Politischer Aktivismus im ÖRR - Ist das noch unabhängig?

Deutschlandfunk, die „Tagesschau“, „ZDF Heute“ – eigentlich sollte man mit diesen Namen eines verbinden: Eine seriöse Berichterstattung, die so objektiv wie möglich Aufschluss darüber gibt, was in Deutschland und der Welt gerade passiert. Doch ist sie das noch?

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Objektive Berichterstattung? Fehl am Platz / dpa

Autoreninfo

Judith Sevinç Basad ist Journalistin und lebt in Berlin. Sie studierte Philosophie und Germanistik und volontierte im Feuilleton der NZZ. Als freie Autorin schrieb sie u.a. für FAZ, NZZ und Welt. Sie bloggt mit dem Autoren-Kollektiv „Salonkolumnisten“. 

So erreichen Sie Judith Sevinç Basad:

Das ganze Setting ist bei Marken wie dem Deutschlandfunk und der Tagesschau auf Seriosität ausgelegt: Die Nachrichten werden im Dlf mit drei Tönen, in der Tagesschau mit dem seit Jahrzehnten bekannten Einspieler eingeleitet, während die Sprecher ernst in Kamera blicken oder steif ins Mikro sprechen.

Das alles geschieht, um dem Publikum ein spezielles Bild zu vermitteln: Dass das Gezeigte der Realität entspricht und der Inhalt mit allen Mitteln der Professionalität recherchiert worden ist.

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Manfred Bühring | So, 2. August 2020 - 09:08

Ist das noch so?
Nein, das ist nicht mehr so!
Mehr gibt es dau nicht zu schreiben.

Gerhard Lenz | So, 2. August 2020 - 13:36

In reply to by Gast

der AfD dürfte Ihnen sicher sein, Frau Basad! Genau so geht unabhöngiger Journalismus nicht!
Aber gut, ein Kommentar drückt auch nur Meinung aus.

Germana Schuff | So, 2. August 2020 - 09:26

Dieser Artikel zeigt, dass es auch noch unabhängige Journalisten in diesem Land gibt, die mutig sind und objektiv berichten. ZDF und ARD schaue ich schon lange nicht mehr, da sie ideologisch geprägt sind. Danke, lieber Cicero, dass es Euch gibt!

Simone Büchl | So, 2. August 2020 - 09:38

Liebe Frau Sevinç Basad,

Ihre Artikel gefallen mir immer sehr gut, da Sie ohne Umschweife Wahrheiten aussprechen.
Besonders gut gefällt mir: "Ideologien als Fakten verkaufen".
Ich hätte es nicht so auf dem Punkt gebracht.
Bitte mehr von Ihnen!

Jens Böhme | So, 2. August 2020 - 09:41

Dass der ÖRR weniger Informationen und vermehrt Meinungsmache verbreitet, liegt an der Konkurrenz im Internet. Die Vereinfachung an alle möglichen Informationen per Internet heran zu kommen, lässt bisherige Macht- und Informationsmonopole bröckeln. Den Begriff Fake News hat der ÖRR bereits als eigenen Kampfbegriff übernommen. Mittlerweile ist man dabei Strukturen zu schaffen, unliebsame Informationen im Internet gesetzlich löschen zu lassen (richtig: Hassgedöns und Gewaltdrohungen gehören gelöscht). Die Diskussionskultur im Fernsehen hat ebenso gelitten. Man merkt bereits bei Interviews, welcher politischen Farbe der Journalist angehört. Früher brauchte man selbst vier Ohren, um das herauszufinden, falls man auf diese Idee überhaupt kam. In Talkshows werden nur noch auf Gefühlsebene politische Diskussionen geführt, sich künstlich aufgeregt - oder gar nicht erst konträre Gesprächspartner eingeladen. Und wenn doch, wird sich auf einen Teilnehmer eingeschossen.

Es liegt nicht nur am Internet. Wir haben es mit einer gegenseitigen Abhängigkeit zu tun. Die Reg ist auf eine ihre Politik tragende Bericherstattung angewiesen. Dem kommt das durch Zwangsgebühren finanzierte ÖRR nach, weil die Höhe der Zwangsgebühr von der Politik festgesetzt werden. Eine Hand wäscht die andere.

Und in Deutschland hat es unvorstellbar l a n g e gedauert, bis dies mehr Menschen
aufgefallen ist als der kleinen Minderheit, die für ihre Kritik übelst beschimpft wurde
und weiterhin diffamiert wird.

