Gas aus der gesprengten Pipeline an der Wasseroberfläche/ dpa

Sprengungen von Nord Stream - „Alle haben ein Motiv“

Deutsche Ermittlungsbehörden haben bei der Aufklärung der Anschläge auf die Nord-Stream-Pipeline neue Spuren entdeckt. Wer welches Interesse an den Sprengungen gehabt hätte und wie ernst man aktuelle Berichte nehmen sollte, erklärt der Militärexperte und frühere Bundeswehr-Oberst Ralph Thiele.

Autoreninfo

Felix Huber studiert Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin.

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Ralph Thiele ist Militärexperte und ehemaliger Bundeswehr-Oberst.

Herr Thiele, welche Bedeutung hat die Sprengung von Nord Stream 1 und 2 für den Krieg in der Ukraine?

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Sabine Jung | Fr., 10. März 2023 - 13:25

und die wird sie auch bleiben. Der Satz " jeder Staat muss sich fragen, ob und zu welchen Preis er die gewonnenen Erkenntnisse veröffentlichen würde" sagt ja alles. Es wird beim wüsten Hin und Her schubsen des schwarzen Peters bleiben.

Tomas Poth | Fr., 10. März 2023 - 13:33

Den vorläufig größten wirtschaftlichen Nutzen haben die USA, einige Nato/EU Mitglieder und die Ukraine.
Deutschland hat vorläufig wirtschaftlich den größten Schaden.
Den größten politischen Nutzen haben vorläufig die USA, UK, Polen und die Ukraine.
Den vorläufig größten politischen Schaden hat Deutschland.

Der konkrete Nachweis der Urheberschaft der Sprengung bedeutet selber Sprengstoff! Sowohl für die Nato als auch für die EU.

Hieraus könnte sich aber für Deutschland wirtschaftlich als auch politisch im Nachhinein ein Nutzen einstellen, wenn wir es denn richtig anpacken. Wir müssen es nur wollen und die Aufklärung zu unserem Nutzen Schritt für Schritt durchziehen! Ohne falsche Rücksichten!

Albert Schultheis | Fr., 10. März 2023 - 22:42

Antwort auf von Tomas Poth

Wenn man annimmt, dass die USA die eigentlichen Drahtzieher waren dieses terroristischen Angriffs auf unsere Pipeline - und etwas anderes anzunehmen, wäre nur absurd! - Dann kann Deutschland nicht mehr die Rolle des willfährigen und loyalen Vasallen Washingtons weiterspielen, dann müssen Konsequenzen folgen. Es ist widersinnig, wenn innerhalb eines Bündnisses einige Länder unter der Rädelsführerschaft eines Bullys gegen ein einzelnes Mitgliedsland terroristisch vorgehen und sich einesteils über das geschädigte Land hinter vorgehaltener Hand lustig machen und andererseits so tun als wär nichts passiert. Man muss den korrupten Drecksack Biden beim Wort nehmen, er hat zugesagt, dass er es tun würde, also war er es auch. Im Grunde kann man sich alle weiteren Untersuchungen schenken. Ich denke, es wäre ein passender Anfang, wenn wir endlich die US-Besatzer aus Deutschland hinauskomplimentieren würden!

Hans Jürgen Wienroth | Fr., 10. März 2023 - 13:57

Warum in die Ferne schweifen, wenn das gute liegt so nah? Ich glaube weder an eine Täterschaft der Russen, der Amerikaner, noch einer europäischen Nation. Ich glaube auch nicht an das „Segelboot“, zu groß sind die Anforderungen. Meine Theorie (ohne reale Anhaltspunkte):
Wenige Tage vor der ersten Explosion saß eine junge Dame aus reichem Hause bei Markus Lanz. Als es um die Gasversorgung unseres Landes über die LNG-Terminals ging, soll sie die Sprengung von Gasleitungen als möglich bezeichnet haben. Nun, sie selbst wird dazu technisch nicht in der Lage sein, aber es gibt durchaus entsprechende NGOs, die dazu in der Lage wären. Eine davon wurde sogar mit der Untersuchung zu Schäden und möglichen Ursachen beauftragt. Im „Klimaschutz“, wenn es um das Ausschalten fossiler Energien geht, dann kann es auch ungewöhnliche Allianzen geben.
Nur wer hätte ein Interesse daran, eine von den guten Zivilgesellschaften einer solchen Tat anzuklagen?

