Ukrainische Soldaten
Soldaten während einer Vorführung im Rahmen eines Besuchs von Mitgliedern der Kiewer Vereinigung der Militärattachés und internationaler Organisationen im Ausbildungszentrum der ukrainischen Nationalgarde / dpa

Moskaus Drohkulisse gegenüber der Ukraine - Das russische Trauma

Derzeit kursieren zahlreiche Gerüchte über eine bevorstehende Invasion Russlands in der Ukraine. Dieses Szenario erscheint zwar wenig plausibel, aber dennoch besteht die Gefahr einer militärischen Eigendynamik. Und Moskau hat wegen seiner Geschichte durchaus Gründe dafür, geopolitisch auf der Hut zu sein.

Autoreninfo

George Friedman, 72, ist einer der bekanntesten geopolitischen Analysten der Vereinigten Staaten. Er leitet die von ihm gegründete Denkfabrik   Geopolitical Futures und ist Autor zahlreicher Bücher. Zuletzt erschien „Der Sturm vor der Ruhe: Amerikas Spaltung, die heraufziehende Krise und der folgende Triumph“ im Plassen-Verlag.

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Russland ist kein Land mit einem besonders ausgeprägten Vertrauen in fremde Nationen – und zwar aus gutem Grund. Von Deutschland wurde es im 20. Jahrhundert zweimal überfallen, von Frankreich einmal (im 19. Jahrhundert) und von Schweden ebenfalls einmal (im 18. Jahrhundert). Es handelte sich jeweils um keine launenhafte Grenzscharmützel, an die man in Europa gewöhnt war – sondern um sehr ernstzunehmende Feldzüge mit dem Ziel, das russische Kernland zu erobern und dauerhaft zu unterwerfen. Es ist kaum möglich, derart existentielle Bedrohungen zu vergessen, und es ist schwer für Russland, kein Misstrauen gegenüber Angriffen auf seine Peripherie zu hegen. Diese Haltung macht Russland umgekehrt zu einer Bedrohung für seine Nachbarn.

Im Westen sah man den Zusammenbruch der Sowjetunion dergestalt, dass Russland seine Unabhängigkeit einfach anderen Ländern übertrug. Die Russen, fassungslos über das, was geschehen war, zeigten sich bereit, es auch so zu sehen. Moskau nahm das Beste vom Westen an. Es ging davon aus, dass die neuen unabhängigen Länder neutral sein und daher keine Bedrohung für Russland darstellen würden. Aber die Dynamik der Geschichte verläuft nicht in geordneten Bahnen, und mit der Zeit näherten sich die ukrainische Regierung und Russland wieder einander an. Dies drohte die westliche Vision der postsowjetischen Welt zu untergraben – ebenso wie die Erwartungen vieler Ukrainer.

Deutungsstreit über die ukrainische Revolution

Nur 24 Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion stürzte eine Revolution in der Ukraine deren pro-russische Regierung. Aus westlicher (und insbesondere aus amerikanischer) Sicht war die Ukraine eine unabhängige Nation – ihre Angelegenheiten hätten demnach nichts mit Russland zu tun. Russland hatte ein korruptes und repressives Regime, und als Teil des amerikanischen Werteprojekts würden die USA diejenigen unterstützen, die sich gegen dieses Regime erhoben und ihre demokratischen Rechte einforderten.

Russland sah das anders. Aus seiner Sicht war die gestürzte Regierung die rechtmäßig gewählte Regierung der Ukraine, und die Vereinigten Staaten (und andere Länder) hätten einen Staatsstreich inszeniert, um eine prowestliche Regierung durchzusetzen. Demnach hätten die Vereinigten Staaten den Zusammenbruch der Sowjetunion dazu genutzt, um die Kontrolle über die Ukraine zu übernehmen. Die ukrainische Stadt Poltawa, wo die Russen im 18. Jahrhundert den schwedischen Vormarsch aufgehalten hatten, lag nur 800 Kilometer von Moskau entfernt. Die tatsächliche Entfernung von der ukrainischen Grenze bis nach Moskau war sogar wesentlich geringer.

Was auch immer die Amerikaner zu tun gedachten – die Russen sahen darin eine Verletzung von Russlands Recht auf nationale Sicherheit – eine Bedrohung unter dem Vorwand, die Demokratie zu fördern. Aus amerikanischer Sicht hatte die Ukraine das Recht auf nationale Selbstbestimmung. Aus russischer Sicht hingegen durfte sie keine existenzielle Bedrohung für Russland darstellen; geopolitisch spielten die amerikanischen Absichten für Moskau keine Rolle. Denn Absichten können sich nämlich ändern, und eine pro-amerikanische Ukraine war lediglich ein neues Kapitel in einer langen Geschichte der russischen Unsicherheit. 

