Angela Merkel
Altkanzlerin mit Erklärungsbedarf: Angela Merkel / dpa

Merkel-Festspiele bei „Spiegel“ und „Stern“ - Die Altkanzlerin sorgt sich um ihren Ruf

Deutschland ist in der Bredouille, und so langsam dämmert vielen, dass die aktuellen Probleme auch etwas mit der Regierungszeit von Angela Merkel zu tun haben könnten. Kein Wunder also, dass die Altkanzlerin dieses Bild zurechtrücken will. Dafür auserkoren wurden zwei erprobte Hofberichterstatter von „Spiegel“ und „Stern“. Aber wer macht das Rennen?

Alexander Marguier

Autoreninfo

Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

So erreichen Sie Alexander Marguier:

Wenn in den Magazinen Spiegel und Stern zeitgleich große Geschichten über Angela Merkel erscheinen, an denen sie selbst mitgewirkt hat, ist etwas im Busch. Was das sein könnte, ist nicht besonders schwer zu ergründen, denn ein Buch, das die frühere Bundeskanzlerin gerade mit ihrer einstigen Büroleiterin Beate Baumann über ihre Amtszeit schreibt, ist offenbar noch lange nicht fertig – es jetzt schon zu bewerben, wäre also sinnlos. Bleibt demzufolge nur die zweite Erklärung: Merkel fürchtet um ihren Ruf und hat sich entschlossen, aktiv über die Medien gegenzusteuern.

Tatsächlich wird spätestens seit dem russischen Überfall auf die Ukraine immer deutlicher, dass Angela Merkels Hinterlassenschaft von 16 langen Regierungsjahren keineswegs glorios ist. Die Abhängigkeit von russischem Gas, der desaströse Zustand der Bundeswehr, eine verkorkste Energiewende, unzureichende Digitalisierung: Das sind (freundlich gesagt) alles unerledigte Baustellen, und wer die scheinbar ewige Bundeskanzlerin hierbei von jeder Verantwortung freisprechen wollte, der würde damit gleichzeitig grundsätzlich die Wirkung von Politik bestreiten. Die Zeitschrift The Economist brachte die Lage Deutschlands deshalb schon vor mehr als einem Jahr sehr treffend mit der Titelzeile auf den Punkt: „The mess Merkel leaves behind“.

Cicero Plus weiterlesen

  • i
    Alle Artikel und das E-Paper lesen
    • 4 Wochen gratis
    • danach 9,80 €
    • E-Paper, App
    • alle Plus-Inhalte
    • mtl. kündbar
Tomas Poth | Fr., 25. November 2022 - 12:37

Das schlimmste wurde gar nicht in dem Beitrag erwähnt, sie hat uns ein auf RotGrün umgekrempelten Staat hinterlassen.
Man spricht von der Physikerin, sie ist aber zu allererst eine durch und durch gewirkte FDJ-Sozialistin. Und hat einen entsprechenden Saustall hinterlassen.

Christa Wallau | Fr., 25. November 2022 - 13:05

mit diesem Artikel vermiesen, lieber Herr Marguier?
Ganz ehrlich:
Ich möchte von Angela Merkel nicht mehr behelligt werden - weder mit Worten noch mit Bildern von ihr.
Es ist eine große Erleichterung, sie nicht mehr täglich sehen zu müssen, wenn auch andere Grusel-Gesichter dafür umso häufiger auftauchen.
Jedesmal, wenn ich an die Kanzlerin erinnert werde, ärgern mich viel mehr als deren
Fehlentscheidungen u. skandalöser Regierungsstil (Alternativlos!) die Naivität/ Dummheit vieler meiner Mitbürger, die dieser inkompetenten Frau 16 Jahre lang ihr vollstes Vertrauen geschenkt haben.

Hier also meine herzliche Bitte an Sie: Nichts mehr von der "größten Kanzlerin aller Zeiten", es sei denn Sie können über einen Untersuchungsausschuß berichten, der sich mit ihrer Entscheidung 2015 befaßt.
Der einzige Satz, weshalb es sich gelohnt hat, den Artikel zu lesen, ist der folgende von Herrn Osang: "Sie hat das Volk in den Schlaf gewiegt, aber als sie aufhörte zu singen, wurde es wieder wach."