Hoffentlich verläuft der Aufwachprozeß ab jetzt schneller.
Ich glaube aber noch nicht so richtig daran...

IgbyYbgi | So, 2. August 2020 - 10:26

Eigentlich ein treffender Artikel.

Ja, ein Teil der Linken - in der ich mich grundsätzlich auch selbst verorte - diskreditiert sich derzeit allzu oft durch die Wahl der falschen Mittel, durch eine ans Totalitäre grenzende, rechtheberische Verbohrtheit und Schlimmeres. Und dieser Unsinn gehört angeprangert.

Leider dikreditiert sich die Autorin im letzten Absatz auch selbst durch selektive Argumentation und verbohrtes Lagerdenken:

"... dieser Nonsens von jedem Bürger durch Zwangsangaben finanziert wird – dann muss man sich nicht wundern, wenn sich Begriffe wie „Lügenpresse“ oder „Staatsfunk“ etablieren."

Was soll das? Im ÖRR kommen doch nun weiß Gott nicht nur linke Aktivisten zu Wort. Das rechte, stumpfe Narrativ vom staatsseitig durchgesetzten "linken Mainstream" ist auch nichts Anderes als der linke Faschismus-Vorwurf-bei-jeder-Gelegenheit: Polarisierender, interessen-geleiteter Unsinn. Fair argumentieren bitte!

gabriele bondzio | So, 2. August 2020 - 13:39

In reply to by Gast

wenn in einigen Blättern der Eindruck erweckt wird. Das die 18 Polizisten auf das Konto der Protestkundgebung gegen die Corona-Restriktionen gehen. Um mal ganz aktuell zu bleiben.
In Wirklichkeit aber am Abend die Antifa randaliert hat und die Verletzten dort zu buchen wären.
Fleischhauer, den ich auf Grund seines Stils, sehr gerne lese. Hat ja hierzu auch einen sehr guten Artikel verfasst. https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolu…

Peter Schulmeister | Mo, 3. August 2020 - 10:00

In reply to by Gast

Jeder,welcher nicht die konformistische Langeweile teilt,ist verdächtig.Im ÖR ist jeder als Verdachtsfall eingestuft,der nur mukst.Unter der Obermeisterin darf "links" jede Schandtat organisieren,durchführen und von den Gehilfen der Person belobigt werden."Gegendemos" u.s.w.Ein linksgewirktes Hexenjagdszenario.So sieht das aus.

Maria Arenz | So, 2. August 2020 - 15:30

In reply to by Gast

Da muss was an mir vorbeigegangen sein und ich wäre für Ihre Hinweise auf das versäumte dankbar. Wann haben Sie wozu im ÖR Ansichten nicht nur links-grüner Propheten zu den Lieblingssujets unserer Haltungsjournalisten gehört? Allda sind Migration, Klima, Syrien, Euro, Corona etc pp.

Jürgen Keil | So, 2. August 2020 - 15:55

In reply to by Gast

Werter Herr, übrigens eine interessante Namensschöpfung. Ihr erster Satz klingt sachlich. Beim Rest Ihres Kommentars können Sie aber nicht über Ihren linken Schatten springen. Was ist falsch an Zwangsabgabe? Verweigern Sie doch mal die Zahlung. Dass sich die Begriffe Lügenpresse und Staatsfunk etablierten ist Fakt. Die Autorin hat ja nicht geschrieben, dass sie diese Begriffe für richtig hält. Die Presse lügt nicht. Sie lässt nur oft das eine oder das andere auch Wichtige weg. Staatsfunk? Als ehemaliger DDR- Bürger weiß ich was das ist. Der ÖRR ist kein Staatsfunk, aber er läuft immer öfter im Kleid eines solchen einher. Ernsthafte staats- und regierungskritische Beiträge sind im ÖRR so selten wie weißer Trüffel im Stadtpark. Gott behüte, nur linke Aktivisten im ÖRR. Das wäre schrecklich. Sie haben recht, dem ist nicht so. Aber, konservativ eingestellte Journalisten im ÖRR? Die müssen sich wohl verstellen. Mir fällt kein Name ein.

