Die deutsche Hauptstadt der Selbstverwirklicher und selbsternannten Avantgardisten: Berlin / picture alliance

Wie junge Berliner wählten - Der linksgrüne Vollkasko-Staat ist sehr attraktiv

Obwohl die Erwartungen der Grünen und der Linken bei der Berlin-Wahl insgesamt nicht erfüllt werden konnten, kamen sie unter jüngeren Wählern ausgesprochen gut an. Gerade in den „hippen“ Berliner Bezirken drückt sich damit jedoch eher ein Lebensgefühl als eine politische Haltung aus.

Hugo Müller-Vogg

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

So erreichen Sie Hugo Müller-Vogg:

In Berlin sind die Träume der Grünen von der stärksten Kraft nicht in Erfüllung gegangen. Auch die Linke hat ein eher „suboptimales“ Ergebnis erzielt. Wo Schatten ist, ist meist auch Licht. Beide Parteien links von der Mitte haben bei den jüngeren Wählern überdurchschnittlich gut abgeschnitten. 

Laut Forschungsgruppe Wahlen (FGW) erreichten die Grünen in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen 26 Prozent, die Linke 19 Prozent. Infratest dimap hat für die kleinere Gruppe der 18- bis 24-Jährigen folgende Werte ermittelt: Grüne 23 Prozent, Linke 17 Prozent. Damit liegen beide Parteien deutlich über ihrem Gesamtergebnis von 18 beziehungsweise12 Prozent. Im Vergleich dazu sehen die einstigen Volksparteien ziemlich alt aus. Die CDU erzielte in diesen Wählergruppen 14 beziehungsweise 12 Prozent, die SPD 10 beziehungsweise 11 Prozent. 

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Stefan Forbrig | Do., 16. Februar 2023 - 09:13

Das trifft des Pudels Kern:

"..Grüne wie Linke propagieren den Vollkasko-Staat. Da wird nicht gefragt, was der Einzelne leisten kann und soll. Stattdessen wird herausgestellt, was der Einzelne unbedingt braucht – finanziert von der Allgemeinheit..."

Genauso sieht's heute aus. Da hat evtl. meine Generation bzw. die meiner Kinder grob was falsch vermittelt. Gut, mein Kind ist 33 und lebt seit 10 Jahren in Australien, die ist da gut aufgehoben. Aber dieser Marxsche Geist des Kommunismus: "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen", der ja auch damals in der DDR das anvisierte Ziel war, hat das Land in den Ruin gefahren. Das Motto L. Erhards "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Leistungen" hat uns den Wohlstand gebracht. Das Leistungsprinzip, die Leistungsgesellschaft ist ja heute unter den jungen Leuten verpönt, die Grünen und Linken lehnen es seit Jahren ab. Völlig logisch, die bringen ja die Minderleister auch hervor.
So wird das nichts.

Hans Jürgen Wienroth | Do., 16. Februar 2023 - 14:01

Antwort auf von Stefan Forbrig

Das entscheidende Problem ist, dass diese Life-Work-Balance-Mentalität bereits ganz oben in der Politik (Regierungen und Parlamente) angekommen ist, vornehmlich bei den von Herrn MV genannten Parteien. Namen erspare ich mir, kann sich jeder denken. Sie werden sogar als „die Zukunft des Landes“ in der Politik gehypt. Trägt das nicht dazu bei, dass diese Politiker überzeugt sind, alles richtig zu machen (sonst wären sie nicht so weit oben)? Wie können sie da ihre eigene Politik, von der sie überzeugt sind, kritisch hinterfragen?
Ich glaube, Herr MV hat bei Marx Satz noch etwas ausgelassen: Jeder nach seinen Möglichkeiten! Das heißt eben nicht, zu Hause auf dem Sofa zu sitzen und andere arbeiten zu lassen, sondern sich selbst im möglichen Umfang einzubringen. Ein sehr gutes Beispiel sind die Lebenshilf-Einrichtungen für Gehandicapte (ich hoffe, ich habe den korrekten Begriff verwendet), deren Mitarbeiter arbeiten wollen und unter Anleitung gute Arbeit leisten.

