Mögliche Koalition zwischen CDU und AfD - Lose-Lose-Situation

In der Debatte um eine mögliche Zusammenarbeit mit der AfD steht die CDU mit dem Rücken zur Wand, möchte sie nicht jede Glaubwürdigkeit verlieren. Nun schaltet sich SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil ein – aus fadenscheinigen Gründen. Von Alexander Grau

Merkel und Gauland
Mit der AfD möchte die CDU nicht zu tun haben - noch nicht/ picture alliance

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Er veröffentlichte u.a. „Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung“. Im Oktober erscheint sein Essay „Kulturpessimismus. Ein Plädoyer“ bei zu Klampen.

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Alexander Grau

Moralische Empfehlung des politischen Gegners sind das Arsen des politischen Diskurses. Klug dosiert treiben sie die politische Konkurrenz in das ewige Siechtum. Und der Giftmischer selbst steht als moralischer Biedermann da, der schließlich nur das Beste gewollt hat für das Land, die Demokratie oder wen auch immer.

So gesehen, ist die Aufforderung des SPD-Generalsekretärs Lars Klingbeil, die CDU möge auf ihrem bevorstehenden Bundesparteitag einen Beschluss fassen, der jede Zusammenarbeit mit der AfD verbietet, ein taktisch wohlkalkulierter Schachzug.
Die Einladung zum Giftanschlag kam allerdings von der CDU selbst. Es war Christian Hartmann, seines Zeichens neu gewählter Fraktionschef der CDU in Sachsen, der das Fass aufmachte und in einem Interview mit dem MDR eine künftige Koalition mit den AfD nicht ausschloss. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer reagierte umgehend, ebenso wie Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff, der vor einem politischen Selbstmord warnte.

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Detlev Dinter | Sa, 6. Oktober 2018 - 11:36

Eine demokratisch gewählte Partei als "braunen Dreck" zu bezeichnen , wie es Generalsekretär Blume, CSU, getan hat, obwohl inhaltlich die größten Schnittmengen, geht schon in Richtung "Kernschmelze" oder politischen Sebstmord.

Heinrich Niklaus | Sa, 6. Oktober 2018 - 11:37

Ein durchsichtiges Manöver von Herrn Klingbeil. Ließe sich die CDU darauf ein, wäre sie fortan auf vielfarbige Koalitionen angewiesen.

Der europäische Trend geht jedoch in eine national-konservative liberale Zukunft. Nur in Deutschland hat sich das aufgrund der grün-linken Medien noch nicht überall rumgesprochen.

Früher oder später werden sich Union, FDP und AfD zu einer Koalition zusammenschließen.

Ralf Altmeister | Sa, 6. Oktober 2018 - 11:45

In immer mehr Ländern Europas sind die rechtskonservativen Pateien auf dem Vormarsch und an oder in der Regierung. Es ist dies eine Reaktion der Wähler auf die zunehmende Ablehnung supranationaler, undemokratischer Gesellschaftsutopien mit ethnischen Sozialexperimenten.
Die Einzigen, die sich dieser Entwicklung in Deutschland entgegen stellen ist nun mal die AfD. Sie bezieht aus diesem Alleinstellungsmerkmal ihre Anhängerschaft und dies trotz unappetitlicher Ausfaserungen nach ultrarechts.
Sollte die CDU an ihrem linksgrün-kompatiblen Gesellschaftsmodell festhalten, wird sie die rechtskonservativen Kräfte weiter stärken bis zu dem Punkt, wo es rechnerisch ohne die nicht mehr geht. So weit muß es ja nicht erst kommen. Das hat der Sachse, Herr Hartmann, (Fraktionsvorsitzender CDU) wieder mal als erster erkannt. Andere werden folgen (müssen ?)

Alexander Steinmann | Sa, 6. Oktober 2018 - 12:17

Ich warte auf Herrn Klingbeils Aufforderung, dass die SPD die Zusammenarbeit mit der linkspopulistischen Partei Die LINKE, ehemals SED, ausschließt. Vom Pampern linksextremistischer Antifa-Gruppen und Haß-Künstlern wie FSF mal ganz abgesehen...

