Skandalisierung im „Clubhouse“ - Radio Ramelow

Der Auftritt des linken Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow in dem neuen sozialen Netzwerk „Clubhouse“ wird skandalisiert und politisch instrumentalisiert. Tatsächlich hätte der Spitzenpolitiker sich anders verhalten können. Denn problematisch ist vor allem sein Umgang mit der Kritik.

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Skandalisierung und Selbstzerstörung: Bodo Ramelow und „das Merkelchen“ / dpa

Autoreninfo

Bastian Brauns leitet das Wirtschaftsressort „Kapital“ bei Cicero. Zuvor war er Wirtschaftsredakteur bei Zeit Online und bei der Stiftung Warentest. Seine journalistische Ausbildung absolvierte er an der Henri-Nannen-Schule.

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Bastian Brauns

Am Ende eines ziemlich langen Wochenendes für Bodo Ramelow stand plötzlich der Sexismus-Vorwurf im Raum. Immer wieder hakte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Canan Bayram vor hunderten Zuhörern bei Thüringens Ministerpräsidenten nach. Noch immer keine einleuchtende Erklärung und noch immer keine Entschuldigung habe sie dafür gehört, dass Ramelow die Frau Bundeskanzlerin als „das Merkelchen“ bezeichnet hat. Die mit dieser Form der Verniedlichung einhergehende Herabwürdigung sei ganz klar die Diskriminierung einer Frau. Pflichtschuldig gestand Ramelow schließlich ein, dass diese Wortwahl ein Fehler gewesen sei, er die Arbeit von Angela Merkel gar nicht genug loben könne und er sich hierfür entschuldige. Schließlich beschimpfte er sich gar selbst. Er sei eben ein „alter naiver Sack“, der mal mit den „jungen Leuten“ habe quatschen wollen.

Sie verstehen nur Bahnhof? Darüber brauchen Sie sich nicht zu wundern. Was an diesem Wochenende im Politik- und Medienzirkus vor sich gegangen ist, bedarf leider einiger Erklärung: Ein relativ neues soziales Netzwerk namens „Clubhouse“ wird derzeit immer beliebter. Insbesondere Menschen aus dem Politik- und Medienbetrieb haben sich dort in den vergangenen Wochen angemeldet. Im Grunde entspricht die Smartphone-App einem Chatprogramm, in dem unzählige Räume eröffnet werden können. Neu daran aber ist: Es kann nicht geschrieben werden, sondern ausschließlich gesprochen. Keine Schrift, kein Video, nur Stimmen sind zu hören. Die Mitgliederzahl wird von den App-Machern aus Marketing-Gründen noch künstlich begrenzt. Nutzer benötigen ein iPhone und die Einladung einer bereits angemeldeten Person.

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Johan Odeson | Mo, 25. Januar 2021 - 17:09

Grundsätzlich pflichte ich dem Autor bei. Allerdings bereitet er mir eine erhebliche Freude zu sehen, wie ein Politiker der unbenannten SED Partei ein Opfer der überheblichen linken Moralismus- und Korrektheits Inquisition wird. Wir wissen ja, jedes Wort wird da auf die Goldwage gelegt und auf die Konformität mit politischer Korrektheit, Haltung und Wokeness überprüft. Tja, wie man in den Wald hereinruft, schallt es dann auch mal heraus. Jetzt auf die Bildzeitung zu schimpfen ist billig. Hart irgendjemand Zweifel daran, wie die Empörungswellen hochgestiegen wären, wenn das ein CDU, FDP oder gar ein "Gotts eibeiuns"Politiker gewesen wäre. Die Spiegel, Alpenprawda und Zeit hätten kaum an sich halten können und mit überschlagender Empörung den Kopf dieses Herrn gefordert. Und jetzt einer aus den eigenen Reihen. Na, war ja nicht so schlimm. War's auch nicht. Ich fand's eher menschlich. Nur das ein Linker mal von der eigenen Kost zu schmecken bekommt - makes my day !