....hat die FDP noch 2015 laut getönt, mit Lindner vorneweg.
Seit dem ist die FDP ein Merkel Klatschhasen Verein und schon mit linksgrüner Schlagseite endgültig bei mir unten durch.
Völlig unglaubwürdig.
Meine damalige Einschätzung wird seit der Ampel jeden Tag aufs neue bestätigt.

Liebe Frau Wallau, ich glaube, nicht Wenige liegen immer noch im Wachkoma. Anders jedenfalls kann ich mir das immer noch andauernde allgemeine Phlegma nicht erklären.

Christa Wallau | Sa., 26. November 2022 - 12:00

Antwort auf von Sabine Lehmann

ich stimme Ihnen zu:

Die meisten unserer Merkel-sedierten Mitbürger sind zwar in einer "anderen Welt" (Sicht der GRÜNEN auf die heutige Lage!) kurz mal aufgewacht, aber sie haben sich derart an's wohlig-warme Lotterbett und ihre hochnäsigen Träumreien vom hypermoralischen Deutschland mit seinen Klimarettungs-Religion und seiner "Willkommenskultur" gewöhnt, daß sie gleich wieder eingeduselt sind.

Das nächste Aufwachen wird dann umso unangenehmer ...

Ihnen und allen CiCERONEN wünsche ich eine schöne Adventszeit.

es wird wohl noch einige Jahre dauern, bis man in unserem verblendeten Land erkennt, dass diese Frau uns und unseren Kindern und Enkeln einen in Hundert Jahren nicht wieder wieder gut zu machenden Schaden zugefügt hat. Die RotGrünen Khmer sind nur die Profiteure und letzten Vollstrecker dessen, was diese Frau unserem Land zugefügt hat. Ihre gesamte Politik war immer nur erfüllt und getrieben von einer tiefen Verachtung gegenüber unserem Volk und unserem Land.

Menzel Matthias | Fr., 25. November 2022 - 13:05

findet man wohl nicht!!!!!
Diese Hofberichterstattung geübt in 16 Jahren können sie auch jetzt nicht ablegen. So wie es um den Journalismus steht, steht es auch um die Demokratie und um diesen Staat und seine Organe. Und das alles hängt mit dieser Dame zusammen! Mehr ist nicht zu sagen.
Das Muster der Schleimer von 40 Jahre DDR kann man auch hier und jetzt erkennen - und in dem Punkt hat sie recht.

... und zwar aus meiner kleinen, aber (m. E.) feinen Cicero-Artikel-Sammlung:
10 JAHRE MERKEL - Wohlstandsvernichtung, wohin man blickt - VON DANIEL STELTER am 27. JANUAR 2016!
Nicht wissend, ob und wie man bei Cicero so weit "zurückschauen" könnte, möchte ich hier nur die zwei letzten Absätze zitieren:
"Das ist das eigentliche Defizit zehn Jahre Merkel´scher Kanzlerschaft: Wir verteilen unseren vorhandenen Wohlstand freimütig und versäumen es, die Grundlagen für den zukünftigen Wohlstand zu legen. Wenn man es versucht zusammenzurechnen, kommen mehrere Billionen Euro an Wohlstandsverlusten als Folge der verfehlten Politik zusammen.
Das Erwachen aus der Wohlstandsillusion wird hart werden und massive Verteilungskonflikte zur Folge haben."
Nun kann A.M. wohl nicht alles dafür, dass die "massiven Verteilungskonflikte" sich auch noch internationalisiert haben, aber ihre insgesamt 16-jährige "ModeratorINNENtätigkeit" hat für meinen Geschmack das Attribut gestaltende POLITIK nicht verdient.

Tonicek Schwamberger | Fr., 25. November 2022 - 13:22

. . . hätte ich diesen Artikel nicht lesen müssen.
Allein die Tatsache, daß Herr Marguier ihn geschrieben hat, hat mich zum Lesen veranlaßt - einen Artikel von Herrn Marguier kann und werde ich nicht ungelesen lassen.-
Ansonsten, und das meine ich ernst, ist es mir lieber, von der Person Merkel nichts mehr zu hören, nichts mehr zu lesen.
Schönes Wochenende!

Urban Will | Fr., 25. November 2022 - 14:25

einst ein treuer Untergebener von ihr, aber unzweifelbar einst ein heller Kopf, Merkels Bezeichnung als „Große Kanzlerin“ ablehnte, ließ mich das aufhorchen.
Schäuble konnte schon immer unterschwellig Debatten anstoßen und ich sehe dies als solche.

