„Klassismus“ - Tiefe Verachtung für die da unten

In Rassismus- und Sexismusdebatten geht unter, dass es auch „Klassismus“ gibt. Dabei wird nicht nur mit offenem Hass diskriminiert, sondern auch, indem man Leute vergisst. Das passiert, wenn es um teureres Fleisch, Benzin, Strom, Plastik oder Zucker geht

Bio, um sich besser zu fühlen – auch gegenüber anderen / picture alliance

Autoreninfo

Bastian Brauns leitet das Wirtschaftsressort „Kapital“ bei Cicero. Zuvor war er Wirtschaftsredakteur bei Zeit Online. Seine journalistische Ausbildung absolvierte er an der Henri-Nannen-Schule.

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Bastian Brauns

Es fange eigentlich schon damit an, schreibt die Spiegel-Kolumnistin Margarete Stokowski, dass ihr beim Schreiben ihres Textes das Wort „Klassismus“ rot unterstrichen werde. Das Rechtschreibprogramm, markiert es als falsch, weil unbekannt. Dabei beschreibt der Begriff ein wichtiges Problem. Nicht nur Rassismus und Sexismus und die damit verbundenen Diskriminierungen existieren, sondern auch Klassenhass: „Klassismus bedeutet Diskriminierung nach sozialer Herkunft oder sozialem Status, und diese Diskriminierung kann sich in unbewussten Vorurteilen finden oder in ganz bewusster Ablehnung“. Das geschehe etwa, wenn Menschen davon ausgingen, arme Menschen seien eher faul und dumm, oder dass sich ungebildete Leute eher asozial verhalten würden.

Besonders gut ablesen lässt sich das an den vielen Verbotsdebatten der vergangenen Wochen und Monate. Denn wie Verbote wirkt es, für ärmere Menschen oder Leute, die schlicht mit ihrem Geld ordentlich haushalten müssen, wenn jeden Tag etwas anderes angeblich teurer werden „muss“, damit insbesondere das Klima gerettet werden kann. Heizen, Tanken, Autofahren, Pendeln, Fernstraßen, Plastik, Reisen, Fleisch,...„Das kann für manches eine Lösung sein – aber keine gerechte. Weil Preiserhöhungen verschiedene Menschen sehr unterschiedlich hart treffen“, schreibt Stokowski.

Bei diesen Debatten würden sehr viele Leute vergessen oder, sie geht noch weiter, die Diskriminierung kann darin bestehen, „dass man findet, es sollten sich eben nicht alle Leute die gleichen Dinge leisten können“. Dies ist ein Phänomen, dass die Soziologie übrigens mit dem Begriff Distinktion beschreibt. Es ist das mehr oder weniger bewusste Abgrenzen von Angehörigen bestimmter sozialer Gruppierungen.

Fleisch ist vielleicht zu billig, aber die Antwort darauf könne nicht sein, schreibt Stokowski, dass nur noch Leute aus der Mittel- oder Oberschicht Fleisch essen dürften. Das Gleiche gelte fürs Fliegen. Es sei ein Vorurteil gegen arme Menschen, diese würden sich nicht genug anstrengen. Dabei müssten sich jene jetzt endlich mal anstrengen, sozial verträgliche Maßnahmen zu finden. Man dürfe armen Leuten nicht einfach noch mehr Freiheit wegnehmen, denn das bedeutet es. Während reiche Leute einfach nur mehr bezahlen. „Ablasshandel findet selbst die katholische Kirche vorgestrig, also bitte.“

Hier geht es zur ganzen Kolumne von Margarete Stokowski

 

Bernd Muhlack | Di, 30. Juli 2019 - 19:08

"Ab etwa den 20er Jahren des 21. Jahrhunderts begann die Periode, Phase des Klassismus. Der Klassismus war prägend für alle Felder des Gemeinwesens. Federführend für diese Strömung waren zumeist Jugendliche, Heranwachsende jedoch auch ältere noch Lebende.
Eine der Ikonen der Bewegung war Annalena "der Kobold" Baerbock. Durch ihre herausragenden Kenntnisse ("das Netz ist unser Speicher!") trug sie maßgeblich zum Durchbruch des Klassismus bei."

Herr Brauns: eine sehr lesenswerte Anmerkung Ihrerseits. Ist dieser Klassismus nicht so etwas wie das indische Kastensystem? Die "Entscheider, Weltretter" sind die Unberührbaren, jedoch hier bei UNS an der Spitze der Pyramide!?