Karla Vetter | Mo, 25. Januar 2021 - 19:35

In reply to by Johan Odeson

besser als Sie es taten kann man diese Posse nicht beschreiben.Wer hat denn die Medien als höchste moralische Instanz etabliert?Wer sitzt denn sonntäglich im Medienzirkus? Die Geister die das politische Establishment rief wird es nicht mehr los. Irgendwann wendet es sich gegen sie.

wilfried Düring | Mo, 25. Januar 2021 - 20:24

In reply to by Johan Odeson

'... bereitet erhebliche Freude zu sehen, wie ein Politiker der ... SED Partei ein Opfer der ... linken ... Korrektheits Inquisition wird. ...'
Mir nicht. Ramelow ist bekannt dafür, daß er redete, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Bei 'seinen Thüringern' kommt das offenbar an. Der inkriminierte Ausdruck ist nicht besonders freundlich - allerdings muß Frau Merkel im Wochentakt Beleidigungen ganz anderen Kalibers aushalten.
Das Ganze ist eine alberne Petitesse und Ausdruck einer durch Berufs-Empörte betriebenen Hysterisierung eines ganzen Landes!
Es kommt immer darauf an, WER und in WELCHEM Ton die Kritik übt. Bayram (direkt gewählte grüne Abgeordnete im Wahlkreis des Herr Stroebele !) ist dafür bekannt, daß sie nach angeblichen 'Diskriminierungen' fahndet und auf Krawall gebürstet ist. Ich würde dieser Dame was husten und ihr gegenüber erst Recht in die Vollen gehen!
In JEDER Partei gibt andere Personen, da wäre ich 'sanft wie ein Lamm'; ich würde mich zurücknehmen und de-eskalieren.

Robert Müller | Di, 26. Januar 2021 - 02:01

In reply to by Johan Odeson

Ich finde "Das Merkelchen" für einen erwachsenen Menschen keine Art zu sprechen, auch nicht über Frau Merkel. Im übrigen scheint mir das keine Sprache der Linken zu sein, sondern ich würde das eher bei AfD und Union erwarten. Vielleicht färbt das in Brandenburg ja ab? Oder Linksaußen und Rechtsaußen sind doch so nahe wie man gelegentlich sagt.

Sven-Uwe Noever | Di, 26. Januar 2021 - 06:59

In reply to by Johan Odeson

Er hat dieses Jahr auch keine Zeit mehr für seine Spielerchen.Er muß sich in der Konzertierten Aktion aller "Demokraten"noch rechtzeitig um das AFD-Verbot kümmern.Merkelchen hat gerufen.Hallo,Dienstmann!!

Gerhard Lenz | Di, 26. Januar 2021 - 10:13

In reply to by Johan Odeson

hat bekannterweise zuweilen eine grosse Klappe. Immerhin hat er das Format, sich zu entschuldigen.
Da können sich andere, die sofort schmollend in der Ecke sitzen, und sich als rääächts verunglimpft fühlen, ein Beispiel nehmen!

Selbstverständlich war das jetzt nicht sehr höflich, was Herr Ramelow von sich gab. Man kann sich auch über diesen seltsamen "Club" lustig machen.

Was soll's! Andere sitzen bei Facebook und bringen noch ganz andere Botschaften unters Volk, schwafeln vom "Great Reset", verunglimpfen demokratische gewählte Politiker als Volksverräter und die Medien als Lügenpresse. Und entdecken überall die SED am Werk.

Und sehen "null" Grund, sich für irgendetwas zu entschuldigen.

Dagegen ist Ramelow ein Mann mit Charakter.

Tomas Poth | Di, 26. Januar 2021 - 11:56

In reply to by Gerhard Lenz

Oder auch große Transformation davon spricht die Kanzlerin, der Hr. Schwab und viele andere. Nennen Sie es ruhig schwafeln.

Heidemarie Heim | Mo, 25. Januar 2021 - 17:12

Ganz recht lieber Herr Brauns, da verstand ich in der Tat nur Bahnhof;)! Muss ja ein ziemlich elitäres Gebilde sein bei den Zugangsbedingungen, die ich schon mal nicht erfülle! Den da ergeht`s mir wie mit unserer fulminant entwickelten Corona-Warn-App, die sich auf meinem Steinzeit-Huaauweih einfach nicht installieren ließ. Was, wie wir inzwischen wissen, keine sonderlich negative Auswirkungen hatte. Doch diese neue Sprachformat-App scheint auch mit so einigen Tücken behaftet. Kein Bild, keine optische Einschätzung des Gegenübers und der Stimmung, keine Zeit zum Überlegen, nur Ton und unter Druck schlagfertige Antworten zu geben unter der Prämisse einer angeblich lockeren, persönlichen Runde. "Wir sind doch hier ganz unter uns. Sag` doch mal...." Und zack verlässt man den sonst so gepflegten Pfad der politischen Phrasendrescherei und findet sich auf der grünen und medialen Anklagebank! Verteidigung zwecklos. Ich würde als Politiker einen Teufel tun, da Clubmitglied zu sein!
MfG