Russland hatte frühere Invasionen überstanden, indem es einen Puffer zwischen dem Angreifer und Moskau geschaffen hatte. Alle Invasionen der vergangenen Jahrhunderte waren gescheitert, weil die Angreifer so viel Territorium durchqueren mussten, dass eine im Sommer begonnene Invasion im russischen Winter enden würde. Mit der Ukraine als amerikanischer „Marionette“ wird dieser Abstand drastisch verringert, die Pufferzone aufgelöst. Was Russland jahrhundertelang beschützt hatte, schützt es nun nicht mehr.

Historischer Wendepunkt

Für Russland war dies der Wendepunkt in der postsowjetischen Ära. Die Ukraine war ein wichtiges Element der russischen Verteidigung – aber nicht das einzige. Die Hauptangriffslinie auf Russland ist die nordeuropäische Tiefebene, die sich von Frankreich bis fast nach Moskau erstreckt. Die Westgrenze der Sowjetunion war Weißrussland, das an der Grenze zu Polen liegt.

Eine zweite problematische Angriffslinie gen Russland verläuft durch den Kaukasus, der Russland von der Türkei, dem Iran und ihren Verbündeten trennt. Die Sowjets kontrollierten die massiven Gebirgszüge des Nordkaukasus, einschließlich Tschetschenien und Dagestan. Obwohl sie eine solide Barriere gegen den Süden bildeten, waren sie besiedelt und damit potenziell durch militante Islamisten destabilisiert. Der Südkaukasus (Aserbaidschan, Georgien und Armenien), früher Teil der Sowjetunion, ist ebenfalls ein wichtiger Puffer.

Eine dritte Angriffslinie befindet sich in Zentralasien. Die Länder der Region stellen zwar selbst keine Bedrohung für Russland dar, aber der Rückzug der USA aus Afghanistan hat die Lage verschärft. Es besteht die reale Gefahr eines Übergreifens der Gewalt durch Islamisten, und die USA bemühen sich weiterhin um Luftstützpunkte in der Region, um begrenzte Operationen in Afghanistan zu unterstützen. Für Russland ist es daher wichtig, Zentralasien zu sichern.

In östlicher Richtung befindet sich die Grenze zu China. Russland hat ein gemeinsames Interesse mit China, die Vereinigten Staaten zu blockieren, aber es besteht ein tiefes historisches Misstrauen zwischen den beiden Ländern. Die Russen waren zuvor in China und der Mandschurei einmarschiert. Die Sowjets zogen in Erwägung, Lop Nor, das chinesische Atomwaffenzentrum, zu bombardieren und wandten sich an die Vereinigten Staaten, um bei dieser Operation mitzuwirken. In den 1960er Jahren kam es zu schweren Grenzkonflikten zwischen China und der Sowjetunion, darunter eine große Schlacht am Fluss Ussuri. Mao war der Sowjetunion gegenüber feindselig eingestellt; die Entente zwischen den Vereinigten Staaten und China in den 1970er und 1980er Jahren richtete sich gegen Russland. Angesichts dieser Geschichte ist die chinesisch-russische Grenze ein Ort der Verwundbarkeit.

Von Schwachstellen umgeben

Mit anderen Worten: Russland ist von Schwachstellen umgeben. Deshalb hat es einen sanften Ansatz entwickelt, um mit ihnen umzugehen. Es schickt keine Panzer, sondern nutzt politische und wirtschaftliche Probleme vor Ort, um seinen Einfluss zu vergrößern. So etwa in Weißrussland, wo die Instabilität unter Präsident Alexander Lukaschenko es Moskau ermöglicht, seine Macht auszubauen und die Grenze zu Polen zu destabilisieren. In Zentralasien nutzt es die wirtschaftlichen Beziehungen und die Spannungen zwischen den zentralasiatischen Staaten untereinander, um seinen Einfluss zu vergrößern. Im Südkaukasus hat es Friedenstruppen eingesetzt, um den Waffenstillstand zwischen Aserbaidschan und Armenien aufrechtzuerhalten, was dem Kreml verschiedene Möglichkeiten der Einflussnahme eröffnet. 

Natürlich unterhält Russland gute Beziehungen zu China, aber beide Staaten bleiben dem jeweils anderen gegenüber misstrauisch.

Die nordeuropäische Tiefebene, der Kaukasus, Zentralasien und die chinesische Grenze sind allesamt von entscheidender Bedeutung. Das zentrale Thema für Russland jedoch ist die Ukraine. Die Ukraine ist der Ort, an dem die Vereinigten Staaten aus russischer Sicht ihre Krallen ausgefahren haben. Mit Weißrussland kann Russland umgehen, aber in der Ukraine kann es praktisch keine sanfte Macht ausüben, weil die Amerikaner eingreifen könnten. Es gibt Gerüchte über eine russische Invasion in den kommenden Wochen, aber echte Invasionen werden nicht angekündigt. Andererseits sollten Invasionen, die man nicht durchführen will (weil man sie verlieren könnte), angekündigt werden. Dies wird zu einer psychologischen Waffe, mit der versucht wird, eine Einigung zu erzwingen, bei der Russland ein starkes Vetorecht im Hinblick auf innerukrainische Prozesse hat.