Auch im Artikel erfolgte die Kaffeesatzleserei nur über Staaten, Geheimdienste usw. Kein Gedanke an die Klimaterroristen. Im übrigen habe ich die Talk- Sendung auch gesehen, in dem die betuchte Klimaterroristin Anschläge auf die Gasleitungen NS 1+2 nicht ausschloss. So viel dazu.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Andere Kapazitäten auf diesem Gebiet äußern sich ähnlich. Auszüge aus Leserkommentaren zu:

https://www.cicero.de/aussenpolitik/oberst-ad-ralph-thiele-nordstream-a…

"Wer hat das größte Interesse an so einer Situation? Richtig. Radikale Umweltaktivisten wie Greenpeace, NGOs wie FfF, Ext. Rebellion und wie die Terroristen alle heißen. Und wahrscheinlich wird es auch so sein." (Forbrig)

"Nun, wer Greenpeace kennt, der weiß über welche Ressourcen die verfügen." (Lehmann)

Auch nicht schlecht, Herr Will mit: "Sicher ist: sollte die Ukraine dahinter stecken oder einer ihrer engsten Verbündeten, werden wir das niemals erfahren."

Mein Highlight aber: Frau Jung, die seinerzeit vermutete, möglicherweise sei Neubauer verantwortlich, schließlich benötige man nur Drohnen und Delfine mit entsprechender Ausbildung. Das wäre auch eine schlüssige Erklärung dafür, dafür, dass an einer Röhre von NS2 kein Sprengsatz gefunden wurde. Auch Delfine sind halt nur Menschen...

Walter Bühler | Fr., 10. März 2023 - 13:59

1. Es gibt häufig Lügen, die werden durch öffentliche Prahlerei der beteiligten "Helden" entlarvt - etwa in den Biographien bedeutender Männer (insbesondere aus dem internationalen Geheimdienst-Milieu). Da muss man einfach nur geduldig warten.

2. Die Frage "Sollte man ... allen Berichten grundsätzlich skeptisch begegnen?" ist in IMMER mit JA zu beantworten. Herr Thiele betont deshalb ja mit vollem Recht : "Man muss sich bewusst machen, dass Geheimdienste versuchen werden, Journalisten mit Informationen zu füttern." Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern nur gesichertes Erfahrungswissen.

3. Die alte Frage "Cui bono?" besitzt nach wie vor eine hohe Trefferwahrscheinlichkeit bei der Wahl der Verdächtigen.

4. Die Frage "Sind wir denn überhaupt für einen hybriden Krieg gewappnet?" muss erweitert werden: ""Sind wir denn überhaupt in Deutschland für einen (konventionellen oder irgend einen anderen) Krieg gewappnet?"" Auch dafür lautet die Antwort: NEIN.

Ernst-Günther Konrad | Fr., 10. März 2023 - 14:04

... wird selig. Ja, jeder der Beteiligten hatte ein Motiv. Hatte aber jeder auch die Gelegenheit, sprich die finanziellen und logistischen Mittel? Wem kann eine Anwesenheit am Tatort bewiesen werden? Herr Poth schreibt zu recht, die USA haben den größten Nutzen, das sehe ich auch so. Waren sie allein oder gab es Mittäter? War es eine direkte staatliche Aktion mit Hilfe "befreundeter" Dienste oder wurde nur logistisch unterstützt und diese Terroristen "nur" bezahlt? Wer kann in einem der bestgesicherten Gewässer scheinbar unauffällig und "berechtigt" herum schippern? Wer kommt an so viel Sprengstoff? Kann diese Yacht tonnenweise Sprengstoff, Sauerstoffflaschen, Kompressionskammern usw. und andere Logistik und Personen tatsächlich dorthin unerkannt bringen? Das grenzt die Täter dann durchaus ein. Die Jagd auf Schwesig jetzt medial erheblich angeheizt sollte man mit Skepsis betrachten. Es könnte nämlich dazu dienen, einen "Sündenbock" zu finden und vom tatsächlichen Geschehen abzulenken.

