Margrethe Vestager - „Keinen Kontrollverlust akzeptieren“

Margrethe Vestager, die EU-Wettbewerbskommissarin, glaubt daran, die Welt auch ohne Feindbilder verändern zu können. Die Dänin hat sich im Kampf gegen große Konzerne für eine regulierte Digitalisierung Respekt verschafft. Beerbt sie Jean-Claude Juncker als Kommissionspräsidentin?

Wird Margrethe Vestager 2019 den derzeitigen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker ablösen? / Thomas Bernhardt

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Bastian Brauns leitet das Wirtschaftsressort „Kapital“ bei Cicero und Cicero Online.

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Frau Vestager, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hält eine Rede nach der anderen zur Zukunft der EU. Viel passiert ist bislang aber nicht. Warum?
Margrethe Vestager: Seine Ideen sind sehr wichtig und gut für Europa. Bei seiner Rede im April vor dem Europaparlament in Straßburg sagte er sehr deutlich: Immer mehr Menschen vertrauen lieber autoritären Regierungen statt auf Demokratie. Macron sagt, dass wir diesen Trend nur umkehren können, wenn wir der Demokratie in Europa mehr Autorität geben. Damit hat er recht.

Die europäische Krise ist eine Krise der Demokratie?
Ich glaube, dass Menschen, die sich an Rechtsextreme wenden oder sich nach einer neuen Form des Kommunismus sehnen, vor allem etwas Neues suchen. Was bedeutet Politik in unserer heutigen Zeit? Wie können sie sich engagieren und wirklich etwas erreichen? Diese Fragen müssen wir dringend beantworten. Und es gibt Politiker in Europa, die schaffen das, ohne Rechtsextreme oder Kommunisten zu sein.

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Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 15. Juni 2018 - 10:08

dass Cicero hier wirklich eine kluge Frau aufgetan hat, aber bei der Zeit, die ich brauche, ...
Das ist ein Wortspiel von Macron und zwar ein schlechtes, vielleicht aber typisch französisch.
Demokratie braucht keine Autorität, sondern Überzeugungskraft.
Rechte Wähler suchen nicht etwas Neues, sondern intelligente Politik für ihre Zukunft.
Das ist nicht verboten.
Frau Vestager sollte einmal den Unterschied bedenken zwischen gut gemeint und gut gemacht. (Worte eines Pfarrers?)
Ansonsten bin ich in der Tat auf der Suche nach einer weiblichen Kompetenz in Sachen Ökonomie, analog zu einer Frau Lagarde.

Zitat aus Wikipedia => Sie studierte Volks- und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth und schloss als eine der Jahrgangsbesten ab.Von Juli 2005 bis Juni 2006 arbeitete sie als Analystin im Bereich Vermögensverwaltung bei Goldman Sachs in Frankfurt am Main. Anschließend schrieb Weidel eine Doktorarbeit beim Gesundheitsökonomen Peter Oberender an der Rechts- und Wirtschaftswissen-schaftlichen Fakultät in Bayreuth über die Zukunft des chinesischen Renten-systems; 2011 wurde sie summa cum laude promoviert. Ihre Promotion wurde von der Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt.
usw usf … --- man muss diese und auch andere Zeitgenoss*en nicht mögen, aber kompetent ist sie allemal, nicht wahr?

...also nur ganz kurz, wegen WM --- iss ja klar, ne?

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 16. Juni 2018 - 12:10

In reply to by Bernd Muhlack

Fachkompetenz muss man politisch übersetzen können.
In einer Zeit nach Merkel wird Frau Weidel vielleicht sogar gut in die CSU passen.
Das finde ich so schade.
Merkel beraubt die CDU schon auch einer bestimmten Elite.
Aber wie soll Frau Merkel Kompetenz erkennen, vielleicht nach Zufallsprinzp:)?
Scherz am Rande

Joachim Wittenbecher | Fr, 15. Juni 2018 - 13:47

……..besticht durch Kompetenz, Leistungsfreude und Bodenhaftung. Das sind gute Eigenschaften, um für die EU mehr Zustimmung bei der Bevölkerung zu erhalten. Vielleicht sollte Frau Vestager noch längere Zeit Kommissarin bleiben, auch in anderen Ressorts; der Schnellaufstieg zur Kommisionspräsidentin führt gerade bei Politikern mit ihren Eigenschaften schnell zu dem Bestreben Befugnisse auszudehnen, überall in nationale Kompetenzen einzugreifen und diese zurück zu drängen.

Romuald Veselic | So, 17. Juni 2018 - 08:36

Bühne verschwindet. Ich kann den Typen & Co. nicht ausstehen. Ich kann nicht verstehen, dass LUX so viele politischen Geisterfahrer produziert. Seine politischen Bemerkungen sind misanthropisch, unverantwortlich oder anderswie gestaltete Einleitung zum Europas Selbstmord.

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