Die damalige Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig präsentiert im Juli 2016 nach einem Bund-Länder-Treffen den unterschriebenen Vertrag für „Demokratie leben!“ / dpa

Staatliche „Demokratieförderung“ - Mit Geld zugeschüttet

In Deutschland erhalten Projekte zur angeblichen Förderung der Demokratie immer mehr Geld vom Staat. Die eigentlichen Ziele bei der Alimentierung sogenannter Nichtregierungsorganisationen dürften allerdings andere sein: politische Vorfeld-Organisationen zu schaffen, Abhängigkeiten zu erzeugen und das gesellschaftliche Meinungsklima zu beeinflussen, ohne den Eindruck politischer Einflussnahme entstehen zu lassen.

Alexander Marguier

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Es gibt auch noch gute Nachrichten. Zum Beispiel diese: Unser Land ist auf dem besten Weg, sich in eine echte Demokratie zu verwandeln. Denn: „Die Bundesregierung ist entschlossen, die Demokratie in Deutschland als Gesellschaftsform und Form des Zusammenlebens weiter zu gestalten, sie zu schützen und für aktuelle Herausforderungen (z.B. Globalisierung, Migration, Klimawandel, Digitalisierung) zu stärken.“ So steht es zumindest in einem aktuellen „Diskussionspapier“ der beiden Bundesministerien für Familie und Justiz, bei dem es um ein „Demokratiefördergesetz“ geht. Dieses Gesetz soll nämlich laut Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien eingebracht werden, um „die zivilgesellschaftliche Beratungs-, Präventions- und Ausstiegsarbeit sowie das Empowerment von Betroffenengruppen“ zu stärken.

Stellen wir uns einfach einmal vor, eine außerirdische Intelligenz käme zu uns auf die Erde herab und sollte anhand dieser Textpassagen schlussfolgern, was „Demokratie“ für die Erdenbewohner (zumindest in Deutschland) bedeutet. Die Aliens würden wahrscheinlich kein auf der Willensbildung aller Bürger basierendes Gesellschaftsmodell dahinter vermuten, sondern eine Art Service-App für allerlei Wechselfälle des Lebens. Oder eine Wohngemeinschaft, die, aus welchen Gründen auch immer, gegen „Digitalisierung“ und „Klimawandel“ gleichzeitig geschützt werden muss. Tatsächlich dürften sich aber auch ganz normale Bürger fragen, warum man die Demokratie in Deutschland fördern zu müssen glaubt, indem etwa „Ausstiegsarbeit“ gestärkt wird: Ausstieg woraus? Stärkung wodurch? Was hat das mit Demokratie zu tun? Und ist letztere wirklich in Gefahr, wie die Ampel-Koalitionäre (in diesem Fall maßgeblich Grüne und SPD) unterstellen?

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Ingo Frank | Fr, 3. Juni 2022 - 16:27

Steuergeld für Demokratieförderung ….
Was sind wir denn derzeit? So die drängende Frage. Eine Bananenrepublik? Eine DDR 2.0 trifft es zu 100%! Und, was zeichnet eine Demokratie aus.?
In dem man Schulden, als Sondervermögen“ benennt? Die Bevölkerung belügt? Zumindest die, die nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind.
Da fehlen einem nur noch die Worte.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Wir sind beides geworden, Herr Frank. Wir sind sowohl Bananenrepublik als auch DDR-Neo geworden. Man kann nicht erkennen, ob die NGOs die Medien oder die Medien das Wachstum der NGOs vor sich hertreiben. In jedem Fall geben sie eine für die Demokratie gefährliche Symbiose ein, weil sie weder demokratisch durch Wahlen legitimiert sind noch in irgend einer Art und Weise tatsächlich die vorgebliche Mehrheit abbilden. Gemeinsam bilden sie ein Lobby-Kartell, das die Bevölkerung durch Informationsauswahl, Falschinformationen und gezieltem Framing zu bestimmten Wahlentscheidungen veranlassen.
Wer fleißig ist und arbeitet hat in der Regel wenig Zeit, sich politisch unabhängig zu informieren. Gleiches gilt für die Menschen, die ein einfaches Leben suchen. Nur wenige Ruheständler mit Verstand sind in der Lage, das zu erkennen. Aber haben wir tatsächlich Einfluss auf unsere Nächsten oder gar Freunde? Da werden pol. Diskussionen schnell zum Ausschluss.
Wie lange noch darf der Cicero so berichten?

