Liberalismus - Mehr Kant wagen

„Die Toleranz gegenüber anderen Meinungen sinkt“, urteilte kürzlich der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes. Helfen kann eine Rückbesinnung auf den Philosophen Immanuel Kant. Der Zweifel an der eigenen Erkenntnis ist nach ihm die Voraussetzung der Freiheit

Schmierfink am Werk: Hat Kant für seine überragenden Beiträge zur Rechtsphilosophie nicht mehr Respekt verdient? / picture alliance

Autoreninfo

Dr. iur. Fiete Kalscheuer ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht in einer Wirtschaftskanzlei in Kiel. Er wurde bei Professor Robert Alexy zur Rechtsphilosophie Kants promoviert.

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Fiete Kalscheuer

Eine der berührendsten Skulpturen des Bildhauers, Zeichners und Schriftstellers Ernst Barlach ist die Figur „Der Zweifler“ aus dem Jahre 1931. Es handelt sich bei dieser Figur um einen knienden Mann, dessen Oberkörper leicht nach vorne geneigt ist. Die Hände des Mannes befinden sich vor dem Oberkörper; sie sind zusammengelegt und ineinander verschränkt.

Als ich eine Fotographie dieser Skulptur kürzlich einer Freundin zeigte und sie raten ließ, was diese Figur darstellen solle, antwortete sie, die Skulptur veranschauliche Enthaltsamkeit. Vielleicht nicht auf den ersten Blick, dafür aber auf den zweiten Blick trifft dies einen Wesenskern des Zweiflers: Jemand der zweifelt, enthält sich des Dranges, den Anderen vorzuschreiben, was sie zu tun oder zu lassen haben.

Kants Grundannahmen

An dieser Stelle kommt der vor 295 Jahren geborene Philosoph Immanuel Kant ins Spiel. Immanuel Kant ist – was häufig verkannt wird – der Philosoph des Zweifels. Kants Moral- und Rechtsphilosophie beruht auf zwei Grundannahmen. Die erste Grundannahme besteht darin, dass ein Gottesbezug zur Begründung von Moral nicht erforderlich sei: Der Mensch benötigt nach Kant keinen Gott, um moralisch zu sein.

Die zweite Grundannahme besteht in der Notwendigkeit des Zweifels: Wir wissen nach Kant weder genau, was moralisch richtig ist, noch wissen wir jemals mit hinreichender Sicherheit, ob wir selbst tatsächlich gerade moralisch handeln oder nicht. Beide Grundannahmen Kants sind Annahmen, die auch heute noch von überragender Bedeutung sein sollten.

Moral ohne Gott

Nach Kant ist der Mensch selbst, nicht aber Gott die Quelle der Normativität, der Ursprung des Sollens und Dürfens. Kant fasst diese Überzeugung in wunderbare Sätze, die zugleich widerlegen, dass es sich bei Kant um einen trockenen, heute kaum noch lesbaren Philosophen handelt: „Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.“

Das moralische Gesetz befindet sich nach Kant somit im Menschen selbst, ist nicht außerhalb des Menschen, nicht in Gott verankert. Dies bedeutet nach Kant gleichwohl nicht zwingend, dass es keinen Gott gibt. Gott schafft eben nur keine Moral, ist insoweit entbehrlich. Die Aussage des ca. 100 Jahre später geborenen russischen Schriftstellers Fjodor Dostojewski „Wenn es keinen Gott gibt, ist alles erlaubt“ hätte Kant daher scharf abgelehnt.

„Was ist Aufklärung?“

Kants „Gottesbeweis“ ist ein anderer: Er fordert, dass es einen Gott gibt, da nur der Glaube an Gott und an eine für uns nicht sichtbare Welt den berechtigten Anlass zur Hoffnung gebe, die eigene Sittlichkeit werde mit Glückseligkeit belohnt. Diese Hoffnung auf Glückseligkeit dürfe aber niemals – so Kant – der Beweggrund für eine bestimmte, vermeintlich moralische Handlung sein, denn bereits dann sei diese Handlung keine moralische mehr.

Kant erweist sich mit diesem „Gottesbeweis“ als nach beiden Seiten hin anschlussfähig: Sowohl Atheisten können Kants Moral- und Rechtsphilosophie in ihren wesentlichen Zügen für richtig erachten als auch Gläubige: Es ist nach Kant möglich (nicht aber notwendig), all unsere moralische Pflichten als göttliche Pflichten zu betrachten.