Zu dem ganzen Anschlag gehört eine gute-ausgeklügelte und geheime Planung, Logistik usw.
Auch wenn viele Staaten ein Motiv hätten, würden sie auch viel Ansehen verlieren, wenn ihre Beteiligung ruchbar würde.

Bevor der Hersh-Bericht auf dem Tisch lag, war ja auch Ruhe geblasen.
Jetzt werden jede Menge Optionen nachgereicht.

Selbst George Beebe, ehemaliger CIA-Offizier sagte:
"Es kommt mir verdächtig vor, dass diese Informationen plötzlich ans Licht kommen – viele Monate nach der Tat. Das ist merkwürdig. Die Nachricht dient zudem auffällig günstig als Gegenentwurf zu Sy Hershs Bericht."

StefanKe | Fr., 10. März 2023 - 14:11

Mich irritiert im Wesentlichen die deutsche Reaktion auf diesen Anschlag, nicht nur der Regierung, sondern auch der CDU-Opposition und den Medien. Ich hätte erwartet, dass der Bundeskanzler in einer Rede die Bevölkerung zur Entschlossenheit aufruft und den Tätern droht. Dann eine Teilmobilmachung oder gar die Aufstellung ganz neuer Einheiten und die Beantragung eines Bündnisfalles der NATO angeht. Dagegen kommt es mir eher vor, als ob die deutsche Politik und Medien das Thema gern gänzlich ignorieren wollten.

Die einzigen Gründe für diese Stille nach dem Anschlag können nur sein, dass entweder die Amerikaner ihn unterstützt oder ausgeführt haben. Oder Deutschland ist heute ein Waschlappenstaat, den jeder gefahrlos angreifen und Infrastruktur im Milliardenwert wegbomben kann.

Beides ist sehr irritierend und beunruhigend.

Hans Schäfer | Sa., 11. März 2023 - 09:46

Antwort auf von StefanKe

Sobald eine mögliche Beteiligung nicht in die globale Situation passen, wird dementiert und neue Theorien zur Ablenkung in den in den Raum geworfen.

Wenn die Auftraggeber nicht wollen, dass die Sache zweifelsfrei aufgeklärt wird,
wird man durch verbreiten von immer neuen Spekulationen in der Lage sein, von der wahren Täterschaft abzulenken.
Spekulationen sind der Nährboden für Verschwörungstheoretiker

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr., 10. März 2023 - 14:16

und da ich gerade den neuesten Idris Elba Film "The Fallen Sun" gesehen habe - hoffentlich heisst das nun, dass er der neue Bond wird - , da frage ich mich schon, ob die Geheimdienste zu wenig Bond gesehen haben, um derart bei politischen Akteuren zu verharren.
Wenn dem so wäre, die Geheimdienste anders als in den Filmen auf dem "informellen" Sektor nichts sehen könnten, dann fiele mir zu all dem auch nichts ein, Phantasmen verbieten sich.
Entschieden sie sich GEWUßT für die politische Ebene, dann müßte man von einer "politischen Dimension" ausgehen, die bislang hoffentlich nur in Filmen "Realität" wurde, eine Art "informelle Seite" unserer Regierungen?
Meine politische Beurteilung der Lage berührt das dennoch nicht.
Auch wenn sich alle Welt von der offiziellen Politik verabschiedet hätte, ich möchte daran festhalten und Weltpolitik nicht abhängig machen von möglichen Fehlern und Irrungen irgendeines Staates.
Bauen oder halten wir die politische Dimension gegen ihre evtl. Verächter*...

