Tino Chrupalla bei Caren Miosga / dpa

Tino Chrupalla bei Caren Miosga - „Ich diene zuerst dem Land, dann meiner Partei“

Am Sonntagabend hat Caren Miosga mit AfD-Co-Chef Tino Chrupalla diskutiert. Es war eine Sendung, die von Miosga über weite Strecken angenehm sachlich geführt wurde. Doch dann kam Joe Kaeser – und hatte jede Menge pastoralen Impetus dabei.

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München. 

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Die gute Nachricht vorweg: Es ist offenkundig möglich, auch mit der AfD respektive mit Vertretern der AfD eine höfliche Diskussion und ein sachliches Interview zu führen. Das ist Caren Miosga am Sonntagabend gelungen, als AfD-Co-Chef Tino Chrupalla zu Gast war im Ersten. Das Gespräch reiht sich ein in eine quasi Gesprächsreihe, die dieser Tage mit der AfD geführt wird. 

Los ging es vor gut zwei Wochen mit dem TV-Duell Björn Höcke gegen Mario Voigt (CDU) bei Welt; der Journalist und YouTuber Tilo Jung hat dann vor wenigen Tagen mit dem Europakandidaten der Partei, Maximilian Krah, gesprochen. Sehr lange übrigens, dazu demnächst mehr. Weltwoche-Chefredakteur Roger Köppel hat ebenfalls ein Gespräch mit Björn Höcke geführt. Und nun hat auch Miosga zum Gespräch geladen. In diesem Fall eben Tino Chrupalla, der neben Alice Weidel an der Spitze der AfD steht. 

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Han Hube | Mo., 22. April 2024 - 11:22

Caren Miosga - ein Lichtblick im Sumpf des ÖRR. Klug, differenziert und respektvoll. Erfreulich, fragt sich nur, wann sie zurückgepfiffen wird …
Josef hingegen hat alles bestätigt, was man von ihm denkt….

Kurt Janecek | Mo., 22. April 2024 - 17:40

Antwort auf von Han Hube

Vorweg, ich hab dieses Gespräch nicht mitverfolgt lediglich die Meinungen von einigen Medien dahingehend gelesen.
Nur hatten diese Medien eine ganz andere Meinung vom Verlauf des Gespräches.
Mag sein, dass anfänglich die Moderatorin mit dem AfD-Mann gesprochen hat, es waren aber 4 Personen an der Diskussionsrunde am Ende beteiligt wo es wieder lautete: "Drei gegen Einen“ und immer nur um alte Kamellen wurden ihm vorgehalten auch von einzelnen Parteimitgliedern die er nicht unbedingt kennen muss.
Es geht den ausgesuchten und beigestellten Diskussionsmitgliedern lediglich darum die AfD schlecht aussehen zu lassen und es geht eben nicht darum die AfD mit politischen Themen zu stellen.
Also letzten Endes Wahlkampfunterstützung für die "Etablierten"!

Peter Lutz | Mo., 22. April 2024 - 11:38

Ich habe die Sendung gestern Abend nicht gesehen und kann meinen Senf nicht wirklich zum besten geben.
Ihre Aussage,
"Das Gespräch reiht sich ein in eine quasi Gesprächsreihe, die dieser Tage mit der AfD geführt wird."
lässt vermuten das auch der Cicero bald gewillt ist einen Artikel zu veröffentlichen? Immerhin sind Sie wohl der Meinung das "mit der AfD respektive mit Vertretern der AfD eine höfliche Diskussion und ein sachliches Interview zu führen" ist.

Ich freue mich darauf!

