Der heutige Konservative ähnelt dem Philosophen Pyrrhon, dem Begründer des Skeptizismus, in stürmischer See / dpa

Politische Philosophie - Postmoderner Konservatismus 

Statt Wertehierarchien zu proklamieren, die allenfalls in gesellschaftspolitischen Nischen einer linken Gesellschaft überleben werden, sollte ein moderner Konservatismus sich auf eine alte konservative Grundtugend besinnen. Eine Entgegnung auf Dominik Pietzcker.

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Er veröffentlichte u.a. „Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung“. Zuletzt erschien „Vom Wald. Eine Philosophie der Freiheit“ bei Claudius.

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Der Konservative ist der ewige Verlierer der Geschichte. Während die politische Linke in den letzten zweihundert Jahren eine beispiellose Erfolgsgeschichte geschrieben hat, hat sich der Konservative in andauernde Rückzugsgefechte verstrickt. Nach und nach hat er altehrwürdige Positionen geräumt und Werte, die gestern noch als ewig galten, als nicht mehr zeitgemäß aufgeben müssen. 

Dominik Pietzcker hat diese Entwicklung in seinem geistreichen Essay anschaulich beschrieben: von der französischen Revolution über die bürgerlichen Revolutionen des 19. Jahrhunderts bis zur russischen Revolution und dem Antikommunismus der Nachkriegsjahrzehnte. Der Konservatismus als psychosozialer Reflex, da ist Pietzcker vollkommen zuzustimmen, ist vor allem auch eine Reaktion auf starke Veränderung und der Versuch, in Zeiten rasanten Wandels das Bewahrenswerte zu bewahren. 

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Dominik Roth | Sa., 25. Februar 2023 - 11:43

Wie bitte?

Wie wäre es mit

- der Kernfamilie
- dem Respekt vor dem Leben
- der Strukturierung einer Gesellschaft zur Vermeidung der stets drohenden Entwicklung hin zu Tyrannei...

Karl-Heinz Weiß | Sa., 25. Februar 2023 - 11:45

Seit dem 24.2.22 ist Skeptizismus mehr denn je die richtige Antwort. Russischer Nationalismus, chinesischer Nationalismus, indischer Nationalismus…. In Dänemark, Schweden, hat die Linke bereits ausgedient, nur noch nicht in Deutschland. Im Gegenteil, Oskar Lafontaine und seine Entourage haben den Schuss immer noch nicht gehört.

Thorwald Franke | Sa., 25. Februar 2023 - 11:48

Es gibt tatsächlich manchen Fortschritt in der Menschheitsgeschichte, z.B. die Erfindung der Schrift, oder die Entwicklung der Idee der Republik, die die Macht teilt und jedem einen Zipfel davon in die Hand gibt. Auch die Technik macht unbestreitbare Fortschritte. Überall hier gilt es, das Bessere des Neuen zu erkennen, und mitzutun. Aber es gibt einen Kernbestand, der unveränderlich ist. Das Wesen des Menschen. Wir werden trotz allem niemals das Paradies auf Erden haben. Der Sinn des Lebens wird auf immer ein Mysterium bleiben. Zugegeben: Auch diese Erkenntnisse sind irgendwann als erstes zu Bewusstsein gekommen. Deshalb lautet das Wort, das den modernen Konservativen auszeichnen sollte "bleibende Errungenschaften". Manches wurde irgendwann zum ersten Mal erkannt, aber nicht, um irgendwann wieder überholt zu werden, sondern um zu bleiben. Weil der Kern von allem, der Mensch, bleibt. Und wer bleibende Errungenschaften und diesen Kern überwinden will, dem ist mit Skepsis zu begegnen.