Günter Johannsen | Mo, 25. Januar 2021 - 18:35

In reply to by Heidemarie Heim

Ich höre zum ersten mal von "Clubhouse". So wie Sie es beschreiben, ist es ein "Masturbier-Room" für Leute, die sich selbst für die Elite halten. Es wundert mich nicht, dass dort ein MP-Ramelow zu finden ist. Wo sich komplexbehaftete Menschen aufhalten, die ihrem Affen Zucker geben wollen, ist es für linke Ideologen leichtes Spiel, sich als nette volksnahe Politiker darzustellen. Am Ende fängt man auf diese Weise Anhänger und Wähler für seine Ideologie. Denn selbstsichere und klar denkendende Zeitgenossen muss man mit überzeugenden Argumenten werben. Das dürfte den SED/Linke-Ideologen sehr schwer fallen, nach dem die Welt 40 Jahre lang hüben wie drüben Erfahrungen mit kommunistischer Diktatur unter dem SED-Regime machen durfte!

In der Tat, lieber Herr Johannsen, das verfängt fast immer! Egal welche Ideologie sich dahinter verbirgt. Das konnte man zuletzt bei der Wahl des CDU-Vorsitzes wieder einmal gut beobachten;) Kandidat Merz mit seinen Millionen, seinem Flugschein und seiner etwas unterkühlten Black Rock-Mentalität war wohl nicht genügend volksnah. Und wie wichtig und wählerentscheidend das Attribut "Nett sein" ist, erlebe ich seit Jahren in meiner eigenen Familie, wenn ich es ab und an wagte unsere Bundeskanzlerin zu kritisieren und obendrein noch verlangte, doch bitte etwas darüber hinaus an politischen Argumenten anzubringen;)! Dieses "Sie kennen mich" in den nun schon bekannten Variationen genügt dem ansonsten politisch Uninteressierten. Zumindest geben das die üblichen Umfragen seit Jahren her. Auch in Thüringen war man sich doch einig, (außer hier im Forum;)dass der MP als Person doch ein netter, vor allem "gemäßigter Linker" sei, der ansonsten einen guten Job
macht und die Demokratie verteidigt! LG

Klaus Scholz | Mo, 25. Januar 2021 - 17:35

Lieber CICERO,

muß eigentlich über jedes neue Stöckchen, daß sich narzistisch gestörte Moralisten zwischen die Zähne klemmen, berichtet werden? Ist es peinlich, dort mitzumachen? Ja! Ist es sexistisch, die Merkel als "Merkelchen" zu bezeichnen? Nein! Ist es richtig, dies zu tun? Ja, gewiß! Wir werden die Entzauberung dieser Dame bald erleben, bekanntlich verlassen die Ratten stets das sinkende Schiff (keine Beleidigung, sondern Sprichwort). Soll man uns also mit diesem Mist behelligen? Nein!

Klaus Maria Spielkamp | Mo, 25. Januar 2021 - 17:35

findet nichts Schlimmes dabei, wenn sich Herr Ramelow während einer MPK sich nebenher "etwas ablenken" lässt. Ich finde es aber genau so schlimm, wie wenn sich die Bundeskanzlerin bei Beiträgen der Opposition mit ihrem Smartphone "ablenkt"!

Alice Friedrich | Mo, 25. Januar 2021 - 18:23

Kompetenz im Umgang mit sozialen Medien hätte ich eigentlich bei einem Politiker dieses Ranges schon erwartet. Stattdessen begibt er sich selbstverliebt, so scheint es, aufs Glatteis wie der Esel, dem es zu wohl wird, und kommt ganz schön ins Schleudern. Mitleid? Eher nicht. Schadenfreude? Auch nicht unbedingt.Er soll's abhaken nach dem Motto: War der Tag nicht mein Freund, dann war er mein Lehrer. So what!

