Gasumlage
„Die Gasumlage ist ein massiver Eingriff des Staates, der das Vertrauen in die Verlässlichkeit von Liefervereinbarungen nachhaltig untergräbt“ / dpa

Energiekrise - „Energieintensive Unternehmen werden es schwer haben, diese Krise zu überstehen“

Der Verbandspräsident und Unternehmer Reinhold von Eben-Worlée über die Folgen der Energieknappheit für den deutschen Mittelstand, die schädliche Wirkung der staatlichen Gasumlage, das Fracking-Verbot – und über die Bundesregierung, der die Ernsthaftigkeit der Probleme noch nicht völlig klar ist.

Daniel Gräber

Autoreninfo

Daniel Gräber leitet das Ressort Kapital bei Cicero.

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Reinhold von Eben-Worlée ist Präsident des Verbands „Die Familienunternehmer“ und Unternehmer in Hamburg.

Herr von Eben-Worlée, hohe Energiekosten belasten die mittelständische Industrie ohnehin. Jetzt kommt noch die Gasumlage obendrauf. Was bedeutet das?

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Christa Wallau | Sa, 20. August 2022 - 14:59

von Umwelt-Fanatikern gelingen konnte, ein ganzes Volk derart vor sich her zu treiben, daß die Regierungen - Sogar im Einklang mit der sog. Opposition! - es wagten, das Fundament der Wirtschaft im Lande durch einseitige Maßnahmen zu unterminieren, ist für mich bis zum heutigen Tage unbegreiflich!
Nur mit der besonderen Mentalität der Deutschen (Irrationalität u. ausgeprägte Hasenfüßigkeit) u n d der aktiven Mitwirkung der Haupt-Medien läßt es sich erkären.
Mir kommt das Ganze vor wie ein Tanz auf dünnem Eis. Die Menschen wagen diesen Tanz, bei dem sie jederzeit einbrechen können, weil sie sich von Bedrohungen umgeben sehen, die noch viel schlimmer sind als das, was sie auf dem Eis erwartet: die Apokalypse!
Diese wird ihnen in knalligsten Farben täglich ausgemalt von der kleinen Gruppe der Fanatiker (s. o.).
Dieses Ausmalen einer tödlichen Bedrohung wirkt auch beim Ukraine-Krieg: "Wenn ihr Deutschen nicht 100% mitmacht im Kampf gegen Putin, dann schlägt er morgen auch eure Türen ein

Enka Hein | Sa, 20. August 2022 - 17:10

...den Löchern kriecht.
Wo waren diese Leute eigentlich die ganzen Jahre. Als Verbandspräsident muss man doch auch vorausschauend denken und agieren.
Aber statt kritisch zu denken und zu hinterfragen, hat man vermutlich aus lauter Angst vor linksgrünen Radalinskis den Mund gehalten um nicht als Umweltsau, Klimaleugner oder Nazi beschimpft zu werden.
Und diese Mitläufer und Klatschhasen sind keinen Deut besser als die Mitläufer von 33.
Jetzt hier irgendwelche wohlfeilen Erkenntnisse von sich zu geben, die andere vor Jahren schon gemacht haben, sollte er den Mund halten.
Damals war es dem Herrn vielleicht wichtiger von Mutti Mal im Regierungsflieger mitgenommen zu werden, als Klartext zu reden.
Klingt alles unehrlich und zumindest viel zu spät.
Er müsste jetzt vor der Wahl in Niedersachsen Mal eine klare Wahlaussage GEGEN rotgrünachen und die FDP auffordern die Ampel umgehend zu verlassen.
Das wäre ehrlich.

