Angela Merkel im Bundestag - Das verbale Vakuum

In aufgewühlten Zeiten wie nach den Tagen von Chemnitz bräuchte die Republik Halt und Versöhnung. Aber Kanzlerin Angela Merkel fehlt dazu die Sprache. In ihrer Rede im Bundestag hat sie nur wortreiches Schweigen zu bieten. Von Alexander Kissler

Angela Merkel
Angela Merkel im Bundestag: Keine Sprache, die wirbt, keine Sprache, die erklärt, keine Sprache, die versöhnt / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Kissler ist Ressortleiter Salon beim Magazin Cicero. Er verfasste zahlreiche Sachbücher, u.a. „Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet“, „Der aufgeklärte Gott. Wie die Religion zur Vernunft kam“ und „Keine Toleranz den Intoleranten. Warum der Westen seine Werte verteidigen muss“.

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Am Ende eines bemerkenswerten Interviews im Deutschlandfunk gab Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble zu bedenken: Politik bestehe nicht nur aus Diskussionen und Entscheidungen. Man müsse immer auch die „kommunikative Wirkung“ des politischen Handelns bedenken. Das Wort von der kommunikativen Wirkung ist im Thesaurus der Bundeskanzlerin nicht enthalten. Die gestrige Bundestagsdebatte bestätigte, was man wusste: Angela Merkel kann sinnvolle ebenso wie sinnlose Sätze formulieren. Aber sie hat keine Sprache, die wirbt, keine Sprache, die erklärt, keine Sprache, die versöhnt. Nie war das kommunikative Vakuum auf der Regierungsbank bedrückender, schlimmer, gefährlicher als in diesen erhitzten Tagen.

Die Teilmengenkanzlerin

Merkels Rede in der Haushaltsdebatte begann mit einem Versprecher und also denkbar schlecht. Sie sagte „Die Menschen“ und korrigierte sich sofort zu „Die Mehrheit der Menschen.“ Der Wechsel von einer Gesamtheit zur Teilmenge ist symptomatisch. Merkel will, wie stets, Dank und Unterstützung einem speziellen Teil der Bevölkerung aussprechen, jenen, die für ein „gutes und tolerantes Miteinander“ leben und arbeiten. Gleich noch einmal bekräftigte sie: „Durch ihre Arbeit, durch ihr Leben“ würde jene gute, tolerante Mehrheit „unser Land (…) voranbringen.“ Merkel begreift sich als Teilmengenkanzlerin. Ein Satz genügt, um die Deutschen in zwei Gruppen zu spalten, in die vielen Guten und die wenigen anderen, die sich dem regierungsamtlichen Fortschritt verweigern. Joachim Gauck sprach in vergleichbarer Absicht vom hellen und dunklen Deutschland.

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Michaela Diederichs | Do, 13. September 2018 - 17:27

Madame hat den Menschen-die-schon-länger-hier-leben weder inhaltlich noch sprachlich etwas mitzuteilen. Das macht sie immer wieder deutlich. Sie muss sich nicht erklären, nicht entschuldigen, keine Fehler einräumen, sie muss aber auch keine Aufgaben lösen. Sie muss einfach nur sein. Das reicht leider inzwischen nicht mehr. Ist das wirklich nur ein verbales Vakuum oder ist das Hohlraum?

Dr. Florian Bode | Fr, 14. September 2018 - 10:24

In reply to by Michaela Diederichs

Angeblich handelt E2R nach der Disraeli-Regel: Never complain, never explain. Und für was hält sich Madame? Eben!

Arne Bruhn | Fr, 14. September 2018 - 15:41

In reply to by Michaela Diederichs

unwahrscheinlich, wie auch der in anderem Zusammenhang oft geäußerte Spruch "Herr lass Hirn regnen" daneben trifft - denn Hirn ist in allen Fällen da - es hapert bei der Benutzung! Bei Frau Merkel wurde es sehr deutlich, als sie die "Energiewende" ohne Plan (den braucht man in der Technik) vom Rednerpult brach - wie auch bei ihrer "Griechenlandrettung" ohne auch nur einen Blick in die davor liegende griechische Geschichte zu tun.
Kürzlich sprach Herr Prof. Wolffsohn (in anderem Zusammenhang) vom "Abenteuer Denken". Mir scheint, Frau Merkel ist da keine Abenteurerin....