Drohender Kontrollverlust

Es sollte nicht vergessen werden, dass Russland an seinen Grenzen mit einer Reihe komplexer und gefährlicher Herausforderungen konfrontiert ist. Jede einzelne davon könnte außer Kontrolle geraten. Und wie alle Nationen hat auch Russland nur eine begrenzte Bandbreite an Möglichkeiten. Moskau versucht eindeutig, sukzessive und nicht zeitglich zu handeln – aber das setzt voraus, dass es genug Zeit hat. Und da es unwahrscheinlich ist, dass die USA aktiv werden, könnte die Zeit durchaus vorteilhaft für Moskau sein. Aber die russischen Ängste nähren sich selbst und können zu unüberlegten Handlungen führen. Und was am wichtigsten ist: Bei der Verwaltung von Regionen, die Feinde beherbergen, kann eine entscheidende Krise ohne Vorwarnung eintreten.

Der Kreml muss aus seiner Sicht die Bedrohungen aus der Sowjetära zumindest abmildern. Der Druck, der auf Russland lastet, ist also groß, aber es gibt auch viele Handlungsmöglichkeiten. Russland neigt dazu, sich bewusst zu bewegen, aber die Realität gibt ihm vielleicht nicht die Gelegenheit dazu. Unter anderem die Amerikaner sind in diesen Tagen unberechenbar.

In Kooperation mit

GPF

Norbert Heyer | Mi, 24. November 2021 - 09:20

Russland hat -auch aus wirtschaftlichen Gründen- ihre einmalige geopolitische Lage aufgegeben. Dafür erhielten sie das Versprechen, dass die ehemaligen Staaten des Ostblocks neutral bleiben würden. Dieses Versprechen wurde nicht eingehalten. Russland ist seit Jahrzehnten ein zuverlässiger Lieferant der von uns dringend benötigten Energie. Putin hat vor einigen Jahren das Tor für gutnachbarschaftliche Beziehungen weit geöffnet. Wir haben - oder durften- diese Offerte nicht angenommen. Die USA wollen mit allen Mitteln verhindern, das Russland und Deutschland zu eng zusammenarbeiten. Die Russen sehen sich von NATO-Staaten eingekreist, während die USA weit weniger angreifbar ist. Wir sollten unsere Beziehungen zu Russland überdenken und verbessern, ich befürchte jedoch, dass mit der angedrohten Außenministerin die Probleme weiter eskalieren werden, ganz im Sinne der ideologischen Grünen und den USA. Wir sollten auch bedenken, dass wir mit Russland auf einen Kontinent zusammenleben müssen.

Hans Jürgen Wienroth | Mi, 24. November 2021 - 09:51

Schade, der Artikel leidet unter dem schlechten Bild von Amerika als imperialistische Weltmacht. In Bezug auf die an Russland angrenzenden Staaten habe ich weniger die Aktivitäten der amerikanischen Präsidenten als mehr die Aktivitäten unserer Kanzlerin gesehen, die auch EU und vor allem die NATO hinsichtlich der „Ost-Erweiterung“ vor sich hergetrieben hat.
Die Chance, einen „Friedenspakt“ mit Russland gegen China zu schließen, wie es Trump nach meiner Überzeugung plante, haben die Medien und die Demokraten erfolgreich verhindert. Sie haben ihn öffentlich der Verschwörung bezichtigt, weil er (ohne ihre Vasallen) ein Gespräch unter 4 Augen (sehr kleiner, vertrauter Kreis) mit Putin sprach. So wurde Putin in Xi’s Arme getrieben, trotz allen Misstrauens.

Werter Herr Wienroth, zunächst meine Zustimmung zu Ihren Worten und erlauben Sie mir die etwas provokante Frage (gerne auch an das Forum), ob es möglich ist zeitgleich mit zwei Gegner "befreundet" zu sein?

Einer schrieb hier von Zusagen an RUS die befreiten Länder würden neutral bleiben.
Solche Zusagen muss man doch als Unsinn bez.
Denn niemand kann die Entwicklung voraussehen u. niemand hatte die Befugnis - über die betr. Länder hinweg - derlei Zusagen zu treffen.

Auch m. E. ist Brüssel der primäre Unruhestifter mit seiner Ost-Erweiterung gewesen u. ist es noch immer.

Anstatt 2001 Putins gereichte Hand anzunehmen, hat man ihn abblitzen lassen u. ist ihm näher u. näher auf seinen Pelz gerückt.

