Migration - Erosion der Ordnung

Die Abneigung gegen den Staat und sein Gewaltmonopol ist in der deutschen Linken notorisch. Und beruht auf einem Irrtum. Staat und Bürger sind kein Gegensatz – sondern eins

Zelt
Linke Phrasen an einem Protestzelt / picture alliance

Autoreninfo

Frank A. Meyer ist Journalist und Kolumnist des Magazins Cicero. Er arbeitet seit vielen Jahren für den Ringier-Verlag und lebt in Berlin.

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Womit beginnen? Nicht mit Mord. Nicht mit Vergewaltigung. Nicht mit Messerstecherei. Lieber mit etwas Harmlosem: Mit den Freibädern, die von randalierenden Migranten heimgesucht werden, zum Beispiel in Düsseldorf, wo laut Polizei 60 Jugendliche nordafrikanischer Herkunft wüteten, Sprungturm und Rutsche besetzten und einer Schichtleiterin des Bades androhten, sie an die Wand zu klatschen, worauf das Gelände geräumt wurde.

Darf man Bild zitieren? Da war zu lesen: „Freibäder sind Orte des Schreckens.“ Übertreibt das Boulevardblatt mal wieder? Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung sah es nicht anders als die Kollegen in Berlin: „Gewalt in Freibädern macht in diesem Sommer Schlagzeilen. Warum eskalieren Konflikte am Pool? Und sind Frauen dort noch sicher?“

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Tonicek Schwamberger | Mo, 16. September 2019 - 09:38

... Herr Meyer für diesen zutreffenden Artikel.
Und ja, was das Ideologische an Herrn Heribert Prantl betrifft, darüber möchte ich mich gar nicht erst äußern.- Einen schönen Wochenbeginn wünsche ich Ihnen.

Ernst-Günther Konrad | Mo, 16. September 2019 - 11:04

Bereits unter Kohl galt das Ehrenwort mehr als das deutsche Gesetz. Die einen ließen sich schmieren, die anderen schmierten, wieder andere veruntreuten, betrgen, brachen auf andere Weise das Gesetz. Sicher als Einzelfälle in der Politik. So wie die "Einzelfälle" die Sie schildern Herr Meyer. Der Fisch stinklt vom Kopf her. Politiker, die sich für den Schutz ihrer Bürger nicht einsetzen, klar beknnen und alles tun, um Recht und Ordnung durchzusetzen. Eine Kanzlerin die das Schengenabkommen mal kurz aussetzt und Polizei und Justiz zwingt wegzuschauen. Wo sind die Vorbilder für die Gesellschaft geblieben? Wo sind die liberalen-bürgerlich orientierten Politiker geblieben? Müssen erst wieder vermehrt Anschläge gegen staatliche Institutionen, gegen Politiker und VIP's passieren, damit man sich besinnt? Als die unsäglich RAF ihre Morde verübte, da reagierte der Rechtsstaat zum Teil mit Überhärte. Jetzt wird er von Kriminellen herausgefordert und was passiert? Man reagiert hart am Recht vorbei

..und natürlich auch selbsternannte Saubermänner pfeifen auf irgendwelche Regeln. Wer Kohls zweifellos zu beanstandenes Verhalten kritisiert, darf gleich bei der AfD fortfahren - dort sind Spendenmauscheleien ebenfalls nicht unbekannt und - auch dank der Weigerung der Partei, zur Aufklärung beizutragen - nicht unbekannt. In diesem Zusammenhang ist Spitzenpersonal der Partei betroffen - die Herrschaften Weidel und Meuthen; jüngst kam es zu einem Urteil gegen Herrn Hoecke; und selbst der ewige Kumpel Reil steckt mitten im Spendensumpf. Ist das jetzt als plumpe Wurschtigkeit, Dummheit oder auch schon als simple Ignoranz zu werten - wenn nicht Linke, sondern die, die für ein sauberes Deutschland streiten, mit schlechtem Beispiel voranschreiten?