Ein Steak mit Blattgold in Katar/Dubai für 1.500 €? WHY NOT? Geld hat man zu haben steht sinngemäß im BGB.
Moses brachte die 10 Gebote vom Berg Sinai; Verbote waren auch dabei, jedoch überliefert im Konjunktiv: SOLLEN, nicht MÜSSEN! Folglich Ermessensentscheidungen.
Soll ich jetzt grillen oder fasten? Totes Tier?

Norbert Heyer | Di, 30. Juli 2019 - 19:09

Eine halbe Million Menschen wohnen in Übergangsheimen, 50000 leben auf der Straße, jeder zweite hat eine Rente von € 900. Andere, von uns gestützte Staaten zahlen ihren Alten teilweise höhere Renten. Wenn jetzt noch eine Klimasteuer aufgesattelt wird, hat man ein wunderbares Mittel gefunden, steuerliche Erhöhungen für alle angeblich CO-2 schädlichen Aktionen durchzusetzen - zumal ja noch jährliche Steigerungen angedacht sind. Einst wunderte sich eine französische Königin, das die Protestierenden nach Brot verlangten - sie könnten doch Kuchen essen ... so ähnlich abgehoben und arrogant erscheint die heutige Elite. Was für sie „Peanuts“ sind, bedeutet für Menschen mit kleinem
Einkommen das Ende der Fahnenstange. Für die Reichen und Schönen bleibt alles beim Alten, sie werden ihre Lebensgewohnheiten nicht ändern. Dafür soll es aber am Ende des Jahres eine bis jetzt ungenau beschriebene Gutschrift geben, denn die Klimasteuer ist angeblich „kostenneutral.“ Dann wäre es aber keine Steuer.

... und wenn dann die Rückerstattung kommen sollte, kann man schon heute als gesichert davon ausgehen, dass es sich wieder um eine Umverteilung von unten nach oben handen kann. Wetten werden noch angenommen!

Nun ja, da sich ja alles irgendwann wiederholt, erleben wir vielleicht
eine zweite Revolution - vielleicht eine ´französische´?
Die französische Kultur ist sicherlich eleganter als die deutsche, auch
wenn sie schreit: ´An die Laterne´ ?
Ich bin mir noch nicht sicher, welche mir lieber wäre.

Norbert Heyer | Di, 30. Juli 2019 - 19:51

Eine halbe Million Menschen wohnen in Übergangsheimen, 50000 leben auf der Straße, jeder zweite hat eine Rente von € 900. Andere, von uns gestützte Staaten zahlen ihren Alten teilweise höhere Renten. Wenn jetzt noch eine Klimasteuer aufgesattelt wird, hat man ein wunderbares Mittel gefunden, steuerliche Erhöhungen für alle angeblich CO-2 schädlichen Aktionen durchzusetzen - zumal ja noch jährliche Steigerungen angedacht sind. Einst wunderte sich eine französische Königin, das die Protestierenden nach Brot verlangten - sie könnten doch Kuchen essen ... so ähnlich abgehoben und arrogant erscheint die heutige Elite. Was für sie „Peanuts“ sind, bedeutet für Menschen mit kleinem
Einkommen das Ende der Fahnenstange. Für die Reichen und Schönen bleibt alles beim Alten, sie werden ihre Lebensgewohnheiten nicht ändern. Dafür soll es aber am Ende des Jahres eine bis jetzt ungenau beschriebene Gutschrift geben, denn die Klimasteuer ist angeblich „kostenneutral.“ Dann wäre es aber keine Steuer.

Heidemarie Heim | Di, 30. Juli 2019 - 20:27

Meine politisch linke Herzklappe bekommt bei den Ausführungen Frau Stokowskis direkt einen Schub;). Der Spiegelredaktion bescherte ein solch ehrlicher und selbstkritische Beitrag wohl eher Arrhythmien?
Da scheint jemand die krassen Dysbalancen die durch die von der Politik verordneten Maßnahmen mittels "Abrissbirne" entstehen, endlich zu hinterfragen! Jedoch Abgrenzungen gab es schon immer innerhalb unseres Gemeinwesens. Aber heute stellen sie sich anders dar als in früheren Zeiten. Die Grenzen zwischen Unter-Mittel-Oberschicht wurden verwischt durch ökonomischen Erfolg und für alle steigende Prosperität a la Wirtschaftswunder. Knick 1 kam für den unteren Teil mit den Hartz-Reformen, die auch mitunter schon einen Teil der Mittelschicht runter zog. Nun soll es laut Verordnung aber auch an`s Eingemachte der gar nicht mehr so sicher zu verifizierenden Mittelschicht gehen,die mittlerweile 1 Gehalt von 2 braucht, um die Bude samt steigender NK zu bezahlen! Das geht nicht mehr lange gut!

