“ gemischt, um mir ein eigenes Bild zu machen. Nix für Ungut. Grüße von einem regelmäßigen Montags Demonstrierenden..

Markus Michaelis | Fr., 19. April 2024 - 16:00

Letztlich sind die genauso überfordert wie alle. Und aus meiner Sicht gehört es zu einer Demokratie auch, dass "man" (auch Politiker und Parteien) nicht nur das Große Ganze vertritt - dafür haben wir ja das demokratische Prozedere, damit sich das große ganze irgendwie findet, weil es nicht einfach da ist und klar ist. Parteien und Politiker können und sollen auch ihre Interessen und die ihrer Gruppen vertreten. Je konträrer die Vorstellungen in einer Gesellschaft werden, ist das eben auch emotional.

Das soll aber dem Artikel durchaus sehr zustimmen: wir brauchen keine "Gute-Laune-Diskussionen" auch kein Steinmeiersches "Wir", wenn das gerade an den notwendigen Diskussionen vorbeigeht. Ich würde sagen, dass im Moment niemand Gemeinsamkeiten selbstverständlich erwarten kann: dafür gibt es einfach zuviel Veränderung, Unbekannte, Überforderung, es gibt keine universellen Werte, die das in Leitplanken halten, und wenn der Mensch universelle Gefühle hat, sind es nicht immer ...

Helmut W. Hoffmann | Fr., 19. April 2024 - 16:33

Ein widerliches Weib, wer wählt so etwas denn noch?

Keppelen Juliana | Sa., 20. April 2024 - 10:23

Antwort auf von Helmut W. Hoffmann

Kriegstreiber.

Albert Schultheis | Fr., 19. April 2024 - 16:44

Unsäglich diese Frau: Oma Courage, die Marketenderin des Todes, verhökert ihre Enkel! Sie selbst verträgt Null Kritik, macht aber alle anderen gerne zur Sau! Wie ich erfahren konnte, hat sie Hund

S. Kaiser | Fr., 19. April 2024 - 16:50

Herr Krischke, das ist doch nicht Ihr Ernst: „Ich plädiere dh schon länger dafür, dass gewählte Volksvertreter zB grundsätzlich nicht twittern sollten.“
Sind Sie jetzt ins Team „Cancel Culture“ gewechselt? Wir können doch nicht ständig Meinungsfreiheit für uns fordern, und dann Politiker auffordern, das Twittern zu unterlassen. Gerade Politiker sollen, ja müssen sich in der Öffentlichkeit artikulieren. Auch die Contenance verlierend. Wir, die Wähler, müssen uns ein Bild von diesen „Herrschaften“ machen können. Im Guten wie im Schlechten.
Ich bin wahrlich kein Freund von MASZ, ganz im Gegenteil, aber wenn sie sich bei Wahlkampfveranstaltungen auf Marktplätzen mit Leuten fetzt, dann gehört das genau so auch zu einer freien Gesellschaft.
Und ja, nach dem Arbeitgeber zu fragen, zeugt nicht von einer liberalen Geisteshaltung, aber es zeigt mir, wie sie tickt und bestärkt mich wiederum in meiner Ablehnung dieser Politikerin, sprich ist Erkenntnisgewinn.
Also, kein Paternalismus bitte ;-)

Albert Schultheis | Fr., 19. April 2024 - 16:52

Unsäglich diese Frau: Oma Courage verhökert ihre Enkel! Sie selbst verträgt Null Kritik, macht aber alle anderen gerne zur Sau! Wie ich erfahren konnte, hat sie Hunderte von Prozessen wegen Beleidigung nach dem neuen Majestätsbeleidigungsparagraphen 188 StGb laufen - ohne Risiko für sich selber! Sie spannt ganz einfach die Generalstaatsanwaltschaft für sich ein. Oh, wie ich mich auf ihren Prozess gegen mich freue! Es gehört einfach zur staatsbürgerlichen Hygiene, gegen solche "Damen" vorzugehen!

