Ist Deutschland ausreichend gewappnet für hybride Kriegsführung? Bundesinnenministerium / picture alliance

Cyber-Attacken auf Ministerien - „Wir haben uns entschieden, Opfer zu sein“

Cyber-Attacken haben jüngst die Internetseiten von Bund und Ländern lahmgelegt. Im Interview erklärt der Sicherheitsexperte Ralph Thiele, warum Deutschland nicht ausreichend gegen Hacker-Angriffe gewappnet ist und was nun zu tun wäre.

Autoreninfo

Lukas Koperek ist Journalist und lebt in Mannheim und Berlin.

So erreichen Sie Lukas Koperek:

Ralph Thiele ist Oberst a.D. der Bundeswehr, Vorsitzender der Politisch-Militärischen Gesellschaft und Präsident von EuroDefense Deutschland. Gerade ist sein Buch „Hybride Kriegsführung - Zukunft und Technologien“ erschienen. 

Herr Thiele, bei den Hacker-Angriffen, die an den vergangenen zwei Tagen Internetseiten von Bund und Ländern lahmgelegt und zu denen sich pro-russische Hacker bekannt haben, handelt es sich um sogenannte Ddos-Attacken. Was genau bedeutet das?

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Jürgen Utess | Do., 6. April 2023 - 21:40

Alles schön und gut, aber wer glaubt dass Trump 2016 aufgrund hybrider Kriegsführung von Russland gewählt wurde, versteht die Spaltung in Amerika nicht. Amerika wurde als Republik gegründet, wo die Bundesregierung so wenig wie nötig reguliert. D.h. jeder Bundesstaat kann weitgehend selbstständig Gesetze erlassen, vereint unter einer kurz & prägnant gehaltenen Verfassung. Es ist ein Marktplatz der Ideen. Wer die Gesetze in einem Staat nicht mag, der kann in einen anderen ziehen. Tolle Idee, und nahe am griechischen Vorbild. Diese Republiken waren ja bekanntlich Stadtstaaten, wo die Bürger aktiv involviert waren. Die marxistisch orientierte Linke - "die Demokraten" - wollen keine aktiven Bürger. Sie wollen einen technokratischen Superstaat à la Europa wo alles zentralistisch regiert wird. Wie unfrei das die Menschen macht kann man als Deutscher der in Deutschland lebt gar nicht wahrnehmen. Aber fragen Sie mal den Kollegen mit dem "Schweizer Blick". Der kann Ihnen das vielleicht erklären.

Albert Schultheis | Do., 6. April 2023 - 22:58

Nach 16 Jahren Merkel und gut 1 Jahr GrünRote Khmer:
- Die deutsche Wirtschafts- und Klimapolitik ist die dümmste Politik weltweit
- Wir haben die höchsten Steuern
-Die teuersten Sprit- und Strompreise
- Wie haben als einziges Land der Welt eine feministische Außenpolitik
- Als einziges Land der Welt keine Außengrenze
- Wir haben (nach China) das größte und teuerste Parlament
- Wir sind das einzige Land der Erde, wo man versucht, das Wort "Mutter" abzuschaffen
- Wir sind Hypermoral-Weltmeister, sind aber unfähig, unser Land militärisch gegen einen Angriff der freiwilligen Feuerwehr Moskaus zu verteidigen
- Unsere Züge sind weltweit die unpünktlichsten
- Unsere kritische IT-Infrastruktur liegt so offen da wie unser ent-grenztes Land
- Die Pisa-Ergebnisse unserer Schüler sind im freien Fall
- Unser Gesundheitssystem ist katastrophal für Menschen mit gesetzlicher Krankenversicherung
- Unsere Verkehrinfrastruktur zerfällt
- Und der Staat plant, die Bürger zu enteignen

Wie nennt man sowas?

Ich versuche eine kurze Antwort zu geben u. zitiere zunächst ein Sprichwort, das die Geisteshaltung unserer "Eliten" beschreibt:
"DUMMHEIT UND STOLZ WACHSEN AUF EINEM HOLZ".
Aus törichter Selbstüberschätzung kann niemals etwas Gutes entstehen.
Daher haben wir genau d i e Verhältnisse, die Sie oben beschrieben haben, lieber Herr Schultheis.

