Buchmarkt - Groschenroman 2.0

Die Frankfurter Buchmesse beginnt. Aber immer häufiger, so scheint es, greifen ganz besonders Leserinnen zu Büchern sogenannter Selfpublisher. Ein Massenmarkt, der sich auch dank Amazon zunehmend professionalisiert und der auch für klassische Verlage neue Chancen bringt

Illustration Mann steckt Kopf durch berühmtes Gemälde
Auf Goethes Spuren? Sogenannte Selfpublisher sind ein Massenphänomen, das die Verlagswelt in Unruhe versetzt / Jan Robert Dünnweller

Autoreninfo

Raphaela Sabel ist Chefredakteurin des Fachmagazins Schweizer Buchhandel

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Porträt Raphaela Sabel

Sie lesen viel? Kennen Sie Karin Koenicke, Brandon Q. Morris oder Jessica Koch? Nein? Kein Wunder, denn ihre Bücher schaffen es selten in die Regale der Buchhandlungen, fast nie auf die Spiegel-Bestsellerliste oder ins Feuilleton der FAZ. Und dennoch sind sie absolute Bestsellerautorinnen und -autoren. Ihre Verkaufszahlen liegen teils bei 100 000 Stück und mehr.

Finden kann diese scheinbar unbekannt erfolgreichen Schriftsteller, wer etwa die wöchentliche Liste der Bild-Bestseller liest. Hinter Titeln wie „Herzklopfen inklusive“, „Wir. Für Immer“ oder „Ihr kalter Atem“ steht die Geheimformel geschrieben. Zwischen die Namen bekannterer Verlage wie dtv, Rowohlt oder LYX mischt sich hier immer häufiger ein Begriff: „Independently published“. Und noch einen Hinweis liefert diese Bild-Bestsellerliste: Der genannte Kooperationspartner ist amazon.de.

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