Im Weiteren ist zu beachten, dass Kant – für seine Zeit bahnbrechend – die Frage der Moralität im einzelnen Menschen verortet. Dieses Vertrauen in den Einzelnen klingt auch in Kants berühmter Antwort auf die Frage „Was ist Aufklärung?“ an: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“

Die Freiheit des Taubenfütterers

Rechtlich und politisch beinahe noch spannender ist Kants „allgemeines Rechtsgesetz“, das das Kernstück seiner Rechtslehre bildet. Nach dem allgemeinen Rechtsgesetz ist eine Handlung genau dann rechtmäßig, wenn der Handelnde die Freiheit des Anderen zu tun oder zu lassen, was er will, in größtmöglichem Maße achtet. Der Schutz der allgemeinen Handlungsfreiheit steht damit im Mittelpunkt des allgemeinen Rechtsgesetzes. Bedingung ihres Schutzes ist lediglich, dass sich diese Freiheit mit der Freiheit von jedermann vereinbaren lässt.

Freiheit ist damit nach Kant nicht nur die „Freiheit des Andersdenkenden“ (Rosa Luxemburg), sondern auch – um bekannte Fälle des Bundesverfassungsgerichts aufzugreifen – die Freiheit des Taubenfütterers oder die Freiheit, im Walde zu reiten. Auch vermeintlich banale und sogar vermeintlich unmoralische Handlungen sind nach Kant somit grundsätzlich rechtlich zu schützen.

Diese liberale Grundhaltung Kants gründet in seiner Auffassung, dass es „dem Menschen nicht möglich [ist], so in die Tiefe seines eigenen Herzens einzuschauen, daß er jemals von der Reinigkeit seiner moralischen Absicht und der Lauterkeit seiner Gesinnung auch nur in einer Handlung völlig gewiß sein könnte.“ Anders und noch anschaulicher ausgedrückt: „Aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden.“

Im Zweifel für den Zweifel

Da wir also weder sicher wissen, was moralisch richtig ist, noch mit hinreichender Sicherheit von uns sagen können, ob wir tatsächlich gerade moralisch handeln oder nicht, zieht Kant den Schluss, dass die Freiheit des Einzelnen in größtmöglichem Maße zu schützen ist. Solange nicht die Rechte anderer berührt werden, verbietet es sich nach Kant, Handlungen nicht unter rechtlichen Schutz zu stellen, die mit vermeintlicher Sicherheit als unmoralisch erkannt wurden. Positiv formuliert: Solange nicht die Rechte anderer berührt werden, ist es geboten, Handlungen unter rechtlichen Schutz zu stellen, auch wenn diese mit vermeintlicher Sicherheit als unmoralisch erkannt wurden.

Das allgemeine Rechtsgesetz Kants fußt damit auf Erkenntniszweifeln; es ist ein Ausdruck moralischer Bescheidenheit: Jegliche Handlung, die mit der allgemeinen Handlungsfreiheit von jedermann vereinbar ist, könnte (muss aber nicht) eine moralisch gebotene Handlung sein und dies rechtfertigt und gebietet es, die gesamte äußere Handlungsfreiheit, soweit sie mit der allgemeinen Handlungsfreiheit von jedermann vereinbar ist, rechtlich zu schützen. Im Zweifel für den Zweifel! ist also der Wahlspruch der Kantischen Rechtsphilosophie.

Zweifler machen die Welt besser

Der Liberalismus, der es in Deutschland immer schwer hatte, kann und sollte sich verstärkt auf Deutschlands größten Philosophen berufen; – auf Immanuel Kant. Von ihm lässt sich lernen, dass eine liberale politische Theorie ohne Gottesbezug auskommen kann, den Glauben an Gott aber auch nicht ausschließen muss.

Die Theorie Kants bleibt daher sowohl für Atheisten als auch Gläubige anschlussfähig. Ausgangspunkt dieser Theorie ist indes der einzelne, beschränkt erkenntnisfähige Mensch. Die Welt mag zwar nicht den Zweiflern, den Haderern, den Hamlets gehören; sie aber sind es, die die Welt zu einer besseren machen.