Harald Rau | Sa, 6. Oktober 2018 - 12:22

Danke für den nach allen Seiten präzise in Augenschein genommenen Kommentar.
Mir erscheint, daß die CDU möglichst bald einen Konsenz mit der AfD beginnen sollte.
Noch hat sie die Themen-Oberheit, die AfD lernt täglich dazu auch in bisher unterrepräsentierten Bereichen. Wahrheiten, die AfD spricht auch Wahrheiten aus, lassen sich nicht auf Dauer unterdrücken. Verlorengegangene ehem.CDU_Wähler warten ganz gelassen ab was passiert.

Thorsten Rosché | Sa, 6. Oktober 2018 - 12:24

In ein paar Jahren wird das völlig normal sein mit dem gemäßigten Teil der AFD in den Ländern zu koalieren !
Zur Erinnerung : OT Stoiber, "das grüne Gesindel " , jetzt steht eine mögliche Koalition an.
Wenn es um die Macht geht, findet man immer Gemeinsamkeiten....
Im übrigen im Bund machen sie keinen schlechten Job, sie legen die Finger in die Wunden. Aktuell ist die Presselobby dran................

Per L. Johansson | Sa, 6. Oktober 2018 - 12:31

Zitat: „wäre die CDU gut beraten, ein liberalkonservativ-nationalkonservatives Bündnis eben nicht kategorisch auszuschließen.“

Das wäre auch gar nicht neu. Früher hat man diese Strömungen schließlich offen geduldet und unter dem eigenen Dach, eben einer „Union“, integriert.
Warum jetzt nicht wenigsten unter dem Dach einer Koalition?
Ist man so intolerant geworden?
Und so überheblich, die Meinung von Millionen Mitbürgern einfach wegdrücken zu wollen?
Im Übrigen funktionieren derartige Bündnisse mit den als "rechtspopulistisch“ beschimpften Parteien in anderen Ländern gut.

Natürlich würde sich die AfD damit unbestreitbar etablieren, aber hat sie das nicht eh schon? Glaubt man wirklich, der als „brauner Bodensatz“ beschimpfte Wähler kommt einfach wieder zurück?
Vor allem aber würde die AfD gemäßigt. Nicht nur durch die Regierungsverantwortung, sondern einen zu erwartenden Mitgliederzuwachs.
Denn je mehr ihrer Wähler auch beitreten, desto weniger Einfluss haben wirre Köpfe.

Die frühere FDJ-Sekretärin will nicht konservativ. Deshalb sind alle Denkspiele für die Normalisierung der CDU mit Merkel vergeblich. Diese Frau will links und zurück …. handelt diese Frau im Sinne eines programmatischen Auswurfs von Genossen Erich Honecker: "Vorwärts nimmer, rückwärts immer"?!

Klaus Funke | Sa, 6. Oktober 2018 - 12:38

Der Wähler wird das entscheiden. Sollten die Wahlen so ausgehen, dass der CDU/CSU, um an der Macht zu bleiben, keine andere Möglichkeit hat als mit der AfD zu koalieren, auch, um jede Glaubwürdigkeit als konservative Partei nicht zu verlieren - denn als rechte SPD hätte die CDU keine Chance oder als Koalitionspartner mit den Linken - dann wird die CDU mit der AfD koalieren. Das österreichische Modell funktioniert doch. Deshalb sind jetzt falsche Ratschläge genauso wenig glaubwürdig wie Krokodilstränen. Warten wir es ab. Der österreichische Kabarettist Alfred Dorfer hat die Frage nach dem Umgang mit der FPÖ so beantwortet: "Wir haben da ein Dreistufenprogramm. Ignorieren - Imitieren - Koalieren!" Und genauso wird es nach Merkels politischem Ende kommen. Diese Ende kann noch 3 Jahre dauern... oder es geht irgendwann ganz schnell... und beinahe lautlos vonstatten.