um Himmels Willen nicht missverstanden werden.
Ich habe ganz bewußt nicht das Wort "inoffiziell" benutzt.
Inoffiziell ist vieles, ohne dass wir uns gleich auf problematischem Terrain bewegten.
Eigentlich gefällt mir auch das Wort "informell" nicht, denn wir können ja gerade in dem Buch von Hernando de Soto "Marktwirtschaft von unten" sehen, wie wichtig und auch produktiv dieser Begriff gesehen werden kann.
"Die dunkle Seite" (Star Wars) wollte ich auch nicht benutzen. In "The Fallen Sun" kann man auch von Verirrten, Verwirrten etc. reden, so sehr man diesbezüglich abwehren muss.
Wenn mir mal etwas Passendes einfällt, werde ich mich sicher entsprechend äußern.
So bleibt mein Kommentar mal wieder nur Stückwerk.

Gerhard Fiedler | Fr., 10. März 2023 - 14:17

Die Recherche von S. Hersh (USA) lassen nur einen Schluss zu, dass es die USA waren, als Täter oder Auftraggeber, mit oder ohne Beteiligung anderer, die für das Ende der Pipeline sorgten. War es Dummheit, dass Biden dieses am 7.2.2022 ankündigte mit „Wenn Russland einmarschiert ….. wird es kein Nord Stream 2 mehr geben. Wir werden ihm ein Ende setzen.“ und Nuland sich dazu ähnlich äußerte? Hatte man sich zur Brisanz des Unternehmens keine Gedanken gemacht, hinsichtlich seiner Konsequenzen wie Ermittlungen, Strafverfolgung, Schadenersatz, Internationale Verwerfungen, UN-Debatten usw.? Was der USA noch bleibt ist, diesen Terrorakt hinsichtlich Auftraggeber und Täter mit Täuschung und Lüge unaufklärbar zu machen. Aber das können die USA und DE wird dabei hilfreich sein. Eines jedoch sollte BK Scholz nicht erspart bleiben, eidesstattlich erklären zu müssen, was und wann er dazu etwas wusste und sich damit möglicherweise der Vereitelung einer Straftat gem. StGB § 258 schuldig machte.

Martin Beckmann | Sa., 11. März 2023 - 19:32

Antwort auf von Gerhard Fiedler

Scholz muß jetzt regelmäßig bei Biden antreten zum UPdate, denn Biden hat mitbekommen, wie es um Olafs Schwurbelhirn steht.

Jürgen Rachow | Fr., 10. März 2023 - 14:46

Nordstream 2 wurde nicht mit der Pipelinesprengung sondern schon Monate vorher mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine der Garaus gemacht.

Von daher ist die hier immer wieder ahnungsvoll aufgeworfene Frage "wem nützt es?", unter einem ganz anderen Blickwinkel zu sehen:

die Frage, die überhaupt Sinn machen würde, lautet tatsächlich: wem nützt die Sprengung einer nutzlos gewordenen Pipeline, durch die nach dem russischen Angriff ohnehin nie russisches Gas nach Europa geflossen wäre?

auf Ihre letzte Frage kann man nur so antworten, ob der Russe nicht wieder geliefert hätte, wusste ja niemand, auch Sie nicht. Sanktion bedeutet natürlich auch Gegensanktion. Bitte bei der Wahrheit bleiben. Alles andere kommt ja schon von unseren Leitmedien......

Jürgen Rachow | Fr., 10. März 2023 - 16:06

Antwort auf von Sabine Jung

Wieder die falsche Fragestellung Frau Jung.

