Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung / dpa

„Super Tuesday“ in den USA - Trump auf Erfolgskurs

Der „Super Tuesday“ gilt als wichtige Wegmarke im US-Präsidentschaftswahlkampf. Doch diesmal ist der Abstimmungsmarathon etwas weniger spannungsreich. Denn das Ergebnis zeichnet sich schon länger ab.

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Im US-Präsidentschaftswahlkampf steht an diesem Dienstag der nächste große Meilenstein an. Am „Super Tuesday“ halten die Republikaner und Demokraten in mehr als einem Dutzend Bundesstaaten parteiinterne Vorwahlen ab, unter anderem in Alabama, Kalifornien, Colorado, Maine, Minnesota, North Carolina, Texas und Virginia. Abgestimmt wird dort darüber, wer für die beiden Parteien jeweils bei der Präsidentenwahl Anfang November als Kandidat ins Rennen gehen soll. Bei Parteitagen im Sommer werden die Kandidaten dann offiziell gekürt. 

Bei den Republikanern liefern sich der frühere Präsident Donald Trump und die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, ein Duell um die Nominierung ihrer Partei. Trump liegt dabei haushoch in Führung, hat bislang fast alle Vorwahlen mit Leichtigkeit gewonnen und ist auch bei den weiteren Abstimmungen der klare Favorit. Haley hatte am Sonntag zwar erstmals eine der Vorwahlen für sich entschieden: allerdings lediglich im Hauptstadtdistrikt Washington, der als Hochburg von Trump-Gegnern gilt und zahlenmäßig in dem Rennen nicht sehr ins Gewicht fällt. 

Trump liegt in Umfragen vorn. Der 52 Jahre alten Haley werden keine Chancen eingeräumt, noch nennenswerte Erfolge einzufahren oder gar die Kandidatur ihrer Partei zu gewinnen. Für die Demokraten möchte Amtsinhaber Joe Biden für eine weitere Amtszeit kandidieren. Der 81-Jährige hat in dem internen Rennen seiner Partei keine ernst zu nehmende Konkurrenz. Derzeit deutet also alles darauf hin, dass am Ende erneut Biden und Trump gegeneinander antreten dürften.

Sieg für Trump bei weiterer Vorwahl

Seinen jüngsten Sieg fuhr Trump am Montagabend (Ortszeit) wie erwartet bei der Vorwahl im Bundesstaat North Dakota ein. Der 77-Jährige siegte nach Prognosen der Sender Fox News und NBC in dem Bundesstaat im Norden der USA klar. Trump kam nach Auszählung fast aller Stimmen auf knapp 85 Prozent, seine als etwas gemäßigter geltende Konkurrentin Nikki Haley auf gut 14 Prozent. Weitere Stimmen entfielen auf andere Kandidaten. 
 

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Der ländliche Bundesstaat mit der Hauptstadt Bismarck ist konservativ geprägt und hat rund 775 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im Rennen um die Kandidatur hat North Dakota keine herausgestellte Bedeutung. Es gibt nur 29 der 2429 Delegierten zu gewinnen. Sollte Trump am Ende der Auszählung noch immer mehr als 60 Prozent der Stimmen hinter sich versammelt haben, werden alle Delegiertenstimmen des Bundesstaats an ihn gehen. Es wurde nicht klassisch in Wahllokalen, sondern bei kleinen Parteiversammlungen abgestimmt – sogenannten Caucus-Treffen. 

Supreme Court entscheidet im Sinne Trumps

Und noch einen bedeutenden Erfolg konnte Trump am Montag für sich verbuchen. Der Republikaner wehrte erfolgreich Versuche seiner Gegner ab, ihn aus dem Rennen um die Präsidentschaft auszuschließen. Der Supreme Court entschied einstimmig, dass Colorado und andere Bundesstaaten keine Befugnis haben, den Republikaner vom Wahlzettel der parteiinternen Vorwahlen zu streichen. Diese liege stattdessen beim US-Kongress. Dieser Teil der Entscheidung wurde nicht mehr einstimmig getroffen. Vier Richterinnen ging diese Festlegung zu weit. Mit der Entscheidung schaffte das Gericht kurz vor dem wichtigen Vorwahltag „Super Tuesday“ Klarheit. 

