Ein russischer Soldat bewacht die Anlage im Süden der Ukraine / dpa

Besorgnis um das Atomkraftwerk Saporischschja - „Eine Geisel in russischer Hand“

Das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist durch die Kampfhandlungen in unmittelbarer Nähe der Reaktorblöcke extrem gefährdet. Diese müssten sofort eingestellt werden, um eine Katastrophe zu verhindern. Wir haben mit der Atomkraft-Expertin und Buchautorin Anna Veronika Wendland gesprochen.

Autoreninfo

Clemens Traub ist Buchautor und Cicero-Volontär. Zuletzt erschien sein Buch „Future for Fridays?“ im Quadriga-Verlag.

So erreichen Sie Clemens Traub:

Anna Veronika Wendland ist Technikhistorikerin, Expertin für nukleare Sicherheit und Buchautorin.

Frau Wendland, Vertreter der Internationalen Energiebehörde konnten sich in den vergangenen Tagen das Atomkraftwerk persönlich anschauen. Mit welchen Eindrücken sind die Experten zurückgekehrt?

Cicero Plus weiterlesen

  • Monatsabo
    0,00 €
    Das Abo kann jederzeit mit einer Frist von 7 Tagen zum Ende des Bezugzeitraums gekündigt werden. Der erste Monat ist gratis, danach 9,80€/Monat. Service und FAQs
    Alle Artikel und das E-Paper lesen
    • 4 Wochen gratis
    • danach 9,80 €
    • E-Paper, App
    • alle Plus-Inhalte
    • mtl. kündbar
  • Ohne Abo lesen
    Mit tiun erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Cicero Plus Inhalte. Dabei zahlen Sie nur so lange Sie lesen – ganz ohne Abo.

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Stefan Elsen | Do., 8. September 2022 - 16:12

Veronika Wendland: „Die Ukraine hat auch keinerlei Motiv, ihr eigenes Kernkraftwerk anzugreifen.“

Wirklich? – Mit dem provozierenden Beschuss des eigenen AKWs könnten die ukrainischen Verantwortlichen europaweit ebenso Angst um einen Atomunfall säen und eine international konzertierte Aktion zur Rückeroberung des AKWs evozieren, zu der sie alleine nicht in der Lage wären.

Welches Motiv sollten die Russen denn haben, die fokusierte Aufmerksamkeit dermaßen auf ein bereits im Frühjahr eingenommenes und seitdem kontrolliertes AKW zu lenken, welches Strom auch für die Krim liefert???

Gerhard Lenz | Do., 8. September 2022 - 17:12

Ach was. Alles nur grüne Propaganda.

Sämtliche Ex-Virologen, die sich nun, je nach Thema, als kompetente Ökonomen oder gar Kernforscher "demaskiert" werden wissen:
Kernkraftwerke sind absolut sicher! Da kann gar nichts passieren! Ähnliches hat selbstverständlich der ständige Expertenrat für ALLES und JEDEN, auch AfD-Parteitag genannt, festgestellt. Und die wissen es natürlich, ist dort doch die geballte Kompetenz überhaupt zu finden, wie uns die AfD-Cicero-Forenfraktion ständig mitteilt.

Putin wird keine große Skrupel haben, die Gefahr eines Atomunfalles zu instrumentalisieren. Rationales, vernunftbegründetes Verhalten kann von Putin längst nicht mehr erwartet werden. Der lebt in einer Parallelwelt, in der er das geheiligte Russentum gegen böse Mächte verteidigen muss - absolut durchgeknallt.
Auch für einen Crash würde nach seiner Irrationalität der Westen die völlige Verantwortung tragen.