Bernd Lehmann | Fr, 14. September 2018 - 18:50

In reply to by Michaela Diederichs

haben wir imer gesagt:
Geistesblitze leuchten in dunklen Hohlkörpern am besten !

Hans Herzberger | Do, 13. September 2018 - 17:39

Sie wirkt immer so, als hätte sie kein Interesse an Meinung und Problemen des Volkes, dem sie "Wohle" gelobt hat. Sie wirkt abgeklärt und dadurch immer etwas abwesend, da sich Ihre Gedanken nur auf EUROPA beschränken und nicht auf die Kleinigkeitsprobleme der Deutschen ! Sie hat bewußt Deutschland gespalten und will es auch nicht wieder versöhnen. Das einzige Gespräch über das Volk führt sie lieber mit Talkshowmoderatoren oder genehmen Hofjournalisten. Sie hat im Volk alle Symphatie verloren und in Europa wird sie nur noch wegen der deutschen Finanzen hofiert. Wenn sie eines Tages abtritt, wird nicht viel Gutes von Amtsführung und in der Geschichte übrigbleiben, in die sie als Flüchtlingskanzlerin eingehen wird.

Bernd Wollmann | Do, 13. September 2018 - 18:53

In reply to by Hans Herzberger

ganz offensichtlich hat diese Frau kein Interesse am Wohlergehen des eigenen Volkes und verstößt laufend gegen ihren Amtseid. Egal ob beim Atomausstieg oder der Flüchtlingsthematik, ihre Entscheidungen bedeuten immer den größtmöglichen Schaden (nicht nur materiell) für die eigenen Bürger. Daß die CDU und unsere Mitbürger sich das schon so lange gefallen lassen ist unfassbar.

und das ist die deutsche Industrie. Sie hatten um Arbeitssklaven gebeten, Merkel liefert. Letztens hat wieder ein CDU Mann auf Phoenix klargestellt in einem Interview so im Nebensatz," ja Mann die Deutschen kriegen zu wenig Kinder", das diese Invasion ganz genau geplant und gewollt war. Wenn das Land weg ist, dann geht die Industrie eben in ein anderes. Wahrscheinlich Ungarn und Slowakei.

Diese Sonntags-Umfragen erinnern mich an die Umfrage-Propaganda-Fakes des SED-Regimes vor 1989! Heute: wenn man z.B. in Berlin-Kreuzberg oder Bln.-Neukölln fragt, ob der Islam zu Deutschland gehört, werden mit Sicherheit 95 Prozent JA sagen … ! ;-) So kann man manipulieren, ohne direkt zu lügen. Ist es aber demokratisch? Das wage ich zu bezweifeln – ehrliche Demokratie geht anders!

2015 sagte der tschechische Präsident Zeman sehr treffend zum massenhaften "papierlosen Grenzübertritt" von "Flüchtlingen":
"Falls Sie in einem Land leben, in dem das Fischen ohne Angelschein bestraft wird, jedoch nicht der illegale Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass, dann haben sie das Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert."
Wie dieser schlaue Mann doch Recht hatte und immer noch hat!!!

Joachim Wittenbecher | Do, 13. September 2018 - 18:01

Herr Kissler hat den wunden Punkt dieser Kanzlerin getroffen. Reden, ohne Inhalte glaubhaft zu vermitteln. "Sie kann es nicht", diese Aussage ihres Amtsvorgängers Gerhard Schröder hat sich leider als weitsichtig erwiesen. Angela Merkel ist die falsche Bundeskanzlerin. Ihr fehlen wichtige charakterliche und geistige Fähigkeiten. Was ihr nicht fehlt ist eine Art Selbstherrlichkeit, sich für Probleme zuständig zu fühlen, die Politiker einer traditionellen Staatsauffassung sich und ihrem Land eher vom Halse halten: Eurorettung - nicht zwingend eine vorrangig deutsche Aufgabe - die EU wäre zuständig gewesen; unkontrollierte Masseneinwanderung nach Deutschland - nach GG Art 16a und Dublin III nicht rechtskonform. Probleme, die von Angela Merkel auf solch verzwickte Weise behandelt wurden, werden schier unlösbar und führen dazu, dass sich Europa in Nord/Süd und Ost/West aufspaltet, fragmentiert, atomisiert.