Ernst-Günther Konrad | Sa, 20. August 2022 - 18:53

Kann Ihnen wie immer zustimmen. Ja Frau Hein, wo waren die Kritiker der Energiewirtschaft seit Anbeginn dieser wahnsinnigen Klimahysterie eigentlich? Warum haben die nicht von Anfang an dagegen lautstark und mit Weigerung dagegen gehalten? Stattdessen braucht man sich nur deren Werbung in Webseiten und Fernsehen anzusehen und weiß, wie die bislang getickt haben. Das klimahysterische Vokabular wurde gerne übernommen. Und jetzt. Werden sie nachhaltig abgewickelt. Devote Unterwerfung, der Versuch irgendwie noch was vom Kuchen abzubekommen ist gescheitert. Die armen Gaslieferanten, die schon Jahre die Bürger gekonnt abgezockt haben, kommen selbst in Bredouille. Warum? Weil viele am Markt spekuliert haben und nun geht es in die Hose. Und mit ihnen die Bürger dieses Landes, die nicht nur kalt sitzen werden, wenn es so kommt, wie angekündigt, sondern auch ihre Arbeitsplätze verlieren, wenn die Mittelständler ausgerottet sind, weil niemand diese Spezies vor staatlichen Dummheiten bewahrte.

Urban Will | Sa, 20. August 2022 - 19:49

Satz die beste Lösung, nämlich NS 2, einfach vom Tisch.
Sehr erstaunlich, welch umfassende „Putinkenner“ (eigentlich immer gg die verwendet, die diesen Konflikt beendet sehen wollen) unter uns weilen.
Mit Russland verhandeln heißt also „Ukraine aufgeben“ (wusste gar nicht, dass Deutschland es ist, welches die „Ukraine hält“) und morgen rennt Putin dann nach Polen und dann holt er sich die Balten, usw. Klar doch.
Sorry, wer so redet, handelt nicht als „Verbandspräsident“ oder er lügt vorsätzlich und stellt die Situation falsch dar.
Es sieht so aus, dass weder Kanada noch Katar oder sonst wer uns ausreichend mit Gas versorgen werden. Es wird also zu den Härteszenarien kommen, die der Staat wohl kaum alle wird abfedern können.
Wem das Land und sein Wohlstand egal sind, der kann so reden wie der Herr hier oder das Gros unserer Politik.
Aber wem wir nicht egal sind, sollte die Option NS 2 nicht nur nicht vom Tisch wischen, sondern endlich mal in den Mittelpunkt stellen.

Das größte Problem für unser Land bei der Gasbeschaffung ist die angestrebte kurze Laufzeit. Unsere Regierung lebt von der Illusion des grünen Wasserstoffs und will daher keine langfristigen Verträge abschließen. Die großen Investitionen (siehe die für NS2) lohnen sich aber nur bei Laufzeiten von ca. 25 Jahren. Wer große Mengen auf dem "Spot-Markt" kauft, der muss halt tief in die Tasche greifen. Aber wie sagt unser Wirtschaftsminister: Es ist ja nur Geld. Anscheinend haben wir davon immer noch zu viel, können es sogar noch verschenken. Dann sollte etwas mehr für "warme Buden" doch kein Problem sein.
Unser Problem ist nicht der hohe Gaspreis, sondern der grüne Regierungsteil (wobei die Anderen nicht besser sind). Schließlich ist deren Ziel unsere Abkehr von "fossiler" Energie, ob wir dadurch Pleite gehen oder nicht.

Georg Chiste | Sa, 20. August 2022 - 19:59

D. war bisher so zahlungskräftig aufgrund seiner wirtschaftlichen Effizienz, also seinem Mittelstand/ Industrie. Infolge der Energiekrise und dem grünen Geschäft mit der Angst kommt D. höchstwahrscheinlich unter die Räder und dann geht die Rechnung mit dem reichen D. nicht mehr auf. War mal eine gut gehende Wirtschaft nicht Grundlage für sozial Gerechtigkeit?
Wie es soweit kam? Keine Ahnung, aber vielleicht ist es der deutsche Untertanengeist, gepaart mit der Propagandamaschienerie, die es einigen pol. Scharlatanen (mal wieder) ermöglicht ihre Netze zu füllen.