Tomas Poth | Mo., 22. April 2024 - 11:49

Wer mit Vorwürfen oder Anwürfen Sachfragen diskutiert ist auf der ideologischen, wenn nicht auf der Verhetzungsschiene unterwegs.
Hier zeigt sich die Schwäche des Alt-Kartells auf allen Ebenen, man hält sich krampfhaft am Alten fest, um seinen Besitzstand zu wahren. Es ist die Angst vor dem eigenen Irrtum und dem Verlust der eigenen Bedeutung.
Gerade Kaeser ist so ein komischer Vogel, er sprach sich positiv zu Trumps Steuerreform während dessen Präsidentschaft aus!
Zur BTW 2021 sprach er sich für Baerbock und die Grünen aus!
Ist klar, seine Siemens Gamesa Energy lebt von unseren Subventionen. 2023/24 plant der Laden allerdings erneut Verluste von 2 Milliarden Euro.
Tja und dann noch, Frankreich hast das Verbot für Windkraftanlagen an Land am 8. März 2024 erlassen! Was sagt der "Experte" Käser dazu?
Frau Miosga sollte vor Einladung von "Experten" genauer hinschauen!

Ernst-Günther Konrad | Mo., 22. April 2024 - 11:57

Das ist ein weiteres Mal, dass ich hier und in alternativen Medien lese, das Frau Miosga offenbar eine gute, eine neutrale und eben nicht in der Erwartungshaltung der übrigen Empörten einseitige Sendung macht. Vielleicht lohnt es sich ja, sie demnächst doch mal einzuschalten. Nach zweimal Höcke Interview und jetzt Chrupalla wäre es langsam an der Zweit, dass auch andere Formate sich da mal eine Scheibe abschneiden und mal endlich angefangen, die AFD inhaltlich zu stellen und eben sich nicht nur an Personalien abzuarbeiten und halbseidene, fragwürdige Sätze immer wieder aufzuwärmen. Ich fürchte aber, es wird bei einer Einzelsendung bleiben und noch hat auf Miosga auch nicht den möglicherweise noch eintretenden Shitstorm zu überstehen. Bin mal gespannt, was man dieser Frau vorwerfen wird, weil sie höflich und respektvoll ein Interview führt, ohne das AFD Fähnchen zu schwingen. Es sind aber wahrscheinlich genau solche Interviews, die die Msm fürchten. AFDler sind eben auch Menschen.

Maria Arenz | Mo., 22. April 2024 - 12:10

Vernehmung eines AFD-Gottseibeiuns im ÖR unter Einhaltung elementarer Regeln von Anstand und Höflichkeit. Aber wieso um alles in der Welt hat man dazu einen Josef Käser eingeladen? Was versteht der denn davon, ist ihm langweilig? Es fehlen außer den "high- potentials" bei Tech-Konzernen doch vor allem jede Menge Fachkräfte, die ganz bestimmt kein Englisch brauchen, viele nicht einmal viel deutsch. Daß es daran bei über 50 % ausländischen "Bürger"-Geld -Beziehern auch 8 Jahre nach Ausbruch der Willkommenskultur immer noch fehlt, ist doch eines der Kernprobleme unserer von der AFD zu Recht attackierten Migrationspolitik. Einer ignoranzbasierten Gefühligkeits-Politik die zu einem unserer größten Standortrisiken wurde-kommunale Finanzen, Innere Sicherheit, Bildungseinrichtungen-alles geht unter der nicht endenden Invagrantenflut den Bach runter und infolge der schon rein quantitativen Dauer- Überforderung der betroffenen Sektoren ist eine geordnete Umkehr auch nicht mehr zu schaffen.

Helmut Bachmann | Mo., 22. April 2024 - 12:14

Durchkommen mit Englisch kann man sehr gut in Deutschland. Als Gast zumindest. Auf die Dauer dürfte Deutsch noch eine Weile ganz hilfreich sein.
Und mal ganz nebenbei: wie hat es jemand wie Kaeser geschafft nach oben zu kommen? Das ist für mich ein Rätsel.