Die Entscheidung war zwar keine Überraschung, aber dennoch von großer Tragweite. Kläger versuchten seit einiger Zeit in verschiedenen Bundesstaaten, Trumps Teilnahme an den Vorwahlen zu verhindern und den Namen des 77-Jährigen von Wahlzetteln streichen zu lassen. Hintergrund der Auseinandersetzung ist der beispiellose Angriff auf den US-Parlamentssitz vor fast genau drei Jahren. Anhänger Trumps hatten am 6. Januar 2021 gewaltsam das Kapitol in Washington gestürmt. Dort war der Kongress zusammengekommen, um den Sieg des Demokraten Biden bei der Präsidentenwahl von 2020 formal zu bestätigen. Den erkennt Trump bis heute nicht an.

dpa

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Enka Hein | Di., 5. März 2024 - 14:32

...und man hat nun neben AFD Bashing und Ukraine Krieg ein weiteres Thema um sich bloß nicht mit der desaströsen Ampel auseinander zu setzen.
Geschweige den mit der EU und Flinten Uschi oder der Tante der SPD die an unseren demokratischen Grundstrukturen sägt. Ganz so als ob sie bei Mielke in der Lehre war.
Also läuft doch.
Und das Beste, den Amis geht das völlig am Arxxx vorbei, was D so denkt.

Stefan Jarzombek | Di., 5. März 2024 - 14:36

"Trump liegt dabei haushoch in Führung, hat bislang fast alle Vorwahlen mit Leichtigkeit gewonnen und ist auch bei den weiteren Abstimmungen der klare Favorit."
Scholz und sein Kabinett werden ihm den roten Teppich trotzdem ausrollen, den Handschlag nicht verweigern oder sich querstellen wenn es soweit ist und es darum geht die Auflagen der Sieger zu erfüllen.
Der Hebel an dem Trump sitzt ist der längere.
Mal schauen wer da dann alles demonstrieren wird,da gibt's wahrscheinlich anschließend russische Verhältnisse.Da ist das gegen Rechts womöglich eher fehl am Platz,
Deshalb, Deutschland besinne dich auf dich selbst.
Es wäre wahrscheinlich besser die Waffen selbst zu behalten als zu verkaufen.
Möglicherweise laufen die Deutschen Gefahr zwischen den Mächten Russland und USA einfach aufgerieben zu werden... Mit Europa ist es nämlich nicht so sonderlich weit her.
Für den Fall der Fälle sollten auch eine Atombombe her und 500.000 Soldaten unter Waffen.Eben an die eigenen Interessen denken.

Henri Lassalle | Di., 5. März 2024 - 14:38

als Frau hat sie es schwer, mit der Brutalität des psychologischen Klimas eines US-Wahlkampfes mitzuhalten. Trump gebraucht eine emotionale Sprache und redet in den Augen der Amerikaner Klartext. Auch seine zahlreichen juristischen Geschichten haben vielen Amerikanern nur bestätigt: "Das System will ihn niedermachen". Und das ist eines der springenden Punkte im Wahlkampf: Die Aversion der Menschen gegenüber dem etablierten, abgehobenen System.

Und ich sehe da auch Parallelen.
"Die Aversion der Menschen gegenüber dem etablierten, abgehobenen System."
Merken sie was?
Bodenständigkeit und Zukunftssicherheit sind gefragt.
Auch hier in Deutschland. Der starke Mann wird gesucht. Kein Tattergreis und keine Frau die das Land der Migration preisgibt. Fast wie hier. Eine Hälfte so die andere so. Wie soll so jemals ein Land funktionieren.Wenn stets die eigenen Gesetze aufgeweicht und relativiert werden, Verfassung und Grundgesetz nicht mal mehr ein Leitfaden sind, dann brauchen sich weder Amerikaner noch Deutsche zu wundern wenn es zu solchen Ergebnissen kommt. Übrigens ist die EU in der gleichen Bredouille.

