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Land in Trümmern: Warum die Instabilität in Syrien weiter zunehmen dürfte / dpa

Krieg in Syrien - Keine Aussicht auf Besserung

Seit mehr als zehn Jahren tobt in Syrien ein brutaler Konflikt, der sich längst vom Bürgerkrieg zum regionalen Stellvertreterkrieg entwickelt hat. Das Assad-Regime gilt zwar als Sieger, dennoch dürfte die Instabilität in der Region zunehmen. Das liegt auch am neuen US-Präsidenten.

Guido Steinberg

Autoreninfo

Dr. Guido Steinberg ist Islamwissenschaftler und forscht bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin u.a. zum politischen Islam und zum Terrorismus.

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In Syrien tritt der blutige Konflikt 2021 in sein elftes Jahr. Nachdem er in den ersten Jahren ein Bürgerkrieg zwischen Rebellen und dem Regime war, entwickelte sich das Land seit 2015 immer mehr zum Schlachtfeld auswärtiger Mächte. Dass Russland, Iran, die Türkei, Katar, Israel, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zu unterschiedlichen Zeiten in Syrien intervenieren konnten, hat viel mit dem beginnenden Rückzug der USA aus dem Nahen Osten zu tun. In keinem anderen Konflikt der Region zeigt sich in so brutaler Deutlichkeit, wie sich deren weltpolitische Neuorientierung auf China und den Pazifik auswirkt: Regionalmächte (und eine ehemalige Supermacht) füllen die Lücke, die die USA hinterlassen, und führen in Syrien rücksichtslose Stellvertreterkriege.

Die wichtigsten dieser Konflikte sind die zwischen der Türkei und Russland und zwischen Iran und Israel. Da bisher keiner dieser Staaten stark genug ist, sich entscheidend durchzusetzen, und das Regime selbst große personelle und finanzielle Probleme hat, wird der Bürgerkrieg, der eigentlich schon in den Jahren 2016 und 2017 zugunsten von Präsident Baschar al Assad entschieden wurde, durch die auswärtigen Interventionen verlängert. 

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Tomas Poth | Mi., 17. Februar 2021 - 11:49

Wir sollten nicht vergessen daß die USA es sind mit ihrer Politik der Destabilisierung bestehender Staaten. Sie treiben die Bevölkerungen dieser Länder mit den ihnen innewohnenden innenpolitischen Spannungen in offene blutige Konflikte.
Trump wollte diese Politik der Regime-Changes verlassen! Werden die Demokraten mit Biden die Politik der Kriegstreiberei wieder aufleben lassen?

Fangen wir mal vorne an: Der Assad-Clan hat in diktatorischer Weise seit Jahrzehnten das Land nach Lust und Laune ausgebeutet. Im wenig erfolgreichen "Arabischen Frühling" gab es in Syrien Aufstände gegen das tyrannische Familienregime. Dass radikale Islamisten, d.h. der IS, aber auch andere militante Islamisten, von dem entstehenden Chaos profitierten, ist bekannt.
Andererseits scheute sich der Schlächter Assad nicht, gegen die eigene Bevölkerung Giftgas einzusetzen. Ohne iranische und russische Hilfe wäre das Regime Assad längst beendet.
Ausgerechnet der vermutlich größte Waffenhändler unter den US-Präsidenten, ein Friedensengel? Richtiger ist wohl, dass ihm ein möglicher Regimechange völlig gleichgültig gewesen wäre. Trump verfolgte überhaupt keine Interessen in Syrien (außer vielleicht noch mehr Waffen zu verkaufen).
Typisch sein feiger Verrat an den Kurden, also ausgerechnet denen, mit denen die USA lange verbündet waren und am erfolgreichsten den IS bekämpften!

... an jede Horrorgeschichte glauben, die ihnen von irgendwelchen Medien oder Geheimdiensten untergejubelt werden soll. Greuelpropaganda ist kein neues Phänomen und keineswegs überall aus der Mode gekommen.

Die gnadenlose Zerstörung durch von außen angeheizte Bürgerkriege (Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien) hat die Zahl der nicht-religiösen und nicht-monarchischen Staaten im arabischen Raum drastisch reduziert und die extrem reichen arabischen Fürstentümer und Königreiche weiter gestärkt. In dieser Kombination ist eine mögliche Demokratisierung zu einer unwirklichen Utopie verblasst. Die Türkei folgt unter Erdogan dem offen revanchistischen Ziel der Wiedererrichtung des türkischen Reiches.