Yvonne Stange | So, 2. August 2020 - 16:13

In reply to by Gast

Sendungen wie Panorama oder Monitor kommen mir mittlerweile vor wie der Schwarze Kanal. Das will und brauche ich nicht noch einmal. Dieser ÖRR ist sowas von links-ideologisch behaftet, es graust einem. Und ich bin mittlerweile von den Linken mehr als enttäuscht, vor allem, was das Islam-Appeasement und das Verkaufen des Kopftuches als "Freiheit" angeht. Da kann man sich nur um 180 Grad drehen. Reine Notwehr.

Armin Latell | So, 2. August 2020 - 19:47

In reply to by Gast

Frau Basad hat viele Argumente mit entsprechenden Beispielen aufgeführt, Beispiele, die nicht an den Haaren herbei gezogen sind, sondern echten Tatsachen entsprechen. Man muss sich nicht wundern über Begriffe wie Staatsfunk und Lügenpresse... ist deshalb nicht unfair, denn sie hat es arumentativ begründet. Wer sich nur halbwegs ernsthaft und mit eigenen Gedanken die Nachrichten und Informationssendungen des ÖRR anschaut, kann nur zu dem Ergebnis kommen: absolutes Lagerdenken. Im Übrigen: linke Aktivisten? Diese Umschreibung sagt mehr als ihr ganzer Beitrag.

Ernst-Günther Konrad | So, 2. August 2020 - 10:27

Danke Frau Basad. Mal sehen, wann Sie auf der medialen "Abschussliste" auftauchen. Die ÖRR haben sich verrannt. Jeder glaubt inzwischen bei denen, gezwungen zu sein, sich zu "bekennen", eine "Haltung" zu zeigen, mal Politik zu machen. Sie graben sich immer mehr selbst die Grube, in die sie am Ende zwangsweise hineinfallen müssen. Würden diese ganzen Twitter Meldungen keinerlei Beachtung finden, die Likes, die Hetzparolen, egal von welcher Seite, das teilweise krankhafte Mitteilungsbedürfnis mancher Zeitgenossen mit "Nichtbeachten" gestraft, ginge es uns allen besser. Das Netz vergisst nichts. Mal ist es ein Segen und mal ein Fluch. Ja, ich kannte die genannten Personen alle bislang nicht, bevor diese Hetzjagd gegen Herr Bohnert begann. Aber wir alle können recherchieren, selber denken und bewerten. Ob alles richtig ist? Immer auch subjektiv, das ist doch klar. Politik und Medien laufen im Hamsterrad des Framing und Corona Hysterie, da stören Querdenker. Sie finden den Ausgang nicht.

Das Problem, Herr Konrad ist, die wenigsten recherchiern. Viele denken nicht selber.
Sie nehmen alles was ihnen der ÖRR vorkaut, als bare Münze. Ein Beispiel hier im Forum ist Ihnen doch wohl nur zu gut bekannt.

Urban Will | So, 2. August 2020 - 10:42

Die Schieflage im ÖR wird uns erhalten bleiben, wer soll sie denn beenden?
Wohl kaum jemand, der nicht im mainstream mit schwimmt, wird dort einen Fuß auf den Boden bekommen.
Und durch dauerhaft weitere politische Beeinflussung der Konsumenten wird auch brav verhindert, dass sich im Parlament die Dinge ändern und endlich dieser zwangsfinanzierte Unsinn ein Ende findet.
Das nennt man Teufelskreis.

Vielleicht aber – auch wenn man nicht „hoffen“ sollte, dass sich die Dinge in D noch mehr verschlimmern – wendet sich irgendwann das Blatt.

Unabhängige Medien sind ein Grundpfeiler der Demokratie. So gesehen kann man durchaus der Meinung sein, dass diese in D in ihrer Reinform nicht mehr gegeben ist, dieser Grundpfeiler ist weg gebröckelt.

Nur darf nicht einmal dies „gemerkt“ oder festgestellt werden, ohne sofort als Feind der Demokratie, als „Rechtsextremer“, etc. gebrandmarkt zu werden.

Im Jahr 85 nach Nazireich ist diese Einseitigkeit erschreckend.

Detlev Bargatzky | So, 2. August 2020 - 11:02

Ich denke, man muss 3 Begriffe, die mitunter verwechselt werden, deutlich voneinander trennen:
1. unabhängig
2. überparteilich
3. unparteiisch

Der erste und der zweite auf den ÖRR zu.
Der dritte garantiert nicht!

