Lisa Paus
Blockt jede Kritik ab, auf Twitter wie im wirklichen Leben: Familienministerin Lisa Paus / dpa

Feministin kritisiert die frauenfeindliche Politik der Grünen - „Frauen haben einfach keine Penisse“

Feministinnen der Initiative „Lasst Frauen sprechen!“ demonstrieren an diesem Wochenende auf dem Parteitag in Bonn gegen die frauenfeindliche Politik der Grünen. Die Mitorganisatorin Ina Wagner sprach mit Cicero über die Gefahren des geplanten Selbstbestimmungsgesetzes, die Aggressivität der queer-feministischen Szene und den Verrat der grünen Partei an Frauenrechten.

Clemens Traub

Autoreninfo

Clemens Traub ist Buchautor und Politik-Student. Zuletzt erschien sein Buch „Future for Fridays?“ im Quadriga-Verlag.

So erreichen Sie Clemens Traub:

Ina Wagner ist Frauenrechtsaktivistin und Radikalfeministin. Sie gehört zu den Mitorganisatoren der Initiative „Lasst Frauen sprechen! / Let Women speak!“, die sich für einen konsequenten Schutz von Frauenrechten einsetzt.

Frau Wagner, Sie demonstrieren auf dem Parteitag der Grünen gegen die von Ihnen als „frauenfeindlich“ bezeichnete Politik. Was sind Ihre Hauptkritikpunkte? 

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Ernst-Günther Konrad | So., 16. Oktober 2022 - 12:41

Ihr Anliegen in allen Ehren, wobei ich nicht jeden Gesichtspunkt mittrage. Aber sie verweigern die Realität und werden gerade bei den GRÜNEN niemand finden, der bereit ist, inhaltlich und substanziell mit Ihnen zu diskutieren. Das ist doch inzwischen das Problem generell der Sektenjünger und der Gesellschaft. Die sagen uns was zu gelten hat, natürlich ohne Evidenz, einfach weil man das so glaubt und alle haben sich zu unterwerfen oder Sie machen mit Ausgrenzung und Diffamierung bis hin zu rechtsextrem Bekanntschaft. Haben Sie das noch nicht geschnallt? Man will keine Diskussion, keine Kompromisse, man will bevormunden und bestimmen. Und ihr wählt diese Jünger links-grüner Ideologie auch noch. Wenn es Euch Feministinnen ernst ist, dann raus aus dieser Partei, ihr werdet da nichts erreichen. Im Gegenteil. Die werden Euch spalten, Euch weiter unterstellen, ihr seid gegen LGBTQ, ihr seid extremistische Feministinnen usw. Wer dort noch Mitglied ist und die wählt ist selbst schuld.

ihr werdet da nichts erreichen."

Das sehe ich auch wie sie, werter Herr Konrad. Die Grünen sind doch nicht mal willens zu einer sachlichen Auseinandersetzung.
Sie schicken "Transaktivisten" in den Ring, die Aggresivsten die zu finden sind.
Die hypen dann den Hype von der Hype, ohne Gefangene zu machen.

Wenn es möglich gemacht wird, dass sich jeder Mann vor dem Standesamt zur Frau erklären lassen kann...sehe ich sowieso wirre Zeiten auf uns zukommen.
Wobei sie schon derzeit, mit dem Kriegsgeschehen in der Ukraine verwirrende Formen angenommen haben.
Das Lager der Verlierer wird immer größer.

Diese extremistische Partei,besser Sekte muss raus-aus dem politischen und gesellschaftlichen Leben.
Die müssen auf einem traditionellen Bauernhof ohne Technik die Viecher versorgen, 365 p.a. Also richtig arbeiten.Wenn ich könnte,würde ich die dazu zwingen. Habe ich bei meinen ehemaligen Schwiegereltern live miterlebt.
Die haben ihre 10 Kühe mit der Hand gemolken,in den 80ern.
Sozusagen voll Öko. Das Plumsklo war auch im Stallgebäude.
Da können die mal Gleichstellung üben-es gab ja auch Melker!

Manfred Bühring | So., 16. Oktober 2022 - 13:15

Auch dieses Beispiel zeigt, die Grünen sind eine zutiefst reaktionäre Splitterpartei mit einem völlig abstrusen Einfluss auf die Politik.