Es ist mir auf moralischer Ebene unbegreiflich, wie man den einen Diktator als "Schlächter" seines Volkes verteufeln kann, und die anderen Diktatoren und Monarchen als Ordnungsmächte akzeptieren kann.

Kürzlich lass ich, dass Deutschland zuletzt den syrischen Kurden etwas humanitäre Hilfe zukommen ließ. Zuvor wollte man selbst das nicht tun, weil Merkels Freund, der Schlächter Erdogan, das nicht wollte. Wenn sich der Westen fein raus hält, oder Islamisten unterstützt, weil das gerade auf Twitter angesagt ist, dann machen halt andere ihr Ding und man sollte sich dann nicht beschweren. Deutschland hat keine Außenpolitik, man läuft nur bei anderen mit. Mehr oder weniger. Moralisch ist man aber Weltmeister, auch in der Außenpolitik. Nur hilft die niemand, ausser dem eigenen Standing in der Twitterblase.

und während man extra eine Propaganda-Truppe für Syrien gegründet hat damit wir stündlich genau informiert werden über die Greueltaten der syrischen Regierung (selbstverständllich die Greueltaten der eigenen Leute also der "Opposition" vergisst) sind US Greueltaten Geheimsache und wenn man zufällig über einen Whistleblower, der diese Greueltaten an eine Plattform weiter gibt, davon erfährt ist das Landesverrat und kann mit dem Tote bestraft werden dabei spielt die Nationalität des Veröffentlichers keine Rolle. Merke Greueltaten der einen werden so breit und zeitnah wie möglich der Öffentlichkeit dargeboten (oft mit der passenden filmischen Ausgestaltung und Dramaturgie der bestens ausgerüsteten Propagand-Truppe) sind die Greueltaten der anderen Top Secret und es droht die Totesstrafe.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi., 17. Februar 2021 - 13:15

War es nicht auch ein re-religiöser und deshalb in Afrika zurückgenommer?
Die Syrer sind nicht einfach Araber, sowenig wie die Türken, Iraner und Iraker?
Für viele Syrer ist eine vlt. "wahabitisch Muslimisierung" evtl. im Sinne Saudi-Arabiens nicht wünschenswert?
Saudi-Arabien ist doch viel autoritärer als es das Assad-Regime zumindest war?
Dabei gibt es in dem Land nicht einmal etwas anderes als wahabitische Muslime?
Trotzdem lässt man Saudi-Arabien gewähren.
Leider ist das m.E. nur möglich durch einen evtl. entsprechend zu bewertenden Ruck in der Türkei durch Erdogan.
Ein Türke, der sich und seine Nachbarn den Arabern freiwillig übergibt, gab es das schon?
Ist das sinnvoll und nachhaltig?
Fing das Leid nicht irgendwie doch mit Erdogan an, auch in der Türkei?
Es braucht also eine intelligente konservative und gläubige Alternative zu Erdogan?
Dieser Kraft würde in der Tat ein nach Osten erweiterter osmanischer Verbund winken.
Wenn die Türkei den Iran, Irak, Syrien drangibt, NICHT!

Markus Michaelis | Mi., 17. Februar 2021 - 13:26

Ja,so ein wenig blicken "wir" (der Westen?) selber noch durch, welche Gruppen und welche Handlungen wir da gut finden, welche nicht so gut. Nimmt man aber auch die Ansichten und Werte der anderen beteiligten Gruppen, Länder, Menschen, wird es recht bunt. Die richten sich meist nicht danach wie "wir" das sehen, die Ansichten gehen bunt auseinander.

Ich denke es ist gut, wie in diesem Artikel, zu versuchen sich eine Meinung für sich selber zu bilden - aber ich denke es ist auch wichtig zu sehen, dass das keine übergeordnete Bedeutung hat. Außerhalb unserer Eigensicht sind "wir" da glaube ich etwas mit unserem Latein am Ende das zu beschreiben, geschweige denn Zukunftsbeiträge zu liefern, die von breiten Massen getragen wären.