Und weiter: Der ÖRR ist formal und auch tatsächlich unabhängig von der Politik.
Die Umkehrung jedoch trifft nicht zu!
Um es klar zu sagen: Die Parteien der GROKO sind abhängig von den ÖRR und den meisten Printmedien!!!
Hier wird die häufige Sprachlosigkeit der Kanzlerin in vielen Beiträgen und durch viele Talkshows ersetzt.

Daraus resultiert, dass die ÖRR (und auch viele Printmedien) massiven Einfluss auf die deutsche Politik nehmen können, ohne dafür durch ein Wählervotum authorisiert zu sein.
Dazu gibt es sicher reichlich Beispiele.

Urban Will | So, 2. August 2020 - 13:42

In reply to by Gast

bei den Punkten 1 u 2 wäre ich mir nicht so sicher.
So gibt des Rundfunk- oder Hörfunkräte, die Einfluss auf die Programmgestaltung haben und da sitzen Parteienvertreter mit dabei.
Schon alleine die Tatsache, dass Parteienvertreter mitmischen, schließt für mich aus, dass der ÖRR „überparteilich“ ist. Und somit ist er auch nicht „unabhängig“. Posten müssen nun mal vergeben werden...
Ich bleibe dabei, dieses System hat ausgedient, es sollte komplett verschwinden und die Mediengestaltung in private Unternehmen gelegt werden.
Dann hat der Konsument selbst die Wahl, was er sich anschaut und muss nicht etwas zwangsfinanzieren, was ihm letztendlich nur noch auf die Nerven geht.

Und Konkurrenz belebt das Geschäft. Halbwahrheiten oder einseitige Beichterstattungen würden von der Konkurrenz schnell widerlegt und jede Institution müsste sich anstrengen, keinen halbwahren Mist zu liefern.

Es wäre sicher nicht leichter, sich richtig zu informieren, aber all das einseitige Theater hätte ein Ende.

Die Unabhängigkeit der ÖRR ergibt sich schlicht durch die gesetzlich geregelte Finanzierung dieser Institutionen.

Bei jedem Printmedium oder einem Privatsender könnten öffentliche Boykott-Aufrufe letztlich in der Pleite enden. Insofern gibt es so etwas wie eine Abhängigkeit der privaten Medien von der Politik. Als populäre Beispiele seien die Einordnung der Online-Medien Tichys Einblick, Achse des Guten und Nachdenkseiten als "rechte" Medien genannt, an der sich auch die Politik beteiligt.

So etwas bliebe bei den ÖRR ohne wirtschaftliche Folgen für die ÖRR. Die Folgen für die Politik würden aber sicher um einiges schwerer wiegen.
Als Beispiele:
Man stelle sich einfach mal kurz einen massiven Schwenk der ÖRR in Richtung regierungskritischer Berichterstattung bzgl. der Zuwanderungspolitik der GroKo vor.
Vielleicht reichte es auch schon, wenn die ÖRR das "Erklären" der Politik der Kanzlerin schlicht unterliesse.
Ich glaube, die Groko (einschl. Kanzlerin) würde es nicht überleben.

Wenn die ÖR wieder mehr Geld brauchen, nicken die Länder (also die Politik) dies immer ab. Ich glaube, die Basis hierfür ist der Rundfunkstaatsvertrag. Ohne die Länder (also Politik) geht daher eine Erhöhung der Zwangsgebühren nicht. Finanzielle Unabhängigkeit sieht definitiv anders aus.

Kurt Walther | So, 2. August 2020 - 11:17

Danke für die umfangreiche und detaillierte Zusammenstellung der Missetaten des DLF in letzter Zeit. Über ARD und ZDF brauchen wir erst gar nicht zu reden, denn diese sind spätestens seit 2015 für mich erledigt, da eindeutig zum "Staatsfunk" mutiert. Printmedien nutzte ich ohnehin nur in der Wendezeit um 1990.
Der DLF war seit meiner (DDR-)Jugendzeit fest eingestellter Radiosender, da als "Sprechsender" überaus informativ, für mich damals Tor zur freien Welt. Hinsichtlich Objektivität hat sich in der Merkel-Ära auch hier wesentliches verändert. Es geht eindeutig in Richtung links-grüner Staatssender. Alles was konservativ war und immer noch ist, wird nun auch im DLF meist "rechtsextrem" tituliert.
Nun denn, ich warte schon wieder auf die nächsten Wahlen um gegenzuhalten können/dürfen. Noch gibt es alternative Kräfte.

