Der verlorene Krieg in Afghanistan - Ein chaotisches Ende war programmiert

US-Präsident Joe Biden muss sich wegen der Umstände des Truppenabzugs Kritik von allen Seiten gefallen lassen. Dabei hat er nur getan, wovor seine Vorgänger sich fast zwei Jahrzehnte lang gedrückt haben: Afghanistan zu verlassen, und zwar möglichst schnell.

US-Präsident Joe Biden bei einer Videokonferenz mit dem nationalen Sicherheitsteam / dpa

Autoreninfo

George Friedman, 72, ist einer der bekanntesten geopolitischen Analysten der Vereinigten Staaten. Er leitet die von ihm gegründete Denkfabrik   Geopolitical Futures und ist Autor zahlreicher Bücher. Zuletzt erschien „Der Sturm vor der Ruhe: Amerikas Spaltung, die heraufziehende Krise und der folgende Triumph“ im Plassen-Verlag.

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Ich war schockiert über die jüngsten Ereignisse in Afghanistan. Nicht, weil ich nicht damit gerechnet hätte – der amerikanische Präsident Joe Biden hatte ja längst angekündigt, dass das Militär abziehen würde. Sondern weil die Menschen zu erwarten schienen, dass der Abzug irgendwie geordnet ablaufen würde. Die Taliban und die Vereinigten Staaten hatten 20 Jahre lang einen Krieg geführt. Die USA zogen in der Niederlage ab. Die Taliban übernahmen schnell wieder die Kontrolle und nahmen diejenigen gefangen, die mit dem Feind kollaborierten – mit der offensichtlichen Freude, dass der Krieg vorbei war und sie den Sieg davongetragen hatten. 

Schockiert hat mich vielmehr, dass die Menschen nicht verstanden, wie eine solche Niederlage aussieht.

Ebenso schockierend war damals die Entscheidung Amerikas, in Afghanistan, auf diesem Friedhof der Imperien, in den Krieg zu ziehen – wie auch die Entscheidung der nachfolgenden Präsidenten, dort zwei Jahrzehnte lang zu bleiben. Kriege sind keine Gesten. In einem Krieg zu bleiben, ist die wichtigste Entscheidung, die ein Staatsoberhaupt treffen kann, und zu verlieren ist ein schreckliches Ergebnis.

Der 11. September als Auslöser

Der Krieg begann, bevor die Toten und Verwundeten von 9/11 gezählt waren. Es ist bemerkenswert, dass jeder, der 25 Jahre oder darunter ist, zu jung ist, um sich daran zu erinnern. Alle anderen von uns erinnern sich an diesen Tag. Es war das Pearl Harbor unserer Zeit – der Angriff eines Feindes, von dem wir nicht glaubten, dass er die Gerissenheit besaß, eine solche Attacke durchzuführen. Der gut organisierte und brillant durchdachte Angriff wurde von Männern ausgeführt, die bereit waren, im Angesicht des sicheren Todes ruhig zu bleiben. Diese Art von Willen war unserem eigenen Pflichtgefühl völlig fremd, und es stellte sich die Frage, wie man Menschen, die solche Anschläge verüben, aufhalten kann. Solche Menschen könnten, wenn sie so sorgfältig planen wie beim 11. September, weitere unvorhersehbare Anschläge verüben.

Ich kenne viele, die behaupten, der 11. September habe sie nicht erschreckt. Sie belügen sich selbst. Die ganze Nation war entsetzt, und diejenigen, die es nicht waren, hatten keinen Bezug zur Realität. Das Schlimmste war, dass wir nicht wirklich wussten, um was es sich bei al-Qaida handelte oder wie viele weitere ihrer Terrorzellen unter uns lebten. Wir befürchteten, dass der nächste Angriff mit chemischen oder nuklearen Waffen weitaus schlimmer sein könnte. Wenn 9/11 passieren konnte, dann konnte alles passieren.