Merkel war, v.a. innenpolitisch, eine Katastrophe für dieses Land. Schon alleine, dass sogar der SPIEGEL zum Hofberichterstatter – Blatt degenerierte, zeigt die gründliche Umwälzung, die sie diesem Land aufdrückte. Sie hat die „politische Mitte“ weit nach links gerückt, sprich, exekutiert.
Sie hat eine Kultur begründet (der Aufstieg der AfD nutzte ihr dabei und daher bin ich mir sicher, dass sie diesen sehr begrüßte, solange er ihr nicht gefährlich werden konnte und das tat er nie), die dieses Land auf Dauer ins Negative verändert hat. Sie hat das Bürgerlich – Konservative vernichtet.
Das Schlimmste: ihr, der Berechnenden, Eiskalten, folgten daher Jahrhundert - Versager und Dummköpfe, so dass ihr Abgang dem Land absolut nichts brachte.

Nun, werter Herr Will, über Herrn Schäuble positives zu berichten, fiele mir schwer, sehr schwer sogar. Angesichts seiner legendären Aussagen in einem Interview mit der Zeit zum Thema Flüchtlingskrise und Merkels Grenzöffnung, als er postulierte, ohne die Migranten, ohne die Muslime in Deutschland wäre der Deutsche schon in Inzucht degeneriert. Da bleibt Ihnen die Spucke weg? Ja mir auch, aber genau so hat er es gesagt, genau so kann man es nachlesen in diesem Interview vom 08.06.2016 in der Zeit-online. Er hat noch mehr von sich gegeben: "Schauen sie sich doch mal die dritte Generation der Türken in unserem Land an. Sie sind eine Bereicherung unserer Vielfalt, eine Innovation."
Nun, wohl wahr, was die dritte und vierte Generation Türken und Muslime in Deutschland vollbracht haben die letzten Jahre, war wirklich sehr beeindruckend und bereichernd. Bereicherte vor allem die Kriminalitätsstatistik und Transferstatistiken, alles eine Frage der Perspektive, nicht wahr?

Enka Hein | Fr., 25. November 2022 - 14:26

...Heiligenvita oder auch Lebensbeschreibung. Aha.
Und ich dachte der Führerkult ist verpönt. Gerade im Spiegel.
Ich würde eher von Abrißbirne im Zusammenhang mit Merkel reden.
Und was die nicht in Trümmer gelegt hat erledigt jetzt Linksgrün in der Ampel.
Aber Mal ehrlich, wer liest noch den Stern oder Spiegel.
Nach Relotius I, Relotius II (totes Flüchtlingskind in GR) jetzt Relotius III mit Schönschreiben von Madame Desaster.
Aber für die Glorifizierung haben wir doch seit Jahren den ÖRR und RTL.
Und wenn Spiegel und Stern 45 noch im Berliner Bunker gewesen wären, die Worte wären ähnlich geschrieben worden.
Schönes Wochenende.

PS: Cicero ist der neue Spiegel für mich.

...werter Herr Veselic.
Manches ist nur mit einer Portion Witz und Sarkasmus zu ertragen.
Aber meine letzte Zeile in Puncto Cicero meine ich zu 200% ernsthaft.
Schönes Wochenende. ?

Achim Koester | Fr., 25. November 2022 - 14:36

ist das Fehlen der auserkorenen Hofberichterstatterin Tina Hassel, erst mit ihr wäre der Kreis der Beweihräucherer komplett.

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 27. November 2022 - 10:07

Antwort auf von Achim Koester

Nur weil Frau Hassel Mitglied der Atlantikbrücke ist, das ist Gabriel doch auch, ist sie noch keine "Merkelhofberichterstatterin".
Frau Merkel telefoniert wohl gerne auch mit Macron, bestimmt mit vielen anderen, die ich dennoch für fähig erachte.
Es war vielen schlicht nicht möglich, Frau Merkel zu ignorieren, trifft es das nicht eher?
Professionalität bedeutet auch, dass man mit Personen umgehen kann, die einem nicht wirklich liegen, mit denen man aber in der Position, die man selbst und diese bekleidet/n, umgehen muss.
Wie soll ich sagen, ich fand Frau Hassel immer intelligent und intelligente Leute gibt es auch bei den Grünen.
Ich sah schon lange nicht mehr ÖRR, bin also jetzt irritiert, aber dennoch zuversichtlich.
Mal schauen