Heidemarie Heim | So, 2. August 2020 - 11:39

Ja liebe Frau Sevinc Basad, so weit geht man bei der Aufrechter-HALTUNG seiner politischen Überzeugungen und seines Sendungs-BEWUSSTSEINS dann doch nicht! Die ansonsten politisch "Aussätzigen" und Bekämpften müssen beim Zahlen der GEZ, sprich der so pauschalisierten Zwangsfinanzierung des u.U. eigenen öffentlich-rechtlichen Prangers, wie gewohnt NICHT draußen bleiben!
Da stören unbotmäßig rechte Stallgerüche wohl nicht;)?
Vielen Dank liebe Frau Sevinc Basad! Bin mittlerweile ein Fan;) ihrer Beiträge! MfG

wohl war, werte Frau Heim.
Bei GEZ Zwangsgebühren ist auch der liberal Konservative ..sorry, der Nazi, gern gesehen.
Wenn die ÖR sich doch so toll finden, dann sollten die sich dem Markt stellen und wie z.B. in Holland "on Demand" anbieten.
Der Bürger kauft oder kauft nicht.
Jede Wette, nach einem Jahr wären die Pleite oder müssten vom Staat , also wieder von uns Steuerzahler, gepampert werden.
Schund lohnt nur dann wenn alle Schund kaufen müssen.

Danke liebe Frau Hein! Alltags bin ich ansonsten gerne bereit für eine entsprechende Qualität durchaus etwas mehr zu zahlen. Allerdings sollte dies, wie Sie sagen in jedem Fall meine alleinige Entscheidung sein. Von der Kirchensteuer kann man sich verabschieden, von der GEZ nur als Sozialhilfeempfänger. Da fällt mir ein, das könnte
eng werden wenn die künftige Klein-Gering-Rentner-Generation ihre Anträge auf Befreiung stellt;)! Alles Gute! MfG

Gisela Fimiani | So, 2. August 2020 - 11:44

Es ist begrüßenswert, dass der Cicero auf Autoren zurückgreift, die um möglichst „objektiven“ Journalismus bemüht sind. Danke, Frau Basad.

Christoph Kuhlmann | So, 2. August 2020 - 11:46

orientiert und nehmen es mit der Wahrheit nicht sehr genau. Auch unterdrücken sie gerne Nachrichten oder versuchen es mit Halbwahrheiten und entsprechen damit den Vorgaben des Deutschen Presserates. Natürlich ist der soziale Hintergrund eines Täters oder Opfers oft relevant. Das Problem ist nur, große Teile des Nachrichtensystems sind ebenso einseitig orientiert, wie des Bildungs- und Wissenschaftssystems, insbesondere in den Geistes-, Gesellschafts- und Medienwissenschaften. Ohne diese Funktionssysteme sinkt aber das Niveau oft ins Bodenlose. Eine differenzierte Kritik an Propagandalügen findet sich dann schnell umgeben von Wutbürgern und offenem Rassismus, der sich vor Schadenfreude nicht halten kann, wenn ein Täter einen Migrationshintergrund hat. Die Beurteilungen im Bildungssystem in den genannten Fächern sind aber weitgehend subjektiv. Die Meinungsfreiheit an den Universitäten ist weitgehend inexistent und die Glaubwürdigkeit der Medien weitgehend zerstört.

Gerhard Schwedes | So, 2. August 2020 - 12:20

Sie fallen mir immer wieder mit Ihren solide recherchierten, äußerst klugen Artikeln auf. Zu dem, was Sie schreiben, braucht man heutzutage viel Mut. Und diesen besitzen Sie in reichlichem Maße. Deshalb mein allergrößter Respekt. Solche Leute braucht das Land - Leute, die die Wahrheit höher erachten als ihre Karriere. Machen Sie weiter so. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Sie dürfen sich der Zustimmung und Unterstützung Ihrer Leser sicher sein. Auf Hundert Schwätzer kommt zuweilen nur ein einziger Charakter. Letzteren repräsentieren zweifellos Sie. Herzlichen Dank.

An die Redaktion. Es wäre an der Zeit, endlich die vielen Grammatik- und Rechtschreibfehler abzustellen. Ein Text wie der vorliegende hat eine solche Schluderei einfach nicht verdient!