Juliana Keppelen | Mi., 17. Februar 2021 - 13:39

war der Plan: 7 Länder in 5 Jahren, als da sind Irak, Syrien, Libanon, Lybien, Somalia, Sudan, Iran. Dann kam die CIA die von Jordanien aus "Umsturzwillige" rekrutierte (vorwiegend Sunniten). Dann kam "Timber Sycamore" und die Bombardierung Syriens durch eine Koalition der Willigen bei der die "Rebellen, Aktivisten, Halsabschmeider" immer mehr Land unter ihre Kontrolle brachten, danach kam 2015 Russland und von da an konnten die Islamisten zurück gedrängt werden bis Idlib das jetzt unter der Herrschaft von Erdogan steht. Die USA sitzen völkerrechtswidrig auf den Ölfeldern in Syrien nachdem sie zusammen mit der oppositionellen "Freien Syrischen Armee" die Stadt Rakka plattgebombt hatten. Die Kurden sind nur Kanonenfutter und oft leider auch ein williger Spielball. Und die EU, bzw. ihre Steuerzahler, ist der dumme Trottel der die "Früchte" dieser vollkommen dummen und verkorksten Geopolitik ernten darf.

Einfach nur noch zum Haare raufen, diese Situation. Und kein Ausweg in Sicht, eher eine weitere Zuspitzung, denkt man an die zunehmende Konfrontation mit Russland, in die wir uns, so scheint es, so unüberlegt hineinziehen lassen. Der Außenminister, wie auch andere „Spitzenpolitiker“, fühlt sich mit seiner „Haltung“ überlegen, da fehlt es leider an Weitblick und diplomatischem Geschick. Ich fürchte da kommen noch wahre Probleme auf uns zu, noch vor der Klima Apokalypse. Ich hoffe ich irre mich. Aber wenn ich mir das Corona Management ansehe...

Hat es nicht auch etwas von den früheren Kreuzfahrerzügen?
Damals wollte man das Heilige Grab Jesu in die Hände der Römischen Kirche bringen und jeder Kreuzfahrer sich damit einen Platz im Himmel reservieren.
Heute ist die Geo-Politik der Hintergrund der "Ressourcen-Fahrerheere", der Machtwille über alles und andere zu bestimmen.

Ernst-Günther Konrad | Mi., 17. Februar 2021 - 14:24

Wenn nicht die ausländischen Kriegsteilnehmer das Feuer immer am Lodern halten, sind es die religiösen Fanatiker, die ihren einzig wahren Glauben durchsetzen wollen. Der Westen, namentlich die USA haben schon immer nur Lehrgeld bezahlt, wenn es um die Einmischung in Glaubenskriege oder scheinbar geostrategische Hoheitsansprüche ging. Würden alle ihre Unterstützung zurück ziehen, keine Waffen mehr liefern und auch sonst durch nichts unterstützen, wäre da ganz schnell Ruhe. Aber so, will jeder unter eigener Zielsetzung mitmischen, findet ja nicht im eigenen Land statt.
Ich weiß nicht, ob die Syrer mit oder ohne Assad besser dran sind. Eines weiß ich aber, der IS wird nur deshalb schwächer, weil jugendliche Kämpfer vermehrt in Europa ihre Ziele suchen und als Asylanten getarnt, zwischen wenigen "echten" Kriegsflüchtlingen ihren Hass und die Gewalt in die Welt bringen. Jedes Volk muss Veränderungen im eigenen Land alleine erreichen. Einmischung von außen hat noch nie was gebracht.

möchte ich dick unterstreichen. Sie drücken auch meine Überzeugung aus.

Wenn sich n i e m a n d von außen in die diversen Auseinandersetzungen innerhalb der arabischen Welt o. sonstwo einmischte, könnten sich die Prozesse dort so abspielen, wie sie den Machtverhältnissen u. der Volkszufriedenheit bzw. dem -zorn entsprächen.
Jedes Volk hat das Recht u. die P f l i c h t, seine Regierung selbst zu wählen.
Nur bei ausdrücklicher Bitte um Einmischung durch eine Mehrheit der Einwohner
dürfte eine ausländische Macht unter UNO-Mandat hier eingreifen.
Aber so läuft es ja niemals ab!
Politiker u. Oligarchen aus anderen Staaten haben überall ihre Hände im Spiel - und zwar ausschließlich aus ihren eigenen, wirtschaftlichen Interessen heraus.
Deshalb werden auch alle religiösen Streitgkeiten sehr schnell zu Stellvertreter-Kriegen, in denen es nur noch nachrangig um Religion geht.
Das war auch z. B. so im 30-jährigen Krieg in Mitteleuropa.
Warum lernt man nicht aus der Geschichte?

möchte ich dick unterstreichen. Sie drücken auch meine Überzeugung aus.