Sabine Jung | Do., 16. Februar 2023 - 09:21

der jungen Generation. Gut wir sind dafür zu alt und hoffentlich in ein bis zwei Jahren aus dem Berufsalltag ausgeschieden. Wer aber eine 4 Tage-Woche fordert, gendert, ein Lebensgefühl lieber hat als eine politische Haltung, wo auch etwas dahinter steht. Und ich meine nicht das auf die Straße kleben und grosses Geschrei machen. Fleiss, Leistung, Regeln, das galt noch in unseren Arbeitsleben, ich bin gespannt, wie das in Zukunft wird und wer letztendlich einmal unsere Rente erarbeitet. Verdient haben wir uns diese nach fast 45 Jahren, bekommen wir sie so auch ausgezahlt?
Viele offene Fragen an die nächste links-grüne Generation.

Maria Arenz | Do., 16. Februar 2023 - 09:22

aber nicht imme renkt sich das irgendwie ein. Lange bevor diese life-work-Optimierer-Generation alt genug ist, um zu Verstand zu kommen und zu begreifen, daß Geld eben nicht einfach immer via Bank "von den Reichen" kommen wird und der Strom nicht einfach immer "von Sonne und Wind, die keine Rechnung schreiben", wird die von den Willy-Wählern (zu denen ich auch gehörte) und deren Eltern geschaffene Substanz aufgezehrt sein. Und vor einer Gesellschft verwöhnter Häwelmänner-und Frauen, die plötzlich auf Entzug gesetzt werden, ist mir himmelangst.

Karl-Heinz Weiß | Do., 16. Februar 2023 - 09:25

Hat dieses Lebensgefühl nicht auch mit der früheren Insellage der Stadt zu tun - sowohl Westberlin als auch Ostberlin ? Von dort breitete es sich schrittweise auf ganz (West-) Deutschland aus: Weltrettung auf deutschem Boden, Klimarettung auf deutschem Boden…..
Deutschland, reif für die Insel ! Und die Initiatorin lebt ja sinnigerweise nahe der Museumsinsel.

Walter Bühler | Do., 16. Februar 2023 - 16:32

Antwort auf von Karl-Heinz Weiß

mag zur Stärke des grün-roten Lebensgefühls in Berlin-Mitte beigetragen haben.

Wichtiger ist meiner Meinung nach der Einfluss der drei Massen-Universitäten HU, TU und FU, die sich fast ganz der grünen Weltrettung und den flatternden Fahnen der tagesaktuellen LGBTQIA+ - Sekten verschrieben haben (und sich so große Teile der Finanzierung sichern konnten!). Viele Jung-Akademiker finden einen Arbeitsplatz oder wenigstens ein Projekt im riesigen politischen oder medialen "Berater"-Biotop um das Regierungsviertel herum. An solche Jobs kommt keiner mehr heran, der nicht mit den grünen Wölfen heult.

Unzählige "Aktentaschenträger" verdrängen in fast allen Parteien das "gemeine Volk" aus den lokalen Partei-Organisationen und Stiftungen.

Die wenigen "Ureinwohner" von Berlin-Mitte (Mitte, Tiergarten, Wedding; darunter der Schauspieler Horst Krause) haben auf die Politik letztlich wenig Einfluss, zumal sie ja auch mit einer gewaltigen Zahl von Immigranten zusammenleben.

Christa Wallau | Do., 16. Februar 2023 - 09:29

Die Frage ist nur: WANN?
Bis jetzt ist die "Mutation" durch Inflation u. Folgen des Ukraine-Krieges ja kaum spürbar im Vergleich zu dem, was da noch auf uns zukommen wird.
Die jüngeren Leute kennen nichts anderes als VOLLVERSORGUNG, selbst dann, wenn sie selbst sich nicht anstrengen. Bei den Kindern der Reichen u. normal Verdienenden ist dies genau so der Fall wie bei den vom Staat Alimentierten. Diese verwöhnten u. zudem sehr schlecht gebildeten jüngeren Deutschen (Seit 30 Jahren sinkt das Niveau!) haben nicht gelernt, logisch u. vernünftig (= umfassend u. bis zum Ende) zu denken. Dadurch sind sie ideale Opfer für alle Ideologen, ob Sozialisten o. GRÜNE (= neue Religion der Klima-/Weltretter). Nur vor den "Nazis" hat man sie in Schule u. Medien gebetsmühlenartig gewarnt, so daß sie heute in jedem Konservativen einen "Nazi" zu erkennen glauben.
Das "Nos mutantur in eis", lieber Herr Müller-Vogg, wird daher erst eintreten, wenn das Haus Deutschland lichterloh brennt - keinen Tag eher!

