Thüringen vs. Weimar - Geschichte wiederholt sich als Farce

Thomas Kemmerichs Wahl zum Ministerpräsidenten erinnert an ein politisches Ereignis in Thüringen aus dem Jahr 1924. Liegt ein Hauch von Weimar über dem Land? Tatsächlich scheint sich das, was damals zur Tragödie wurde, dieses Mal zur Farce zu entwickeln. Denn die Umstände sind zum Glück andere.

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Björn Höcke und Thomas Kemmerich im Thüringer Landtag / dpa

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Andreas Braune ist Politikwissenschaftler an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und stellvertretender Leiter der Forschungsstelle Weimarer Republik. Er ist mit verantwortlich für das 2019 eröffnete „Haus der Weimarer Republik. Forum der Demokratie“ in Weimar.

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Michael Dreyer ist Politikwissenschaftler an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wo er die Forschungsstelle Weimarer Republik leitet. Er ist mit verantwortlich für das 2019 eröffnete „Haus der Weimarer Republik. Forum der Demokratie“ in Weimar.

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Der 6. Februar ist ein historischer Tag für Deutschland, Thüringen und Weimar: An diesem Tag trat 1919 die Deutsche Nationalversammlung in der kleinen Kulturstadt zusammen, die die erste deutsche demokratische Verfassung beraten und verabschieden sollte. Vor einem Jahr, am 6. Februar 2019, wurde das hundertjährige Jubiläum mit einem Staatsakt begangen, an dem die Spitzen aller Verfassungsorgane teilnahmen und Bundespräsident Steinmeier eine große Rede hielt, die auch die Zerstörung der Demokratie von Weimar durch die Feinde von Republik und Demokratie thematisierte – und diese Feinde standen rechts.

Der 5. Februar 2020 hat nun die Chance, ebenfalls in die Geschichte einzugehen, aber nicht als Markstein der deutschen Demokratiegeschichte. Ganz im Gegenteil. Dass sich ein Politiker einer demokratischen Partei dafür hergibt, mit den Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt zu werden, ist der inzwischen vielfach beschworene „Dammbruch", mit dem die Front der Demokraten gegenüber der AfD erstmals zerstört wurde. So wie der englische König Johne Ohneland ist der neue und bereits gescheiterte Ministerpräsident Kemmerich ein König Thomas Ohneparlament. Und auch wenn er seinen Rücktritt bereits angekündigt hat: Der symbolische Schaden ist angerichtet, die Ereignisse im Thüringer Landtag vom 5. Februar sind nicht wieder zurückzunehmen. Sie werden in die Geschichte der zweiten deutschen Demokratie eingehen.

Eine unrühmliche Erinnerung

Manchmal wiederholen sich geschichtliche Ereignisse. Einige Kommentatoren haben die Verbindung der gegenwärtigen Turbulenzen in Thüringen mit dem Jahr 1930 hergestellt. Damals wurde, zum ersten Mal in einem deutschen Land, ein Minister der NSDAP in die Landesregierung aufgenommen. Eine unrühmliche Erinnerung, wie die Verbindung Thüringens zum Nationalsozialismus seit Mitte der 1920er Jahre ohnehin besonders eng und innig war.

Hier durfte Hitler erstmals nach seiner Festungshaft wieder reden, hier fand der erste Parteitag der nach dem Verbot wiederbegründeten NSDAP statt, hier wurde die erste Regierungsbeteiligung ermöglicht, hier kam es zur ersten Landesregierung unter NS-Führung. Weimar war eine der Lieblingsstädte Hitlers, und von den architektonischen Folgen dieser Liebe kann man sich immer noch mit Grauen überzeugen, wenn man auf dem Weg vom Bahnhof in die Innenstadt am „Gauforum“ vorbeikommt – das heute immerhin am Jorge-Semprún-Platz liegt, nach dem spanischen Autor, der in Buchenwald inhaftiert war. 

Kemmerich ist nicht Hitler

Ist die Wahl Kemmerichs also mit der Koalition von 1930 vergleichbar? Natürlich nicht. Kemmerich ist kein Hitler, und selbst Höcke ist kein Hitler – wohl aber ein gerichtsnotorischer Faschist. Aber es gibt ein besser passendes, und kaum weniger erschreckendes Beispiel: die Koalition, die aus den dritten Thüringer Landtagswahlen 1924 hervorging. Vorgänger dieser Landtagswahl war eine Linkskoalition gewesen, die 1923 mit einer „Reichsexekution“ durch den sozialdemokratischen Reichspräsidenten Ebert beendet wurde.

Bei den Wahlen 1924 gab es dann einen großen Wahlerfolg des „Thüringer Ordnungsbundes“, eines Wahlbündnisses verschiedener bürgerlicher Gruppen mit der Deutschen Volkspartei (DVP) und der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP). Teil des Bündnisses war die Deutsche Demokratische Partei (DDP) – der linksliberale Vorläufer der FDP aus der Weimarer Republik.

Der Dammbruch von 1924

Schon die DVP war eine Partei von zweifelhafter demokratischer Güte, auch wenn ihr Vorsitzender Gustav Stresemann später als Außenminister der Weimarer Republik Berühmtheit (und einen Friedensnobelpreis) erreichen sollte. Aber die DNVP war definitiv jenseits aller demokratischen Gütesiegel. Sie trat offen antirepublikanisch, antidemokratisch und antisemitisch auf. Die demokratischen bürgerlichen politischen Kräfte in Thüringen waren offenbar so verzweifelt darauf aus, die Linksregierung abzulösen, dass sie, auf dem rechten Auge blind, die geschworenen Feinde der Demokratie hoffähig machten. Mit der Aufnahme der DNVP in die Landesregierung war ein Dammbruch erreicht.

Weil der Ordnungsbund selber aber nicht einmal eine Mehrheit gegen die verhasste Linksregierung hatte, ließ er sich von der „Vereinigten Völkischen Liste“ unter dem Antisemiten Artur Dinter tolerieren – einer Ersatzgründung für die nach dem Hitler-Putsch verbotene NSDAP. Und alles das geschah mit Zustimmung der liberalen DDP. Damit war auch der Weg dafür bereitet, dass sechs Jahre später ein weiterer Dammbruch erfolgen konnte, und zwar wieder in Thüringen: Aus der Tolerierung wurde eine Koalition der bürgerlichen Parteien mit der nun wieder legalisierten NSDAP. Der Weg dahin wurde 1924 bereitet, als die bürgerlichen Demokraten lieber mit den rechtsradikalen Feinden der Demokratie paktierten als mit den Sozialdemokraten. Und jenseits der Symbolik stand die neue Regierung auch für einen Rechtsruck in ihrer praktischen Politik. Prominentestes Opfer hiervon wurde das Bauhaus, das bereits 1925, ein Jahr nach der Regierungsbildung, aus Weimar vertrieben wurde und nach Dessau ging.

Die politischen Eliten sind heute andere

Geschichte kann sich durchaus wiederholen, aber natürlich niemals ganz exakt so wie beim ersten Mal. Die Umstände 2020 sind anders als 1924, die zweite deutsche Demokratie ist gefestigter, als es die erste jemals war. Und vor allem die politischen Eliten sind heute andere. Das inzwischen einhellige Entsetzen in den Berliner Parteizentralen hat es vor 96 Jahren nicht gegeben. Kein Reichskanzler – 1924 der Zentrumspolitiker Wilhelm Marx – nannte das Zusammengehen seiner bürgerlichen Koalitionspartner mit der DNVP und den Völkischen in Thüringen „unverzeihlich“, wie es Bundeskanzlerin Angela Merkel inzwischen getan hat.

