Robert Habeck
Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bei einer Pressekonferenz zur Gasversorgung am Mittwoch / dpa

Drohende Gasknappheit - Habeck ruft zum Energiesparen auf

Deutschland bereitet sich auf einen drohenden Engpass bei der Gasversorgung vor. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat am Dienstag die erste Stufe des nationalen Notfallplans Gas in Kraft gesetzt und fordert Verbraucher dazu auf, Energie zu sparen. Hintergrund sind Forderungen Russlands, sich Gasrechnungen nur noch in Rubel bezahlen zu lassen.

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Die Bundesregierung bereitet sich angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine auf eine erhebliche Verschlechterung der Gasversorgung vor. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) setzte deswegen am Mittwoch in Berlin die Frühwarnstufe des sogenannten Notfallplans Gas in Kraft. Dies diene der Vorsorge. Die Versorgungssicherheit sei weiterhin gewährleistet. Nach dem Notfallplan gibt es drei Krisenstufen: Frühwarnstufe, Alarmstufe und Notfallstufe. Erst in der Notfallstufe greift der Staat in den Gasmarkt ein. Haushaltskunden wären dann besonders geschützt.

„Es gibt aktuell keine Versorgungsengpässe“, betonte Habeck. „Dennoch müssen wir die Vorsorgemaßnahmen erhöhen, um für den Fall einer Eskalation seitens Russlands gewappnet zu sein.“ Mit Ausrufung der Frühwarnstufe sei ein Krisenteam zusammengetreten. „Das Krisenteam analysiert und bewertet die Versorgungslage, so dass  wenn nötig  weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit ergriffen werden können. Die Bundesregierung tut alles, um die Versorgungssicherheit in Deutschland weiter zu gewährleisten.“

Habeck: Jede Kilowattstunde hilft

Die Gesamtversorgung aller deutschen Gasverbraucher sei aktuell weiter gesichert, so das Ministerium. Habeck appellierte an alle Gasverbraucher, Gas zu sparen. „Dennoch ist ab sofort jeder Gasverbraucher  von der Wirtschaft bis zu Privathaushalten  auch gehalten, seinen Verbrauch so gut wie möglich zu reduzieren.“ Jede eingesparte Kilowattstunde Energie helfe, sagte der Grünen-Politiker.

Auch der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, appellierte an Verbraucher und Unternehmen, durch Einsparungen und verstärkte Zukäufe mitzuhelfen. Ziel sei, eine Verschlechterung der Gasversorgung für Deutschland und Europa zu vermeiden, schrieb er auf Twitter.

Habeck betonte die europäische Solidarität. „Die Sanktionen sind deswegen wirkungsstark, weil wir als Europa zusammenstehen in der transatlantischen Partnerschaft.“ Auch wenn man Terminals für Flüssiggas (LNG) in Deutschland baue oder man sich um weitere Gasimporte nach Deutschland kümmere: „Wir sind natürlich auch in der europäischen Solidarität, so wie wir jetzt ja extrem darauf angewiesen sind, dass Belgien, Frankreich und die Niederlande Gas durchleiten.“ Würde das nicht solidarisch passieren, „wären wir in keiner guten Situation“.

Kristenstab tritt täglich zusammen

Die Frühwarnstufe bedeutet laut Habeck, dass jetzt täglich ein Krisenstab beim Wirtschaftsministerium zusammentritt, der aus Behörden und den Energieversorgern besteht. Die Gasversorger und die Betreiber der Gasleitungen werden verpflichtet, regelmäßig die Lage für die Bundesregierung einzuschätzen. Die Bundesnetzagentur wird ab Donnerstag täglich einen Sachstandsbericht veröffentlichen.

Noch greift der Staat nicht ein. „Da sind wir nicht, und da wollen wir auch nicht hin“, sagte Habeck. Gashändler und -lieferanten, Fernleitungs- und Verteilnetzbetreiber ergreifen „marktbasierte“ Maßnahmen, um die Gasversorgung aufrechtzuerhalten. Gemeint sind etwa Umleitungen von Gas innerhalb der Netze nach Bedarf und Versuche, zusätzliches Gas zu beschaffen.