Chris Groll | Di., 5. März 2024 - 15:35

Würde mir wünschen, daß Präsident Trump die Wahl gewinnt. Wenn es nicht zu erheblichen Wahlmanipulationen führt, wird das auch so sein. Diese Wahlmaipulationen gab es ja auch bei uns. Denke da nur an Berlin, Bremen usw. In Berlin fand ja noch eine kleine Korrektur statt, bei den anderen Wahlfehlern:-( beließ man es einfach beim Ergebnis.
In den USA wurde/wird genau so versucht, Präsident Trump zu delegitimieren wie man es hier mit der AfD macht. Denke nur, in den USA funktionieren die Gerichte noch so einigermaßen.
Ich lese sehr viel Epoch Times, die sich viel mit den USA befassen und eine sehr gute Berichterstattung und sehr gute Interviews hat.
Das gilt übrigens auch für den Cicero.

Urban Will | Di., 5. März 2024 - 16:57

einer mir unbekannten Dame, gestern Abend beim Essen mit Kollegen... Immer wieder hört man – sinngemäß - „Wie kann man die Amerikaner überzeugen, nicht den Trump zu wählen?“.
Und ich sage dann immer – sinngemäß - „wenn er gewählt wird, dann ist das die demokratische Entscheidung des Souveräns.“
Ganz einfach. So geht Demokratie.
Wenn gerade wir Deutschen, die wir gerade dabei sind, die Grundpfeiler unserer Demokratie anzusägen, einen „Regierungs – Kritiker – Überwachungs – Apparat“, namens Verfassungsschutz aufzubauen, die Opposition, deren Programm ein klar demokratisches ist und die zu Recht eine komplett abgedrehte, geisteskranke, völlig irrational handelnde Regierung kritisiert, „verbieten“ zu wollen und zuschauen, wie die Regierung, basierend auf fake – news, zu Demonstrationen gg die Opposition aufruft, „wie können die nur?“ schreien, dann ist das schizzophren.
Trump kommt vielleicht zum genau richtigen Augenblick zurück.
Es wird Zeit für eine fulminante Wende. Fast überall.

warum der Cicero seine eigenen Nettiquette-Regleln nicht ernst nimmt.

Wenn hier einer die Regierung als "geisteskrank" bezeichnet, ist das absolut nicht mehr vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt. Das erfüllt garantiert mehrere Straftatbestände, ist mindestends "Volksverhetzung" und "Beleidigung".

Und da der Cicero nicht eingreift, fühlt sich der Forist, derauch sonst ständig hier rumpöbelt, natürlich als kleiner Held. Der zeigt es "Denen" - mit seiner gorßen Klappe, die stillschweigend geduldet wird. Und wird durch die Untätigkeit der Online-Redaktion wahrscheinlich ermutigt, das nächste Mal noch eine Schippe draufzulegen.

Ich frage mich gleichfall, wieso hier bestimmte Foristen ständig Reklame machen dürfen für Seiten, die - wie z.B. die "E-Times", seit langem wegen ihrer Inhalte zu Recht vom Verfasssungschutz beobachtet werden. Wenn solche Seiten, die jede Menge Desinformation liefern, hier auch noch gelobt werden, schlägt das dem Faß aber völlig den Boden aus.

Gerhard Lenz | Di., 5. März 2024 - 18:05

Denn er polarisiert wie kaum ein anderer Kandidat. Eingefleischte Fans sehen in ihm eine Art Erlöser, der die USA in irgendeine christlich-erzreaktionäre Wildwestnostalgie zurückführen soll. In der die Bibel das Gesetzbuch ersetzt, jeder (trotzdem) eine Knarre tragen darf (oder sollte), und der Staat als Feind beäugt wird, der höchstens noch für die Landesverteidigung gebraucht wird (und um Frauen, die abtreiben wollen, einzulochen...).
Dem steht gegenüber eine aufgeklärte, demokratische USA, die keinen "Führer" will und für ein liberales Gesellschaftsmodell steht. Sollte Trump gewinnen, dann sicher nicht, weil er die Mehrheit der US-Amerikaner hinter sich weiß, sondern - typisch für Populisten und Extremisten - seine Wähler weitaus besser mobilisiert.

Dass das oberste Gericht in seinem Sinne urteilt, ist nicht verwunderlich: Er hat höchstpersönlich bei der Auswahl der Richter mitgewirkt, praktisch seine Wunschkandidaten durchgedrückt.