Die Reaktionen auf den Dammbruch von Erfurt zeigen vor allem die Unterschiede der politischen Kultur, die sich die zweite deutsche Demokratie inzwischen erarbeitet hat. Und vielleicht kann auch eine Beobachtung helfen, die Karl Marx bereits 1854 zu Papier brachte. Bei der Betrachtung der beiden Napoleons bemerkte er, dass Hegels Satz, dass die Geschichte sich wiederhole, dadurch zu ergänzen sei, dass sie das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce erscheine. Ohne den Thüringer Dammbruch zu verharmlosen scheint es so, als könnte sich dieses Diktum erneut bewahrheiten.

Sebastian Niemeyer | Fr, 7. Februar 2020 - 09:16

Diese ganzen Artikel über die Vorgänge, auch ihrer, sind durchsetzt mit:
Einer unglaublichen
Selbstverständlicht der Akzeptanz von Kontaktschuld als Strafbestabd und Paranoia. Wo gab es denn direkte Absprachen? Es bleibt eine Unterstellung!
* Schiefen Historischen Vergleichen. Wo hatte denn irgendwer vor sich tokerieren zu lassen?

Sorry, ich habe das Gefühl, dass die Wohlmeinenden nicht wissen was sie tun, während sie dem hinter einem Ideal verborgenen Bösen dienen.
Zu viel gibt es dazu zu schreiben, als das es hier hinein passt, daher:
https://www.sniemeyer.de/zur-thueringen-wahl/

Die Empörungsmaschinerie ist geradezu kafkaesk.

Nach 'rechten' Netz-Seiten hat es jetzt auch n-tv bestätigt: Die Familie von Ministerpräsident Kemmrich wird massiv bedroht. Sie muß von der Polizei geschützt werden; das LKA Thüringen arbeitet an einem Sicherheitskonzept.
Kemmerichs Kinder können nur noch unter Begleitschutz die Schule besuchen.

Wessen Methoden sind faschistoid?
Wo bleibt die Betroffenheit über Gewalt, HaSS und Hetze?
Wo bleibt die Solidarität mit Kemmerichs Frau und Kindern, die man nach rechtsstaatlichen Maßstäben nicht in Mithaftung nehmen darf?
Die Gewaltdrohungen gegen den WDR-Antifa-Aktivisten Hollek ('Umweltsau', 'Nazisau', 'alte Leute nicht genug beleidigt') trieb dem WDR-Intendanten Tom Buhrow doch die Tränen in die Augen!
Sind unschuldige Kinder weniger wert?

Blick in die Geschichte:
Schon 1929 wurden Kinder von klassenbewußten KPD-Funktionären aufgefordert mit brutaler Gewalt gegen die 'kleinen Zörgiebels' vorzugehen.
(Zörgiebel war - robuster - Polizeichef von Berlin und SPD-Politiker.)

Romuald Veselic | Fr, 7. Februar 2020 - 09:18

das dreht, die Zeiten von damals, mit heute, sind im Kontext nicht zu vergleichen. Elend, Kindersterblichkeit u. Massenarbeitslosigkeit, sind nicht vorhanden. Der andere Fakt ist, kein einziges Nachbarland Deutschlands würde es zulassen, dass irgendwelche Nazi-Postum-Gestalten, hier die Macht ergreifen werden. Die andere Option, wäre der Bürgerkrieg. Sei es drum.
Die Tatsache, dass es 75 Jahre Frieden in diesem Teil Europa herrscht, kann leicht Vergangenheit werden, wenn die Dämonen die Oberhand erlangen. Sie sind wandelbar. Mal ideologisch, dann religiös, oder materialistisch. In jedem kann Dr. Faust schlummern.

gabriele bondzio | Fr, 7. Februar 2020 - 09:20

das möchte ich wohl meinen! Welche Möglichkeiten Höcke zur Verfügungung gestanden hätten, läßt sich aus den jetzigen Vorgängen gut ableiten.
Nämlich keine!
Wer hier vom Aufstehen einer Situation, wie im damaligen Weimar, spricht. Will durch "große Gestik" lediglich Verunsicherung in der Bevölkerung verbreiten. "Wahrheit ist es, vor der die Meinung erbleicht." (Hegel)

In Thüringen ist die Mitte kollabiert, schreibt Wolfgang Weimar. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit, wann das im Bund passiert. Ich gehe davon aus, dass die CDU Ramelow zur Macht verhelfen wird und damit auch im Bund weiter absackt. Das müsste dann mindestens AKK den Kopf kosten, was zu begrüßen wäre. Vergleiche mit 1924 sind aus meiner Sicht vollkommener Humbug.
https://www.focus.de/politik/deutschland/gastbeitrag-von-wolfram-weimer…

Hitler & Co zur Macht verholfen. Nein, die AfD ist keine NSDAP. Aber Musterdemokraten sind das erst recht nicht, der VS hat schon Gründe genug, auf die Partei mehr als ein Auge zu werfen. Und dass es so gekommen ist, daran trägt die AfD ganz alleine die Schuld!
Unterschiedlich ist natürlich der ganze gesellschaftliche Rahmen. Demokratie ist heute viel selbstverständlicher, damals wollte man starke Führer (die die AfD ja auch gar nicht hat, schon gar nicht in einem Hoecke..). Und die deutschen Konservativen, also CDU und in Teilen FDP, geben sich überwiegend demokratisch gefestigt, sieht man mal von ein paar Ausnahmen im Osten ab, die schon wieder mit dem Feuer spielen und für die eine Zusammenarbeit mit den Rechtsextremisten denkbar scheint. Oder dieser seltsamen Werte-Union, die innerparteiliche Opposition betreibt, aber nicht den Mum hat, sich als neue, rechts-konservative Partei zur formieren. Aber vielleicht kommt ja jetzt (wieder) eine diesmal erfolgreichere bundesweite FWG?

Der VS hat die Linke weiterhin unter Beobachtung, nicht nur als Prüffall.
Der Landesverfassungsschutz BW attestiert extremistische Strömungen in der Linken, Zusammenschlüsse mit KPF, AKL, marx21 und andere.
Der VS darf per Gerichtsbeschluss aus 2019 die AfD nicht als Prüffall bezeichnen.

Zum Vergleich, Frau v.d. Leyen konnte nur mit den Stimmen der Rechtspopulisten zur EU-Kommissionspräsidenten gewählt werden, sh. Handelsblatt vom 17.07.2019.
Was machen Sie nun mit dieser Faktenlage?

Demokratie ist heute viel selbstverständlicher, damals. Sagen sie großspurig. Haben aber scheinbar nicht begriffen, das die CDU keine Gestaltungsmacht mehr hat. Sie können nur noch den Grünen nachhecheln. Das Feindbild AfD vernebelt ihre Sinne, Herr Lenz! Und sie übersehen völlig, dass Demokratiegrundsätze gebrochen werden. Oder wie es Werner J. Patzelt formuliert: „Falls andere Abhilfe nicht möglich scheint, strengt man eben ein Verbotsverfahren gegen die AfD an. Es werden sich doch hoffentlich noch Richter finden, die in Höcke Hitler wiedererkennen! Und wenn nicht, muss man deren Lernprozesse eben beschleunigen – nötigenfalls so, wie man CDU und FDP nach der Wahl Kemmerichs schnell wieder zur Räson gebracht hat.“...