Norbert Heyer | Fr., 25. November 2022 - 14:36

„Ist der Ruf erst ruiniert, lebt man völlig ungeniert“ - eigentlich hatte ich erwartet, das Merkel den Reim von W. Busch beherzigt. Aber anscheinend will sie ihre katastrophale Regierungszeit mithilfe von Hofberichterstattern verklären. Sie hat uns in alle Probleme durch Verdrängung, Missachtung, falschen Entscheidungen, Starsinn und Aussitzen reingeritten. „Wir müssen abschieben, abschieben“ vor der Wahl, danach weiterhin freien Eintritt für jeden ohne jede Einschränkung. Zustimmung im Ausland erkaufte sie mit deutschem Geld, unserer Infrastruktur merkt man das an, Griechenland wurde gerettet, der Euro dadurch geschreddert, die Verwaltung unseres Geldes überließ sie Italienern und Franzosen, eine gültige Wahl machte sie per Anruf platt, alles war „alternativlos“ und obwohl sie Putins wahre Absichten kannte, ließ sie Deutschland voll in die Abhängigkeit hineinlaufen, ein Seebeben in Japan bedeute das Aus der Kernkraft bei uns, dafür sind Blackouts möglich. Sie war unser Totalschaden.

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 27. November 2022 - 11:55

Antwort auf von Norbert Heyer

Nur von ganz Ferne angedacht, aber da ich durchaus von diesen Absichten der Kanzlerin "ausgegangen" - ich habe sie jedenfalls immer mitgedacht - war, könnte es nicht doch ein klein bisschen sein, dass es deshalb nie zu wirklichen Verhandlungen zwischen sagen wir USA und Russland kam oder der EU?
Wenn die EU insgesamt nach vorne die Hand ausstreckte und hintenherum Fakten schaffen wollte, so in dem Sinne, der "Abwehrschirm soll euch doch nur schützen, liebe Russen", dann, ja dann haben EU mitsamt Merkel gewußt, was auf uns zukommen wird?
Ich hoffe, dass "uns" die Altkanzlerin noch mehr offenbart über das, was ihre eigentlichen Pläne waren.
Nicht wirklich für mich.

Christoph Kuhlmann | Fr., 25. November 2022 - 14:54

Verantwortungslosigkeit in diesem Land. Alle haben alles richtig gemacht und trotzdem geht die Sache schief. Irgendwie hat der Grundkonsens die richtigen Entscheidungen nicht zugelassen. Was soll man machen? Streiten war bei Merkel nie so angesagt. Zumal man ja schon bei den letzten Koalitionsverhandlungen den Eindruck hatte, sie sei eine Lame Duck.

Ingo frank | Fr., 25. November 2022 - 15:01

Ruf zu sorgen?
Das glaube ich noch nicht einmal! Wer so wie ein im Absolutismus Herrschender letztendlich regiert hat und wenn zweifelhafte oder diskussionswürdige Entscheidungen anstanden, diese alle als „alternativlos“ abzubügelte, wer so von oben herab regiert hat nur im Sinne seiner Eigenen Machterhaltung, ….und das System der Paladine noch besser als alle anderen deutschen Herrscher vorher zu Perfektion führte, Neee die macht sich keine Sorgen um Ihren Ruf. Im Zweifel höchstens über die Höhe des Salärs, was abfällt, wenn die größte aller großen Damen den Hofberichterstattern ein Interview zubilligt.

Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Romuald Veselic | Fr., 25. November 2022 - 15:13

Feind eines Menschen, ist ein anderer Mensch.

Das als Axiom, darf man universell positionieren und aus meiner Sicht, war diese alte, weiße Frau, die aus Deutschland das machte, was das Land ist: Ein Land der Femizide. Auch wenn 2/3 dieser Morde von D-Staatsangehörigen begangen wurde, wissen es sogar die schweren Bier-Wagen-Kaltblüter aus der Oktoberfest Prozession, dass nicht wenige aus dieser dämlichen Angabe, in ihrer Abstammung, nicht aus dem Vorland der Nordalpen herkommen.

Wieso wurde die Angela die Ewige nicht danach gefragt, ob sie jetzt gut/besser schlafen kann?

Diese politikierende Politikerin war in meiner Wahrnehmung die konkrete (Un-)Person, die für diesen, realexistierenden Zustand der Republik u EU, voll verantwortlich ist. Es ist ihr Werk & assoziierten Speichellecker. Sie ist die absolute Spalterin des Kontinents u in 20 Jahren wird Merkelismus zum zivilisatorischen Abfall erklärt.

