Antisemitismus auf deutschen Straßen - Ross und Reiter nennen

Wegen des Gaza-Konflikts kommt es in Deutschland vielerorts zu Anti-Israel-Demonstrationen, teilweise mit offenem Juden-Hass. Aber Medien wie die „Tagesschau“ behaupten, man wisse nicht, wer daran beteiligt ist. Dabei sprechen die Bilder eine klare Sprache. Wir erleben die Folgen eines eklatanten Politikversagens.

Palästinenser-Demo in Berlin-Neukölln am Samstag / picture alliance

Autoreninfo

Michael Sommer lehrt an der Universität Oldenburg Alte Geschichte. 

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Michael Sommer

Die israelische Journalistin Antonia Yamin gibt dem Sender RTL ein Interview. Plötzlich ein lauter Knall, die Reporterin zuckt zusammen, Bodyguards sind zur Stelle und schirmen sie ab.

Dies sind keine Bilder aus einem Bürgerkriegsgebiet, sie kommen mitten aus Berlin, wo sich am 15. Mai gleich zwei Demonstrationszüge am Hermannplatz auf den Weg gemacht haben. Der eine zieht zum Rathaus Neukölln und verläuft weitgehend friedlich, der zweite mit 3.500 Teilnehmern eskaliert in Straßenschlachten. Zu dieser Demonstration hat die extremistische Organisation Samidoun Deutschland aufgerufen, die der „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ (PFLP) nahesteht.

Der 14. Mai ist der Unabhängigkeitstag Israels. Den Tag danach, an dem das britische Mandat erlosch, begehen die Palästinenser traditionell als Nakba-Tag, als „Tag der Katastrophe“. Dieses Jahr fällt der Tag mit den Raketenangriffen der Hamas auf Israel und schweren Unruhen in Israel und im Westjordanland zusammen.

Der Nahe Osten ist in Aufruhr, doch Deutschland ist es auch. Bereits am Mittwoch versammelten sich vor der Synagoge in Gelsenkirchen rund 150 Menschen zu einer unangemeldeten Demonstration und skandierten unter anderem „Scheiß Jude! Scheiß Jude!“. Die Polizei war vor Ort, schritt aber nicht ein.

Hagener Stadtverwaltung hängt Israel-Flagge ab

In Hagen hängte die Stadtverwaltung eine israelische Fahne ab, die vor dem Rathaus gehisst worden war, um an den Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel am 12. Mai 1965 zu erinnern. In Solingen, Bonn und Münster wurden israelische Flaggen verbrannt, in Düsseldorf gab es einen Brandanschlag auf ein Synagogen-Denkmal, in Mannheim wurde die Scheibe einer Synagoge eingeschlagen. 

Antiisraelische Demonstrationen fanden auch in vielen anderen deutschen Städten statt. Vielerorts blieben sie friedlich, manchmal, wie in Stuttgart und Köln, wurden Anordnungen der Polizei missachtet, die Stimmung war aufgeheizt, es kam zu Rangeleien. Rufe für ein „freies Palästina“, gegen vermeintliche israelische „Apartheid“ und gegen den Zionismus vermischten sich mit unverhohlen judenfeindlichen Parolen. „Stop Jewish supremacy in Palestine“ steht auf der gelben Weste eines Mannes in Berlin. Terror wird als Widerstand verharmlost.

Kurzum: Es sind die typischen Ingredienzien eines toxischen Antisemitismus, der sich zur Tarnung das fadenscheinige Mäntelchen der Israelkritik übergeworfen hat, und manchmal eben nicht einmal das. Die Tagesschau twitterte nach dem Angriff auf die Synagoge in Gelsenkirchen, man wisse nicht, wer daran beteiligt war. Wissen wir wirklich nicht, wer hier militanten Judenhass auf Deutschlands Straßen trägt?

Die Bilder sprechen eine andere Sprache. Die große Mehrheit der Demonstranten gehören der muslimischen Migrantencommunity an, die Organisatoren kommen aus dem Dunstkreis von Hamas, PFLP und Muslimbrüdern, wie die Welt berichtete. Es wurden neben palästinensischen Flaggen die Fahnen der Türkei und Algeriens geschwenkt. Unterstützung erhält dieses Milieu aus den Reihen des schon länger hier lebenden Linksextremismus: Abordnungen von MLPD und SDAJ, der DKP-Jugendorganisation, waren ebenfalls an ihren Fahnen zu erkennen.

Die Leisetreterei ist verstörend

Und weil wir eben ganz genau wissen, welches Deutschland da gegen die jahrzehntelang verfochtene Maxime jeder Bundesregierung andemonstriert, das Existenzrecht Israels kompromisslos zu verteidigen, verstört die Leisetreterei, mit der Politik und Medien auf den auf die Straßen getragenen Judenhass reagieren. Die Tagesschau ist mit ihrem ostentativen Nichtwissen nicht allein. Auch der Bundespräsident, der klarstellt, man werde keinen Judenhass dulden, vermeidet es, Ross und Reiter zu nennen.

Erinnern wir uns: Das war 2019, als der Rechtsextremist Stephan B. die Synagoge in Halle angriff und im Verlauf der Tat zwei Menschen tötete, noch ganz anders gewesen. Umgehend – und zurecht! – suchte man nach den „geistigen Brandstiftern“ (der bayerische Innenminister Joachim Herrmann) und wurde auch sehr schnell konkret. Natürlich waren die vermeintlichen Biedermänner am rechtsextremen Rand zu suchen. Lautstark stimmte damals übrigens auch die Ditib in den Chor der Rufer nach Konsequenzen ein.

