Weizenfeld
In Deutschland ist die Versorgung mit Getreide noch gesichert / dpa

Globale Getreideknappheit - „Weltweit wird es ein großes Problem geben“

Aufgrund des Ukraine-Kriegs und der Sanktionen gegen Russland steigen weltweit die Preise für Nahrungsmittel. Vor allem die Weizenproduktion ist betroffen. Im Cicero-Interview warnt die Agrarökonomin Wienke von Schenck vor globalen Versorgungsengpässen. In Deutschland würden wir den Mangel allerdings nicht spüren, leere Supermarktregale seien eine Folge von Hamsterkäufen.

Autoreninfo

Sophia Martus hat Soziologie studiert und absolviert derzeit ein Redaktionspraktikum bei Cicero.

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Wienke von Schenck ist Agrarökonomin und Marktanalystin bei der Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) mit Sitz in Bonn. Sie beobachtet seit Jahrzehnten die Entwicklungen an den Weltmärkten für Getreide, Düngemittel und Biokraftstoffe.

Frau von Schenck, derzeit wird angesichts des Ukraine-Kriegs eine globale Getreideknappheit befürchtet. Müssen wir uns auch in Deutschland Sorgen machen, dass das Mehl ausgeht?

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Karla Vetter | Mi, 18. Mai 2022 - 19:24

hat eine Vervielfachung des Ausbaues der regenerativen Energie angekündigt. Da sich in unserem dicht urbanisierten Land die knappe Bodenfläche nicht vermehrt , wird es wohl einen Wettstreit geben. Versiegeln wir die Fläche für Windkraft und Solarmodule auf Ackerflächen oder nützen wir, bzw. unsere Bauern, diese um Nahrungsmittel anzubauen. Bei dem Talent unserer Politiker sich selbst ins Knie zu schießen fürchte ich zwei Ereignisse: Einen Blackout durch Energiemangel und Engpässe bei der Versorgung wegen zweckentfremdeter Ackerflächen.

Maria Arenz | Mi, 18. Mai 2022 - 20:04

Nun wegen des Krieges. Dabei wäre dauerhafte Abhilfe einfach. Wenn riesige fruchtbare Ackerflächen in Afrika endlich überhaupt mal oder effizienter berarbeitet würden, statt nach Kleinbauernart wie seit Jahrhunderten. Allein die Bearbeitung der in Zimbawe von Mugabe & Co seit 2000 den weißen Farmern gestohlenen Flächen durch -schwarze oder weiße- Bauern, die etwas von Landwirtschaft verstehen und vielleicht auch etwas mehr zur "Selbstausbeutung"neigen, als das Gesindel, an das die Regierungspartei das geraubte Land verschenkt hat, könnte Zimbabwe ganz schnell wieder zu der Kornkammer des südlichen Afrika machen, das es vor Mugabes Wahnsinnsaktion war. Hungern bräuchte dann im südlichen Afrika keiner. Ähnliches wäre zu berichten über Äthiopien z.B., das seine fruchtbaren Äcker auch lieber an China und Saudi Arabien verkauft hat, als dort selbst Getreide für seine mal wieder hungernden Kinder im Osten des Landes anzubauen. Hilf Dir endlich selbst Afrika, dann hilft Dir Gott.

Und wer macht die Politik. Die Namen & Gesichtslosen der Macht, der neuen Weltelite von falschen Pharisäern.

Selbst ein Obama wurde nur als Pokal mit Friedensnobelpreis durchgereicht, damit der perfekte Anschein bewahrt bleibt. Und die hinterfragende Jugend weltweit kann man zählen. Die wurden alle bunt angestrichen & da gibt es mehr, die Drogen nehmen. Genau so wenig gibt es eine hinterfragende Kirche.
Alles politisch korrekt besetzt.

Wir Deutschen oder die einfachen Ukrainer werden wie ein Nasenbär durch die Arena gezogen, um in diesen Polit-Illusions-Theater nichts mehr mit zu bekommen.
Bestes Beispiel waren doch die Corona-Art-Verwanden wie Eiszeit(70-er Jahre) Ozonloch, Rinderwahnsinn, Maul-& Klauenseuche, Vogelpest, Feinstaub, Klimawandel & jetzt der UA-Krieg.

Es gibt immer einen Feind & mit dem man ANGST schüren kann, um Menschen manipulieren zu können. Hunger gab es lange nicht mehr

WIE ALLES fmp. - MITTEL zum ZWECK, wenn auch unsere Staats-Foristen gleich Einspruch erheben

Martin Beckmann | Mi, 18. Mai 2022 - 22:15

Derzeit werden wir wieder mal so richtig verklappst. Da werden Waffen in die Ukraine gebracht, das klappt. In der Ukraine lagern tausende Tonnen an Getreide und die Weltlogistik ist unfähig, diese aus der Ukraine zu transportieren. Aber wie bei Corona kann man wieder Panik verbreiten mit dem Zweck Preise zu erhöhen und uns für dumm zu verkaufen.

René Maçon | Do, 19. Mai 2022 - 08:17

"Es ist schwer einzuschätzen, ob Deutschland, ob die EU jetzt darauf verzichten sollten, nachwachsende Rohstoffe zur Biokraftstoff-Produktion einzusetzen. (...) Eine weitere Reduktion dürfte daher nicht mehr stark ins Gewicht fallen."

Das ist der übliche Lobbyisten-Talk. Auf 15% der deutschen Nutzfläche werden heute Energiepflanzen angebot. Biokraftstoffproduktion ist überall auf der Welt eine ökologische Katastrophe und die Treibhausgasbilanz ist verglichen mit fossilen Energieträgern schlechter.

Womit wir Biokraftstoff ersetzen können? Mit Kraftstoff aus dem guten alten Erdöl. Es ist auch zu derzeitigen Preisen noch immer günstiger als Biokraftstoff.

Der deutsche Wald wurde übrigens nicht von Carl von Carlowitz gerettet, sondern durch die Erschließung von Braun- und Steinkohlevorkommen im ausgehenden 17. Jahrhundert. Mit Biokraftstoff wird diese historische Entlastung der Natur nun wieder umgekehrt. Die Folgen sind bekannt...

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