Günter Johannsen | Mo., 22. April 2024 - 12:15

Das erste Mal seit Jahren, dass es eine faire Diskussionsrunde in einer ÖR-Talkshow gegenüber einem Vertreter der AfD gab. Das ist der Moderatorin Caren Miosga gut gelungen.
Demgegenüber hat sich Joe Kaeser als Prediger für die links-grüne Einheitsfront entpuppt und damit selbst vorgeführt, denn ich glaube nicht, dass er seine ureigene Überzeugung offenbart hat. Aber sowas ist nicht neu in Deutschland, dass sich Industrie-Bosse gegenüber dem Staat - auch wenn der totalitär ist - unterwürfig und, mit Verlaub, einschleimend verhält. Danke, Caren Mioska und schade und enttäuschend, Joe Kaeser!
Tino Chrupalla konnte sich und seine Partei gut darstellen. Allerdings für die Kommunisten hier wahrscheinlich ein Albtraum, doch das geht mir Allerwertesten vorbei!

Bernd Windisch | Mo., 22. April 2024 - 12:25

Frau Miosga reihte mit freundlichem Lächeln eine Abseitigkeit nach der anderen aneinander. Erinnert sich jemand, dass jemals grüne Spitzenvertreter im Fernsehen streng nach der Freigabe von Sex mit Minderjährigen befragt worden wären? Die sozialistischen Forderungen der Co-Bundessprecherin der Grünen Jugend? Geschenkt.

Als Chrupalla den Finger in die Massenmigrationswunde legte wurde ihm böses Ränkespiel unterstellt. Joe Kaeser kam über grünes Stammtischniveau nicht hinaus. Meine internationalen Kunden sagen mir: „Bleiben sie weltoffen“. Das klang wie bei Baerbock wenn sie ihre drittklassige Anekdoten zu Weltgeschehen verklärt. Ein vermutlich handverlesenes Publikum klatschte an den richtig inszenierten, aber völlig absurden Stellen. Als wenn die Begrenzung von illegaler Massenmigration mit dem Verlust von Weltoffenheit einher gehen würde. So diskutieren allenfalls Leute, die keine Argumente haben.

"Frau Miosga reihte mit freundlichem Lächeln eine Abseitigkeit nach der anderen aneinander." - Wenn Journalisten nichts Vernünftiges zu ihren Gästen einfällt, dann scheint der Gast überlegen zu sein. Sehr oft wurde übrigens aus dem Buch von EU-Spitzenkandidat Krah von der AfD zitiert, so als ob Chrupalla Krahs gesetzlich bestellter Betreuer sei. Heutzutage ist es einfach Opposition zu machen, da die Regierung derart viel und intensiv Provozierendes fabriziert, dass AfD - und BFW - parteipolitische Selbstläufer sind.

Stefan Jarzombek | Mo., 22. April 2024 - 12:51

Was erwartet Frau Miosga von Gesprächspartnern , die es zulassen das Unternehmen an China oder die USA verschachert werden, zumindest aber treibende Kräfte dahinter sind ?
Fangen wir bei Mercedes an, wo die Chinesen 20% haben und im Vorstand sitzen.
Bei Kaeser verhält sich die Liebe zu Deutschland ähnlich.

Norbert Heyer | Mo., 22. April 2024 - 12:52

Zuerst die Feststellung: „Gut das darüber gesprochen wurde.“ Tatsache ist aber, dass eine Regierungsbeteiligung mit der AfD unter allen Umständen verhindert wird. Im äußersten Notfall würde man mit einem ziemlich unbekannten Gesetz eine Regierung der AfD durch Absetzung verhindern. Auch eine Koalition mit jeder anderen Partei würde schiefgehen. Die nachgeschalteten Verwaltungsbehörden würden einfach Weisungen einer AfD-Regierung unterlaufen und sich komplett verweigern. Das betreffende Land wäre gänzlich stillgelegt. Egal, was daraufhin passiert, die möglichen Reaktionen sind (fast) allen anderen Parteien egal. Es könnte zu Unruhen, Streik und Auseinandersetzungen kommen, den Einheitsparteien wäre alles recht. Sie wollen in der Öffentlichkeit nur den Eindruck erwecken, dass die AfD dieses Land unregierbar macht und dafür nehmen sie alle möglichen Konsequenzen in Kauf. Sie wollen den Niedergang mit allen Mitteln durchziehen. Mittlerweile glaube ich, dass so etwas bei uns möglich ist.