Heidemarie Heim | Sa, 20. August 2022 - 20:49

Reduziertem Mehrwertsteuersatz und all dem Murks, der da fast täglich fabriziert wird, frage ich mich was demnächst z.B. ein Brötchen vom Bäcker nebenan kosten soll? Dieser kann bzw. traut sich ja jetzt schon nicht, die exorbitanten Energie-/Herstellungskosten an seine Kunden
weiterzugeben. Persönlich habe ich z.B. die scheinbar nicht auszurottende Angewohnheit ab und an bestimmte Dinge des Lebens immer noch in DM umzurechnen, was dazu führte, dass ich heute für ein einfaches Kaffeestückchen (Quarkstreusel) sage und schreibe 2,20€ oder umgerechnet über 4 DM hinblätterte. Und da mein bester Ehemann auch nicht leben soll wie Hund das Ganze x2.
Angesichts dieser Preise, ich habe noch irgendwo so ein paar Riesenlappen Inflationsgeld, für die man damals 1 Brot bekam rumliegen, merkt der Bürger so langsam aber sicher was da auf ihn zurollt. Vergiss die Altersvorsorge, demnächst kannst Du einen Kredit aufnehmen um in 12 Raten bis zur nächsten Energie-Nebenkosten-Rechnung abzustottern! MfG

Norbert Heyer | So, 21. August 2022 - 07:03

Jetzt melden sich die, deren Aufgabe es eigentlich ist, vor Wahnsinns-Taten der Politik zu warnen und nicht erst, wenn infantile Kindsköpfe schon unermesslichen Schaden angerichtet haben. Zur Erinnerung: Wir wollten auf Energie aus Russland „für immer“ verzichten. Wir haben das Genehmigungsverfahren für NS 2 immer noch nicht abgeschlossen. Wir betteln jetzt überall um Energie zu jedem Preis, ohne unsere eigenen Alternativen zu nutzen. Die Grünen als Minderheit führen das ganze Land vor und das Volk liebt dafür Habeck und Baerbock. Was soll sich da noch zum Guten wenden? Die Deutschen lieben ihre Politiker und halten ihnen die Treue, bis wieder alles mal in Schutt und Asche liegt. Ohne Energie wird dieses Land einen Niedergang erleben, der nahtlos an die bedingungslose Kapitulation nach WK2 anknüpft. Aber danach - auch aus Tradition - kommt der Wiederaufbau, dass können wir, da sind wir Spitze. Es ist einfach nur traurig, zusehen zu müssen, wie ein Volk willig in den Untergang geht.

....mit wem?
Die Klima Jünger ala Greta wissen noch nicht Mal wie eine Schubkarre aussieht, geschweige wie man damit umgeht.
Die glauben durch hüpfen wird alles wieder gut. Eher kleben die sich in den Trümmern fest.
Die Intelligenz dieser Wohlstandsverwahrlosten reicht nicht für einen Wiederaufbau.
Bei Pisa Studien werden wir seit Jahren nach hinten durch gereicht.
Es sieht eher düster aus, werter Herr Heyer.
Aber eins ist sicher. Nachher war's Mal wieder keiner
Und ein 2tes Nürnberg wird's nicht geben, wo diese Spinner hin gehören würden.

Gabriele Bondzio | So, 21. August 2022 - 12:02

bei den Worten: "Das wäre der Offenbarungseid der deutschen Ukraine-Politik."

Worin der Offenbarungseid besteht? Sind wir verpflichtet, aus Solidarität zum Selbstruin zu greifen?

Und wer versorgt dann die ganzen ukrainischen Flüchtlinge.
bzw.
"Die Ukraine ist der sechstgrößte Erdgasverbraucher der Welt, ihr Verbrauch beträgt etwa 73 Milliarden Kubikmeter jährlich. Etwa 25 Prozent ihres Erdgasbedarfs produziert die Ukraine selbst, weitere 40 Prozent bezieht sie über Russland aus Turkmenistan. Der Rest kommt aus russischer Produktion."

Woraus hervorgeht, dass die Ukraine nicht nur Millionen mit der Durchleitung verdient, sondern auch von russischem Gas abhängig ist.

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