...und Fakt ist, das es viele Gründe gibt, die rechtsextreme AfD zu kritisieren, die nicht grundlos von drei Viertel der Deutschen eben als extremstisch abgelehnt wird. Und in Umfragen bundesweit verlässlich unter 15 Prozent bleibt. Wen interessiert da die Schwäche der Union on Thüringen? Ich verstehe ja Ihren Frust, angesichts der Kemmerich-Pleite..

Herr Lenz, ihre "Links-Grüne" Ideologie ist mir genau so suspekt wie die "Hartleiner" bzw. "Ereiferer" der rechten Szene. Aber ich weiß auch, dass sie aber auch jeden in diese Ecke stellen, der von Ihrer Ideologie auch nur ein bissel abweicht.
Faschismus bedeutet für mich Orwellsche Zustände, wo Argumente & Wahrheiten nur noch eine nebensächliche Rolle spielen & wo Entscheidungen gegen die Bürger & Bauern erfolgen, wo der NATIONAL-SOZIALISMUS an Macht bekommt.
Wie Sie die Wertung auslegen, ist mir persönlich....
Mit freundlichen Grüßen

1) es ist eine unfassbare, ehrabschneidende Beleidigung, Menschen wegen politischer Ansichten zu Massenmörder zu erklären und damit auch im privaten und beruflichen Umfeld zu ächten und entrechten. Das geht über Rufmord weit hinaus.
2)es ist eine schamlose, die Opfer des Dritten Reiches instrumentalisierende Überhöhung der eigenen Person. Indem man andere zu Nazis herabwürdigt, wähnt man sich selbst in die Höhen der Widerstandskämpfer gegen Hitler.
3) es ist eine gefährliche Verharmlosung des Nationalsozialismus, derart inflationär mit dem Nazivorwurf zu verfahren, den Begriff abzustumpfen, schamlos umzufunktionieren, regelrecht zu entwerten.
Was will man eigentlich tun, wenn tatsächlich mal Leute auftauchen, die den Dritten Weltkrieg planen und die KZ wiedereröffnen wollen? Wie will man die dann nennen, wenn schon jeder wertkonservative oder nationalliberale Bürger ein Nazi ist, wenn er es wagt, die Alternativlosigkeit der Regierungsentscheidungen anzuzweifeln und frei zu wählen?

je länger das 3.Reich her ist ,desto mehr werden die Widerstandskämpfer. Momentan sieht es so aus als hätte sich die AfD mit Hilfe der F.D.P. an die Macht geputscht und Höcke ist auf dem Sprung das Ministerpräsidentenamt zu übernehmen. Jeder der dies anders sieht steht unter Naziverdacht. P.S. Nach diesem Artikel erwarte ich bei uns in der Stadt die Umbenennung des Stresemannplatzes.

Liebe Frau Bondzio,
darf ich noch einen weiteren, um auf Ihrer Linie zu bleiben, Algorithmus
hinzufügen? Einstein liebte diesen sehr. Er zitierte ihn, mit einem Schmun-
zeln auf den Lippen, bei vielen Gelegenheiten.

"Wahrheit ist, solange sie mir nützt" (Albert Einstein)

Ingo frank | Fr, 7. Februar 2020 - 09:38

Stimmt, an die Weimarer Republik erinnert mich das nicht. Dazu bin ich mit meinen 65 Jahren zu jung.
Aber an die „freien“ Wahlen in der DDR erinnere ich mich sehr wohl. Da hat man gleich Wahlergebnisse auf 98,9 % durch die SED für die SED festgelegt.
Was ich an dieser“ Westdeutschen Demokratie „ absolut nicht verstehe ist: Wenn die AfD so ist wie sie dargestellt wird: rechts, faschistisch, spaltend usw. usw. Warum wird sie nicht verboten? Neue Wortschöpfungen wie Beobachtungsfall, Verdachtsfall und und und ändern doch daran nichts.
Wenn eine Wahl rückgängig gemacht werden soll, dann ist Dach die Wahl an sich in der Westdeutschen Demokratie die eigentliche Farce.
Gruß aus Thüringen

Detlev Bargatzky | Fr, 7. Februar 2020 - 09:49

Es liegt ein Hauch von Weimar über Deutschland.

Diesen Hauch sehe ich in der Parallele zwischen dem Verhalten der damaligen und den heutigen Medien.

Die damaligen Medien haben ungeniert in die Politik eingegriffen, in dem sie die Gesellschaft bewußt und vorsätzlich gespalten haben.

Nur so war es möglich, dass ein Hugenberg mit seinem Medienkonzern die NSDAP in dieser Stärke in den Reichstag brachte.
Übrigens: Hugenberg wurde wegen dieser Unterstützung in Nürnberg als Kriegsverbrecher verurteilt.

Und heute machen die Medien ähnliches. Allerdings machen sie ihren Einfluß geltend, um ihre geliebte Kanzlerin trotz aller massiven Politikfehler im Amt zu halten.
Auch heute nehmen sie dafür in Kauf, dass die Gesellschaft gespalten wird.
Und natürlich erklären sie die böse AfD zur Ursache dieser Spaltung, nicht etwa zur Folge einer z.T. unerwünschten Politik.

Und natürlich bekämpfen sie gemeinsam mit allen "demokratischen" Parteien fehlerhafte Abstimmungen egal in welchen Parlamenten.

Hans Jürgen Wienroth | Fr, 7. Februar 2020 - 10:33

Ist die sozialistische Diktatur wirklich viel besser als die Nationalsozialistische? Sind nicht unter beiden Menschen gestorben? Richtiger wäre es, an dem Erhalt der Demokratie zu arbeiten?
Wo bleibt bei all dem parteipolitischen Geschachere der Wählerwille? Eine „alternativlose“ Politik kümmert sich nicht darum. Man müsse uns die Politik nur richtig erklären, ist das immer wieder vorgebrachte Mantra der Parteien. Die Welt soll „umgekrempelt“ werden, bewährtes wird ohne Prüfung als überholt zerstört, ohne neues zu haben. Vielleicht wollen nicht alle Bürger dieses Landes nur für alle Armen dieser Welt arbeiten, während ihr Land und ihr Erspartes verfällt.
Das stärkt die Ränder und spaltet das Land. Ein Wahrer des Bewährten, der die CDU einmal war, fällt aus. Konservative Werte sind auf dem Müllhaufen gelandet, gemeinsame Werte sind in einer multikulturellen Welt leere Worthülsen. Wen wählen wir in Zeiten alternativloser Politik, wenn wir Änderungen wollen?

Wo steht hier eine Entscheidung für eine der beiden Systeme an? Wollen Sie die Linke mit der sozialistischen Diktatur der DDR in Verbindung bringen, und die AfD mit der NS-Zeit, gibt es natürlich einen gewichtigen Unterschied.
Die Linke hat sich in 30 Jahren demokratisiert, die AfD in sechs Jahren radikalisiert - oder ist in Thüringen unter Ramelow der Stalinismus eingekehrt?
Was Ihre ursprüngliche Frage angeht: Beide Systeme sind menschenverachtend, sie können beide nicht als Vorbild dienen, höchstens zur Abschreckung. Aber die NS-Zeit hatte Millionen von Toten, einschl. sechs Millionen ermorderter Juden zur Folge, der DDR-Sozialismus fällt, was die Opferzahl angeht, "bescheidener" aus, trotz Mauertoten, sonstigen systemverursachter Todesfälle und umfangreicher Repressalien.