S. Kaiser | Fr., 19. April 2024 - 16:55

Herr Krischke, das ist doch nicht Ihr Ernst: „Ich plädiere dh schon länger dafür, dass gewählte Volksvertreter zB grundsätzlich nicht twittern sollten.“
Sind Sie jetzt ins Team „Cancel Culture“ gewechselt? Wir können doch nicht ständig Meinungsfreiheit für uns fordern, und dann Politiker auffordern, das Twittern zu unterlassen. Gerade Politiker sollen, ja müssen sich in der Öffentlichkeit artikulieren. Auch die Contenance verlierend. Wir, die Wähler, müssen uns ein Bild von diesen „Herrschaften“ machen können. Im Guten wie im Schlechten.
Ich bin wahrlich kein Freund von MASZ, ganz im Gegenteil, aber wenn sie sich bei Wahlkampfveranstaltungen auf Marktplätzen mit Leuten fetzt, dann gehört das genau so auch zu einer freien Gesellschaft.
Und ja, nach dem Arbeitgeber zu fragen, zeugt nicht von einer liberalen Geisteshaltung, aber es zeigt mir, wie sie tickt und bestärkt mich wiederum in meiner Ablehnung dieser Politikerin, sprich ist Erkenntnisgewinn.
Also, kein Paternalismus bitte ;-)

Hans Jürgen Wienroth | Fr., 19. April 2024 - 16:56

„Insbesondere Volksvertreter der vorderen Reihen arbeiten häufig viel und schlafen wenig.“ Nun, sie erhalten dafür auch Geld, was manch einer von ihnen anders nicht bekommen könnte. Ich bin sicher, auch bei den Abgeordneten gibt es „Faulpelze“.
Die „Gute-Laune-Debatte“ wird doch seit Merkel von den Medien eingefordert, wobei die Debatte im Verborgenen stattzufinden hat. Das Ergebnis ist dann „Alterativlos“ und wird von „der Wissenschaft“ gedeckt. Debatten, gerade jene, bei denen es um Fakten geht, finden sich kaum im Plenum. Haben die Abgeordneten welche oder war es zu mühsam, sich auch außerhalb der eigenen Blase zu informieren?
Der hier beschriebene Umgang der Politiker mit dem Souverän hat sich etabliert. Wir alle haben noch die Corona-Zeit im Gedächtnis. Was sich da eingebürgert hat, das setzt sich jetzt fort. Der Graben vor den Abgeordneten im Reichstag ist schon ausgehoben. Will man sich vom Souverän abschotten, ihm auch in Wahlkampfzeiten nicht nahe kommen? Fast scheint es so.

Menzel Matthias | Fr., 19. April 2024 - 17:08

Wieso erfüllen eigentlich solche Politiker die Erwartungen, die man irgendwie vorausgesehen hat? Ein hoher moralischer Anspruch und dann eine glatte Bauchlandung. Mir fallen dann noch andere Namen ein. Eine abstoßendere Kandidatin konnte sich die FDP für den Europawahlkampf nicht wählen. Ist das Sehnsucht nach dem Untergang?

Klaus Funke | Fr., 19. April 2024 - 17:14

Und zwar für den Staat BRD und für ihre Partei, die FDP. Hätte nicht gedacht, dass diese Partei sich so weit herablässt. Man stelle sich Genscher vor oder sogar Herrn Westerwelle. Eine Regierungspartei tritt auf wie ein Kesselflicker. Was will man damit bewirken? Glaubt man, dass das im Ausland nicht wahrgenommen wird? Nichts gegen eine kräftige PR. Aber das ist wohl des Schlechten zu viel. Ich denke, das wird Wählerstimmen kosten, vielleicht die letzten...