Beklagt er sich dann ruft man nach der NATO u. der US-Macht.

Nur wie kann man das als Deutschland jetzt noch, oder wieder kitten?

Zumal sich die 3. Großmacht China etabliert.

Wir dürfen RUS nie verlieren, denn gegen China brauchen wir es.
Der USA ist Europa auch schon mal egal.

Klaus Funke | Mi, 24. November 2021 - 09:55

Der Artikel setzt ganz bewusst falsche Postulate und tut so, als ob dies Wahrheiten wären. Da ist das Problem Ukraine. Anders als dargestellt, ist die Ukraine nach wie vor für Russland ein Brudervolk, es gibt enge menschliche, verwandtschaftliche Verflechtungen. Die Russen sehen die Ukrainer als von den USA missbrauchte Verwandte. Der Westen und die USA missbrauchen indes die Ukraine tatsächlich als Bollwerk und Pfahl im Fleische - ein altes Herrscherprinzip. Nicht die Russen, der Westen und die USA wollen Krieg mit Russland, um an die begehrten und dringend benötigten sibirischen Rohstoffe heranzukommen. Auch diese Gelüste sind uralt. Das russische Selbstverständnis setzt nicht auf Aggression, die Verteidigung der Heimat hat das Primat. Hauptsächlich daran sind alle Versuche, von Napoleon bis Hitler, gescheitert. Und allen künftigen Versuchen ergeht es ebenso. Der Fehler des Westens ist, Russland und sein Potenzial zu unterschätzen. Insofern ist der Artikel eine Fehleinschätzung!

Für Sie vielleicht, Herr Funke.
Brudervolk ist eine ideologisch-verbale Erfindung der KP-Propagandisten. Es gibt dafür keine DNA Faktoren. Nichts als reine Demagogie.
Früher waren auch andere Slawen, Kubaner, Vietnamesen, usw. Brüdervölker. Hauptsache gg. den Westen/USA.
Was Sie nun aktuell posten, hab ich schon vor 50-Jahren in Prawda gelesen. Prawda bedeutet Wahrheit, was niemals mit Tatsachen zu tun gehabt hatte. Ich glaube, dieser Zustand veränderte sich bis heute nicht. In Ost-EU, Herr Funke, wären Sie ausgelacht.

PS Es wäre interessant, durch Umfrage zu erfahren, welche Meinung die Ukrainer zu Ihren Thesen haben.

was im Kopf steht ist wichtig und die WILLE zum Verständniss ist entscheiden! Was aber keine Erfindung ist – ist die Tatsache, dass Russen und Ukrainer sehr verwandt sind – sprachlich, kulturell, historisch, von der Mentalität her u v.m. Auch andere Slawen sind miteinander verwandt – ich bin auch ein Slawe und verstehe viele Worte egal ob ich in Russland, Ukraine, Bulgarien, ex-YU oder in Polen bin, ob in lateinische o. kyrillische Schrift. Zum B.: die Personalpronomen sind in allen slawischen Sprachen gleich: Singular, Plural. „ich“, ja, „wir“, mi, „du“, ti, „ihr/Sie“ vi/Vi, „er“, on, „sie“ oni, die Wörter wie voda = „Wasser“, konj = „Pferd“, razumijem = „ich verstehe“, razum = „Verstand“ und viele andere – sind in ALLEN slawischen Sprachen gleich oder sehr ähnlich. Ignorieren?
Insofern ist Ihre Darstellung nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Viele Ukrainer sind übrigens mit aktueller Politik nicht einverstanden.
Herr Friedmanns Analyse ist brillante Darstellung der Realität.

Lieber Herr Funke, ich halte Ihre Anmerkungen für vollkommen richtig, wenn ich auch nicht sehe, dass die sibirischen und arktischen Rohstoffe heute noch für die Politik der "westlichen Staaten wirklich so eminent wichtig sind.

Aber in einem Zeitschriftenartikel sind "didaktische" Simplifizierungen und Vereinfachungen wegen der Kürze unvermeidlich. Deshalb stimme ich in der Gesamteinschätzung eher Herrn Weller zu. Ich habe mich insgesamt über den Artikel von Herrn Friedmann gefreut, zumal er aus den USA kommt.

Dirk Weller | Mi, 24. November 2021 - 10:39

Zitat aus dem Text :
"Mit anderen Worten: Russland ist von Schwachstellen umgeben. Deshalb hat es einen sanften Ansatz entwickelt, um mit ihnen umzugehen."

Allein die zutreffende obige Aussage würde bewirken, wenn man sie in den Kommentarspalten der Qualitätsmedien schreiben würde, dass man als "Putinversteher", "Russenknutscher", "Schwurbler", Spinner oder ähnliches beleidigt würde.
Weil ein Großteil der Leser schlicht zu dumm und ungebildet ist die Situation zu verstehen.