Hans Jürgen Wienroth | Di, 30. Juli 2019 - 21:10

Kurz und auf den Punkt gebracht.
Es ist nicht nur die Verteuerung von Fleisch, Autofahren, Fliegen usw. die gefordert wird, es ist auch die Diskussion um Verbote dieser Dinge. Wer glaubt, dass auch die Politiker darauf verzichten? Es werden sich schon Notwendigkeiten finden, das Flugzeug, das Auto zu benutzen oder Fleisch zu essen (Staatsempfänge).

Tülay Öncü-Tüncher | Di, 30. Juli 2019 - 21:27

Alle, die für eine CO2 Steuer sich stark machen und die Teuerungsraten offensichtlich ohne Probleme auf sich nehmen können, sollten eine "Freiwilligen-Abgabe" einführen mit denen ihre Wünsche umgesetzt werden sollten. Die Politiker könnten mit dem Verzicht auf ihre Diäten ebenfalls ihren Teil zur Finanzierung von CO2 Reduktion beitragen. Der Erlös kann dann für Umweltprojekte eingesetzt werden.

Der Grund für meinen Vorschlag: lauft doch bitte mit offenen Augen durch unsere Straßen. Dann werdet ihr bereits vor eurer Haustür, an den Spielplätzen und Bushaltestellen viele Menschen sehen, die bereits versuchen mit Pfandflaschen zu überleben. Was denkt ihr, worum manche Menschen die Müllcontainer plündert? Da sie sehr gerne vom Müll anderer sich ernähren? Löst erst die Probleme von Heute bevor ihr an Morgen denkt! Für diese Menschen gibt es kein Morgen ohne ein Heute!

Jens Rotmann | Mi, 31. Juli 2019 - 08:14

Der Bürger hat die Politiker doch noch nie interessiert. Nur in Sonntagsreden wird man erwähnt und vor den Wahlen drängeln sie sich an den Haustüren. Wie finanziere ich die Kosten des täglichen Bedarfs, ist das Thema in den Niederungen der Werktätigen. Ob ich die Auswahl von 4 verschiedenen Toiletten, nach Geschlecht habe geht mir sozusagen am A******* vorbei und Klima habe ich jeden Tag !

Christa Wallau | Mi, 31. Juli 2019 - 08:42

Die Hochnäsigkeit einer selbsternannten Elite in D entspricht derjenigen des Adels
vor der französischen Revolution.
Auch die sahen nicht, was auf sie zukam, weil sie die Nöte der
Nicht- Privilierten nicht kannten.
Jedem Menschen ist normalerweise das Hemd näher als der Rock. Deshalb werden die
Weltrettungspläne der Grünen spätestens dann an ihr Ende kommen, wenn es zu vielen
deutschen Bürgern ans Portemonnaie geht.

Es sollte nur " eine Kugel Eis " kosten, wir sind aber heute, für das EEG und seine kostentreibenden Auswirkungen bei nahe € 100.- pro Haushalt/Monat. Die Menschen vergessen mit den Jahren, wer und was ihnen, schleichend, das Geld aus dem Portemonnaie gezogen hat. Selbstverständlich auch ohne irgend einen klimapolitischen Nutzen zu haben.

gabriele bondzio | Mi, 31. Juli 2019 - 09:25

haushalten muss,wäre bei weiterer Verteuerung einfach von Produkten abgeschnitten.Hier liegt der Hase im Pfeffer, Herr Brauns.
Viele Leute sind auf Billig-Produkte angewiesen und nicht aus Geiz, sonder schlichen Geldmangel.
Bei ihnen bräuchte man nicht ein mal Verbote auszusprechen. Sondern nur die Produkte neu bepreisen.

Romuald Veselic | Mi, 31. Juli 2019 - 09:43

und entscheiden, was richtig u. was falsch ist... Ich kann diese Kaste nicht ausstehen, in ihrer Arroganz.