Sehr geehrter Herr Lenz, wie immer bewundere ich Sie. Leider erschließt sich mir der Sinn nicht, könnten Sie bitte etwas leicht verständlicher schreiben? Ich bekomme den Bogen zu Weidel, Höcke und Meuthen nicht, dass die mit der AfD zusammenhängen ist mir schon klar, aber in welchen Zusammenhang stehen sie mit dem Artikel von Herrn Meyer? Übrigens ein ausgezeichneter Artikel!
Ich hoffe, Sie sehen das auch so? Herzlichst Ulf Müller

Die Angaben, die sich auf die Straftaten von Ausländern beziehen, zeigen bis auf Taschendiebstahldelikte –wo es einen Ausreißer nach oben gibt-, eine gewisse Konstant und, so würde ein Gutmensch argumentieren, dass ca. 60% der 11,5 % beherbergten Ausländer keine Straftaten begehen. Das sollte man als positives Merkmal in den Vordergrund stellen, nicht hart am Recht vorbei gegen die RECHTEN reagieren, die es wagen dieses zu thematisieren. Denn durch dieses Aufzeigen von Missständen schürt man Angst und fordert dadurch weitere Straftaten heraus. Es gibt nur einen Schuldigen, die Rechten, die Nazi-Deutschland zurück haben wollen. Wehret den Anfängen.

helmut armbruster | Mo, 16. September 2019 - 11:37

vor 2015 war es allgemein üblich, dass in Presse und Medien niemals die ethnische Herkunft des Täters genannt wurde. Gewollt und bewusst sollte die Öffentlichkeit das nicht wissen.
Dahinter stand - glaube ich - eine Empfehlung des Rundfunk - und Presserats. Wie gesagt nur eine Empfehlung. Trotzdem haben sich fast alle daran gehalten, denn, hätten sie es nicht getan, wären sie sofort mit dem Killerwort ausländerfeindlich erledigt worden.
So wurde dem deutschen Publikum jahrelang verheimlicht was da wirklich ablief.
Insofern hatte der Vorwurf Lügenpresse - zumindest teilweise - seine Berechigung.

Bernd Muhlack | Mo, 16. September 2019 - 17:02

Herr Mayer, was schreiben Sie denn da für wirres Zeug?
Ich habe vorhin mit den MPs Laschet & Schwesig telefoniert; mir wurde einhellig versichert, dass das alles nicht zutreffe, bzw. hochgepusht wird.
Sollte der ein oder andere Fall sich tatsächlich wie berichtet zugetragen haben, müsse man die Traumatisierung der "mutmaßlichen" Täter berücksichtigen. Ein 23jähriger minderjähriger unbegleiteter Flüchtling bedarf eben eines gesteigerten Maßes an Fürsorge, Betreuung.
Da kommen (wie etwa in Hessen) durchschnittlich etwa 6-7 tsd € monatlich zusammen. Es ist ja für einen guten Zweck, eine Investition in die Zukunft!

Herr Mayer, wenn Sie Ihren guten Artikel bei irgendeiner "unabhängigen Zeitung" als Posting senden, wird er nicht zu lesen sein!
"Bitte halten sie sich an die Nettiquette!
Die Wahrheit nur dann, wenn sie uns passt!"

In HD kam es am SA bei einer Einschulung zu einer Massenschlägerei; eine Polizistin erlitt eine Stichverletzung.
Einschulung! Messer? Iraker - q.e.d.

Hard Richbern | Mo, 16. September 2019 - 17:40

SZ niederschreibt, sollte gelesen werden. Ich mache es und habe immer wieder ein Amüsement über diesen rhetorischen Schwachsinn.
Die menschenverachtenden Strukturen der Grünen werden in der unsäglichen Äußerung der grünen „Verkehrsexpertin“ zum Tod des kleinen Jungen am Hbf Frankfurt auch immer wieder erkennbar.
Danke für diesen Kommentar.

Vielen Dank für Ihren Hinweis Herr Richbern.

Nun ja, Herr Dr. jur. Heribert Prantl ist ja zum Glück kein StA noch Richter mehr.
Bei der SZ soll er sich eben selbstgerecht, selbst erhöhend wohl fühlen.
Ich stieß soeben bei SZ auf ein Video, in dem Herr Dr. jur. Prantl die Funktion eines, also dieses aktuellen Bundespräsidenten "erklärt".
Ich bin ebenfalls Jurist, jedoch ohne Promotion. Staatsrecht lernt man im Grundstudium; ALLE STUEDENTEN! (Sorry" Studierenden!")

