Jan Marsalek
Jan Marsalek ist auf der Flucht / Screenshot aus der ARD-Doku

Doku zu Wirecard-Skandal - „Die wollen dich umbringen“

Für „Wirecard – Die Milliarden-Lüge“ haben sich Sky Studios, rbb, NDR, SWR und BR zusammengetan. Das Ergebnis: Ein Dokumentarfilm, der den übergroßen Dimensionen des Finanzskandals gerecht wird. In der ARD-Mediathek steht er ab sofort zur Verfügung.

Autoreninfo

Jonas Klimm studierte Interdisziplinäre Europastudien in Augsburg und absolvierte ein Redaktionspraktikum bei Cicero.

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Jonas Klimm

Es ist die Geschichte von David gegen Goliath. Auf der einen Seite der weltweit agierende, milliardenschwere Finanzdienstleister Wirecard mit Sitz in Aschheim bei München, den auch noch so evidente Enthüllungen über Geldwäsche und gefälschte Bilanzen nicht von der Erfolgsspur abbringen können. Auf der anderen Seite ein für Wirecard in Singapur tätiger Justitiar, seine Mutter und eine Handvoll Journalisten, Blogger und Personen aus der Finanzbranche, die den Glauben daran bewahren, dass die Nemesis auch scheinbar unantastbare Finanzdienstleiter nicht verschont.

Das ist der Handlungsbogen, der für den Dokumentarfilm „Wirecard – Die Milliarden-Lüge“ gespannt wird. Knapp 100 Minuten dauert das tiefste Verästelungen durchdringende TV-Stück, für welches die Autoren um die halbe Welt gereist sind, nach Dubai, Singapur, London. Sie trafen an der Aufklärung Beteiligte, recherchierten, interviewten. Auf Sky und Arte war die Doku bereits zu sehen, heute Abend läuft sie noch im Hauptprogramm der ARD, leider erst um 22.50 Uhr. Die Familienserie „Die Heiland – Wir sind Anwalt“ und „In aller Freundschaft“ genießen ein Vorrecht auf bessere Sendezeiten. Damit vertut der öffentlich-rechtliche Rundfunk mal wieder eine große Chance, ein Thema von enormer politischer Tragweite zur besten TV-Zeit zu platzieren.

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Bernd Muhlack | Di, 7. Dezember 2021 - 18:38

Werter Studiosus Klimm:
ich weiß spontan nicht punktgenau was "Interdisziplinäre Europastudien" sind - egal.

Ihre Artikel, Interviews gefallen mir - weiter so!

"WIRECARD -Die Milliardenlüge"
Das erinnert an Alfred Hitchcock, nicht wahr?
Er war ja in seinen Filmen immer in einer winzigen Nebenrolle zu sehen.
Vielleicht ist der nächste BK Scholz als Leser der Financial Times in der ARD-Doku zu erkennen?
Schlumpfig grinsend am Kiosk ...

Alles Gute & viel Erfolg!

Vielleicht ist der nächste BK Scholz als Leser der Financial Times in der ARD-Doku zu erkennen? 😈😂✔

Oder als Billardkugelpolierer.

Pax vobiscum 👶🏻

Günter Johannsen | Di, 7. Dezember 2021 - 19:38

Da wird hoffentlich in diesem Zusammenhang die Rolle des neuen SPD-Kanzlers erwähnt werden, oder?! Eigentlich dürfte der aus Loyalität und moralischem Gespür gegenüber dem Kanzler-Amt nicht antreten. Aber man hat den gewaltvoll-linXradikalen Umsturzversuch zum G-20-Gipfel schon nicht ernst genommen ... die Verantwortung für den Wirecard-Skandal
vertuscht bzw. ignoriert: was will man denn von mir???

Gestern, 07.12.2021, erschien in der SZ im Wirtschaftsteil "Gauweiler greift Chef-Ermittlerin an" von Peter Burghardt und Klaus Ott, Hamburg. Lesen Sie diesen
unbedingt, ja müssen ihn lesen.. Wir wissen einiges von Olaf Scholz im Cum-Ex-Skandal. Nun soll das Gesicht des Staates, die Oberstaatsanwältin mit 100 Fragen Brorhiller, sie ist das Gesicht des Staates, diskredidiert werden.

Peter Gauweiler vertritt mit seiner Münchner Kanzlei den Hamburger Privat-
bankier Christian Olearius.

