Japanische Fans bei der WM
Sie sehen wenigstens nur aus wie Clowns: Japanische Fans beim WM-Spiel gegen Deutschland / dpa

Deutschland bei der Katar-WM - Wie die Mannschaft, so das Land

Die Performance der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Katar ist symptomatisch für den Zustand unseres Landes. Anstatt an unserer Wettbewerbsfähigkeit zu arbeiten, predigen wir mit missionarischem Eifer, wie die Welt zu sein hat - Debatten nicht erwünscht. Dabei haben wir nicht nur Respekt vor anderen, sondern auch vor uns selbst verloren.

Autoreninfo

Dirk Notheis ist Mitherausgeber von Cicero und Gründer des Mittelstands­finanzierers Rantum Capital.

So erreichen Sie Dirk Notheis:

Das Spiel Deutschlands gegen Japan hat geradezu symptomatische Qualität für die Zustandsbeschreibung unseres Landes. Statt sich mit klarer Strategie, Energie und Kampfesgeist auf den Ball und die Umsetzung einer vorwärtsgerichteten Spielweise zu konzentrieren, diskutiert man tagelang über Armbinden und wokes Gedankengut, reibt sich am Veranstalter statt an sich selbst und verschiebt damit die Prioritäten zu Lasten des eigenen Erfolges. Gut gemeint ist nicht gut gemacht. Diese Botschaft ist bis heute in der deutschen Politik und dem Feuilleton nicht angekommen. Als Voraussetzung für den Erfolg in unserer heutigen global kompetitiven Welt kommt es vor allem aber auf eines an: auf die „Execution“. Mit dem Fokus auf der Verbalisierung von Idealwertvorstellungen und Wunschträumen sowie ihrer missionarischen Verfolgung gegenüber jedem, der sie hören und nicht hören will, lenkt man vom eigentlich Geforderten ab und landet am Ende genau dort, wo die deutsche Fußballnationalmannschaft am gestrigen Abend gelandet ist, nämlich in der Niederlage.

Wer in dieser Welt gewinnen will, muss sich auf die „Execution“, auf eine möglichst effiziente und kompetitive Umsetzung konkreter Performance-Ziele konzentrieren, das heißt ins Fußballerische dieser Tage übersetzt, auf das Geschehen auf dem Rasen und nicht auf den Tribünen-, Polit- und Medientalk drumherum. Nur dort, wo es auf die Socken gibt, entscheidet sich das Schicksal, und nur dort allein liegt der Weg zum Erfolg. Nicht mit dem Diskurs über regenbogenfarbene Armbinden oder der Inszenierung von Mannschaftsbildern, sondern mit Toren gewinnt man Spiele. So simpel und doch scheinbar so herausfordernd ist diese Welt. Wer irgendwo anders sucht, wird sich im Labyrinth der globalen Komplexität und Wettbewerbsintensität verlaufen und führt sich und sein Volk auf einen fatalen Irrweg. Abstieg und Deklassierung sind die Folgen.

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Karl-Heinz Weiß | Do., 24. November 2022 - 16:45

Die Lage der Nation treffend zusammengefasst-der deutsche Missionierungswahn weist den Weg: bergab. Schon unsere direkten Nachbarn schütteln seit Jahren den Kopf, was erwarten wir dann von Ländern, vor deren Vertretern unser Ab-Wirtschaftsminister sein Haupt beugt ?

Hans Jürgen Wienroth | Fr., 25. November 2022 - 06:55

Antwort auf von Karl-Heinz Weiß

Beispiele zur Lage der Nation gab es in den letzten Tagen genug. Da kann eine Horde Jugendlicher problemlos den Regierungsflughafen stürmen und lahmlegen. Wenn das Terroristen gewesen wären, was wäre dann möglich gewesen? Hätte es jemand gemerkt, wenn sich die Jugendl. bei der Polizei nicht gemeldet hätten?
Ein anderes Bsp. ist das Zugunglück bei Gifhorn. Da fährt ein Güterzug auf freier Strecke auf einem ICE-Gleis auf einen anderen auf, weil durch menschl. Versagen der Abschnitt freigegeben wurde. Was, wenn statt des Güterzuges ein ICE mit Tempo 250 aufgefahren wäre? Gab es dafür früher nicht einmal Technik, die das verhinderte? Die war vermutl. so alt, dass es keine Ersatzteile mehr gab, wie bei so viel anderer Bahntechnik. Das Geld für neue Technik fehlte wohl auch. Schließlich ist das 9 €-Ticket populärer als Sicherheit und Geld für Beides fehlt.