Wolfgang Jäger | Do., 16. Februar 2023 - 09:32

"Man sollte aus dem Wahlverhalten jüngere Menschen indes keine allzu weitreichenden Schlüsse ziehen. Die SPD war in den 1970er-Jahren für junge Wähler äußerst attraktiv. Wären alle Willy-Wähler ihr alle treu geblieben, hätte die CDU niemals wieder den Kanzler gestellt. Wer im Lateinunterricht nur ein wenig aufgepasst hat, weiß: Tempora mutantur, et nos mutamur in illis (Die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns mit ihnen). Das gilt selbst für Wähler, selbst für junge in Berlin."
Die ganze Analyse ist zutreffend. Bis auf die Schlussfolgerung. Die Jugend, von der hier die Rede ist, sollte Zukunft gestalten. Es ist nicht davon auszugehen, dass diese Leute in 10-20 Jahren ihre links-grün-woke Denke plötzlich in den Müll werfen. Sie wollen die Transformation. Die Änderung des Systems. Und an dieser Agenda werden sie weiter arbeiten. Tempora mutantur. Ja, aber nicht so, wie Herr Müller - Vogg sich das wünscht. Die Weichen sind schon längst Richtung Niedergang gestellt. Das ist die Realität.

Ernst-Günther Konrad | Do., 16. Februar 2023 - 09:32

Ja, dieser Senat pflegt seine Wählerklientel und ihre Ideologie, alles richtig Herr Dr. M.-V. Aber das alles konnte nur deshalb so weit kommen, weil eine AM und ihre Jünger bis heute nachwirken, die UNION derart geschwächt und nach links gerückt hat, das viele Landtage sogar schwarz/grün regiert werden, nur damit die UNION noch überhaupt politisch wirken kann. Ihr seid auf den Klima Zug aufgesprungen und bemüht Euch sogar, bei dem ein oder anderen Thema sogar noch links zu überholen. Man kann den von Ihnen beschriebenen, teilweise „Schmarotzer“ zu nennende Klientel nicht mal große Schuld geben. Warum? Für umme Geld kassieren machen ihnen sogar einige Politiker vor und erhöhen sich natürlich ohne rot zu werden regelmäßig die Diäten und versagen als Politiker gerade in der Ampel vorbildlich für ihre Wähler. Eine Mitschuld tragen aber auch die Bürger, die so etwas, auch mit 5% Verlust noch immer wählen und denen Mehrheiten ermöglichen. Auch Menschen, die das alles selbst erwirtschaften.

Walter Bühler | Do., 16. Februar 2023 - 09:38

Was Sie, Herr Müller-Vogg, so treffend den "Vollkasko-Staat" nennen, das meine ich, wenn mir der Begriff "Schlaraffenland" durch den Kopf geht. Wer von diesem Märchenland träumt, fragt nicht, "was der Einzelne leisten kann und soll. Stattdessen wird herausgestellt, was der Einzelne unbedingt braucht – finanziert von der Allgemeinheit."

Zur Entstehungsgeschichte gehören die sozialen Veränderungen in Familie, Kita, Schule und Universität, die allesamt durch die herrschende Bildungspolitik in eine dramatische Schieflage gebracht worden sind. Es wird in der Bildung tendenziell eher Egoismus, Bequemlichkeit und Faulheit statt Eigenaktivität, Fleiß, Neugier, Sorgfalt und Leistungsbereitschaft produziert.

Das hat bisher durchaus zur Konsumgesellschaft gepasst. Dauer-Urlaub und Dauer-Party konnten sich so als Lebensideal in den Köpfen festsetzen.