Christoph Kuhlmann | Sa., 25. Februar 2023 - 12:09

an Führungspersonal. Die CDU/CSU lassen in der zweiten Reihe zu wenig Wettbewerb zu. Inzwischen sind sie so schwachgeworden, dass es auch in den Ländern nur noch zu schwarz-grün reicht. Es wird schwierig, aus einer Gefolgschaftspartei von über angepassten Konformisten so etwas wie innerparteiliche Demokratie und politisch kontroverser Kreativität herauszukitzeln. Die Chance liegt da eher in der Schwäche der anderen Parteien, die sich zunehmend in gleicher Weise verbrauchen. Um nicht Missverstandene zu werden, ich halte orthodoxe Ideologen, die erst im Ministeramt gezwungen sind, die Realität zur Kenntnis zu nehmen für hochproblematisch. Scholz Zeitenwende ist im Grunde konservativ. Eine Abkehr von der modernen Weltverbesserungsnaivität. Bei solchen Themen müssen Konservative ihr Profil zeigen und nicht verschämt auf Umfragewerte schielen. Die Fundamente des Staates müssen erhalten bleiben. Wer sie infrage stellt, handelt verantwortungslos.

Hans Jürgen Wienroth | Sa., 25. Februar 2023 - 12:16

Wir leben in einem von „Progressiven“ beherrschten Land. Die Menschen sind mit Corona und Klimakrise in Angst vor der Zukunft versetzt. Da kommen leichtverständliche Heilsversprechen „DER WISSENSCHAFT“ gerade Recht, um den Weg aus der Krise zu zeigen. Der Traum der Ideologen von klimaneutr. erneuerb. Energien (ohne Verständnis für die komplexen Zusammenhänge der Naturwissenschaften) ist den Beweis noch schuldig. Es wird aber zielstrebig an der Umsetzung gearbeitet.
Es wird von den Linken viel über „WERTE“ geredet, allerdings bleibt die Definition offen, sozusagen im stetigen Wandel. Was aber sind „Werte“, die morgen nicht mehr gültig sind? Sie sind nichts wert!
Es bleibt die Frage: Geht es der progressiven Linken um Realisierung ihrer Ideale, Gestaltung der Welt nach ihren Vorstellungen? Träume vom Fortschritt sind gut, man sollte jedoch skeptisch prüfen, ob sie der Realität standhalten. Die Linke träumt weiter vom Erfolg des Sozialismus, auch wenn er vielfach gescheitert ist.

Günter Johannsen | Sa., 25. Februar 2023 - 13:22

Einem Pendelausschlag nach links-außen wird bald ein heftiger Pendelausschlag nach rechts folgen. Je schlimmer es die linken Zwangs-Weltverbesserer treiben, desto so deutlicher wird der Pendelausschlag nach rechts sein! Aber noch einmal zum Mitschreiben für sogenannte Zeitgeist-Beschwörer: Die Einteilung der politischen Lager in „Links“ - „Rechts“ - "Mitte" hat ihren Ursprung in der Zeit der französischen Revolution 1789 und geht auf die Sitzordnung der Pariser Nationalversammlung zurück: Links saßen die revolutionären Bürger, rechts die Konservativen. Später trat eine ausgleichende, gemäßigte Mitte hinzu. Linke diffamierten immer wieder die Konservativen als mittelalterlich-rückständig … auch heute noch. Doch wer das Bewahrenswerte nicht sieht und nicht achtet, kann auch nicht mit Verstand gestalten und keine konstruktive Vision für unsere Welt entwickeln. Wirklicher Konservatismus ist Weitsicht mit Verstand, der auf das von Generationen Geschaffene aufbaut!

Günter Johannsen | Sa., 25. Februar 2023 - 13:27

Schon einmal, liebe CDU/CSU, hat Euch über 16 Jahre lang die Lust am "Nach-Links-Modernisieren" Ansehen, Reputation und Glaubwürdigkeit gekostet. Habt Ihr es immer noch nicht begriffen: Menschen in Deutschland erwarten von einer Partei mit dem ´C´ voran den Erhalt des Erhaltbaren: Werte & Tradition. Nur darauf kann man eine bessere Welt aufbauen!
Politiker von CDU/CSU haben nur eine Chance, wieder von einer deutlichen Mehrheit gewählt zu werden, wenn sie Merkels "Modernisierung" nach links zurückfahren und zu ihren konservativen Werten zurückkehren. Christlich und konservativ ist: „Löscht den Geist nicht aus. Verachtet prophetisches Reden nicht. Prüft alles und behaltet das Gute!“ (1. Tess. 5, 19-21)