Gerhard Lenz | Do., 24. November 2022 - 16:53

das Spiel war ja noch nicht mal sooo schlecht als Beispiel für den Zustand unseres Landes dienen soll, dann haben wir aber schon weitaus miesere Zeiten erlebt.

Und ja, vielleicht ist das Gerede über die Zustände in Kuwait weitgehend ergebnislos - es ist aber immer noch besser, als den Kopf in den Sand zu stecken.

Denn das wäre wirklich bedenklich.

Nichts zu sagen ist auch ein Statement.

Sicher kann man auch über Kuwait sprechen, die WM findet aber gerade in Quatar statt. Und statt ständig anderen Ländern unsere Lebensweise aufzwingen zu wollen, müssten wir doch eigentlich wissen, dass, wenn unsere Art zu leben tatsächlich die einzig erstrebenswerte sein sollte, dann würde sie sich über kurz oder lang durchsetzen. Und wenn andere Völker einen anderen Lebensstil bevorzugen, dann haben wir das zu respektieren- genauso, wie wir das von anderen bei uns erwarten sollten. Tun wir aber nicht, weder das eine- noch das andere. Eigentlich ein Widerspruch in sich- sollten Sie mal drüber nachdenken!

Joachim Baumeister | Do., 24. November 2022 - 17:09

Die Deutschen haben keinen Respekt vor sich selbst und auch Selbstachtung weitestgehend verloren. Sie sind ein Volk von Kopisten und Nachahmern geworden, was man an der Verhunzung der Sprache und überhaupt im Alltag beobachten kann. Selbst das Moralin, mit dem sie den Rest der Welt aufklärenwill, haben sie importiert.

Markus Michaelis | Do., 24. November 2022 - 17:19

Ich sehe das ähnlich, würde aber folgendes hervorheben:

vielen Menschen geht es nicht um die wirtschaftliche Performance Dlds, sondern um eine höhere Gerechtigkeit gegen alle Menschen. Ob wirtschaftl. Erfolg die Basis für Gerechtigkeit ist, ist vielen zu unklar, denke ich (auch wenn viel dafür spricht, dass große Wanderströme zum "Gelde" hin gehen).

"Woke" vertritt sicher viele Menschen, hat gute und richtige Punkte, viel davon wird übernommen werden - das trifft aber nicht nur auf "Woke", sondern auch auf andere Strömungen zu.

Für mich der wichtige Punkt ist, dass "Woke" in sich zu heterogen und unklar ist, zuviel ist willkürlich konstruiert, offensichtlich stehn nicht 90% der Menschheit dahinter, mit jedem Gerechtigkeitsfortschritt tritt man andern Gruppen auf die Füße und wertet sie ab.

"Woke" ist sicher Dynamik, irgendwas Neues wird daraus entstehen, für viele Menschen etwas besseres, für andere nicht. Was "Woke" nicht ist, ist irgendeine höhere Gerechtigkeit/Wahrh. für alle.

Tomas Poth | Do., 24. November 2022 - 17:28

... der geplante Niedergang durch RotGrün.
Mehr fällt mir dazu nicht ein.
Die Nationalmannschaft und das Gewese drum herum ist nur ein Abbild dessen.
Hochtrabendes Ballgeschiebe gegen beherzte Gegner die uns unsere ehemaligen eigenen Eigenschaften vorführen!

Chris Groll | Do., 24. November 2022 - 17:45

Dieser Artikel beschreibt den Zustand in diesem Lande richtig.
Sie schreiben:
"Wir predigen wir mit missionarischem Eifer, wie die Welt zu sein hat - Debatten nicht erwünscht. Dabei haben wir nicht nur Respekt vor anderen, sondern auch vor uns selbst verloren." Genauso ist es.
Auch am Ende Ihres Artikels beschreiben Sie es präzise:
„Wenn wir den Niedergang dieses Landes nicht aufhalten - wird nach all dem, was unsere Eltern und Großeltern auf den Trümmern des Zweiten Weltkrieges vor allem auch für uns auf- und ausgebaut haben – dies ein Trauerspiel erster Güte sein sowie eine Schande und Respektlosigkeit gegenüber uns selbst zugleich.“

Helmut Bachmann | Do., 24. November 2022 - 17:51

echt spannend wie die naive Ideologie sich ständig selbst bekriegt. Nicht nur beim Thema CO2, auch beim Thema Islam. Der wird dort bekämpft, wo wir ihn nicht erreichen, auf plumpe, eurozentriert-arrogante Weise. Aber hier, hier wird er gehypt, als das neue Chic, die neue Freiheit. Blöder gehts nimmer.