Manfred Kleiber | Fr, 7. Februar 2020 - 14:08

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Wer hätte gedacht, dass in Zeiten des kalten Krieges und der Atombombe die Anzahl der Toten geringer ausfällt. Menschenverachtende Lager haben beide Ideologien hervorgebracht und jeden ermordet der nicht auf Linie stand. Die toten nur auf die Mauertoten zu beschränken ist mehr als nur perfide und manipulierend. Diese totalitäre Ideologie nur auf die DDR einzugrenzen, die kein eigenständiges Land, sondern im Verbund stand ist genau so kurzsichtig wie die KZ toten nur auf den heutigen Raum Deutschlands zu begrenzen.

Wilfried Düring | Fr, 7. Februar 2020 - 16:08

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Ihr Beitrag ist ein Beispiel dafür, daß man mit selektiv herausgesuchten Wahrheiten in Summe lügen kann!
Hitlers NS-Regime hatte zeitweise fast ganz Europa unterworfen. In diesem 'Europa' der Unterworfenen geschah Hitlers Wille - nicht der seiner Satelliten und Kollaborateure (Quisling, Laval, Antonescu, Tuka) usw. .
Wenn Sie (schwierige) Vergleiche suchen, müssten Sie ehrlicherweise die DDR Ulbrichts und Honeckers mit diesen Satelliten vergleichen und NICHT mit Hitler.
Angemessene (schwierige) Vergleiche zu Hitlers Regime sind die stalinistische Sowjetunion des Holomodor, der Säuberungen und der Gulags sowie das China der maoistischen Kulturrevolution und der (ebenfalls vorhandenen) Gulags.
Bzgl. der DDR unterschlagen Sie die eigentlichen schweren Verbrechen der Anfangsjahre: Massen-Vergewaltigungen durch 'Rotarmisten' in der SBZ, Deportationen, Zwangsarbeit, Enteignungen und Kollektivierungsverbrechen, Schauprozesse, die Zwangsumsiedlungen (Aktionen 'Rose' und 'Ungeziefer').

in Ihrer Erregung sorgfältiger lesen. Ausserdem können Sie nur die Dikturen vergleichen, die es auf deutschem Boden gab. Allerdings wundert es mich, dass Sie dermassen für Hitler-Deutschland Partei ergreifen. Und immer schön höflich bleiben, auch wenn es schwer fällt!

Wilfried Düring | Sa, 8. Februar 2020 - 10:24

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Ich habe nicht für Hitler und Hitler-Deutschland Partei ergriffen und werde das auch niemals tun!
Ich habe Fakten benannt. Und wenn man Sie mit harten und belegbaren Fakten konfrontiert, die für Sie und ihre 'Haltung' unbequem sind - dann verlieren Sie die Contenance!
Sie postulieren, daß Vergleiche von diktatorischen Systemen nur innerhalb Deutschlands statthaft sind.
Ich bin nicht bereit, die 'Vorgabe' zu akzeptieren! Warum sollte ich?

Werner Baumschlager | Sa, 8. Februar 2020 - 16:46

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dass Sie für die verheerendste Mordideolgie der Menschheitsgeschichte Partei ergreifen. Mich wundert überhaupt, wie locker flockig über die 100-150 Mio. Opfer des Sozialismus hinweggesehen wird.

Die hat sich allenfalls schein-demokratisiert. Ihr Programm ist nach wie vor der Sozialismus/Kommunismus. Sie machen sich hier zum Verharmloser und Mitläufer einer Ideologie der schlimmsten Art.
Wollen Sie sich denn nicht mal wenigstens etwas kundig machen?
Lesen Sie die Verfassungsschutzberichte anstatt nur so ins blaue zu reden. Schwören sie den Kommunisten ab, so schwer kann es doch nicht sein, Herbert Wehner hat es auch geschafft! Und denken Sie nur an Stalin, Mao, Pol Pot und an all die vielen kommunistischen Menschheitsbeglücker, dann geht es schon.

Die vielgestaltigen Mittelschichten, die gegen die Deklassierung im Gefolge der wirtschaftlichen Konzentrationsbewegungen ankämpften fanden in der lautesten Oppositionspartei gegenüber dem ungeliebten „System“ der Republik ihre dazu passenden Erwartungen und Ideologieerwartungen. Ohne eine bestimmte Sozialisationsgeschichte (Kleinbürgertum), hätte die nationalsozialistische Propaganda jedoch nicht einen solchen Erfolg haben können. Daraus entwickelten sich Anschauungen, Erwartungen und Mentalitätsfiguren, die man latent faschistisch bezeichnen kann. Die Verdrängungsfähigkeit gegenüber der historischen Wirklichkeit mit einer eigenartigen Massenkultur des Scheins.

Der Verlust verlor seinen Schrecken in der Projektion auf das in der Person des Führers verkörperte mystisch-völkische Wir.

Die fortschrittlichen Kräfte gaben sich zurückhaltend, wollte eben nicht inszenieren, sondern nüchtern manifestieren.

Oskar Schlemmer: „Die erste Bauhausausstellung in Weimar , Juli bis September 1923“

Das staatliche Bauhaus in Weimar (Auszug)

Zitat: „Das staatliche Bauhaus in Weimar ist die erste und bisher einzige staatliche Schule des Reiches- und wenn nicht der Welt- welche die schöpferischen Kräfte bildender Kunst aufruft zu wirken während sie lebendig sind und zugleich mit der Errichtung von Werkstätten auf handwerklicher Grundlage deren Verbindung und fruchtbare Durchdringung erstrebt mit dem Ziel der Vereinigung am Bau. Der Baugedanke soll die verlorene Einheit wiederbringen, die in einem versackten Akademikertum und einem verbosselten Kunstgewerbe zugrunde ging; er soll die große Beziehung aufs Ganze wiederherstellen und in einem höchsten Sinn das Gesamtkunstwerk ermöglichen.“

1925 wurde die berühmte Schule für Gestaltung aus politischen Gründen aus Weimar vertrieben.

und wirtschaftlichen Bedingungen der Spätphase der Weimarer Republik nur aus zweiter oder dritter Hand. Dennoch ist unschwer zu erkennen, dass weitverbreitetes Elend (neben den besonders in rechten Kreisen als Schmach empfundenen Strafen des Versailler Vertrages) die Bereitschaft, radikalen Parteien zur Verbesserung der Lage zu vertrauen, groß war. Will man in diesem Zusammenhang von Eliten sprechen, muss man eher an Adel und Industrie denken, allesamt im Umfeld von NSDAP oder Konservativen angesiedelt.
Heute sind die Bedingungen völlig andere. Wer wählt heute AfD? Neben den Ewiggestrigen und üblichen Rechten und Rechtsaussen? Unzufriedene, tatsächlich und eingebildete Zukurzgekommene, von Verlustängsten Geplagte, Frustrierte und Verbitterte, denen es im Grunde niemand recht machen kann, die schon wieder nach Radikalen rufen? Es gibt heute kein weitverbreitetes Elend, auch wenn die AfD besonders die Migration zur Katatrophe erklärt. Die Zeiten sind völlig anders. Noch, zumindest.