 

Heidemarie Heim | Di, 7. Mai 2019 - 18:11

Gründet darauf auch das juristische "Im Zweifel für den Angeklagten"? Eine wunderbare Rechtsbelehrung durch und über Kant ist Dr. jur. Kalscheuer da gelungen. Absolute Lektüreempfehlung für all die zahlreichen Moralapostel und Haltungsbewahrer denen Zweifel am Eigenen abgehen, dem
Zweifel verlautbarenden Mitnächsten jedoch schnell die Lauterkeit absprechen um die Keule zu schwingen. Mit oder ohne Gott, moralische Bescheidenheit täte unserer aufgespaltenen Gesellschaft momentan mehr als gut.
Danke für den für mich lehrreichen wie verständlichen Beitrag! MfG

Der Zweifel für den Angeklagten kommt eher aus der Unsicherheit, ein richtiges Gerichtsurteil zu fällen. Es sind grundsätzlich zwei Fehler möglich: die Verurteilung eines Unschuldigen oder die Freilassung eines Schuldigen. Um den ersten Fehler möglichst auszuschließen, gilt o.a. Grundsatz.
Noch ein Hinweis: der kategorische Imperativ wird philosophisch Gesinnungsethik genannt, da er kategorisch gilt. Von Kant gibt es einen Aufsatz, in dem Lügen für eine guten Zweck abgelehnt wird, da Lügen nicht verallgemeinerbar ist.
Heute wird der Begriff Gesinnungsethik auf die eigene Meinung = Gesinnung bezogen, damit wird aber Kant konterkariert. (m.a.W. Gesinnungsethik ist ein Homonym).

Holger Stockinger | Mi, 8. Mai 2019 - 17:08

In reply to by Bernd-D. Wieth

Antifaschistische Schlägerbanden greifen vermummt nicht zum Kopftuch. ...

Aus dem Klopps von Königsberg wurde "KALININGRAD", ein besonderer "STALIN-Genosse".

KANT, eventuell Schopenhauer ähnelnd, äußerte kategorisch, des "PUDELS Kern" sei nicht das Zufügen von Unrecht, sondern das Mißachten des Rechtes eines ANDERS-Denkenden, was in Deutschland-HEUTE zur GEZ-Zwangsabgabe rein logisch ist ...

Gerhard Lenz | Mi, 8. Mai 2019 - 18:14

In reply to by Holger Stockinger

Wollen Sie mir mein Recht auf einen öffentlich-rechtlichen, unabhängigen Rundfunk nehmen?

Wollen Sie mir einen Zwangsfunk Privater, oder, wie in Ungarn oder Russland, durch Steuerzuwendungen und Lizenzverknappung gefügig gemachten Regierungsfunk aufdrängen?

Ist liberal gleichbedeutend mit "national", "nationalistisch" oder "patriotisch"?

Hat der Liberale das Recht, eine bewusst internationale, supranationale oder gar globalistische Weltsicht für sich einzufordern, ohne des Verrats an Volk und Heimat bezichtigt zu werden?

Oder ist Kant nur zu feiern, solange es einer bestimmte Ideologie dienlich ist, ihn als großen Deutschen zu vereinnahmen - ihn, der sich immer klar gegen autoritäre, autokratische, diktatorische und despotische Führerfiguren ganz klar positioniert hat?

„Wollen Sie mir mein Recht auf einen öffentlich-rechtlichen, unabhängigen Rundfunk nehmen?“

Nein, wie kommen Sie darauf? Aber wenn SIE ihn haben möchten, dann müssen auch SIE dafür bezahlen. Sie scheinen den von ihnen anscheinend völlig einseitig interpretierten kategorischen Imperativ nicht wirklich verstanden zu haben; Mit welchem Recht darf man gezwungen werden, einen „Obolus“ für eine Dienstleistung, welche man nicht nutzt und will, entrichten zu müssen, nur weil SIE darauf nicht verzichten wollen?!

„Wollen Sie mir einen Zwangsfunk Privater…“

Wer zwingt SIE denn, einen privaten Sender zu schauen? Was reden Sie da?!

„Ist liberal gleichbedeutend mit "national", "nationalistisch" oder "patriotisch"…“

Nicht zwingend, aber auch nicht zwingend „international“, „internationalistisch“ oder „antipatriotisch“, geschweige zwangsverordnet multikulturell. Ihre Frage macht so viel Sinn, als würden Sie fragen, ob liberal gleichbedeutend mit Himbeergeschmack ist.