Wilfried Düring | So, 2. August 2020 - 14:51

In reply to by Gast

Sehr geehrte Frau Sevinç Basad, ich möchte mich den anerkennenden Worten meiner Mit-Foristen gerne anschließen.
Besonders gefreut habe ich mich auch über Ihren Beitrag im DLF-Streitgespräch, den ich gern verlinke:

https://www.deutschlandfunk.de/judith-sevinc-basad-vs-anatol-stefanowit…

Man stelle sich nur einmal vor, man würde die großartige Lyrik eines Fontane, eines Rilke, eines Ringelnatz, einer Mascha Kaleko sprachlich gendern ...

Auch als 'AfD-naher Schreiber' (Zitat: Mitforist Lenz), möchte ich Ihnen gerne sagen, daß ich Ihre an Kollegin Hayali gerichtete solidarische Geste uneingeschränkt unterstütze (# Ehrenfrau)!

Frau Basad, bitte schreiben Sie noch möglichst lange hier im Cicero.

Marc Schulze-Niestroy | So, 2. August 2020 - 12:34

Für diesen Artikel. Die ganzen Lügen und vor allem der Hass aus der PoMo Bubble sind es wert immer wieder aufgezeigt zu werden. Cicero ist einer der ganz wenigen Medien, die sich um Objektivität bemühen. Man vergleiche nur Herrn Marguiers sehr guten Artikel zur Corona Demo mit dem Schund (kann es nicht anders bezeichnen) in den ÖR, Spiegel und Konsorten.

Piere Sals | So, 2. August 2020 - 12:36

Wieder einmal eine gelungene Zustandsbeschreibung der ÖR, zu deren unfreiwilligen Mitfinanzierung uns die Politik auch noch zwingt. Ein abhängiger Staatsfunk und komfortables Austragsstüberl für Politiker. Ich weiß, dass sich einige Redakteure aus existenziellen Gründen schwerst verbiegen. Rückblickend kann man sagen, das haben die überwiegend Grünen und Linken Akteure mit Besetzung zentraler Positionen ab den 90-ern geschickt eingefädelt.

Heidrun Schuppan | So, 2. August 2020 - 14:46

In reply to by Gast

uns die Politik auch noch zwingt" – Und nicht nur das. Man zwingt uns auch dazu, die Pensionen der dort Beschäftigten zu finanzieren. Als ob wir mit der eigenen Altersvorsorge nicht genug zu tun hätten.

Beate Weikmann | So, 2. August 2020 - 13:09

„Allein dieser Satz regte den ARD-Journalisten Patrick Gensing so auf, dass er einen ganzen „Faktenfinder“ verfasste, in dem er die Aussage nicht widerlegte, sondern Statistiken aneinanderreihte, mit der die Gewalt in Berlin „ Herr Gensing, keine Statistiken, gehen wir doch gemeinsam durch die Straßen und schauen wir uns an was passiert, das nennt sich Realität.

Beate Weikmann | So, 2. August 2020 - 13:22

der wird sogar FSJ lern, die ein 12 qm. großes Zimmer mit Etagen Bad und Küche haben, aus der Tasche gezogen. Das ist so unfassbar, die sollten sich was schämen.

Hanno Woitek | So, 2. August 2020 - 13:37

sehr geehrte Frau Basad,
schon sehr erhellend wie sie Kritik an "Rechts" bewerten. Das hat leider auch durchaus diffamierenden Charakter, und entspricht wahrscheinlich ihrer extrem rechtslastigen Haltung
.

Werner Peters | So, 2. August 2020 - 13:39

Ich teile das DANKE meiner Vor-Kommentatoren, dass CICERO noch so mutig ist und zeigt, wie es um unseren ÖRR wirklich bestellt ist. Traurig nur, dass solche Artikel nichts ändern werden. Die "Haltungsjournalisten" machen weiter wie bisher, weil sie Rückendeckung aller linken Politiker haben.

Michael Andreas | So, 2. August 2020 - 13:44

Man kommt zu dem Eindruck, für Presse, Rundfunk und Cicero gibt es keine journalistische Arbeit mit gründlichen Recherchen und mit Nachfragen mehr, sondern nur noch Attacken auf Basis von Twitter- und Instagram-Nacherzählungen.

Zählen eigentlich noch normale Leute für Politik und Medien, oder nur noch die 0,5%, die sich auf Twitter und Instgram politisch verbreiten?