Markus Michaelis | Sa., 25. Februar 2023 - 14:01

Ich stimme Herrn Grau sehr zu. Aus meiner Sicht: interessante Geister sind heute konservativ-rechts, eher nicht links. Links hat sich im Moment eher das Spießertum versammelt, dass nicht in seinen einfachen Weltbildern gestört werden will. Zu diesen einfachen Weltbildern gehört z.B. eine zu naive Vorstellung von automatischem Fortschritt der Menschheit, ein naiver Glaube an eine wahre Grundnatur des Menschen, die widerspruchsfrei und gut ist, ein naiver Glaube an EINE Menschheit, ein naiver Glaube, dass alles andere nur egoistische Berserker sein können - usw. Es ist auch eien naive Sicht, dass die letzten x-100 Jahre ein Siegeszug der Linken sind. Es ist naiv zu gauben man vertrete DIE Menschheit. Ich habe mich auch immer als Links gesehen, aber die letzten Jahre zeigen für mich, dass es viele Prinzipien gibt, viel Unbekanntes und dass eine naiv-linke Sicht auch spießig-uninteressant oder spießig-gefährlich werden kann. Soweit die Abrechnung. Man sollte reden.

Lieber wegschauen, wenn´s unbequem wird!
Wenn man die sogenannte Friedens-Demo heute in Berlin und seine Figuren sieht und die Argumente hört, hat man dafür die Bestätigung!
Wenn der KGB-Mann Putin Stalin-Denkmäler aufstellen lässt und davon redet, dass er die große Sowjetunion wiederherstellen will ... und Ostdeutschland/
der Ostblock zu Russland gehört, dann steht fest: er will nicht reden, er will auch nicht hören, er will versklaven und unterdrücken. Das er Morden lässt, hat er nicht erst seit dem Überfall auf die Ukraine gezeigt, sondern schon viel früher bewiesen: Boris Nemzow, Nawalni, Beresowsky, Litvinenko, Magnitzki, Estemirowa, Poliotkowskaja, Gluschkow .... u.v.m. ?!

Markus Michaelis | Sa., 25. Februar 2023 - 14:34

die großen Bewegungen und gesellschaftlichen Erfolge sind links? Mit Silicon Valley, Hollywood und der gesamten DAX-Riege, die dahinterstehen? Einer der großen Menschheitserfolge der letzten Jahrzehnte, der neue Wohlstand in Asien, hat in Asien viele nationale Antriebe, bei uns kapitalistische. Die Linke Bewegung taumelt von einer Empörung in die nächste, ohne Halt und Linie. Klima ist das Megathema Nr.1-1-1. Nur alle Jahre neu von Eurorettung, Corona, BLM, Rassismus, Ukraine .usw usf als noch mehr Thema Nr. 1 unterbrochen. War die französiche Revolution links - wer hat am Ende "gewonnen"? Hier gehen nur ein paar Stichworte, aber mein Geschimpfe ist nicht, weil ich frustriert bin über den Verlust meiner konservativen heilen alten Welt, sondern über die Flachheit der heutigen Diskurse.

Gabriele Bondzio | Sa., 25. Februar 2023 - 14:50

ich habe über ihren Artikel nachgedacht.

Entscheidungsfreiheit, Leistungsbereitschaft und Wertschätzung sind Grundpfeiler eines Hauses.
Und nicht kleinmütiges Beharren.

Wir sehen doch jetzt die Trümmer,... eine marode Gesellschaft-leicht zu manipulieren und auf Krawall gebürstet.
Eine abgenutzte technische Infrastruktur, wo es in vielen Ecken schon knackt.
Gesundheitswesen auf dem absteigenden Ast.
Bildungswesen ebenfalls.
Die soziale Verantwortung wurde so weit gefasst, dass diese Töpfe auch an Dauerschwund leiden.

Heute gilt mehr als je zu vor für mich,...
hilf dir selbst-dann wird dir geholfen.
Aber selbst das will die die "politische Linke" welche institutionelle, ökonomische und strukturelle Tatsachen schafft, den Menschen austreiben.