Heidemarie Heim | Mi, 8. Mai 2019 - 19:19

In reply to by Bernd-D. Wieth

Vielen Dank werter Herr Wieth für Ihre Antwort. Ich versuchte meine Schlüsse anhand des juristischen Hintergrunds vom Verfasser zu ziehen. Denn was jenen Grundsatz betrifft, war das für mich in der Frage z.B. bezüglich der Todesstrafe und anderen Formen der Sühne ein starkes Argument nicht der der eigenen Rachsucht? anheimzufallen. Der kategorische Imperativ von Kant war in vereinfachter Form so gesehen ein Bestandteil meiner Erziehung, speziell mütterlicherseits (Kriegsjugend),
die mich oft mit dem Satz "Was Du nicht willst was man Dir tu...…" versuchte zu bändigen. Lügen hatten bei ihr leider ebenfalls sehr kurze bis gar keine Beine. Dies alles ohne Wissen über Kant, der im von ihr erlebten Kriegstrauma auf der Strecke blieb. Homonyme stellen für mich erst dann ein Problem dar, wenn ein Begriff mittels Verzerrung und Sinnentstellung in propagandistischer Weise missbraucht wird. Da darf man heutzutage nicht so sensibel sein. Alles Gute für Sie! MfG

Tomas Poth | Di, 7. Mai 2019 - 20:05

für diesen Beitrag. Leider sagt Kant nichts zur Verantwortung, oder?
Die Toleranz gegenüber dem Andersdenkenden wird immer wieder verraten, der Selbstzweifel schwächt ja die eigene Position, die man doch gerne durchsetzen möchte. Die eigene Position wird dann moralisch aufgeladen, überhöht, um ihre Intoleranz zu kaschieren.
Solange der politische, mediale Mainstream die sozialistische Unmündigkeit hofiert, die Selbstverantwortung durch staatliche Vollbetreung des Privaten auf Kosten aller betreibt und dies als christliche Nächstenliebe deklariert, wird auch die Freiheit verraten.
Christliche Nächstenliebe kann nur direkt von Mensch zu Mensch stattfinden und nicht aus Bequemlichkeit an den Staat delegiert werden.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 8. Mai 2019 - 06:35

dürften sich viele Schüler heute zu Tage fragen, wenn sie nicht gerade auf eine Kantschule gehen und aufgrund der Namensgebung sich mit ihm wenigstens ansatzweise auseinander müssen. Ich behaupte, man muss Kant nicht gelesen haben, wenn man aufgrund Erziehung zu einem kritischen Menschen der seine Umfeld, wie sich selber entsprechend betrachtet und selbstdenkend mit dem berühmten "gesunden Menschenverstand" an Lebenssachverhalte heran geht. Man sollte ihn aber zur Pflichtlektüre all derer machen, die die Prinzipien freiheitlichen Denkens und der damit zwingend einhergehenden Gedankenfreiheit und das Recht der damit verbundenen freien Rede nicht verstanden hat bzw. verstehen will. Wer die Entscheidungen anderer oder auch seine eigenen Entscheidung anzweifelt, sie ständig überdenkt, darüber mit anderen diskutiert, sie ggfls. mit Naturgesetzen abgleicht und den jeweiligen Zeitgeist erfasst, kommt dennoch in die Situation, sich für seine subjektive Wahrheit entscheiden zu müssen.

Gerhard Lenz | Mi, 8. Mai 2019 - 14:20

In reply to by Ernst-Günther Konrad

...wie auch einigen anderen hier, würde ich die Lektüre des kategorischen Imperativs nahelegen.

Kant hatte nämlich mit irgendwelchen nationalistischen Schnapsideen rein gar nichts am Hut.

Herr Lenz, bevor Sie immer gleich jeden anranzen und wilde Unterstellungen absondern, sollten Sie genau das tun, was Sie anderen immer arrogant verordnen; Legen Sie sich doch bitte zuerst einmal selbst „die Lektüre des kategorischen Imperativs“ nahe. Denn Sie machen genau das, was Sie anderen Vorwerfen.

Zitat Lenz: „Kant hatte nämlich mit irgendwelchen nationalistischen Schnapsideen rein gar nichts am Hut.“

Aber auch nichts mit irgendwelchen „No states no borders“-Fantastereien oder sonstigen ideologischen „Zwangskulturverfreunschaftungen“, einhergehend mit der Forderung nach destruktiver Toleranz!