"Wie lange noch darf der Cicero so berichten?"
Eine spannende Frage angesichts der vielen Drohungen seitens seiner Leser, wenn hier gelegentlich Journalisten zu Wort kommen, die nicht ganz so grobschlächtig über die sog. "Altparteien" richten wie z. B. die Herren Paul und Krischke oder früher Kissler. Gemäßigte Stimmen stellen dann gerne die bange Frage: "Quo vadis, Cicero?" Andere drohen wutentbrannt mit der Kündigung ihres Abonnements oder beschweren sich darüber, dass die Kommentare von Herrn Lenz freigeschaltet werden.
Aber wenn derart abwegige Fragen und Drohungen dazu beitragen, sich davon zu überzeugen, dass man in einer Diktatur lebt und politisch verfolgt wird, von mir aus. Ich frage mich schon seit langem, wann dieses Forum vergnügungssteuerpflichtig wird...

Günter Johannsen | So, 5. Juni 2022 - 19:43

In reply to by Kai Hügle

Ihre "Umschreibung" (grobschlächtig) von selbständig denkenden Menschen bzw. Menschen mit eigener Meinung erinnert mich an Parteifunktionäre des letzten (linX-)faschistischen Regimes in der kleineren und verarmten Hälfte Deutschlands. Alle, die kein "Bonbon" (SED-Parteiabzeichen) trugen, waren verdächtig, Nazis zu sein. Das hatte der Genosse Gysi gleich nach den Friedlichen Revolution 1989 fortgeführt ... damals noch ohne Erfolg.
Wenn ich Ihren Kommentar lese, habe ich ein Déjà-vu, denn es erinnert mich an meinen damaligen Staatsbürgerkunde-Lehrer und an einen meiner Stasi-Verhörer. Die hatten genau diesen arrogant-einfältigen Habitus: "hört genau zu, ich sag´s euch nur einmal, ansonsten ... !!!

Ingo Frank | Mo, 6. Juni 2022 - 17:29

In reply to by Kai Hügle

Nun, gerade das ist es was ich an diesem Magazin schätze, dass eben nicht nur Leute zu Wort kommen, die der Allgemeinen Lobhudeleien des ÖRR gegenüber unseren Oberen einstimmen. Die Gesellschaft muß andere, kritische Meinungen aushalten.
Und weiterhin zu den Kommentaren, speziell zu H. Lenz. Ich bin schon seid einigen Jahren im Abbo des Cicero. Forderungen ihm die Kommentare zu verweigern, habe ich in dieser Form noch nicht gelesen. Also wenn, dann höchst sporadisch. Und außerdem, ein Circus oder auch ein Cicero (sie verzeihen das Wortspiel) braucht nicht nur Artistik und wilde Tiere sondern halt auch einen Clown der eben „anders“ ist. Und diese unterschiedliche Gemengelage und Sicht auf Politik, Wirtschaft, und Kultur befinde ich gut. Ich wünsche ihnen nicht, die Erfahrung den Einheitsbrei der Politischen Meinung a la DDR. Hätten sie diese Erfahrung selbst gemacht, sie würden anders reden und die kritischen Stimmen sehr vermissen.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

... aber offensichtlich will es die Mehrheit so ... zumindest wenn man sich "ein Auge zuhält" ... aber inzwischen wurde diese Werbung* ja gestrichen...
*) wenn man es positiv sehen will: war eine der wenigen Werbungen, welche offensichtlich die Wahrheit symbolisierten ;)