Sepp Kneip | Sa, 6. Oktober 2018 - 12:42

Nun müsste die SPD ja mal einen CDU-Deligierten finden, der diesen Antrag zum Verbot eines Zusammengehens mit der AfD stellt. Sie selbst kann es ja nicht von außen. Wenn ein solcher Antrag nicht gestellt wird, ist das Thema ohnehin vom Tisch. Man kann sich vorstellen, dass der Parteitag weitaus Brisanteres zu behandeln hat, als die Zusammenarbeit mit der AfD. Hier wären zum Beispiel die angekündigten Gegenkandidaturen zu Merkel.

Die paranoiische Ablehnungsfront aller gegen die AfD muss einem wirklich neutralen Beobachter doch verdammt seltsam vorkommen. Einmal, weil man bei dieser Partei doch nun wirklich nichts feststellen kann, was sie Bürgerschädliches getan hätte. Zum Anderen, warum die CDU und die anderen Etablierten nicht ihre Politik ändern, um so der AfD den Wind aus den Segeln zu nehmen? Wer zwingt sie unisono zu einer derart irrsinnigen Migrationspolitik, die die Mehrheit der Bürger so nicht will? Übrigens kann die AfD so schlecht nicht sein, da sie vielfach kopiert wird.

Günter Johannsen | Sa, 6. Oktober 2018 - 12:59

Eine Koalition der AfD mit der CDU auf Bundesebene geht nur ohne Merkel und ihren Taschenträgern!
Die AfD hat einen guten Ruf zu verlieren und vor allem ihre Glaubwürdigkeit. Die darf sie mit Rücksicht auf die deutsche Bevölkerung nicht aufs Spiel setzen, denn sie ist gegenwärtig der einzige Hoffnungsträger. Die große Mehrheit der Bevölkerung will zurück zur freiheitlichen Demokratie und zum Rechtsstaat, der mit Merkel immer schneller den Bach runter geht!

Bernhard K. Kopp | Sa, 6. Oktober 2018 - 13:17

Einen linken shit-storm muss man gegebenenfalls einfach aushalten. Nicht die Stimmungen von Meinungsumfragen zählen, sondern die Stimmen am Wahltag. Gradlinige Konsequenz wird honoriert. In Bayern erleben gerade, dass der Mangel davon wahrscheinlich die Wahl für die CSU versemmelt.

Bernd Muhlack | Sa, 6. Oktober 2018 - 14:54

ist die trefflichste Passage Ihres sehr guten Artikels; als bereits länger hier Lebender kann ich das beurteilen. Sollte es in Bayern und Hessen zu einem "alternativlosem" Debakel kommen, keimt wahrhaftig das zarte Pflänzchen einer Veränderung, aber bitte nicht hin zu noch mehr links-grünem betreutem Leben.

Ich wünsche Herrn Prof. Herdegen alles Gute und möge er den Duracell-Parteitag unbescholten erleben, überstehen!!! => Egal wie es ausgeht: er hat dann sicherlich nichts falsch gemacht … GLÜCKAUF & et ceterum censeo carthaginem esse delendam - also carthago als Synonym für Merkel!

… und jetzt muss ich zurück auf mein Baumhaus im Hambacher Forst um das Klimaziel meiner Kanzlerin zu retten - okay, mittem Dieseltaxi von Mannheim zum Forst ist nicht wirklich billig oder öko; na und, was solls, Hauptsache vom Feeling her ein gutes Gefühl! (frei nach Andy Möller; Mailand oder Madrid? egal, Hauptsache Italien!

--- [gibt's da auch was von Bedford-Strohm?] ---

Volker Leyendecker | Sa, 6. Oktober 2018 - 19:36

Warum wird eine Koalition mit der SED Nachfolgepartei Die Linke in Erwägung gezogen auch mit den Deutschland abschaffenden Grünen doch die Partei die auf Recht und Gesetz besteht nämlich die AfD wird als nicht Koalitionsfähig eingestuft. Warum ? Die Reden im Bundestag haben doch gezeigt das die AfD vernünftige Anträge stellt, die aber per Beschluss der Altparteien alle abgelehnt wurden. Die Verlogenheit der Eliten geht so weit lieber Deutschland schaden als für Deutsche Interessen Politik zu machen. Ich zähle zum Bürgerlichen Lager nur die CDU/CSU/FDP und die AfD . Warum geht es nicht das die Regierung der Vernunft für Deutschland zusammen rückt.