Brigitte Simon | So., 16. Oktober 2022 - 18:37

Antwort auf von Manfred Bühring

Die Grünen sind keine Splitterpartei, sie sind eine splitternackte Partei. Zu mehr reicht es nicht. Es reicht bereits so.

Günter Johannsen | So., 16. Oktober 2022 - 13:42

Endlich kommt kompetenter Einspruch aus den Reihen der Betroffenen: „Frauen haben einfach keine Penisse“. Punkt!
Woher kommt der starke Einfluss der Transaktivisten auf die politischen Debatten? Und: es sind nicht nur Transvestiten, sondern auch Pädophile, wie man beobachten kann z.B. in den Schwulen- und Lesben-Kitas in Berlin, wo im Vorstand ein einer Kita ein Pädophilenfreund- und Verteidiger sitzt.
Schon sehr früh haben die Grünen Pädophilie salonfähig gemacht. Es ist das alte Problem: "Sexuelle Befreiung" der Kinder.
Die grünen Urheber des Gender-Diktats irrten sich schon einmal in den 70ern mit ihrer „sexuellen Befreiung“ für Kinder in Berliner KiTas für Betroffene folgenschwer. Die meisten dieser damaligen Kinder leiden heute noch unter dieser "Befreiung". Liebe Frauen & Männer, bitte wehr Euch und stellt klar, dass es langsam kriminell wird, wenn eine Familienministerin z.B. Kindern empfiehlt, Pubertätsblocker zu nehmen. Wieweit wollen diese Zwangsweltverbesserer noch gehen??

Gisela Fimiani | So., 16. Oktober 2022 - 14:17

Das Gewissen richte die Macht - nicht umgekehrt. So wußten die Urchristen. Frau Wagner verfügt offenbar noch über ein starkes Gewissen, das immer mit Menschliebe und der Ehrfurcht vor der Würde des Menschen einhergeht.

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 16. Oktober 2022 - 14:50

wenn ich das Wort Aktivist höre.
Ich bin hoffentlich in einer Partei, in der es um konkrete Politik geht, politische Meinungsbildung und Einbringen erarbeiteter Lösungen in den politischen Gestaltungsprozess unserer Gesellschaft.
Das Anliegen von Frau Wagner ist sicher vieler Ehren wert, ich möchte aber auch die Grünen vor ihr in Schutz nehmen.
Unsere Gesellschaft ist vielfältig, bunt, wie die Grünen sagen und was Feministinnen für ihre gesellschaftliche Gruppe durchsetzen möchten, darf m.E. nicht in einer "Blase" ausgehandelt werden.
Die Probleme mögen vorhanden sein, aber das spricht noch nicht gegen diejenigen, mit denen man sie hat.
Ich bin dagegen, Leute zu kriminalisieren.
Wenn sie Grenzen überschreiten, gehören sie gemassregelt.
Ich hätte nie als Prostituierte arbeiten können, sehe aber von weitem gerade in den nordischen Ländern nicht die Lösung.
Ich bin noch nie "penetriert" worden, ich bin mit wenigen Männern intim gewesen und kann mir fast nichts Schöneres denken, überspitzt

Was mich geehrte Frau Sehrt-Irrek natürlich zur Feindin aller Universalisten, Antirassisten, Queeren und was es noch so alles gibt im bunten Taka Tuka Land. Die speziellen Probleme aber, die in diesem Interview m.E. auch deutlich angesprochen werden sind so alt wie die Welt, von Amazonen und seltenen matriarchalisch angelegten Gesellschaften einmal abgesehen. Nämlich die in vielfältigster Weise gegen Kinder und Frauen ausgeübte Gewalt in nahezu allen Kulturen. Und "penetriert" ist in den oben beschriebenen Zusammenhängen eine harmlos klingende Beschreibung für einen gezielten Übergriff, Eingriff in die sexuelle Selbstbestimmung, sprich eine Vergewaltigung. Wussten Sie, dass man in GB einer als Mann wegen sexuellem Missbrauch vorverurteilte Transfrau ohne Geschlechtsumwandlung, also noch im Besitz "ihrer" männlichen Ausstattung die Verlegung in ein Frauengefängnis gestattete, wo diese umgehend mehreren Mitinsassinnen Gewalt antat? Nur ein Beispiel für Experimente zuungunsten von Frauen.