Putin will Rubel

Hintergrund für die Ausrufung der Frühwarnstufe: Russland bleibt bei seiner Forderung nach Bezahlung russischer Gaslieferungen nach Westeuropa in Rubel. Die Lieferung von Gas und die Bezahlung seien getrennte Prozesse, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch. Die Anweisung von Präsident Wladimir Putin, auf Rubel-Zahlungen umzustellen, sei noch nicht für diesen Donnerstag gültig. Putin will sich an dem Tag mit Vertretern des russischen Gasriesen Gazprom und der Zentralbank treffen, um sich über den Stand der Dinge informieren zu lassen.

Putin hatte vergangene Woche verkündet, dass Russland Gas an Deutschland und weitere „unfreundliche Staaten“ nur noch gegen Zahlung in Rubel liefern werde. Dies würde die unter Druck geratene russische Währung stützen. Die Gruppe der G7-Wirtschaftsmächte, darunter Deutschland, sowie die Europäische Union insgesamt lehnen Zahlungen in Rubel für Gas jedoch ab. Ungeachtet der Sanktionen westlicher Staaten können Energielieferungen aus Russland bislang weiterhin in Dollar oder Euro bezahlt werden, weil nicht alle russische Banken sanktioniert worden sind.

Drei Krisenstufen

Habeck bekräftigte am Mittwoch, falls Russland eine Bezahlung der Gasimporte nur noch in Rubel akzeptiere, stelle dies einen Bruch der privaten Lieferverträge dar. Um auf mögliche Liefereinschränkungen oder -ausfälle vorbereitet zu sein, habe das Ministerium deshalb die Frühwarnstufe ausgerufen. Die aktuelle Situation im Gasnetz werde engmaschig beobachtet und bewertet.

Nach dem Notfallplan gibt es drei Krisenstufen. Die Frühwarnstufe bedeutet, dass „konkrete, ernstzunehmende und zuverlässige Hinweise“ darauf vorliegen, dass ein Ereignis eintreten kann, welches wahrscheinlich zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage führt  sowie wahrscheinlich zur Auslösung der Alarm- beziehungsweise Notfallstufe. Bei der Notfallstufe läge eine „erhebliche Störung“ der Gasversorgung vor. Der Staat müsste einschreiten, um insbesondere die Gasversorgung der „geschützten Kunden“ sicherzustellen  das sind etwa private Haushalte, aber auch Krankenhäuser, Feuerwehr und Polizei.

„Wir stellen zum jetzigen Zeitpunkt keine Beeinträchtigung der Lieferungen aus Russland fest“, betonte der Vorstand des Branchenverbandes Zukunft Gas, Timm Kehler. „Die deutschen Gasspeicher sind aktuell zu 26 Prozent gefüllt und liegen damit innerhalb des Fünfjahreskorridors.“

Wirtschaftsweise: Atomkraftwerke länger laufen lassen

Die „Wirtschaftsweisen“ riefen die Verbraucher zum Energiesparen auf. Sie sollten Fahrgemeinschaften bilden, langsamer fahren und wenn möglich den öffentlichen Nahverkehr nutzen, sagte Monika Schnitzer, Mitglied des Sachverständigenrates. Sie kritisierte geplante Maßnahmen der Bundesregierung, die den Benzinpreis künstlich niedriger hielten als er aktuell sei. Auch eine Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken könnte aus Sicht der „Wirtschaftsweisen“ einen Beitrag für mehr Energieunabhängigkeit von Russland leisten.