Die Frage ist nicht, ob der Russe bei intakter Pipeline wieder Gas geliefert hätte sondern ob sich Europa nach Liquidierung der nach Westbindung strebenden Ukraine je wieder auf einen vor Gewalt nicht zurückschreckenden Energieversorger eingelassen hätte.
Einen einmal gemachten strategischen Fehler sollte man nicht zweimal machen - auch wenn man von Antiamerikanismus getrieben ist.

weil es geschafft hätte, den Verdacht gekonnt auf andere Länder zu lenken. Dies wäre möglich, weil es eigentlich so aussieht, dass die VSA dahintersteckten, denen Northstream2 schon immer ein Dorn im Auge war, auch bereits unter vorherigen Präsidenten. Das hätte ja schließlich bedeutet, dass russiches Gas direkt dahin gelangt, wo die größte europäische Industrie sitzt unter Umgehung von Ländern wie Polen und der Ukraine. Zudem hätte Europa auch auf das amerikanische LNG verzichten können. Auch amerikanische Sanktionen gegen die an dem Projekt beiteiligten Firmen wäre ein Verdachtsmoment, den die Russen sich gekonnt zunutze gemacht hätten , die Urheberschaft der Sprengung auf die Amerikaner zu lenken.

Allerdings ergibt das nur dann Sinn, wenn die Pipeline auch in Zukunft niemals in Benutzung gegangen sein würde. Ob man das tatsächlich ausschließen kann und konnte, zumal schon letztes Jahr im September, bleibt die Frage.

Ihre Schlussfolgerungen haben aber nur Gültigkeit, wenn man dem westlichen "Narrativ" folgt, dass der Krieg im Februar 2022 begann mit dem Angriff der Russen. Fakt ist aber, dass es 2014 einen Putsch unter maßgeblicher Beteiligung der US-Regierung unter Obama gegeben hat und danach der Bürgerkrieg gegen die russischsprachigen Bürger im Osten des Landes vom Zaun gebrochen worden war. Gleichzeitig wurde die Zeit seit 2014 genutzt, um die Ukraine aufzurüsten und militärisch auf einen Krieg gegen Russland vorzubereiten. Bereits vor 2014 war den Amis die Nordstream Pipeline ein Dorn im Auge und man bekämpfte sie, woimmer möglich. Es war klar, durch Nordstream würde immenses Kapital von Deutschland nach Russland fließen, was die nach wie vor Kalten Krieger in Washington meinten nicht dulden zu können - denn Deutschland wurde dort nie als souveräner Staat anerkannt, dem es zustünde, seine eigenen Interessen gemeinsam mit seinem östlichen Nachbarn zu verfolgen. Deutschland musste bestraft werd

Stefan Elsen | Fr., 10. März 2023 - 16:01

Ein renommiertes, unabhängiges Recherchenetzwerk hat in forensischer Akribie die Umstände der Sprengung der N-S-Pipelines ermittelt. Demnach wurde der Anschlag von einer autonom handelnden proukrainischen Gruppe ausgeführt, deren Auftraggeber und deren individuelle Identitäten zwar unbekannt seien, deren Motiv aber klar in der Gegnerschaft zu Putin liegt. Dass sich die Saboteure*in nicht mit einem entsprechenden Schreiben zur Täterschaft bekannten, scheint dem Umstand geschuldet, dass es sich um desertierte russ. Spezialkräfte handelt, die sich nun selbst gegen das eigene autoritäre Regime wenden. Die entsprechende, formelle Verifizierung seitens des ARD-Faktenfinders steht noch aus.
Verschwörungstheoretiker, wie der umstrittene Journalist Hersh, hatten wegen der techn. Komplexität indes ausschließl. staatliche Akteure in Betracht gezogen. – Die Ermittlungen zeigen jedoch eindeutig, dass auch nichtstaatl. Ak-/Amateure*innen einen solchen Anschlag in 70 m Meerestiefe ausführen können!

Werner Peters | Fr., 10. März 2023 - 18:03

Ich halte die von ZEIT und ARD vorgestellte story für albern und läppisch. Frage mich eher, was deren Redaktionsverantwortliche damit beabsichtigen, dass sie "eine Spur in die Ukraine" herausgefunden haben wollen. Wollen sie damit die Stimmung hierzulande gegen die weitere Unterstützung der Ukraine beeinflussen ? Warum ? Wem wäre damit gedient ? Verantwortungsvoller Journalismus geht jedenfalls anders.