Thomas Hechinger | Fr., 19. April 2024 - 17:58

Frau Strack-Zimmermann wurde hier beim „Cicero“ mehrmals Gelegenheit zu Gastbeiträgen gegeben:

https://www.cicero.de/taxonomy/term/6525

Es lohnt sich, diese und die Kommentare dazu noch einmal durchzugehen. Viele Kommentatoren hatten von Anfang an ein mulmiges Gefühl. Man konnte ziemlich bald spüren, daß ihre „Liberalität“ konditioniert ist. Sie betrifft nicht jede Person und jeden Gegenstand, sondern erfolgt nach politischer Nähe und Interessenlage. Eine echte Liberale ist immer für Meinungsfreiheit und Toleranz, nicht nur, wenn ihr gelegene Themen und genehme Meinungen besprochen werden. Frau Strack-Zimmermann ist keine echte Liberale. Es ist sicher nicht einfach, bei einem Wahlkampfauftritt einer Menge, die mit Sprechchören und Plakaten gegen einen eingestellt ist, entgegenzutreten. Aber gerade deshalb zeigt sich hier das Geschick eines Politikers im Umgang mit Menschen und sein rhetorisches Talent. „Oma Courage“ wird bei den Europa-Wahlen für die FDP zur „Mama Blamage“ werden.

Dana Winter | Fr., 19. April 2024 - 18:08

...auf diese Weise um neue Wähler? Ich konnte gar nicht glauben, was ich da im Video sah. Das ist ein Verfall politischer Kultur, im direkten Umgang mit Bürgern, wie ich ihn mir nicht hatte vorstellen können. Und das von einer (einst) liberalen Partei. Mir graust vor so einer Vertreterin im Europäischen Parlament, da wünscht man sich die Sperrklausel zurück, die aber leider erst 2029 kommen wird.

Stefan Jarzombek | Fr., 19. April 2024 - 18:20

Wird ihren Taurus nicht in die Ukraine befördern.
Wird samt FDP wahrscheinlich in den meisten Bundesländern die 5% Hürde nicht schaffen.
Wird auch bei der Europawahl wohl und auch danach kein gutes Bild abgeben. (Von wegen Führungsrolle Deutschland...was sagt eigentlich Macron dazu?)

Manfred Sonntag | Fr., 19. April 2024 - 18:24

Ich als Ostdeutscher muss mich hier zügeln. Sie ist eine typische Vertreterin des neuen Totalitarismus. Denn wenn ihr bewusst würde was sie da gesagt hat müsste es Frau Strack-Zimmermann im Nachhinein die Schamesröte ins Gesicht treiben. Die Politiker der 5 grünen Blockparteien wollen immer ihre Demokratie und Freiheit verteidigen, das ist aber nicht meine, denn sie treten sie täglich mit Füßen. Mit der Frage nach dem Arbeitgeber hat sie ihre Maske fallen gelassen. Mein Großvater wurde 1933 arbeitslos, weil er ein "Andersdenkender" war, mein Schwiegersohn (Krankenpfleger) wurde 2022 arbeitslos, weil er ein "Andersdenkender" bezüglich der staatlichen Terrormaßnahmen (Impfpflicht) war und ist. Jetzt möchte diese "Dame" offensichtlich einen "Andersdenkenden" beruflich maßregeln. Hier glotzt uns die Nemesis mit ihrem hassverzerrten Gesicht direkt ins Antlitz. Henryk M. Broder sagte dazu: „Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte: weil sie damals so waren, wie ihr heute seid.“

Helmut Bachmann | Fr., 19. April 2024 - 19:05

mir erscheint die Ansprache dieser Dame tatsächlich eine Drohung gewesen zu sein. Ohne jede Souveränität und auf unterstem Niveau. Klingt für mich wie: „ Alder, ich weiß wo dein Audo steht“. Sollte sich das so letztlich auch dann darstellen, sollte sie ihren Job verlieren. Denn ihr Arbeitgeber hat genug von neuaristokratischem Gehabe.