Heidemarie Heim | Mo., 22. April 2024 - 13:36

Habe per Zufall erst zum Ende hin hineingeschaut als besagter Herr Kaeser versuchte Herrn Chrupalla mittels inländisch verkaufter Turbinen? die Überlebensnotwendigkeit unserer Wirtschaft sowie den EU-Fortbestand zu erklären. Wobei mir sofort Äußerungen aus der Wirtschaft in den Sinn kamen, dass wenn die AfD jemals ans Ruder käme in irgend einem BL oder gar Bundesregierung alle Investoren und Industriebetriebe sofort das Weite ergreifen würden. Was man in EU-Ländern mit inzwischen recht "rechten" oder zumindest Regierungsbeteiligungen aber größeren Wachstumsraten als wir momentan bisher nicht beobachten konnte? Aber warum einfach wenn es auch kompliziert geht den wahren Schuldigen bzw. Sündenbock zu benennen? Bei allem Bemühen seitens der Moderatorin, ihre in meiner Überschrift gebrauchten Formulierung/Fragestellung gegenüber dem "Befragten" C. erweckte bei mir nicht gerade übermäßig den Eindruck von Neutralität. Aber das wäre im ÖR wahrscheinlich auch des Guten zu viel verlangt;-). MfG

Marcus Aurelius Josef Johannes Horst Franz Josef Keller | Mo., 22. April 2024 - 13:42

Positiv empfand ich in der Tat die sachliche Art der Moderation von Frau Miosga.
Recht irritierend empfand ich, daß sowohl Joe Kaeser LS auch die Journalisten vom DLF fast pausenlos von Ihnen offensichtlich vorbereiteten Papieren ablassen...
Da hatte ich von Herrn Kaeser anderes erwartet! Seine Argumentation wirkte auf mich konfus.
Und Her Chrupalla wirkte besonnen und sympathisch schlagfertig.
Diese Runde ging m.E. an Ihn.

Gerhard Lenz | Mo., 22. April 2024 - 14:22

Taucht die AfD auf, ist der Unterhaltungswert groß. Man muss sich nicht mehr mit Politik rumschlagen. Allerdings darf man das Zeugs, das AfDler absondern, nicht zu ernst nehmen, schon gar nicht an sich herankommen lassen. Es ist zwar zuweilen erschreckend, aber doch meistens ausgesprochen wirr.
Da muss man also schon Herrn Krah fragen, was er mit seinem wirren Buch gemeint hat. Typisch, was mal wieder zu sehen war: Öffentlich leicht schmunzelnde Distanz zu Krah, auf dem AfD-Parteitag fetter Jubel. So sind sie, die Retter Deutschlands. Das doppelte Gesicht kennt man ja: Ein belangloses Parteiprogramm als Alibifunktion, aber in den Sozialen Medien, auf dem Parteitag oder am Stammtisch geht's zur Sache, ist kein Platz mehr für halbe Sachen. Krah, auf dessen evolutionärer Skala die Frau wohl irgendwo zwischen dem weißen Mann und dem deutschen Schäferhund rangiert, welchen man bei den Braun-Blauen wiederum als dem Migranten überlegen ansieht, ist ja auch nur Spitzenkandidat der EU-Liste...

Gerhard Lenz | Mo., 22. April 2024 - 14:25

Vielleicht hat Krah den burlesken Schinken ja gar nicht geschrieben?

Ach so. Hat Krah hat wohl mit dem wirren Zeug gar nichts zu tun. Steht halt nur zufällig sein Name drauf.