Wenn sich n i e m a n d von außen in die diversen Auseinandersetzungen innerhalb der arabischen Welt o. sonstwo einmischte, könnten sich die Prozesse dort so abspielen, wie sie den Machtverhältnissen u. der Volkszufriedenheit bzw. dem -zorn entsprächen.
Jedes Volk hat das Recht u. die P f l i c h t, seine Regierung selbst zu wählen.
Nur bei ausdrücklicher Bitte um Einmischung durch eine Mehrheit der Einwohner
dürfte eine ausländische Macht unter UNO-Mandat hier eingreifen.
Aber so läuft es ja niemals ab!
Politiker u. Oligarchen aus anderen Staaten haben überall ihre Hände im Spiel - und zwar ausschließlich aus ihren eigenen, wirtschaftlichen Interessen heraus.
Deshalb werden auch alle religiösen Streitgkeiten sehr schnell zu Stellvertreter-Kriegen, in denen es nur noch nachrangig um Religion geht.
Das war auch z. B. so im 30-jährigen Krieg in Mitteleuropa.
Warum lernt man nicht aus der Geschichte?

wie ich mit entsetzen feststelle, die Lehren aus der Geschichte überdauern eine ,höchstens zwei Generationen. Die Erinnerungen an die Gräueln des letzten Krieges haben uns vor einem neuen Konflikt bewahrt. Die waren so grausam, dass meine Mutter, die als Kind das 2 WK in Lemberg überlebt hat, erst vor einigen Jahren mit mir darüber gesprochen hat. Die vergangenen Jahre in Syrien dürften nicht anders sein. Ob die wohlgenährten, in Sicherheit lebenden "Friedens-und Freiheitsengel" unserer Pseudoeliten reflektieren das? Die Opfer bringen die Anderen. Der Präsident Trump mit seiner Kriegsvermeidung-Politik versprach zu wenig Profit und war schlecht für das Image der westlichen "Friedensnationen", deswegen müsste er weg.

Kai-Oliver Hügle | Mi., 17. Februar 2021 - 15:14

Auch dieser Beitrag hält einem Faktencheck nicht stand. Abgesehen davon, dass Trump 2019 in Afghanistan mehr Bomben abwerfen ließ als in jedem anderen 10er Jahr (und dabei mehr als dreimal so viele Zivilisten durch Luftangriffe starben)...

https://www.statista.com/chart/16079/weapons-released-by-the-us-coaliti…

https://www.statista.com/chart/23716/afghan-civilians-killed-in-airstri…

...gab es sehr konkrete Regimewechselpläne für Venezuela und den Iran:

https://www.nzz.ch/international/venezuela-wie-die-usa-kurs-auf-einen-m…

https://www.theguardian.com/us-news/2018/jul/04/trump-suggested-invadin…

Letztlich blieb es dann auch im eigenen Land bei einem gescheiterten Wahlfälschungs- und Putschversuch.
Zum Ursprung des Arabischen Frühlings sollten Sie sich in seriösen Quellen informieren. Sie werden feststellen, dass Tunesier, Syrer und Ägypter auch ohne Zutun der CIA höchst unzufrieden waren mit ihren Folterregimen.

Wilfried Düring | Fr., 19. Februar 2021 - 00:01

Antwort auf von Kai-Oliver Hügle

'Seit dem Ende des Kalten Krieges hat bisher jeder US-Präsident wenigstens eine große Militärintervention befohlen. ...(Vietnam, Golfkrieg, Jugoslawienkrieg, Afghanistan- und den Irakkrieg, Krieg in Libyen ...
In den vier Jahren Trump gab es einzelne punktuelle Militärschläge, aber keine groß angelegte Militärintervention: Trump ließ eine Bombe auf eine Bergfestung der Taliban abwerfen, die Bombenangriffe gegen den IS weiterlaufen, einige Raketen auf Wüstengebiete in Syrien abschießen und den iranischen General Soleimani ausschalten.
Gemessen an den Militäreinsätzen seiner Vorgänger war das eine militärisch defensive Sicherheitspolitik.
...
Anlässe für Militärinterventionen hätte es genug gegeben, von Nordkorea bis Syrien, vom Iran bis Venezuela.
...
Im VERGLEICH zu den meisten anderen amerikanischen Oberbefehlshabern war Trump ein Friedenspräsident!'