Günter Johannsen | Fr, 3. Juni 2022 - 16:52

"Die eigentlichen Ziele bei der Alimentierung sogenannter Nichtregierungsorganisationen dürften allerdings andere sein: politische Vorfeld-Organisationen zu schaffen, Abhängigkeiten zu erzeugen und das gesellschaftliche Meinungsklima zu beeinflussen."
Genau das ist es, was unsere Demokratie schon lange aushöhlt ... und das ist nicht zufällig entstanden ... und es ist auch nur das Trimmen nach links-außen gewollt. Aktueller Stand heute: alles was nicht links denkt und tickt, ist rechts(extrem) und/oder Nazi. Wer wohl will echte Demokratie verhindern? Schon 1950 formulierte Walter Ulbricht (DDR-Staatsratsvorsitzender): „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“ Und A. Huxley: „Die perfekte Diktatur würde den Anschein einer Demokratie machen, einem Gefängnis ohne Mauern, in dem die Gefangenen nicht einmal davon Träumen auszubrechen. Es wäre ein System der Sklaverei, bei dem die Sklaven dank Konsum und Unterhaltung ihre Liebe zur Sklaverei entwickeln."

Günter Johannsen | Fr, 3. Juni 2022 - 17:08

Ein „Deutschland, in dem ich gut und gerne lebe“ sieht für mich nicht aus, wie ein ZDF-Fernsehstudio, dass die Realität umdeutet und den Menschen das eigenständige Denken aberkennt. Der Real-Existierende-Sozialismus ist NICHT die Wirklichkeit, in der der deutsche Souverän leben will. Das Land, in dem ich gerne lebe, sieht anders aus: dort gibt es eine real existierende freiheitliche Demokratie, in der Menschen mit eigener Meinung nicht von einer Victoria-Stiftung zersetzt und als rechtsradikal diffamiert werden darf. In diesem Land gibt es keine Medien, die nur das berichten, was die linke Moral-Elite will! Erst recht gibt es keinen zittrigen Weg zurück zum „realen Sozialismus“! Wir schaffen das? Nein, das wollen wir nicht schaffen! Ich möchte in einem Land leben, wo Frauen wirklich gleichberechtigt sind. Auch müssen sich kirchliche „Würdenträger“ nicht mehr zum Gürtel fremder Hosen(anzüge) machen und ihren Glauben vor dem Islam verleugnen.
Diese Art Demokratie muss gefördert werden!

Ernst-Günther Konrad | Fr, 3. Juni 2022 - 17:42

Ihre Kommentare drücken das aus, was mit auch sofort zu dem Artikel eingefallen ist. Herr Marguier hat mit seiner Analyse recht. Künftig wird alles nur noch auf illegale Meinungskonzerne geschoben werden, der sich die Politik angeblich unterwerfen muß. Bestes Beispiel die WHO. Keine demokratisch gewählte Institution, von Staaten und noch mehr von privaten Geldgebern finanziert (Gates) und die entscheiden in Zukunft über Pandemie und ihre Maßnahmen. Und wenn es den Deutschen mal nicht passt, kommt zum "Sondervermögen" der berühmte "Sonderweg" zum Tragen. Wie sagte einst Horst Seehofer. Die gewählt wurden haben nichts zu sagen und die das sagen haben wurden nicht gewählt. So ab und zu blitze beim Horsti der Wahrheitsdrang durch. Und genauso wie er es formulierte, bestätigt Herr Marguier die These, dass Politiker nur Marionetten globaler Strippenzieher sind. Und das gemeine Volk wird mit 9 € Tickets und Spritpreissenkung (haha) also mit Placebos bestochen, die sie selbst zahlen.

für den treffenden Kommentar.
"... dass Politiker nur Marionetten globaler Strippenzieher sind. Und das gemeine Volk wird mit 9 € Tickets und Spritpreissenkung (haha) also mit Placebos bestochen, die sie selbst zahlen."
Die Strippenzieher meinen nach wie vor, das "Dumme Volk" nimmt jedes hingeworfene Korn zufrieden hin. Wenn die (Genoss***innen sich da mal nicht täuschen ... ! Der Krug geht solange zu Wasser ..---.