Dieter Würfel | Mo, 25. Januar 2021 - 18:31

Abgeordnete aus der Aussage konstruiert hat. Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, was die Verneidlichung des Merkel'schen Namens mit Sexismus zu tun hat! Gott bewahre uns davor, dass diese Partei eines Tages mit auf der Regierungsbank sitzt. Genauso wird es einem Angst und Bange, wenn man hört, wie die Grüne-Vorsitzende sich über Manuela Schwesig hergemacht hat, weil diese an North Stream 2 festhält. Frau Schwesig scheint die einzige Politikerin mit Rückgrat zu sein und ich hoffe, dass sie ihrer Linie treu bleibt.
Früher haben die Grünen im Bundestag (zumindest die Damen) ihr Strickzeug mitgebracht und sich damit beschäftigt, während ihrer parlamentarischen Tätigkeit und Pflichtausübung. Man sollte also die Kirche im Dorf lassen und sich an die eigene Nase fassen.
Einzig die ungeschickte Reaktion des Herrn Ramelow hat die Sache eigentlich erst verschlimmbessert.
Aber nochmal: An der Reaktion der Grünen-Dame sieht man, dass diese Partei nicht mehr benötigt wird!

aus Frau Merkel zu machen, ist sexistisch in dem Sinne, dass jemand aus der großen Frau Merkel etwas Kleines macht, indem er sie verniedlicht und sie gleichzeitig noch zu einem Neutrum degradiert. Aus welchem Grund das aber das Ramelowchen gemacht hat....

Fritz Elvers | Di, 26. Januar 2021 - 21:26

In reply to by Alice Friedrich

Aber Frau Friedrich,
sexistisch im Sinne von...was nomma?
Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Canan Bayram wollte anscheinend soweit gar nicht gehen. Aber Ramelow, abhängig von den Grünen, machte trotzdem seine Demutsgeste.

Ich dachte schon, es ginge bei der Konferenz um Tote und Firmenpleiten. O.k., Die Clubteilnehmer sind davon offenbar nicht betroffen.

Wolfgang Borchardt | Mo, 25. Januar 2021 - 20:29

Ich schätze die Arbeit von Bodo Ramelow sehr. Um so trauriger seine zunehmende Selbstbeschädigung. Solche Äußerungen in einem öffentlichen Raum sind eines führenden Politikers unwürdig und durch nichts zu entschuldigen. Es ist hochgradig unprofessionell. Wer in Thüringen bisher nur deshalb "links" gewählt hat, weil er Bodo Ramelow wollte, wird sich das nun überlegen. Kaum ein Lehrer würde sich im Unterricht zu Dingen hinreißen lassen, die entweder andere beleidigen oder gegen ihn selbst verwendet werden könnten. Und genau das ist jetzt eingetreten.

Ingo Frank | Mo, 25. Januar 2021 - 20:33

Ach ja, so ist en nun mal unser Landesfürst . Kritik an seiner Person ist Hofverrat. (und wird entsprechend bestraft) Obwohl ihn Herr Schwennicke wegen seines Eingeständnis, dass er wohl wegen der Beurteilung der Coronakriese falsch lag, letztlich erst gelobt hat.
Zuerst alles halb so schlimm, jetzt am liebsten alles bis Ostern dicht machen.

Aber, nach der zwangsweisen Absetzung von H. Kemmerich und der wiederholten Inthronisierung von Merkels Gnaden ist halt Dauerwahlkampf in unserem schönen Bundesland.
Aber vielleicht ist ihm
und auch manch „anderer“ das Glück hold und die BTW u.d. LTW Thüringen werden verschoben.
Wundern würde ich mich nicht! In unserem Land scheint alles aber auch alles denkbar und möglich.

Mit vielen Grüßen aus der Erfurter Republik

Dr.Andreas Oltmann | Mo, 25. Januar 2021 - 21:28

Scheinbar ist das Geltungsbedürfnis vieler Politiker so hoch, dass sie kein, noch so überflüssiges Medium, auslassen können. Das Bedürfnis, sich selbst darzustellen, hat narzisstischen Charakter. Nicht nur bei Ramelow, der lange genug Politiker ist, um sich über die Konsequenz unbedachter Worte im Klaren sein zu müssen. Warum also das ganze Theater? Cui bono? Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Also: selbst schuld, meiner Meinung nach. Dennoch erstaunlich, wer da so alles mitmacht..

