Postkolonialismus und Außenpolitik Der Hochmut des Elfenbeinturms Das Auswärtige Amt lädt zur „Indien-Kompetenz“ – und ein Göttinger Professor verweigert den Dialog. Seine Absage ist kein „ziviler Ungehorsam“, wie er behauptet. Sie ist ein Zeugnis links-akademischer Selbstgerechtigkeit. VON SHANTANU PATNI
Nachlese zur Münchner Sicherheitskonferenz : Europa muss erwachsen werden Die Münchner Sicherheitskonferenz hat gezeigt: Viele in Europa fühlen sich von Amerika verraten. Aber die USA passen sich lediglich an eine neue geopolitische Realität an. Ihre Mission in Europa ist erfüllt. Es ist Zeit, dass Europa seine Verpflichtungen gegenüber sich selbst wahrnimmt. VON GEORGE FRIEDMAN
Münchner Sicherheitskonferenz : USA und EU: Die Rosenkrieger Trotz der warmen Worte von Kanzler Merz und Außenminister Rubio bleibt die Lage nach Handelsstreit und Grönland-Krach brisant: Washington fordert eine Partnerschaft zu US-Bedingungen, während Europa um mehr Autonomie ringt. Wenig überraschend herrscht unter den Europäern Uneinigkeit über den künftigen Kurs. VON MARC SAXER
Rubios „Klimasekte“-Rede : Wenn Klimapolitik zur Identitätsfrage wird Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat US-Außenminister Marco Rubio mit der „Klimasekte“ abgerechnet. Damit zieht er die Debatte weg von Emissionspfaden, Technologien und Kostenkurven – hin zu Kulturkampf und Souveränität. Was bedeutet das für Europa? VON FLORIAN HARTLEB
Die AfD und die Wehrpflicht : Wohlstandsspießer im Gewand des Patrioten Die AfD geriert sich als patriotische Partei. Doch zur Landesverteidigung hat man ein gespaltenes Verhältnis. Das ist verräterisch. Ist die AfD am Ende doch nur die Partei wohlstandsverwahrloster, bequemer Egoisten? Zeit, erwachsen zu werden. KOLUMNE: GRAUZONE
Friedrich Merz auf der Münchner Sicherheitskonferenz : „Das transatlantische Vertrauen gemeinsam wiederbeleben“ Der Bundeskanzler eröffnet die Münchner Sicherheitskonferenz mit einem Plädoyer für einen transatlantischen Neustart. Aber sein Anerkennen der neuen Welt der Machtpolitik bleibt erkennbar unvollständig. VON FERDINAND KNAUSS
Krise der transatlantischen Beziehungen : „Die liberale Weltordnung war eine historische Ausnahme“ Die Rede von JD Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz und die jüngsten Ukraine-Verhandlungen sorgen in Europa für Empörung – und die Deutschen fühlen sich von ihren einstigen Partnern im Stich gelassen. Im Interview spricht der amerikanische Politikwissenschaftler Gladden J. Pappin über den Epochenwandel. INTERVIEW MIT GLADDEN J. PAPPIN
Umstrittene Rede des US-Vizepräsidenten : Vance ist der falsche Lehrmeister Donald Trumps Stellvertreter J.D. Vance liest den Europäern die Leviten. Aber wenn er Defizite bei der Demokratie kritisiert, ist er in denkbar schlechter Position. Denn seine eigene Regierung betreibt gerade eine „Machtergreifung in Nadelstreifen“ VON HUGO MÜLLER-VOGG
Kompromissvorschlag nach Rede von J.D. Vance : Quo vadis, Deutschland und Europa? Nach der Rede von J.D. Vance auf der Sicherheitskonferenz ist die Aufregung groß. Hier ein Kompromissvorschlag: Diese Rede ist ein guter Anlass, um endlich eine ehrliche, aufrichtige und kluge Debatte über zwei wichtige Fragen zu führen: Wer sind „wir“ aktuell? Und wer wollen „wir“ künftig sein? VON BEN KRISCHKE
J.D. Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz : Der transatlantische Vorschlaghammer Bei der Münchner Sicherheitskonferenz hält der US-Vizepräsident J.D. Vance eine famose Rede pro Meinungsfreiheit und für mehr Bürgernähe in der Politik. Was der linksgrünen Bourgeoisie und rückgratlosen Nicht-Linken nicht gefällt, lässt freiheitliche Herzen höherschlagen. VON BEN KRISCHKE
Trumps Pläne für den Gazastreifen : Gas vor Gaza Donald Trump will den Gazastreifen unter US-Kuratel stellen, wirtschaftlich entwickeln und die palästinensische Bevölkerung umsiedeln. Das Projekt ist zwar völkerrechtswidrig. Doch lenkt Trumps Verzicht auf formelhafte Lippenbekenntnisse den Blick auf die Wirklichkeit des Nahen Ostens. VON HANS-ULRICH SEIDT
Münchner Sicherheitskonferenz : „Das Umfeld ist sehr düster“ Ukrainekrieg, Hamas-Terror, US-Präsidentschaftswahl: Die diesjährige Sicherheitskonferenz dürfte spannend werden. Im Interview spricht SWP-Chef Stefan Mair über die drängendsten außenpolitischen Themen. INTERVIEW MIT STEFAN MAIR
Chef der Münchner Sicherheitskonferenz : Christoph Heusgen: Eine sichere Bank Heute beginnt die Münchner Sicherheitskonferenz, erstmals unter dem Vorsitz von Christoph Heusgen. Als Nachfolger von Wolfgang Ischinger ist der frühere außenpolitische Berater Angela Merkels eine verlässliche Kraft – doch sorgt auch für Kritik. In unserer Ausgabe von Mai 2022 haben wir Heusgen porträtiert. VON NATHAN GIWERZEW
Münchner Sicherheitskonferenz : Olaf Scholz formuliert neue Agenda Die Sicherheitskonferenz in München steht voll unter dem Eindruck der Ukrainekrise. Bundeskanzler Olaf Scholz nahm an diesem Samstag seinen Auftritt zum Anlass, um eine neue sicherheitspolitische Agenda zu definieren. Die EU-Kommissionspräsidentin will derweil die Union unabhängig machen von russischen Energielieferungen. VON ALEXANDER MARGUIER
Offener Brief an Wolfgang Ischinger : Münchner Sicherheitskonferenz: Deeskalation der Ukraine-Krise! Die Münchner Sicherheitskonferenz, die am 18. Februar beginnt, wird in diesem Jahr von Russland boykottiert. Die internationale Tagung sei nicht mehr objektiv, sondern nur mehr ein transatlantisches Forum, heißt es aus Moskau. Friedbert Pflüger appelliert an den Vorsitzenden der Konferenz, Wolfgang Ischinger, sich dennoch für eine diplomatische Lösung des Ukraine-Konflikts einzusetzen - und Waffenlieferungen an die Ukraine abzulehnen. VON FRIEDBERT PFLÜGER