Vielleicht stecken ja auch Correctiv oder Haldenwag dahinter? Weiss Herr Brodkorb schon mehr?

Um der AfD mal wieder eins auszuwischen?

Naja, meine Großmutter hätte bei ihnen gesagt:
"Hatte keine richtige Kinderstube"
was heißen soll
Benehmen nicht vorhanden
weiß nichts über die Gebote Gottes & den Todsünden
die man wie Pfützen mehr als beachten sollte
solange man in Ausgehkleidung ist
um den Anstand wie Respekt zu anderen Menschen zu wahren
PS: Deshalb zog man sich um, selbst nur um mal kurz was einzukaufen
& nicht wie heutzutage, wo ich so denke
> in solchen "Putzlappen" hättest du damals nicht einmal die Kohlen geholt

Jedenfalls lieber Herr Lenz, um es kurz zu fassen
Ich habe in all den vielen Jahren (2017/18 weniger)
weil meine klaren Ansagen/Aussagen damals für Herrn Schwennicke & Hildebrand nicht in das Metier passten

NICHT EIN LIEBES WORT, EIN DANKESCHÖN, EINEN RESPEKTVOLLEN KOMMENTAR,
EIN NETTES WORT DER LIEBE, ACHTUNG, DEMUT, AUFMUNDERUNG ZUR HOFFNUNG ODER VERGEBUNG
eben alle POSITIVE Worte nicht ein einziges mal von ihnen wahrgenommen, gelesen

Immer NUR NEGATIVE (Eigenschafts-)WÖRTER, DIFFAMIERUNG/VERLEUMDUN

Hier ging es doch gar nicht um Herrn Krah.
Sie haben lediglich keinen anderen Sündenbock gefunden,den sie dem Herrn Chruppalla unter die Nase reiben konnten.
Beim Thema Björn Höcke hätte wahrscheinlich jeder gäähhnend abgeschaltet.
Da muß letztlich sogar das altgediente Schlachtross Joe Kaeser mit seinem Käse nochmal herhalten um Chruppalla vermeintlich die Leviten zu lesen.
Herr Lenz, bei dem Stellenabbau den auch Kaeser in Görlitz betreibt,der Abwanderung von seiner Industrie auch in andere Staaten,da glaube ich nicht das hier bald noch viele zugewanderte Fachkräfte benötigt werden.
PS: Kohl nahm seine Spendenaffäre unaufgeklärt mit ins Jenseits und den Jungs von der AfD ist bisher nichts nachzuweisen.😉

Christa Wallau | Mo., 22. April 2024 - 15:03

wie souverän Herr Chrupalla mit Leuten umgeht, die meinen, ihm wegen seiner nicht-akademischen Bildung irgendwie am Zeug flicken zu können.
Ich wußte z. B. nicht, daß Herr Meuthen Chrupalla als "Pinsel" bezeichnet hat, weil dieser Malermeister ist. Umso glücklicher bin ich darüber, daß der arrogante ehemalige Parteivorsitzende inzwischen die AfD verlassen hat u. in der Versenkung verschwunden ist.
Für mich ist es ein Zeichen von Herzens-Bildung (die gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann), daß man auf niemanden herabsieht, den Mitbürger als ihren Abgeordneten gewählt haben.
Wenn ich Herrn Kaeser in diesem Gespräch
betrachte u. ihn mit Herrn Chupalla vergleiche, dann fällt mir ins Auge, wie arrogant u. abstrakt er in seinen Äußerungen wirkt. Dasselbe gilt für Fr. Lindner vom DLF, bei dem es erwiesenermaßen inzwischen fast nur noch grüne u. linke Journalisten gibt.
Dagegen argumentiert Chrupalla aus der Erfahrung mit Menschen vor Ort heraus, weil er sie e r n s t nimmt!