Annette Seliger | Fr, 3. Juni 2022 - 18:01

Die rechtswidrige Grenzöffnung im Herbst 2015 hat der Demokratie Schaden zugefügt. "Rückführung, Rückführung!" waren die anschliessenden Worte Merkels, als Sie das Desaster erkannte und Seehofer fragte öffentlich "wie man den Korken wieder auf die Flasche bekommt". Dann gab es das Abkommen mit dem Autokraten Erdogan. der für Milliarden Steuergelder den "Türsteher" spielte und zu guter Letzt versuchte unsere Regierung die anderen EU Staaten zu erpressen, Migranten aufzunehmen. Jetzt ist man halt dabei die Geschichte umzudeuten und die Segnungen der Migration dem Wahlvolk beizubringen. Das hat eine ganz neue Industrie geschaffen. Bezahlte Schreiberlinge, die das Internet kontrollieren und andere Meinungen versuchen zu diffamieren oder zum Schweigen zu bringen. Dieses System wird über Staatschulden finanziert und von dem Teil der Gesellschaft bezahlt, die in wertschöpfenden Berufen tätig sind.
Agitation und Propaganda sind Mittel des Kommunismus und am Ende siegt die Demokratie.

WD Hohe | Fr, 3. Juni 2022 - 18:09

Pflügen - Eggen - Aussaat - Ernten
So kenne ich es aus meiner Kindheit.
In den Leinen Zugvieh, das sich nicht wehrte,
sich nicht wehren konnte. Nicht einmal der Fliegen vor und in den Augen. Nichts von seiner Stärke wusste.
Ungefragt vor- und eingespannt wurde.
Bei Bedarf Peitsche oder Stock fühlte. Jammern der "Ge- und Benutzten" von Zügelhaltern als erfolgreich zu wertende Bestätigung stattfindender Bewegung eingeordnet.
Unterschied ?
Keiner.
Brutalität ?
Kommt nur anders daher.
Mitunter lächelnd

Maja Schneider | Fr, 3. Juni 2022 - 18:10

Das darf mit Sicherheit bezweifelt werden, ganz im Gegenteil, die bis vor einigen Jahren alles in allem gut funktionierende Demokratie mit ihrem von vielen Ländern beneideten Rechtsstaat wird es bald vermutlich nicht mehr geben, mehr als nur Ansätze der Aushöhlung "dürfen" wir Tag für Tag erleben, angefangen bei den Urteilen einiger nicht mehr unabhängiger Gerichte über die Verfolgung und Ausgrenzung von Menschen, gerade auch prominenten Autoren und Künstlern, von international renommierten Wissenschaftlern, Ärzten etc. bis hin zum Ausschluss Nichtgeimpfter vom öffentlichen Leben. Die Formulierungen der hier genannten NGO-Programme sind genauso taktisch verschwurbelt und vernebelnd wie die Äußerungen der Mehrheit der Politiker, die vor der Realität fliehen und die unübersehbare Zahl der rosa Elefanten im Raum immer noch nicht sehen wollen und nur ein Ziel haben: an der Macht bleiben, und zwar ohne Gesichtsverlust, ihre ideologischen Ziele immer vor Augen.

Joachim Kopic | Fr, 3. Juni 2022 - 18:44

Schwarz für die Konservativen
Rot für die Linken
Gelb für die Freien
Blau für die AfD und als Schluss-Licht
Grün für die Grünen
Demokratie kann so einfach sein :)

Urban Will | Fr, 3. Juni 2022 - 19:23

Möglichkeit haben, sich unabhängig zu informieren und bei der Wahl unbeeinflusst ihre Stimme abgeben können.
Nichts davon ist in Deutschland mehr gegeben.
Die Vertreter der Leitmedien sind in sehr großer Mehrheit politisch klar einseitig orientiert, was zu verkraften wäre, wenn sie ihren Job noch richtig auszuüben in der Lage wären.
Aber irgendwann kam halt jemand auf die Idee, unabhängigen Journalismus in belehrenden „Haltungsjournalismus“ umzuwandeln und die große Mehrheit biss an.
Man kann daher sagen, dass die große Mehrheit der Journalisten ihren Job nicht mehr kann, bzw. nicht zu können gewillt ist.
All das hier beschriebene Gedöns in Sachen „Demokratie leben“ ist, wie so treffend formuliert, eine Nebelkerzen – Show zur weiteren, noch intensiveren Heranzüchtung eines noch größeren Heeres links – grüner Duckmäuser.
Und: man fördert so auf Seiten der wenigen noch denkenden, politisch Interessierten eine Abkehr, die man wunderbar als „Rechts“ abkanzeln und weiter „bekämpfen“ kann.