Michaela Diederichs | Sa, 6. Oktober 2018 - 21:04

Die CDU wäre gut beraten, wenn sie sich von der Kanzlerin lösen und einen radikalen Richtungswechsel einleiten würde, und zwar mit möglichst neuen, unverbrauchten Köpfen. Denn bräuchte es vielleicht keine Überlegungen hinsichtlich ungeliebter Koalitionen. Aber so wie es ausschaut, mästet diese Partei die AfD und die SPD streut zusätzlich Kraftfutter. Wenn sie es denn so haben wollen, sollen sie es bekommen. Immer mehr Menschen sind bereit.

Dimitri Gales | Mo, 8. Oktober 2018 - 14:48

In reply to by Michaela Diederichs

Das wird nicht geschehen, die hat beschlossen, eisern bis zum letzten Tag durchzuhalten. Aber für die AfD ist das eher förderlich, denn je länger Merkel im Kanzlersessel (aus)sitzt, um so besser, zumal sich die CDU in einem Agonie-Prozess befindet - auch Dank Merkel. Man hat den Eindruck, die Zeit spielt für die AfD.

Peter Huber | So, 7. Oktober 2018 - 09:45

Paßt doch zusammen, die AFD ist die alte CDU, abseits der Herren Höcke & Partner, die läßt man halt außen vor. Die Grünen und die Roten haben dafür ihre Antifa, was die anrichten man in HH gesehen, beim Gipfel.

Gabriele Bondzio | So, 7. Oktober 2018 - 11:59

einen Konsens zu suggerieren, indem künstliche Dringlichkeiten die wirklichen Probleme ersetzen. Künstliche Aufbauten, werden sie auch noch so sehr von den Medien umgewälzt, gewinnen im Volk keine durchschlagende Lebendigkeit. Schränken letztendlich auch die Optionen des politischen Betriebes selbst ein. Der Wähler dürfte zwar gewöhnt sein, das es sich vor und nach den Wahlen, um zwei unterschiedliche „Zeiten“ handelt. Reagiert aber zunehmend erbost auf die Tatsache verdummt zu werden. Der abgeschriebene Konservativismus ist sehr lebendig. Wo es um erhaltenswerte, historisch-gewachsene Trationen, geht. Wobei man sich hier in starke Widersprüche, mit dem viel umfassenderen„Konservativismus der Muslime“, verstrickt. Hier ist die Scheinheiligkeit am stärksten ausgeprägt, da sie ja diesen im Grunde stützen. Da würde mich mal interessieren, Herr Grau, wie das zum Traum(Links-Grün) vom Ende des Konservatismus passen soll?

Bernd Wollmann | So, 7. Oktober 2018 - 15:42

Die haben wir schon seit 13 Jahren für CDU und SPD (was nicht so schlimm wäre) und unser Land. Einen größeren Schaden hätte die AFD nicht anrichten können. Eine Koalition aus CDU und AFD könnte die verheerenden Fehlentscheidungen Merkels teilweise korrigieren, zuvor müsste sie samt ihren Höflingen aber vom Hof gejagt werden.

Armin Latell | So, 7. Oktober 2018 - 19:30

Wenn ich die allgemeine polit. Situation, das Agieren, Agitieren, Denunzieren der aktuellen Politdarsteller aus den Konsensparteien anschaue, frage ich mich, ob es auf einen weitere Art des Harakiri überhaupt noch ankommt, ob die prinzipiell richtigen Gedanken von Herrn Grau überhaupt eine Rolle spielen. Ich, aus meiner Sicht als ehem. Unionswähler (sehr lange ist es her) kann sagen, werde auf keinen Fall eine CDU mit diesen Personal von Wendehälsen wählen, das gezeigt hat, dass Prinzipien, Werte, Tradition beim Erhalt der Macht keine Rolle spielen, das Charakterschwäche für Stärke hält. Diese Union steht nur dafür, dass sie für überhaupt nichts steht, grüne, rote Politik, egal, nur nicht konservativ. Sie hat keine programmatische Kontur und Glaubwürdigkeit. Den Politfunktionären fehlt der Verstand eines Herrn Grau.