Solche Schlaraffen gibt es jedoch nicht nur in den grün-linken Parteien, sondern auch in der CDU/CSU, und sie sind auch dort noch im Vormarsch.

Gerhard Lenz | Do., 16. Februar 2023 - 09:50

Scheinbar.

Machen wir uns doch nichts vor: Es gibt auch in Deutschland eine soziale Schieflage.

Und die wird sich nicht vermindern, indem die, die weniger haben, sich "mehr anstrengen" -denn angeblich ist deren Situation ja immer selbstverschuldet.

Das typische "was kann ich dafür", und der damit verbundene Egoismus, der immer mit der eigenen, ach so tollen Leitung verteidigt wird, soll natürlich primär soziale Korrekturen verhindern.

Aber: Eine Gesellschaft, die extreme soziale Unterschiede einfach ausblendet, nimmt dadurch verursachte Unruhen und fortschreitende Radikalisierung in Kauf.

Und so erschallt auch weiterhin:
Nur nicht denen, die bereits zu viel haben, etwas wegnehmen, denn das sind doch die Leistungsträger! Und überhaupt: Sozialismus hatten wir doch schon!

Und auserdem haben wir doch bequeme Sündenböcke: Die Migranten, die EU, das Ausland...alle wollen unser Geld.

Wenn die Jungen da nicht immer und überall mitspielen, wollen sie angeblich den Nanny-State...

Sie nicht, aber ich und auch andere Foristen. Das genau ist der Unterschied - Sie sprechen über Dinge, von denen Sie wirklich keine Ahnung haben. Außerdem: Mit Logik haben Sie es auch nicht, oder? Sie schreiben: " ... eine soziale Schieflage ... wird sich nicht vermindern, indem die, die weniger haben, sich "mehr anstrengen" -denn angeblich ist deren Situation ja immer selbstverschuldet." Und nun lesen Sie einfach noch mal ganz langsam, was Sie da selbst geschrieben haben! Merken Sie was? Schlussolgerung kann also nur sein: Auch ich muss mich mehr anstrengen!

…Sie erhoffen sich bei diesem Foristen stringente Argumentation, logische Schlüsse, konsistente Gedankengänge?
Tatsächlich sollten Sie nichts anderes erwarten als die Provokationssucht eines notorischen Querulanten.

Das ist auch so eine Haltung, die man bei jenen findet, die es sich in der sozialen Hängematte eingerichtet haben. Das haben Sie gut erkannt.

Sollten Sie zuviel haben, dann können Sie es doch freiwillig hergeben, es wird Sie keiner daran hindern und der Empfänger, wenn Sie es direkt geben, wird Ihnen einen dankbaren Blick schenken.

Was hindert Sie also daran alles Edle das Sie tun wollen ihren bedürftigen Mitmenschen direkt aus ihrer Hand angedeihen zu lassen?

Sind Sie also von der Fraktion, eh, Sie da, hier braucht einer Hilfe, kümmern Sie sich mal darum?

So einer bin ich.

Während Sie zu der anderen Fraktion gehören, die da sagt: Lass Ihn doch verrecken, ist doch nicht meine Schuld - und geht mich auch nichts an, selbst schuld!

In der Tat: Unter Gemeinwesen verstehe ich "gemeinsame" Verantwortung - das schliesst Sie mit ein, auch wenn Sie die Wildwest-Version bevorzugen!

Herr Tröber: Gleiches gilt natürlich auch für Sie. Sie glauben offensichtlich auch, soziale Schieflage sei durchweg selbstverschuldet. Gerade so, als ob jeder die gleiche Ausgangslage hätte.

Dahinter steckt natürlich ein ausgeprägter, ideologisch-geprägter, libertärer Egoismus: Verlang' bloß nix von mir, aber mir steht alles zu, und wenn ich was nicht bekomme, dann nur weil DIE DA OBEN sich die Taschen vollstopfen oder alles den Ausländern stopfen.

Und überhaupt sind wir nicht das Sozialamt....

Kennen Sie ja schon.