Wer sich jetzt mit der fadenscheinigen Begründung, man wisse ja nicht, wer hinter dem Judenhass im Mai 2021 stecke, bequem zurücklehnt und den Dingen ihren Lauf lässt, wird früher oder später Verhältnisse ernten, wie sie schon jetzt in Frankreich herrschen. Wer sich aus Angst vor dem ubiquitären Rassismusvorwurf Scheuklappen aufsetzt, wird jüdischen Kindern, die an Schulen drangsaliert werden, und Männern, die auf offener Straße angespuckt werden, weil sie eine Kippa tragen, nicht helfen können. Wer jetzt kneift, trägt die Verantwortung dafür, wenn die Dinge außer Kontrolle geraten.

Der Wahrheit ins Auge sehen

Wenn wir uns hingegen der Verantwortung stellen und dafür sorgen wollen, dass Deutschland für Juden ein sicheres Land ist oder wieder wird, dann müssen wir der Wahrheit ins Auge sehen, dass die Integrations- und Migrationspolitik der letzten Jahrzehnte krachend gescheitert ist. Eine signifikante Minderheit muslimischer Einwanderer hat sich erschütternd wenig davon beeindrucken lassen, dass die Staatsräson unseres Landes lautet: nie wieder Auschwitz. Ihre Ohren sind taub für alle volkspädagogischen Versuche, die Identität des guten Deutschland auf den Holocaust und möglichst ihn allein zu gründen, dafür aber weit offen für die Einflüsterungen fundamentalislamischer Prediger oder neo-osmanistischer Demagogen.

Wenn wir das ändern wollen, müssen wir dringend positive Identifikationsangebote für integrationswillige Einwanderer schaffen, ex negativo lässt sich keine Bürgergesellschaft bauen. Und den Integrationsunwilligen unter denen, die an unsere Tür klopfen, müssen wir klar sagen, dass wir sie hier nicht wollen.

Natürlich ist das unbequem, weil es ein eklatantes Politikversagen nicht nur in den letzten zehn oder 20, sondern im Grunde in den vergangenen 50 Jahren sichtbar macht. Es ist aber unerlässlich, wenn wir alle gemeinsam in Deutschland friedlich miteinander leben wollen.

Antonia Yamin ist in Berlin nicht zum ersten Mal mit Knallkörpern attackiert worden, weil sie Hebräisch sprach. Deutschland sollte alles unternehmen, damit dieses Mal das letzte war.

 

Gegendarstellung

Zu dem im Gastbeitrag von Michael Sommer „Antisemitismus auf deutschen Straßen – Ross und Reiter nennen“ vom 16.05.2021 und der Behauptung, Abordnungen u.a. der MLPD seien auf sogenannten Anti-Israel-Demonstrationen, bei denen judenfeindliche Parolen gerufen worden seien an ihren Fahnen erkennbar gewesen, stellen wir folgendes fest: 

„Abordnungen der MLPD haben sich an keinen Demonstrationen beteiligt, bei denen judenfeindliche Losungen verbreitet und/oder judenfeindliche Äußerungen getätigt wurden, insbesondere auch nicht an der Demonstration vom 15. Mai in Berlin.“

Gelsenkirchen, den 02.06.2021

Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)
- Zentralkomitee -  
Klaus Dumberger,
Parteigeschäftsführer

 

Werner Peters | So, 16. Mai 2021 - 18:27

Ist ja nicht das erste Mal, dass die tagesschau negativ konnotiert wird. Aber als Staatssender muss sie natürlich regierungstreu berichten. Und Seehofer hat ja gesagt, die größte Gefahr ginge vom Rechtsextremismus aus. So sind ja auch seine Statistiken. Da passt es nicht ins Narrativ, wenn die Judenhasser sich vorwiegend aus der anderen Seite des politischen Spektrums rekrutieren. Das verschweigt man dann halt. Aber gaaanz wichtig: immer die salbungsvollen Reden von Steinermeier, Merkel, Maas und Co bringen, die vom Existenzrecht Israels reden, aber nicht danach handeln.

Jürgen Waldmann | So, 16. Mai 2021 - 20:13

In reply to by Werner Peters

Herr Seehofer wurde von einem Klinikchef aus Ingolstadt als Pflaumenaugust , der an der Grenze zur Debilität schrammt benannt . Dessen Aussagen sind nicht der Rede wert . Dass aber das ÖRR unverhohlen judenfeindliche Parolen als Widerstand verharmlost , das ist Meinungsbildung nach Art des Hauses . Wer sich die Fotos ansieht , die von dem Terror auf unseren Strassen gezeigt wird , der sieht , wenn er sehen will , dass hier keine Bürger anwesend sind , die in Deutschland geboren wurden , oder die eindeutig den bunten Parteien angehören . Die große Mehrheit gehört zum muslimischen und dem linksextremen Community an .
Abordnungen von MLPD und SDAJ, der DKP-Jugendorganisation, waren ebenfalls an ihren Fahnen zu erkennen , was das ÖRR anscheinend nich erkennen kann .

und dem linksextremen Community an."...den absoluten Vogel, hat ja nun der stellvertretende CSU-Vorsitzende, Manfred Weber abgeschossen. Er behauptet frank und frei: „Radikale wie die AfD“ in Deutschland oder die Partei von Marine Le Pen in Frankreich hätten Grenzverschiebungen beim Antisemitismus befeuert.Es wäre eine Überlegung wert, dass die EU-Staaten gemeinsam prüfen, ob Hetze gegen Religionen in geeigneter Form ein Straftatbestand in allen Ländern werden sollte.

Die Geschichte und Fakten dürfte Herrn Weber egal sein. Hauptsache er hat gegen den politischen Gegner geschossen.
Das die Zahl der Antisemiten muslimischen Glaubens in Deutschland steigen, weil 2015 die Grenze (dank Merkel) gefallen ist, schein er gern zu vergessen.