"Ich schwöre, ... so war mir Gott helfe"... (von mir abzuwenden), so Olaf Scholz.

Das ist bemerkenswert!
Aber heute im Autoradio BR 24 berichtet das ÖR: O. Scholz hat die Formel "So wahr mir Gott helfe ... " nicht gesprochen, weil er seit geraumer Zeit aus der Kirche ausgetreten sein?! Ein Verwirrspiel ... !

Bernd Windisch | Di, 7. Dezember 2021 - 20:08

sich auch an Ereignisse die länger als ein halbes Jahr zurückliegen erinnern könnte wäre den Journalisten sicher viel Recherchearbeit erspart geblieben.

In ein paar Jahren werden sicher auch Fragen zur Transformation der deutschen Wirtschaft, im Dienste der Weltenrettung, an Scholz gestellt werden. Einen Persilschein hat er bereits in der Tasche. An den Rest braucht er sich nicht zu erinnern. Wahlen können dann wahrscheinlich schon mit 10 % der abgegebenen Stimmen gewonnen werden.

Klaus Heissmann | Mi, 8. Dezember 2021 - 01:26

Wie nicht anders zu erwarten, fand in der ARD-Doku die politische Verantwortung jenes damaligen Bundesfinanzministers Olaf Scholz in seiner Eigenschaft als oberster Chef der Bafin nicht statt. Offenbar wollen es sich die Macher im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk mit der neuen Bundesregierung nicht verscherzen.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 8. Dezember 2021 - 08:32

Natürlich wird so etwas dann gezeigt, wenn die müde arbeitende Bevölkerung oder die altersbedingt ermüdede Bevölkerung zu Bett geht oder schon ist. Man kann immer behaupten, man habe berichtet. Die Jugend schaut eh kein Fernsehen, ist ja kein Netflix oder wie das alles heißt. Genau einen Tag vor seiner Ernennung zum Kanzler wagt man sich aus dem Haus der Verdrängung und Vertuschung. Im Wahlkampf jedenfalls hat man da parteiübergreifend davon was gehört? Richtig nix. Wenn die neue Regierung heute steht, wird sicherlich schon längst vorbereitet alles getan werden, die Strafverfolgung von Olaf Scholz und seinen Handlangern zu blockieren/verhindern/ ins Leere laufen zu lassen. Die Ampel soll doch mit einem möglicherweise kriminellen Kanzler nicht ein vorzeitiges Ende finden. Alles wussten es, keiner wollte es wissen. Siehe den U-Ausschuss und das Verhalten der übrigen "Rechtsstaatsparteien". Es wird nichts passieren. Nur der Steuerzahler, der darf bei seiner Erklärung nichts vergessen.

gabriele bondzio | Mi, 8. Dezember 2021 - 10:18

...haben dann aber ausgereicht, gegen den Mahner(Earl) zu ermitteln.
Und sind „patriotische Maßnahmen“ (weil rechts einzuordnen) nicht ein zu tief zu verachtendes Mittel?
Zwar spät, aber sehenswert.

Grüne, FDP und Linke:
„Finanzminister Olaf Scholz (SPD) trage als Finanzminister die politische Verantwortung für das Versagen der Finanzaufsicht BaFin: "Statt nach Möglichkeiten zu suchen, um aufsichtsrechtlich tätig zu werden, suchte man nach Gründen, um nicht tätig zu werden."
https://www.zeit.de/wirtschaft/2021-06/wirecard-untersuchungsausschluss…

Man hat sich eben auf Kanzler geeinigt.

Günter Johannsen | Mi, 8. Dezember 2021 - 11:37

Verharmlost - vertuscht - vergessen: Prinzip der Linken Einheitsfront?
In der untergegangenen DDR wurde erst gar nicht berichtet. Das ist dann der wohl der nächste Schritt., wenn die Rundfunkräte zu 98 % von den Grün-Linken besetzt sind. Die FDP ist nur das Feigenblatt!

Martin Falter | Mi, 8. Dezember 2021 - 16:05

mir die Doku angeschaut. Aber nicht zu der Sendezeit, sondern in der Mediathek. Sie ist hervorragend gemacht und zeigt ganz eindeutig das Versagen der deutschen Behörden. Leider bleibt es dann aber auch dabei und die politische Verantwortung wird darin überhaupt nicht hinterfragt. Hier hätte ein zweiter Teil der Dokumentation noch viel Spielraum. Ich denke aber diesen zweiten Teil wird es nicht geben......