Wahlhelfer in der Berliner Max-Schmeling-Halle / dpa

Wahlwiederholung in Berlin - Nächster Denkzettel für das Ampel-Gehampel

Bei der teilweisen Wiederholung der Bundestagswahl in Berlin wurden die Ampel-Parteien SPD und FDP von den Wählern abgestraft, CDU und AfD legten kräftig zu. Als kleiner Sieger kann sich die Linke feiern.

Hugo Müller-Vogg

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

So erreichen Sie Hugo Müller-Vogg:

Stimmung und Stimmen sind zweierlei. Doch die teilweise Wiederholung der Bundestagswahl in Berlin hat gezeigt, dass die Demoskopen offenbar richtig liegen: Die Ampel-Parteien SPD und FDP wurden von den Wählern abgestraft, CDU und AfD legten kräftig zu. Die Grünen hingegen konnten sich in jenen 455 von 2.256 Wahlbezirken, in denen die Pannenwahl von 2021 jetzt wiederholt werden musste, sogar leicht verbessern. Auch das liegt im demoskopischen Bundestrend. Die Wähler der Grünen sind mit dem Ampel-Gehampel insgesamt zufriedener als die der anderen Koalitionäre.

Die leichten Zugewinne der Grünen wurden von manchen Kommentatoren schnell als Ergebnis der Großdemonstrationen „gegen rechts“ bejubelt. Allerdings wurde jetzt in sehr vielen Hochburgen der Grünen gewählt. In den 455 Wiederholungs-Bezirken waren die Grünen schon 2021 mit 27,1 Prozent stärkste Partei; jetzt legten sie 0,5 Punkte zu. 

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Tomas Poth | Mo., 12. Februar 2024 - 10:48

Da kann das Kartell aus Alt-Parteien und -Medien noch so viel gegen die neuen Kräfte rumstänkern, der Wähler entscheidet sich gegen die Kartell-Stänkerer.
Die Zeichen stehen auf Politikwechsel!

Günter Johannsen | Mo., 12. Februar 2024 - 14:38

Antwort auf von Tomas Poth

Vorsicht nun:
Der "K(r)ampf gegen räächts" nimmt jetzt recht diffizile Züge an. Nicht mehr nur die AfD wird in der Öffentlichkeit als "Nazi" hingestellt, sondern nun auch CDU/CDU & Wagenknecht-Partei & Maaßens Werte Union! Jetzt will sich die "Vereinte LinXe" (Grüne; SPD; Die Linke; Antifa; FfF; Letzte Generation, Indymedia und Co.) sich mit aller Macht "nachhaltig" die All-Macht und die damit verbundenen Pfründe sichern. Wovon die APO (RAF & Grüne Bewegung& MfS) damals träumte, soll nun Wirklichkeit werden.
CDU/CSU habt jetzt Acht! Nun steht Ihr im Fadenkreuz der LinX-Extremisten! Nun schlägt Eurer Anschleimen auf Euch selbst zurück: jetzt geratet Ihr in den linXen Strudel, welchen ihr leider geduldet habt. Im neuen Kommunismus muss man niemanden mehr einsperren: Rufmord "Nazi ... räächts" ist viel wirkungsvoller und nachhaltiger Jetzt ist eine Brandmauer gegen LinX dringend not-wendig!

ich habe sogar leichte Angst, dass sich aus den zwei Lagern, Linksradikale gegen die bösen Räächten eine richtige Schlacht entwickeln kann, das ist wie ein kleines Zündfeuer, von den Regierenden angezündet und nun wird daraus ein Flächenbrand.
Ein Beispiel noch, heute früh gehört, eine Sparkasse in Mittelfranken Süd hat einem Kunden einen bösen Brief geschickt, er möge die Spenden an die AfD unterlassen, zu seiner eigenen Sicherheit. Wo sind wir hingekommen? Man kann nicht mehr machen, was man will, das ist der Kampf gegen Andersdenkende.
Ich habe echt Angst, was sich da entwickelt. Und mit jeder "Millionenfachen" Demo gegen räächts wird es immer schlimmer......
Übrigens ein Bauernhof in Oelsnitz ist auch schon in Brand geraten, durch einen Anschlag der Linksradikalen mit Bekennerbrief. Wo sind wir nur hingeraten?