Auch ein Herr Roderich Kiesewetter hat,nur etwas eleganter,gesagt das natürlich aber natürlich die Protestanten vom Wochenende sich lediglich ein negatives Beispiel nähmen an AFD und,haha,"Nazis",oder so.Die Sprachregelung der 150% Merkelisten.Der geschworene Merkelist mag die "Biodeutschen" Wähler nicht besonders.Er will spalten,ausgrenzen und bei seinen tatsäächlichen Feinden liebedienern.Ein schlechter Mensch,solch ein Hundertfuffzigprozentiger.

"Es wäre eine Überlegung wert, dass die EU-Staaten gemeinsam prüfen, ob Hetze gegen Religionen in geeigneter Form ein Straftatbestand in allen Ländern werden sollte." Das wäre ein Blasphemie-Gesetz und ich weiß jetzt schon, wer das in seinem Sinne nutzen wird!! Bis zu unserer Auslöschung!! BLOSS NICHT!!! Aber das paßt zur islamophilen EU.....

Reinhold Schramm | Mo, 17. Mai 2021 - 08:06

In reply to by Werner Peters

Zwei Lösungen:

►1. Die Gründung eines bürgerlich-demokratischen und gleichberechtigten palästinensisch-israelischen Staates auf dem heutigen Territorium beider Bevölkerungen.

►2. Das deutsche Bundesparlament und die Bundesregierung erklärt sich bereit, eine Million Palästinenser und Familien aufzunehmen. Die sprachliche, schulische und berufliche Bildung zu gewährleisten. Die kulturelle und gesellschaftliche Integration für alle Migranten zu ermöglichen. Dazu gehört auch eine auskömmlich bezahlte Erwerbsarbeit für alle palästinensischen Migranten: Mädchen und Jungen, Frauen und Männer.

PS: Dazu gehört auch die umfängliche und dauerhafte Gewährleistung der gesundheitlichen und sozialen Absicherung und Bereitstellung für menschenwürdige Wohnungen für alle aufgenommenen palästinensisch-arabischen Familien in Deutschland.

●, alle arabischen Staaten und Golf-Monarchien müssten sich dauerhaft an den jährlichen Milliardenkosten in Deutschland beteiligen [50. Mrd. Euro]!

Alle linksgrünen Moralisten und Israelhasser geben ihren Pass ab und wandern zur Unterstützung der Palästinenser nach Gaza. Helfen von da aus nicht nur mit dem Mund, sondern mit eigenem Körpereinsatz am Aufbau dieses und natürlich aller anderen Staaten mit, die durch die Existenz Israels Nachteile erfahren mussten.
Viel Spaß dabei. Es wird Generationen dauern. Aber D kann durchatmen und die restlichen Vernünftigen hier können aufräumen.
Aber Achtung. Das friendly fire der Hamas haut so ca. 50 % eigene Leute aus den Socken. Aber das Opfer werden die Moralisten doch bringen. Oder?

Monika Frommel | Mo, 17. Mai 2021 - 11:57

In reply to by Werner Peters

Es ist doch klar, dass Migranten aus Ländern, die gegen Israel sind, die Besatzungspolitik Israels kritisieren. Dass Abass nichts tut für die Palästinenser und dass die Hamas die Lage verschlechtert, das sehen diese jungen Muslime, aber sie sind ohnmächtig und schalten auf Hass. Antisemitisch ist ds nicht. Es ist schlicht die Folge der unlösbare Zustände in dieser Region. Keine der Parteien ist offen für Lösungen.

Günter Johannsen | So, 16. Mai 2021 - 18:28

Keine Tabus mehr! Sonst bekomme ich den Eindruck, die Medien sind angehalten, eine falsche Spur legen. Es sind diesmal nicht Rechtsradikale, sondern eindeutig Judenhasser aus dem Islamismus: Palästinenser, Syrer, Türken -- und auch rote Fahnen von deutschen Linksextremisten sind zu sehen! Warum nennt man diese menschenverachtenden Rassisten nicht beim Namen? Dieses Tabu gilt es zu brechen, sonst brennen bald nicht mehr nur Fahnen, sondern auch jüdische Mit-Menschen. Denn das Judentum gehört wie das Christentum zu Deutschland! Schon im letzten Sommer waren solche bösen Zeichen zu sehen. Auf deutschen Straßen wurde von muslimischen Demonstranten „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“ skandiert (in Gelsenkirchen), „Kindermörder Israel“ (Frankfurt am Main) oder „Jude, Jude, feiges Schwein“ und „Scheiß-Juden, wir kriegen euch“ (Berlin). Die Polizei schaute nur zu. Das Kind muss beim Namen genannt werden: Hass und Islamismus! Unser Staat muss endlich konsequent handeln, nicht nur reden!

Diese Leute gehören auch zu Deutschland, man will es nur nicht wissen. Vergleichbar den kriminellen arabischen Clans, die man genauso jahrzehntelang ignorierte. Ich würde das nur nicht so hoch hängen, wie Sie. So wie Rechtsextreme ihr Ding machen, ist es auch auf dieser Seite der hiesigen Bevölkerung: Jetzt sind sie halt da, demonstrieren und rufen ihre Slogans. Scholl-Latour sagte: Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta. Das stimmt kurzfristig und langfristig, wenn keine Integration erfolgt. Meine Vermutung ist, dass die Palästinenser, die ja nicht 2015 kamen, eine weitere Altlast bundesdeutscher Politik sind. Bei den Deutsch-Türken geht bsw seit Erdogan in Richtung Islamismus fährt, die Integration zurück, der er ja auch aktiv entgegen wirkt. Man schaut auch da bis heute nur zu, oder hilft sogar mit. Aus uns allen bekannten politischen Gründen.

