Wie sicher sind Corona-Schnelltests? - „Am Ende könnte das Testergebnis im Müll landen“

Ab März soll es Corona-Schnelltests für alle geben. Mit diesem Versprechen hat Gesundheitsminister Jens Spahn die Hoffnung auf eine Rückkehr zur Normalität geweckt. Dabei werden diese Tests gerade noch erprobt. Nicht nur deshalb warnt der Virologe Helmut Fickenscher vor zu hohen Erwartungen.

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Schlangestehen für einen Schnelltest? Ab dem 1. März sollen sich Bürger auch selbst testen können / dpa

Autoreninfo

Jakob Arnold hospitierte bei Cicero. Er ist freier Journalist und studiert an der Universität Erfurt Internationale Beziehungen und Wirtschaftswissenschaften. 

So erreichen Sie Jakob Arnold:

Prof. Dr. Helmut Fickenscher ist Virologe und leitet das Institut für Infektionsmedizin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Herr Fickenscher, Jens Spahn hat angekündigt, ab März Schnelltests für alle anzubieten. Haben wir dann ab März die Pandemie unter Kontrolle?

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Ernst-Günther Konrad | Fr, 19. Februar 2021 - 09:16

Jetzt sollen noch nicht erprobte Schnelltests das Hamsterrad der Pandemie also anhalten? Und weiter werden der Pharma gute Einnahmequellen garantiert. Aha. Auch jemand, der dem PCR-Test vertraut. Einem Test, der nur für Labortechnische Untersuchungen geeignet ist, nicht zu Diagnostik und lt. WHO schon gar nicht eine Pandemie zu begründen. Ausgewiesene Virologen - Fachleute -, Menschen deren tägliches Brot die Virologie ist, übernehmen einfach mal so die angeblich wissenschaftlich untermauerte Aussagekraft eines PCR-Test, der sicherer sein soll, wie ein noch nicht entwickelter Schnelltest. Ihr wollt es nicht wissen wollen. Wer Spahn noch etwas glaubt will belogen werden. Das hat nichts damit zu tun, dass er durch seine haltlosen Versprechungen nur Hoffnung erzeugen will, das hat vor allem auch damit zu tun, blinden Aktionismus darzustellen, um seine Unfähigkeit zu überdecken. Er will ja wiedergewählt werden. Der PCR-Test soll das Nonplusultra bleiben, auch wenn er nichts taugt.

Werter Herr Konrad, ich kann Sie beruigen, Schnelltests um eine Coronavirusinfektion zu bestimmen werden seit einem Jahr in Asien (z.B. Taiwan, Korea) erfolgreich eingesetzt.
Hier in DE und in der EU muss der Test allerdings erst genehmigt werden und das dauert.

Norbert Heyer | Fr, 19. Februar 2021 - 10:21

Schnellteste sind an und für sich eine gute Sache - sie sollten aber für den Laien leicht anwendbar sein und sehr zuverlässig. Wenn die Schnellteste tatsächlich so schnell im Handel sind (nach den bisherigen Erfahrungen liegen Welten zwischen Wunsch und Wirklichkeit) müsste jeder Positivtest gemeldet werden (wo?) und jeder mit Negativtest fühlt sich sicher mit einer gewissen Unklarheit. Im Grunde ist alles zu befürworten, was Corona endlich nachhaltig verschwinden lässt. Viel besser wäre allerdings, wenn alle Impfwilligen schnell ihre beiden Impfungen erhalten würden. Den Nachrichten der letzten Tage nach ist aber der Wirkungsgrad eines Impfstoffes wesentlich geringer, dieser ist aber derzeit besser verfügbar als die beiden anderen Mittel. Deshalb sind wohl auch viele vereinbarte Impftermine einfach nicht wahrgenommen worden. Hoffentlich bahnt sich hier nicht ein weiteres Debakel an. Die Stimmung der Menschen sinkt schon spürbar, da braucht man keine weiteren negativen Nachrichten.