Da steht ER, HP, also und ballt die Fäuste, sie treffen immer wieder aufeinander!
"Hey ho! Ich habe es geschafft: die Hände wurden nicht zur Raute!
(obwohl ich das doch eigentlich wollte!)

Zu seinen Ausführungen ob der Kompetenz, Aufgabe eines Bundespräsidenten verbietet sich jedweder Kommentar!
Das ist Grönemeyer-Niveau! - Nicht teilgenommen!

Zum Glück ist er kein Professor und indoktriniert "Studierende"!

Die SZ mag lesen wer will...

Lisa Werle | Mo, 16. September 2019 - 21:29

und danke Herr Meyer dafür, dass Sie das, was hier u.a. schief läuft, immer wieder so klar benennen, weil Antifa-Gewalt und Migrantenkriminalität auch weiterhin Akzeptanz findet - in der "Kulturelite, die die Bürger verrät, aber gerne unsere Steuern verbrät in NGO's und Stiftungen, die nicht legitimiert sind, aber dennoch ständig politisch mitmischen - gegen Deutschland.
Ich zahle jeden Cent gerne für mein Cicero-Abo.

Bernd Hartke | Di, 17. September 2019 - 15:50

Willkür seitens eines Gewaltmonopolisten ist sicherlich unschön; dies aber bei jedem Polizeieinsatz reflexartig zu unterstellen, ist töricht. Denn wer sich über das Gewaltmonopol des Staates echauffiert, sollte sich seine Abwesenheit ausmalen: Dann wäre es legitim, wenn mein Nachbar mich mit der Heckenschere und dem Rasenmäher attackiert oder wenn Restaurantbesucher das Steakmesser nicht nur zweckbestimmt einsetzen, sondern damit auch die anderen Gäste traktieren. Kann das irgendjemand ernsthaft gut finden?

Heidemarie Heim | Di, 17. September 2019 - 17:07

Selbstverständlich, werter Herr Meyer! Beweise dafür gibt es doch zuhauf. Dafür brauche ich keine "ehrliche BILD-Berichterstattung" um auch die von Ihnen mit Fakten und Fallzahlen belegten Ausreißer zu widerlegen. Denn die Reaktionen aller im Parlament vertretenen Parteien diesbezüglich auf Redebeiträge der AfD sind für mich Beweis genug, das es sich hier nur um reine Angstmache und Hetze von Ausländerfeinden, Rassisten und sonstigen Antidemokraten handeln kann. Wenn ich die teils schon geifernden Reaktionen der Abgeordneten gegenüber denjenigen Revue passieren lasse, die es wagten anhand der gleichen Fakten wie hier das Thema auf die Tagesordnung zu bringen, ist ein Irrtum oder gar Zweifel an der Wirksamkeit und Zuverlässigkeit unseres Rechtsstaates nahezu als sakrosankt zu werten. Wie es dennoch dazu kommt, das auch von den ca. 85% AfD-Nichtwählern jeder Zweite Zweifel an Recht, Ordnung und Sicherheit seitens des Staates hegt, kann ich leider auch nicht nachvollziehen! MfG

Robert Freitag | Di, 17. September 2019 - 17:51

- so titelte neulich die SZ auf S. 3 in Bezug auf die Gewalt und sonstigen Probleme durch und mit Migranten in deutschen Schwimmbädern - das sei nun alles wirklich nicht schlimm, sozusagen Jugendsünden wie eh und je und allerorten, insbesondere von marginalisierten Randgruppen. Auf der direkt gegenüberliegenden (!) S. 2 wurde dafür (iÜ sehr zu Recht) entsetzt über Übergriffe auf Migranten berichtet - ohne jedes Verständnis (nicht dass ich das hätte) für die Täter, auch wenn die doch wohl häufig auch eher jung und aus wenig privilegierten Schichten stammen. Diese Schizophrenie ist leider fast allgegenwärtig.

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