Eben das ist das Problem, unser Staat handelt gerade im Hinblick auf das Migrationsproblem und die zugewanderten Islamisten eben nicht konsequent sondern knickt ständig ein. Henryk M. Broder thematisierte dieses Problem schon vor Jahren in seinem Buch "Hurra, wir kapitulieren". Genau das ist eingetreten, die Politik ergeht sich in folgenlosen Sprechblasen, lässt aber keine Gelegenheit aus, sich bei Abstimmungen in der UN gegen Israel zu positionieren, die sogen. Leitmedien ergehen sich in Worthülsen, um nicht die Urheber der Unruhen nennen zu müssen und verdrehen die Tatsachen, so dass bei vielen die Vermutung aufkommt, Israel sei der Aggressor und nicht die Hamas.

Günter Johannsen | So, 16. Mai 2021 - 18:37

PLO und RAF waren seinerzeit Kampfgenossen und wurden von der finanziellen und strukturellen Unterstützung des DDR-MfS zum Töten befähigt. Hat die alte "Liebe" hat bis heute überlebt? Der Linke Antisemitismus lebt auf und wächst, getarnt als Kampf gegen Unterdrückung der Palästinenser. Deshalb die roten Fahnen der Linksextremisten?! Aber die eigentlichen Absichten teilen die Kampfgenossen auch heute noch: "Hamas, Hamas, Juden ins Gas" skandierten Palästinenser in Berlin, Frankfurt und Gelsenkirchen ungehindert und ungestraft! Und tun sie es wieder ... Was soll ich da denken? Regierung Handlungsunfähig!

Ernst-Günther Konrad | Mo, 17. Mai 2021 - 08:25

In reply to by Günter Johannsen

Alles was Sie schreiben stimmt. Ich las vorgestern diesen Artikel im Focus, der jetzt inzwischen versteckt ist und nur durch dezidierte Suche zu finden war.
https://www.focus.de/kultur/gesellschaft/folgen-des-nahost-konflikts-df… - ein Interview dass die Dinge klar beim Namen nennt. "Die Frankfurter Professorin Susanne Schröter als Interviewpartnerin ist Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam. Sie wirft der Politik vor, den Antisemitismus in muslimischen Gemeinden seit Jahren auszublenden."
Die Zündschnur brennt schon lange und die Politik versucht sie auszupusten.
Einige wenige Medien berichten zögerlich, andere verweisen sofort auf die Rechtsextremisten. Wegen Ordnungswidrigkeiten Maske/Abstand werden Demos aufgelöst. Wenn Volksverhetzung skandiert wird und viele andere Straftaten begangen werden kann man "nichts" tun. Warum wohl? Das importierte zusätzliche Problem des Antisemitismus würde unweigerlich zu der Frage führen: "Warum schaffen wir das nicht?"

Für manche Foristen geht die Vergangenheit nie vorbei.

Selbstverständlich gibt es linken Antisemitismus, der sich meist hinter dem angeblich Einsatz für Palästinenser versteckt.

Mittlerweile haben alle demokratischen Parteien, einschliesslich Herrn Johannsens Lieblingspartei "Die Linke", die Überfälle der terroristischen Hamas klar verurteilt.
Dagegen kam von der AfD ausgesprochen wenig. Auf der Internetseite der Partei findet man? Richtig. Nichts. Meuthen und Gauland haben sich bislang hauptsächlich auf Warnungen vor Zuwanderung aus dem Nahen Osten beschränkt. Ob das auch jüdische Flüchtlinge (z.B. nicht-europäischer Herkunft) einschliesst, ist anzunehmen.

Ausgerechnet der FDPler Strasser bringt es im "Focus" auf den Punkt:
„Kämpfer gegen Antisemitismus sind diese Leute immer nur dann, wenn man ihn als Legitimation zur pauschalen Diffamierung von Muslimen nutzen kann. Parallel werden antisemitistische Umtriebe in der AfD einfach geduldet.

Wie praktisch.

Herr Lenz, was die AFD macht ist doch völlig egal, wie auch immer sie sich dazu positioniert, es ist verkehrt! Aber Sie haben erfolgreich die drei Buchstaben in einem Kommentar untergebracht und das ist doch die Hauptsache und Teil ihrer Lebensqualität! Trotzdem werden auch sie in nicht ferner Zeit vor den Trümmern ihrer Idiologie stehen!

Romuald Veselic | So, 16. Mai 2021 - 18:38

Welt einmalig u. beispiellos. In Ländern östlich der Oder, kennt man diesen Hass u. Zerstörungswut o. Unruhen nicht.

Z1 In Hagen hängte die Stadtverwaltung eine israelische Fahne ab, die vor dem Rathaus gehisst worden war, um an den Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen D und Israel am 12. Mai 1965 zu erinnern.
Attest: krankhafte Feigheit u. Charakterlosigkeit.

Z2 Die Tagesschau twitterte nach dem Angriff auf die Synagoge in Gelsenkirchen, man wisse nicht wer daran beteiligt war.
Typisch D-Labersender.
Simulierte Nichtahnung der D-Medien.

Silvester 2015 - Domplatte/K - es dauerte 6 Tage, bis man den Massenraub und Vergewaltigung endlich zugab, sowie die Täter ethnisch nannte. Die politische Kaste trägt die volle Verantwortung für diese hässliche u. asoziale Zustände. Unfähig, unverantwortlich, unduldsam, Wirklichkeitsverweigerer.
D-Politiker u. privilegierte Ja-Sager Parvenüs spalten Europa. Man sollte sie für strafbare Untätigkeit anklagen und aburteilen.