So begann der Krieg in Afghanistan: mit einer Welle des Terrors, die die Vereinigten Staaten erfasste. Ich erinnere mich, wie ich an dem Tag, an dem die Fluggesellschaften wieder flogen, zu einer Konferenz unterwegs war, in der Maschine saß und meine Mitreisenden beobachtete. Sie überlegten genau wie ich, was sie tun würden, wenn plötzlich jemand aufstehen und auf das Cockpit zusteuern würde. In jenen frühen Tagen lebten wir alle ein Leben, das so nicht aufrechterhalten werden konnte. Wir alle wollten etwas tun. 

Es gab keinen Plan für einen Krieg

Da wir Amerikaner sind, gingen wir auf Versammlungen. Die Menschen verlangten vom Präsidenten, dem zu Recht oder zu Unrecht vorgeworfen wurde, das Land nicht zu beschützt zu haben, irgendwelche Maßnahmen. Also tat er das Einzige, was jedem einfiel: Er versuchte, Osama bin Laden, den Anführer von al-Qaida, der in Afghanistan vermutet wurde, dingfest zu machen. Die USA wussten eine Menge über Afghanistan, da sie mit den Mudschaheddin zusammengearbeitet hatten, um die Sowjets zu besiegen. Sie nahmen bin Ladens Spuren auf und schickten CIA-Agenten, die am Krieg gegen die Sowjets teilgenommen hatten, sowie einige Spezialeinheiten und Marines. Es gab keinen Plan für einen Krieg, sondern nur für eine Razzia, um ihn zu schnappen – tot oder lebendig.

Die Operation in Afghanistan war zum Scheitern verurteilt. Bin Ladens Geheimdienstnetz war besser als das von Washington. Als er vor den Einsatzplänen gegen ihn gewarnt wurde, flüchtete er bei Tora Bora nach Pakistan. 

Daraus ergaben sich für mich zwei Dinge. Erstens war der pakistanische Geheimdienst ISI bereit, bin Laden Unterschlupf zu gewähren. Und daraus folgerte ich, dass ein bedeutender Teil der pakistanischen Regierung bereit war, die Ereignisse in Afghanistan zu beeinflussen – zumal die Geographie des paschtunischen Volkes über die afghanisch-pakistanische Grenze hinausreichte. 

Die Vereinigten Staaten hatten sich mit den Pakistanern verbündet, um die Mudschaheddin aus der Taufe zu heben und die Sowjets zu besiegen. Jetzt ging diese Gruppe, die immer noch mit Pakistan verbunden war, gegen die Vereinigten Staaten vor. Ganz gleich, ob die Pakistaner die Vereinigten Staaten belogen oder in die Opposition zu Amerika abdrifteten: Washingtons einziger potenzieller Verbündeter, und ein sehr wichtiger noch dazu, versagte offensichtlich seine volle Unterstützung.

Die Illusion des „Nation Building“

Meine zweite Schlussfolgerung damals: Nachdem die USA an ihrer Hauptaufgabe, der Ergreifung bin Ladens, gescheitert waren, würden sie nicht das Logische tun und den Kampf woanders hin verlagern. Sondern stattdessen ihrem Regelwerk des „Nation Building“ folgen. Das hatte nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und in Japan funktioniert, so dachten die Verantwortlichen – also würde es auch in Afghanistan funktionieren.

Wenn die USA zu einer dieser moralischen Reformmissionen aufbrechen und scheitern, ist es logisch, dass sie abziehen. Wenn sie abziehen, sieht es so aus, als hätten die Vereinigten Staaten eine Niederlage erlitten – denn die Vereinigten Staaten wurden besiegt. Es wäre logisch gewesen, die Einsatzkräfte aus Afghanistan wieder abzuziehen, nachdem man bin Ladens Spur verloren hatte. Aber dann hätten die Leute gefragt, warum der Präsident es nicht geschafft hatte, bin Laden zu stellen – gerade so, als ob Präsidenten mehr wären als bloße Zuschauer in einem verdeckten Krieg. Doch je mehr Zeit zwischen dem Scheitern in Tora Bora und dem Abzug des US-Militärs verging, desto mehr verwandelte sich die Jagd nach einem Terrorführer in einen Krieg der Transformation und Erlösung – des afghanischen Volkes.