Die allermeisten Institutionen, Organisationen, Förderprojekte im heutigen Deutschland sind so umgemodelt bzw. neu gegründet worden, um die Ideologie einer selbsternannten "Elite" in Deutschland auf breiter Front durchzuetzen.
(Diese Ideologie ist - grob skizziert - eine links-grüne Weltrettungs-Ersatz-Religion.)
Selbstverständlich liefern dann diese vielen Einrichtungen mit Millionen von gut bezahlten Mitarbeitern genau das, was von ihnen erwartet wird:
Linientreue Ergebnisse.
Und ebenso selbstverständlich werden alle Menschen, die - trotz heftigen Gegenwinds - nicht aufhören, gegenteilige Ansichten zu vertreten, u. a. mit Hilfe dieser Einrichtungen als dumme o. böswillige Individuen diskriminiert. Dabei ist der schlimmste Typus derjenige, der "rechts" eingeordnet werden kann, also einer, dem man Nähe zu "Nazis" anhängen kann. Faktisch sind das in Deutschland mindestens 10% der Bevölkerung, die als gefährliche "demokratiefeindliche" Minderheit täglich bekämpft werden muß.

Danke für Ihren Kommentar Herr Will!

Es sind vorallem die Schweigenden, nur nicht aus der Deckung kommen, sich, um Gottes Willen nicht klar positionieren. Man könnte ja gesellschaftlich ausgeschlossen werden, kurz es fehlt hat an Mut, und die Fähigkeit frühzeitig zu sehen das etwas gewaltig schief läuft. Und die ans Kreuz zu nageln die darauf hinweisen, ins Feuer mit denen. Stören doch nur bei der Urlaubsplanung, wer sichs noch leisten kann natürlich.

Meine Hoffnung auf einen Schwenk ist gleich Null, nicht diesen Untertanen.

Netzfund!! Am schlimmsten sind die Tagesschau-Nicker.

"Aber irgendwann kam halt jemand auf die Idee, unabhängigen Journalismus in belehrenden „Haltungsjournalismus“ umzuwandeln und die große Mehrheit biss an."
Das war wohl von langer Hand geplant (im roten Hosenanzug?) und kommt voran, wenn man eine schlafende Politik und Gesellschaft hat. Die führenden Genoss***innen wussten genau das:
"Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf!" (Kurt Tucholsky)

Jens Böhme | Fr, 3. Juni 2022 - 22:35

"Demokratie leben" ist ein dicker Sargnagel der Demokratie. Was sich dort für demokratiefeindliche und extremistische Organisationen tummeln ist unerträglich, dass man eher geneigt ist, letzte und jetzige Bundesregierung seien die 5.Kolonne der Demokratieabschaffung. Das desaströse Wahlhandling am 27.9.21 in Berlin und insbesondere das mediale, journalistische Schweigen zu den bekannten demokratiefeindlichen Wahlen in den Berliner Wahllokalen sagt doch alles, dass Wahlen im schönsten Deutschland, dass es je gab, überflüssig seien.

Jon Doe | Fr, 3. Juni 2022 - 22:53

Lieber Herr Marguier,
alles, was Sie hier an Kritik aufschreiben, ist absolut berechtigt und zutreffend. Natürlich handelt es sich bei den subventionierten NGOs (und dem ÖRR) um Versorgungseinrichtungen für das Klientel der Linken und Grünen, die sich auf dem freien Markt ansonsten z.B. in der Gastronomie oder im Taxi verdingen müssten.
Aber dass Ihnen dieser Umstand jetzt erst aufgefallen ist, und nicht bereits vor 5 oder 10 Jahren, finde ich erschütternd.
Mit freundlichen Grüßen
JD

Markus Michaelis | Sa, 4. Juni 2022 - 01:17

Wenn man etwas "Demokratie"-Förderung nennt, sollte man schauen, dass es möglichst frei von Inhalten ist. Inhalte (wie Klimaschutz und tausend andere Dinge) sind wichtig, aber parlamentarisch-politisch-gesellschaftlich auszuhandeln - und zwar nach demokratischen Regeln. Bei der Demokratieförderung sollte es inhaltsfrei um diese Regeln gehen. Sonst beschädigt man die Begriffe, das Trennvermögen zwischen den verschiedenen Dingen und am Ende damit die Demokratie.