Herr Lenz, ich bitte Sie wirklich mal zu argumentieren. Eine Diskussion wäre doch anregend. Oder geht es Ihnen wirklich nur darum, die ganzen, von Ihnen entdeckt geglaubten, „Nazis“ hier anzupöbeln? „Wir“, die „Nazis“ hier im Forum wissen doch nun, wo sie stehen. Jetzt fangen Sie doch mal an, Überzeugungsarbeit zu leisten. Ihre stetigen, monotonen Schmähungen sind doch ermüdent.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 8. Mai 2019 - 06:42

Das ist nach meiner Ansicht das Problem, in der unsere Gesellschaft zur Zeit steckt. Wir haben nicht mehr gelernt, Zweifel zu haben und auch Zweifel zu zulassen. Wir haben uns von Kant's Grundaussagen entfernt und die Ideologen haben sich damit ihrer eigen Freiheit beraubt, Zweifel zu haben und sich mit Zweiflern sachlich auseinander zu setzen. Man will den Zweifel nicht. Man will scheinbar klare Entscheidungen und sodann die Lösung, nach Möglichkeit von anderen "gedacht" und will dann mit diesem Teil des Lebens am besten nichts mehr zu tun haben. Zweifler=Kritiker der Anderen, wie an sich selbst, sie sind Spielverderber, sie greifen nach der eigenen Entscheidung und lassen nicht anderen das Spielfeld. Sie wollen mitmachen, teilhaben, ihre Sichtweisen vertreten und verantworten, man will sie aber nicht. Sie stören das System, sie wiegeln auf, bringen Unruhe in die doch schöne Ideologie. Wenn wir nicht aufpassen, geht unsere Freiheit im Geiste verloren, wir werden wieder zu Nachläufern.

Sehr richtig, Herr Konrad, Ideologie kennt keinen Zweifel, weil sie sich im Vollbesitz der angeblich alleinigen Wahrheit wähnt, d.h. Verstand und eigenes Denken ist gar nicht nötig, eher gefährlich - weil ja Zweifel an der Richtigkeit der Ideologie aufkommen könnten! - und werden daher auch heftig bekämpft, natürlich immer nur bei anderen. Bezieht man die Kant'sche Definition der Unmündigkeit als "Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen" auf unsere derzeitigen Politiker, insbes. Minister und Kanzlerin, dann erkennt man nur noch einen Haufen Unmündiger, die ohne irgendwelche (meist selbst-ernannte und Steuern-finanzierte) "Experten" und deren "Studien" mit vor-bestelltem Ergebnis keinerlei eigene Ideen entwickeln oder realitätsnahe Entscheidungen treffen können. Solche Unmündigkeit ist klar selbstverschuldet, weil hier ein erschreckender "Mangel der Entschließung und des Mutes (vor)liegt, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen".

helmut armbruster | Mi, 8. Mai 2019 - 08:50

und ob er weiß, dass er seinen Verstand benutzen könnte, wenn er nur wollte.
Unser Ursprung, unsere Abstammungslinie ist animalisch. Und "Toolmaking animals" sind wir irgendwo immer noch, trotz der großartigen Fortschritte im Denken, in Philosophie und Technik.
Dieses animalische Erbe steuert unser Verhalten und unsere Physis. Ein Impuls von außen genügt und ein in uns gespeicherter Ablauf läuft an.
Einzelne Menschen können sich gewiss zeitweise und teilweise von diesem animalischen Erbe befreien, aber ich bezweifle sehr, ob die Mehrheit das will und kann.

Eine Sichtweise, werter Herr Armbruster, die ich uneingeschränkt teile! Sehr ähnliche Gedanken gehen mir besonders bei Gelegenheiten und Ereignissen durch den Kopf, in denen mein Verstand nicht mehr hin bzw. ausreicht. Ich sehe den Menschen ebenfalls als das am höchsten entwickelte Tool der Natur oder deren Schöpfung. Doch auch das perfektionierte Tier unterliegt weiterhin seinen Gen-immanenten Instinkten und Reaktionen, die ihm die herrschenden "Gesetze der Natur" vorschreiben. Aber auch die größte Verstandesleistung und der Versuch die realen Naturgewalten zu überlisten,nützt den Menschen nichts mehr,wenn diese beschließt uns die Lebensgrundlage zu entziehen.Die Dinos wissen ein Lied davon zu singen;-)Vielleicht kommt der Beschluss aber auch unversehens aus den Weiten des Alls in Form eines Brockens und es bewahrheitet sich die Aussage der Figuren meiner Lieblings-Comic-Serie Asterix&Obelix: "Wir haben NUR Angst,der Himmel fällt uns auf den Kopf" und "Die spinnen,die Römer!" MfG;-)