Die Medien haben Biden jetzt wegen seiner angeblichen Inkompetenz schwere Vorwürfe gemacht. Das impliziert, dass es einen anderen Weg gegeben hätte, um den Krieg zu beenden. Die Sache ist nur die, dass es keinen sinnvollen und nachvollziehbaren Weg gibt, um einen wirklich dummen Krieg zu beenden. Eines Tages beendet man ihn einfach. Im Idealfall lässt der Präsident eine Niederlage wie einen Sieg aussehen. 

In den Talkshowrunden mag man sich darüber auslassen, wie inkompetent Biden ist – ohne freilich zu sagen, wie man es anders hätte machen sollen. Letztendlich hätte die einzige Möglichkeit, um das endgültige Fiasko zu vermeiden, in der Fortsetzung des Krieges bestanden. Als klar war, dass die USA abziehen würden, haben die Taliban eine Großoffensive gestartet. Was hätten sie sonst tun sollen?

Die gesamte nationale Strategie bestand darin, dass jeder Präsident den Krieg fortsetzte, so dass der nächste Präsident in den sauren Apfel beißen musste. Nach 20 Jahren war es dann schließlich so weit, und das Ende war wenig überraschend. Ein chaotisches Ende war programmiert. Trotzdem sind alle Feierabend-Strategen davon überzeugt, dass Amerika es besser hätten machen können.

Bereit, für ihren Glauben zu sterben

Wirklich erstaunlich ist eigentlich nur, dass die Amerikaner, nachdem sie es den Russen in Afghanistan so schwer wie möglich gemacht hatten, nicht begriffen haben, dass Afghanistan kein Ort für „Nation Building“ ist. Die Taliban glauben an das, was sie glauben, und sind bereit, dafür zu sterben. Amerikas Werte sind ihnen fremd – nicht weil sie sie nicht kennen, sondern weil sie sie verachten. Und die Taliban in ihrem eigenen Revier zu schlagen, kann nicht gelingen. Sie leben dort. Sie werden nirgendwo anders hingehen, weder in 20 noch in 100 Jahren. Wir können uns auf das Schicksal der Frauen oder derjenigen berufen, die für uns gearbeitet haben. Aber wir haben den Krieg verloren, und wir haben keine Wahl.

Rudyard Kipling hätte seinen Spaß mit den amerikanischen Politikern und ihren Kritikern gehabt. Er schrieb eine grundlegende Wahrheit über Afghanistan: „Wenn du verwundet in den Ebenen Afghanistans zurückgelassen wirst und die Frauen herauskommen, um deine Überreste zu zerschneiden, roll dich einfach zu deinem Gewehr, blas dir das Hirn raus und geh zu deinem Gott wie ein Soldat.“

In Kooperation mit

GPF

Maria Arenz | Sa, 21. August 2021 - 09:24

keinen eleganten Abgang geben aus einer von Anfang an verfehlten Aktion wie diesem Krieg, der zunächst in der Tat aus verletztem Stolz begonnen wurde. Was dann nachträglich erfunden wurde, um "drin" bleiben zu können und die Veranstaltung doch noch irgendwie sinnvoll aussehen zu lassen, nachdem Bin Laden es sich bei "unserem" Verbündeten Pakistan gemütlich gemacht hatte (Nation Building !), ist jetzt so oft in die Hosen gegangen,daß hoffentlich nie wieder jemand auf diese Idee kommt. Gesellschaften, die nur auf Blut-und -Stammesbindungen beruhen wie die afghanische kann man nicht von außen entwicklen. Punkt. Was in Japan und Deutschland nach dem 2. Weltkrieg erreicht werden konnte, beruhte auf lange vorher in diesen Ländern gewachsenen Fundamenten. Das verkannt zu haben und an die beliebige Wiederholbarkeit dieses "Erfolges" in Ländern ohne diese Fundamente zu glauben, sagt Erschreckendes darüber aus, wie ungebildet die Entscheidungsträger des Westens unterwegs waren.