Enka Hein | Do., 24. November 2022 - 17:56

...meine Zustimmung, werter Herr Notheis.
Roß und Reiter fehlen. Das Wort "wir" wird seit Merkel als Synonym für ein paar fehlgeleitete Politeliten benutzt.
Ich subsummiere mich darunter NICHT. Und ich denke es betrifft die Mehrheit der D die diesen "Wir" Quatsch nicht mehr hören kann und will.
Es fing mit der "Mannschaft" an.
Kein National mehr. Igitt.
Und je saturiert Teile der Bevölkerung wurde, unsere mit allem gepamperten Klebekids und FFF vorneweg, umso mehr geht's abwärts.
In der Politik hat Merkel alle ihr geistig überlegenen Leute ins Abseits gedrückt. Mittelmaß und Angepasste waren gefragt. Und heute sitzen diese mit der Ampel und CDU im BT. Grauenhaft.
Und eine Hauptschuld ist die linksgrüne Schlagseite in den Medien.
Die Dekadenz in den ÖRR, Bürgergeld für die Welt und letztendlich die Wahnsinns Summen im Fußball sind die Spitze des Eisberges.
Und selbst wenn die mit einem Pokal nach Haus kommen würden.
Wembley 66 als 2ter war ein grösserer Sieg.
Das war noch Fußball!

"Das Wort "wir" wird seit Merkel als Synonym für ein paar fehlgeleitete Politeliten benutzt." Aber von den meisten von uns schon lange nicht mehr. Merkel und Konsorten haben uns willentlich daraus ausgeschlossen. Wenn wir für diese fehlgeleiteten grün-rot-woken Politeliten noch interessant sind, dann nur, weil sie unser Geld und unsere Arbeit brauchen für all ihre spinnerten Ideen. Selbst sind sie nicht produktiv und wollen/können auch nichts erwirtschaften. Und zwar aufgrund fehlender Schulbildung und charakterlicher Defizite (faul und ungebildet. Man denke nur an Habeck, der sich über die "enorme" Arbeit im Ministerium mokierte. Stichwort "Burnout". Oder an E. Fester, die beklagte, sie müsse ihre Jugend im BT verbringen). Sie können nur eines: Unser aller Geld verprassen und die moralische Keule schwingen. Unterm Strich sind sie nur Parasiten. Sonst nichts. Und die meisten Medien sind natürlich ebenfalls schuld an den Zuständen im Land. Man denke nur an den ÖRR und die Zustände dort

Helmut W. Hoffmann | Do., 24. November 2022 - 18:51

alles das was Sie schreiben, Herr Notheis, ist ja richtig, aber auch Sie werden nichts an der Situation des Landes ändern: Weil alle Personen, die für den Niedergang eines der führenden Industrieländer der Welt verantwortlich sind, sich bei diesem Thema ducken - und profitabel für sich selbst fleißig weiterarbeiten an dem Ruin der BRD. Mmn kann das nur geändert werden, wenn die Schuldigen öffentlich und häufig benannt werden; Merkel, Scholz, Habeck, Graichen, Baerbock, Lambrecht, Faser, Harbarth, ARD + ZDF, Schleuser-NGO's, sowie bekannte Chefredakteure und einflußreiche Korrespondenten der Mainstream-Medien uvm. So lange diese relevanten Personen und Organisationen für die Bevölkerung nicht sichtbar gemacht werden, passiert nichts, garnichts. Der CICERO ist eine der wenigen Medien, die auf dem richtigen Pfad wandeln. Sie sind ein Teil des Cicero - trauen Sie sich.