Ich zitierte den Achse-Autor Gerard Bökenkamp.
https://www.achgut.com/artikel/donald_trumps_bilanz_eine_moderate_praes…

Yvonne Stange | Mi., 17. Februar 2021 - 16:48

.... Landesteile, in denen NIE Krieg war. Nur die Einladung einer einzelnen Frau bescherte und beschert und weitere Millionen Ausreisewillige aus Syrien!! Und die fliegen auch munter weiter in die alte Heimat in den Urlaub, wie z.B. Arras Bacho, der verurteilte Sexualstraftäter und "Journalist", der sich in der Heimat von "Deutschland erholen muß"... natürlich weiterhin fürstlich alimentiert.
Der Regimechange hat nicht geklappt - hat auch unsere Kanzlerin offen zugegeben! Nun versucht man es halt anders. Das einzige Land, welches rechtmäßig in Syrien eingreifen dürfte, ist Rußland!! Es kam auf Wunsch vom FREI GEWÄHLTEN PRÄSIDENTEN! Aber da hat der Westen ja noch einen Einwand.... >:-( Weil der nicht im Sinne der Kriegstreiber USA tickt!! Und schaut man sich die Länder an, die durch die USA "befriedet und demokratisiert" wurden, überall toben Bürgerkriege und der Bevöklerung geht es viel schlechter als vorher!

Eine ernsthafte Antwort auf Ihren Beitrag verbietet sich selbstredend. Von daher...

Ich finde, Sie hätten hinzufügen können, dass der "frei gewählte Präsident" Assad 2014 89% der Stimmen erhielt. Ein Traumergebnis und Ausweis seiner außerordentlichen Beliebtheit; fast so außerordentlich wie die des SED-Regimes, der Baath-Partei zu Zeiten Saddams oder anderer "geliebter Führer", die heute entweder in Mausoleen zu bewundern sind oder in Geschichtsbüchern - in jenen Kapiteln, die sich mit totalitärer Herrschaft befassen...

Karla Vetter | Mi., 17. Februar 2021 - 20:07

der" Arabische Frühling "wäre ein Exportprodukt der USA,verkennt die nah- und mittelöstliche Situation völlig. Das glaubt nur wer wenig oder gar nicht mit Menschen aus diesem Teil der Welt zu tun hatte und sich aus der meist antiamerikanischen Linkspresse informierte.Von Tunesien,über Ägypten bis Libyen, sie alle hatten die neo-feudalistischen Diktatoren satt.Schon alleine der Hass der sich beim Tod von Ghadafi Bahn brach,zeigt das.Das Problem des Maghrebs und anderer arabischer Länder, ist die Armut und der Überhang an jungen Menschen ohne Perspektive.Die reichen Ölstaten sind nicht weniger totalitär,können aber ihre Bevölkerung mit Geld (noch)ruhigstellen.Im Syrienkonflikt kommt es jetzt darauf an, einen schiitisch-iranischen Korridor vom Iran, Irak über Syrien,Libanon, bis vor die Türe Israels, unbedingt zu vermeiden.

Yvonne Stange | Do., 18. Februar 2021 - 01:02

Antwort auf von Karla Vetter

... wie gut es dem Durchschnittsbürger unter Ghaddafi ging! Keine Stromkosten, keine Kosten für Krankenversicherung, hohe Zahlungen bei Heirat, das Recht auf ein eigenes Heim usw. usw. .... "Haß" kam nur von seinen Gegnern, die ihn bestialisch abgeschlachtet haben. Dem Durchschnittbürger ging es damals auf jeden Fall besser!
Der Drang viele Kinder zu haben kommt nur aus dem Koran, Verhütung verboten! Und genauso wird es auch in Deutschland jetzt weiter praktiziert! Und versucht eine Frau auszubrechen gibt es halt den nächsten Ehrenmord. Strafen? Meist gering, ist ja eher "Folklore".....

wie degeneriert dieser "gute Diktator "war, schaue man sich das Schicksal der osteuropäischen Krankenschwestern an, die angeblich Syrer mit AIDS infizert haben sollen.

Karla Vetter | Do., 18. Februar 2021 - 19:23

nicht Syrer,es ging um l i b y i s c h e Kinder.Sorry!