Wo eigentlich keiner hin will aber es liegt an der Psychologie der Massen.
Oder anders ausgedrückt: "Der böse Geist ist aus der Flasche!"
Denken Sie dabei an einer Lawine, ist sie erst im Rollen ist sie durch nichts aufzuhalten.
Zwei Lawinen treffen sich im Tal was übrig bleibt ist ein riesiger Trümmerhaufen.

kann es werden, wenn die Islamistische Partei von Erdogans Gnaden mit den Grün-Roten aus alter Kameradschaft in den 1968ern (PLO/DKP/MfS) zusammenfinden ... was zu erwarten ist! Juden und Christen werden heute schon gemobbt und in die räächte Ecke gezwungen: Islamisten haben immer echt! Wer was dagegen sag, ist Nazi! Offiziell ist man für Juden und gegen Antisemitismus. Tatsächlich treibt man in den ÖR-Medien Hetze gegen Israel, die angeblich Genozid an den Hamas-Palästinensern betreiben: Reconquista - Menschenrecht oder Islamismus ... das ist jetzt die Frage!
Aber sie selbst lassen sich mit linken und islamistischen Faschisten ein, davon wollen sie mit Fleiß ablenken!

Albert Josef Schultheis | Di., 13. Februar 2024 - 15:05

Antwort auf von Sabine Jung

es ist tröstlich, dass es hie und da noch ein paar "versprengte" Dissidenten gibt, die das Fähnlein des Widerstands flattern lassen. Natürlich verfängt die große AgitProp-Masche der Vereinigten SchwarzRotGelbGrünen Khmer nicht - aber ihre "Lichtermeere" im Stile des Reichsparteitages - siehe München - verfangen noch immer, genug Dumpfbacken haben nichts anderes zu tun, als auf Geheiß des Regimes "Gegen Rechts" zu marschieren. An den Tatsachen, den Zahlen wird das zwar nichts ändern, ich fürchte nur, dass die LinksGrünBraune Soße dazu anstacheln wird, die Intrigen-Nummer a la "Correctiv" zu intensivieren und die spirale der Gewalt ein paar Drehungen nach oben zu schrauben. "AfD töten" wirkt! - Die Urenkel der Nazis bei AntiFa, Hammerbande, "Correctiv" und die Enkel der Mauerschützen werden den Zuspruch, den sie von Medien und Regierungsstellen allenthalben erfahren, entsprechend als Aufforderung verstehen. - Nächste Eskalationsstufe: ein Reichstagsbrand, false-flag-Anschlag oder Mord.

Kurt Janecek | Di., 13. Februar 2024 - 12:56

Antwort auf von Tomas Poth

Mehr und mehr Wähler verfolgen diese "Wannsee-Story" und stellen fest einer gefährlichen Hetze, auch bei anderen Anlässen, aufgesessen zu sein.
Dazu gibt es in der nahen deutschen Geschichte bereits zwei Ereignisse die schlimme Folgen für die Gesellschaft hatten. Einmal von der extremen rechten Seite und einmal von der linken Seite her.

Walter Bühler | Mo., 12. Februar 2024 - 11:18

- the same procedure as every time.

Die Alt-Parteien, ihre Hilfstruppen und ihre Anhänger wollen nichts hören, nichts sehen und nichts lernen, auch nicht bei dieser unwichtigen Nachwahl in Berlin.

Leider war das zu erwarten. Wie gewohnt beherrscht entschlossene Realitätsverweigerung unsere herrschenden politischen Funktionäre. Sie können einfach nicht anders.

Es ist wie in der Bildungspolitik. Alle wissen, es läuft falsch, auch die Funktionäre und Experten wissen es. Aber sie fahren trotzdem mit festgeschraubtem Lenkrad und blockierter Handbremse mit Vollgas weiter - wie gewohnt.

Sie können offensichtlich gar nicht anders, vielleicht auch, weil sie trotz ihrer Untätigkeit immer noch genug Geld verdienen.

Ziemlich traurig für die BRD - wie 1988/89 für die DDR.

Die "Altparteien" sind doch einfach zu blöd, einfach die Ziele der AfD zu übernehmen. Nicht mal das schaffen sie. Stattdessen begrüßen sie Demos gegen die Rechtsextremisten, nur weil in Potsdam präzisiert wurde, was die AfD seit langem fordert: Menschen aus Deutschland rauszuwerfen!