Gerhard Fiedler | Fr., 10. März 2023 - 18:39

Auf der Pressekonferenz vom 7.2.2022 im Weissen Haus mit Bundeskanzler Scholz und US-Präsident Biden erklärt letzterer: „Wenn Russland zum Beispiel mit Panzern und Truppen die Grenze zur Ukraine überquert, wird es Nord-Stream 2 nicht mehr geben.“ Obwohl ihm verdeutlicht wurde, dass dieses Projekt doch unter deutscher Kontrolle stehe, sagte er: „Ich verspreche Ihnen: Das werden wir schaffen.“ BK. Scholz ergänzte: „Wir stehen da zusammen. Wir sind hier absolut einer Meinung. Wir unternehmen die gleichen Schritte. Wir werden eine harte Reaktion gegenüber Russland fahren“.
Man kann somit davon ausgehen, dass Biden und Scholz die Wahrheit zum Terroranschlag kennen. Sollte Scholz schon vor dem Anschlag auf die deutsche Energieversorgung davon gewusst oder diesen nachträglich gebilligt haben, macht er sich der Vereitelung einer Straftat schuldig. Darüber hinaus wird er seiner Verpflichtung nicht gerecht, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.

Gerhard Lenz | Sa., 11. März 2023 - 09:36

Letzte Woche waren es nach Ansicht eines eher abgehalfterten US-Journalisten noch US-Amerikaner und Norweger - förmlich zur Begeisterung der bekannten Putinisten dieses Forums.
Jetzt is es vermutlich - oder möglicherweise - eine den Ukrainern nahestehende Gruppe. Die erstaunliche Möglichkeiten gehabt haben müssen.

Mehr weiß man nicht.

Auch nicht, ob diese "Ukrainer" nun den Separatisten im Osten des Landes oder der eigenen Regierung nahestehen.
Oder ob es sich wieder um solche "nicht zu identifizierbaren" Kräfte handelt, die damals die Krim überfielen.
Mein Favorit ist nach wie vor Putin: Seht her, ich hätte ja Gas geliefert, aber Ihr habt ja die Pipeline gesprengt.
Selbst wenn ich mich täusche und es waren Ukrainer, die mit der eigenen Regierung sympathisieren: Ein nachvollziehbares Motiv haben Sie allemal. Schließlich wurde ihr Land von einem blutrünstigen Vernichtungskrieger überfallen. Dem das Geschäft zu vermasseln - dürfte nicht so ungewöhnlich sein.

Brigitte Simon | So., 12. März 2023 - 13:21

Das dürfte auch der Sinn dieser geheimdienstlichen Propaganda-Aktion sein. Verwirrung zu stiften, Thesen in die Öffentlichkeit zu werfen, so abwegig und naheliegend sie sein mögen. Das genügt stückweise zu verunsichern.
Sollte alles komplex sein, verstummt das Interesse der Öffentlichkeit, lästige Fragen zu stellen. Das sind meine Zweifel, die Wahrheit zu erfahren. Jedoch läge diese nicht im Sinn der USA und auch nicht der Ukraine. Diese Erkenntnisse tauchen auf, wo die Spur deutlich Richtung Amerika und Ukraine zeigt. Ein weiteres Beispiel dazu war der Rakteneinschlag in Polen.

Erhielt die Öffentlichkeit jemals die Wahrheit des Raketeneneinschlags in Polen? Zwei Menschen mußten sterben. Nach polnischen Angaben ist es sehr wahrscheinlich, daß es sich um eine Rakete der ukrainischen Luftabwehr handelte, sagte der polnische Präsident Duda. Nachdem Selenskyj protestierte, war es für Duda "nur ein unglücklicher Zwischenfall". Eine Lösung für die Wahrheitsfindung der Nord-Stream-Pipeline?