seit 2015, gibt es mehr Messer- und Terrortote, als in 28 Jahren Mauertote.In Deutschland. Von den Toten europaweit durch diesen Wahnsinn will ich gar nicht reden.

für Schröder gewesen und beim zweiten Mal dann sicher auch Bundeskanzler geworden.
Ich fand andererseits dann eine Frau aus dem Osten nicht verkehrt, die es irgendwann gegen Schröder auch geschafft hätte, mindestens aber den Osten weiter aufgebaut und versöhnt hätte in der vereinten Bundesrepublik.
Merkel ist und bleibt für mich persönlich, wahrscheinlich sieht meine Partei die SPD das anders, der größte politische Missgriff der Geschichte der Bundesrepublik.
Gott sei Dank steht die Bundesrepublik auf festem Boden, die CDU/CSU allen voran, so dass evtl. vor allem nur schwere Zeiten politischer Willensbildung und das Wegbrechen einer gemeinsamen politischen Kultur die letzten Jahre kennzeichnen.
Frau Merkel durfte sich überall präsentieren und schelmisch lächeln, bei allen mit am Tisch sitzen, sie kann doch also auch zufrieden sein und der CDU/CSU, wie auch der Bundesrepublik, sowie Europa, wahrscheinlich der Welt ihren Frieden lassen, soweit dieser sich herzustellen vermag.
Nu?

Markus Michaelis | Do, 13. September 2018 - 18:19

"Merkel begreift sich als Teilmengenkanzlerin."

Das fände ich eigentlich einen guten Schritt, wenn Merkel sich offen dazu bekennen würde das zu sein. Das wäre ein demokratischer Fortschritt. Bisher versucht Merkel die Kanzlerin aller Menschen und aller Kontinente zu sein, weil es alles tolle Menschen und Kontinente sind. Die Welt ist aber in einer Weise vielfältig und bunt, dass Merkel mit ihren Allgemeinplätzen (Wir sind gegen Hass) irgendwie deplatziert wirkt. Klar sind wir gegen Hass. Nur müsste sie auch etwas über die gegensätzlichen, bunt gewordenen Weltsichten und Interessen in D (durch viele Dinge, aber zuerst durch Migration) sagen. Nur mit Konsens wird das nicht gehen. Das sind Träume aus den 90ern. Der universelle Konsens ist aber Merkels einzige Option - sie hat keine (für mich erkennbaren) anderen politischen Konzepte. Ich hätte auch nichts dagegen - nur passt es nicht zu den realen Menschen, insbesondere nicht zur bunten Welt durch Migration.

Günter Johannsen | Do, 13. September 2018 - 19:12

Wolfgang Schäuble gibt zu bedenken: "... Man müsse immer auch die „kommunikative Wirkung“ des politischen Handelns bedenken."
Da hat er Recht: auf dem Spiel steht nicht weniger als: Deutschlands Sicherheit!
Der Verfassungsschutz-Chef Dr. Maaßen ist für für die Sicherheitsdienste stellvertretend zum Problem geworden, weil er für die CSU und AfD zum Kronzeugen wurde gegen die Politik der offenen Grenzen von der ´Linken Einheitsfront´ CDU, SPD/LINKE und den Grünen. Außerdem hat er bis jetzt den Verfassungsschutz nicht dazu instrumentalisieren lassen, die AfD als undemokratische Partei darzustellen und zu observieren! Die Regierung Merkel setzt zunehmend die Sicherheit Deutschlands aufs Spiel. Das wird mit jedem Tag deutlicher!
Welches Interesse verfolgen die linken Parteien, den deutschen Verfassungsschutz auszuhebeln?
Wie halten es diese demokratischen Politiker mit dem Grundgesetz?

Georg Zeegers | Do, 13. September 2018 - 20:05

Die Frau war und ist total ungeeignet!.Sie hätte nie Kanzlerin werden dürfen !(Ein schweres Erbe der DDR!.Unsere Kinder Enkel und Generationen werden noch unter diesen Fehlentscheidungen zu leiden haben!