Zitat:
"Fliegen muss teurer werden" - "Heizen und Tanken muss teurer werden" - "Autofahren in Städten muss teurer werden" - "Pendeln mit dem Auto muss teurer werden" -"Benutzung der Fernstraßen muss teurer werden" - "Plastik muss teurer werden" - "Reisen muss teurer werden" - "Fleisch muss teurer werden".

Ich hätte einen besseren Vorschlag - die Preise sollten sich dann nach diesem Kriterium richten: Wer viel verdient, sollte anstatt 14,99 € für eine 0,5 kg Packung Nordseekrabben, 1499 € bezahlen oder für einen Bentley Bentayga anstatt 0,25 Mio. €; 2,5 Mio. € bezahlen. Oder für einen Flug m. Privatjet von München nach Split anstatt 6000 €, 600000 €, etc... Dann könnten wir eventuell über "Gerechtigkeit" in Konsum reden oder sog. Klimarettung, die von jedem unterschiedlich empfunden wird.

Christoph Kuhlmann | Mi, 31. Juli 2019 - 11:04

gar nicht lebensfähig sind? Weil sie immer wieder dieselben schlechten Erfahrungen machen würden. Natürlich wird sich einer politisch verursachten Teuerung Widerstand entgegenstellen. Das Problem ist nur, dass die Migration gerade den unteren Schichten massiv schadet, bei der Wohnungsnot und den Mieten, steigenden städtischen Gebühren und Steuern, der Sicherheit bei der Nutzung öffentlicher Einrichtungen aller Art. Einem Niedriglohnsektor, der nur durch den permanenten Zuzug ungelernter oder gering qualifizierter Arbeitskräfte aufrechtzuerhalten ist etc. Insofern entfällt die Vertretung der Interessen der Schichten mit niedrigem Einkommen, da die klassische Vertretung dieser Interessen eben auch für eine weitgehend unbegrenzte Migration eintritt und eine Wahlentscheidung für die Linke oder die SPD für diesen Personenkreis ein Null- bzw. Negativsummenspiel darstellt. Entsprechend gering sind die Wahlergebnisse dieser Parteien. Insofern hat der Klassismus freie Bahn.

Andreas Zimmermann | Mi, 31. Juli 2019 - 13:43

Na Cicero, schon wieder irgendwelche Defekte im System welche der Veröffentlichung von Kommentaren entgegenstehen oder gibt es neue Ausreden? Ich wiederhole hier noch einmal meine Aufforderung, wenn ihr ein Problem mit Einlassungen habt, dann lasst eure Fachkräfte, diese auch über die angegebenen Kontaktdaten konkret!!! begründen. Ja, das ist Aufwand - aber wir bezahlen hier auch! Alles andere ist sonst wohl das, was wir in diesem Land mehr als genug haben, und zwar mediale Willkür und betreutes Denken. Und in diesem Fall, sehe ich es zumindest als einseitige und unbegründete Vertragsverletzung eurerseits an, mit der Konsequenz mich dann hier entsprechend auch finanziell zu verabschieden werde. Denn ich finanziere schon jeden Monat Staatspropaganda, das brauche ich nun nicht noch einmal beim Cicero. Eure Entscheidung, beim nächsten Mal seid ihr mich los - und das kann dann also auch schon diesem Kommentar hier sein!

Herr Zimmermann, ich bin bei Cicero für mein Empfinden relativ oft zu "bewundern", eine Sache der Tagesform, des Themas, oder?
Manchmal nur ein spontaner, vielleicht eher blöder Einfall, den dann noch nicht einmal jeder kapieren würde!
(sich gar darob aufregt?)
Ein andermal verzweifle ich an diesen wahrhaft oft mageren 1 tsd characters (LEUTE, man nennt das Zeichen/Buchstaben, "characters" sind nicht einem jedem gegeben!). Dann kürzt man eben ab, vergisst die Interpunktion und dergleichen.

Herr Zimmermann, der CICERO ist sicherlich finanziell nicht in der Lage, einen 24h-online-service zu implementieren. Wollen Sie, dass irgendein "Hoidoi" Ihre sicherlich lesenswerten Kommentare deswegen nicht veröffentlicht, weil er sie nicht kapiert oder er Angst vor den Folgen des NetzwerkDG hat?
Herr Zimmermann: wir haben hier im Forum eine Schreiberin, welche unangefochten die Pole-Position an Postings hat; manchmal habe ich das Gefühl, sie antwortet sich selbst!
Keep on Posting - & VOTE!