Leider wird man eine derart fundierte und präzise Beschreibung der SItuation in den sogenannten "Qualitätsmedien" niemals finden.

Ein deutscher Journalist, der entsprechendes schreiben würde, müßte seine Karriere wohl an den Nagel hängen.

Was waren das noch für Zeiten, als Menschen wie Helmut Schmidt oder Peter Scholl-Latour über die Russland-Politik offen und kompetent redeten und schrieben.

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Vielen Dank an den CICERO für die Veröffentlichung.

Es ist doch erstaunlich, dass die russische Diplomatie - vertrauend auf die militärisch-strategische Stärke - so angemessen reagiert auf viele wechselnde Lagen und Provokationen. Dort ist politische Handlungsfähigkeit etwas völlig Anderes als im Westen. Russland unterhält bspw. gute Beziehungen zum Iran und zu Israel gleichzeitig. Die Administration erscheint wie aus einem Guss. Herr Jäger nannte das "strategische Autonomie". Aber es scheint, dass Russland im westlichen Sektor Tatsachen schaffen will, die das ukrainische Problem mittelfristig löst. Eine vollkommene Loslösung der Ukraine Richtung Westen wird es nicht geben, eher zerreißt es das Land. Und was die Ukrainer wollen, weiß keiner so recht, diese sind von den Nationalisten in Geiselhaft genommen worden. Das Volk will ganz sicher nicht Rußland oder den Westen zum Feind haben. Außerdem können sich die Verhältnisse in Kiew auch wieder ändern... es bleibt fragil, wirklich gewonnen hat da keiner.

Romuald Veselic | Mi, 24. November 2021 - 11:01

Die UdSSR griff aktiv im Koreakrieg ein, durch eigene Luftwaffe. Einmärsche: Ungarn/1956; CSSR/1968; AFG/1979, was die Westkommunisten dazu veranlasste, Eurokommunismus zu kreieren, was wiederum KP-UdSSR in die Rage brachte. Vergleichbar mit klerikalen Antagonismen zw. Sunniten u. Schiiten. Ideologische/politische Apostasie der West-KPs. Die heute unisono bedeutungslos sind.
Vielleicht ists nicht ganz schlimm, wenn die nicht vorhandene atomare Abschreckung, durch gegenseitige Unberechenbarkeit ersetzt wird, was wiederum zur Zurückhaltung führt.
RUS ist für viele Völker/Nationen deshalb unattraktiv, da sie nichts zu bieten hat, was der Durchschnittstandard (Justiz) betrifft, im Vergleich zB m. den USA o. Westen allgemein.
Menschliches Wesen orientiert sich nach subjektivem Bessersein. Dies findet man in RUS nicht. (Edward Snowden & Co. sind nicht repräsentativ.)
Der Beweis dafür liegt darin, dass keiner nach Russland auswandern will, außer Nordkoreanern.

Karl Napf | Mi, 24. November 2021 - 11:42

Also der Eindruck, der da anfangs erweckt wird, daß Russland immerzu von Nachbarn überfallen worden wäre, ist schlicht und einfach falsch. Und 1914 wurde Deutschland von Russland überfallen und nicht umgekehrt. Russland war über weite Strecken seiner Geschichte nicht das Schaf, sondern der Wolf.

Man muß nur Wikipedia bemühnen und findet viele Invasionen und Angriffe, so beispielsweise gegen...
1495 Schweden
1558 Livland
1722 Persien
1736 Osmanisches Reich
1792 Polen
1804 Persien
Mitte des 19. Jh. mehrere Militäroperationen im Kaukasus, Georgien und Buchara
1877 Osmanisches Reich
1900 China
1911 Persien
1914 Deutschland
1939 Polen
1939 Finnland
1953, 1956, 1968 Niederschlagung der Freiheitsbewegungen in Osteuropa
1979 Afghanistan

Sicher nur eine Auswahl. Gründliche Recherche würde noch mehr zutage fördern.

Ihre Hinweise sind wichtig, denn der Autor argumentiert einseitig. Die UdSSR entstand durch russische Expansionspolitik, deshalb war der Zerfall folgerichtig. Kardinalfehler der USA war, der Ukraine eine NATO-Mitgliedschaft in Aussicht zu stellen. Angela Merkel hat dies richtig erkannt und abgelehnt. Die momentane russische Außenpolitik sehe ich vorrangig als Mittel zur Förderung des Nationalismus, um die Bevölkerung ruhig zu stellen und von den katastrophalen Auswirkungen der Oligarchenherrschaft abzulenken.