WD Hohe | So, 2. August 2020 - 15:49

dass Frau Basad mit dergleichen Beiträgen in Berlin nicht Wohn- & Bleiberecht verliert.
Es gibt sie noch, hin und wieder auftauchend, Journalisten, die sich nicht nur träge mit der Strömung treiben lassen. Der/Die Eine oder Andere. Des öfteren hier im Cicero.
Lässt hoffen.

Christian Bartels | So, 2. August 2020 - 16:11

Das waren mir die 3,90€ wert - gute Analyse. Doch was sind die Handlungsempfehlungen und an wen genau?

Bernd Muhlack | So, 2. August 2020 - 16:44

Bei der Lektüre des guten Artikels fiel mir ein anderer Artikel zu diesem Thema ein.
War es nicht ein Kissler?
Gesucht - gefunden!

https://www.cicero.de/kultur/framing-ard-elisabeth-wehling-linguistin-t…

Cicero im Februar 2019.

„Denken und sprechen Sie nicht primär in Form von Faktenlisten und einzelnen Details. Denken und sprechen Sie zunächst immer über die moralischen Prämissen.“

Gestern war Frau Hayali mit einem Team in Berlin, C-19 - Demo.
Der Plot wurde abgebrochen, es sei zu gefährlich.
Beschimpfungen, Beleidigungen, gar Drohungen.
Das ist natürlich daneben, aber dachte Frau Hayali etwa, dass sie mit Blumen und Kamellen überschüttet würde?
Sie ist nicht gerade die Inkarnation objektiver Berichterstattung.

Anne Will, Betina Schausten, Herr Frey und die Kanzlerin. Man schaue sich die Bilder an:
alle strahlen, man kennt sich, man hilft sich.
Und dann knallharte Interviews, brutalst möglicher Journalismus!

ARD und ZDF: da werden Sie geholfen!
Schon gezahlt?

Markus Michaelis | So, 2. August 2020 - 17:10

Ich denke ein Hauptproblem des ÖR ist, dass er, zumindest in weiten Teilen, die neue Vielfalt, die durch Migration, Globalisierung und die ohnehin immer laufenden Veränderungen, nach Deutschland gebracht wird, nicht mehr adäquat abbilden kann.

Es wird versucht alles durch eine biodeutsch dominierte Brille der 90er und 0er Jahre zu sehen, bei der nach dem Sieg über den realen Kommunismus sich alle in den universellen Menschheitswerten einig waren (oder zumindest langsam in diese Richtung marschierten). Die Stellen im ÖR dürften zu 90% mit diesem Denken besetzt sein.

Mit der Vielfalt und der Änderung des Denkens, wie es in der Welt auftritt, kommt diese eingeschränkte Sicht schwer zurecht. Die zwangsläufig auftretenden Reibungen und Ungereimtheiten drücken sich dann in vielen skurrilen Abwehrkämpfen aus.

Vielleicht ist es doch so, dass es eine klar-universell-progressive Linie gibt und der ÖR gegen ewiggestrige Beharrungskräfte voranschreitet. Ich glaube aber eher nicht.

Manfred Sonntag | So, 2. August 2020 - 17:57

Ich bin begeistert, Frau Sevinç Basad! Ich bin der Auffassung, dass wir uns ohne Not immer mehr zu einer totalitären Gesellschaft entwickeln. Im Forum klingt es schon an, die "Medienschaffenden" des Mainstreams diktieren immer mehr den Politikern die Richtung. Aus Angst vor Ächtung und Untergang spielen die meisten Volksvertreter dann das Spiel mit. Aber was hat das noch mit Demokratie zu tun? Die Politiker werden vom Souverän gewählt, geraten dann aber in eine Abhängigkeit von "neulinken" Eiferern in den Medien, deren ideologisches Bekenntnis bekanntlich von ~75% zu RRG getragen wird. Um ihre Doktrin durchzusetzen werden dann schauderhafte Ketzerverfolgungen mit anschließender medialer Hexenverbrennung veranstaltet. Die Gebrandmarkten verlieren Alles, ohne die kleinste Chance zur Wiederherstellung der Ehre. Der identitätspolitische Blockwart hat sich zum Zuchtmeister der Ideologen, leider nicht nur in den ÖR-Redaktionsstuben, hochgearbeitet.