Sabine Jung | Do., 16. Februar 2023 - 18:39

Antwort auf von Gerhard Lenz

ich weiss nicht was Sie immer und immer wieder reitet, so zu antworten. Sie merken doch selbst, dass das hier nicht ankommt, das ist für Sie der falsche Faden. Hier sind nicht die links-grünen Genossen.
Andererseits hat es schon was mit den Migranten zu tun, die hier wohlwollend hereingewunken werden. Was hat hier ein Ägypter zu suchen, ein Marokkaner oder ein Tunesier? Haben die Krieg im lande? Nein. Sie sind also Wirtschaftsflüchtlinge und werden wohlwollend aufgenommen, auch deren großköpfige Familie. Ich habe auch etwas gegen meinen Nachbarn, im besten Alter, seit Jahren nur Hartz4, zum Arbeiten tausend Ausreden, aber schimpfen, dass alles so teuer geworden ist. Wie wäre es mal mit arbeiten gehen? Überall werden händeringend Arbeiter gesucht.
Aber was schreibe ich das Ihnen, Sie werden ja sicherlich wieder tausend Ausreden für Ihren hochgelobten Sozialstaat haben.

Als links grün gelbe Regierung den Energiezuschuss in Höhe von 300€ unters Volk gießen wollte, diskutierte man die in deutschen Talk- Sendungen hoch und runter. Die Mehrzahl der „ Prominenten Dauertalker“ wie Fr. Herrmann taz gaben zu Protokoll, dass sie die 300€ nicht bräuchten. Aber jetzt der Hit, niemand, wirklich niemand von den „Vermögenden“ (Herrmann vertritt die These, den Wohlstand auf das Niveau 1978 zurückzuführen …..) hat die 300 € spenden wollen. Das empfinde ich nicht als skandalös, jedem seine eigene Entscheidung …..N U R ich kann nicht von anderen anderen Solidarität fordern bin aber selbst unsolidarisch. Von anderen Wasser trinken verlangen und selber Wein zu saufen. Aber so sind sie die Livestyle grün Linken…..
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

sich mehr anstrengen ….
Und ob …..
Im Nachbarort, eine Stadt mit etwa 15.000 EW ein vietnamesisches Ehepaar, ehemalige Helfer in der sozialistischen Planwirtschaft, betreiben heute ein kleines Restaurant ohne Ruhetag!
Nach der Wende weder Sozialleistungen noch Kindergeld noch Wohngeld erhalten. Beide Kinder haben Abitur gemacht und studieren. Jura & Volkswirtschaft. Eltern und Kinder sprechen perfekt deutsch. Des gesellschaftlich Aufstieg durch Fleiß ist vorprogrammiert.
Das das für deutsche Kinder nicht zumutbar ist, ist klar. Die schwänzen lieber Schule …..
I. Ü. genau das wiedergespiegelt was letztlich im CICERO gestanden hat
Ohne Fleiß keinen Preis ob Sie das einsehen oder nicht.
Grüße aus Dubkeldeutschland

Da fällt mir wieder der alte Satz ein:

Im Kapitalismus gibt es schöne Dinge für die Reichen und hässliche Dinge für die Armen; im Sozialismus gibt es nur noch hässliche Dinge.

Das Schöne ist jetzt, wir beide (und andere Ostler) können vergleichen, wir hatten den ganzen Schlamassel schon mal.

Tomas Poth | Do., 16. Februar 2023 - 09:53

Vollkasko-Staat ohne Selbstbeteiligung, diese Einstellung ist das Problem unserer Gesellschaft.

Wolfgang Tröbner | Do., 16. Februar 2023 - 10:02

Zumindest für eine gewisse Zeit im Leben. Eine Beobachtung in meinem familiären Umfeld zeigte mir, dass sich die Attraktivität des Vollkasko-Staates schnell erledigt hat, wenn junge Menschen auch selbst mal Steuern zahlen müssen. "Wieso muss ich von meinem Lohn dem Staat soviel Geld geben? Wofür eigentlich?" Manchmal setzt das Umdenken ganz schnell ein ...