... schreiben (momentan korrekt) bedeutet es nicht, dass es war ist.
"...1914 wurde Deutschland von Russland überfallen..." nach Ihnen - schulssfolgernd "auch wie 1941 ... und Stalin ist mit Hitler gleichzusetzen"?
Die Schulkinder in Deutschland lernen nicht, dass Deutschland im II WK mit lokalen Vasalen in der UdSSR 27 Mio. Menschen getötet hat. Auch nicht über zig. Mio. Opfer anderer schlawishen Völker. Lügen mutieren durch Widerholung nicht zur Wahrheit!
Der Westen unterstützt im Osten teilweise Nachfolger der Hitler-Kolaboratüre aus dem II WK, heutige Neonazis (z.B. Kroatiens "Ustashas", Ukrainische "Banderas" und Pribaltische Rechte) - gegen den Russen mit dem Kalkül diese schon im Griff zu haben. Es ist aber ein Spiel mit dem Feuer das schnell entgleisen könnte.
Gründliche Recherche müsste m.E. "Russenhass" oder "Amerikahass" ausschließen, dürfte nichts ausblenden und müsste sich bemühen die Lage objektiv zu erklären, was Herrn Friedmann excellent gelang - im Gegensatz zu Ihnen.

Karl Napf weist nur auf ein historisches Faktum zu Beginn des 1. Weltkrieges hin, das Herr Friedmans Darstellung widerspricht, und Sie verdrehen die Aussage von Herrn Napf komplett,
indem Sie ihm mit der Wendung "nach Ihnen - schulssfolgernd" völlig absurde Behauptungen zum 2. Weltkrieg unterstellen, die mit dem Argument von Herrn Napf absolut nichts zu tun haben. Zum 2. WK hatte er offensichtlich nichts gesagt.
Auch was dann von Ihnen kommt, ist so absurd wie offensichtlich von Ressentiments, Vorurteilen & Unkenntnis (z.B. bzgl. hiesiger Lehrpläne) geprägt:
Tatsächlich nimmt (seit vielen Jahrzehnten) kein anderes historisches Thema so viel Raum im Schulunterricht ein, wie die Nazizeit, der 2. Weltkrieg, die dt. Kriegsverbrechen & historische Schuld & der Holocaust / die Shoa.
Das mit der Recherche sollten Sie also v.a. auch für Ihre eigenen Beiträge berücksichtigen & im Übrigen bitte ich darum, anderen Menschen keine Aussagen zu unterstellen, die sie gar nicht gemacht haben.

... 1. Weltkrieges hin - aber aus dem Kontext rausgerissen! Die Kriegshandlungen begannen am 2. 8.1914 ohne offizielle Kriegserklärung mit der Besetzung Luxemburgs durch deutsche Truppen. Die große Offensive der fünf deutschen Armeen hatte gegen Frankreich am 18.8.1914 begonnen.
Was ist aber davor passiert? Am 4.1.1894 trat als förmlicher Bündnisvertrag die Französisch-Russische Allianz in Kraft. Darin verpflichteten sie sich dazu, falls eine der Parteien von einer Dreibundmacht angegriffen würde und gleichzeitig das Deutsche Reich an diesem Krieg teilnähme, sich gegenseitig mit allen Kräften zu unterstützen!
Es war also nicht die Frage ob eine von beiden Seiten angreifen wird, sondern wo und wann - und wer zuerst?! Deswegen halte ich die Darstellung von Herrn Napf für irreführend!
Zum II WK hat er tatsächlich nichts gesagt und faireweise nehme ich es Herrn Napf gegenüber zurück, aber Revisionsversuche der Geschichte sind leider wahr, grotesk sind sie auch.

Man braucht sich aber, um die momentanen Reaktionen Russlands zu verstehen, nicht hunderte Jahre, oder gar ein halbes Jahrtausend zurückbegeben.
Anfang der neunziger Jahre hatten wir ( der Westen ) die Chance Russland als Partner in unser „Wertebündnis“ einzubinden, so wie es der US-Präsident Ronald Reagan eigentlich auch wollte
Warum das dann doch nicht geschah, können Sie in der „Wolfowitz Doktrin von 1992“ sowie der „Bush-Doktrin von 2002“ nachlesen.

Das heisst, das bereits vor fast 30 Jahren unmissverständlich die Machtausweitung der USA/NATO Richtung Osten bis an die Grenzen Russlands gefordert wurde, was aus Sicht Russlands eben eine nachvollziehbare Bedrohung darstellt.
Denn bekanntermaßen sind die USA, was „vorbeugende“ militärische Aktionen betrifft, auch nicht gerade zimperlich.
Ich erspare mir hier die Aufzählung der zum Großteil völkerrechtswidrigen militärischen Aktionen.
Nichts anderes hat George Friedmann geschrieben.

Hartmut Steiger | Mi, 24. November 2021 - 11:52

Vielen Dank für diesen sachlichen Artikel. Den sollten sich unsere Geostrategen von Maas bis Baerbock, so sie denn ins Außenamt einziehen sollte, aber auch die Leitartikler in den Qualitätsmedien hinter die Ohren schreiben.