Dabei erreichten Ihre Heilsbringer satte 12% der Stimmen! Also sprechen die für's Volk und wissen garantiert, was sofort zu tun wäre.

Man muss sich nur mal Weidels jüngste Rede im Bundestag in Erinnerung rufen. Ein Feuerwerk von innovativen, praktikablen Vorschlägen.

Oder auch nicht..

Es geht ja, wie Sie schrieben, wahrscheinlich eh nur ums Geld. Wie schön, dass Ihre Deutschland-Retter auf Diäten weitgehend verzichtet....und Spenden lieber ohne Information über ihre Herkunft einkassieren. So geht Transparenz...

Ernsthaft: Was wollten Sie eigentlich sagen? Oder wollten Sie nur generell Ihre Unzufriedenheit und schlechte Laune los werden?

... in einer Partei betätigt haben, ob Sie dafür Ihre Freizeit neben der Arbeit unentgeltlich geopfert haben und sogar noch Mitgliedsbeiträge gezahlt haben. Nun, ich habe das 35 Jahre lang getan. Sie könnten fragen: Na und? Hat es denn überhaupt etwas genutzt? Und ich muss gestehen: Es hat nur in kleinen, lokalen Bereichen etwas genutzt.

Aber seitdem verachte ich politische Trittbrettfahrer, die nur in Parteien gehen, weil sie sonst keine anständige Arbeit finden. Um sich die bezahlten Posten anzueignen, überziehen sie die nicht-professionellen Parteimitglieder mit einem Ermüdungskrieg (zusammen mit ihren Karrierenetzwerken), und wenn sie endlich das blöde Volk aus der Partei vertrieben haben (meist mit Hilfe ihrer Journalisten), stülpen sie eine Plastiktüte voll mit Ideologie darüber.

Sie schwafeln von Demokratie und ekeln im gleichen Moment das Volk aus der Demokratie hinaus. Ja, solche Funktionäre und ihre medialen Hiwis machen mir wirklich schlechte Laune, Herr Lenz.

Krisen hin, Krisen her, es gibt hierzulande eine Menge soziolökonomische Bastionen, mit ausführlichen Katechismen zur Besitzstandwahrung. Die haben natürlich kein Interesse an Veränderung, und das entsprechende, von diesen Bastionen beeinflusste Politpersonal natürlich auch nicht. Deutschland geht es anscheinend noch nicht schlecht genug, man zehrt noch vom überflüssigen Fett. Aber das wird sich ändern.

Norbert Heyer | Mo., 12. Februar 2024 - 11:22

Diese Nachwahl ist dem Umstand zu verdanken, dass bei der regulären Wahl vor über einem Jahr einige Wahlmanipulationen bekannt wurden. Gewonnen hat die CDU, kein Wunder, sie ist an das derzeitige Debakel unbeteiligt, verloren hat die SPD, sie ist Ampel-Mitglied. Gewonnen hat die AfD, trotz der monatelangen Hetze und Diffamierungen. Das ist ein sehr gutes Zeichen: Die Bürger lassen sich nicht von Hass und Hetze beeinflussen, sie nehmen die Realität wahr und bestrafen die Täter. Das ist ein gutes Zeichen für die bevorstehenden Landtagswahlen, bei denen die AfD im Osten sehr gut abschneiden wird. Damit würde sie die CDU zwingen, wortbrüchig zu werden („nicht mit Grün“) oder machtgeil mit Rot/Dunkelrot und etwas Pech noch mit Grün, um AfD unter allen Umständen zu vermeiden. Damit würde die Union zum Spielball der Beliebigkeit, um dann anschließend von den Linken in die rechte Verbannung geschoben zu werden. Was ist nur aus dieser Partei von Adenauer, Erhard und Kohl durch Merkel geworden?

