Ein umstrittenes Wahlplakat der Splitterpartei "III Weg" hängt über einem Plakat der grüne
Ein Gericht entschied, dass die „Hängt die Grünen“-Plakate der rechtsextremen Partei „III. Weg“ hängen bleiben dürfen / dpa

Nach der Bundestagswahl - Aus der Sicht einer Erstwählerin

Fast drei Millionen junge Menschen durften am Sonntag erstmals wählen. Sie kennen seit ihrer Kindheit nur Angela Merkel als Bundeskanzlerin. Unsere Autorin gehört zu ihnen – sie blickt fassungslos auf die chaotischen Zustände in diesem Land und hat viele Fragen.

Autoreninfo

Charlotte Jost studiert Political- and Social Studies an der Julius-Maximilians Universität in Würzburg und ist Hospitantin in der Cicero Online-Redaktion.

So erreichen Sie Charlotte Jost:

Es macht mich fassungslos: Ein Wahlplakat der Partei „III. Weg“ mit der provokanten Aufschrift „Hängt die Grünen“ darf in Chemnitz hängen bleiben. In Berlin stehen am Wahlsonntag riesige Trauben von Menschen ungeduldig vor den Wahllokalen – denn vielerorts sind die Stimmzettel ausgegangen. Im Osten Deutschlands wählen 30- bis 44-Jährige überwiegend die AfD, eine Partei, die als „Rechtsextremismus-Verdachtsfall“ vom Verfassungsschutz beobachtet wird.  

Das also ist Bundestagswahl. Und das erlebe ich nun zum ersten Mal. Denn das Ende der Ära Merkel ist für mich und viele meiner Freunde und Bekannte nicht das Ende „irgendeiner“ Regierung, sondern der einzigen Regierung, die unsere Generation aktiv miterlebt hat. Was uns politisch geprägt hat, war nicht der Terroranschlag von 9/11 oder die Weltfinanzkrise von 2008. Als 2000er-Kind war ich erst ein Jahr alt, als der Terroranschlag auf das World Trade Center die ganze westliche Welt in Schockstarre versetzt hat – ich hatte gerade gelernt, drei Schritte zu laufen ohne hinzufallen.

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Andre Möller | Mi, 29. September 2021 - 14:11

Die ganze Welt war der Strahlung von Fukushima schutzlos ausgeliefert? Millionen Menschen flüchten aus Syrien und Afghanistan aus politischen Gründen in den Westen? Ist /war das so? Das ist reichlich unreflektiert aufgeschrieben von einer Studentin der Politikwissenschaften, die warum genau zeitlos sein sollen? Und Lindner hat natürlich "gekniffen". Nee, so stelle ich mir Nachwuchstalente beim Cicero nicht vor. Die Grundannahmen der Autorin teile ich sehr wohl - aber bisschen mehr Sorgfalt beim Schreiben wär schon schön.

Rob Schuberth | Mi, 29. September 2021 - 20:24

In reply to by Andre Möller

Werte/r Frau Stange, Herr Möller, gerne stimme ich Ihnen beiden in Ihrer absolut berechtigten Kritik an der Autorin zu.

Es würde mich nicht wundern sie alsbald selbst im B-Tag zu sehen.

Das ist doch der Weg den viele dieser Studis anpeilen.

Yvonne Stange | Mi, 29. September 2021 - 14:25

1000 Zeichen reichen nicht, um alle Wiedersprüche aufzuzählen! Daher: ich bin stolz auf die Jugend in Sachsen und Thüringen, die eindeutig die AfD gewählt hat! Gegen Migrationswahnsinn, gegen Islamisierung, gegen überzogene Klimamaßnahmen, die sowohl der Wirtschaft als auch den Menschen schaden!
Frau Jost, Sie glauben doch nicht allen Ernstes, daß die Menschen aus Syrien und Afghanistan hierher kommen weil hier eine (Pseudo-)Demokratie herrscht? Man man man... ich schüttel nur mit dem Kopf über diese Naivität! Die kommen wegen dem Geld und um für Allah Europa zu erobern! Lesen Sie den Koran, verflixt nochmal!
Ja, wir leben auch vegan, ABER NICHT WEGEN DEM KLIMA! Sondern wegen dem millionenfachen Tierleid, welches durch die Massen"produktion" an Fleisch erzeugt wird! Ja, ich bin auch gegen grassierende Globalisierung. Aber gerade die, die am lautesten schreien, die tragen dann Klamotten aus aller Herren Länder.... achja und Reisen wollen Sie ja auch-wie verträgt sich das mit Klimahype?