Manfred Sonntag | So, 16. Mai 2021 - 18:52

Prima, Herr Sommer. Sie zitieren unsere linksliberalen Eliten vorzüglich mit der nur dem Establishment eigenen "Unwissenheit" (Wir wissen ja nicht ...). Vor 4 Wochen fand in Berlin eine andere Demonstration statt. Da scheuten weder die Polizei noch ihre Auftraggeber im Senat vor brutalster Gewalt, auch gegen Omas, zurück (https://reitschuster.de/post/mit-faeusten-gegen-die-demokratie-so-bruta…). Beim Vergleich der Demos und der Reaktion der Polizei ist das Ziel unserer politischen "Würdenträger" deutlich erkennbar. Den einen wird von der Schickeria mittels Hass und Hetze Antisemitismus unterstellt obwohl sie gewaltfrei mit Juden und anderen Konfessionen Gott um Frieden und Freiheit bitten. Die anderen können ihre antisemitischen Gewaltfantasien ungestraft und ohne Verbote auf der Straße ausleben. Der Antisemitismus unserer Lifestyle Linken von RRG&S wird bei dem Vergleich deutlich sichtbar!

Wie sagte A. Solchenizyn? "Ein marxistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert!"

Wilfried Düring | Mo, 17. Mai 2021 - 08:50

In reply to by Günter Johannsen

Die 'friedlichen' Deonos zeigen in aller Deutlichkeit:

* 'Integration' der 'jungen Männer' arabischer Herkunft ist vollständig gescheitert.
* Anti-Judaismus und Anti-Semitismus wurde importiert
* ÖRR vertuscht und verharmlost dies und befördert diese Zustande noch
* Große Teile der politischen Linken stehen auf der Seite der Antisemiten; insbesondere Jusos und Grüne Jugend
* auf den Demos gibt es keine Hygieneregeln, Corona spielt absolut keine Rolle

=> Schluß mit lustig. Die randalierende Judenfeinde gehören - soweit volljährig und männlichen Geschlechts - ohne Rücksichten in ihre Herkunftsländer abgeschoben.
Die haltlosen Zustände und die immer gleichen Phrasen der Appeasement-Politiker und -Journalisten zeigen, wie absolut berechtigt die mahnende Briefe und Worte der patriotischen französischen Offiziere waren!
Für Deutschland gelten deren Worte ebenfalls.

Markus Michaelis | So, 16. Mai 2021 - 18:58

Das Problem ist denke ich, dass die Politik, die großen Medien, Kirchen, das staatstragende Bürgertum, politische Jugend etc. dazu kein Konzept haben - insofern liegt ein gewisses Scheitern vor. Es sind (im Wesentlichen) alles tolle Menschen, so wie fast alle Menschen im Wesentlichen erstmal toll sind, mit fast allen kann man sehr gut befreundet sein, man kann die Beweggründe der meisten Menschen verstehen. Die Menschen machen nichts anderes als in ihrer alten Heimat auch, und so waren sie hier willkommen.

"Unser" Konzept dazu ist Offenheit, Diskriminierung beseitigen und der Kampf gegen Rechts. Aber reicht das? Beschreibt das wirklich die Welt, die Menschen und all die widersprüchlichen Sichtweisen. Ich nehme es so war, dass "Wir" ganz klar gegen rechts stehen und ansonsten einfach fest davon ausgehen, dass Menschen sich unseren Werten anschließen, wenn man ihnen nur offen gegenübertritt, einfach weil unsere Werte richtig sind. Aber halten andere nicht ihre Sicht für richtig?

Karl-Heinz Weiß | So, 16. Mai 2021 - 19:06

Leider scheut sich die Bundesregierung, den Drahtzieher hinter den Aktionen der Hamas zu kritisieren: den Iran. Dessen klare Strategie mit Waffenlieferungen ist es, den Annäherungsprozess mehrerer arabischer Staaten gegenüber Israel zu torpedieren. Wie seit 1948, werden die Palästinenser wieder als Verfügungsmasse behandelt. Zu einer Berichterstattung im ÖRR sollte es gehören, auf solche Aspekte hinzuweisen.

Christa Wallau | So, 16. Mai 2021 - 19:08

und die Fakten nach gusto bis zur Unkenntlichkeit zurechtstutzen -
das wissen wir doch alle längst!
Wozu sich also jetzt besonders aufregen?

Eines muß man unserer Regierung und den Medien doch wirklich lassen:
Sie bleiben sich treu!

Dieter Schimanek | So, 16. Mai 2021 - 19:20

Das berichtete soeben der WDR. Demos friedlich, kein Judenhass alles völlig normal. Dazu wurde gezeigt wie die Buchstaben der Mohren Apotheke abmontiert wurden und der Inhaber volles Verständnis zeigte. Die "Welt" zeigte allerdings ein anderes Bild des Geschehens und auch die FDP merkt so langsam das mit dem ÖRR etwas nicht stimmt.

Sehen wir es mal so: Das ÖR hat es mit seiner Schamlosigkeit inzwischen so weit getrieben, dass nun außer der merkelsotollfindenden Oma oder der grünen loftbewohnenden Beamtin inzwischen alle gemerkt haben, dass er intellektuell und ethisch am Ende ist.

Klaus Damert | So, 16. Mai 2021 - 19:21

Ich finde diese extreme Judenfeindlichkeit der "noch nicht so lange hier Lebenden" abscheulich, alle Juden haben mein Mitgefühl. Es geht aber nicht darum, dass nur die Juden in D frei leben können - sie sind Staatsbürger wie alle nichtjüdischen Deutschen - es geht darum, dass j e d e m Deutschen die in der Verfassung verbrieften Grundrechte garantiert werden. Sich nur auf den Schutz der Juden zu konzentrieren ist eine Bankrotterklärung des Staates - und nicht einmal diese doch recht überschaubare Aufgabe kann er lösen. Ich vermute mal, dass etlichen jüdischen Mitbürgern diese ihnen aufgetragene Sonderrolle auch nicht so gerne spielen werden. Also: die verbrieften Grundrechte gelten für a l l e Bürger gleichermaßen.

Es gibt zweifellos einen neuen Antisemitismus, der auch in Nachbarländern wie Frankreich ausgeprägt ist, eine feindselige Einstellung, die nicht von Deutschen oder Franzosen ausgeht, sondern eindeutig von Einwanderern aus dem arabischen Kulturkreis. Die Frage ist in der Tat berechtigt, weshalb dies oft nicht benannt wird; wovor hat man Angst?