@Frau Wallau, es spricht viel für Ihre Argumentation. Im Gespräch mit ihm als Malermeister ohne akademische Weihen fällt beim Gegenüber einiges an Lack ab, besonders bei Herrn Kaeser. Nur so konnte dieser offenbar auf die Idee kommen, Luisa Neubauer ein Aufsichtsratsmandat anzubieten. Und ob er den Siemens-Konzern wohl geordnet übergeben hat ? Man kann durchaus auf die Idee kommen, sich das Gegenteil auszumalen.

Werte Frau Wallau, aus meiner Berufserfahrung heraus kann ich bestätigen, dass die "Macher" (wie etwa Herr Chrupalla) schon oft oder gar meistens die Fehler der "scheinbar unfehlbaren Intellektuellen" ausbessern mussten um ein Scheitern von Vorhaben/Projekten zu vermeiden.

Werte Frau Wallau, Sie erinnern mich an eine Erfahrung, die ich 1989/90 machte, als ich erstmalig durch den Westen reiste. Ein mir bis dahin nicht bekanntes Maß an Arroganz und Besserwisserei schlug mir entgegen. Ich begriff, dass Arroganz eine Technik des konkurrierenden Durchsetzens ist. Sie entsteht zwangsläufig, wenn die gesellschaftliche Durchmischung ausbleibt.

In der DDR war man gezwungen, mit grundsätzlich allen Leuten auszukommen, man konnte auch nicht ausweichen. Das hat aber dazu geführt, dass mehr Verständnis für abweichende Milieus entstanden ist.

In der DDR war Arroganz tabu und sie ist auch noch heute verpönt, und das kommt dem gesellschaftlichen Klima zugute. Hier können noch politische Diskussionen mit stark unterschiedlichen Teilnehmern geführt werden. Im Westen dagegen ist die Abwertung und Dämonisierung politischer Gegner und fremder gesellschaftlicher Schichten allgegenwärtig.

Und je höher der Kontostand, desto stärker ist sie - bis auf Ausnahmen - ausgeprägt.

Herr Chruppalla hat vollkommenen den Durchblick, wenn er sagt, wenn die Manager vom Schlage eines Herrn Kaeser mit ihrer Industrie abwandern,dann braucht es hierzulande auch keine Fachkräfte mehr die zuwandern.
Dann bekommt Deutschland noch nicht einmal mehr diejenigen in Lohn und Arbeit die hier schon sind.
So wird's aussehen.

Bernhard Jasper | Mo., 22. April 2024 - 17:05

Es ist immer wieder das Gesellschaftsbild. Dabei tritt unter anderem ein offenbar unstillbares Verlangen nach Biedermeier zutage, auch die Tendenzen zum unverwechselbaren Eigen-Leben. Für ein wirtschaftlich weltoffenes Deutschland ist das natürlich verheerend (40 % Exportquote).

Er ist durch und durch Ossi. Ich habe den jämmerlichen Zustand der Kombinate gesehen. Die Bausubstanz verfallen, die Produktionsanlagen hoffnungslos veraltet, ganz zu schweigen von der enormen Umwelt-Verseuchung. Das Ende der DDR kam dann jedoch schon bald, mit den enormem Transformationskosten in die soziale Marktwirtschaft.

Politische und wirtschaftliche Bildung bleibt deshalb eine Existenzvorrausetzung für die Bundesrepublik Deutschland.

Bernhard Jasper | Di., 23. April 2024 - 09:01

Antwort auf von Bernhard Jasper

In der Mangelwirtschaft der DDR war z.B. auch die gefährliche Chemieproduktion (Braunkohle als Ausgangsstoff) in Reparatur und Betrieb nicht selten Flickschusterei gewesen. Dann implodierte die Wirtschaft des „großen Bruders“ UdSSR. Ergebnis der Abschottung des gesamten Ostblockes.