Enka Hein | Mi, 29. September 2021 - 15:47

In reply to by Yvonne Stange

...soviel Naivität wie die Autorin an den Tag legt. Das tut weh.
Da ist der Autor Herr Paul mit seinen gleichfalls jungen Jahren gereifter und weiter.
Alles was Sie schreiben, werte Frau Stange, unterschreibe ich direkt.
Alles was aus Syrien und anderen Staaten kommt ist gesteuert. Die suchen nicht unsere Werte sondern unser Geld. Ich bin stolz auf Bürger im Osten die der AFD soviele Direktmandate gegeben haben.
Und es ist eine Schande das der Rest von D den Sozialisten Mal wieder blind hinterherläuft.
Zuerst den national-, dann den kommunistisch geprägten Sozialismus und jetzt den grünen Sozialismus.
Alles führte und führt in den Niedergang.
Und der Autorin wünsche ich mehr Eingebung und den Blick für die Realität. Träumer gibt's genug.

Marius König | Do, 30. September 2021 - 10:08

In reply to by Yvonne Stange

Ich bin ebenfalls froh über den Osten (ich bin selber Wessi). Man hat dort anscheinend die ewig bösen Märchen von den überall lauernden Nazis nicht ganz so verinnerlicht oder einfach nicht geglaubt wie im Westen. Dennoch finde ich die AfD hätte ein besseres Ergebnis einfahren können Bundesweit. Mit anderen Spitzenkandidaten. Man hat ja bei den anderen Parteien gesehen wie wichtig dieser Aspekt ist. TC und AW sind mir relativ unangenehm. Herrn Meuthen dagegen würden sicher mehr Leute unterstützen. Irgendwie kommt mir dieses Problem in dieser Partei bekannt vor...

Alexander Brand | Mo, 4. Oktober 2021 - 20:32

In reply to by Yvonne Stange

das haben Sie perfekt zusammengefaßt! Einzig beim Punkt "vegan" gehen unsere Meinungen auseinander, denn dafür liebe ich Fleisch zu sehr, ich gönne Ihnen aber Ihr vegan sein.

Ansonsten ist es genau so wie sie es schildern, danke für die sehr offenen und erfrischend ehrlichen Worte. Mir fehlt das in diesem medial links-gesteuerten Einheitsmeinungsbrei des „korrekten“ politischen und gesellschaftlichen Diskurses enorm. Ich kenne viele Länder, ich kenne aber keines in dem der Diskurs so eingeschränkt stattfinden darf wie in diesem.

Mal sehen, wann die Grünfaschisten/Sozialisten der kommenden Regierung an der Schraube der Meinungsfreiheit drehen und Foren wie dieses, natürlich zum Wohle des „Kollektivs“, abschaffen! Frei nach dem Motto: zu viel Wahrheit schadet dem dummen Volke, denn was es nicht weiß, macht es auch nicht heiß!

Martin Falter | Mi, 29. September 2021 - 14:38

hat ihre Herausforderungen. Mir scheint allerdings, dass die angesprochene Wut auf die Regierung, den Staat oder gar die Gesellschaft, der jetzigen Erstwähler Generation unberechtigt ist.
Noch nie ging es dieser Altersgruppe so gut. Materialistisch, aber auch ihrem Anteil an Aufmerksamkeit an den Wahlberechtigten sind sie vergangenen Generationen um Lichttjahre voraus.
Das scheint für mich eher das Problem zu sein.
Nicht das es ernsthafte Probleme nicht gäbe. Aber die gab es zu jeder Zeit und Generation. Ich glaube die jetzige Generation wurde auf Selbstverwirklichung und Gewinn/Erfolgsstreben erzogen. Die Eltern sind Trainer und Manager geworden. Wenn jeder ein Einzelkämpfer ist kann kein Staat funktionieren. Die Pandemie haben weder Altwähler noch die Regierung bestellt. Nur gemeinsam können Pandemie, Klima usw angegangen werden. Eine Spaltung lässt uns alle scheitern.