Ernst-Günther Konrad | Mo., 12. Februar 2024 - 11:31

Auch wenn Sie sich gerne an der AFD abarbeiten und sie die Partei nicht mögen, damit habe ich grundsätzlich kein Problem, bleibt aber immer wieder festzustellen, dass die AFD nicht Herrn Höcke gehört. Es ist nicht sein Eigentum. Er ist ein Teil dieser Partei, er hat eine Stimme, ein Amt, ein Landtagssitz, nicht mehr und nicht weniger. Wenn Sie ihn rechtsextrem nennen, weil das ja der Verfassungsschutz auch tut, kann man es nicht ändern. Aber nur weil Ihnen, so wie ihrer Partei der CDU, inhaltlich in den Sachthemen nichts einfällt und die Brandmauer "noch" verteidigen, ist es einfach unredlich, alles was in und mit der AFD passiert, nur an Herrn Höcke zu orientieren. Ansonsten bleibt festzustellen, dass sich auch bei dieser Nachwahl und geringerer Beteiligungen zeigt, im Moment machen alle Wahlwerbung für die AFD. Auch Ihre Artikel tragen dazu immer wieder bei. Und über etwas haben Sie ja gar nicht empört. Die "Rollator Terroristin" Malsack-Winkemann hat sogar Stimmen hinzugewonnen.

... Punkt gebracht, Hr. Konrad. Die CDU wird sich noch vielfach häuten müssen, sie steht am Scheideweg und weiß nicht so recht welche Richtung sie einschlagen soll.
Die Gründung der Werte Union wird die Richtungsentscheidung beeinflussen.

ist 59 Jahre alt, also wahrscheinlich ein ganzes Stückchen jünger als einige der alten weißen Wutbürger hier. Sie war auch nicht irgendeine dahergelaufene "besorgte Bürgerin", sondern bis vor einigen Jahren Richterin im Land Berlin, wo sie genug Schaden anrichten konnte.

Es passt mal wieder, dass Parteigänger der Hoecke-Partei demokratiefeindliche Aktivitäten - u.a. wurden Waffen und Sprengstoff bei den "senilen Alten" gefunden - als Freizeitbeschäftigung des örtlichen Altersheims verharmlosen.

Aber klar: Von rechts gibt es ja keinen Terrorismus. In Hanau, Kassel oder Halle waren ja "unpolitische" Bekloppte zu Gange. Und in Chemnitz hat kein Mensch Hetzjagden auf migrantisch aussehende Menschen veranstaltet.

Aber was soll man von AfD-Parteisoldaten anderes erwarten? Wer würde sonst schon einen Hoecke wählen,...

Günter Johannsen | Mo., 12. Februar 2024 - 15:24

Antwort auf von Gerhard Lenz

"Und in Chemnitz hat kein Mensch Hetzjagden auf migrantisch aussehende Menschen veranstaltet..."
Gerade weil der Verfassungs-Chef Dr. Maaßen aufdeckte, dass dieses Filmchen der vermeintlichen Hetzjagd von Antifa-Indymedia gedreht wurde (eine linkspolitisch-motivierte Fälschung!), hat man Dr. Maaßen als Nazi diffamiert, entwürdigt und aus dem Amt getrieben. Das war ein Akt der linksextremistischen Einheitsfront (von Links-Grün gedeckt und angezettelt?)!

Die Tichy-Redaktion waren diejenigen, die die eigentlich harmlose Herkunft des "Hase, du bleibst hier!"-Videos aufdeckten (https://www.tichyseinblick.de/meinungen/tichys-einblick-fand-die-herkun…). AntiFa und Indimedia waren diejenigen, die sich das Video-Schnippsel aneigneten und als "Hetzjagden" frame-ten! Wer allerdings - trotz Mahnungen des Herrn Dr. Maaßen - darauf hereinfiel oder es wahrscheinlich in boshaft verleumderischer Absicht instrumentalisierte, das war unsere werte Kanzlerin aus dem kommunistischen Pfarrhaus in der Uckermarck. Sie hat damit eine ganze Stadt vor aller Welt diffamiert - und hat sich bis heute nicht dafür entschuldigt!

Walter Bühler | Mo., 12. Februar 2024 - 15:56

Antwort auf von Gerhard Lenz

... von wissen, sollten Sie unbedingt die zuständigen Stellen informieren (oder- falls Ihnen das zu heikel ist- wenden Sie sich ganz anonym & risikolos an correctiv). Hier im Cicero fände ich es auch nicht schlecht, wenn Sie den Mut aufbringen könnten, den von Urteilen Malsack-Winkemanns angerichteten Schaden wenigstens an einem klitzekleinen Beispiel zu beschreiben (schon wegen der sog. Unschuldsvermutung).