Frohes Wochenende ?

Karl-Heinz Weiß | Fr., 25. November 2022 - 17:08

Eine journalistisch stern-würdige Analyse, die Angela Merkel den Spiegel vorhält. Nun verstehe ich auch, warum der nach der Krim-Annexion beschlossene Bau von NS2 in Wirklichkeit der Einhegung von Putin diente. Sehr clever, nur die dämlichen Osteuropäer und die USA haben den genialen Schachzug nicht verstanden. Jetzt verstehe ich auch das Urteil von Helmut Kohl über den SPIEGEL.

Gerhard Lenz | Fr., 25. November 2022 - 17:10

und wenn die Kritik dann noch von jenen kommt, die vorher schon gemeckert haben - weil ihnen der Kurs von Merkel zu "liberal" war (und das war er sicher nicht), oder weil für sie Merkels humane Haltung Flüchtlingen gegenüber klarer "Vaterlandsverrat" war, kann man getrost weiterblättern - man verpasst nichts.

Anders ist die Situation, wenn man sich Merkels Naivität gegenüber einem Putin ansieht. Diejenigen, die vorher schon so laut waren wie jetzt, hat das allerdings niemals gestört - viele dieser Nörgler - siehe dieses Forum - sehen ja sogar im Bluthund Putin ein Opfer.

Natürlich kann man Merkel dafür kritisieren. Hätte sie allerdings damals gewarnt, man solle sich nicht mit einem Putin einlassen - Zeichen für dessen zunehmenden Wahn gibt es seit Jahren - wäre das Gebrüll noch lauter gewesen. Dann wäre der Vorwurf erst recht gewesen, Merkel würde vor den Amis kuschen und damit elementare deutsche Interessen verraten. Ich erinnere nur an Nordstream 2: Gegner? Gab es nicht.

Das ist wohl war! Jedoch bekenne ich, nach 2015 v e r s t ä r k t. zu meckern begann und weiß Gott nicht weil sie „liberal“ war. War Sie das? „dem Einzelnen wenige Einschränkungen auferlegend, die Selbstverantwortung des Individuums unterstützend, freiheitlich“ = unter Google „liberal“.
Das dürfte ja nun auf Merkel nicht so richtig passen. Und da der „Rechtsruck“ von Merkel auszuschließen ist, tja, Herr Lenz, was bleibt da übrig? Richtig links marschiert, vielleicht der „Sekte“ näher als den „Sozen“ Das mag ich nicht beurteilen, da ich mehr als genug von roter Bevormundung habe.
Im übrigen baten Sie mich, Sie über die DDR nicht belehren zu wollen. Will ich nicht, liegt mir vollkommen fern! Ich mag nur keine Linken Fantasien von denen, die in in Freiheit und Selbstbestimmung „sozialisiert“ wurden. Und glauben Sie mir, ich habe vor 89 bis auf Jugoslawien + Cuba alle Ostblockstaaten bereist und denen, außer Ungarn, ging es noch beschissener als der DDR. Von Russland angefangen …

Ich habe 1989 erstmals die damals noch bestehende DDR besucht und war anschließend auch in dem einen oder anderen ehemaligen Ostblockstaat und auf Kuba.
Nichts läge mir ferner als das, was ich da gesehen habe, zu idealisieren!

Irgendwann ist es aber auch gut damit, alles und jedes, was einem stinkt, mit DDR oder SED zu erklären, das wird irgendwann lächerlich. Und so manchem im ehemaligen Osten würde ich wünschen, mal über sein tiefsitzendes "Mißtrauen" zu reflektieren - die BRD ist nämlich nicht die DDR 2.0, und wer aus seiner DDR-geprägten Einstellung heraus heute den rechten Rattenfängern von Pegida oder AfD auf den Leim geht, trägt höchstpersönlich und ganz alleine die Verantwortung dafür, und nicht irgendjemand "Da Oben".

Merkel war nie meine Kanzlerin, sie war mir schlicht zu konservativ. Sie hat aber Menschlichkeit bewiesen und war standhaft auch jenen in Dresden gegenüber, die "wussten", dass man Flüchtlingen so gar das neuste Handy-Modell bei der Einreise geschenkt hat.