Torsten Lezius | Fr, 19. Februar 2021 - 10:44

"Schnelle "Papierstreifen"-Antigentests für #COVID19 sind von Wissenschaftlern, Ärzten und anderen wohlmeinenden Menschen missverstanden worden, weltweit
Hier erklären wir, warum sie NICHT wenig empfindlich sind, wenn es darum geht, infektiöse Menschen zu identifizieren." (Michael Mina, Harvard Public Health/Medical School)

https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(21)0042…

Vielleicht sollte der Herr sich mal über den Stand der Dinge informieren.....Wegen solcher Interviews mit den Experten geht es mit den Schnelltests nicht voran. Allerdings hat er Recht mit den nicht vorhandenen Vorgaben zu den Verfahren an sich und dem Umgang mit den Ergebnissen der Heimtests.

gabriele bondzio | Fr, 19. Februar 2021 - 10:48

ürfte ein genauso faules Ei sein. Wie Masken für alle, Impfung für alle. Schon aus logistischer Sicht bei über 83 Millionen Einwohnern. Wo Spansche Schnellschüsse enden, haben Bürger von DE in Genüge mitbekommen.
Abgesehen von der Sicherheit dieser Schnelltests., steht doch auch das Problem Warteschlangen und Infektionsrisiken in den beabsichtigten Ausgabestellen (Apotheken usw.) an. Die umgerüstet werden müssten. Zudem ist es auch mehr als fraglich ob der Bürger (siehe Vergangenheit) eine entsprechende Anlaufstelle findet, wo er sein Ergebnis kommunizieren könnte.
Denn...sollte das Eigen- Ergebnis positiv sein, müsste immer noch ein PCR-Test nachfolgen. Die Auswertung in Labors dauert mehrere Stunden. Haben wir da noch Kapazitäten?

Manfred Bühring | Fr, 19. Februar 2021 - 11:12

Die ganze Testerei führt uns doch in die Sackgasse. Je mehr wir testen, und das auch noch mit den lt. WHO unbrauchbaren PCR-Tests, desto höher der Inzidenzwert. Und das ist überhaupt keine qualitative Aussage, wieviel positiv getestete denn krank, sehr krank, krankenhauskrank oder intensiv krank sind. Absurdes Theater in unendlichen Aufzügen, in das sich unsere Politiker manövriert haben. Da gibt es kein Entkommen ohne kompletten Gesichtsverlust. Und die Bürger werden in Geiselhaft genommen!

Peter Sommerhalder | Fr, 19. Februar 2021 - 12:36

An den Flughäfen von Helsinki und Dubai werden
COVID 19-Spührhunde eingesetzt. Die Trefferquote
liegt bei beachtlichen 99,..%.
Solch ein Test dauert lediglich ca. 5 Sekunden.

Die Frage ist nur: Lässt sich damit auch genügend Geld verdienen...?

Klaus Funke | Fr, 19. Februar 2021 - 14:55

Auch, wenn man nichts von der Sache weiß oder versteht? Ich sage, das Ganze ist ein Ablenkungsmanöver mit Null-Aussagekraft und wird genauso verschwinden wie die Corona-Warn-App. Wir werden (leider) von Politikern regiert, die, wiewohl es eine Voraussetzung wäre, nichts von ihrem Fachgebiet verstehen. Politiker machen Politik, und damit arbeiten sie vor allem für ihre politische Richtung und ihre Partei. Vom Wohl des Volkes verstehen sie genauso viel wie von Medizin und dergleichen. Alle schwachen Politiker verbreiten Angst - alle starken Politiker verbreiten Hoffnung! Die angebliche Gefährlichkeit von Corona-Mutationen ist eine Erfindung der Politik, und zwar von denen, die Angst brauchen, um an der Macht zu bleiben. Viren mutieren, das gehört zu ihrer Verbreitungsstrategie, dabei schwächen sie sich ab, eben aus dem Grund, um sich besser verbreiten zu können. Biologisches Lehrbuchwissen. Empfehle nachzulesen über den Siegeszug des Schnupfenvirus. Corona bleibt und schwächt sich ab.