Dimitri Gales | Do, 13. September 2018 - 20:13

Als Regierungsspitze ist sie keine Glanznummer, ist sie nie gewesen. Ihr ausgeprägtes Talent besteht in Selbstbehauptung, im Anklammern an den Kanzlersessel. Ich habe mich immer über die kritiklose, idealisierende Meinung eines Grossteils der Bürger und der Presse über Merkel gewundert. Auch das man die Frau "Mutti" nannte, eine eher burschikose, dröge und kinderlose Frau, ist mir ein Rätsel - oder sollte ein Teil der Deutschen infantil sein? Merkel war und ist als Kanzlerin sichtlich überfordert, nicht nur was die Rhetorik angeht.

haben Sie hier abgeliefert, lieber Herr Gales.
Was Ihre Frage nach der Infantilität eines großen Teils der Deutschen anbetrifft, so möchte ich diese mit "Ja" beantworten.
So sehr die Deutschen in privaten Angelegenheiten aufpassen u. sich möglichst nicht über den Tisch ziehen lassen, so wenig wachsam und vernünftig reagieren und handeln sie politisch. Am liebsten ist ihnen, wenn sie mit Politik ganz in Ruhe gelassen werden.
Harmonie und Konsens sollen herrschen - egal ob trügerisch oder nicht.
Außerdem beurteilen sie Politiker stark nach ihrem Auftreten, Reden und allgemeinen Erscheinungsbild. Wie sehr das täuschen kann und wie wenig das über das politische Handeln des Betreffenden aussagt, merken sie meistens gar nicht.
"Der gefällt mir nicht" oder: "Den mag ich nicht" höre ich immer wieder von
Menschen in meiner Umgebung, wenn von Politikern die Rede ist.
Das ist wahrhaft infantil - leider. Auf diese Weise konnte sich eine total ungeeignete Frau wie A. Merkel so lange halten!

evtl. auch bei den Medien.
Mich haben schon die "Angie"-Rufer, nennt man das Claqueure?, genervt.
Aber wenn bei uns schon 16 Jährige wählen dürfen, sollte man diese jugendlichen Erwachsenen milde beurteilen.
Die Alten dürfen schliesslich auch.
Es fördert bei einem selbst leider großmütterliches Verhalten, wenn man für diese Zeit evtl. zu erwachsen ist.

wolfgang spremberg | Do, 13. September 2018 - 20:34

was soll sie denn sagen ? " Ich trete zurück " ? Okay.
"Ich habe einen riesen Mist gebaut und übergebe zum 1 Januar ..." ? Okay. Aber sonst ? Was soll sie sagen ? Die Medien schwurbeln sie weiter über die Runden bis....ja, bis was ?

Bernd Lehmann | Fr, 14. September 2018 - 19:12

In reply to by wolfgang spremberg

müßte sie aber eine Entscheidung treffen. Sie machts wie immer, aussitzen , vielleicht bis zum Tode. Ihr Lachen beim Interview auf die Frage ob sie nochmal antritt, war schon fast eine Drohung.

Ursula Horvath | So, 16. September 2018 - 16:45

In reply to by wolfgang spremberg

Na, WIR treten geschlossen zurück, Neuwahlen ausrufen und abwarten was dann passiert. Welche Glaubwürdigkeit besitzt die Groko denn? Keine! Ein zusammengewürfelter Haufen, der für viel Geld, täglich feststellen muss, "Wir passen nicht zusammen", diese Zwangsehe ist, wie voraus zu sehen war, schon nach paar Wochen gescheitert. Als Bürger hat man Probleme in diese Gesichter zu sehen, ohne Blutdrucksteigerungen zu bekommen, und das sich immer wiederholende Geschwafel zu hören, ohne jeden Mehrwert!

Mathias Trostdorf | Do, 13. September 2018 - 20:40

Naja, Merkel hat offenbar schon noch ausreichend "Rückhalt" bei der "Mehrheit der Menschen". Wohl aber eher aus Mangel an brauchbaren Alternativen.
Sich PolitaktivisterInnen wie Göring, Hofreiter, Nahles, Stegner, Maas, Kauder, Altmeier etc. als Führung dieses Landes vorzustellen, jagt wohl noch einer größeren "Mehrheit der Menschen" kalte Schauer den Rücken herunter.