Markus Michaelis | Fr., 25. November 2022 - 17:13

wenn Merkel über ihre Hofberichterstatter ihren Standpunkt darstellt. Wie sie selber die Dinge sieht (oder ihren engen Unterstützer), hat für viele Menschen durchaus ein Interesse - das gilt denke ich auch für Merkel-Kritiker.

Bedenklich ist, wenn eine Regierung mit großen Mitteln undurchschaubare Daueraktionen über viele Kanäle betreibt ("Demokratiefördermaßnahmen"), so dass es schwierig wird sich noch eine unabhängige Beurteilung zu erarbeiten.

Merkel ist jetzt Privatier, sie erzählt über erkennbare Kanäle erkennbar ihre eigene Sicht der Dinge. Man muss der nicht folgen, aber das ist ok so.

Wie naiv muss man sein? Sie glauben doch nicht im Ernst, wenn Scholz oder Angehörige seiner Corona Merkel anrufen, dass es da um "wie geht es dir oder das Wetter" geht? Ihre eigene Sicht der Dinge hat die Abrißbirne exakt und klar erkennbar schon während ihrer Herrschaft öffentlich gezeigt. Diese Sicht war ausschließlich vom Machterhalt geprägt, das "Wohl des deutschen Volkes" spielte dabei überhaupt keine Rolle. Noch jetzt hat dieser Mensch eine unglaublich großen, vom Steuerzahler bezahlten Hofstaat. Für was? Um Privatier zu sein? Diese Annahme ist so was von lächerlich. Die Geschichte werden auch ihre Hofberichterstatter nicht umdeuten.

Gabriele Bondzio | Fr., 25. November 2022 - 17:28

Da fällt mir auch gleich ein Sprichwort ein, werter Herr Marguier...

"Jeder Irrtum hat drei Stufen: Auf der ersten wird er ins Leben gerufen, auf der zweiten will man ihn nicht eingestehen, auf der dritten macht nichts ihn ungeschehen."
Franz Grillparzer

Ihr politisches Handeln wohlüberlegt... ein starkes Stück Beweihräucherung. Wenn ich an die Migrationskrise mit all den Folgen denke.
Wenn das genial war, muss sie noch nachträglich abliefern...für wen dies genial war???

Scholz hat ja auch noch ein sehr geneigtes Ohr für seine Vorgängerin.
Aber Schäuble läßt gefließenlich ihren Namen bei seiner Benennung „großer deutscher Kanzler" nicht über seine Lippen.
Angeblich noch zu früh, um das abschließend zu beurteilen.
Die Jahre seiner Hinterbank-Position dürften daran nicht ganz unschuldig sein

In mir selbst streiten sich zwei Seelen, Merkel war ein rotes Tuch...aber das grün-rote Tuch jetzt ist die reinste Katastrophe.

Sabine Lehmann | Fr., 25. November 2022 - 20:48

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Also welchen "Ruf" glaubt sie denn gehabt zu haben? Hat diese Person ihre letzten Mandatsjahre in einem Raumschiff über der Erde verbracht?
Frau Merkel, ich helfe Ihnen gerne auf die Sprünge, im Alter funktioniert ja gemeinhin sowohl das Kurzzeit- als auch das Langzeitgedächtnis nicht mehr so gut, bei Politikern ist der Verschleiß noch schlimmer, weil genetisch.
Also: wie Malte Pieper von der online Redaktion der tagesschau schon vor zig Jahren so treffend konstatierte, war es mit Merkel in den letzten Jahren ihres Siechtums so schlecht bestellt, dass ihr Name, also "Merkel", so gehandelt wurde wie der von Lord Voldemort bei Harry Potter. In den Fluren von Brüssel war es verpönt den Namen auch nur anzudeuten, man sagte dann stattdessen "Du weißt schon wen ich meine" oder "Die, deren Name nicht genannt werden darf". Andernfalls käme großes Ungemach über die, die den Namen trotzdem aussprechen würden. Also: Isch over, Mrs. Merkel.