Sie, Herr Lenz, schreiben "Wer wählt heute AfD?" und geben die Antwort mit "Ewiggestrigen ... Zukurzgekommene ... Frustrierte und Verbitterte ... die schon wieder nach Radikalen rufen".
Also, ich fühle mich als Ost-AfD-Wähler am östlichen Grenzfluss in Ihrer Aufzählungsliste an keiner einzigen Stelle angesprochen. Es geht mir ausgezeichnet und ich wünsche mir auch keine Radikalen an der politischen Spitze. Meinen Lebensunterhalt verdiente ich im MINT-Bereich, Politik war immer Hobby und das westdeutsche Gesellschaftsmodell war mein Vorbild. Im letzten Jahrzehnt wurden jedoch unter Führung von AM zu viele gravierende Fehler gemacht, gegen die die AfD gegensteuert. Ich stimme Ihnen voll zu: "Es gibt heute kein weitverbreitetes Elend". Nach meiner Überzeugung geht es aber durch die offenen Grenzen und Deindustriealisierungspolitik des linksgrünen Mainstreams genau in diese Richtung. Das und die Abschaffung Deutschlands zu verhindern, deshalb wähle ich AfD. Alles klar?

Volle Zustimmung. Nur wer die Grundrechenarten nicht beherrscht, kann an einen Erfolg dieser "Migrationspolitik" glauben. Fast alle dieser "Geflüchteten" werden uns ein Leben lang (auch im Rentenalter) auf der Tasche liegen. Von den kulturellen Verwerfungen möchte ich gar nicht erst reden. Was mir am meisten Sorge macht: wie lange geht das friedlich ab. Deutschland kann bekanntlich sehr brutal werden, nicht nur die Juden haben das erfahren müssen - und die waren meist nicht einmal auf den ersten Blick zu erkennen. Diese Sorglosigkeit und Geschichtsvergessenheit macht mir Angst.

Ihre soziologischen Studien ein wenig vertiefen.

Ich wähle die Blauen und kenne viele, die das auch tun. Leider treffen Ihre Definitionen auf niemanden zu.
Haben Sie da vielleicht nicht ein wenig zu tief in die "Klischee - Kiste" gegriffen?

Kommen Sie, das können Sie doch besser...

Ihr Aufzählung am Ende des Kommentars sagt mehr über sie aus, als über die Wähler der AFD. Darum habe ich mir eine Kopie gemacht. Ein typisches Beispiel für einen Menschen der so fest in seiner Ideologie verhaftet ist, dass er keine abweichende Meinung mehr tolerieren kann. Er kennt keine Argumente sondern nur die Mittel als Diffamierung und Abwertung. Ach ist das schön ein Gutmensch zu sein .... während alle anderen nur hetzen ...

Manuel Reibach | Fr, 7. Februar 2020 - 11:05

Die Begleitumstände der Wahl Kemmerichs zum MP sind tatsächlich eine totale Farce. Allerdings nicht so, wie die Autoren das meinen.

Wenn ein linker politisch-medialer Mainstream praktisch diktieren kann, wer zum Ministerpräsidenten gewählt werden darf und wer nicht….

Wenn eine Kanzlerin fordert, eine demokratische Wahl müsse „rückgängig gemacht“ werden. Und diese anmaßende Forderung, von weiten Teilen der Medien nicht aufs Schärfste kritisiert sondern auch noch unterstützt wird…

… dann ist das tatsächlich eine Farce.

Das unterstützt meine Meinung: Demokratie - NEIN
Partein(diktat)Diktatur - JAAAAA
Bedarf es noch mehr socher Vorgänge um dies zu erkennen.
Der Gipfel der Charakterlosigkeit ist, das sie sich als Demokkraten bezeichnen.

das ist die Tatsache, daß so viele Deutsche nicht kapieren,
welch falsches Spiel die Politiker mit ihnen treiben!

Statt Demokratie haben wir eine Gesinnungsdiktatur.
Unsere Meinung wird zensiert.
Der Begriff "betreutes Denken" trifft den Sachverhalt gut.
Wir werden permanent bevormundet, aber die meisten Menschen
merken es nicht, weil sie ja zu den angebl."Guten" gehören wollen u. daher
gern in den Chor der Empörung von Medien + Altparteien einstimmen, z. B.bei der angeblichen Abwehr von "Rechtsradikalen" (AfD).
Wenn eine Kanzlerin sich nicht mehr an bestehende Gesetze hält und
allen Ernstes fordern kann, daß eine korrekte Wahl r ü c k g ä n g i g gemacht werden soll, dann stimmt etwas ganz gewaltig nicht.
Aber - wie gesagt - viele jahrelang indoktrinierte Deutsche (besonders junge Leute) nehmen nicht wahr, daß man sie manipuliert. Sie sind es inzwischen gewohnt, daß demokratische Spielregeln außer Kraft gesetzt werden, wenn angebl. "höhere" Ziele dies erfordern.

Ich stimme Ihnen zu, Herr Reibach. Der Gipfel des "Demokratieverständnisses" ist es, wenn die Kanzlerin, die eigentlich die oberste Hüterin des Grundgesetztes sein sollte, hier fordert, Wahlen rückgängig zu machen. Das zeigt ihre politische Arroganz und wo sie herstammt. Für mich ist klar, dass diese MP-Wahl vorher und auch gleitend mit den Oberen in Berlin abgestimmt gewesen ist. Man versprach sich "Machtzuwachs" in der CDU und in der FDP. Jetzt treten diese "Freunde der Demokratie" hinter ihre eigenen Aussagen zurück - das betrifft auch die Forderung nach Neuwahlen - ein Schmierentheater. Und, nachdem die Medien und Spontanprotestierer, einmal "von der Kette" nicht mehr angeleint werden können, kommt die Kehrtwendung. Fatal ist, dass sogar die Kinder des neuen MP polizeilich geschützt werden müssen. Der Zauberlehrling fällt mir ein. Das Ganze wird jetzt das Gegenteil bewirken, auch wenn es keine Neuwahlen gibt. Politfrust! Zuwachs für die AfD! Berlin betreibt Harakiri...

aber sie war nicht bedacht/beabsichtigt, nicht demokratisch inspiriert.
Ich hoffe jedenfalls nicht, dass Herr Kemmerich schon vorher darauf spekulierte, mit den Stimmen der AfD Ministerpräsident werden zu können, dann stünde das in einem diametralen Gegensatz zu seiner Inszenierung als Anti-Höcke und Anti-AfD.
Er hätte damit die FDP zerstört, noch bevor sie sich in den neuen Bundesländern hätte fangen können.
Ich würde akzeptieren, dass er bei seiner überraschenden Wahl dann etwas Zeit gewinnen wollte, überhaupt Konsequenzen zu bedenken.
Und Herr Lindner hätte sofort nach Thüringen aufbrechen müssen.
Ich akzeptiere auch, dass dem Osten evtl. etwas fehlt, was wir im Westen erleben durften, ein Einschwören auf die Werte und Regeln unserer parlamentarischen Demokratie.
Aber dann können wir uns ja jetzt darüber verständigen.
Für die FDP wäre die so zustandegekommene Wahl von Herrn Kemmerich kein Weg gewesen.
Sie hat das dann unter Beweis gestellt.
Der gemäßigten AFD hat es massiv geschadet

Paul Baumann | Fr, 7. Februar 2020 - 11:18

die hier eingeschlagen werden.

Vorneweg - damals wie heute wurde formalem Recht genüge getan....

Noch ist die AFD nicht verboten, genausowenig wie die Linken es sind, die als PDS Nachfolgepartei gleichwohl am liebsten die Bundesrepublik in der jetzigen Form abschaffen möchte und damit nach meinem Verständnis auch nicht grundgesetzkonform ist.

Und eine "Reichsexekution" hatten wir wohl dann auch, wenn ich das Verhalten der Spitzen in Berlin betrachte...