Danke für die schlüssige, aussagekräftige Klarheit.
Nur Deutschland u. Frankreich, 2 Europaländer, die solche Probleme mit islamischen Migranten haben, die durch militanten Antijudaismus=Rassismus/Hass einen Höhepunkt erreichten, die an SA-Horden des 3-en Reiches erinnern.
Ich frage mich; warum in Visegrad Staaten resp. Skandinavien solche destruktiven Mobs nicht gibt's? Woran liegt das?
Ist die D-Politnomeklatura m. ihrer unfähigen Exekutive & dämlichen Maßmedien schon so verkommen, dass sie zwischen Sein und Nichtsein nicht mehr unterscheiden kann?

Gisela Fimiani | So, 16. Mai 2021 - 21:14

„In Deutschland hat man den Juden den Holocaust nicht verziehen.“ Der Satz findet Bestätigung durch die verlogenen Phrasen und (Nicht-) Taten einer politischen und medialen Kaste, die sich nun auf Umwegen eines judenfeindlichen Mobs bedient, um ihren eigenen Antisemitismus zu verschleiern. Nicht nur „verstörend“ ist diese „Leisetreterei“. Sie ist feige, geschichtsvergessen und zutiefst scham- und gewissenlos.

Von welcher Autorin war dieser Satz nochmal, liebe Frau Fimiani?
Allerdings glaube ich nicht, dass die politische und mediale Kaste ihren eigenen Antisemitismus verschleiert. Es ist eher Hilflosigkeit, der judenfeindliche Mob wurde, eigentlich als Hilfeleistung, aufgenommen und lebt jetzt hier. Dieser Mob ist mit fanatischer Judenfeindlichkeit aufgewachsen und es herrscht Krieg, der von ebensolchen Judenhassern skrupellos vom Zaune gebrochen wurde. Dieser Haß verballert jeden Verstand, falls jemals vorhanden.

Vielleicht ist es ja nur eine Wunschvorstellung, aber in Deutschland ist Antisemitismus nur noch unbelehrbaren Alt- und Neu-Nazis vorbehalten.

sei dahingestellt, doch dass die inzwischen beinahe schon routiniert-mechanisch ablaufenden Gedenkanlässe zum dunkeltesten Kapitel der deutschen Geschichte und die seltsam verhaltenen Reaktionen selbst auf - in der Jetztzeit - ganz offen demonstriertem Judenhass misstrauisch machen, was die Läuterung von dem diesem Hass zugrunde liegenden Gedankengut, unabhängig davon, von wem er im Einzelfall ausgeht, betrifft, ist unbestritten. Wie sich dieses Phänomen erklärt, darüber - jenseits der bekannten historischen Fakten - einmal vertieft nachzudenken, dürfte sich jedenfalls lohnen. Namentlich auch vor dem Hintergrund der nicht nur in Deutschland gerne beschworenen Vision von künftig "wahrhaft" multikulturellen Gesellschaften, zu denen sich europäische Staaten entwickeln sollen. Und das allem voran in Form von Integrationsangeboten, die weitergehen müssten als bisher gemeinhin der Fall. Inwieweit das in der breiten Bevölkerung auch mehrheitsfähig ist, ist eine andere und offene Frage.

gabriele bondzio | So, 16. Mai 2021 - 22:19

auf die Synagoge in Gelsenkirchen, man wisse nicht, wer daran beteiligt war."... hallo, gehen die Ausreden aus den ÖR noch ein wenig blöder?
Der Umgang mit dem importierten Antisemitismus überfordert den ÖR scheinbar völlig. Sonst ist man "ins ÖR-Muster" passenden Tätern immer sehr schnell, deren Hintergrund klar zu benennen.
Zumal die Demonstranten, für jeden offensichtlich palästinensische, tunesische, türkische und algerische Fahnen schwenken.

Menschen die für ihre bürgerlichen Rechte auf die Straße gehen, werden hingegen vom ÖR als ein unberechenbarer Haufen dargestellt.
Total irre!

...vor nicht allzu langer Zeit hat man in Berlin beim "Sturm" auf den Reichstag 2,5 Reichsflaggen gesehen und "wußte" sofort, wer da dabei war, und hier ein Meer an palästinensischen, linksradikalen, türkischen Flaggen und "man weiß nicht so genau", wer sich dort versammelt? Jämmerlicher geht's kaum. Und das Schlimme ist: Es wird toleriert!

Kurt Walther | Mo, 17. Mai 2021 - 02:15

Danke Herr Prof. Sommer aus dem tiefen Westen für die klaren Worte zu den aktuellen antiisraelischen Demos unserer "Neu-Bürger" aus dem islamischen Raum. Nach meiner Überzeugung tragen diese Menschen den Antisemitismus schon in ihrer DNA.
Es wird von ca. 4 Mio. Muslimen in DE gesprochen, überwiegend Resultat von Zuwanderung und Asyl.
Als Ostler und "Noch-Kriegskind" frage ich mich, wer hat diese Art von Zuwanderung zu verantworten? Es sind eindeutig die westdeutschen Altparteien.
Prof. Sommer sagt es, "dass die Integrations- und Migrationspolitik der letzten Jahrzehnte krachend gescheitert ist". Das ist aber nur ein Punkt aus einer langen Kette von schweren Fehlern und Versäumnissen der deutschen Politik.
Der deutsche Wähler hat immer brav die Parteien gewählt, die das alles zu verantworten haben. Ich jedenfalls will keine "französischen Verhältnisse" hier am östlichen Grenzfluss. Im Zweifelsfall bevorzuge ich "polnische Verhältnisse". Da fühle ich mich viel sicherer.