Christoph Kuhlmann | So, 7. Oktober 2018 - 20:50

mache ich mir keine Gedanken über mögliche Koalitionsoptionen der CDU. Vielleicht erlöst Lindner die Union und gibt den Weg für eine Ampel frei. Mittlerweile dürfte die FDP ja über das notwendige Know How verfügen um in Koalitionsverhandlungen nicht über den Tisch gezogen zu werden. Mit einer gezähmten CSU kann das für Merkel und Co. noch eine ganz gemütliche Legislatur zum Ausklang werden.

Peter Wagner | Mo, 8. Oktober 2018 - 00:08

Die CDU/CSU hat nur eine Möglichkeit, langfristig nicht wie viele Splitterparteien, als 10% Partei in der Bedeutungslosigkeit zu verharren, wenn sie mit der AFD eine Koalition bildet! Die ständigen Beteuerungen von CDU/CSU niemals mit der AFD zusammen arbeiten zu wollen, sind doch nur hilflose Versuche, die Wähler davon abzuhalten, AFD zu wählen! Ohne die AFD wird sie wie Alexander Grau schon vermutete, in einem Linksbündnis, selbst den Rest ihrer Stammwähler langfristig verlieren! Ein solches Bündnis wäre auch nur mit Merkel möglich, und würde Deutschland endgültig noch tiefer ins Chaos stürzen!

Heidemarie Heim | Mo, 8. Oktober 2018 - 12:35

Dies ist was sich momentan oberflächlich betrachtet in der Parteienlandschaft abbildet. Doch so einfach ist es nicht. In einem TV-Beitrag zum momentanen Umbruch und der Bedeutung von Parteien und deren Wähler fand ich auch für mich persönlich eine bessere Erklärung als das eng begrenzte entweder links, Mitte oder rechts. Da wurde unterschieden nach Kosmopoliten und Kommunitariern , die sowohl linke als auch gleichzeitig rechte (konservative) Werte und ökonomisch nationale sowie auch globale Ansätze vertreten. Laut Inhalt dieser Unterscheidung sind die meisten Wähler wohl Mischwesen bzw. Hybride in ihren Forderungen an die Parteien, die durch ihre stringente Richtungspolitik vielen Wählern wohl dadurch keine Heimat mehr bieten. Wie Dr.Grau auch schreibt, sind gerade die Parteien sehr schlecht beraten, die ihre kommunitaristischen Grundwerte auf dem Altar des kosmopolitischen opfern. Wie schwierig sich der Versuch gestaltet aus Allen Kosmopoliten zu machen, sieht man schon in der EU. MfG

Norbert Heyer | Mo, 8. Oktober 2018 - 13:28

Wir werden sehen, ob die CSU die richtige Wahl getroffen hat, indem sie die AfD in die rechtsradikale Ecke gestellt hat. Jetzt ist natürlich die Forderung der SPD verständlich, dass auch die CDU zukünftigen Koalitionen mit der AfD eine Absage erteilt: Verhindert das zuerst einmal, das die SPD in der Versenkung verschwindet. Die Altparteien werden - wenn sie nicht radikal ihren Kurs ändern - alle immer mehr Wählerstimmen verlieren und eines Tages werden sie wünschen, das die AfD mit ihnen koalieren will. Die Angst vor dieser Partei scheint bei den Altparteien so ausgeprägt zu sein, dass Ihnen jedes Mittel der Diffamierung und Ausgrenzung recht ist. Der aufmerksame Wähler stellt jedoch fest, dass die Altparteien den fundierten Reden der AfD-Abgeordneten nicht viel entgegenzusetzen haben. Gerade die Grünen zeigen hier eindeutig, das Fachkenntnis nicht zu ihren Stärken zählt. Auch sie waren ja mal die Ausgegrenzten - jetzt
bestimmen sie - leider - überall mit ...