Klaus Funke | Do, 13. September 2018 - 21:06

Diese Frau ist (schon immer) hoffnungslos überbewertet worden. Schon Kohl hat sie überbewertet, wiewohl sie für ihn zunächst die Quoten-Ossi-Frau gewesen ist. Noch immer ist ungeklärt, welche Rolle sie vor und in der Wende gespielt hat. Doch das wird noch herauskommen. Dann allerdings kann die CDU gleich mit einpacken. Für die hat sie lange Zeit Wahlen gewonnen, weil sie alle überrascht hat und weil sie unterbewertet war. Jetzt zeigt sich, was an ihr dran oder besser drin ist. Der große Nachteil sind ihre menschlichen Schwächen: Sie hat keine Wärme, sie kann sich nicht korrigieren und sie hat keinerlei erkennbaren Plan. Hinzu kommt ihr Altersstarrsinn. Eine verhängnisvolle Mischung. Das Dumme ist, wir alle werden es noch auszubaden haben, und zwar wirklich alle, selbst diejenigen, die ihr derzeit noch nach dem Munde reden, nämlich ganze Scharen von Journalisten, Politikern und Wirtschaftsführern. Es wird zwangsläufig einen Riesenrutsch geben.

Eigentlich ist klar was war. Vor der Wende war sie fest im DDR System integriert und zwar nicht als Normalo, sondern fest als Kadermaterial eingeplant, obere Kaste,dh. die wurde aufgebaut im Prinzip für das was sie heute ist. Im Führungsgremium der Partei zu agieren. Zur Wendezeit war sie im Demoktatischen Aufbruch, die Hälfte von denen war von der Stasi , so wie Schnur. Auch da hat sie sich dem politischen Mainstream angehängt. Das begreifen ja viele Wessis nicht, sie macht nichts anderes als im Osten. Dann Eintritt in die CDU, nicht aus Überzeugung, sie wollte zuerst zu B90/Grüne, sondern aus Karrierismus.Da war leichter Karriere zu machen, als Quotenfrau, Quotenossi und auf einmal ist sie für Reaktorsicherheit zuständig, oh Mann. Eigentlich ein Drehbuch für einen B-Horror-Film. Die Liebesstory (ohne Kinder) wurde ja auch eingefügt.

Norbert Heyer | Do, 13. September 2018 - 21:23

So wird sie eigenen in die Geschichte. Ihr eigenes Volk spielt in ihren Überlegungen nur noch die Rolle der willigen Melkkuh. Alles ist ihrer krankhaften Willkommenskultur geopfert, nur der Gedanke an den Übergang Deutschlands in einen EU-Staat beflügelt ihr Handeln. Das die anderen europäischen Staaten sich schon lange von ihr abgesondert haben, will sie nicht akzeptieren. Nur unsere Finanzkraft verhindert unsere völlige Isolation in der EU. Diese Frau beherrscht die Intrige und die Kunst des Spaltens wie keine zweite, für Bemühungen um Versöhnung und Zusammenhalt ihres Volkes fehlt ihr jegliches Talent und - Herzenswärme. Sie hat alle ihre katastrophalen Entscheidungen ohne Rücksicht auf das Empfinden der Deutschen getroffen und das Schlimmste ist, dass sie es bis heute entweder nicht merkt oder nur verdrängt. Sie findet nie die richtigen Worte zur Versöhnung, sondern treibt die Spaltung immer weiter - leider ...

Menschen stehen sich geradezu unversöhnlich - auch innerhalb der Familie, dem Freundeskreis - gegenüber. Das habe ich mir nie ausmalen oder gar denken können. Die Wucht ihrer Zerstörungskraft, ihres Zerstörungswillens ist geradezu unheimlich und gespenstisch. Große Teile der Bevölkerung sind den Etablierten längst verloren gegangen. Und sie wird es immer weiter auf die Spitze treiben. Wollt ihr die totale Migration? wird wohl ihre nächste Frage auf einem Parteitag sein. Und die Gespenster schreien: JA!!!