Bei der staatlichen Förderung von Gruppen sollte es nicht zuviel und nicht zu wenig sein: einerseits fördert jede Gesellschaft Dinge die ihr wichtig sind. Das können Kinder, Familie, Klima, Religionen, Sport, Frauen, andere Gruppen, alles mögliche sein. Andererseits sollte es nicht darauf hinauslaufen, dass der Staat einen Teil der Gesellschaft mit Posten versorgt, um zu versuchen ganz bestimmte Inhalte jenseits der demokratischen Regeln zu verfestigen.

Hans Schäfer | Sa, 4. Juni 2022 - 10:23

ewas zu bezeichnen, was es nicht Ist!

Wir waren und sind schon immer eine Parteiendiktatur, die sich lediglich den Mantel parlamentarische!!!!!Demokratie übergezogen hat.

Wolfgang Jäger | Sa, 4. Juni 2022 - 11:11

Solche (zutreffenden) Meinungen werden in Zukunft mehr und mehr Mangelkwahre werden. Verantwortlich dafür: Das "Demokratiefördergesetz". Man weiß also, was man in Zukunft unter Demokratie zu verstehen hat. Denn dieser Text hier gehört schon zur Rubrik "Verdächtig". Also rechte Schublade.

WD Hohe | Sa, 4. Juni 2022 - 12:33

ist bei wachsendem Erfolg unmöglich.
Und natürlich werden und sind medienstarke NGOs ein nützliches Vehikel für...
Dazu werden div Maulwürfe, selbständige wie fremdgesteuerte, sind unvermeidlich.
Anwälte des Rechts:-) beraten entsprechend eigenem Interesse.
Dem zu wiederstehen bedarf es eines Rückgrates ohne Bandscheibenschäden.
Am Ende überlebt sich`s nur mit Diktatur.
Ein "einfaches Pflänzchen" hat keine Chance.

Tomas Poth | Sa, 4. Juni 2022 - 13:53

Das ist eine Mogelpackung, es geht ausschließlich um die Absicherung RotGrüner Politik gegen Andersdenkende!!
Im politischen Vorfeld werden NGOs eingesetzt um die Ziele dieser Politik vorzubereiten, die dann in den Parlamenten alternativlos umgesetzt werden.
Parteien & NGOs sind miteinander verwoben, spielen sich die Bälle, sowohl in der Umsetzung der Ziele als auch in der Ausgrenzung der Andersdenkenden zu.
Das BVerfG gibt seinen letzten Segen und wir befinden uns mitten in der ausgerichteten und gleichgeschalteten Gesellschaft wieder.

Karla Vetter | Sa, 4. Juni 2022 - 19:57

sein soll, habe ich mich schon lange gefragt. Es ist wohl wieder eines der infantilen Verschleierungsvokabeln die als Synonym für die "Guten "fungieren. Jeder der nicht dazu gehört wird ausgegrenzt. Natürlich können Klimaskeptiker, Coronaimpfungsskeptiker u.Ä. niemals dazugehören. Demokratie ist nicht die Herrschaft des Volkes. Demokratie ist das zu wollen was die Regierung als gut und förderlich erachtet. Die das anders sehen haben Demokratie halt nicht verstanden.