Die „Wirtschaftsweise“ Veronika Grimm sagte, es sei wichtig, Signale zu setzen, die darauf hindeuteten, dass es eine brisante Lage geben könnte im Falle eines Lieferstopps russischer Energielieferungen  ein solches Signal könnte die Einführung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen sein. Die Sachverständigen rechnen damit, dass die Energiepreise in Deutschland durch die absehbare Lösung von Russland steigen werden. Ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr schraubten die Experten wegen der Folgen des Ukraine-Kriegs deutlich nach unten. Der Sachverständigenrat erwartet nun nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 Prozent, für das kommende Jahr 3,6 Prozent. Die „Wirtschaftsweisen“ hatten im vergangenen November für 2022 noch mit 4,6 Prozent Wachstum gerechnet.

dpa

gabriele bondzio | Mi, 30. März 2022 - 18:23

Gas zu sparen."

Was wir bereits in unserem Haushalt umsetzen, schon wegen des Preises.

Wie ich aber bei ET lesen konnte wurde wegen der Rubelzahlung eine Rückwärtsrolle von Putin gemacht.

Dmitri Peskow (Kremel) erklärt, dass der neue Zahlungsprozess schrittweise umgestellt werde, da Russland mit dem Euro bzw. Dollar nichts mehr anfangen kann.

Manfred Westphal | Mi, 30. März 2022 - 18:40

Das erprobte Coronakonzept der Angstmache jetzt für den Energiesektor.
Lt. Ministereid ".....dem Wohle des deutschen Volkes....Schaden von ihm zu wenden" muss Herr Habeck die Schliessungen der Kernkraftwerke revidieren. Und dazu stehen, das wir kurzfristig auf das russische Gas angewiesen sind; unser Boykott beeinträchtigt Russland sowieso nicht.

Niedergang der deutschen Wirtschaft sind (weil nicht genug "gefroren") ... und es sicherlich einige, die das dann auch glauben ... und genauso, dass es nicht umweltschödigender ist, "Drecking-Gas" über die Weltmeere zu schippern ... dafür braucht man sich nicht auf den Boden zu kleben, auch wenn das entsprechende Weltbild zu wanken anfängt ;)

Jens Böhme | Mi, 30. März 2022 - 18:45

Endlich beginnt die Zeit, von der Ökos und Grüne erst ab 2030 oder 2035 träumten. Sozusagen als Pilotprojekt.

Ingo Frank | Mi, 30. März 2022 - 19:25

Vom ehemaligen Bundespastor, den beiden noch lebenden Ex- Kanzlern einfach die Büroräume entziehen. Da können mindestens 4 EFH geheizt werden. Wäre doch mal eine Maßnahme. Andere Möglichkeit wäre, denn öffentlichen Dienst in seine Arbeitszeit o h n e Lohnausgleich zu halbieren. Oh ….. mir würde noch einiges einfallen

Klaus Funke | Mi, 30. März 2022 - 19:34

Da fällt mir nur unsere unfähige, inkompetente Politik ein. Die hat in de letzten Jahren alles falsch gemacht und macht weiter alles falsch. Die USA, der weltweit größte Schurkenstaat, haben ihr Ziel erreicht. Russland wurde erfolgreich von Europa abgekoppelt. Während die Russen nach Osten gehen und getrieben werden, werden wir in größter Not leben und die USA haben Europa ohne Krieg erobert. Was haben wir nur verbrochen, dass wir derart bestraft werden. Ich weiß es! Wir haben jahrelang die falschen Figuren gewählt. Merkel hat unseren Untergang vorbereitet - wie still sie auf einmal ist? - die SPD vollendet ihn. Sollten wir Verhältnisse wie Anfang der Dreißiger Jahre kriegen, wird es Umbrüche und Aufstände geben und wie damals die NSdAP wird jetzt die AfD u.a. Rattenfänger den großen Reibach machen. Sowas kommt von sowas. Habeck erwartet jetzt vom Volke Hilfe. Warum sollten wir diesem Pack helfen? Wir sind an den entstandenen Problemen nicht schuld. Es ist die Politik!!!