Ernst-Günther Konrad | Sa., 26. November 2022 - 12:21

Und was machten die Deutschen, sicherlich durch die erzwungene Teilung nur möglich?
Im Osten liefen viele, sicher nicht alle den Kommunisten hinterher und mit der Wahl 2005 einer das Land zerstörenden, alternativlosen, im Sozialismus sozialisierten und ausgebildeten Scheinphysikerin als Kanzlerin. Und fmp ist nicht nur Merkel die Hauptschuldige. Sie hatte jede Menge Helfer in der Partei und bei den anderen Parteien und vor allem Wähler, die sich gerne von ihrem verteilten Merkel-THC berauschen ließen. Es ist mir zu einfach, nur Merkel allein die heutige Situation anzulasten. Es haben viele, sehr viele mitgemacht und gerade auch die EU und die vielen käuflichen Staaten, die ihr "gerne" den Heiligenschein aufsetzten, unterstützt von einer zunehmend links-grünen Presse und ÖRR, wo auch sie mit dem Buschmesser im eigenen Beritt wie in den Verlagshäusern und Redaktionsbüros gnadenlos aussieben ließ. Vor allem aber, die sich eingelullten Teddybär Wähler haben das Abziehbild Olaf gewählt .

Brigitte Simon | Sa., 26. November 2022 - 19:10

Viel wurde geschrieben, daß Merkel die "Physikerin der Macht ist". Ihr Instinkt war es, daß sie 16 lange Jahre benötigte, um Deutschland dahin zu bringen, wo es steht. Den Rest erledigt Genosse Scholz. In Interviews betonte M immer wieder, sie strebt nach Macht mit der Chance zu gestalten. Ihr kennt mich immer noch nicht.

Ihre intensive Liebe zu Macron und zurück, ver-hindert seine Liebe zu Scholz. Und Orban? Schnell einen gemeinsamen Tee mit Viktor, dann darf er zu Olaf. Vor kuzer Zeit geschehen.

Alexander Marguier verrät, daß sich M um ihren Ruf sorgt. Wie es scheint, macht sie bald 2-glei-
sige Politik Sie holt sich den Journalist Nico Fried ins Bett, um an ihrer Vita mitwirken zu dürfen. Warum ausgerechnet den, mittlerweile für die SZ zu rechts orientierten Nico Fried. Ihn verbindet tiefe Freunsdschaft mit Scholz´s Pressesprecher Hebestreit. Kann Fried aus ihm elementale Kanzler-News herauskitzeln? Mann weiß ja nie. Schlecht Ding will kurze Weile haben.

Albert Schultheis | Sa., 26. November 2022 - 22:37

Seit 20 Jahren schreibe ich in Leserbriefen gegen diese bösartige Frau an. Schon vor ihrem Amtsantritt war sie mir suspekt, weil sie skrupellos immer nur "im opportunistischen Mainstream" schwamm. So diffamierte sie ihren Vorgänger, Schröder, weil dieser sich weigerte, mit dem Massenmörder G.W. Bush, in den Irak einzufallen. Die USA nahmen damals unter Bush offen totalitäre Züge an, die dieser Frau ganz offenbar imponierten. Ich finde allerdings entgegen der gängigen Meinung, es war ihr singulärer persönlicher Verdienst, dass sie die von Schröder initiierte Nordstream Pipeline weiterhin gegen die massiven Widerstände unserer Alliierten "Freunde" verteidigte! Denn nur mit der wirtschaftlichen Einbindung Russlands wäre der Frieden in Europa zu erhalten, der Krieg vermeidbar gewesen. Aber das war natürlich den USA ein grober Dorn im Auge, weshalb sie die Pipeline zerstörten (das sagen heute führende am. Intellektuelle, u.a. der herausragende politische Kommentator Noam Chomsky).

Herr Schultheiss: Mal wieder erlauben Sie es sich, Aussagen so zu modifizieren, dass sie in ein Weltbild passen, das vor Anti-Amerikanismus und Putin-Loyalität nur so strotzt.

Da Sie keine Quelle für Chromskys Aussage angeben vermute ich einfach mal, Sie beziehen sich auf das, was jüngst hier zu lesen war:

https://www.heise.de/tp/features/Chomsky-Wird-Putin-einfach-die-Koffer-…

Dort behauptet Chromsky: Noch hat Moskau nicht das gemacht, was die USA in Kriegen unternehmen: Infrastrukturen zerstören!

Jeder beobachtet in diesen Tagen, dass diese Aussage absoluter Blödsinn ist. Davon abgesehen behauptet Chromsky nirgends dezidiert, dass die USA die Pipelines zerstört hätten.

Stattdessen ist Ihre Aussage identisch mit dem, was der russische Kriegstreiber Putin jüngst behauptete, nachzulesen hier:
https://www.democracynow.org/2022/10/3/headlines/putin_blames_us_for_sa…