Die ehemalige DDR, eine industrielle Trauerlandschaft, die in einer globalisierten Wirtschaft nicht überlebensfähig war. Diesem hoffnungslos veraltet erscheinenden Wirtschaftsraum wurde jedoch ein Anschluss an bundesrepublikanische Standards angesonnen, dabei spielten Investitionen eine dominierende Rolle.
Die Wählerinnen und Wähler dieser Partei scheinen zu wissen, dass sie eine rechtsnationale bis rechtsradikale Partei mit dieser erneuten Abschottung durch einen programmatischen „Dexit“ wählen. Jetzt kommt die berechtigte Frage danach, ist Deutschland ein sicherer Platz, auch für die ausländischen Fachkräfte?

Sabine Lehmann | Mo., 22. April 2024 - 17:09

Wenn ich mir diese "Menage à Trois" anschaue, frage ich mich, wer hier welche Rolle einnimmt. Bei Kaesner ist das leicht, erfüllt er doch vorhersehbar den passenden pathologischen Realitätsverlust seiner Kaste. Von englischen Sprachkenntnissen zu faseln angesichts einer Migranten-Klientel, die sich fast zu einhundert Prozent aus den untersten Gesellschaftsschichten rekrutiert, daher weder lesen noch schreiben kann, schlichtweg Analphabeten sind, lässt schon fast die Vermutung zu, Herr Kaesner hätte von der Cannabis Legalisierung direkt vor der Sendung schon reichlich Gebrauch gemacht;)
Und Frau Miosga? Hinter scheinheiliger mimischer Freundlichkeit verbarg sich ein thematisches Minenfeld an Fragen, die man sicher begrüßen würde, kämen diese so auch bei allen anderen politischen Kandidaten zum Zuge. Dem ist aber mitnichten so. Ich erinnere mich an unzählige Interviewpartner, die mit dermaßen weichgespülten, einschmeichelnden Verbalien begossen wurden, dass man sich fremd schämen musste.

Wie immer, liebe Frau Lehmann, stimme ich Ihrem Kommentar voll zu. Ich wollte in einem Kommentar Herrn Krischke widersprechen. Denn, auch im Gegensatz zu einigen Foristen, bin ich ganz Ihrer Meinung, nämlich dass Miosga kein „angenehm sachliches“ Gespräch mit Chrupalla geführt hat. Wie Sie schreiben, entlarvt sie ihre Mimik! Wenn sie das Gefühl hat, dass sie jemand in die Ecke getrieben hat, blitzen ihre Augen. Und sie wollte nichts anderes, als alle ihre tollen Kollegen, sprich Chrupalla „grillen“. Peinlich ihre Aussage, dass ja der Vater von ihm auch Malermeister gewesen sei. Hat ihr Riesenteam so schlecht recherchiert? Und Chrupalla‘s Antwort, dass man nicht alles bei Wikipedia glauben solle, fand ich cool. Außerdem fiel nicht nur mir auf, dass Kaeser (was ein Glück für ihn, dass er sich mit „ae“ schreibt!) vom Spickzettel ablas. Die DLF Tuss hatte ja Mengen an zusammengetragenem Material über die böse AfD gesammelt und griffbereit. Waren die beiden etwa informiert über die Fragen?

Armin Latell | Mo., 22. April 2024 - 17:31

Ich muss mir da nur die aktuellen Figuren dieser Regierungskoalition anschauen, das ist schrecklich genug. Dummland geht, wie man so schön sagt, radikal die "Bachgass runter", daran hat die AfD keinerlei Anteil. Bei den Einheitsparteien hat sich das "Schreckgespenst" sehr schnell zu einer ausgewachsenen Psychose entwickelt.

Hans-Hasso Stamer | Mo., 22. April 2024 - 18:51

Diese Aussage nehme ich Herrn Chrupalla ab. Sie ist für mich ein großer Pluspunkt für die AfD und ein absoluter Malus für die Grünen. Die haben allein mit dem Atomausstieg bewiesen, dass sie zuerst Politik für die Partei und dann erst nicht mal für das Land, sondern gegen das Land gemacht haben. Und sie sind auch nicht bereit, diesen Fehler zu korrigieren.