Wer sich anmaßt, die WELT retten u. andere Länderr Mores lehren zu wollen, begeht nach der Bibel die größte Sünde, welche der Mensch jemals begehen kann: Er leugnet Gott u. den Heiligen Geist, die einzig und allein in der Lage sind, die Menschheit zu retten.
Auch jeder, der nicht an die Bibel glaubt, kann u. muß nur auf Grund der VERNUNFT zu der Erkenntnis gelangen, daß es unmöglich ist, g l e i c h z e i t i g das Leistungsprinzip weitgehend außer Kraft zu setzen, das Volk auszutauschen u. "das Klima" mit menschl. Eingriffen beeinflussen zu wollen. Alle drei Vorhaben sind als solche schon unsinnig, zusammen führen sie in die Katastrophe.

Ich stamme aus einem sehr katholischen, aber sehr lebensfreudigen ärmlichen Bauernhaus. Habe mich früh vom Katholizismus entfernt - heute denke ich, die Kirche hat sich von mir entfernt. GOTT ist für mich zu einer Metapher geworden. Das Wort steht für etwas. Habe mir gestern eine Karfreitagsprozession angeschaut, mit Kreuzen, großen, schweren Plattformen, die von vielen Männern durch die Gassen getragen wurden, mit Figuren von Heiligen darauf, mit Kapuzenträgern in Ketten, die Hände im Block, Kissen mit Nägeln und Dornenkronen. Das Mittelalter - ein Schauspiel für Touristen, gefundenes Fressen für die Händis. Warum tun die das? Heute noch? Christliche Taliban? Was ich ergreifend finde, ist die Demut, die aus der Zeit gefallen ist, das in die Knie gehen, die Selbsterniedrigung in Ehrfurcht vor dem ALLEM, dem schieren Dasein - mit seinem Ende. Memento mori. Geht uns das verloren, liebe Frau Wallau, egal ob im Rechtswesen, in der Medizin, in der Wissenschaft, oder Staat - Gnade uns GOTT!

Ernst-Günther Konrad | Fr., 7. April 2023 - 10:39

Auch wenn derzeit noch konventionell Krieg geführt wird, hat auch dort längst die hybride Kriegsführung Einzug gehalten und die wirklichen Kriegshandlungen werden sich zunehmen im Cyber Raum abspielen. Da waren die kleinen Störungen in den letzten Tagen wirklich nur Kinkerlitzchen. Wenn lebenswichtige Instruktionen und Versorger lahm gelegt werden, auf Satelliten, Strom, Gas und Wasser Angriffe erfolgen, die alles lahm legen oder gar zerstören, dann gibt es ohnehin nur eine Gegenwehr. Den Stecker ziehen und zurück auf Anfang, Feldtelefon, Generatoren Betrieb und Lastenfahrrad. Es hat schon seinen Sinn aus der Sicht der Staatenlenker, mit Blackouts, Brownaouts wie das alles betitelt wird, hier und da Testversuche zu starten. So wie auch dieser Angriff nur ein kleiner Anfang (Testphase)sein wird. Und wenn die Börsen ausgeschaltet wird, Logistik bei der Ernährung usw. nicht mehr funktioniert, keine Waffen mehr digital gesteuert funktionieren, sehen wir uns alle auf dem Schlachtfeld wieder

Karl-Heinz Weiß | Fr., 7. April 2023 - 11:01

Zwischen Ankündigung und Umsetzung liegt im föderalen Deutschland ein besonders tiefer Spalt. Und obwohl wir die Gefahren der gasbasierten Energiewende erkannt haben, machen wir uns nun in der strombasierten Energiewende noch wesentlich abhängiger. Das schon jetzt marode deutsche Stromverteilungsnetz soll künftig dreifach so stark belastet werden. Da bedarf es für dann regelmäßig auftretende Stromausfälle keiner Cyberangriffe. Es ist ganz unhybrid Grund zur Verzweiflung über soviel Naivität.