Urban Will | Mi, 29. September 2021 - 14:44

und das ist gut so und das war schon immer so. Auch in meiner Jugend.
Nur das Umfeld hat sich geändert.
Als ich in Ihrem Alter war, redeten die Veteranen vom 2. Weltkrieg, löste Kohl Schmidt als Kanzler ab, war der Kalte Krieg am Toben, über der Südpfalz, wo ich aufwuchs, war der Himmel voller Kampfjets, amerikanische, kanadische, französische und auch die F104, bzw. F4 der BW donnerten über uns hinweg. Ständig. Man gewöhnte sich daran.

In der Schule waren wir sehr politisch, es wurde diskutiert, man verabredete sich mündlich oder per Schnurtelefon. Und musste pünktlich sein, denn es gab keine Mobiltelefone, um kurzfristig etwas zu ändern.

Aber:

Wir diskutierten ohne Scheuklappen. Mit dabei standen auch die Jungs in Schwarz und Springerstiefeln, in Teilen krasser drauf als das, was heute „rechtsradikal“ genannt wird. Wir diskutierten und akzeptierten andere Meinungen, stritten und lachten miteinander.

Alle.

Wenn Ihr das wieder schafft, seid ihr deutlich weiter.

Markus Michaelis | Mi, 29. September 2021 - 14:49

Ausbeutung und Neokolonialismus, viel Inkompetenz wird gesehen, Führung erwartet, Millionen Menschen fliehen aufgrund ihrer politischen Haltung in den Westen, man blickt als heutige Jugend auch nach Afghanistan, Afrika und in die Welt.

Ich finde es gut sich über all das Gedanken zu machen, es ist auch gut zu sehen, wieviele verschiedene Strömungen es gibt. Vieles sind Fragen oder Beobachtungen, was gut ist, aber hinter allem scheint mir auch ein zu festgefügtes Weltbild zu stehen, dass doch eher deutsch als wirklich offen für die Welt und die vielen Menschen ist.

Irgendwo scheint mir wie selbstverständlich im Hintergrund DAS Gute und Richtige zu existieren, und es fehlt die starke Führung, die das auch umsetzt.

Auf keinen Fall würde ich wie selbstverständlich Millionen Syrer, Afghanen, Afrikaner, Osteuropäer etc. in das eigene Weltbild einbauen - das wird der Realität glaube ich kaum gerecht.

Veränderung ist gut, das Aushalten von Gegensätzen und Widersprüchen auch.

Dieter Schimanek | Mi, 29. September 2021 - 15:56

Es ist eine Wahl für den deutschen Bundestag. Nicht für Europa, nicht für die Welt und nicht fürs Klima. Als Egoist entscheide ich mich für die Partei, von der ich annehme, dass sie am ehesten meine Interessen vertritt. Ich bin weder Mutter Theresa noch Albert Schweitzer und den Friedens Nobel Preis erwarte ich auch nicht. Wer den Rest der Welt hier haben möchte sollte ihn bei sich zuhause beherbergen. Ich glaube an den Klimawandel aber nicht daran ihn aufhalten zu können. Übrigens habe ich noch keinen Afrikaner ausgebeutet, genau so wenig wie meine Nachbarn. Ich spende regelmäßig wo ich es für sinnvoll halte und habe Spass an einer sauberen Umwelt.

Helmut W. Hoffmann | Mi, 29. September 2021 - 16:19

"Ich meine Christian Lindner, der jetzt wieder regieren will, obwohl er 2017 gekniffen hat"
- ich bin der Meinung, Herr Lindner hat 2017 nicht gekniffen, sondern die einzig richtige Entscheidung getroffen, nicht zu regieren, weil die FDP sonst von dieser grüngefärbten sozialistischen Kanzlerin und den restlichen Koalitionären zerrieben worden wäre.