Andererseits haben Sie bereits vor fünf Jahren vorhergesagt, das Volk würde demnächst auf die Straße strömen und Merkel davonjagen.l

Dann hieß es bei Ihnen - was interessiert mich mein Geschwätz von gestern - die BT-Wahlen würden verschoben, oder es gäbe ausschließlich (fragwürdige) Briefwahl, mit dem Ergebnis, Merkel würde uns noch Jahre erhalten bleiben.
Zwischendurch wurden von Ihnen die Covidioten-Aufläufe zum Volksaufstand aufgebauscht.
Ach ja, und dann war da ja noch Ihre Ankündigung, in das Land umzusiedeln, das von einem Herrn Putin regiert wird - einem Tyrannen, für den Sie bis vor kurzem nur Lob übrig hatten.

Immerhin: Bei Ihnen ist für Abwechslung gesorgt! Und wenn man das Gegenteil von dem annimmt, was Sie voraussehen, liegt man wahrscheinlich richtig. Aber da befinden Sie sich in diesem Forum ja in guter Gesellschaft.

Klar doch: Auch Sie wünschen sich, dass die Deutschen dafür "bestraft" werden, dass sie die etablierte demokratische Parteien bevorzugen.

Ich möchte niemanden anmahnen, aber doch nochmals darauf hinweisen, dass es immer zwei Seiten einer Medaille in der Betrachtungsweise der Reaktionen von den Mächtigen dieser Erde gibt.

Mein persönlicher Betrachtungswinkel:

Egal welches Strickmuster, in welchen Kontinent, unter welcher Flagge,

Macht-Konzentration hat die perfide menschliche Eigenschaft & Energie,

die GIER wie die SUCHT
nach mehr, größer, höher, weiter, einflussreicher &&&
zu stillen & einzufordern

& unter dem Aspekt der größtmöglichen KONTROLLE mit allen Mitteln dies zu erreichen.
Und die, die das im verborgenen hinter einer Maske absolvieren sind fmp. in meinen Augen nicht redlicher & menschlicher wie die, die unverholen mit militärischen Mitteln ihre Ziele einfordern & verwirklichen.

Frage an Sender Jerewan:

Dürften z.B. Sippen, wie z.B. die Balten oder ein d. Bundesland aus einem Verbund, Staatengemeinschaft austreten & selbstständig werden, wenn eine Mehrheit ortsgebunden dies demokratisch einfordert?

Sabine Jung | Mi, 30. März 2022 - 20:41

einfach nur unglaublich, was hier im Staat so abgeht. Aber kann man alles glauben? Sind wirklich die Gasspeicher nur zu 25% gefüllt? oder will man uns nur was vormachen? Klar muss jedem werden, alle Energie muss aus Sicht der Grünen teurer werden, da kommt jetzt der Krieg gerade recht.
Eines ist Fakt, wir haben "rosige" Zeiten vor uns, unser Wohlstand wird wohl mehr und mehr schrumpfen. Da hilft auch ein Sparen an Energie nichts, bald wird es das Nötigste nicht mehr geben.
Packen wir es an und sammeln schon einmal Lebensmittel, zum Erwärmen von Dosen muss man dann ein offenes Holzfeuer im Hof machen.

Es heißt, man hat das Gas, das man über sehr günstige Verträge aus Rußland über Nord Stream 1 bekommt, zum großen Teil wieder nach Polen geschickt und teuer verkauft hat. Was wissen die Journalisten dazu?
Deutschland wird systematisch ausgebeutet und zugrunde gerichtet.
Nun kommen noch Millionen echte Ukrainer, Migranten "mit Ukrainebezug" (so eine Sprachregelung gab es bei den Afghanistan-Mitarbeitern.
Das Schlimme ist, es wird alles verbrämt und schöngeredet, vernünftige Strategien gibt es nicht, die sind von ganz vielen Seiten nicht gewollt.
Die Verpflichtung "dem Wohle des deutschen Volkes" zu dienen wird verweigert. Jede "Lösung" führt kürzer oder später in die nächste Katastrophe. Diese Regierung versammelt alle Unfähigen inkl. dieser Ex-Greenpeace-Chefin.
Die Linken aller Parteien haben nur darin Kompetenz alles zu Verdummbeuteln, und die Medien - mit wenigen Ausnahmen - klatschen dazu Beifall.

