Joachim Steinhöfels „Der Staat gegen Steinhöfel“ Dieses Buch liefert viele gute Gründe, dem Staat zu misstrauen Der Anwalt Joachim Nikolaus Steinhöfel hat ein neues Buch geschrieben. In „Der Staat gegen Steinhöfel“ zeigt er, wie der Staat das Recht beugt und die Meinungsfreiheit attackiert. Es ist auch ein Protokoll des Scheiterns staatlicher Akteure. Juristisch und intellektuell. VON BEN KRISCHKE
Mexiko vor der Fußball-WM : Im Land der Verschwundenen Die Tötung des mächtigsten Kartellbosses löste in Mexiko eine Welle der Gewalt aus. Seit Jahrzehnten gehört die organisierte Kriminalität dort zu den größten Wirtschaftszweigen, auch mithilfe von korrupten Beamten. Kann unter diesen Umständen eine Fußball-WM stattfinden? VON RONNY BLASCHKE
Kanzlerbefragung im Bundestag : Merz unterstützt Pläne für NGO-Kürzungen und schließt MwSt-Reform nicht aus Im Bundestag hat sich Friedrich Merz den Fragen der Abgeordneten gestellt. Themen waren unter anderem: neue Maßnahmen gegen digitale Gewalt an Frauen, Kürzungen bei NGO-Förderprogrammen und die Affäre um Kulturstaatsminister Weimer. VON CICERO-REDAKTION
Zum Tod von Jürgen Habermas : Der doppelte Philosoph Jürgen Habermas ist mit 96 Jahren verstorben. Seinen Einfluss erwarb er sich nicht allein mit philosophischen Werken. Habermas trat zugleich immer als politischer Intellektueller in Erscheinung. Nicht immer auf rühmliche Weise. Wesentlichen Fragen wich er dabei aus. VON MATHIAS BRODKORB
Der Buchhandlungspreis gehört abgeschafft : Es geht nicht um Kunstfreiheit, sondern linken Milieuschutz Der Eingriff von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer in die Vorschläge zum Deutschen Buchhandlungspreis ist nicht skandalös, sondern inkonsequent. Er sollte den Preis abschaffen. Buchhändler haben genauso wenig Recht auf Steuergeld wie andere Händler. VON FERDINAND KNAUSS
Erinnerungen an den Kriegsausbruch vor vier Jahren : Über Glück im Krieg und die Kraft „schwacher Bindungen“ Als russische Truppen vor genau vier Jahren die Ukraine angriffen, wurde unsere Autorin von Explosionen geweckt. Sie kam nach Deutschland und ist froh, dass die flüchtigen Formen der digitalen Kommunikation dabei helfen, im Ausnahmezustand Menschlichkeit zu bewahren. VON OLENA PAVLOVA
Postkolonialismus wirkt fort : Warum die „Zivilgesellschaft“ zum Aufstand im Iran schweigt Den sonst so eifrigen Demokratie-Verteidigern der deutschen „Zivilgesellschaft“ scheint der Aufstand gegen das islamistische Mullah-Regime im Iran egal. Denn der passt nicht in ihr Weltbild – im Gegensatz zur „islamischen Revolution“ von 1979. VON FERDINAND KNAUSS
„Hasswelle gegen die Zivilgesellschaft“ : Amadeu-Antonio-Stiftung fantasiert eine Apollo-Verschwörung herbei Der lange Kampf gegen Verschwörungstheorien scheint die Amadeu-Antonio-Stiftung verwirrt zu haben. Nun sieht sie sich selbst als Opfer einer Verschwörung. Der Grund: Die ständige Agitation der Stiftung gegen „rechte Medien“ gerät zunehmend in die Kritik. VON FERDINAND KNAUSS
„Welt“-Recherchen zu NGOs : Der Staat als Beute Brüssel hat ein Nähe-Distanz-Problem. Das legen Recherchen der „Welt am Sonntag“ nahe, denen zufolge die EU-Kommission NGOs dafür bezahlt hat, Kampagnen gegen deutsche Unternehmen zu betreiben. Doch nun wird deutlich, dass auch Teile der deutschen Publizistik distanzlos agieren. VON MATHIAS BRODKORB
Studie belegt dramatische Entkirchlichung : Weniger Gott, mehr Politik? Eine aktuelle Studie empfiehlt den Kirchen, sich weniger mit dem Religiösen und mehr mit dem Politischen zu beschäftigen. Das passt in die Selbstverzwergungslogik mancher Funktionäre und könnte sich als unheiliger Irrtum erweisen. VON VOLKER RESING
Nach Butscha : Russische Zivilgesellschaft in Schockstarre Auch in Russland sorgen die Bilder aus dem Kiewer Vorort Butscha für Entsetzen. In Moskau beispielsweise protestieren mutige Menschen gegen die russischen Kriegsverbrechen. Derweil verschärft sich der Ton der russischen Kriegspropaganda. Beide Positionen stehen sich diametral gegenüber. VON NATHAN GIWERZEW
Civic-Tech-Pionierin Adriana Groh : Die Bandenbilderin In der Corona-Pandemie startete Adriana Groh das Civic-Tech-Projekt #WirVsVirus. Vernetzte Organisatorinnen wie sie stehen für einen neuen Typus zivilgesellschaftlichen Engagements. In fast allen Ministerien laufen bereits enstsprechende Projekte. Ausgerechnet Corona könnte deren endgültige Durchbruch sein. VON BASTIAN BRAUNS
Zivildienst : Warum das „Gesellschaftsjahr“ eine gute Idee ist Die Mehrheit der Deutschen fordert laut einer Studie die Einführung eines sogenannten „Gesellschaftsjahres“, eine Neuauflage des Zivildienstes. Es soll für alle Schulabsolventen Pflicht werden. Diesen Vorschlag kann man nur gutheißen VON JANNIK WILK
Deutsche Islamkonferenz : Die Zeit der Labels ist vorbei Bei der vierten Deutschen Islam-Konferenz ging es um die Frage, wie ein „deutscher Islam“ aussehen könnte. Für Eren Güvercin zeichnet sich ein solcher vor allem durch die Bereitschaft zum innermuslimischen Streit aus. Ein Gastbeitrag VON EREN GÜVERCIN