Der Aiwanger-Effekt hat sich bei dieser (an sich irrelevanten) "Wahl" in Berlin sich nicht in vollem Umfang wie in Bayern wiederholt, aber er ist auch hier wirksam gewesen. Die öffentliche Vorverurteilung durch die Funktionäre der regierenden Parteien und der Medien beeinflusst die Menschen inzwischen längst nicht mehr so stark wie früher. Das stupide mediale Geheul stumpft einfach ab.

mit Verlaub, Sie mich auch....Sie rennen doch seit geraumer Zeit jedem braunen Brandstifter hinterher, in Ihrer obsessiven Jagd auf alles Linxe. Da kann man Ihnen doch erzählen, was man will, Sie glauben alles, wenn es ideologisch passt.

Herr Bühler, netter Versuch, aber durchaus typisch, deswegen nicht sehr originell. Ich wiederhole:
...sondern bis vor einigen Jahren Richterin im Land Berlin, wo sie genug Schaden anrichten konnte.

Jetzt, Herr Bühler, dürfen Sie ein wenig über die Bedeutung des Wortes "konnte" nachdenken.

Und wenn Sie das nächste Mal versuchen, auf einen Ihnen günstig scheinenden Nebenschauplatz auszuweichen, geben Sie sich etwas mehr Mühe. Sonst wird es langweilig.

Romuald Veselic | Mo., 12. Februar 2024 - 11:34

was noch kommen wird, beginnend im Juni zur EU-Wahl.

Ich habe null Mitgefühl mit den aktuellen Ampel-Hampel-Männchen. Die Falschheit u Verkommenheit dieser Leute widert mich an. Ein Sammelsurium v Unsympathen u Unsympathinnen.
Und wenn ich die Zahl v 736 o 735 BT-Abgeordneten sehe, krieg ich einen Anfall, wie bei psychotisch eingebildeten Magengeschwüren.

Diese Aufblähung v Parlament ist grauenvoll u gibt die Vorstellung davon, dass D-Politstrukturen zu obsessivem Selbstbedienungsladen versunken sind, wo es keine vernünftigen Grenzen gibt. Eigentlich eine Fortsetzung der ARD/ZDF-Raffgier-Selbstfinanzierungskultur, was D nah auf eine Stufe m korruptesten Afrika-Ländern bringt. Das Geld der anderen wird zum Fenster hinaus geworfen.

Früher nannte man solchen klinischen Sachverstand: Parasitäre Lebensform.

Kai Hügle | Mo., 12. Februar 2024 - 11:38

Ich bin angenehm überrascht, dass Sie den Fall Malsack-Winkemann erwähnen. Die feine Ironie in Ihrem Absatz über die AfD-Kandidatin dürfte den meisten Ciceronen jedoch entgangen sein.
Eine Partei, die eine Frau nominiert, die seit über einem Jahr in Haft ist und unlängst von der Bundesanwaltschaft angeklagt wurde, u.a. wegen Mitgliedschaft bzw. Unterstützung einer terroristischen Vereinigung (der Cicero berichtete - natürlich - nicht), offenbart ein eigentümliches Verständnis von „bürgerlich-konservativ“.

Die Wiederholungswahl selbst hat, wie erwartet, keine nennenswerten Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Bundestages. Enttäuschend ist die geringe Wahlbeteiligung, von der vermutlich vor allem AfD und Linke profitiert haben dürften. Ich hätte gedacht, dass Bürger in Wahlbezirken, in denen peinliche Organisationsfehler dazu geführt hatten, dass nicht alle ihre Stimme abgeben konnten, besonders motiviert sind, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.
Wohl ein Trugschluss.

Es geht hier nicht um Leute, die für oder gegen etwas demonstrieren, sondern eine Partei, die eine Frau für den Bundestag aufstellt, obwohl diesewegen Mitgliedschaft/Unterstützung einer terroristischen Vereinigung angeklagt ist.
Aber Ihr "Ja und?!" bringt es natürlich auf den Punkt. Insofern danke ich für Ihre Offenheit.

Bernhard Kaiser | Mo., 12. Februar 2024 - 20:01

Antwort auf von Kai Hügle

Man wird sehen, was dabei rauskommt, mit ziemlicher Sicherheit NICHTS, denn das ist, mit Verlaub, der gleiche (von ANTIFA-Faeser) inszenierte BS wie das vom staatlich subventionierten Propaganda-Verein CORRECTIV herbeifantasierte "Wannensee-Treffen" ...