Karl-Heinz Weiß | Sa, 21. August 2021 - 10:42

Eine sehr gute Einordnung des Problems. Unbeantwortet ist weiterhin die Frage, warum die amerikanischen Geheimdienste ihre Lageeinschätzung binnen Stunden änderten und dadurch einen Dominoeffekt auslösten. Wenn diese bei der Aufklärung des Wuhan-Debakels ähnlich professionell arbeiten…….

Urban Will | Sa, 21. August 2021 - 10:50

hier im Forum behauptet der lauteste von Ihnen, man hätte in A bleiben sollen. Und spottet über diejenigen, die mit d Taliban reden wollten oder „sollten“.

Sicherlich wäre es möglich, die Taliban so zu besiegen wie bspw. die Wehrmacht, aber mit welchem Aufwand? Unter Inkaufnahme wie vieler Gefallener?
Der Unsinn mit dem „Nation Building“ hat jetzt offensichtlich ein Ende.
D wird – als der dümmste Staat weltweit – sich jetzt wieder in seinem "Gutsein" ergehen und möglichst viele Afghanen ins Land lassen, jeder Widerstand gg diesen Irrsinn wird mit d Nazikeule niedergemacht, die Konsequenzen totgeschwiegen.
Die Bilder aus Kabul sind schrecklich, doch wer weiß, wo Angst endet und „Torschlusspanik“ (raus aus A, rein ins Dauer – Alimentierungs – Paradies) beginnt?
Das klingt zynisch und ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die „zu Recht“ gerettet werden müssen (was ich auch befürworte), aber kein Krieg endet ohne Leid.
Über die „Schuldfrage“ wird man noch lange streiten.

Georg Schuh | Sa, 21. August 2021 - 10:50

Trump hatte das schon vorher begriffen und es war eines seiner Wahlversprechen, und er hat es auch schon begonnen umzusetzen, was wurde er dafür gescholten. Ob bei seinem Naturell die letzte Phase auch so abgelaufen wäre, bezweifle ich. Irre fürchten nur Irre!

Manfred Bühring | Sa, 21. August 2021 - 10:57

Der Autor hat vergessen zu erwähnen, dass der verhasste ex-Präsident Trump die Entscheidung zum längst überfälligen Abzug aus Afghanistan getroffen hatte. Biden hat diese dann nur umgesetzt. Und was haben die Medien auf Trump wegen dieser Entscheidung eingedroschen!

Müller | Sa, 21. August 2021 - 11:13

..man muss wirklich schmunzeln über die Naivität mancher Menschen. Auf Welt steht ein Artikel, da wird die Führungsrolle der USA in Frage gestellt.

Die USA hat dieser Krieg zwischen 2 und 3 Billion Dollar gekostet. Zum Vergleich - Deutschland liegt zwischen 12 und 45 Milliarden, je nachdem, ob man Aufbauarbeit zu den Kriegskosten rechnet.

Die paar Soldätchen auf Friedensmission, die wir dort drüben hatten, waren ein Tropfen auf einen in der Mittagshitze glühenden, afghanischen Stein. Was wir dort hatten, war keine Armee, sondern ein Witz.

Ohne die USA wäre die Nato eine Lachnummer. Wie kann man so dummdreist sein, die USA hier in Frage zu stellen. Wir sind Mitläufer, die sich hinter den USA verstecken und im besten Fall auf einen am Boden liegenden Gegner eintreten. Schon klar, dass man in Deutschland den Krieg hätte gerne langsam ausklingen lassen - wir haben ja auch nichts investiert, aber erheblich davon profitiert. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