Heidemarie Heim | Do., 24. November 2022 - 18:51

Klingt nach Arbeit werter Herr Notheis;)! Gerne lasse ich Sie an einem Spruch teilhaben, den mein Gatte seinerzeit im Büro ausdruckte und mitbrachte: ,, Die Faulenzer sind die eigentlichen Wohltäter der Menschheit- wenn man bedenkt, wie viel Unheil allein durch Nichtstun verhindert worden ist" (Quelle leider unbekannt) Und übersetzt man den Begriff "Execution" wie ich es scherzhafterweise anfänglich tat im Sinne von Kopf ab, kann man übertragen auf die in die globale Mangel genommene künftige deutsche Wettbewerbsfähigkeit doch zum gleichen Ergebnis kommen? Wobei bei der normalen Exekution jemand bestimmtes aktiv ins Jenseits befördert wird. Jedoch mit Blick auf die von Ihnen beschriebene Methode der Politik endloser Schwatzbudenveranstaltungen ohne praktische Umsetzungen/Anpassungen, sieht mir der abschüssige Weg in die Sackgasse eher nach einem gemeinschaftlichen zu begehenden Suizid aus. Der japanische Clown erinnert mich übrigens irgendwie an meine Steven King Zeit;-) MfG

Ich kann einfach nicht anders, aber das ist doch alles nur noch grotesk, werte Frau Heim. Das mit diesen Binden ist so dermaßen lächerlich, dass man nicht mehr weiß, ob man lachen oder weinen soll. Eigentlich eine Steilvorlage für jeden Comedian.
Dass ausgerechnet Deutschland sich hier wieder zum Affen macht, und dieses Mannschaftsfoto angesichts des Spielergebnisses besser u. passender NACH dem Spiel veröffentlicht worden wäre, geschenkt, aber irgendwie witzig, oder? Und Frau Faeser ist doch sicher ganz klimaneutral u. mit besten Absichten nach Katar wegen des Fußballs gereist. Nicht dass jemand auf die Idee kommt, sie könnte das zur Selbstinszenierung und wegen ihrer "schicken" always-binde getan haben...Ein heroischer Einsatz, Frau Faeser hat schließlich ihre körperliche Unversehrtheit auf´s Spiel gesetzt. Herr Steinmeier verleiht ihr sicher in Berlin das Bundesverdienstkreuz.
P.S. Apropos Clown, ES an einem grauen Novemberwochenende nochmal zu lesen, das klingt verlockend, oder;-)

Robert Hans Stein | Do., 24. November 2022 - 19:33

geeherter Herr Notheis, hat mehrere Väter und ganz gewiss mindesten eine Mutter. Frau Merkel hat nach anfänglichem Zaudern (oder war es Mimikry) dieser unseligen Entwicklung kräftige Impulse gegeben. Aber geboren waren die (Schnaps)ideen schon vorher. Jetzt sind sie, auch dank der Mitarbeit unserer Medien, durchsetzungsfähig. Man kann nur hoffen, dass auch diese Revolution möglichst bald ihre Kinder frisst und damit zum Umdenken bewegt. Wenn ein Land es nicht mehr schafft, einen BER zu bauen, wenn selbiges Land nicht in der Lage ist, Chaoten daran hindern, diesen BER zu blockieren, dann kommt was Sie schreiben nicht erst, dann ist es schon da. Wenn der größere Teil der Bevölkerung nicht in der Lage ist, die Hybris einer relativ kleinen queeren Minderheit abzuwehren, dann ist dieser Teil eben nicht unschuldig an den heutigen Verhältnissen. Wer sich einreden lässt, ein Nazi zu sein, dem ist nicht zu helfen. Und "RECHTS" zu stehen ist nicht weniger okay als links.

Jens Böhme | Do., 24. November 2022 - 20:04

...den Sport politisiert, kann und muss das Sportliche in den Hintergrund. Dieser Artikel setzt falsch an. Wenn Sportler oder Verbände Katar oder Aserbaidshan als Veanstaltungsort aus politischen Gründen nicht wollen, sollten sie nicht dorthin reisen und genehme Politik einfordern. Denn dafür gibt es andere Ressorts als den Sport. Sport soll verbinden und nicht trennen, siehe Olympia. Die zunehmenden politischen Zeichensetzungen und Forderungen der Sportler bei Sportveranstaltungen verheißen für die Zukunft des Weltfriedens und des Sportes nichts Gutes. Zudem sind die paar Verbände Europas bei der WM in Katar, die unbedingt ihre Sportler für politische Zwecke nutzen wollen, eine absolut verschwindende Minderheit in der FIFA.