Gerhard Fiedler | Mi, 30. März 2022 - 21:20

wir sind nicht bereit, für Ihre Politik die Zeche zu zahlen! Treten Sie zurück, wenn Sie der schwierigen Lage nicht gewachsen sind!
Der Krieg zwischen der Ukraine und Russland ist nicht der Krieg Deutschlands. Auch ist die Ukraine weder Mitglied der EU noch der Nato. Sanktionen gegenüber Russland mit dramatischen Folgen für unser Land lassen sich von daher nicht rechtfertigen, egal was andere Länder von uns dazu erwarten. Sanktionen, die unsere Energieversorgung gefährden oder unbezahlbar machen, unsere ganze Wirtschaft ruinieren, Millionen Menschen bei uns arbeitslos machen und dgl. mehr lehnen wir entschieden ab. Die Ukraine soll kämpfen, wenn sie das für richtig hält. Frieren und hungern möchten wir für sie aber nicht. Soweit geht unsere Solidarität nicht. Die Bundesregierung hat das Volk nicht gefragt, ob es zu solchen Opfern bereit ist. Ein nicht auszuschließender Aufstand, Folge ihrer Politik, Herr Habeck, wäre das letzte, was Deutschland noch gebrauchen könnte.

Holger Hoffmann | Mi, 30. März 2022 - 21:25

Wir Deutschen haben bereits Energie gespart, als Klein-Robert noch nackig mit dem Trompetchen hinter der Blaskapelle herlief. „Wenn Du das Zimmer verlässt, mach das Licht aus!“ Gebadet wurde einmal die Woche - am Samstag. Vieles, was auf den Tisch kam, wuchs im Garten und auf den penibel gepflegten Obstflächen. Eine durchschnittliche Familie hatte ein Auto und einen Fernseher. Die kleineren Geschwister trugen oft die gebrauchten Kleider der Großen. Urlaub? Einmal im Jahr, wenn es das Kleingeld hergab. Ansonsten Freibad und Baggersee. Zu Fuß oder mit dem Rad, wie sonst? Zur Schule oder zum Training fuhr kein Auto. Gemäß Baerbock kommt der Robbie ja von Hühnern, Schweinen und vom Kühe melken. Die Lebenswirklichkeit und die Kenntnis über die in Deutschland lebenden Menschen scheint er vor lauter grüner Ideologie verloren zu haben. Vorschlag: er macht das, was er meint von uns verlangen zu können, vor. Funktioniert es, machen wir es auch.

Gisela Hachenberg | Mi, 30. März 2022 - 23:31

Wenn ich Ihre aktuellen Kommentare lese, werter Herr Funke, stehen mir „die Haare zu Berge“! Dass Sie unverdrossen auf der Seite von Putin stehen, ist Ihre Sache.
Aber „die Russen werden nach Osten getrieben“ ist doch wohl ein Witz. Von wem werden sie getrieben? Ach, ich vergaß, der „arme“ Putin in seinem Riesenreich fühlt sich vom Westen und der Nato bedroht?!
Und „…die USA haben Europa ohne Krieg erobert…“ ist wohl Ihre Erfindung. Diese Wortwahl finde ich schon sehr anmaßend. Dass Sie kein Freund der Amerikaner sind, kann man Ihren Kommentaren entnehmen. Aber, sind die Amerikaner schuld, dass uns Frau Merkel und Genossen von russischem Gas abhängig gemacht haben? Sind die Amerikaner schuld, dass wir uns auf leider zu vielen Gebieten von den Chinesen abhängig machen und gemacht haben? Das fällt uns jetzt auf die Füße. Leider!
Ich muss zugeben, dass ich erleichtert bin, dass Sie mit Ihrer positiven Haltung zu Putin hier im Forum nicht viel Unterstützung finden.