Paul J. Meier | Do, 13. September 2018 - 21:36

"Es genügt nicht keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken"
Dieses entstellte Zitat von Karl Kraus erinnert mich immer wieder frappierend an Merkel. Wieso diese Person unser Land so lange regieren konnte, habe ich noch nie verstanden, von Anfang an nicht. Ein Armutszeugnis für CDU und BRD und SPD "partizipiert" auch noch mit. Gesagt und geschrieben wurde schon so viel gegen diese Koryphäe, allein es nützt nichts.
Können aber so viele Bewunderer ihres politischen Wirkens irren? Das Geheimnis muss jenseits ihrer Sprache liegen und da scheint mir die Hauptschwierigkeit dieses hermeneutischen Zirkels zu liegen, welche nonverbalen Inputs erreichen mich nicht? *scnr*
Zu dieser Frau fällt mir auch nichts mehr ein, außer Ironie.

Justin Theim | Do, 13. September 2018 - 21:55

Nicht der Mensch ist zu klein, sondern das Amt zu groß (Montesquieu)

Lassen Sie mich in Bezug auf Frau Merkel fünf weitere Zitate Montesquieus hinzufügen:

Was den Rednern an Tiefe fehlt, geben sie an Weitschweifigkeit.

Man muß Zustimmung für seine Arbeit suchen, nicht Beifall.

Eine Regierung braucht nur unbestimmt zu lassen, was Verrat ist, und sie wird zur Despotie.

Das gesellschaftliche Gespräch setzt eine Geistigkeit besonderer Art voraus: Es verlangt Kürze der Überlegung und der Einwände.

Es gibt keine grausamere Tyrannei als die, welche unter dem Deckmantel der Gesetze und mit dem Scheine der Gerechtigkeit ausgeübt wird; denn das heißt sozusagen Unglückliche auf der Planke ertränken, auf die sie sich gerettet haben.

Ines Schulteh | Do, 13. September 2018 - 22:11

beschreibt Macciavelli den Umgang des Mächtigen mit seiner Macht und empfiehl seinem Fürsten das "Teile und herrsche". Wer Bürger in gut und böse aufteilt, hat das Prinzip wohl verstanden.

Walter Ranft | Fr, 14. September 2018 - 00:45

Sie sagen es, Herr Kissler. Klar und ohne Häme. Ich sehe nichts, was danach aussieht, als wäre das erlösende "Es ist genug"von ihr selbst zu erwarten.
Und wenig, das danach aussieht, als würde genau dies aus der Mitte ihrer Partei kommen. Risse in der Koalition? Bruch der Koalition? - Solange sie bleibt und an ihren katastrophalen Maximen festhält (Migration - Grenzsicherung - Fluchtursachenbekämpfung ...) werden Frust und Unmut wachsen und sich öffentlich bemerkbar machen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber man röchelt ja auch nicht gerne ...

Wolfgang Dubbel | Fr, 14. September 2018 - 07:16

die vllt mehr zu bieten hätten, als political correctness ? Sloterdijk, Huber etc. stumm oder tot wie Schmidt und Weizsäcker

Kostas Aslanidis | Fr, 14. September 2018 - 07:30

wie ein gut organisiertes Land, sich solch ein Mittelmaß wie Merkel leistet. Merkel ist das Zugpferd der Neoliberalen. Deutschland verachtet sie und beleidigt, das zeigt sie täglich. Aber die Deutschen lassen sich alles gefallen. Das ist unverständlich. Die katastrophen Kanzlerin.
Mit jedem Land ist sie im Streit. Die vorigen Kanzler hatten einen exzellenten Ruf.

Noch zu viele Deutsche lassen sich alles gefallen, Herr Aslanidis. Es gibt augenblicklich zu viele Untertanen und zu wenige Bürger, von den tapferen Sachsen einmal abgesehen.
Es muss wohl erst noch schlimmer werden( noch mehr Globalisierungsopfer, mehr Kriminalitätsopfer), bevor es besser werden kann. Erschütternd.......

Detlev Bargatzky | Fr, 14. September 2018 - 07:46

Die angeblich fehlende Sprache ist nur der Indikator für das fehlende Wissen, das erforderlich ist, um sinnvoll und situationsgerecht zu reagieren.

Und dieses Defizit ist weder neu noch erst jetzt erkennbar. Es ist fast ein Markenzeichen dieser Dame.
Dieses Defizit wurde in den vergangenen fast 13 Jahren durch das Gerede und Geschreibe der Medien übertönt bzw. übertüncht, die den Bürgern dieses Landes wortreich erklärt haben, was diese Frau mit ihrem Nichts-Sagen alles Tolles zum Ausdruck bringen wollte.

