Rede des kanadischen Premiers in Davos Die regelbasierte Ordnung ist heuchlerisch, aber keine Lüge Mark Carneys WEF-Rede wird als rhetorischer Triumph gefeiert – zu Recht. Doch seine zentrale Metapher vom kommunistischen Ladenbesitzer verwischt eine fundamentale Unterscheidung: jene zwischen liberaler Unvollkommenheit und totalitärem Zwang. VON SHANTANU PATNI
Weltordnung im Wandel : Das Ende des Westens (wie wir ihn kannten) Mit der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump muss sich die Welt neu sortieren, alte Gewissheiten und politische Spielregeln gelten nicht mehr. Manche Länder werden davon profitieren. Aber neue Konflikte und Feindseligkeiten sind unvermeidlich. VON STEWART M. PATRICK
Kryptowährungen : Kampf der Systeme Kryptowährungen schaffen Freiheit, deshalb sind sie Staatsgläubigen suspekt. Während die USA diese revolutionäre Technologie fördern, orientiert sich Europa beim Umgang mit Bitcoin und Co. an autoritären Mächten wie China. VON CARSTEN KORFMACHER
Deutschland im Umbruch der Welt : Abschied vom Hegemon Mit der Erosion der westlichen Dominanz kollabiert auch die Deutungsmacht liberaler Normen und Institutionen. Doch in Deutschland ist dieser Epochenbruch noch nicht verstanden worden. Wir erleben derzeit nur das Vorbeben künftiger Verteilungskämpfe. VON MARC SAXER
Cicero im Juni : Epochenbruch Eine Welt in Aufruhr: Der einst unerschütterliche Westen wankt. Die Weltordnung des 21. Jahrhunderts nimmt Form an, während die potenziellen Verlierer nach Orientierung suchen. Deutschland muss die geopolitische Realität anerkennen – sonst bestimmen andere. VON ALEXANDER MARGUIER
Eine Welt in Aufruhr und Unordnung : Die Verdunkelungsgefahr und wie der Westen sie überwinden kann Eine Chagall-Ausstellung in Frankfurt nimmt unser Autor zum Anlass, über die Zunahme der Gewalt in den internationalen Beziehungen zu reflektieren. Die liberalen Demokratien haben es in der Hand, das Blatt zu wenden. Aber wie? VON MARTIN WIESMANN
Literaturen im November : Weltordnung, Wokeness, Waldhütte Herfried Münkler wirft einen Blick auf die Weltordnung des 21. Jahrhunderts, Bernd Stegemann kritisiert die ausufernde Identitätspolitik, und Louis-Ferdinand Céline besticht durch ein ganz und gar unheroisches Antikriegswerk. VON CICERO-REDAKTION
Chinas Blick auf die Coronakrise : Der Kampf gegen Covid-19 zeigt, wie zerrüttet die Weltordnung ist In der Coronakrise sollten sich betroffene Länder gegenseitig helfen. Doch die Solidarität hält sich in Grenzen. China steht sogar unter Verdacht, es helfe nur zu Propaganda-Zwecken. Dabei soll Präsident Xi-Jinping jetzt sogar den Landrat von Heinsberg unterstützen. EIN GASTBEITRAG VON KLAUS MÜHLHAHN
Weltparlament : Bummels Mission Andreas Bummel hat sein Leben dem Kampf für ein Weltparlament verschrieben, in dem die gesamte Menschheit repräsentiert sein soll. Was nach wilder Utopie klingt, begeisterte schon Albert Einstein und Thomas Mann. Und auch heute gibt es prominente Unterstützer VON ARMIN GHASSIM
China : Wankender Riese Vor 40 Jahren wurden die Weichen gestellt für Chinas Weg zur wirtschaftlichen Supermacht. Doch jetzt stößt das Erfolgsmodell an seine Grenzen. Der Handelskrieg mit den USA bedroht nicht nur die Früchte der Reformpolitik, sondern stellt auch die Grundlagen des gesamten postmaoistischen Systems infrage VON KLAUS MÜHLHAHN
Weltmacht China : Pekings Projekt China ist auf der Rückseite des Mondes gelandet und erhebt mehr denn je Ansprüche an Taiwan. Mit weitreichenden geostrategischen Maßnahmen unterstützt Peking die heimische Wirtschaft und sichert sich weltweit Einfluss. Aus diesen Gründen wird das im Westen teils als Bedrohung wahrgenommen, in anderen Erdteilen begrüßt VON FALK HARTIG
Neuer US-Präsident : „Trump weiß nichts über Außenpolitik” Die außenpolitischen Aufgaben der USA sind groß, doch keiner weiß, wie sich Präsident Donald Trump verhalten wird. Karin von Hippel, Direktorin eines angesehenen britischen Thinktanks, empfiehlt: Wenn Trump wirklich schwierig wird, müssen die Alliierten Druck ausüben INTERVIEW MIT KARIN VON HIPPEL