gabriele bondzio | Mi, 8. Mai 2019 - 09:25

Und er war der Meinung, dass ohne eine in Gott gegründete Moral (siehe die zehn Gebote) ein geordnetes Zusammenleben der Menschen nicht möglich wäre. Und damit hatte er völlig recht, ohne einen halbwegs-eingebürgerten moralischen Imperativ, hätte es weit mehr Unterdrückung, Mord und Totschlag gegeben.Auch als Atheist habe ich die Bibel gelesen. Wenn dieser geschriebene, moralische Anspruch. Von allen Menschen gelebt werden könnte, müsste man sich keine Sorgen machen. Da jedoch nicht alle Menschen Christen sind. Und nicht wenige Menschen jegliches moralische Grundkonzept vermissen lassen, bleibt es schwierig im Zusammenleben. Beispiel: „Wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin“ (Matthäus 5,39). Auf den Satz trifft:„Und tötet sie, (die Ungläubigen) wo immer ihr sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben“,... entgegenspringt, ist wohl klar wer den Kürzeren zieht. Da nützt wohl alles "Gutsein" wenig.

Jürgen Keil | Mi, 8. Mai 2019 - 09:57

„Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“
„Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“ Das ist ein moralischer „Freispruch“ für alle, als „Klimaleugner“ verunglimpften Menschen, die mit wissenschaftlichen Zweifel die aktuelle Klimahysterie beurteilen.

Und auch hier empfehle ich Ihnen die ausgiebige Lektüre des kategorischen Imperatives!

Dann würden Sie vielleicht lernen, dass Moral nicht nach Rassen oder Herkunft aufteilbar ist.

Auch die konstante Weigerung Unbelehrbarer, den menschengemachten Klimawandel anzuerkennen, wäre ein Beispiel, wie konstant vernunftverweigernd sich manche Menschen (eben diese Leugner) verhandeln - ersetzen sie doch Erkenntnis und Vernunft durch egoistische Habsucht.
Was unangenehm ist und evtl. auch noch teuer, kann also nicht wahr sein - so der kollektive Hintergrund der Wahrheitsverweigerer. Kant würde sich angesichts solcher Leute im Grab umdrehen.

gabriele bondzio | Mi, 8. Mai 2019 - 18:16

In reply to by Gerhard Lenz

Da der Menschengemacht Klimawandel doch eine (noch) hoch umkämpfte Bastion ist. Ähnlich wie die Existenz Gottes, die Kant ja nicht grundsätzlich ablehnt. Sie nur in eine andere Form einbettet. Könnte ich mir hier schon, von Ihm, eine neutralere Reaktion vorstellen, als einen Kommentator mit dem kategorischen Imperativ totzuschlagen. Das Grundgesetz der reinen praktischen Vernunft gebiert sich aus der Freiheit und Freiheit setzt Zwanglosigkeit in Bezug auf Handeln voraus.
Was wiederum heißt, man kann die Menschen nicht überfahren, sondern höchstens überzeugen.

Alfred Werner | Mi, 8. Mai 2019 - 19:56

In reply to by Gerhard Lenz

ich bin der Meinung, dass sich Kant eher bei Ihren Kommentaren umdreht. Da sehen Sie mal, wie vielfältig er interpretierbar ist.

Bernhard Jasper | Do, 9. Mai 2019 - 09:02

In reply to by Gerhard Lenz

Kant als Aufklärer war ja auch Zeitzeuge der Französischen Revolution. Er wusste um das die Menschheit verändernde Potential. Plötzlich sah die Welt ganz anders aus. Das Neue war in die Welt gekommen. Die Emanzipation. Die Durchsetzung der universalen Menschenrechte wurde zu einer weltweiten Bewegung.

Heute jedoch geraten die Vertreter der Vernunft wieder in die Defensive. Das Ressentiment und der Hass machen sich breit- die ganze Gesellschaften zersetzen können.

Wir müssen wieder einen neuen Möglichkeitssinn entwickeln (mit praktischer Vernunft), denn die Geschichte ist nicht abgeschlossen. Für Fortschritt und eine offene Gesellschaft. Dabei schreitet die Vernunft voran, im Gegensatz zum Marschschritt.

P.S.: Die Kunst, richtig gestaltet, wiederholt die Schöpfung von Welt und Mensch (frei nach Nietzsche)

Jürgen Keil | Fr, 10. Mai 2019 - 12:39

In reply to by Gerhard Lenz

Nun habe ich doch noch einmal hereingeschaut. Von Rassen und Herkunft habe ich nicht geschrieben. Und Sie sagen es selbst "Unbelehrbarer". Sie wollen mich belehren. Habsucht? Wo haben Sie das bei mir gelesen. So wie Sie argumentieren, bezweifle ich, dass Sie Kant gelesen, und wenn doch, dann verstanden haben.