Hans Jürgen Wienroth | Mi, 29. September 2021 - 16:45

Wer die Zukunft gestalten will, sollte die Geschichte kennen. Dieser Spruch sollte Grundlage eines jeden Politikstudiums sein und ausreichend Geschichtswissen vermitteln. Insbesondere ist dabei, wie politische Strömungen entstanden und groß geworden sind.
Gilt für die Jugend der scheinbar problemlose Umgang mit der Antifa genauso mit anderen „Strömungen“? Kann man sich Diskussionen auch mit jungen Menschen vorstellen, denen die Corona-Maßnahmen zu weit gehen (Querdenker), die Zuwanderung und Schulden-Vergemeinschaftung begrenzen wollen, die Windräder nicht für die Lösung der Klimakatastrophe halten?
Ist sich die Jugend der Gefahr einer „Informations-Blase“ (spez. durch die soz. Medien) genauso bewusst, wie es manche ältere sind? Wer achtet darauf, wie unterschiedlich Menschen von den Medien behandelt werden und hinterfragt das? Wie war das früher?

Karolin Ott | Mi, 29. September 2021 - 21:24

Vielen Dank, Frau Jost, für dieses sehr persönliche Stimmungsbild. Ich finde es wichtig, dass junge Menschen sich für Politik interessieren und Gestaltungswillen entwickeln, denn sie sind die Zukunft.

Sabine Lehmann | Do, 30. September 2021 - 02:10

Liebe Frau Jost, dass Sie nichts anderes kennen außer Merkel ist an sich schon schlimm genug. Am schlimmsten aber ist wohl, dass Ihnen daher jegliche Relationen fehlen. Hätten Sie unsere Republik in den 80-ern oder 90-ern gekannt, dann würden Sie schmerzlich erkennen, in was für einem schönen, wohlhabenden und sicheren Land wir einst leben durften. Vor allem hätten Sie ein Gefühl dafür entwickeln können was Freiheit, echte Freiheit bedeutet. Jenseits jeglicher Gesinnungsethik, jenseits ideologischer Meinungskorridore und ein Miteinander, dass man heutzutage wohl als analog bezeichnen würde.
Als Mädchen und Frau war man relativ sicher und frei in dem was man sein und werden wollte. Sie tun mir unendlich leid, dass Sie dieses Lebensgefühl nicht erleben durften und auch nicht mehr erleben werden, sofern Sie nicht in ein anderes liberaleres Land auswandern. Sie sind jung, Sie sind fit:machen Sie etwas daraus, reisen Sie doch um die Welt und suchen sich ein anderes Zuhause, es lohnt sich!

Oh je, mein letzter Satz „sich ein neues Zuhause zu suchen“ klingt furchtbar anmaßend, das würde ich gerne zurücknehmen und anders formulieren wollen:
Ein junger Mensch wie die Autorin sollte einfach andere gesellschaftliche, politische und persönliche Erfahrungen machen, als die zur Zeit typisch deutschen Strickmuster. Länder in den man/frau t a t s ä c h l i c h „gut und gerne leben lässt“ gibt es genug. Vor allem mit mehr Wohlstand, Sicherheit und Zukunft! Und für einen so jungen Menschen nicht ganz unwichtig: mehr Intellekt und bessere Bildungschancen als im Merkel- Deutschland. Obwohl die Autorin in dieser Hinsicht beim Cicero sicher sehr gut und tausendmal besser aufgehoben ist, als bei den meisten anderen deutschen „Blättern“.
Und abschließend zum Thema „Merkel“ noch ein Lesetipp: ein schonungsloser Blick auf das Wirken dieser Person findet sich auch in den vielen älteren Artikel von früheren Redakteuren beim Cicero, Herrn Alexander Kissler und Herrn Schwennicke. Lesenswert!

M. Wolke | Do, 30. September 2021 - 07:17

Der Bericht von Frau Jost läßt einen etwas ratlos zurück.

Wie waren z.B. die Kausalzusammenhänge zwischen Sintfluten, einstürzenden Gebäuden und Fukushima ? Alles merkwürdig vermischt in ihrem Beitrag.

Könnte man das "Kneifen" von Lindner nicht auch völlig anders, eher als extrem mutig, nachhaltig und richtig einsortieren?

Zuwanderung aus "politischen Gründen"?

Gewaltbereite Antifas mit maximaler Anarchieneigung als Freunde zu bezeichnen? Menschen, die anderen Gewalt antun, wären zumindest aus meinem Freundeskreis ausgeschlossen. Was sagt das über die Urteilsfähigkeit der Autorin?