Ich habe keinen Überblick über die Anzahl oder den Inhalt der Kommentare beim Cicero und ehrlich gesagt halte ich gar nichts von einer Zensur des Schreibbaren. Dann existiert hier auch kein Aufwand. Ja das kann dann auch mal schwierig werden, man muss Kritik standhalten und auch das geschriebene vertreten können. Wenn ich das nicht kann oder will, dann kann ich es ja auch sein lassen. So etwas regelt sich eigentlich selbst, wenn ein gewisses Niveau des Disputs gewahrt bleibt. Und das sollte der Ansatz sein. Und egal ob von einem Herrn Lenz oder einer Frau Wallau, ich möchte die Meinung dieser und anderer Menschen gerne lesen und eventuell streiten können. Denn das fehlt ja in diesem Land, das ist mit ein Grund gewesen mich hier anzumelden.
Die Begrenzung auf 1000 Zeichen empfinde ich als guten Kompromiss, ich hab keinen Bock hier Romane oder Manifeste zu lesen. Es ist ein Grund das geschriebene zu prüfen und zu optimieren - Unklares vom Klaren zu trennen und Floskeln rauszuschmeißen.

Ich nochmals. Wie schreiben Sie so trefflich: Sie halten nichts von einer Zensur des Sagbaren!
Genau das ist der Knackpunkt!
Ich hatte zu dem Interview zwischen Wolfssohn u Güvercin einen sehr umfangreichen Kommentar gepostet, darin ein Statement von Karl Lagerfeld verlinkt. Lagerfeld hatte absolut Recht, jedoch will das anscheinend niemand mehr veröffentlichen, fast niemand.
"Zensur?"
Herr Zimmermann: das ist der Punkt der Zensur des Sagbaren!
Lagerfeld sagte es, bekam "auch" Zustimmung, erntete jedoch den Shitstorm der Weltretter und Berufsbetroffenen.
Schreiben Sie einmal etwas objektiv Kritisches zu Greta Thunberg oder gar Sawsan Chebli! Sollte es veröffentlicht werden, ist es zeitnah "der Gerechtigkeit zugeführt" wie die US-Präsidenten so gerne sagen.

Wer entscheidet denn, was sagbar, schreibbar ist?
Wer hat die "moralische Deutungshoheit" dies zu entscheiden!
Wie heißt es so trefflich? Wenn zwei das Gleiche sagen, ist das noch lange nicht dasselbe!

Alles Gute!

Willy Ehrlich | Mi, 31. Juli 2019 - 16:12

Ich finde es auch unerhört, dass der Chauffeur vom Zigarettenaustreter der Putzfrau sich immer noch keine Weltreise leisten kann.

Horst Weber | Do, 1. August 2019 - 11:28

Die weitgehend unwidersprochenen Forderungen von Grünen, von ehemaligen Volksparteien und anderen Redekünstlern - münden jeweils in Steigerungen steuerlicher Abgaben - für jeden.-
Eine totale Ungerechtigkeit. Nicht nur gegenüber Armen, sondern gegenüber allen, die ganz persönlich ihre Beiträge zum Umweltschutz leisten.
So ist z.B. nicht geplant, die jährliche Kilometerleistung von Autos bei einer möglichen CO2-Steuer zu berücksichtigen. Wer in einem halben Jahr schon 40000 Km fährt verpestet die Luft sicher eher als jemand mit einem SUV, der diesen nur jährlich für 3000 Km nutzt.
Das Fliegen ist insgesamt viel zu billig - durch idiotische Subventionen. Ebenso das Campen auf den Oberdecks von Monster-Kreuzfahrtschiffen.
Beides sollte man liebend gern den Wohlhabenden vorbehalten. Es gibt bessere Methoden Urlaub zu machen - auch mit kleinen Budgets.
Ich sehe keinen "Klassismus", sondern undifferenzierte, untaugliche Versuche,alles mit Geld regeln zu wollen.

Peter Silie | Do, 1. August 2019 - 18:35

dieses Jahr im Urlaub haben wir eine Weltreise gemacht; nächstes Jahr fahren wir woanders hin.

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