Reinhardt Cornelius-Hahn | Sa, 4. Juni 2022 - 21:44

Eben habe ich den CICERO wieder bestellt. Einige Monate dachte ich, jetzt rutscht eines der wichtigsten Blätter weg, die den Schild der Demokratie noch hoch halten. Als Frau MP Schwesig, damals noch Familienministerin, ihre Idee der Demokratieförderung ins Licht hielt, hat sie den Teufel gerufen und der Satan ist gekommen. "Demokratie leben" bedeutet vor allem, der gesamten linken Intellektuellen-Schickeria ein Einkommen für ihr Auskommen und eine närrische, ja schon gigantische Tümmelei im rotgrünen Denkbereich zu entfalten, die in ihrer wirklich harten und auch überzeichneten Meinung, den Kampf gegen die bürgerliche Mitte im Focus hat. Das ist der blanke Hohn, der sich gegen jede freiheitliche Ordnung, gegen die Kritik und vor allem gegen die Freiheit des Wortes wendet. Es werden Projekte von links gegen alles was bürgernähe, Gespräche und Offenheit in der Meinung hat, inszeniert. Es geht nicht mehr um Tellkamp, Broder, Steimle, es geht um die Freiheit. Es findet eine Zensur statt!

Wolfgang Borchardt | So, 5. Juni 2022 - 08:11

... gesellschaftlicher Widerstand, weil es den meisten Leuten schlicht egal ist und man eh nichts ändern kann. Viele haben die Verursacher nicht gewählt. aber was nutzt das, wenn sich die Wahlverlierer zusammenschließen, um ihre Machtansprüche durchzusetzen? Diese Projekte bieten zrotz allem zweierlei Nutzen: Ein bezahltes Auffangbecken für Leute, die diese Art von "Arbeit" mögen und den daran interessierten Medien und links-grünen Politikerinnen Munition zu liefern.

Brigitte Simon | So, 5. Juni 2022 - 12:59

Demokratie ist unser, ein gesellschaftliches Ver-sprechen. Alle Macht geht vom Volke aus. Der politische Wille, unsere laut und denkende Frei-heit, wurde und wird weiterhin zerstört. Wir er-leben in der Ampel-Koallition Täuschung und Illusionen. Scholz´ Versprechen einer "Zeitenwende" deckt die Systematik dieser Indoktrination auf. Sie soll uns sensibel für seine vielfältigen psychologischen Beeinflussungs-methoden degradieren.

Wachen wir auf, kämpfen und schreien nach unserer Demokratie. Wie das allerdings gehen soll, ich weiß es nicht.

Brigitte Simon | So, 5. Juni 2022 - 13:24

Warum erlauben w i r - der Souverän- einer Eli-tendemokratie und dem Neoliberalismus die Macht, unsere Lebensgrundlagen zu zerstören?

Gunther Freiherr von Künsberg | Mo, 6. Juni 2022 - 17:28

Wer Opfer einer Straftat geworden ist, dem wird vom Weißen Ring geholfen.
Leider fühlt sich die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe nicht dafür zuständig Straftäten gegen die deutsche Sprache zu verfolgen. Die Gendersternchensprache ist nicht nur eine (Sach)-Beschädigung der deutschen Sprache, sondern auch eine Vergewaltigung derselben, und das auch noch bis jetzt straflos durch einen öffentlich-rechtlichen Sender ZDF. Die Duldung von Straftaten ist demokratiefeindlich. Gleiches gilt für die Männerdiskriminierung. Es gibt keine Oligarchinnen, keine Falschfahrerrinnen und auch keine Sexualverbrecherinnen. Diese maskuline Qualifikation bleibt nach neudeutscher Sprache der Spezies Mann vorbehalten.
Solange nicht die Staatsanwaltschaft diese Straftatbestände gegen die deutsche Sprache kriminalistisch verfolgt muss allen Ernstes befürchtet werden, dass es durch die Diktatur des feministischen Sprachproletariats zu einer Beschädigung der Demokratie kommt.

In Ergänzung bringe ich die Straftaten ins Gespräch. ...Es handelt sich bei diesem Verbrechen um Täter!!!! Um der Korrektheit korrekt zu sein bestehe ich auf die Formulierung es handelt sich bei diesem Verbrechen um einen flüchtigen Täter oder einer flüchtigenTäter*in oder sogar flüchtige Täter*innen. Denn diese gibt es zuhauf.