Urban Will | Do., 24. November 2022 - 20:24

hätte die Kommentare zu dem Artikel „Was (auch) zählt, ist auf dem Platz“ gelesen ;-)
„Respekt“ war Scholzens Wahlkampf – Slogan und keine Regierung vor der seinigen zeigte weniger davon gegenüber dem eigenen Volk aber auch anderen Ländern.
Es ist mühselig, immer und immer wieder den Irrsinn und die Unfähigkeit aufzuführen, die dieses Land bestimmen.
Aber dass die Zeichensetzer im Fußballtrikot dies widerspiegeln, war das erste, was mir in den Sinn kam, als ich von der kläglichen Niederlage hörte.
Allerdings ist es jetzt zu spät, diese Truppe auf die „Exekutive“ auszurichten und den Firlefanz außenrum wegzulassen.
Die können das gar nicht mehr. Die werden sich vor dem Spanienspiel nicht den Mund, sondern den Allerwertesten zuhalten, damit sie sich nicht in die Hosen machen.
Wenn die Spanier gnädig sind, hauen sie uns in den ersten 15 min 3 rein, dann kann man getrost abschalten.
Wenn sie gemein sind, lassen sie uns bis zur 80. 2:0 führen und hauen dann 3 rein.
Sie können beides.

Ingo Frank | Do., 24. November 2022 - 20:34

So kommt mir die Diskussion vor. Im Mittelpunkt die „Monstranz“ einer multi- kulti, bunten, geschlechtsneutralen Gesellschaft mit einer Sprache, die die Mehrheit ablehnt, und nicht versteht, getragen von den links grünen Ökoterroristen.
Und das schlimme an dem „Tanz“ ist, nein es reicht nicht Buntland Germany zu Grunde zu richten, nein unter der ganzen Welt wird’s nicht getan. Wo bei, das hatten wir alles schon vor nicht all zu langer Zeit, das am deutschen Wesen, die Welt genesen soll. Aber warten wir’s ab, erste Anzeichen der Abwanderung der deutschen Großindustrie nach China und i.d.USA verdichten sich. Und wenn die Arbeitslosenzahlen an der 10 Millionengrenze kratzt, der Wohlstand endlich halbiert ist, dann, ja dann geht der „Tanz“ erst richtig los. Gut Ding braucht Weile.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Fritz Elvers | Do., 24. November 2022 - 22:18

dass es in Japan auch Fußball gibt. Ich dacht immer, die spielen nur Judo.

Wenigstens heute etwas zu schmunzeln gefunden lieber H. Elvers ?
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik
P. S. Schönen 1. Advent.
Ich begleite als „Hilfsverkäufer“ meine Beste zum Pfefferkuchenmarkt, um die steuerliche Mehrbelastung
der 6% Rentenerhöhung wenigstens etwas auszugleichen. So viel zum lustigen Rentnerleben.

aus dem Pfefferkuchen-Verkauf auch versteuern. Sie können Ihre Beste dann allerdings als Betriebskosten geltend machen.

Fusball interessiert mich seit 1974 nicht mehr besonders. Das Tor von Sparwasser bleibt unvergesslich.

Christoph Schnörr | Do., 24. November 2022 - 22:22

... kann man nur schwerlich genauer auf den Punkt bringen.

A. Wolff | Do., 24. November 2022 - 22:31

Die WM 2014 war der (letzte) deutsche Höhepunkt, seitdem geht es stetig bergab mit "Die Mannschaft" und auch mit Deutschland. Insofern wäre das Ausscheiden nach der Vorrunde mehr als gerechtfertigt.
Heute geht es nur noch um Gendergaga und Binden, während unser Land schleichend und unmerklich deindustrialisiert wird. Hauptsache Deutschland/"Die Mannschaft" wird Moralweltmeister.

