Christoph Heusgen
Christoph Heusgen, der ehemalige Außenpolitik-Berater Angela Merkels, ist nun Chef der Münchner Sicherheitskonferenz / Andreas Chudowski

Chef der Münchner Sicherheitskonferenz - Christoph Heusgen: Eine sichere Bank

Als neuer Chef der Münchner Sicherheitskonferenz ist der Nachfolger von Wolfgang Ischinger, der Diplomat Christoph Heusgen, eine verlässliche Kraft – doch der frühere außenpolitische Berater Angela Merkels sorgt auch für Kritik.

Autoreninfo

Nathan Giwerzew studierte Literatur- und Politikwissenschaft in Berlin und absolvierte ein Redaktionspraktikum bei Cicero.

So erreichen Sie Nathan Giwerzew:

Christoph Heusgen hat es weit gebracht. Seit Ende Februar leitet der gelernte Diplomat die Münchner Sicherheitskonferenz. Damit steht er jetzt dem wichtigsten internationalen Forum vor, auf dem sicherheitspolitische Fragen diskutiert werden: Seit 1963 gibt sich hier die Crème de la Crème der internationalen Sicherheitspolitik jährlich ein Stelldichein. Dieses Jahr hatte Wolfgang Ischinger zum letzten Mal durch die Veranstaltung geführt.

Dass ausgerechnet Heusgen den Posten bekam, ist kein Zufall. Er war schließlich eine zentrale Figur in Angela Merkels Außenpolitik. Als Leiter der „Abteilung 2“ des Bundeskanzleramts beriet er sie von 2005 bis 2017 in außen- und sicherheitspolitischen Fragen – an ihm kam niemand vorbei. 

Cicero Plus weiterlesen

  • i
    Alle Artikel und das E-Paper lesen
    • 4 Wochen gratis
    • danach 9,80 €
    • E-Paper, App
    • alle Plus-Inhalte
    • mtl. kündbar
Ronald Lehmann | Do, 19. Mai 2022 - 10:59

Christoph Heusgen eine sichere Bank für wem & mit welchen Interessen??????

Und hier sehe ich das alte, neue Problem des 2. Jtsd.

Durch Elektronik alles vernetzt & alles im akkuraten Überblick
ABER

nur für die, die in der Schaltzentrale sitzen, wo alle Informationen zusammen laufen,
damit die Namen -& gesichtslosen ihre internationalen Geschichts-Schachzüge planen können.

Aber wie ich schon einmal schrieb, MACHT verstrahlt & vereinnahmt wie Radioaktivität.

Und wer so lange in diesen Metier arbeitet & so viele Lorbeerkränze zugeworfen kam, soll noch immer der Liebe & Demut angetan sein & nicht den Todsünden oder der (un)heimlichen MACHT??????

Den einzigen Menschen in meinen Leben, den ich gehört habe, der NEIN zur Ehrung gesagt hat, war R.Ranicki. NEIN, ich nehme diesen Preis nicht an.

Egal, wie man zu seinen Aussagen im Leben stand, aber fmp. ein Meilenstein des aufrechten Ganges, der sich NICHT von Macht, Ruhm oder Geld blenden lies. Solche Gesellen sind heute kaum aufzuspüren

... eine sichere Bank?"

Wenn überhaupt, dann eher für Putin, China, Südafrika, Indien, Iran ..., nicht aber für die legitimen Verteidigungsinteressen der Nordatlantik.
Rätselhaft mag erscheinen, wieso manch Grandseigneur der CDU (von dem man es nicht unbedingt erwartet hätte, cf. Gastbeitrag im Tagesspiegel, 17.05.2022) und nicht zuletzt der hochgeschätzte Vorgänger selbst seine schützende Hand über ihn hält. Allerdings nicht die erste Rätselhaftigkeit im CDU-Nest; je rätselhafter der Eindruck, umso leichter lösen sich große Verschwörungskonstrukte in ganz banale kontinentaleuropäische (antiatlantische) Traditionen auf.
Menschliche Schwächen mögen hinzukommen.