das sind hier die Zauberworte, Frau Hachenberg. Auch wenn es Ihnen persönlich unangenehm ist, was Herr Funke schreibt, so ist es doch Realität. Die überheblich Politik Deutschlands und des Westens, die Sie wohl selbst über Jahrzehnte mit hoch gereckter Nase mit getragen haben, hat uns - zwangsläufig - in diese Situation gebracht.
Putin kam mit ausgestreckter Hand, doch die überheblichen deutschen Politiker haben sie ausgeschlagen - auch, weil sie tief im Rektum der USA steckten.
Das erlaubt Putin selbstverständlich NICHT, einen verbrecherischen Krieg zu beginnen - jedoch eine Einladung dazu hat der abstoßend degenerierte und in Selbstmitleid versunkene Westen nur all zu deutlich ausgesprochen!
Die USA haben zwar selbst den Krieg nicht begonnen - aber wie es Biden ausdrücklich gesagt hat, hatten sie auch nicht dagegen. Warum auch: wie Herr Funke schon schrieb, werden sie ja der größte Gewinner daraus sein. Die USA waren, sind und bleiben die gefährlichste Macht auf diesem Planeten.

Peter Sommerhalder | Mi, 30. März 2022 - 23:37

fordert Verbraucher dazu auf, Energie zu sparen.

Was heisst das konkret für den Verbraucher:
Weniger heizen und dafür mehr anziehen?
Nur noch kalt essen? Nur noch kalt duschen? Auf den Kühlschrank verzichten? Computer und Natel nur noch im Notfall benutzen? Auto sowieso stehen lassen, ob Diesel, Benziner oder E-Wagen...?

Und wenn das alles nicht reicht...?

Sabine Lehmann | Do, 31. März 2022 - 00:33

Wie praktisch für die grüne Agenda dieser Krieg. Es gibt doch immer wieder Profiteure in jedem Krieg, mit denen zunächst keiner gerechnet hat. Jetzt sind es die Grünen, die zu unser aller Leidwesen Teil einer mehr als inkompetenten Regierung sind. Möge der Gott des Wahlrechts verhindern, dass sich dieser historische Fehler wiederholt. Zurück in die saarländische Bedeutungslosigkeit mitsamt ihrer Gretas und Luisas, das wäre mein Traum.
Bei all dem Theater frage ich mich die ganze Zeit, wie eigentlich unsere Nachbarn ihre Hütten warm kriegen, denn der Alarm und die Hysterie scheint wieder mal eine typisch deutsche Störung zu sein. Gibt es eigentlich überhaupt irgendetwas in diesem Staat was läuft? Kneif mich doch mal jemand, dass ich aufwache aus diesem deutschen Albtraum.

Sie haben es auf den Punkt gebracht, man müsste sich früh mal nach dem Aufstehen fragen, ob es nur ein Traum war, das Habecksche Gesulze. Man spart ja schon aus Eigennutz, eben weil es immer teurer wird. Wir denken schon über den Einbau eines Kaminofens im heimischen Wohnzimmer nach, damit man wenigstens 2 Zimmer warm hat. Wohin soll unser Wohlstand noch hin?
Übrigens passend zum Thema, heute abend im TV bei der Frau Illner ist doch tatsächlich die Luise Neubauer zu Gast, die wird uns unseren weg aufzeichnen. Ich weiss noch nicht, ob ich das anschauen soll, weil danach habe ich bestimmt "Schnappatmung" und kann schlecht schlafen.

Norbert Heyer | Do, 31. März 2022 - 07:59

Die Linken und Grünen haben zusammen mit den Medien erreicht, dass es konservative, christliche und soziale Politiker nicht mehr gibt. Doch, es gibt sie noch, aber sie haben es mehrheitlich vorgezogen, mit den Wölfen zu heulen. Wer heute rechte Politk vertritt ist Nazi, AfD, AWM oder Umweltsau. Wer will schon dazu gehören? Somit läuft alles für die grüngestrichenen Kommunisten, sie werden die Energie zum Mangelprodukt machen, das Autofahren so verteuern, dass es sich nur noch die Elite leisten kann und Essen wird ebenfalls in Richtung Enthaltsamkeit umgebaut. "Ihr werdet arm, aber glücklich" - welch ein zynischer Satz eines Weltzerstörers - wobei, wir können ja alles von Inflation, Migration, Energiemangel, Kriegsgefahr und Wohlstandsverlust auf Putin schieben und das Beste : Die meisten Deutschen glauben daran, genauso - wie an der Verteuerung des Stroms um eine Eiskugel. Das Narrenschiff ist auf Kurs, eine Kurskorrektur könnte nur der Wähler vornehmen - solange es noch Wahlen gibt.