Ernst-Günther Konrad | Sa, 21. August 2021 - 11:20

Auch wenn ich von Biden nichts halte, da wird er aus meiner Sicht zu Unrecht kritisiert. Es war Trump der 2018 begonnen hatte, mit den Taliban zu reden, der den Anzug der US-Truppen ankündigte, der eigentlich schon früher hätte sein sollen, aber verschoben werde musste. Es war nicht Biden. So fiel der abschließende Rückzug eben in die Amtsperiode von Biden. Er hätte ja auch sagen können, er bleibt dort oder verlängert es. Was hätte das gebracht? Warum hat er das nicht getan? Eben. Weil auch er wusste, was Trump längst richtig erkannt hatte, dass der Einmarsch nach Afghanistan falsch war und jeder Tag dort länger, das Leben der Soldaten gefährdet, für einen Krieg, der nicht zu gewinnen war und ist. Hätten die Amis lediglich operativ Bin Laden und seine Helfer in einer " Hidd und run Aktion" zur Strecke gebracht, wäre den "Rachegelüsten" genüge getan und die symbolische Wirkung wäre stärker bei den Terroristen als dort hineinzugehen, zu bleiben und das Ende wieder nicht zu denken.

Sowas kann nur von einem bekennenden Trump-Anhänger kommen1

Und bedarf natürlich einiger Ergänzungen.

Trump hatte nur ein Motiv für sein Handeln. Rechtzeitig zu den Wahlen die Soldaten nach Hause holen, sich dafür selbst rühmen (was er ja praktisch während seiner ganzen Präsidentschaft getan hat) und dafür die Stimmen der Soldaten und ihrer Familien zu kassieren. Afghanistan hat ihn nicht interessiert, da war materiell nichts zu gewinnen.

Trump hat nicht nur die zuvor verbündeten Kurden verraten und Erdogan ausgeliefert. Er hat alleine, ohne Vertreter der afghanischen Regierung geschweige der anderen Entsendestaaten mit den Taliban geredet. Einzige Forderung: keine Gewaltakte gegen US-Soldaten, wenn diese abziehen. Trump hat die Afghanen verkauft.

Biden hätte das ändern können, hat sich aber dem vermeintlichen Wunsch der US-Bevölkerung gebeugt. Was sich, wie sich diese Tage herausstellt, schon wieder teilweise geändert hat: Mindestens Zeitpunkt und Art des Abzugs werden kritisiert.

Bei dem von der UN mandatierten Afghanistan-Einsatz ging es aus guten Gründen nicht um "Rachegelüste" an bin-Laden (ich vermute, Sie meinen "hit & run").
Al-Qaida war bzw ist ein transnationales Terrornetzwerk, das aus vielen unabhängig voneinander operierenden Zellen besteht. Dieses Netzwerk sollte zerschlagen werden, ebenso das Regime der Taliban, das diesen Zellen Unterschlupf bot (und logistische Unterstützung).
Vorübergehend gelang dies auch, aber man hat es nicht geschafft, Strukturen zu errichten, die stabil genug sind, um ein Wiedererstarken der Taliban zu verhindern. Insofern ist der Abzug, oberflächlich betrachtet, eine logische Konsequenz aus diesem Scheitern.
Einige hier glauben, "wir ziehen ab, die Afghanen bringen sich gegenseitig um, und wir sind fein raus". Diese Leute haben nicht verstanden, was da gerade passiert und dass diese Katastrophe sich natürlich auch auf unsere Sicherheitslage auswirken wird.

Christoph Kuhlmann | Sa, 21. August 2021 - 12:05

dass es in den USA Experten gibt, welche die hirnamputierte Strategie des War Against Terrorism bereits damals kritisierten. Irak, ein Land in den verschieden Ethnien, Sunniten, Schiiten und Christen unter der Knute eines Diktators halbwegs friedlich zusammen lebten und einigen Wohlstand genossen wurde das Schlachtfeld für einen blutigen Bürgerkrieg der eine ethnische und religiöse Segmentierung zur Folge hatte. Nach diesen grausamen Verbrechen konnten die Menschen nicht mehr zusammen leben. Der IS musste durch eine Internationale Koalition in die Knie gezwungen werden. Libyen: Gaddafis Terrorjahre waren längst vorbei. Er hatte sein Giftgas abgegeben. Neben dutzenden von Stämmen in Libyen kontrollierte er auch große Teile Ostafrikas, wo Boko Haram langsam dominant wird. Schließlich Afghanistan: Man hat dem Land zwanzig Jahre Bürgerkrieg beschert. Einem Land, welches seit den 70ern im Bürgerkrieg lebt. War Against Terror? Come on. That was to create Terror.