Nein, das wußte ich nicht, dass Vergewaltigungen als Penetration ummäntelt werden.
Vergewaltigungen sind ein absolutes NoGo, egal wie und bei wem, Männlein/Weiblein/Divers. Sie kennen "Fabricated City" mit Ji Chang-Wook etc.? Gutes Aussehen oder Schwäche ist in Gefängnissen evtl. nicht empfehlenswert.
Dann hätte ich ja gar nicht aus meinem zumeist wundervollen Leben mit Männern erzählen müssen:)
Die im Artikel beschriebenen Probleme sehe ich auch, aber man/frau/divers wird sie hoffentlich einvernehmlich lösen können.
Frau Heim, ich schrieb ja "fast das Schönste".
Das wundervollste sind die Kinder.
Das ist einer der Gründe, warum ich mit den Weltkriegen noch "klar kam", in denen man Erwachsene aufeinanderhetzte, nicht aber mit dem Holocaust.
Es darf niemals als Ausflucht bzw. Freifahrtschein bedacht werden, wenn ich sage, dass ich die vernunftbegabte Natur vieler Wunder für fähig erachte.
"Sei nun wieder zufrieden, meine Seele" aus J.S.Bach Kantate "Ich hatte viel Bekümmernis".
Danke

Walter Bühler | So., 16. Oktober 2022 - 15:40

Wahrscheinlich verdanken die meisten von uns ihre Existenz und ihre Identität einer Mutter und einem Vater. Mir persönlich ist niemand bekannt, der ohne die Mitwirkung einer Mutter und eines Vaters in diese unsere Welt gekommen wäre.

Ich wurde vor meiner Geburt nicht gefragt, ob ich auf die Welt kommen wollte, ob ich überhaupt Mensch werden wollte, ob ich lieber als Mann oder als Frau leben wollte.

Als Menschen sind wir einfach ein Teil der Natur. Wie die Wölfe gehören wir zur großen Gruppe der Säugetiere, deren reale, natürliche Existenz durch die Sexualität ihrer Individuen garantiert wird.

Kein Mensch kann sich vollkommen von biologischen Basis des Menschen ablösen. Wir sind keine übermenschlichen, unsterblichen, Engel, die nie mehr von der Sexualität geplagt werden können.

Und: Wenn es bei Wölfen Trans-Sexualität geben würde, wenn sich Wölfinnen weigern könnten, die nächste Generation auf die Welt zu bringen: wie sollte der Mensch die bedrohte Art retten können?

Heidemarie Heim | So., 16. Oktober 2022 - 18:10

Und wie es sich gehört einer radikaler als der andere. Emma und deren anno dazumal Feindbilder sind schon lange verstummt und aus Sicht von Genderstudierten, Diversitäts-Gelehrten, Parteien, NGOs und nicht zuletzt der Werbewirtschaft sowieso nur noch degenerierte Dinosaurier der Emanzipation. Der Mensch ist eben nicht mehr Opfer seiner Genome, der Anzahl bzw. das Vorhandensein von XX o. XY, seiner von Natur aus produzierten
Hormone oder gar von damit lebenslang beschäftigter Wissenschaftler, Biologen, Hirnforscher usw., sondern er erwirbt seine Identität ausschließlich durch Sozialisation verbunden mit den vielfältigsten Möglichkeiten geschlechtsspezifischer Einordnungen. Schutzräume nur für XX-Frauen o. zweigeschlechtlich ausgelegte Toilettenanlagen entsprechen also nicht mehr den Erfordernissen liebe Feministinnen;). Und wenn halt gar nichts hilft gegen Eure radikal-feminine Renitenz bekommt Ihr eben die übliche Medizin zu schlucken wie alle Kritiker vor Euch. Widerstand zwecklos!

Markus Michaelis | So., 16. Oktober 2022 - 20:29

Diesen Streit, wie viele andere Streits in "der Linken", würde ich so interpretieren, dass es nicht so einfach ist, für DIE Menschen da zu sein, oder für DIE Marginalisierten und Unterdrückten einzustehen, weil es zuviele Gruppen mit zuvielen Widersprüchen gibt. Das gilt allgemein: die CDU oder die FDP sind auch nicht für DIE Wirtschaft oder DEN Pragmatismus da, auch nicht für DIE Sicherheit etc. In der "Linken" scheinen mir aber noch etwas mehr besonders feste und unversöhnliche Standpunkte aufeinanderzutreffen.