Romuald Veselic | Fr, 14. September 2018 - 07:50

weil sie wissen, was sie tun.

ingrid Dietz | Fr, 14. September 2018 - 08:19

leider habe ich nicht mehr die Nerven, dieser Frau länger als 3 Minuten zuhören zu können !

Von den inhaltsleeren Floskeln habe ich nach 13 Jahren Merkel mehr als genug !

Harald Hotz | Fr, 14. September 2018 - 10:03

Angeblich hat Frau Merkel ja Katharina die Große als Vorbild und auch mal ein Bild von dieser auf dem Schreibtisch stehen gehabt. Die mußte sich ja gegenüber ihren Untertanen auch nicht erklären. EU und BRD, das erninnert zu Zeit doch sehr an die letzten zähen Jahre des Sovietimperiums: vergreiste Eliten, die jeden Realitätsbezug verloren haben und deren Hauptbeschäftigung der Kampf gegen Dissidenten ist. Blöd, wenn das Establishment sich in der linkn Ecke der Gaußkurve einnistet, das Volk aber in der Mitte bleibt. Muß man dann das ganze Volk als rechtsradikal einstufen? Die 78% Zustimmung bei der letzten BTW zu den etablierten Parteien sind nur der Tatsache geschuldet, daß die einzige politische Alternative für die Mitte noch nicht wählbar erschien. Jetzt wäre eingentlich die Stunde der Liberalen gekommen, aber da kommt bisher leider, leider nichts, dabei wäre ein Projekt 25 durchaus realistisch. "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

Christoph Kuhlmann | Fr, 14. September 2018 - 10:42

Zeitgenossen, bei denen die verbale Verabreichung von Schlafmitteln zu wirken scheint. Zuwanderung ist einfach ein Phänomen für das die Politik nichts kann und wen das stört der wird ausgegrenzt. Der moralische Sachzwang sozusagen, der zur Polarisierung zwingt, da Moral immer auf einer Einteilung der Welt in gut und böse beruht. Die Kunst liegt in der Polarisierung bei gleichzeitiger Einschläferung sämtlicher Rezipienten. Dazu gehören Jahrzehnte der Sozialisation in Milieus in denen jede Meinungsäußerung ein Risiko darstellt.

Willi Mathes | Fr, 14. September 2018 - 12:54

Sitzt !

" Aus Nichts - wird nichts ! "

Epikur von Samos

Herzlichen Dank Herr Dr. Kissler

Wolf-Dieter Hohe | Fr, 14. September 2018 - 14:06

Unabhängig wen eine Partei da auf die Kommandobrücke wahlzettelt - das Ergebnis sagt alles über System und seinen Zettelkompetenzen aus.
Zorn gebärend der Umstand, dass "Hier Lebende" den steigenden Fluten ohnmächtig entgegen sehen muss. Das Wasser steigt und steigt. Das eigene Haus jedoch lässt sich nicht wegschaffen.
Wolf-Dieter Hohe

Juliana Keppelen | Fr, 14. September 2018 - 14:20

als Kariikatur vor einem großen Scherbenhaufen stehn jede Scherbe steht für ein Dilemma und unerledigte oder neu geschaffenen Aufgaben sie schaut grübelnd auf den Scherbenhaufen und sagt "ich wüßte nicht was ich anders machen soll, ich kann keine Fehler erkennen".

Friedhelm Hohl | Fr, 14. September 2018 - 16:17

Wir sind eine Zuschauerdemokratie.....
die guten und diejenigen, die alles durchschauen und den Durchblick haben, tun nichts !!!!

Begehen durch Unterlassen ??????

Heinz Meier | Fr, 14. September 2018 - 17:20

Welche Variante könnte hier passen. Merkel hat selbst bekundet, dass sie sich in der DDR etwas anderes gedacht hätte, als sie gemacht hat, sich also gegen die Aussenwelt gepanzert hat. Eine qualitative Beeinträchtigung der sozialen Kommunikation, mangelndes Einfühlungsvermögen und perfektionierte sprachliche Eigenarten sind deutlich. Aber ist das bei Politikern so selten?