Kurt Walther | Do., 16. Februar 2023 - 10:25

Eine fast lustige Rund-um-Bescheibung des Berliner Jungwähler-Wahlverhaltens, liest sich gut für einen alten Mann aus dem tiefen Osten.
Der Marxsche Satz "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen“ sitzt noch tief im Kopf, eben wegen der 40 Jahre "Rotlichtbestrahlung".
Sehr richtig: heißt heute "staatliche Rund-um-Versorgung – finanziert von den sogenannten Reichen". Das deutsche Bildungssystem leistet zu dieser Auffassung seinen spezifischen Beitrag.
Dass das aber so niemals funktionieren kann, wird zumindest manchem mit fortschreitendem Alter schon klar. Da habe ich jedenfalls Hoffnung.
Wer nichts hat, ist immer für Umverteilung. Es steht wohl auch geschrieben „Denn wer da hat, dem wird gegeben ....“

Ich sehe den Wunsch nach Homeoffice, Vier-Tage-Woche und vorzeitigen Ruhestand gar nicht so negativ. Da ist noch Vieles machbar. Überdies gibt es immer noch Menschen, die gerne geistg schöpferisch oder handwerklich kreativ tätig sein wollen.

Karl Kuhn | Do., 16. Februar 2023 - 10:42

"staatliche Rund-um-Versorgung für alle – finanziert von den „Reichen“. Das ist ein Modell, das niemals funktionieren kann"

Das wird zwar so gesagt, gemeint ist aber die Finanzierung einer neuen klerikalen Kaste durch die Allgemeinbevölkerung. Hans-Conrad Zander erzählt einen historischen Präzedenzfall in einem seiner Bücher ('Zehn Argumente für den Zölibat'): Spanien war angeblich im 16. Jd. durch den zeitweisen Wegfall des Zölibats auf einen Priesteranteil von fast 40% der männlichen Bevölkerung geraten. Heute ist das genauso: man muss die Moralprediger durchfüttern, die sich beim Staat oder staatsfinzierten NGOs ein Auskommen gesucht haben.

Walter Bühler | Do., 16. Februar 2023 - 13:10

Antwort auf von Karl Kuhn

... oder "Moralpriester" im sozialistischem Kostüm, die sonst nichts gelernt haben, lassen sich besonders gerne von den übrigen Steuerzahlern durchfüttern, sei es ganz direkt durch Staatsknete, dann durch die (vom Staat stammende) Knete der Parteien bzw. Stiftungen, oder durch die (natürlich auch staatsfinanzierte) Knete aus der "Zivilgesellschaft", also mit der Knete von unkontrollierten Gruppen, die sich so humorvoll als "Nicht-Regierungs-Organisationen" bezeichnen.

Mir fallen dazu immer die Bilder der antiken Artemis/Diana von Ephesus ein.

Gunther Freiherr von Künsberg | Do., 16. Februar 2023 - 14:14

Alles, aber wirklich alles lässt sich mit den Zauberwörtern begründen, die jeder kaskoangepasste Politiker in jeder Rede verwendet. Sie lauten“ soziale Gerechtigkeit“. Die Nazis fanden es sozial gerecht die Reinheit der arischen Rasse dadurch zu schützen, dass man die Juden vernichtet. Ähnlich lautete die Begründung der südafrikanischen wie auch der nordamerikanischen Apartheidpolitik. Auch ist es sg die Vermögensabschöpfung der Reichen den eigenen und damit steigenden Bedürfnissen anzupassen. Die deutsche Kaskomentalität lässt sich natürlich auch mit sg begründen. Selbstverständlich ist es auch sg in regelmäßigen Abständen sein Geschlecht den äußeren Umständen anzupassen.
Die Beispiele unsinniger Begründungen mit dem Begriff der sozialen Gerechtigkeit ließen sich unendlich fortführen.
Aus meiner Sicht sind Politiker, die den Begriff der sozialen Gerechtigkeit als Begründung für ihre geforderte Maßnahme verwenden potentielle Scharlatane.