Leute - bitte ein bisschen weniger Aufregung!!

Manuel Reibach | Fr, 7. Februar 2020 - 12:21

Jedwede Vergleiche zwischen der Weimarer Republik und der Gegenwart verbieten sich schon allein deshalb, weil seitdem die Begriffe „links“ und „rechts“ einem radikalen Bedeutungswandel unterzogen wurden.

Um es zu verdeutlichen: Die allermeisten Sozialdemokraten und Kommunisten der 1920er glaubten an die Existenz von nur zwei Geschlechtern, verstanden unter einer Familie ganz selbstverständlich als Gemeinschaft aus Vater, Mutter und Kindern, und glaubten auch an die Existenz eines deutschen Volkes, welches sie ganz selbstverständlich als Abstammungsgemeinschaft verstanden.

Sie wären sicher auch nicht auf die Idee gekommen, den deutschen Sozialstaat der ganzen Welt zu öffnen.

Hans Schäfer | Fr, 7. Februar 2020 - 12:32

An die Herren Politikwissenschaftler. In welchem Gesetz steht das WORT Dammbruch? Wie kann die angebliche Superdemokratin fordern, die Wahl "rückgängig" zu machen. Welches Gesetz kommt dort zur Anwendung?

Ulrich Biehl | Fr, 7. Februar 2020 - 12:40

Ramelow brachte den Hinweis auf den Erfolg der NSDAP in Thüringen ins Spiel. Der Wolf warnt das Kaninchen: Geh nicht zum Fuchs. Er will dich fressen.Komm lieber in meinen Bau. Derjenige der eine Ideologie vertritt die über 150 Millionen Menschen ermordete warnt vor einer Ideologie die 50 Millionen Menschen ermordete und bietet sich als Hilfe an. Mohring und Kemmerich haben das eigentlich Unmögliche geschafft. In einer Minderheit an die Regierung zu kommen mit der Mitte. Wer das schafft hätte auch regieren können. MAl mit Hilfe der einen u dann der anderen. Sie hätten es geschafft u bei der nächsten Wahl bekäme FDP 15%, CDU über 30%. Thüringen wäre mittig verankert gewesen, die Ränder hätten Stimmen verloren. Jetzt nachdem ihnen befohlen wurde nicht zu regieren (ein Unding in einer Demokratie) gibt es nur noch links oder rechts. Der Wolf schützt nicht das Kaninchen vor dem Fuchs. Er will es nur selber fressen.

Wolfgang Tröbner | Fr, 7. Februar 2020 - 13:11

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Genauso ist es. Wer die Linken verharmlost oder als "Demokraten" bezeichnet, hat nichts, wirklich nichts aus der Geschichte gelernt. Man lese Lenin, da weiss man, was zu erwarten ist. Ramelow ist nur der Steigbügelhalter für die linken Radikalen, die nun auf ihre Chance hoffen. Er ist jedenfalls nicht der liebe gute Onkel, als den ihn die Medien hinstellen.

Sie scheinen es ja zu wissen. Ich nehme an, unabhängig von den tatsächlichen Gegebenheiten haben Sie selbstverständlich sofort festgestellt, dass sich Thüringen unter Ramelow in einen Gulag verwandelt hat.
Seltsamerweise konnten dort aber selbst ein "Faschist" wie Hoecke nebst einer ihm hörigen Parteiorganisation ganz gut gedeihen, ja durften sogar an Wahlen teilnehmen. Ganz zu schweigen von einer ziemlich starken Neo-Naziszene, die mit etlichen Musikveranstaltungen von sich reden machte. Oder den rechtsradikalen Thügida-Marschierern, die abends immer mal wieder die hübschen thüringischen Ortszentren belagern. Alles möglich im SED-Gulag Thüringen. Aber vermutlich alles nur Tarnung, um vom bereits stattfindenden marxistisch-leninistischen Umsturz abzulenken. Aber Leute wie Sie haben das ja erkannt.

Gerhard Weißenberger | Fr, 7. Februar 2020 - 13:06

von Politikwissenschaftlern hätte man mehr Geschichtskenntnisse erwarten können. Nicht nur die Nazis sondern auch die Kommunisten betrieben den Untergang der Weimarer Republik.
Und jeden Andersmeinenden als Faschisten zu bezeichnen, passt zwar ins kulturmarxistische Diffamierungskonzept, verliert aber in der Permanenz jede Wirkung und wird lächerlich.

Gerhard Lenz | Fr, 7. Februar 2020 - 14:13

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Auch die Kommunisten lehnten die Weimarer Republik ab, das ist richtig. Dennoch: Es waren nicht die Roten, die letztendlich die Regierung übernahmen, die Demokratie abschafften, einen Weltkrieg begangen - da ist die Schuld eindeutig bei den Braunen und verbündeten Konservativen zu suchen.
Jeder Andersmeinende ist ein Faschist? Oder eher doch ein Marxist?

Auch die Kommunisten lehnten die Weimarer Republik ab, das ist richtig.
Die Roten traten nicht freiwillig zurück, sondern die Braunen "erarbeiteten" sich die Kontrolle über die Straßen und Biersäle.
Um einmal spekulativ zu sein, hätten die Linken damals gewonnen, wären wir unter Umständen ein Trabantenstaat der Sowjets oder eine Sowjetrepublik geworden.

Dazu hatten sie keine Chance, die Roten. Sie hatten sich Stalin verpflichtet gefühlt und ihr Terrorregime nach 45 dann im Osten Deutschlands getreulich umgesetzt. Deren ideologischen Nachfolgern wollen Sie nun die Steigbügel halten. Lesen Se die Verfassungsberichte, auch die aus den Bundesländern!

Sehr geehrter Herr Lenz, was wär das Forum ohne Ihre einsamen Kommentare? Zumindest das Salz in der Suppe. Ich genieße Rede und Gegenrede. Zeigt es doch einem 85jährigen, dass die Demokratie der jüngeren Generation recht aber schlecht funktioniert. Weiter so und

Klaus Peitzmeier | Fr, 7. Februar 2020 - 15:46

Jetzt mal ganz sachte. Die Situation 2020 ist doch in keinem Bereich mit 1933 zu vergleichen. Thüringen macht knapp 3 % der deutschen Bevölkerung aus. Und das Problem ist doch nicht die AfD. Das Problem ist die vielen Bürgern zum Hals raushängende wischiwaschi Politik der CDU/SPD/FDP. Diese unklaren Positionen zu Migration u Integration, zu Kriminalität u Klimahysterie. Zu Erdogan u zur EU. Die Bürger suchen nach Klarheit u Deutlichkeit. Wir wollen nicht die großzügige Fußmatte für alle anderen sein. Wieso ist das nicht zu verstehen, CDU/SPD/FDP?? Solange es darauf keine würdigen, klaren, verständlichen Antworten gibt, könnt ihr wählen lassen sooft ihr wollt. Das Ergebnis wird für die Parteienmitte immer schlechter. Da muß man doch kein großer Geist sein, um das zu kapieren.
Wenn die CDU jetzt noch die SED Nachfolgeorganisation toleriert, schlägt`s dem Faß den Boden aus. Es war Gen verankert, daß die CDU Kommunisten nicht steigbügelt. Ist doch klar, daß das zur neuen AfD Welle wird.

