Weltmacht China - Pekings Projekt

China ist auf der Rückseite des Mondes gelandet und erhebt mehr denn je Ansprüche an Taiwan. Mit weitreichenden geostrategischen Maßnahmen unterstützt Peking die heimische Wirtschaft und sichert sich weltweit Einfluss. Aus diesen Gründen wird das im Westen teils als Bedrohung wahrgenommen, in anderen Erdteilen begrüßt

Ein großes Werbeplakat der staatlichen chinesischen Ölgesellschaft CNPC (Chinese National Petroleum Corporation)
Werbeplakat der staatlichen chinesischen Ölgesellschaft CNPC (Chinese National Petroleum Corporation) / picture alliance

Autoreninfo

Falk Hartig ist Sinologe und forscht an der Universität Frankfurt/Main zu Fragen der politischen Kommunikation.

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Im Januar erklärte das Pentagon, dass nicht mehr der globale Terror, sondern der militärische Konkurrenzkampf mit Ländern wie China die größte Herausforderung für die USA sei. Kurz darauf meldete das Statistische Bundesamt, dass China im Jahre 2017 Deutschlands wichtigster Handelspartner war, Im- und Exporte zwischen beiden Ländern summierten sich auf 186,6 Milliarden Euro. Und Ende Februar wurde Li Shufu, Chef des chinesischen Autoherstellers Geely, mit knapp 10 Prozent Aktienanteilen zum größten Einzelaktionär bei Daimler in Stuttgart.

Auf den ersten Blick gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen diesen Episoden, aber sie verdeutlichen doch eines: Napoleon hatte recht. Der schlafende Riese China ist erwacht – und die Welt erzittert.

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Peter Lieser | Mi, 21. März 2018 - 12:29

Die USA haben ca. 1000 militärische Stützpunkte weltweit. China hat ca. 1000 plus,plus Handels- Stützpunkte weltweit, auch im rohstoffreichen Afrika. Plus neuer Seidenstrasse ! Wer besser nun langfristig besser aufgestellt, darüber kann man mal nachdenken.........

Holger Stockinger | Mi, 21. März 2018 - 15:28

Vor wenigen Jahren fragte ich einen Hochschulprofessor in einer deutschen Kleinstadt mit "Maschinenbau" weltweit im Geschäft, wie fleißig die südkoreanischen Studenten denn seien? - Fehlanzeige, alle aus China! - Und zu Betriebsbesichtigungen wurden sie auch quasi herzlich eingeladen ...

Der Exportmeister Deutschland liefert dem "Imitat-Meister" China offensichtlich nicht nur Studienplätze ...

Diese dümmliche deutsche Arroganz konnte man gestern besichtigen: auf der Rückseite des Mondes ...

Willy Ehrlich | Mi, 21. März 2018 - 15:31

Das ist alles relativ; in China gibt es auch (NZZ) 176 Millionen Überwachungskameras. Ist das gut oder schlecht? Fortschrittlich oder Rückständig?

Alexander Mazurek | Fr, 4. Januar 2019 - 20:19

In reply to by Willy Ehrlich

… Überwachungsstaat hat protestantisch-aufgeklärte europäische Wurzeln, pfui Deiwel. Die Chinesen haben auch das bloß -und durchaus perfekt- kopiert. Hier der säkulare Leviathan (nach Hobbes), da das islamische Kalifat, beide fordern sie totale Unterwerfung. Da lobe ich mir Ha-Shem, der den Menschen frei nach seinem Vorbild geschaffen hat. Inshallah, besrat ha-shem, Gott sei dank!

Ernst-Günther Konrad | Fr, 4. Januar 2019 - 18:01

keine Angst, ich werde mich nicht ins Reich der Verschwörer begeben. Wenn plötzlich wieder Interesse am Mond besteht, China sein gesamtes Volk damit beglückt, die Besten der Besten zu sein, stellen sich für mich doch einige Fragen. Was wollen die da oben wirklich? Warum die Rückseite des Mondes? Gibt es beim Vorbeifliegen auch Bilder der amerikanischen Flagge und des Landroovers als Relikt der ersten Mondlandung der USA zu sehen? Was wird uns offiziell gesagt und was passiert tatsächlich "im Geheimen" dort "hinter" dem Mond?
Je mehr ich darüber nachdenke, deso größer wird mein Unbehagen. Ließen sich dort auch Raketen stationieren, die unerreicht die Welt bedrohen können? Wollen die Chinesen vielleicht auch testen Menschen irgendwann auf dem Mond anzusiedeln?
Will man künftig die Erde vom Mond aus regieren?
Würde mich sehr interessieren. Nur andererseits, will man das wirklich wissen? Meine restliche Lebenszeit wird nicht ausreichen, um Antworten zu bekommen. Ich bin verwirrt.

Christoph Kuhlmann | Fr, 4. Januar 2019 - 22:03

doch die chinesische Wirtschaft ächzt zurzeit unter den Einfuhrzöllen der USA. Man weiß, dass es der Bankensektor zu großen Teilen von Schattenbanken mit exorbitanten Zinsen geprägt ist, die in erster Linie kleinere und mittlere Unternehmen finanzieren. Man weiß, dass es zahlreiche Provinzen gibt, welche die Zinsen für ihre (teilweise wertlosen)Investitionen durch neue Kredite finanzieren. Man weiß ebenfalls, dass in China die Verschuldung auf der Staatsebene ebenfalls schnell steigt. Sicher es ist ein gelenkter Staatskapitalismus, abr auch das ist keine Garantie für immerwährende Stabilität, sondern eher die Garantie dafür, dass ein Bankrott auf allen Ebenen gleichzeitig stattfände und hunderte Millionen von Chinesen, die nach wie vor in subventionierten Staatsbetrieben arbeiten gleichzeitig arbeitslos würden und das Land angesichts der Umweltschäden durch die Industrialisierung zunehmend von Lebensmittelimporten abhängig sein wird. China verbrennt Billionen, auch im Ausland.