Jörn Weitzmann | Mi, 8. Mai 2019 - 14:22

"AUFKLÄRUNG ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.
Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, (...), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen." nachzulesen bei: https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/159_kant.pdf Chapeau, heute aktueller den je!

Petra Führmann | Mi, 8. Mai 2019 - 14:41

" Wer über Themen wie Zuwanderung oder die Unterdrückung der Frauen im Islam lehrt, muss damit rechnen, in die rechte Ecke gestellt zu werden."

Nun ja, das muss er leider, aber weshalb diese Angst davor? WER ist es denn, der sowas tut? Muss man diese Leute ernst nehmen??? Vielleicht würde mehr Rückgrat bei denen, die sich vor so einer Aburteilung durch fremde, keinesfalls intelligentere Mitmenschen fürchten, gut tun und helfen. Wenn sie sehen, sie sind nicht allein und kuschen nicht, vielleicht entsteht dann endlich mehr Rückhalt. Und zu Kant: Gerade, weil kaum jemand selbst denkt und abwägt, sondern unreflektiert anderen "Meinungen "nachläuft, ist es, wie es ist. Man darf doch diesen Verblendeten im Allgemeinen und den Irrläufern aus der Politik nicht die Meinungshoheit überlassen. Aber was rede ich.. denken ist ungleich aufwändiger als das Wohlgefühl in der Masse.

Mein Problem ist, dass ich die Einwanderungspolitik nicht ablehne, weil ich konservativ oder Nazi bin, sondern weil ich mir das was wir in den letzten Jahrzehnten erreicht haben, nicht von Leuten kaputt machen lassen will, die geistig im Mittelalter stehen. Vor 2015 habe ich häufig die Grünen gewählt, im Vertrauen das deren unsinnige Ideen schon nicht Realität werden. Tja, und dann realisieren gerade die "Konservativen" die links-alternativen Utopien, während das was bsw bei Schröder-Fischer meiner Ansicht nach gut war, ziemlich gegen die Wand gefahren wurde.
Im übrigen haben wie zwei Masseneinwanderungen, die zweite ist die der Süd- und Osteuropäer. Bei denen habe ich sehr viel weniger einwende, wenn auch da nicht alles problemlos läuft. Die Entscheidung - mit Unterstützung der Grünen - diese Einwanderungswelle nicht über das Asylgesetz laufen zu lassen, sondern über den Arbeitsmarkt - sie also als Wanderarbeiter einzustufen - war richtig.

Erwin Staub | Mi, 8. Mai 2019 - 15:34

Bei Religionen handelt es sich um kindliche Indoktrinationen in eine Glaubensgemeinschaft der Eltern. Dies je nach Kultur und Land, in das man hineingeboren wird. Also keine Religionsfreiheit, sondern unfreiwillige Religionsübernahme im Babyalter (Taufe, Beschneidung). Wären wir im Spital als Baby zufällig vertauscht worden, so wären wir heute möglicherweise ein Zeuge Jehovas. Einfach so, ohne Reflektion! Ca. eine halbe Million Götter, Hunderttausende von Propheten, Gurus, Imame, Rabbiner usw., die sich praktisch in nahezu allen Glaubensinhalten widersprechen. Bei uns glaubt man nicht nur an Raketen im Himmel, sondern auch noch an Engel (Bibel). Die Priester dann auch noch an einen Teufel (Austreibungen). Sodann existieren dramaturgisch noch ein Fegfeuer und ein Ziel-Himmel. Selten wechselt eine erwachsene Person einmal eine derart indoktrinierte (Staats-) Religion (u.a. Scharia). Im Internetzeitaler kann sich jeder selbst ein Bild machen, was von Religionen u einem Gott halten ist.

