ESM-Chef Klaus Regling - Vom letzten Retter zum obersten Aufseher

Klaus Regling ist Herr über ein europäisches Machtzentrum, dem Euro-Stabilitätsmechanismus ESM. Nun soll der zum Europäischen Währungsfonds ausgebaut werden. Während darüber gestritten wird, gibt Regling sich optimistisch: „Wir können das!“ Doch wie?

ESM-Chef Klaus Regling
Der mächtige ESM-Fonds soll noch mächtiger werden – und damit auch sein Leiter / picture alliance

Autoreninfo

Eric Bonse berichtet seit 2004 aus Brüssel über Europapolitik. Er betreibt auch den EU-Watchblog „Lost in Europe“.

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Am Anfang war die Krise. Griechenland drohte die Pleite, die Finanzmärkte spekulierten gegen den Euro. Irland und halb Südeuropa standen auf der Kippe. In dieser Notsituation gründeten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die anderen Mitglieder der Eurozone 2010 gemeinsam den sogenannten Rettungsschirm und beauftragten Klaus Regling, ihn zu leiten.

Reglings Mission sollte eng begrenzt sein. Der dezente Deutsche hatte sich bereits beim Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington einen Namen gemacht. Jetzt sollte er Milliarden einsammeln, um damit von der Pleite bedrohte Euroländer zu stabilisieren. Diskret sollte er auftreten, nur so würde man Finanzinvestoren überzeugen können.

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Claudia Martin | Di, 14. November 2017 - 18:06

Solche Institutionen sollten am Ende einer Entwicklung stehen. Wer gemeinsame Finanzen will muss zunächst für eine Angleichung in den Staaten sorgen. Nicht nur in rein finanziellen Fragen. Aber letztlich geht es ja immer um das liebe Geld. Aber solange D bezahlt...

Ulrich L. Zischewski | Mi, 15. November 2017 - 12:14

statt klarer ziele und Abläufe
so ist es wenn man anderen die Verfügungsgewalt über sein Eigentum gibt
man kann nur verlieren

Reiner Kraa | Mi, 15. November 2017 - 23:33

Was sollen wir mit einer Währung, die permanent gerettet werden muss? Die hat sich, wie umfänglich vorausgesagt, nicht bewehrt. Die brauchen wir nicht. Die befördert den europäischen Gedanken nicht. Sie behindert ihn und verhindert die Gesundung maroder Strukturen in Europa.

Rudolf Bosse | Fr, 17. November 2017 - 17:14

wie viele fachmännische, kluge Köpfe jetzt schon voraussagen, daß der Euro sich selbst beerdigen wird, nur wann ist offen.

Volker Leyendecker | Fr, 8. Dezember 2017 - 19:56

Uns Bürgern ist bei der Einführung des Euros versichert worden : Kein Land kommt für die Schulden eines anderen Landes auf. Der Euro wird so stabil sein wie die Deutsche Mark. An den Tatsachen sieht der Bürger das die Politiker Lügen und Betrügen, Bedenken wurden geleugnet und als Schwarzmalerei abgetan. Was darf der Bürger den Politikern noch Glauben ? Die Komissare sind völlig undemokratisch in ihre Ämter gekommen und doch Bestimmen Sie über unser Leben. Demokratie sieht anders aus. Die Briten haben noch rechtzeitig den Austritt aus der Europäischen Union geschafft, leider haben wir Frau Merkel die Deutschland in den Abgrund führt und noch sagt: Ich wüsste nicht was ich anders machen sollte. Die Ignoranz dieser Frau ist unerträglich.

Holger Stockinger | Do, 21. Dezember 2017 - 21:33

wird geviertelt: Tausend Pfund an Briten, ein Kilo an Frankarm und länger hier wohnende Deutsche leben auf dem Harz vergnüglich und verwechseln es mit dem Teutoburger Wald, wo frau immerhin Latein kapierte ...

Holger Stockinger | Do, 21. Dezember 2017 - 21:52

Bismarck wurde entlassen zugunsten der Sektsteuerbeibehaltung einer GroßMarine.

Ob Herr Juncker aus Luxemburg eine Maurizius in seiner Briefmarkensammlung besitzt oder das abgeschnittene Ohr vom Großvater van Goghs wird die EZB nicht daran hindern, den Bürgern künftig den Besitz von BARgeld als staatsfeindlich zu deklarieren ...

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