"Tragen diese Menschen ihren Antisemitismus schon in ihrer DNA...". So wie Staatsbürger jüdischen Glaubens ihr jüdisch sein, mit allen negativen Eigenschaften, die so ein Glauben mit sich bringt.
Was Juden und Araber, insbesondre Palestinenser gemeinsam haben ist ihre semitische Herkunft im Nahen Osten.
Was sie trennt ist ihre Religionszugehörigkeit und den Willen zu einem eigenen Staat.
Insofern ist der Vorwurf, die palästinenserfreundlichen Demonstrationen mit judenfeindlichen Parolen und Handlungen verknüpft seien antisemitisch(=rassistisch), ein Schmarren. Aber dienlich für diejenigen, die ihren Antisemitismus auf Juden gerichtet in Anbetracht politischer/rechtlicher Sanktionen nicht pflegen wollen bzw. sich dazu nicht getrauen. So wie Forist Walther aus Ostdeutschland. Aber es gibt ja die dt. "Neubürger"muslimischer Prägung, von Merkel ins "Reich" geholt, an denen ein neuer - ostdeutscher (?) Prägung - Antisemitismus rassistisch ausgelassen aber verzichtet werden kann.

Urban Will | Mo, 17. Mai 2021 - 07:38

Gut so, Herr Sommer. Es wird im Sande verlaufen, aber es muss solche Artikel geben, sie müssen immer und immer wieder erscheinen.
Das hier beschriebene eklatante Staatsversagen, die Demonstration dessen, dass all die Sprüche von Solidarität ggü Israel, der „Staatsräson“, etc, dass all dies keine Substanz hat, wenn es „darauf ankommt“, zeigen, dass Deutschland geistig moralisch am Boden liegt.
Wir haben eine Ewig – Kanzlerin, deren Unfähigkeit immer unabsehbarer wird. Wir haben in Bellevue den unfähigsten Präsidenten, den wir je hatten, dessen Phrasen nicht mal mehr den Begriff heiße Luft verdienen.
Und wir haben wieder ekelhaftesten Judenhass auf den Straßen, den anzugehen sich die verantwortungslosen, staatshörigen Medien ebenso nicht mehr trauen wie diese unfähige Obrigkeit. Es ist importierter, mit Teddybären am Bahnhof begrüßter Judenhass, eine nach wie vor grundsätzlich nicht gestoppte Jahrhundert –Dummheit. Ross und Reiter. Wer das nicht benennt, darf keine Verantwortung tragen!

2015, die Jahrhundert-Dummheit.
Und nicht zu unterschätzen, der zweite Jahrhundert-Fehler:
Die Energiewende...

Cornelia Oles | Mo, 17. Mai 2021 - 09:13

Natürlich mischen sich hier alle Kulturen arabischer Herkunft die Israel hassen zusammen. Die Einlader der Flüchtlingspolitik haben das mit verursacht. Es wohnen insbesondere in Berlin und NRW zuviele unintegrierbare Gruppen, in anderen Städten natürlich auch. Dass man dann auch noch Straßennamen oder Apotheken unbenennt wird beid er hiesigen Bevölkerung nicht zu mehr Toleranz führen.
Ausgewanderte mischensich doch auch nicht in die Politik anderer Länder ein und verlangen sogar noch die Abschaffung der Inschrift am Reichstag , das geht zu weit, diese Leute sind hier Gäste und sollten sich einfügen. Deutliche Benennung der Täter und Angreifer auf Israelis wurde ja immer gerne nur den Rechten zugeschrieben, schon Herr Finkielkraut hat vor importiertem Antisemitismus gewarnt und er hatte Recht. Dass die öffentlich-rechtlichen Sender hier nicht neural sind, Frau Hayali sprach auch nur wieder von israelischen Angriffen auf die Palestina.
Neutralität bei ARD und ZDF lässt zu wünschen übrig

Gerhard Hellriegel | Mo, 17. Mai 2021 - 09:18

Ein Nahost-Konflikt ist nun auch bei uns angekommen. Darauf kocht jetzt jeder sein Süppchen und reitet auf seinen Schablonen herum.
Wer nicht zur Kenntnis nehmen will, dass der militärisch Schwache zu anderen Mitteln greifen muss als der Starke, kann in Ruhe seinen Club der Terroristen gründen. Da sind sie dann alle vereint: ANC, Basken, IRA, PKK, Hamas usw. Und richtig schlimm ist, dass die dann auch noch die - angeblich unbeteiligte - Bevölkerung angreifen.
Der eigentliche Hintergrund bleibt dabei vollkommen unberührt und ist von Tabus umlagert.
Nur schön, dass diese Leute dann - in Wirklichkeit empört - zugeben, dass sie ihre Landsleute nicht verstehen. Ja, mit einem Brett auf den Ohren ist das wirklich schwer. Sie können sich die Geschichte noch so schön malen, die verschiedenen Realitäten gehen dadurch nicht weg. Und so bleibt: was geht das eigentlich uns an?

Wolfgang Tröbner | Mo, 17. Mai 2021 - 09:28

Bei Medien und Politik kann man von Leisetreterei nicht mehr sprechen. "Leisetreterei" ist eine ziemliche Verharmlosung der Realität. Der ÖR zeigt zum wiederholten Male, dass er keine wirklichen Informationen zu liefern imstande ist. Tatsachen werden verdreht, es wird relativiert, vertuscht und verschwiegen. Wozu bezahlen wir eigentlich solche stattlichen Gebühren, wenn der ÖR noch nicht mal in der Lage ist bzw. überhaupt nicht will, die Bevölkerung mit wirklichen Informationen zu versorgen? Einige Politiker versuchen sich jetzt zwar darin, die Realitäten zu akzeptieren und geben Allerweltsstatements ab. Dinge, die ohnehin jeder weiß (z.B. Özemir, der von "migrantischem Antisemitismus" spricht). Gerade die Politik hat doch viele Jahre den muslimischen Antisemitismus toleriert und immer weggeschaut. Die neuerlichen Ausschreitungen sind die logische Folge davon. Was soll man davon halten, wenn die Politik jetzt harte Bestrafungen fordert? Hätte man das nicht auch früher machen können?