Peter Sommerhalder | Do, 31. März 2022 - 10:20

In reply to by Norbert Heyer

"Ihr werdet arm, aber (dafür) glücklich"

Genau dieses Gefühl habe ich auch. Die Politiker an der Macht werden als wie überheblicher...

Manfred Bühring | Do, 31. März 2022 - 08:41

Unser Wirtschaftsminister ist sichtlich gezeichnet von der Realität und ihren Folgen. Die Folgen der an die Wand gefahrenen Energiepolitik werden vom völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands nur überdeckt. Aber der Bürger sollte sich nicht täuschen lassen: Putin ist nicht Schuld am Energiedesaster, denn bisher hat Russland die georderten Gasmengen auch geliefert!

gabriele bondzio | Do, 31. März 2022 - 11:48

In reply to by Manfred Bühring

so ist es Herr Bühring!

„Die durchgeleitete Menge liege wie vertraglich vereinbart bei 109 Millionen Kubikmetern pro 24 Stunden, teilte Gazprom am Dienstag (08.03.2022) in Moskau mit.“

Es ist demnach zu großen Teilen die Debatte um Sanktionen und einen Lieferstopp, welchen wir bezahlen! Und hier spielt die Börse eine große Rolle.
Oder einfacher gesagt Spekulationen.

Siehe: https://www.manager-magazin.de/politik/660-millionen-euro-pro-tag-so-fi…

Ernst-Günther Konrad | Do, 31. März 2022 - 08:51

Na da wäre aber keiner drauf gekommen. Was glaubt der fliegende Robert denn, was die Menschen infolge stetig steigender Preise in fast allen Lebensbereichen tun? Gerade wir älteren nach dem Krieg aufgewachsen, haben noch Verzicht und eine angemessene Lebensführung gelernt. Diese Energiekrise ist doch nicht erst wegen des Krieges in der Ukraine. Die seit Jahrzehnten verfehlte Politik gegenüber Russland und die hysterischen Entscheidungen zur Kohle und Atomenergie lassen doch neben der unnötigen Abhängigkeit von fremden Rohstoffen, dieses Problem erst solche Ausmaße annehmen.
Weiß die Sonne und der Wind eigentlich was Habeck von den Naturgewalten will? Haben die Naturelemente am Ende auch einen Ausstiegsplan? Habeck versucht krampfhaft eine mit selbstverursachte Energiekrise mittels einem Pseudokrisenmanagement in seine wirren Energiepolitischen Forderungen noch irgendwie einzubauen. Wenn die Wirtschaft abschmiert und die Menschen frieren, zieht sich die Ampel selbst den Stecker.

Urban Will | Do, 31. März 2022 - 09:21

Das Ausrufen der ersten Stufe des Notfallsplans war ein Erfolg für Putin. Er kann sich in Ruhe anschauen, wie wir zappeln und dann – so jetzt geschehen – die Leine wieder ein wenig lockern.
Sich das kindische „Frieren für den Frieden“ und all den Quatsch anzuhören, wird seinen derzeit mühseligen Alltag auflockern...