Mit der Info, dass Frau Jung Politikwissenschaften studiert, hätte ich mehr erwartet - nach einem weiteren Mal nachdenken dann doch wieder nicht.

Ernst-Günther Konrad | Do, 30. September 2021 - 10:00

Hallo Frau Jost. Sie studieren Politikwissenschaften. Gehört dazu nicht auch ein profundes historisches Wissen was gerade unser Deutschland anbetrifft? Wo fängt in Ihrem Studium deutsche Geschichte an? Diskustieren Sie auch mit Gleichaltrigen oder nur mit denen, die "unverdächtig" sind? Ja, ich gestehe Ihnen zu, dass sie infolge der „Gnade“ der späten Geburt irritiert sind, sich hin- und hergerissen fühlen. Sie wollen die Welt retten und dann aber wieder an dem Teil haben, was Ihnen das Studium ermöglicht. Sie haben hier sehr viele kluge und lebenserfahrene Kommentatoren zu lesen bekommen. Wir hier alle haben unsere heranwachsenden Zeit mit Irrtümern, Irritationen und Unsicherheiten hinter uns gebracht. Wenn Sie ihr Studium allumfassend verstehen wollen, dann müssen sie die Geschichte kennen, um die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft zu denken. Also. Wenn Sie mehr wissen wollen, tauchen sie in die Geschichte ein und vor allem, diskutieren Sie mit allen und jedem. Viel Glück.

Stefan Kreppel | Do, 30. September 2021 - 14:46

Diese Jugend schafft sich Ihre Zukunft. Gott sei Dank nicht meine. Ich bin dankbar, dass ich eine unbeschwerte, analoge Jugend in Freiheit, ohne Vorschriften einer bleiernden grünen Ideologie leben durfte.

Bernd Muhlack | Do, 30. September 2021 - 17:29

... vorab eine Frage:
Was bitte ist "Klimagerechtigkeit"?
Können Sie, ein/e Forist/in das erklären?
Wissen Sie, was Sie hier schreiben ist fast dasselbe was mir eine 16jährige Nichte ständig an den Kopf wirft.
Eine Kumulation des "hochmoralischen to-do!"
Wurden in D nach dem Unfall in SU/RUS irgendwelche AKWs abgeschaltet?
NEIN!
Warum nach Fukushima? Weil es Ihro Gnaden so wollte!
Sie war es doch welche den Atomausstieg der Schröder-Fischer-Regierung rückgängig machte und dann über Nacht der Rückzieher vom Rückzieher - Kanzlerin Merkel eben.
"Aber ich bin stolz, dass meine Generation auch nach Afghanistan, Afrika und Osteuropa sieht. So sind wir eben, die Erstwähler und Erstwählerinnen."
Diese Gebiete wurden schon immer gesehen; das bedeutet jedoch nicht, dass man deren Bevölkerung unbegrenzt hier bei uns ansiedelt.
Ihre Wünsche, Träume in allen Ehren, jedoch das Leben ist nicht unbedingt gerecht!
Was ist überhaupt Gerechtigkeit?
Alles Gute & viel Erfolg!

Peter Müller | Do, 30. September 2021 - 20:23

Danke Frau Jost für dieses Stimmungsbild der jungen Generation. Interessant und differenziert.
Die Jungen haben doch die echten Gefahren erkannt: Fukushima, Pandemie (nicht nur im Krieg sterben die Leut´), Klimawandel, Plastikmüll. Migration kommt im Problemkreis nicht an erster Stelle, das fand ich bemerkenswert. Der Wähler am rechten Rand sieht nur, was er sehen will und alles andere wird verleugnet.
Zweifel am Führungspersonal – ja, und damit verbunden eine knappe Analyse des Spannungsfeldes der Parteien. Zwischen FDP und Antifa, bei den Jungwählern liegt die Linke vor der AfD (was ja Anlass zur Hoffnung gibt ;).
Sobald am deutschen „Wohnzimmerbild“ gekratzt wird, reagieren viele Leute, vermutlich meines Alters, reflexartig mit „was weißt du schon“, „das-und-das-ist-richtig“, „Naivität der Jugend“ und „Wohlstandkind“!
Meiner Meinung nach ist diese Abwertung von denen, die keine real existierende Krise erleben mussten, lausig bis beklagenswert.