Hans Schäfer | So, 2. August 2020 - 18:28

Frau Basad, Sie trauen sich was. Ich hoffe nur, dass Ihnen aus dem Bericht keinStrick gedreht wird.
Ich befürchte, dass lässt sich die Meinungsmachungsindustrie nicht ungestraft gefallen. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Brigitte Simon | So, 2. August 2020 - 18:43

Wunderbar und kristallklar Ihre Worte und Beur-teilungen liebe Frau Basad.
Bleiben Sie uns bitte gewogen!
MfG

Armin Latell | So, 2. August 2020 - 18:49

ohne wenn und aber: meine volle Zustimmung. Sie haben es direkt auf den Punkt gebracht. Dass Sie die Schmuddelkinder auch noch beim Namen nennen, ist sehr erfreulich. Leider weiß ich aus eigener Erfahrung, dass die allermeisten Konsumenten dieser Manipulatoren im Regierungsauftrag jegliche Lüge, Lücke für bare Münze nehmen und sich vollumfänglich informiert glauben, wenn sie nach 20:15 Uhr ihren Tatort anschauen. Von einem Framing Manual hat man noch nie etwas gehört, geschweige denn, man wüsste, was das überhaupt sein soll. ARD, ZDF und msm, waschen das Hirn nicht nur sauber sondern rein.

Dr. Hermann-Josef Stirken | So, 2. August 2020 - 20:32

Ich persönlich schaue nur gelegentlich ör Fernsehen Die Diskrepanz zwischen der eigenen Wahrnehmung und der Berichterstattung ist zu groß Diese erscheint einseitig links grün. Selbst die Kulturzeit versäumt es nicht , bei jeder unpassenden Gelegenheit politisch gegen Rechts auszuteilen Das ist keine objektive und sachliche Berichterstattung mehr, sondern Propaganda. Deshalb freue ich mich, dass es Journalistinen / en gibt , die solche Missstände sachlich und gut recherchiert anprangern und beleuchten Der Cicero ist mit Ihnen aber auch Dr Grau gut vertreten

Fritz Elvers | So, 2. August 2020 - 21:42

wieviel Lebenszeit man ohne Glotze gewinnt.

Kritiker und „Salons“, wollen ja auch als „taste- makers“ anerkannt werden. Sie beanspruchen ebenso kulturelle Bestätigung von den von ihnen selbst hervorgebrachten Erzeugnissen oder der Urteile, die sie über kulturelle Erzeugnisse anderer fällen. Sie vermitteln auch kulturelle Richtungen, die von individuellen Interessen geleitet sind.

Neulich habe ich einen ganz hervorragen Beitrag auf „arte “gesehen, die die Kultur- und Entwicklungsgeschichte der Städte Amsterdam, London, New York: Weltstädte (4/4) thematisiert hat. Das hatte im besten Sinne kulturelle Substanz- in Bild, Ton und Manuskript.

P.S.: Meine Überzeugung ist ja, dass Meinungen Kenntnisse nicht ersetzen können. Die Fakten müssen stimmen.

Kai-Oliver Hügle | Mo, 3. August 2020 - 07:59

Ihr Beitrag ist zu lang und 1000 Zeichen zu wenig, um all die Ungenauigkeiten zu beleuchten. Daher nur drei Anmerkungen:

1) Im Gegensatz etwa zu einer Nachrichtensendung handelt es sich bei "Panorama" um ein Magazin, das ausschließlich Meinungsbeiträge produziert. Der Anspruch journalistischer Objektivität wird dort nicht erhoben! Den stellen Sie an Ihre Kolumne ja offensichtlich auch nicht. Sonst würde diese wohl kaum als "Triggerwarnung" firmieren.

2) Sie betreiben "Gesinnungsjournalismus", wenn Sie den Fall Bohnert noch immer nur auf "zwei Likes" verengen und sich auf einen Blogger wie "Don Alphonso" beziehen. Bohnert ist auch aufgrund fragwürdiger Äußerungen und Auftritte unter Druck. Hinzu kommt: Er hat sich als etwas ausgegeben, was er gar nicht war: "Leiter Social Media". Schon allein deshalb war er nicht haltbar.

3) Finden Sie sowas hier:

https://www.fr.de/politik/als-wuerde-ich-permanent-in-den-abgrund-schau…

..."amüsant" oder "besonders amüsant"?