Johannes Rausch | Sa., 25. Februar 2023 - 15:05

Dokmatische Linke wie auch dokmatische Rechte reklamieren für sich im Besitze der Wahrheit zu sein. Ihnen halte ich gerne ein Zitat von André Gidé entgegen:" ICH HABE GRÖSSTEN RESPEKT VOR MENSCHEN; DIE AUF DER SUCHE NACH DER WAHRHEIT SIND; UND GRÖSSTE FURCHT VOR DENEN; DIE VORGEBEN SIE GEFUNDEN ZU HABEN!"

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa., 25. Februar 2023 - 15:44

vielmehr ist der Fortschrittsgedanke so stark, dass uns evtl. die Jünger der Klimabewegung wie Ängstliche vor dem Leben oder Ungläubige angesichts der Möglichkeiten des Menschen, auch der Natur vorkommen.
Ich äußere mich zumeist sehr zurückhaltend über sie und greife auch eher noch zu Bewertungen wie Kindlichkeit, weil das ja auch hervortritt, aber manchmal rutscht mir das Wort "Steinzeit" heraus, natürlich nur zugespitzt.
Nein, ich befürchte, dass der Konservative die Fortschrittvorstellungen der Linken noch toppen muss.
Sah Herrn Martenstein bei Herrn Schuler und hörte ihn sagen, dass er zu einem Arztbesuch rate, wenn ihm Jemand erzählen würde, er wisse, was passiert oder passieren wird.
Nun, ich würde meinen, dass ein Konservativer sagen sollte, was seiner Meinung nach passiert oder passieren soll.
Die Kultivierung des Gottesgedanken baute Konservativen ja ein Fundament, solches zu erkennen und darüber zu befinden.
"Sein und Zeit"/"Identität und Differenz" schrieb ein Konservativer.

Ich gehe für ihn eher von einem sozialen aber Konservativen aus, er ist gewissermassen auch ein Sozialphilosoph, Philosoph der Gesellschaft.
Was er aber niemals über die Lippen gebracht hätte, wäre eine Formulierung wie "Jetzt ist es mal so".
Er hätte hochkomplexe soziale Sachverhalte nicht bei der "Brigitte Redaktion", bzw. einem männlichen Pendant besprochen.
Ich habe mich aus historischer Entfremdung heraus nie ernsthaft mit den Konservativen befasst und sehe Gesellschaft bei den Sozialdemokraten auch bestens aufgehoben, aber so "(k)ein" intellektuelles Niveau wie "unter" Frau Merkel gab es doch bei Konservativen noch nie?
Da trifft "Infantilisierung" evtl. noch euphemisch zu?
Keine Frage, dass die konkrete Politik Merkels nicht auch immer unter das Konservative zu subsummieren war, als äußerste Spreizung, aber die bei ihr evtl. fehlenden Begründungszusammenhänge wurden evtl. in Medien zusammengekleistert?
Sie passt nur schwer in die CDU?
Konservatismus ist v.a. be-zeugende Bildung?

Heidemarie Heim | Sa., 25. Februar 2023 - 16:04

Während meines langjährigen Aufenthalts in der schwäbischen Metropole lernte ich u.a. eine sehr schöne Beschreibung für diese Art oder Typus defensiven Verhaltens. In erster Linie angewandt um damit einen sogenannten "Pantoffelhelden" zu beziffern: "Ach was! Der
hockt doch nur unter`m Tisch und macht freche Augen;)" Und ab und an kommt er hervor und hält eine eloquente Rede oder moderiert vornehm auf irgend einem Parteitag, im Parlament oder bei Lanz, bietet sogar regelmäßig der regierenden Ampel tätige Mithilfe an, was diese dann genauso regelmäßig davon entbindet gegen diesen komfortablen Teil der Opposition die All-Wetter-Moral-Keule raus zu holen mit der sie ansonsten Tatsachen schafft. "Im Grunde ist man sich ja einig...." bla blubb. Gegen eine solch real existierende Phalanx hilft zumindest was die aktuelle Politik betrifft kein mehr an Skeptizismus. Denn wenn dieser auch nur den Kopf rausstreckt, bekommt er sofort per Shit Storm eins übergebraten mit besagter All-in-Keule. MfG

Jochen Röschmann | So., 26. Februar 2023 - 01:41

Vielen Dank für den Beitrag, Herr Grau, der gut zu meinem Reden seit Jahren passt: „Fortschritt“ als ehernes Gesetz ist eine Art Mythos!
Darum könnte „konservativ“ von Fall zu Fall auch implizieren, politisch forcierte Entwicklungen der vergangenen Jahre, deren Verheißungen sich rückblickend NICHT bewahrheitet haben, zu revidieren. Das gilt nach progressistischer Lesart dann allerdings als „rückständig“, „ewiggestrig“ oder „reaktionär“!