Das Heizgesetz GEG ist für mich der größte Sündenfall dieser Partei. Er mutet selbst noch dem ärmsten Häuslebauer absolut untragbare Kosten und ein völlig verkorkstes Energiekonzept zu, das per gesetzlichem Zwang oktroyiert wird, die vorgegebenen Ziele aber schon aus physikalischen Gründen gar nicht erreichen kann.

Das ist für mich der Supergau jeder vorstellbaren staatlichen Politik, die doch dem Bürger - gemäß Ministereid - nutzen sollte.

Allein das würde meine Feindschaft gegen die Grünen, denen ich einst angehörte, begründen. Wie zynisch darauf zu bauen, dass das einem Bürgergeldler, dessen Miete alimentiert wird, egal sei.

Sabine Jung | Mo., 22. April 2024 - 19:34

aber, es bewarheitet sich doch langsam, die AfD frisst keine kleinen Kinder und schiebt auch nicht jeden "Nichtdeutschen" ab.
Man muss ihr nur einmal zuhören und nicht rot-grün verblendet sein und auch einmal ihr Wahlprogramm lesen. Alles andere ist nur die gesprochene Leier der Medienlandschaft.
Was hat denn nun der Herr Höcke getan, dass er als Faschist gilt, er sprach von diesen skandalösen 3 Worten: "alles für D......"
und das ist also das Schlimme, weshalb man die AfD nicht wählen darf? Oh man, mir wird richtig schlecht. Hoffentlich urteilt das Gericht gut ab, dass solcher Unsinn in Zukunft aufhört.
Es wird Zeit, dass in den Medien auch einmal Vertreter der AfD eingeladen werden.

Höcke haben sie zum Faschisten gestempelt, weil sie eine Feindfigur brauchten. Da bot sich jemand an, der sich aufgrund seiner Profession öfter mit der Geschichte beschäftigt hat.

Als Feindbild haben sie ihn sich auch ausgesucht, weil er Charisma und Klasse hat, etwas, das sie fürchten wie eine Epidemie, und diese Eigenschaften reizen jeden der heutigen rotgrünen Führung,sversager vermutlich bis aufs Blut.

Ingofrank | Mo., 22. April 2024 - 20:01

„Fachkräftemangel“ ….. als Herrn Käser von AFD Mann gefragt wurde, warum denn die 1200 ? gut qualifizierten Fachkräfte entlassen wurden…..
Das war für mich der Brüller der Sendung zwar zum Sendungsschluss, aber immerhin.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Nachrufer | Mo., 22. April 2024 - 22:52

Es war, verglichen mit Gesprächsrunden anderer Sender, eine eher harmlose Veranstaltung, in der sich Herr Chrupalla erstaunlich zurückhielt. Denn sonst hätte er zu Korruptionsvorwürfen gegen einen AfD-Abgeordneten nicht einfach darauf verwiesen, dass es so etwas auch bei anderen Parteien gebe, sondern den „Cum-Ex“-Skandal angesprochen und hier besonders einen Namen genannt.
Diesen Namen hätte er auch nennen können, als zwei „Frauenbilder“ eingeblendet wurden. Etwa so: Die „traditionelle Frau“ würde sich jedenfalls dagegen wehren, wenn Politiker „die Lufthoheit über Kinderbetten erobern“ wollten, vgl. https://www.welt.de/print-wams/article122357/Lufthoheit-ueber-Kinderbet…. - Zweites Frauenbild: Die „moderne ,befreite‘ Frau“ mit ihren stolzen Abtreibungen – da hätte sich ein kleiner Hinweis angeboten zu einer früheren Grünen-Politikerin, vgl. https://www.youtube.com/watch?v=y5N9gBMpyiM. Herr Chrupalla blieb sachlich, für manche wohl die schlimmere Provokationsvariante.