Ein bodenständiger Rotwein und ein Salat als Beilage runden das köstliche Gericht ab / picture alliance

Feines aus der Alltagsküche - Lasagne al forno: Die Definition des guten Lebens

Auch unser Genusskolumnist ist nicht immer gegen kulinarischen Eskapismus gefeit. Doch die gleichermaßen schnörkellose wie genussorientierte Zubereitung von Alltagsgerichten ist ihm immer wieder ein Anliegen. Deswegen hat er erstmals in seinem Leben eine Lasagne gemacht.

Autoreninfo

Rainer Balcerowiak ist Journalist und Autor und wohnt in Berlin. Im Februar 2017 erschien von ihm „Die Heuchelei von der Reform: Wie die Politik Meinungen macht, desinformiert und falsche Hoffnungen weckt (edition berolina). Er betreibt den Blog „Genuss ist Notwehr“.

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Als Genusskolumnist läuft man stets Gefahr, in die „Originalitätsfalle“ zu tappen. Man fühlt sich dann bemüßigt, möglichst ausgefallene, extravagante Ideen aufzuschreiben, auch um sich von den Kollegen in dieser Sparte abzuheben. Geerdet hat mich dann wieder mal der Ernährungssoziologe Daniel Kofahl, der anregte, sich doch einfach mal einem sehr profanen und äußerst beliebten Standardgericht zu widmen: Lasagne. 

Und zwar „ganz bodenständig ohne irgendwelche zappelige Effekthascherei“. Kofahl lieferte auch gleich seine Zutatenliste, die offensichtlich auf eine klassische Lasagne al forno (auch Lasagne Bolognese genannt) mit Béchamel-Soße hinauslief.

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Helmut Bachmann | Sa., 18. März 2023 - 10:36

Bogen. Absolutes Nogo auf die Bechamel zu
verzichten. Geschmackspolizeiliche Verwarnung.

Ein Fall für die Meldestelle, Herr Bachmann, eine Untersuchung durch die Geschmackspolizei ist das Mindeste. Frau Faeser wird eine Lösung finden;-) Eine einheitliche Verordnung zur Zubereitung südeuropäischer Teigwaren wird Bestandteil der nächsten Kabinettssitzung sein, so viel ist sicher. Wäre doch gelacht, wenn der deutsche Reglementierungswahn nicht auch dafür eine Lösung finden würde!

Sabine Lehmann | Sa., 18. März 2023 - 10:52

Essen das glücklich macht. Fragen Sie mal manchen Sternekoch, welches Gericht ihn spontan glücklich macht. Nicht wenige antworten: Spaghetti, Lasagne, Currywurst mit Pommes oder Omas Grießbrei. Warum? Weil Essen Gefühle vermittelt. Das ist nicht nur die unwiderstehliche Kombination aus Fett, Zucker, Salz und etwas Säure, das ist Erinnerung, ein Geruch, ein Bild, ein Geschmack, eine flüchtige Erinnerung aus Kindertagen, die Flecken auf Omas Schürze, dampfende Töpfe auf dem alten Kohleofen..
Und deswegen kann man mit einfachen Gerichten auch Gourmets beglücken.
Zum Rezept: wer eine Schwäche für italienische Küche hat, dem empfehle ich den „Silberlöffel“. Der hat zwar Ausmaße wie ein dicker Brockhaus(praktisch, weil man damit hinterher den Koch erschlagen kann), enthält aber herrliche Rezepte aus Bella Italia. Man weiß ja, was die Italiener über die Deutschen denken? Sie lieben uns nicht, aber sie bewundern uns. Aus deutscher Sicht ist es umgekehrt;-) ich hingegen liebe UND bewundere sie.

Gerhard Weißenberger | So., 19. März 2023 - 13:01

Auch ich kann diesem 5-lagigen Pasticcio aus grobem Ragu und Besciamella, die den sauer-würzigen Geschmack der Tomaten und des Stangensellerie abmildern soll, nichts abgewinnen.
Der Geschmack muss cremig und fein aromatisch sein und drei Lagen sind genug.
Die Besciamella wird durch Mozzarella di Buffalo ersetzt. Die Verwendung von Pecorino Romano
ist haarsträubend.