Raiiner Hinz | Fr, 7. Februar 2020 - 15:58

-Zerstörung der Demokratie von Weimar durch die Feinde von Republik und Demokratie thematisierte – und diese Feinde standen rechts.-
Soweit ich den Geschichtsunterricht in Erinnerung habe, standen die Feinde Rechts UND Links. Nur haben sich die Rechten dann durchgesetzt.
Freundlich umgegangen sind die SED-Linken mit Systemgegnern in der DDR auch nicht. Die haben sogar einen Antifaschistischen Schutzwall gebaut.
Dann sollte auch noch erwähnt sein, dass Frau von der Leyen auch mit den Stimmen der Rechtspopulisten gewählt wurde.

Urban Will | Fr, 7. Februar 2020 - 17:38

Das Aberkennen einer demokratischen Grundeinstellung der Partei AfD sind durch die Bank persönliche Meinungen, mehr nicht.

Das mittlerweile selbstverständliche Gleichsetzen dieser Meinungen mit „Tatsachen“, die selbstverständliche Diffamierung einer Partei, die offensichtlich n i c h t verfassungsfeindlich ist, als „demokratiefeindlich“, „rechtsradikal“, etc. ist nichts anderes als Hetze.
Aber zu tolerieren, da eben „persönliche Meinung“.

Dass nun aber – offensichtlich völlig selbstverständlich – führende Politiker in diesem Lande eine Wahl „rückgängig“ (Merkel) machen, Dinge „bereinigen“ (Habeck) wollen und das alles ohne spürbare Kritik seitens der (sorry: unfassbar schlechten) Medien oder anderer Institutionen, ist das eigentlich Erschreckende.

Hier muss man ansetzen, wenn man die Demokratie in diesem Lande gefährdet sieht.

Ist auch noch nicht Weimar, wir haben in der Tat gelernt aus unserer Geschichte.

Aber nachdenklich macht mich das trotzdem.

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 8. Februar 2020 - 13:22

In reply to by Gast

in den Ausführungen von Herrn Lindner, Herr Kemmerich hatte 24 Stunden Zeit, seine Entscheidung, die Wahl anzunehmen, zu überdenken.
Es können immer Fehler/Fehleinschätzungen passieren, deshalb schätze ich übrigens auch nicht solche von Frau Merkel kolportierten Aussagen wie, "Jetzt gilt es", wenn zuvor getönt wurde, dass es nur unter eingeschränkten Bedingungen gilt.
War das so in der DDR, vorne dies, hinten das, medial absichern und immer auf der richtigen Seite stehen, will sagen nicht anfechtbar?
Fast habe ich das Gefühl, dass es sich ein bisschen um DDR-Nachwehen handelt.
Verständlich für mich, denn es ist evtl. ein weiter Weg von der DDR zur Bundesrepublik Deutschland.
Deshalb habe ich es nicht mit Verurteilen, sondern mit Zuhören, verstehen wollen, um gemeinsam Lösungen zu finden.

Manfred Sonntag | Fr, 7. Februar 2020 - 18:05

Geschichte wiederholt sich als Farce:
1.) Auszug aus dem Handelsblatt vom 17.07.2019: "Ihren Wahlsieg hat Ursula von der Leyen vor allem den Rechtspopulisten zu verdanken. Denn die Stimmen aus den proeuropäischen Fraktionen hatten nicht für eine Mehrheit gereicht."
(https://amp.handelsblatt.com/politik/international/kommissionspraesiden…).
2.) Landtag in Erfurt: Die Wahl von Herrn Kemmerich als Ministerpräsidenten ebenfalls mit Hilfe von "Rechtspopulisten".
3.) Warum wird die Wahl von Präsidenten mit Hilfe von "Rechtspopulisten" in Deutschland so unterschiedlich bewertet?

Gerhard Schwedes | Fr, 7. Februar 2020 - 18:16

Unsere Gesellschaft befindet sich in einem Linksdrall, den die Kanzlerin bewirkt hat. Der Mainstream ist links (Universitäten, Schulen, Kindergärten, Gewerkschaften, Kirchen etc.). Die 68-er fahren im Moment ihre Ernte ein und feuern aus allen Rohren. Selbst die abgeschwächten Formen von Links streben in ihrer Überzeugung, im Vollbesitz der Wahrheit zu sein, ins Totalitäre. Links kommt es nicht auf Bewahrung, sondern auf eine galoppierende Gesellschafts- und Weltveränderung zu etwas Höherwertigem an. Die nebulöse Zauber-/Verzauberungsformel heißt "Gleichheit". Die Zukunft der Linken erscheint rosafarben; das Vergangene, Gegenwärtige, das Bewährte wird für alles Unglück der Erde verantwortlich gemacht. Seine Farbe ist grau. Wo immer Links sich befindet - es wird mit den Hufen gescharrt. Die Altparteien sind davon wie in einen Kokon eingesponnen, selbst die Liberalen. Die Zukunft verheißt: die Weltbürgerschaft, der ewige Frieden, der melting pot, wo Löwe und Lamm friedlich ... (Fors.)

Roland Muck | Fr, 7. Februar 2020 - 18:57

Dieser historische Parforceritt der beiden Autoren fügt sich passgenau in meine Auffassung vom 5. Febr und folgende d.J.:
Ich bin, werde nie Anhänger, Wähler oder Sympathisant der AfD sein. Ich denke mit Fug und Recht zu behaupten können, der ich 21-jährig erstmals wählen durfte, und glühend für die Willi-Wahl stritt, ein überzeugter Demokrat zu sein.
Dass die fünfte Kraft, der größte Teil, die ich immer sehr schätzte und für absolut unverzichtbar hielt, sich in ihrer momentanen Selbstherrlichkeit aber völlig vergisst und zwar fröhlich von Nazis und Faschisten nachplappert, es offenbar aber geflissentlich übersieht und unkommentiert zulässt, wenn eine zu allen Wahlen zugelassene Partei, die in allen Ländern und im Bund vertreten ist, von Teilen der SPD, von der Linke in Nähe zu Auschwitz gerückt wird, ist das der Sündenfall der Medien schlechthin.
Im Ausland liest sich das dann so: „Auschwitz party controls parliament in Germany“

Gerhard Schwedes | Fr, 7. Februar 2020 - 19:07

... friedlich zusammen weiden. Die Nachbarschaft der utopistischen Paradiese ist aber die Hölle - ob Holocaust, Gulag, die von einem Mao losgetretene Jugend- bzw. Kulturrevolution gegen die Alten und Etablierten, die Ermordeten der RAF, die Mauertoten oder die Gequälten in den Stasigefängnissen der DDR. - Die hiesigen Foristen sind zuallermeist gebildete Skeptiker, die sich ein vom Christentum geprägtes Bild eines gefährdeten und hinfälligen Menschen bewahrt haben. Die Gründung der AfD hat mit dem Protestschrei gegen den von Beginn an missratenen Euro und seine zu befürchtenden verheerenden Folgeerscheinungen zu tun. Bereits bei der Einführung des Euro wurde - höchst undemokratisch - kein Bürger befragt. Und schon damals hat man die AfD-Gründer in die braune Ecke zu schieben versucht. - Die zweite Schicht der AfD ist der Protest gegen die Abschaffung des Nationalstaats. Erstes Folterwerkzeug dazu: Die Verlagerung von immer mehr ureigenen Kompetenzen nach Brüssel. .. (Forts.)