Dietmar Philipp | Sa., 20. April 2024 - 08:50

Eigentlich haben solche Leute wie SZ nichts im Parlament zu suchen. Leider ist sie nicht die einzige, die Mehrheit unserer Parlamentarier richten mehr Schaden als Nutzen an. Das liegt an deren Unfähigkeit, die sich dann im Regierungsergebnis totale Sch. widerspiegelt. Solange wir diese Zustände haben, werden wir alle zum Nachteil in Deutschland eine abnehmbare Lebensqualität erleben. Wir brauchen Reformen und die unfähigen Parlamentarier sind in den Papierkorb der Geschichte zu entsorgen!

Wolfgang Borchardt | Sa., 20. April 2024 - 09:34

die Freiheit, alles Mögliche zu sagen. Entscheidend ist, ob das Gesagte der gesellschaftlichen Stellung des Redners oder der Rednerin gerecht wird. Frau Strack-Zimmermann hat sich als Anhängerin der "Demokratie von oben" geoutet, die von der Ampel generell vertreten wird und die weiß, was dem Volk guttut und das auch gern gegen die da unten durchsetzt. Gerade im Osten der Republik vermeinen mindestens die älteren Jahrgänge sattsam Bekanntes zu spüren.

Klaus Funke | Sa., 20. April 2024 - 10:09

"Mutter Courage" von Bert Brecht ist ein Antikriegsstück. Wenn hier der Name "Courage" für eine Dame verwendet wird, die den Krieg verherrlicht und fördert, für eine "Kriegshexe" und Waffenlobbyistin, so ist das schier unerträglich. Von daher, Herr Krischke, eine glatte Sechs. Setzen! Ich weiß, Journalisten geht es häufig nur um das griffige Schlagwort, um einen Knaller, mit dem man eine Story schmücken kann. Aber es sollte wenigstens passen. Trotzdem oder gerade deswegen ist die Bezeichnung "Oma Courage" für eine wie die Zimmermann vollkommen daneben. Da sollten Sie sich erklären. Sie ziehen mit dieser Bezeichnung die Zimmermann ins Lächerliche und verharmlosen sie dadurch. Das ist unangebracht und absolut kritikwürdig. Hätten Sie "Gräfin Dracula" gesagt, wäre ich einverstanden gewesen. Oder meinetwegen "Rosthaubitze". Da ich Ihre Artikel und Kommentare aber meistens schätze, verzeihe ich Ihnen. Schönes Wochende!

„Oma Courage“ habe ich nicht erfunden. Es ist, wie ich schreibe, eine Erfindung von Strack-Zimmermanns Werbeagentur, die diese auch hat plakatieren lassen mit Blick auf die EU-Wahl. Beschwerden bitte direkt an „Heimat TBWA“. 

Ernst-Günther Konrad | Sa., 20. April 2024 - 10:37

Die Frage nach dem Firmennamen, bei dem der Mann arbeitet und ergänzend, ob der Chef wüsste, was er da macht. Könnte genauso bedrohlich verstanden werden, wie der Hinweis an einen Fußballschiedsrichter, man weiß wo sein Auto steht. Mal ehrlich. Wer kannte Strack-Zimmermann den bundesweit vor dem UA-Krieg? Jo, in NRW vielleicht, weil sie da mal OB ‘in war. Aber sonst? Sie scheint eine narzisstische Ader zu haben und lebt jetzt aus, was ihr jahrelang in der Bedeutungslosigkeit ihrer Person verwehrt war. Aber es ist schon interessant immer wieder zu sehen, wie die einen etwas dürfen, was andere nicht mal denken sollen. In jedem Fall ist sie eine sichere Bank für die Rüstungslobby, der sie angehört und natürlich das Wort redet. Ob und wann sich wagen wird offenzulegen, dass sie auch von denen "belohnt" wird für ihre Arbeit. Ich frage mich nur. Würde sie ihre drei Kinder in den Krieg in die UA schicken? Ich könnte viele despektierliche Worte zu ihrer Person finden, tue ich aber nicht.

Keppelen Juliana | Sa., 20. April 2024 - 12:48

ist eine Drohung. Klingt so ähnlich wie "isch weiß wo dein Haus wohnt". Wenn das eine Person sagt ist es immer als Drohung gemeint.