Rob Schuberth | Mi, 24. November 2021 - 12:57

Sorry, aber das mit der Klage RUS über seinen Kontrollverlust, über Länder die sich von russischer Zwangsbeglückung befreit haben, sehe ich doch deutlich anders.

Diese Kontrolle hat sich RUS gegen den Willen der betr. Länder angeeignet.
Daher stand RUS auch nie die Kontrolle, die es sehrwohl viele Jahre ausübte, zu.

Das ist für mich analog zur Krim u. dem Donbas.

Mein Verständnis gilt den Baltischen Staaten, der Ukraine u. Polen.

Die müssen sich definitiv Sorgen machen.
Gerade auch angesichts der aktuellen russischen Militärpräsenz an ihren Grenzen.

... logische Frage dazu: welcher Großmacht steht dann weltweit Kontrollanspruch zu? In einer organisierten Welt mit UNO und souveränen Staaten steht es "de jure" keiner Großmacht zu. Die Realität belehrt uns aber, das diese es sich "de facto" nehmen wenn sie es können oder sich bedroht fühlen. Es kommt auf die Stärke an.
Die USA haben z.B. die 90-er ausgenutzt um eigenen Einfluss-Sphäre auszudehnen soweit es ging - weil die Russen schwach waren und USA es konnten. Keine Romantik, keine Völkerrechte usw. Es ist äußerst wichtig das Ganze zu verstehen, mit eigenem Kopf denken zu können und sich nicht von aktueller Politik instrumentalisieren zu lassen. So würden wir gegen den "Anderen" (z.Z. gegen den Russen) für den Krieg emotionalisiert - und am Ende können wir den Krieg auch haben! Will man das? Ich nicht. Deswegen - eigene, aber auch fremde Interessen erkennen, akzeptieren und im Dialog lösen.
Nüchterne Analysen, wie diese von Herrn Friedmann, helfen dabei.

Hans Süßenguth-Großmann | Mi, 24. November 2021 - 18:55

Im ganzen Zeitraum nach 2014 hat sich gezeigt, dass die Ukraine keine Einheit ist. Es gibt die prorussischen bzw. sogar ethnisch russischen Bevölkerungen und die im Westen konzentrierte der Ukraine Bevölkerung die antirussisch ggf. pro polnisch sind Die Partei der Regionen ( pro russisch)hatte bis 2013 die Mehrheit, besonders im Donbass und auf der Krim. Diese wird sie in der jetzigen Ukraine nicht mehr erreichen, weil ihre Schwerpunkte faktisch nicht mehr zu Kiew gehören. Aber es wäre für die Ukraine günstiger einen "Modus vivendi" mit Russland zu finden, von dem beide profitieren können.

Jost Bender | Mi, 24. November 2021 - 19:15

Es gab v. GPF hier schon oft erstaunlich faktenwidrige + abwegige Darstellungen (z.B. zu L's Flugzeugentführung im Mai), aber die Chuzpe, mit der hier hist. Sachverhalte auf den Kopf gestellt werden, ist wirklich atemberaubend:
Die Sowjetunion/Russl. war also immer nur bedrohtes Opfer territorialer Angriffe durch die bösen Nachbarn? "Von Deutschland wurde es im 20. Jahrhundert zweimal überfallen" - tatsächlich? Fakt ist: Die erste Kriegshandlung des 1.WK zw. R. & D war: 15. August 1914: Zwei russische Armeen mit insgesamt 650.000 Mann dringen in Ostpreußen ein. Sehe grade, Karl Napf hat die nötigen Korrekturen schon gelistet, fehlte u.a. nur die Invasion i.d. Ukraine, die Cyber-Angriffe i. Baltikum o. Mordanschläge in D & GB etc...
Angesichts d. realen Invasion i.d. Ukraine & Anektion d. Krim hier fiktive Aufmarschszenarien mgl. Invasionen (d. Westens) in Russland zu entfalten ("Hauptangriffslinie auf Russland ist die nordeuropäische Tiefebene") ist grotesk-kontrafaktisch o paranoid

Dirk Weller | Do, 25. November 2021 - 12:00

dann ist es der Versuch, die Aussagen von George Friedmann so zu bezeichnen.
SIe sollten sich bewusst sein, dass George Friedman nicht irgendein "Hobbypolitiker" oder "Laberkopf" ist, sondern jemand, der in den USA und auch international als Geostratege höchst angesehen ist.
Auch wenn der Herr wohl nicht zu 100% Recht hat, so sollte man einmal über seine Aussagen rational nachdenken, anstatt diese reflexartig als Blödsinn abzutun.
Man darf auf keinen Fall den Konflikt in der Ostukraine oder die Annexion der Krim isoliert betrachten, sondern als Reaktionen in einem Schachspiel, dass von der USA/Nato und Russland gespielt wird. Das Handeln des einen bewirkt die Reaktion des anderen, und umgekehrt.
Nicht zufällig haben Friedman und auch Zbigniew Brzeziński die Aussenpolitik, insbesondere die der USA, mehrfach als Schachspiel bezeichnet.