Peter Heinitz | Sa, 21. August 2021 - 12:11

Kein Mensch mit common sense wird den Abzug aus Afghanistan kritisieren. Doch zu kritisieren ist der chaotische Abzug veranlasst von Biden und seinen tumben europäischen Vasallen. Trump hat wohl das Richtige getan mit dem Versuch mit moderaten Taliban zu verhandeln in der Hoffnung, dass ein gemäßigtes Regime die Macht übernehmen würde. Zu so einer Massnahme hat sich der warlord Obama nicht getraut, der ohnehin nur ein Blender und Lügner war. Doch eins ist sicher, unter Trump wäre der Abzug geordnet von statten gegangen. Trump hätte mit dem schweren US Gerät für Ordnung und Sicherheit beim Abzug gesorgt. Um das zu verstehen muss man nicht Trump Fan sein, doch Trump wurde von Tag eins von Medien und tumben Politikern verteufelt - wohl weil er als Unternehmer nicht zur unfähigen Politikerkaste gehörte.

Christoph Kuhlmann | Sa, 21. August 2021 - 12:23

Boko Haram wird dominant in Westafrika.

W.D. Hohe | Sa, 21. August 2021 - 12:26

Ereignisse vom eingetretenen Ist-Zustand rückblickend als vorhersehbar zu betrachten ist eine Inszenierung. Die Wissenschafr hat schon seit Jahrzehnten davon Abstand genommen, die Verantwortlichkeit für einen Unfall allein jenem zuzuschreiben der zuletzt den Finger bewegte.
Wie zwingend logisch, wie einfach erscheint eine Lösung wenn man sie kennt
Ist es schon das Schulkind, das sich, nachdem es den Rechenweg "gelernt" hat, fragt...
"Wie konnt ich nur so böd sein?"
Den bis dahin neidvoll bewunderten Sitznachbarn nicht mehr als Genie einordnet.
Die Entdeckung der Kernspaltung war nur die logische Denkfolge jener, die "es" >verstanden,< nicht nur gelern hatten.
Die Feststellung "Vom Ende her zu denken" ist in sich eine dumme, weil diese das Wissen um das Ende voraussetzt.
Eine Feststellung der hilfsweisen Art
Tatsächlich nur eine Annahme dessen
>eines< Momentes... eines temporären
Diesen Moment mit Ende zu benennen
ist "Ungebundenen" vorbehalten
und "Freien Radikalen"

Rob Schuberth | Sa, 21. August 2021 - 19:38

Wie es oben steht.

Für uns, d. h. den Westen gab es dort nichts zu gewinnen.

Das gilt immer dann wenn wir versuchen, besser uns erdreisten, anderen Ländern unsere Werte überstülpen zu wollen.

Ich lehne die Scharia ab und es tut mir um all die armen Frauen u. Mädchen auch leid.
Nur muss ein Wandel aus der Bevölkerung heraus geschehen....nicht von außen.

Hoffentlich haben die letzten 20 Jahre relativer Moderne u. Freiheiten genügend Kraft u. Mut hinterlassen, um diese Revolte zu ermöglichen.

Wenn nicht, dann müssen die Menschen dort mit ihrem - selbstgewählten - Schicksal leben.

Romuald Veselic | So, 22. August 2021 - 08:44

wissen Sie, dass ungefähr 1 Million Müllers in Deutschland gibt? Und damit der häufigste Familienname überhaupt?
Ich gratuliere Ihnen für dem 1. Platz der ewigen Namen Chart in D.
Im nächsten Leben, werde mir auch den Nachnamen Müller zulegen. Mit dem Vornamen Georg, damit es etwas individueller wird.
Prost Sonntag! 😆