Gisela Fimiani | Mi, 8. Mai 2019 - 15:48

Ich bin begeistert! Endlich nimmt sich ein Autor der „Aufklärung“ , sowie seines großen Protagonisten Kant an. Dessen Gedanken, Thesen, (Auf)-Forderungen, auf die man in Deutschland mit kulturellem Stolz zu verweisen pflegte und Bezug nahm, sind inzwischen in der Versenkung verschwunden. Eine der geistigen Grundlagen unserer heutigen demokratischen Grund-und Gesellschaftsordnung, die „Aufklärung“, wird derzeit verraten und zerstört. Die von Ihnen, Herr Kalscheuer, so konzis dargestellten Gedanken, ließen Kant eine Regierung, die auf dem Prinzip des Wohlwollens gegen das Volk errichtet wäre, d.i. eine väterliche Regierung (imperium paternale), als den größten denkbaren Paternalismus bezeichnen. Er wollte keinen allmächtigen Staat, sondern einen solchen, dessen wesentliche Aufgabe es ist, unsere Rechte zu achten und zu garantieren. Da wir die Idee der Aufklärung derzeit zutiefst mißachten, darf Kant keine Beachtung mehr finden. Bitte mehr Kant!

Bernd Muhlack | Mi, 8. Mai 2019 - 16:31

Herr Dr. Kalscheuer: ein wunderbarer Artikel!
Ich möchte itzo nicht in Kant´sche philosophische Erkenntnisse oder Ergüsse einsteigen, das können Andere sicherlich viel besser. Mir ist Kants Werk grundsätzlich beKant; angeblich ist er sogar in diesen unseren turbulenten Zeiten noch Gegenstand der Vorlesungen in Rechtsphilosophie; soweit "m/w/d-Dozent" nicht niedergebrüllt wird!?
Ja Herr Kalscheuer: die Freiheit des Taubenfütterers! Mir fiel sofort der olle Georg Kreisler ein: "Gema Tauben vergiften im Park!"
Die Freiheit und ihre Grenzen; die "Schranken-Schranken" eben, nicht wahr?
In diesem Zusammenhang wird auch gerne Voltaire zitiert: "Ich teile deine Meinung nicht, gäbe jedoch mein Leben, damit du sie äußern kannst!"
Naja, das geht mir etwas zu weit!
Eines noch. Angeblich hat Kant Königsberg niemals verlassen! Warum auch? Mein Vater und dessen Eltern stammen von dort; Königsberg, Rastenburg, Ostpreußen. Ich war vor einigen Jahren "mal" dort. Wunderschön und eine Reise wert!

Wolf-Dieter Hohe | Do, 9. Mai 2019 - 09:51

@ Bondzio...
bliebe, Frau Bondzio, vielleicht hinzuzufügen dass die Übermannung durch Steinzeitliches - müsste ich jetzt auch Überweiblichung sagen ? :) - auch das eigene Sein auf das Spiel setzt.
Was sagt der Überzeugte des Richtigen
"Den Baum bin, musste ich rauf "
Dass es weit und breit keine Bäume gab, wird weggedacht.
Aus einem Grund - Dem Richtigen.
Katastrophen erleben wir vor allem dann, wenn >Kleinkariertes < zu "Macht" kommt, meist nur verliehen. Dabei spreche ich nicht von sog. Bildung, die zu oft mit Wissen verwechselt wird. Addiert sich dazu (unverschuldete) äußere und (verschuldete) innere Unattraktivität ist der Zug nicht aufzuhalten. Wirkt fatal auch bei Gegenteiligem = Gleichsetzung äußerer Attraktivität mit Innerer.
Das Ganze gerüttelt und gerührt, schon haben wir die Welt in der wir leben.
Dazu gibts in der Geschichte ne Masse Beispiele.
Hunde bellen weil das ihre Sprache ist.
Mensch weil...

Norbert Heyer | Do, 9. Mai 2019 - 12:04

Solange eine Gesellschaft ausgewogen ist, funktioniert das Zusammenleben. Dafür war die soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik ein Garant über viele Jahrzehnte. Der Untergang des Kommunismus und die danach einsetzenden Auswüchse des Kapitalismus (Hartz IV) hat die Gesellschaft grundlegend verändert. Die Reichen wurden immer reicher, die Mittelschicht verliert ihre gesicherte Stellung und die Sozialempfänger werden abgehängt. Dann noch die massenhafte Migration von stark religiös geprägten Menschen in eine liberal-christliche Gesellschaft mit geringer kirchlicher Bindung führt zu dem jetzt vorherrschendem Zustand. Eine links-grüne Minderheit mit starkem Rückhalt bei den Medien will den Kapitalismus-Reiche werden immer reicher-durch den Sozialismus-alle werden arm-ersetzen. Beide Systeme müssen zwangsläufig scheitern, da sie das ausgewogene, eben die Mitte, sträflich vernachlässigen. Die Schlichtheit der 10 Gebote und die Ziele der französischen Revolution könnten die Wende einläuten

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