Bernhard Marquardt | Do., 16. Februar 2023 - 17:16

Die Staatsschuldenkurve erreicht schwindelnde Höhen.
Die Rentenkasse ist ohne die jährlichen 100 Mrd. Euro Steuergelder längst insolvent, der Generationenvertrag nur noch Makulatur. Renten verkommen zur Altersarmut, verstärkt durch Inflation.
Die Krankenkassenbeiträge steigen, der Pflegebeitrag ohnehin.
Und der Aufwand für das bedingungslose Einkommen für Leistungsunwillige und -unfähige.
„Die Reichen“, vom Facharbeiter bis zum Kleinunternehmer, sollen die Defizite finanzieren,
Beim Mittelstand, bereits seit vielen Jahren ständig finanziell zur Ader gelassen, wird wohl nicht mehr viel zu holen sein.
Die wirklich Reichen, sofern noch in Deutschland ansässig, werden auswandern oder Stiftungen gründen, die weltweit traditionell eleganteste Weise, Steuern u sparen.
Wie die Parteien, oder Bertelsmann, oder Bill Gates, oder viele andere.
Dann wird bei der „Life-Work-Balance“-Generation Heulen und Zähneknirschen ausbrechen.
Eigentlich sollte sich das Mitleid in Grenzen halten. Eigentlich.

Hans Schäfer | Do., 16. Februar 2023 - 17:29

warum die Grünen dafür sind, dass man das Wahlalter auf 16 Jahre absenkt.

Ronald Lehmann | Do., 16. Februar 2023 - 17:57

Und das geht in vielen Kindergärten los & zieht sich über die Schulen, Gymnasien bis hin zu den Universitäten jeglichen Colours.

Warum Links-Grün?
Weil über 90% dieser Pädagogen bei U50

eine extrem starke linksgedrillte wie grünlastige Denkstruktur aufweisen, die 100%ig an den
Lernenden eingehämmert wird, ohne den Beweis bzw. Fragen/Hinterfragen zu stellen.
Und dies trifft selbst auf CDU-Wähler zu, die den gleichen Geist wie eine Frau Merkel aufweisen.
Eine kommunistische Denkstruktur nach der Devise: "& willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein".

Hinzu die Diffamierung des christlichen Glaubens des Abendlandes, der mit unserer unseligen Kirchen-Obrigkeit in Verbindung gesetzt wird, wo dadurch ehemalige Werte, Betrachtungsweisen wie Anstand & Sitten durch den neuen Zeit-Geist auf den Geschichtsmüll landen & alles wie in der Politik-Denk-Weise diffamiert wird, um diese alten Werte auszurangieren, die nicht in die neue Struktur passen.

Brigitte Simon | Do., 16. Februar 2023 - 18:49

Ohne den Kapitalismus Engels wäre Marx "verhungert". Sein aufwändiger Lebensstil schrie nach Engels. Engels war bereits damals für ihn der heutige grün-rote Vollkaskostaat. Ich glaube nicht bei Marx sagen zu können "tempora mutantur". In ihm steckte bereits die heutige linke Doppelmoral, die Ideologie der Schimäre Grün-Rot.

Sie haben für sich eine hohe Doppelmoral angeeignet, dessen Standards von allen politisches Wohlverhalten abverlangen. Brutal und ungeschminckt kleben sie damit am Staat. Links-grüne Politiker werden Verschwörungstheoretiker. Bundesinnenministerin Faeser, auf dem linken Auge blind, ist ihres Amtes unfähig. Als Antifaschistin verfaßte sie in einem Magazin linksextremistische antifaideologische Artikel.

Solange die Kritik Deutschlands nur Widersprüche anprangert, erleben wir einen enthemmten Radikalismus.

Die Vorherrschaft der grün-linken wird nur überwunden, wenn zuerst ihre ideologische Schimäre aus Antfaschismus, Antirassismus,
Blatt 2

Brigitte Simon | Do., 16. Februar 2023 - 19:03

der um sich greifende Feminismus zerstört
sind. Deutschland ist dazu zu schwach und nicht Willens. Geschwächt von einem kommunistischen,
"ehemaligen SED überzeugten" Bundeskanzler Scholz. Von Politikerinnen wie Göhring-Eckardt, für die die Antisemitin Thunberg, Gründerin von FFF, bereits eine Prophetin ist. Stecken wir in einer Apokalypse?