Ernst-Günther Konrad | Do, 19. Mai 2022 - 13:02

Stimme Ihnen völlig zu. Wir bekommen nur das zu wissen, was wir wissen sollen und das medial so gehypt, das Widerspruch sofort ausgeschlossen scheint und zu sein hat. Und auch Herr Heusgen zeigt keinen diplomatischen Weg auf. Vielleicht gibt es ja keinen? Vielleicht will man auch keine diplomatische Lösung von beiden Seiten? Was sich hinter den Kulissen abspielt werden wir vielleicht nie oder erst sehr spät erfahren. Dann sind aber Fakten geschaffen, die dann nicht mehr umkehrbar sein werden. Die Willen der USA Russland klein zu machen und der Wille Selenskijs, sich evtl. die Krim wieder zurückzuholen und Russland komplett aus den Land zu drängen ist zwar verständlich, aber beide Ideen hindern sie daran, einen diplomatischen Weg zu finden. Und Putin scheint das derzeit noch nicht daran interessiert, bis er nicht alle seine Möglichkeiten ausgelotet hat. Der Staat weis vom Bürger inzwischen fast alles, wir von dem Staat fast nichts.

Und ja, wir werden absichtlich dumm gehalten & es wird absichtlich Angst gestreut

Und ja, was die Macht will & was aufgeweckte Souverän will/wollen sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Hinzu kommt, dass die Masse Souverän gar nicht wie in der Matrix wissen will, was hinter der Tür ist, denn sie haben sich eingerichtet & solange der Tempel Kolosseum funktioniert, ist doch die Welt für die meisten in Ordnung.

Wenn ich dieses ERDENSPIEL regulieren dürfte,
ich würde die Rahmenbedingungen so gestalten,

dass ALLES egal ob wirtschaftlich oder Sippen-Menschlich

es nur ganz kleine Einheiten geben dùrfte (SPALTUNG)
& Los entscheidet bei kurzer Legitimation WER-WAS-WO-WIE-WANN
(Göttliche, Möchtegerne, Pharisäer &&& - alle in das Land der Sagen & Märchen, weil ein jeder seine Gesäß-Pasteten selber entsorgt & keine Lakeien mehr hat)

VORTEIL - KEINE MACHTKONZENTRATION auf diesen Planeten
& keine Fùhrer, die sich göttlich fühlen

Nur ein EINZIGES WELTUMSPANNENDES NETZWERK - KATASTROPHENSCHUTZ!

Manfred Westphal | Do, 19. Mai 2022 - 17:56

Zumindest einen kleinen Absatz hätte ich zu seinem unseligen Verhalten in der UN, betreff Israelabstimmungen, erwartet.

Sabine Lehmann | Do, 19. Mai 2022 - 20:25

Geschichten die das Leben schreibt. So könnte auch Heusgen diese eine Geschichte erzählen, nämlich die, wie er mit Hilfe Angela Merkels, viel Vitamin B u. einer gehörigen Portion Dreistigkeit seiner 25 Jahre jüngeren Ehefrau einen Posten bei den Vereinten Nationen "zugeschranzt" hat.
Abberufen nach New York, direkt aus dem Kanzleramt, schrieb Heusgen vor 5 Jahren einen Brief an die Kabinettschefin von Uno-Generalsekretär Guterres mit dem "wohlmeinenden" Wink mehrerer Zaunpfähle, dass es angesichts der hohen deutschen Geldflüsse an die UN doch mehr als logisch sei, dass eine P5-Stelle bei den Vereinten Nationen hervorragend zum Portfolio seiner Gattin passen würde. Jetzt ist P5 nicht gerade eine Besoldung an der Armutsgrenze, sondern bedeutet nur schlappe 150.000 Euro pro Monat und rettet dann noch eine Ehe, weil beide vereint in New York deutsches Steuergeld verprassen dürfen. Sein Wunsch wurde erhört.
Korruption und Vetternwirtschaft, "Erfahrener Diplomat",so kann man es auch nennen.

Juliana Keppelen | Fr, 20. Mai 2022 - 10:57

der deutsche John R. Bolton was seine Auftritte und seine Rücksichtslosikeit betrifft.