Stephan Kraa | Mo, 25. Januar 2021 - 22:04

Sehr geehrter Herr Brauns, nein ich teile Ihre Einschätzung in keinster Weise. Stellen Sie sich bitte vor, eine solche Aktion wäre von irgendeinem politischen Akteur, der von den deutschen Medien nicht protegiert wird, gekommen. Stellen Sie sich vor, z.B. Herr Gauland hätte sich so verhalten. Das hätten wir am Samstag um 20 Uhr in der Tagesschau präsentiert bekommen - als Aufmacher. In Deutschland wird inzwischen so mit verschiedenem Maß gemessen, dass es unerträglich ist. Nach den vielen Aktionen, der Herr Ramelow bereits im Thüringer Landtag abgezogen hat (Korrektur eines demokratischen Wahlergebnisses, Stinkefinger, Abgeordnete als "Drecksack" bezeichnen usw.) kann man solche Vorkommnisse und auch die Reaktion auf die Kritik nicht als Kavaliersdelikt durchgehen lassen. Als MP ist man nicht nur der MP seiner eigenen Wähler. Man ist für das gesamte Land und für die gesamte Bevölkerung verantwortlich und so sollte man sich auch verhalten. Davon ist Herr Ramelow weit entfernt.

Yvonne Stange | Mo, 25. Januar 2021 - 22:14

Ich weiß jetzt, was ich auf jeden Fall meiden werde. xD
Jou, der Bodo, die eigene Medizin schmeckt bitter. Ich grinse in mich hinein. - Allerdings, daß eine Muslima sich über Frauendiskriminierung in Deutschland beschwert... das ist für mich paradox. Da gäbe es ganz andere und wichtigere Baustellen....

Fritz Elvers | Mo, 25. Januar 2021 - 23:38

hätte es nie gewagt, das Mädchen "Merkelchen" zu nennen. Oder Schröder erst in dieser denkwürdigen Elefanten-Runde: "Du glaubst doch nicht im Ernst, dass meine Partei, ein - Merkelchen- zur Bundeskanzlerin wählen würde, hol' mal 'ne Flasche Bier".

Bei der nächsten MPK wird abgerechnet: "Och, dieses thüringer Rammelwürstchen will och watt sagen".

Marc Schulze-Niestroy | Di, 26. Januar 2021 - 04:15

Hätten Sie auch so darüber geurteilt, wenn das nicht Clubhouse sondern Anne Will gewesen wäre? Sicher nicht. Wer Merkel die Füße leckt und sie anschließend Merkelchen nennt, offenbart einfach nur einen berechnenden schleimigen Charakter. Und ich will keinen MP, der sich mit 10 Level Candy Crush brüstet, während er fröhlich meine Grundrechte plättet. Sorry, kann den Tenor dieses Artikel nicht 1 Sekunde nachvollziehen.

Klaus Funke | Di, 26. Januar 2021 - 10:00

Erst wollte ich - jetzt nicht mehr, nachdem ich den Artikel und die Kommentare gelesen hatte. Dennoch, vieles findet meine Unterstützung und Zustimmung. Aber über Ramelow schreiben? Nein. Meine Tochter lebt seit 25 Jahren in Thüringen, ist mit einem Thüringer verheiratet. Zu Ramelow sagte sie jüngst: Den könne man in die Tonne treten! Sehr viele Thüringer haben eine solche Meinung zu diesem christlichen Linkenpolitiker. Die anderen ertragen ihn einfach nur. In meinen Augen ist er ein Merkelfähnchen. Moralisch untauglich. Jetzt steigt er um auf Comedian. O.k. Der letzte Versuch. Entscheidend ist, was hinten rauskommt... und da ist sein Bundesland ziemlich weit weg von vorderen Plätzen. Daran sollte man ihn messen und nicht an irgendwelchen Blödeleien. Aber, vielleicht war es ja Absicht? Wo auf geradem, sauberen Wege nichts geht, muss man eben die schmutzigen Trampelpfade nehmen. Ein bedauernswerter Tropf, der Bodo. Klappe zu. Der nächste...