Tomas Poth | Do, 25. November 2021 - 12:53

In Napoleons Grand Armee 1812 beim Einmarsch nach Russland waren rd. 120.000 Soldaten aus den deutschen Rheinbund Staaten beteiligt, Preussen und Österreich mußten auf Druck Napoleons zusammen rd. 70.000 Soldaten beistellen.
Mit anderen Worten 40% der Grand Armee waren deutsche Soldaten!
Also waren unsere Vorväter 3 mal beteiligt, bewaffnet ihre Stiefel auf russischen Boden zu setzen.
Russland ist immer noch ein riesiges Reich mit nur 144 Mio. Einwohnern aber vielen Nachbarstaaten.
Im europäischen Westen die Nato-Staaten mit rd. 575 Mio. Einwohnern einschl. Türkei und in Asien China mit 1,4 Mrd. Einwohnern.
Anders ausgedrückt, Russland ist von der 14-fachen Menschenmenge umringt.
Wie soll man sich als Russe fühlen, bei dieser Umstellung durch hochgerüstete Staaten?

Jost Bender | Fr, 26. November 2021 - 17:06

erpressten Hilfstruppen aus D mit gegenwärtigen politischen Absichten zu tun? - Richtig: Absolut nichts!
"Wie soll man sich als Russe fühlen, bei dieser Umstellung durch hochgerüstete Staaten?" OK, Bedrohungsgefühle kann man nat. auch ohne Bedrohung haben, oder um es mit Friedman zu sagen: "Die Russischen Ängste nähren sich selbst" (sehr richtig)
Tatsächlich gab es in den letzten 70 Jahren keine Verletzung der territorialen Integrität Russlands von außen, während Russland umgekehrt solche Invasionen nat. sehr wohl begangen hat.
Die wichtigsten Voraussetzungen für eine solche Bedrohung sind: Die Intention & die Fähigkeit eines Gegners: Beides ist seitens des Westens allzu offens. nicht gegeben. Was sollen also Ihre Zahlenspiele mit Bevölkerungszahlen? Es ist die gezielte Entsachlichung / Hysterisierung eines viel zu ernsten Themas, um es den Falken zu überlassen. Und wer eingebildete Bedrohungen mit tatsächl. Bedrohungen verwechselt, spielt den Eskalationsrhetorikern i.d. Hände.

Bei Ihnen kann ich „zig-zag Logik“ erkennen, die nach Bedarf greift. Wenn Karl Napf Kriege in denen Russland seit 1495 beteiligt war tabellarisch aufzählt, dann stört es Sie nicht – Sie replizieren sogar (mit Halbwissen oder absichtlich?) unterstützend. Wenn aber auf drei große Angriffskriege gegen Russland in denen Deutschen massiv beteiligt waren verwiesen wird, kommt plötzlich Relativierung mit so einem Kommentar („… was soll das, es war vor 200 Jahren…“). Können Sie sich entscheiden welche Logik wird gelten bei der Bewertung der historischen Distanz? Etwas konsequenter zu sein wäre nicht schlecht.
Und mit Ihrer Aussage über die „letzte 70 Jahre“ zeigen Sie entweder elementare Wissenslücken, mangelnde Verständniss die Zusammenhänge von Ereignissen zu erkennen oder absichtliche Ausblendung von historischen Fakten.

Sie schreiben hier unter dem Pseudonym des Serbischen Nationalisten Jovan Dučić absichtlich faktenwidrige & polemische Postings. Wenn man die Überschrift eines anderen Foristen kopiert, um ihm anschl. seine Aussagen auf den Kopf zu stellen, dann sind das die Stilmittel der Eristik & Polemik. Tats. hatte ich mich offens. auf den Text von Friedman bezogen, der von zwei 'Überfällen' auf Russland durch Deutschland im 20. Jhd. geschrieben hatte. Das ist historisch nat. falsch, auch wenn das die große Schuld & das Trauma aus dem Überfall im 2. WK nicht relativiert. Aber ich fände es besser, bei den Fakten zu bleiben. Stattdessen wiederholen Sie den Unsinn vom WKI als dt. "Angriffskrieg" erneut & polemisieren gegen meine Argumentation, ohne irgendeinen Beleg: Wo hat es denn in den letzten 70 Jahren einen militärischen Überfall auf Russland & die Verletzung der territorialen Integrität Russlands v. außen gegeben? Der Anf. d. 19. Jhd. ist für die Debatte irrelevant - bei K. Napf wie bei Ihnen.