Leerer Hörsaal der Humboldt-Universität Berlin / dpa

Antiintellektualismus - Neuerliche Verhetzung

Erste Anzeichen eines neuen Antiintellektualismus gehen oft mit gesellschaftlichen Krisen und der Kontraktion der Diskursräume einher. Stehen wir vor einem Zeitalter, in dem sich Bildung und Intelligenz verhetzen lassen müssen?

Autoreninfo

Professor Dr. med. Matthias Schrappe ist Internist und war Vorstandvorsitzender der Universitäts-Klinik Marburg, Dekan und wiss. Geschäftsführer der Univ. Witten/Herdecke, Generalbevollmächtigter der Frankfurter Universitäts-Klinik, Dir. Institut Patientensicherheit Universität Bonn (in den Jahren 2002 bis 2011).

So erreichen Sie Matthias Schrappe:

Ein leichtes Flüstern im Untergrund. Wie im Jahr 10191 auf dem Wüstenplaneten Dune: eine sich mäandernd fortpflanzende Wölbung im Wüstensand. Bevor plötzlich das riesige Maul des Sandwurms auftaucht und alles verschlingt. Immer wieder, wenn man in der gegenwärtigen Situation Andeutungen und direkte Anspielungen zu Gesicht bekommt, die das Thema „zu viel Wissen und zu viel Intelligenz machen gefährlich“ adressieren, drängt sich diese Analogie zum Roman „Dune“ des amerikanischen Schriftstellers Frank Herbert auf. Denn was sich heute erst andeutet, kann morgen schon zu einem wahren Gespenst werden, erste Anzeichen eines neuen Antiintellektualismus gehen oft mit gesellschaftlichen Krisen und der Kontraktion der Diskursräume einher.

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