Ernst-Günther Konrad | So., 26. Februar 2023 - 09:20

Ich lese viele Artikel dieser Tage, die sich mit Konservatismus beschäftigen. Sicher gibt es da die ein oder andere Sichtweise, die punktuell durchaus richtig zu sein scheinen. Wir machen uns permanent Gedanken, wer, wie und wann Links-Rechts-Mitte ist. Das mag einmal, wie Herr Johannsen richtig bemerkt, eine Einteilung der franz. Revolution gewesen sein. Wir erschlagen uns gegenseitig mit allen möglichen Begriffen, die irgendeine politische Ausrichtung beschreiben soll und gerne mal zur Stigmatisierung von Meinungen dient. Nur bei aller Wertediskussion frage ich mich immer wieder, wo wäre die Menschheit, wenn sie sich konsequent an die 10 Gebote halten würde und ich meine nicht die Ausführungsbestimmung demagogischer Kirchenfürsten. Mein Frau und ich hören wöchentlich JoJo-Gaga auf Kontrafunk. Dort hat Andreas Thiel mehrfach diese Gebote mal versucht zu erklären ohne politische Hintergründe, sondern vom Wortsinn im Vergleich zu einer Metapher reichen Bibelsprache. Hörenswert.

Albert Schultheis | So., 26. Februar 2023 - 09:46

"Während die politische Linke ... eine beispiellose Erfolgsgeschichte geschrieben hat, hat sich der Konservative in andauernde Rückzugsgefechte verstrickt. ... altehrwürdige Positionen geräumt und Werte, ... als nicht mehr zeitgemäß aufgeben müssen." - Der Konservatismus muss sich weder verstricken, noch räumen oder aufgeben! Dass kommunistische Kuckuckseier wie Angela Merkel den Konservatismus geschreddert haben, spricht keineswegs gegen konservative Werte, es zeigt nur, dass wir es mit einer kern-verblödeten Partei zu tun haben, die einem infantil-flimmernden Zeitgeist nachjagt! Aber an lapidaren Fakten gibt es nichts umzudeuten: Eltern sind und bleiben Mann und Frau! Wer anderen das Eigentum stiehlt, ist ein Dieb! Wer nichts arbeitet, nichts leistet, aber andere ausnutzt, ist ein Tagedieb! Wer seine Doktorarbeit abgeschrieben hat oder seinen Lebenslauf getürkt hat, gehört nicht in ein hohes Amt! Das Klima hat sich immer gewandelt! ... Wer das leugnet, wird Schiffbruch erleiden! Amen

Gunther Freiherr von Künsberg | So., 26. Februar 2023 - 15:05

Grau benennt 3 Schlagwörter die dem Konservativismus eigen sind und die diesem zum Problem werden.
Entscheidungsfreiheit bedeutet die Übernahme von Konsequenzen für die Folgen der Entscheidung und Verantwortung übernehmen ist out.
Der Leistungsbereitschaft steht das Bestreben nach Spaß entgegen.
Die Wertschätzung von Kulturgütern setzt voraus, dass man Kulturgütern überhaupt erkennt und sich nicht von linken Ideologen die Wertlosigkeit derselben einreden lässt.
Die Beweiskraft historischer Fakten wird von Linken immer bestritten. Aber, welche Revolution führte zu demokratischen Verhältnissen und nicht zu undemokratischen totalitären angeblichen Republiken; Matrosenaufstand nach 1. Weltkrieg mittelbar zu Hitler, russische Revolution zu Stalin, China Mao TsetDong zu 60.Mio Toten usw. Gleiches gilt für die nordafrikanischen weggeputschten Monarchien, Franco in Spanien, wobei auch immer mit dem Wort Republik Schindluder getrieben wird. (DDRepublik)