Selbst wenn man in seiner Verzweiflung die Correctiv-Recherche komplett als "fake" abtun will, müsste man eigentlich in der Lage sein zu erkennen, dass eine solche Anklageschrift nicht von Journalisten, sondern von der Bundesanwaltschaft verfasst wird. Aber woher sollen Sie das alles wissen, wenn die Junge Freiheit oder Tichys Einblick oder andere Revolverblätter nicht darüber berichten? HMV hat es hier ja auch nur am Rande erwähnt.
Also ja, warten wir ab. Ich bin sicher, der Cicero wird hier gewohnt unvoreingenommen (räusper) berichten - oder gar nicht, wie z. B. über den Boxberg-Prozess gegen einen Reichsbürger, der mehrere Hundert Schuss auf ein SEK abgefeuert hatte, das ihn verhaften wollte, und der zu einer Freiheitsstrafe von vierzehneinhalb Jahren (mit der Option Sicherungsverwahrung) verurteilt wurde.

Günter Johannsen | Mo., 12. Februar 2024 - 15:04

Antwort auf von Kai Hügle

Neulich saß ich mit meiner Partnerin bei´m Vietnamesen und wurde an Hüglenzle erinnert. Da hing ein Poster, auf dem ein Bonsai-Baum zu sehen war. Irgendwie hatte mich der Mini-Baum traurig berührt. Zu Hause habe ich Bonsai-Baum gegoogelt. Dann war klar, warum ich so merkwürdig berührt war. Ich las etwas mir Bekanntes: mit Drähten bringt man die Äste in die gewünschte Form, die Wurzeln werden ständig beschnitten - in einen zu engen Topf gezwängt, damit sie sich nicht ausbreiten können. Man muss auch die Form korrigieren und eine neue Wuchsrichtung vorgeben. Ich musste nicht lange nachdenken, denn die Assoziationen kommen einem als freiheitlich-demokratisch tickender Mensch von selbst: linke Volkspädagogen wollen mit uns heute schon wieder dasselbe wie vor 1989 veranstalten: unsere Wurzeln beschneiden und unsere "Zweige" verbiegen in die Richtung, die sie haben wollen. Man muss diese Hüglenzles in die Schranken weisen wie 1989. Das Ende ihres Regimes haben sie bis heute nicht überwunden!

Stefan Jarzombek | Mo., 12. Februar 2024 - 11:38

Da kann der interessierte Politbeobachter schon so in etwa sehen, wo die Reise höchstwahrscheinlich in den 3 Bundesländern, wo demnächst zum Urnengang aufgerufen wird, hingeht.
Gerade das doch eher linkslastige Berlin, wo heutzutage keiner mehr so ganz genau differenzieren kann, ist das jetzt noch grün oder rot, CDU oder schon eher SPD. 🤔
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, was man sich beispielsweise in Thüringen einfallen lassen wird, wenn dort die AfD weit mehr Stimmen nach Hause bringt als jede von den anderen Mitbewerbern für den Landtag. Vielleicht noch mal eine letzte Demo gegen Rechts? Was meinen sie Herr Lenz? Haben die Demonstrationen überhaupt etwas genutzt? 🤔 Ich glaube nicht so wirklich.

Gerhard Lenz | Mo., 12. Februar 2024 - 14:21

Antwort auf von Stefan Jarzombek

Ganze 12%! Das ist nach AfD-Forenlogik nahe an der absoluten Mehrheit dran. Die Grünen hatten dagegen nur schlappe 27%, also dreimal so viele Stimmen. Macht aber nichts. Die Zeichen stehen auf Machtübernahme durch die Rechtsextremisten. Weiß jeder Forist hier. Und überhaupt: War ja nur Berlin.

Aber jetzt kommt das "Herzstück der arischen Erneuerung", jetzt kommt Thüringen. Das hat zwar nur halb so viele Einwohner wie Berlin, und die Wahl ist deshalb, was die Aussagekraft angeht, ungefähr so wichtig wie die Stadtratswahl in München.