Heidemarie Heim | Mo, 17. Mai 2021 - 12:41

Die ist, wie man an den dümmlich, relativierenden Ablenkungsmanövern a la EU-Weber sieht und hört durchaus noch steigerungsfähig, geehrter Herr Prof. Sommer! Vielleicht taucht demnächst auch noch ein "Du bleibst hier Hase"-Videoclip auf, auf dem man eindeutig erkennen kann, dass der Mob in Wirklichkeit verkleidete biodeutsche Rechtsextreme waren, die sich passenderweise mal wieder für die Pflege uns bekannter einäugiger Klischees zur Verfügung stellten. "Was nicht sein kann das nicht sein darf" sowie eine für unsere jüdischen Mitbürger lebensgefährliche Ignoranz dieser Leisetreter und Gedenktagsredner für Gefahr ist die eigentliche Nakba! Und so lange auch der Zentralrat der Juden sich der gleichen Sprachvernebelung bedient statt Tacheles! zu reden, wird hebräisch zu sprechen oder Kippa und Davidsternkette zu tragen ein Vabanquespiel bleiben auf Deutschlands Straßen und Multikulti-Vierteln! Meine Güte, was haben wir und die von uns gewählte Politik sowie der ÖR sich blamiert! MfG

Manuel Gerber | Mo, 17. Mai 2021 - 14:58

„Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich darauf“

- Göring-Eckardt-

...ich bin mir fatalerweise nicht einmal 100%- ig sicher, ob sie nicht genau die jetzige Entwiklung mit dem überbordenden islamistisch-linksgrünen Extremismus gemeint hat...

Bernd Muhlack | Mo, 17. Mai 2021 - 15:15

... ist die nächste HAMAS-Kundgebung gegen Israel?
Ich will unbedingt dabei sein!
Nein, nicht in den ersten Reihen, sondern irgendwo in der Mitte, im Pulk.
Ich habe mir eine Reichskriegsflagge aus der Kaiserzeit besorgt: 100cm x 60 cm, also eher klein.
Ich bin mir sicher, die üblichen Verdächtigen der Medien, insbesondere meine speziellen Freunde des ÖRTV, werden mich stante pede entdecken u voll draufzoomen!
"Es war klar zu erkennen, dass auch Rechte u Rechtsradikale an der Demo teilnahmen; hier ein Sympathisant mit der verbotenen Reichskriegsflagge."
Nein, ich bin nicht Rechts u diese Flagge ist nicht (!) verboten!

Man darf überall zitieren, dass Karl Lagerfeld die AfD für sehr gefährlich hielt; mit seiner Aussage zu zu mehr als einer Million arabischer Judenhassern in D bekommt man massive Probleme!
Das darf man doch über diese Schutzsuchenden nicht behaupten!
Das ist keine Behauptung, sondern Fakt!
Bekanntlich ist das im Zeitalter des Framing egal.

Die Geister die SIE rief, ...

Werner Kahn | Mo, 17. Mai 2021 - 16:26

„Ich lege hier für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören.“
Zitat Arthur Schopenhauer

...hab mal gelesen, der Zankapfel zwischen Sunniten und Schiiten besteht im Grunde nur daraus, dass die einen darauf bestehen, dass der Oberimam aus der Blutslinie Mohammeds stammt, während sich die anderen auch ein gewähltes Oberhaupt vorstellen können.

Tja, wenn das kein Grund für Krieg ist, dann weiß ich es aber auch nicht.

Manfred Schmidt | Mo, 17. Mai 2021 - 18:26

Man reibt sich verwundert und irritiert die Augen über die durchgehende Empörung der Kommentatoren, sich fragend, was sie in Merkels Herrschaftssystem, dem man sich nach 2015 willen- und wehrlos vollends ausgeliefert hat, eigentlich erwartet haben?
Die Parteien und Gruppierungen, welche ständig an die Verantwortung, Sühne und Nichtvergessen des Holocaust erinnern sehnen die Zuwanderung aus islamischen Kulturkreisen geradezu herbei, brechen dabei Asylregeln und Merkel durfte dem Land vorlügen man könne die Grenzen nicht schützen.
Auch jetzt, so die Wahlprognosen, das Gegenteil von Umdenken. Noch Schlimmeres für die Juden im Land zeichnet sich ab.
Asyl Zuwanderung in Höhe von zwei Großstädten reicht den Linksparteien nicht aus die Probleme der Welt zu lösen.
Schon Heine floh aus Frustration vor Zensur und Antisemitismus nach Paris.
Keiner kannte die Seele des Deutschen besser als er, was die Zeitgeist konforme Löschung seines diesbezüglichen Zitats in facebook beweist.

Uli Burkhardt | Di, 18. Mai 2021 - 13:09

Antisemitismus ist ein immer stärker zu Tage tretendes Problem in unserer Gesellschaft - nachgewiesen auch durch Untersuchungen entsprechender Statements muslimischer Organisationen unter dem Dach des ZMD oder im Verband Islamische Gemeinschaft (Prof. Susanne Schröter, Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam). Wir kennen die Äusserungen dieser muslimischen Organisationen, allein, klare Konsequenzen ziehen wir nicht aus diesem Wissen. Im Gegenteil: wir akzeptieren und fördern sie als offizielle Vertreter einer gesellschaftlich uns fremd und agressiv gegenüberstehenden Religion. Und wir beruhigen unser Gewissen zusätzlich indem wir diese Tendenzen verharmlosen und relativieren - Houellebec hat diese Situation als Unterwerfung sehr gut beschrieben.