Renate Genth | Fr, 14. September 2018 - 19:02

Merkel spricht in der sogenannten "einfachen Sprache", auf sprachliche Schärfe und Feinheit wartet man vergebens. Aber immerhin kann sie mit der "einfachen Sprache" hervorragend diskriminieren. So versteht sie es, den "deutschen Menschen - nicht Bürgern- , die seit Generationen hier leben" - sie meint natürlich, daß die Vorfahren dieser Bürger seit Generationen hier leben -, schlicht mal die Identität zu rauben. Wenn man eine Bezeichnung, einen Namen nicht ausspricht, verweist man den Träger dieses Namens ins Abseits. In der alten christlichen Diktion sprach man von dem Teufel als "Gott-sei-bei-uns", um ihn nicht herbeizurufen.

Karin Zeitz | Sa, 15. September 2018 - 13:33

perfektioniert die hohe Kunst, viel zu reden und dabei nichts zu sagen. In der Zeit, als sie noch FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda an der Uni war, konnte sie dafür die Grundlagen erwerben.

Henry Sawallisch | So, 16. September 2018 - 08:25

Sie hatte damals ,und noch heute, den Frauen- und Ost-Bonus. Dazu noch Physik-irgendwie-"gelernt". Sie ist, ach so sachlich (protestantisch),nur leider nicht kompetent,weder für ihr Amt, noch für Physik (siehe Atomausstieg).Für viele ältere ,meist weibliche Wähler,ist sie nicht zu attraktiv ,zu intelligent. Des weiteren ,rethorisch ziemlich unbedarft. Durchschnittlichkeit kommt in Deutschland immer gut bei weiten Wählerschichten an. Ihr prinzipienloses Anbiedern an den links-grünen Mainstream macht sie vor öffenlicher Kritik immun. Die durch die GROKO "geförderte" Medienkohorte machte sie endlich zu DER Teflon-Kanzlerin-wobei das Teflon ,wie bei einer alten Pfanne,langsam,abblättert. Es muss ,verT
rumpt nochmal, ein Ruck durch Deutschland gehen....Sonst wird es noch einige Chemnitze geben!

Karl Schneider | So, 16. September 2018 - 18:34

Für ein "Magazin für politische Kultur" scheinen mir einige Beiträge zu dem Artikel des Herrn Grau doch sehr dreist. Ist es denn Kultur, die Kanzlerin nur als Fehlbesetzung darzustellen? Weil sie einigen Besserwissern (aber nicht Besserkönnern) nicht in ihre Weltanschauung passt, sollte dennoch ein Mindestmaß an Anstand gewahrt bleiben. Offenbar hat ein ausreichend großer Teil der Wählerinnen und Wähler der Kanzlerin eine weitere Amtszeit zugetraut. Dass daraus wieder eine Wiederholung der alten Koalition geworden ist, liegt nicht allein an ihr. Ich möchte zumindest nicht, dass einer oder eine der Co-Kommentatoren den Platz der Kanzlerin einnehmen soll.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 17. September 2018 - 11:14

Sie schreiben, dass der Kanzlerin die Sprache fehle, darf ich dann evtl. im "Merkel-Duktus" weiterführen, vielleicht das entsprechende Denken auch?
Ich halte nun aber wissenschaftliche Aussagen zu den Entwicklungen unserer Zeit für sehr schwer, weil ich eben Entwicklungen nicht gut erkennen kann, sondern hauptsächlich Chaos und Unwägbarkeit.
Entsprechend formieren sich Gegenentwicklungen, die aber m.E. eher auch nicht zukunftsfähig sind.
Deshalb hoffe ich, dass die Parteien in der Spur konstruktiver Arbeit für die Bundesrepublik Deutschland bleiben.
Martin Schulz scheint evtl. ein Mann starker Worte und Vergleiche, das ist nicht das, was ich mit konstruktiver Arbeit meine.
Stellt ihn die SPD für Europa auf, wird man sehen welche Politik er will und ob das gewünscht wird.
Die Akzeptanz von Parteien schwindet, nur die einer nicht, also gibt es ein großes Hoffen auf Politik.
Das können die etablierten Parteien aufgreifen.
Ich rate nicht zu Wählerbashing.
Problemlösung first