Wir Europäer, allen voran die Deutschen, übertreffen uns selbst in unserer Naivität.
Wer mal in Russland war, weiß´, dass Wohlstand und angenehmes Leben dort zwar gerne angenommen, aber nie vorausgesetzt werden.
Wie hat mir eine russische Bekannte mal gesagt? „We don't live, we try to survive“
Das sagt vieles.
Wir – mit Verlaub – Trottel rennen nun nach Bidens/der USA Pfeife weg von Russland hin zu deren teurem Drecks – Gas und zum Öl der Scheichs, die sich die Kufiyas halten müssen, dass sie ihnen vor Lachen nicht vom Kopfe fliegen.
Die Sklaven aus Bangladesch, Pakistan, Nepal, wo immer sie herkommen, sie werden abends an ihren Feuerstellen auf unser Wohl anstoßen...

Hans Meiser | Do, 31. März 2022 - 10:46

"[...] die unter Druck geratene russische Währung [...]"
Es ist wohl eher der Dollar, der schwächelt - der Rubel scheint eher an Gewicht zu gewinnen.
Im Zuge des Krieges und danach ja sowieso.

In diesem Krieg geht es auch um das Währungssystem, deshalb sind die Amis schon so lange und verbissen dabei die Ukraine aus den alten Beziehungen zu Russland heraus in ihr Lager zu ziehen.
Biden wird nichts unversucht lassen, diesen Krieg so lange wie möglich in die Länge zu ziehen, in der Hoffnung daß Putin die Puste ausgeht. Die Ukrainer läßt er dafür bluten, Putin hat den Krieg ja begonnen, eine bequeme Position.
Wenn auch noch nicht dieses Jahr, aber schon in naher Zukunft wird sich im Währungssystem etwas ändern.

Juliana Keppelen | Do, 31. März 2022 - 10:50

was glaubt er denn was die normalen Leute mit normalem Einkommen schon jahrzehnte machen?

Er soll schauen, dass er die verkorkste Grünen-Energiewende in den Griff bekommt. Aus rein ideologischen Gründen sitzen wir in dieser Sch......... weil Russengas schlimm und zur Zeit Kriegsverbrecher, kaufen wir bei den größten Kriegsverbrechern das Gas mit der dreckigsten Gewinnungsmethode für die Umwelt das ist Grünenpolitik ohne Sinn und Verstand. Mit mit heißer Luft und Ideologie gebaut auf Emotionen kann man nicht heizen und keinen Dünger herstellen usw. "Regieren ist die Kunst, Probleme zu schaffen, mit deren Lösung man das Volk in Atem hält" wahrhaft das scheint zur Zeit das Motto zu sein. Hoffentlich kehrt die Vernunft und Realpolitik noch rechtzeitig zurück bevor unser Land komplett an die Wand gefahren wird.

Tomas Poth | Do, 31. März 2022 - 13:00

... oder: Wir haben Jahrzehnte lang mit unserer Politik Mist gebaut, ihr müßt das jetzt bitte ausbaden - das ist alternativlos, Mutti läßt grüßen.

Sabine Lehmann | Do, 31. März 2022 - 14:30

Ich bin sicher, dass sich die Klientel die am lautesten Freiheitseinschränkungen, Sparen, Frieren, Hungern und Verzicht predigt, nicht einen Tag lang genau das tun muss. Denn Freiheit muss man sich halt leisten können, gerne auch auf Kosten anderer.
Ich kann sie nicht mehr hören und nicht mehr sehen, diese Klientel der gut versorgten Wanderprediger, die ihre Agenda und Ideologie wie Angehörige einer Sekte inszenieren wie einen Gottesdienst mit anschließender Wallfahrt. Dass genau diese Leute Teil von Regierungen sind, in Funk und Fernsehen, der Wirtschaft, Wissenschaft und den Eliten der westlichen Gesellschaften Einzug gehalten haben, ist ein Sargnagel für demokratische und freiheitliche Strukturen.
Sie werden uns vorschreiben wie wir wohnen, was wir kaufen, wie(oder ob?) wir heizen, was(oder ob?) wir essen, wie wir reisen, wann wir aufstehen, wann wir das Licht ausmachen. Eine dystopische Übertreibung? Ich glaube nicht. Es wird Zeit gegenzusteuern, viel Zeit bleibt uns nicht.

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