hermann klein | Fr., 25. November 2022 - 00:49

Wie die Regenbogenmannschaft so das Land.
Die „Mund zu Geste“ unserer Nationalmannschaft passt genau zu unserer Weltretter-Mentalität der Neuzeit.
Mit dem 68er-Apell „Marsch durch die Institutionen „wurden durch die Politisierung und Vergesellschaftung alles Privaten nicht nur Werte wie persönliche Leistung, Moral, Autorität, Disziplin, Fleiß, Pflicht etc. in Frage gestellt, sondern Schulen und Universitäten erlitten großen Schaden.
Dass Deutschland seinen Rang als wissenschaftliche Führungsmacht längst verloren hat, erkennt man daran, dass wir früher Nobelpreisträger wie am Fließband hervorbrachten – und heute?
Der mit Glaubensinbrunst verkündete „Atomausstieg und die Energiewende, gepaart mit deutscher Korrektheit ist eine aus abstrakten Vorstellungen ideologisch abgeleitete Idee, ohne sich um die Realitäten sowie um technische und ökonomische Rationalität zu kümmern.

hermann klein | Fr., 25. November 2022 - 00:51

Unsere Nachbarn und in den aufstrebenden Volkswirtschaften baut man Kohle- und Kernkraftwerke um die Wette, der politisch enteignete deutsche Gebraucht-Diesel läuft in Osteuropa weiter, wo man sich über billige Qualitätsautos freut, und französische, tschechische und polnische Atom- und Kohlekraftwerke springen ein, wenn Deutschlands Windspargel stillstehen.
Die ausufernde Energie-Planwirtschaft wird Mobilität und sichere Energieversorgung zum teuren Luxusgut für wenige machen.

Sabine Lehmann | Fr., 25. November 2022 - 03:16

Ob Mannschaft, Fichten oder Repräsentanten, sie alle spiegeln den Zustand dieses Landes wider. Und der Zustand spottet jeder Beschreibung. Die Chefin des organisierten Untergangs verweilt in der Uckermark u. souffliert den Amtierenden Handlungs- und Rhetorik-Optionen, damit die deutsche Titanic zielstrebig weiter auf den Eisberg zusteuert. Unterstützt von seit Jahren im Koma liegenden Journalisten, die nur wach werden, wenn es um wokeness, gendern, divers oder die eigene Karriere geht.
Der neue deutsche Heldenmut erschöpft sich in Stickern, Binden u. Gesten, die unter Einsatz des eigenen Lebens Medien- und Karrierewirksam in Szene gesetzt werden. Die Kernkompetenz liegt in rhetorischen Phrasen u. moralinsauren Attitüden, da sind wir Weltmeister, als Ausgleich zum Schlusslicht auf anderen Positionen. In die Annalen werden wir eingehen, als Lachnummer dieses Planeten, angetreten um selbigen zu retten u. dann selber abgesoffen. „Die Merkel war ihr Schicksal“ steht auf unserem Grabstein.

Ernst-Günther Konrad | Fr., 25. November 2022 - 10:30

Gut beschrieben Herr Notheis. Einige andere hier im Cicero erschienen Artikel auch, mit guten analytischen Problemdarstellungen und ebenso aussagekräftigen Kommentaren, wird die Situation umfangreich bewertet. Ihre Überschrift hätte auch lauten können: " Wie der Herr, so's Gescherr."
In anderen Foren lese ich ähnliche oder fast gleichlautende Kommentare der Leser zu diesem "Binden-Skandal". Nur ist den Msm nicht zu entnehmen, dass auch dort eine differenzierte kritische Berichterstattung stattfindet, sondern im Gegenteil, die Spieler auch noch angefeuert werden, gegen FIFA-Regeln zu verstoßen. Natürlich müsste die FIFA aufgelöst werden und der Korruptionssumpf trocken gelegt werden. Aber auch die nationalen Verbände und der Einfluss der Politik gehören zum Problem dazu. Zu viele verdienen daran, auch die Medien. Und wer sägt sich schon den eigenen Ast ab, auf dem er sitzt?

Klaus Funke | Fr., 25. November 2022 - 17:31

da bleiben bei mir zwei Fakten hängen. Der erste ist, unsere Fußballmannschaft fliegt in der Vorrunde raus (wer glaubt, sie könne gegen Spanien gewinnen, der glaubt auch an den Weihnachtsmann) und das zweite, wir kriegen von den Kataris keinen Tropfen Öl bzw. Gas, das bekommt China. Punkt. Also, treffend gespielt, im Sport und in der Wirtschaft. Warum? Wenn unsere Politiker solches Klima schaffen, werden wir noch mehr Niederlagen einstecken. Eindeutig eine Frage der Politik. Fraeser mit Armbinde!? Hurra. Habeck ohne Vertrag. Hurra!