Von Anfang an hat er sich gut auf den Tag vorbereitet an dem er erneut ins weiße Haus einzieht. Da könnte einigen das Lachen vergehen Herr Lenz.
Er wird gewinnen und falls nicht versinkt die USA im wahrscheinlich im Chaos, dann geht es auf den Straßen Pro gegen Contra. Hierzulande werden wir übrigens auch nicht mehr allzulange darauf warten müssen. 25 % der Bundesbürger sind laut Antifa und Correctiv ja jetzt schon gesichert rechtsextrem. 😉

Walter Bühler | Mi., 6. März 2024 - 08:44

Viele Politiker bzw. Medienleute sind in Deutschland auffallend fremdbestimmt. Sie verstehen sich in erster Linie als Vertreter von Gruppierungen, die in anderen Ländern politisch aktiv sind und weitaus weniger als Vertreter von deutschen Wählern. Das führt dazu, dass sie die Politik in anderen Ländern nur einseitig, nämlich aus der Perspektive "ihrer" Gesinnungsgenossen betrachten.
Besonders viele orientieren sich rhetorisch vehement an den USA. In Wahrheit fühlen sie sich aber nur als Vertreter der "Demokraten" in den USA, während sie die "Republikaner" der USA als Feinde betrachten. Streng genommen sind sie also gleichzeitig proamerikanisch (für Biden) und antiamerikanisch (gegen Trump).
Diese fremdbestimmte, ideologische Einseitigkeit macht jede rationale Außenpolitik im Interesse unseres Landes unmöglich.

Deutschland kann in den USA nur nach als Parteigänger Bidens wahrgenommen werden.
Das kann unserem Land schaden.

Deutsche Politiker sollten für ihre Wähler arbeiten.

Uli | Mi., 6. März 2024 - 08:44

Das hoffe ich! Vor dem nächsten Weltkrieg kann uns nur noch bewahren die linken Kriegstreiber der USA und Europa von der Macht zu bekommen.

Ihre Hoffnung möge in Erfüllung gehen. Ich denke Trump hat aus der Amtszeit gelernt und wird hoffentlich nach einer geglückten Präsidentschaft gegen seine Gegner entschieden vorgehen. Er durfte sie ja nun recht gut kennenlernen. Da sie den freiheitlichen und friedlichen Bestrebungen der Menschen weltweit feindlich gegenüber stehen, wäre ein Sieg Trumps, auch für uns ein Sieg des Friedens und der Freiheit. Als Linke sehe ich allerdings die Biden Administration nicht, es ist eine Administration des Deep State ( wie es Trump nennt )und die sogenannten linken Wähler, sind nichts anderes als die nützlichen Idioten.

Romuald Veselic | Mi., 6. März 2024 - 10:03

der Minderheitsparteien vulgo Ampelniks, wie die Hühner vor dem Fuchs, kopflos umherlaufen und dabei schreien: "Rettet die Wärmepumpen!"

Trump hatte voll recht, als er damals hiesige Politakteure vor dem NS2 warnte. Interessant, dass man darüber nicht mehr redet. Andere Beispiele würden das Volumen v 1000 Zeichen hier sprengen.

PS Der D-Klimaschutz besitzt die Effektivität von einem Amulett, das die Trägerinnen vor dem bösen Blick schützen soll.

Ernst-Günther Konrad | Mi., 6. März 2024 - 10:10

Es ist, wie Frau Hein schreibt. Überall in den Msm setzt Schnappatmung ein. Hatte man Trump doch schon aus dem Rennen geschrieben. Sollte ihm doch die Gerichtsentscheidung in Colorado das Genick brechen. Würde er doch das Geld für die Strafe nicht zusammen bekommen. Versuchte man doch Haley so hochzuschreiben, dass man nicht mehr an sie heranzureichen glaubte. Und wie immer mit dieser Bashing erprobten Presse, es setzt Katzenjammer ein und man versucht noch irgendwie mit kruden Theorien Trump irgendwie zu schaden. Ja, Trump mag ein Unsympath sein, er wirkt hemdsärmelig und bildet vielleicht mit seiner Sprechweise den weniger gebildeten Amerikaner ab, will man uns immer wieder erzählen. Und dennoch wählen ihn Schwarze und Latinos, trotz seiner "Ausländerfeindlichkeit" und wählen ihn auch Intellektuelle, die doch angeblich alle Demokraten seien. Die Msm haben viel zu tun. PUTIN, AFD, KLIMA und jetzt noch TRUMP sollen doch ihre Plätze auf der Anklagebank der " woken Guten" behalten.