Andreas Oltmann | Fr, 7. Februar 2020 - 19:21

Alles in Thüringen legal und demokratisch abgelaufen, eine Mehrheit wählt einen Ministerpräsidenten, der nimmt die Wahl an. Jetzt müsste er beweisen (dürfen), dass er es kann. Wenn nicht, wird er abgewählt. Nach dem Artikel über ihn im Cicero ist er eindeutig Anti-AfD. Also machte ich mir keine Sorgen.
Und jetzt? Die etablierten Parteien haben kein Vertrauen in die Demokratie, die Abgeordneten und die Wähler. Ihre Weigerung, überhaupt mit der AfD zu sprechen, geschweige denn, sie argumentativ auseinanderzunehmen und in ihre Schranken zu weisen, beweist, dass eine echte Demokratie in Deutschland gar nicht existiert.
Wenn die CDU jetzt auch noch Ramelow unterstützen will, dann ist das genauso Absprache und Kalkül. Nur schießt sie sich damit selbst ins Knie. Die Quittung kommt. Und kein Medium, kein Politikwissenschaftler, kein Spezialist fürs Erklären kann dieses nur Denken! Wie lange müssen wir und noch für dumm verkaufen lassen??

S. Cresswell | Fr, 7. Februar 2020 - 19:23

Muss man hier nicht unterscheiden?
Die Wahl eines Liberalen zum Ministerpräsidenten mit den Stimmen der AfD ist legitim in einer repräsentativen Demokratie. Das sie nicht allen gefällt liegt in der Natur der Sache.
Das war in Bremen 2019 nicht anders, als dort die Linke einen CDU Bürgermeister verhindert hat.

Aber heimliche Ansprachen (so sie überhaupt stattfanden) mit einem Nazi wie Björn Höcke wären tatsächlich „unverzeihlich“, ebenso, wenn dann Überraschung über den Wahlausgang wie in einem Schmierentheater geheuchelt würde.

Gerhard Schwedes | Fr, 7. Februar 2020 - 19:42

Das 2. Werkzeug zur leichteren Abschaffung des Nationalstaats: die unbegrenzte Masseneinwanderung. Auch hier wieder ein Prozess jenseits aller Befragung des Souveräns. Gab es auch nur eine Partei unter den schon länger hier existierenden (die Linke eingeschlossen), die jemals versucht hätte, diesem Spuk Einhalt zu gebieten? Eben nicht, weil sie allesamt wie von unsichtbarer Hand dem Trend der Lemminge folgen. Sondersituation der deutschen Politik: Während alle Staaten diesen Prozess längst schon gestoppt haben, hält die Regierung mit ihrer protestantischen Pfarrerstochter immer noch verbissen an offenen Grenzen fest, obwohl die Umfragen ausweisen, dass 2/3 der Bevölkerung diese Politik ablehnt. Der volkswirtschaftliche Schaden ist von namhaften Experten schon längst ausgewiesen. Derweil verrotten Schulen, Universitäten, Straßen, Brücken, die Bundeswehr munter vor sich hin. Wenn der Bürger dem Einhalt gebieten will, bleibt ihm nur eins: Er muss AfD wählen. Reinste Notwehr. Nix Nazi!

Bernd Muhlack | Fr, 7. Februar 2020 - 19:49

.. oder ein Fake?

Lassen wir das dahin gestellt.

Es ist schon verwunderlich, wie plötzlich Historiker, Analysten der Weimarer Republik wie Pilze aus dem Boden schießen!
"Das ist wie damals!" PENG!
Warum?
"Es war damals genauso" PENG!
"Warum?"
"Weil es eben so war!" PENG!

"Die Weimarer Republik" war damals eines der fünf möglichen Abiturthemen im Geschichte-LK.
Damit wurde einem historisch-politisch interessierten Zeitgenossen eine sehr gute Basis gelegt, ich besitze noch alle Unterlagen!

Die Thüringer wählten ein Parlament und das Parlament wählte einen MP.
Alles juristisch korrekt.
So weit so gut.
Die anschließende und anhaltende Debatte ist hinlänglich bekannt, dazu folglich keine weiteren Ausführungen.

Nur eines.

Unsere Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Dorothea Merkel teilte von ihrem Lieblingskontinent Afrika wie folgt mit:
"Das sei unverzeihlich und müsse rückgängig gemacht werden!"
Aha, soso!
Ca veut dire:
Diese Wahl hat nie statt gefunden!
Welche Wahl?
Das ist UNGLAUBLICH!

Bernd Muhlack | Fr, 7. Februar 2020 - 20:18

Bitte nach Möglichkeit, vorhandenen Administratoren, "Bewertern" am SA/SO fortführen!

Schönes Wochenende!

Ohne Filter | Fr, 7. Februar 2020 - 20:51

Der 5.2.2020 wird nicht in die Geschichtsbücher eingehen und in kurzer Zeit als eine der vielen Anekdoten des Merkel-Zeitalters abgelegt sein. Ansonsten hat Thüringen ewigen Bestand als Land der Literatur (Goethe & Schiller) und der Bratwürste. Und die haben bekanntlich stets zwei Enden.

Hans-Juergen Schulze | Sa, 8. Februar 2020 - 14:49

1.
Egal wie eine Partei letztendlich entscheidet,es ist immer falsch geht es nicht nach CDU Wunsch. Schlimm ist, wenn die CDU ansagt wie gehandelt werden muß,so geschehen.Das klingt dann sehr nach 1923/24. Mit dem Unterschied, Hitler war ein Diktator, AKK - CDU nicht-oder doch? Mit welchem Recht wird, z.B bei Bundestagswahlen, fast 9 Mio AFD Wähler,Landtagswahlen entsprechend weniger, diese Klientel als Nazi´s, faschistisch, undemokratisch und "rechts" instrumentalisiert.
International gesehen stellen sich solche Wahlen als undemokratisch dar.
Im Gegenteil eine "Grüne Partei" mit ihrem Vorsitzenden das Wort Deutschland verachtet, kann damit angeblich nichts anfangen?.Da fragt man sich schon wer die deutsche Nation und ihre Wähler spaltet.In keinem europäischem Land ist so krass mit seinen Einwohnern verfahren worden worden wie es bei uns möglich ist.
Im Teil 2 lesen Sie meine Lösung des Problems.

Hans-Juergen Schulze | Sa, 8. Februar 2020 - 14:52

2.
Da keine Partei mit keiner anderen Partei ohne "CDU" koalieren darf, hier meine unorthodoxe Lösung:
Beide undemokratischen L.+ R Parteien koalieren. Diese haben sowieso etliche gemeinsame Schnittmenge in ihren Programmen. Außerdem wären verbale aber auch körperliche und materielle Auseinandersetzung hinfällig und damit ein ost-west Frieden möglich. Alle im Bundes wie in Landkreisen befindlichen Politiker könnten wider jeglicher Hasstiraden ihrer wahren Aufgaben nachkommen, Deutschland zu dienen wie es in ihren Eiden belegt wurde.
Alle Parteien wären in der "Mitte" angesiedelt, wobei alle nach ihren Arbeitsergebnissen bewertet und damit auch in Wahlen bedacht werden.
Ach könnte das schön werden.
Oh Herr (oder) Dame vergib mir,denn ich weiß ganz genau was ich schrieb!

Rudolf Stockmann | Sa, 8. Februar 2020 - 14:59

Die AfD hat die Wahl zum Ministerpräsidenten taktisch bestimmt. Die Empörung ob dieses Erfolges ist bei den "demokratischen" Parteien und weiten Teilen der Medien groß.

Die einheitliche Parole lautet"diese "Schande" sprich Wahl muss rückgängig gemacht werden

Was lerne ich daraus?

Ich bin überzeugter Demokrat, aber nur, solange es meinem Vorteil dient.

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