Aber dort tritt Meister Hoecke an. Der kann dann, wenn er die dank eines flapsigen FDPlers oder eines umgefallenen Unionisten die Krone in Empfang nimmt (war nur ein schlechter Scherz) sofort anfangen, alle Ausländer rauszuschmeissen. Und jene, die nur so aussehen, wie Ausländer. Und Opa und Oma gleich mit. Und jene, die allen Nicht-Bio-Deutschen helfen. Also alle, die in Opposition zur AfD stehen.

Zur Freude aller Dunkeldeutschen...

Ich fürchte nicht die AfD, sondern den Zustand der Republik, der sich daraus ergibt.
UNREGIERBARKEIT.
Das Herr Lenz, zeichnet sich derzeit nämlich durch die unseligen Koalitionen ab.

Gerhard Lenz | Mo., 12. Februar 2024 - 11:48

ist ein weiterer Ausdruck des Zustandes der AfD - wie konnte eine inhaftierte, potentielle Terroristin als Direktkandidatin kandidieren?

Schlimmer noch: Es ist ein Lehrstück für jene, die ständig orakeln, man könne mögliche AfD-Wähler durch "andere" Politik zurückholen, besonders in der Migrationsfrage.
Das mag höchstens noch für einen außerordentlich geringen Teil der derzeitigen AfD-Sympathisanten gelten, nicht aber für den verfestigt rechtsextremen Kern. Der ist es egal, was die Partei treibt - ob Reichsbürger-Schwachsinn oder Deportations-Halluzination. Im Gegenteil wird jede Kritik daran gar noch als Hinterlist des Systems umgedeutet, die der AfD schaden soll - siehe dieses Forum.

Die 12,% für die AfD spiegeln natürlich das derzeitige Umfragehoch der AfD wieder, allerdings sind die Rechtsextremisten damit auch nur so stark wie die Linken (ohne Wagenknecht) und lediglich viertstärkste Partei.
Eine nationale, vom "Volk" getragene Revolution sieht anders aus.

führt sich und seine unduldsam-linXe Sippschaft hier immer wieder selbst vor ... und das ist gut so: sieht doch dadurch jeder denkende Mitbürger, was für "Demokraten" LinX-Grüne sind!

Wenn ich richtig informiert bin, musste mit genau den selben Kandidaten angetreten werden, die auch 2021 schon auf dem Wahlzettel standen, egal ob diejenigen inzwischen weggezogen waren und gar nicht mehr in Berlin wohnen, oder ob sie inzwischen aus der jeweiligen Partei ausgetreten (oder womöglich sogar verstorben) sind.
So wurde berichtet, dass jetzt einige Kandidaten ins Parlament gewählt wurden, die derzeit gar kein Interesse mehr an einem Amt in Berlin haben.

Lothar Lilienthal | Mo., 12. Februar 2024 - 17:18

kann ja nur dann wirken, wenn der potentielle Empfänger über Fähigkeit denken zu können. Das halte ich bei Leuten, die die Kosten für die Energie von Euro in Eiskugeln umwandeln, die so richtig gut eine Insolvenz erklären können, die die elektrische Leistung eines Kraftwerk in Megabit angeben oder von einer 360 Grad Drehung eine Richtungsänderung erwarten, äußerst unwahrscheinlich.

Heinz-Jürgen Jost | Mi., 14. Februar 2024 - 08:37

# Die leichten Zugewinne der Grünen wurden von manchen Kommentatoren schnell als Ergebnis der Großdemonstrationen „gegen rechts“ bejubelt.
Die „Demos gegen rechts“ zeigen dass die Woke-Community einen gut vernetzten und sehr hohen Organisationsgrad hat. Alle Achtung, das ist schon bemerkenswert! Aber davon auszugehen, dass wenn einige Hunderttausend Menschen wochenlang bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf die Straße gehen, dies die Mehrheit der Bevölkerung repräsentiert, ist ein Trugschluss, wie die Umfrage von INSA zur Europawahl vom 13.02.2024 zeigt: Die AfD könnte danach ihr Wahlergebnis von 2019 verdoppeln. Die Partei kommt in einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts zur Europawahl in Deutschland auf 22 Prozent. Bei der Wahl 2019 hatte die Partei noch bei 11 Prozent und damit auf dem vierten Platz gelegen. Größter Verlierer wären der Umfrage zufolge die Grünen, die auf 10,5 Prozent abrutschen. 2019 kamen sie noch auf 20,5 Prozent – i