Puerto Rico will die Unabhängigkeit Washingtons Stiefkind Puerto Rico ist faktisch eine Kolonie der USA: Die Einwohner haben zwar die amerikanische Staatsbürgerschaft, dürfen aber nicht den Präsidenten wählen. Vieles führt zu Unmut, der sich in Protesten entlädt. Jetzt wächst der Wille zur Unabhängigkeit. VON ANDRZEJ RYBAK
Sozialismus versagt angesichts der Naturkatastrophe : Auf das Beben folgt die Wut in Venezuela In Venezuela kämpfen die Menschen mit den verheerenden Folgen des Erdbebens. Es gibt mehr als 1700 Tote und 50.000 Vermisste. Die Katastrophe offenbart das Versagen des sozialistischen Regimes. VON MARCELA VÉLEZ-PLICKERT
Deutschland im Ernstfall : Die Illusion der Stabilität Unser Staatsmodell ist im Normalbetrieb auf die penible Einhaltung von Abläufen optimiert, im Krisenmodus jedoch äußerst anfällig. Denn eine resiliente Gesellschaft entsteht nicht durch Schonung, sondern durch Aufklärung über Grenzen vollständiger Absicherung. VON FERDINAND GEHRINGER
Blackout-Risiko : „Alle bereiten sich darauf vor“ Die deutschen Gasspeicher sind zu 94 Prozent gefüllt, der Füllstand nimmt aber angesichts der kalten Witterung kontinuierlich ab. Ob in diesem Winter mit Stromabschaltungen oder gar einem Blackout zu rechnen ist, erklärt Volker Strotmann, Abteilungsleiter „Einsatz“ beim THW. Er plädiert für eine sachliche Diskussion ohne Panikmache, warnt aber vor möglichen Sabotageakten – und erklärt, welche Notvorräte sich die Bürger für den Ernstfall anlegen sollten. INTERVIEW MIT VOLKER STROTMANN
Ein Jahr Flutkatastrophe im Ahrtal : „Ohne die Hilfe von Freiwilligen wäre vieles nicht gegangen“ Vor genau einem Jahr verwüstete die Jahrhundertflut das Ahrtal in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Zwölf Monate später kämpfen die Bewohner der Region noch immer mit den Folgen der Flut. Zeit zur Resignation blieb im Ahrtal allerdings nicht. Die Bürger mussten schnell zum Wiederaufbau bereit sein. Der damals neu gegründete Verein „AHRche“ ist ein Beispiel dafür. INTERVIEW MIT LUCAS BORNSCHLEGL
Lehren aus Überschwemmungen : „Wir haben gelernt, unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen“ Schon zweimal erlebte die sächsische Stadt Grimma schwere Hochwasserschäden. Im Gespräch erzählt Oberbürgermeister Matthias Berger von den bleibenden Eindrücken und den Konsequenzen, die seine Stadt ziehen musste. INTERVIEW MIT MATTHIAS BERGER
Flutkatastrophe : „Der Bundesinnenminister hat das vergeigt“ In der Flutkatastrophe stand bislang das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) am Pranger. Dabei sind der Behörde die Hände gebunden, sagt Manuel Atug, Experte für kritische Infrastruktur. Der Schwarze Peter liege bei einem Minister, der seit Jahren eine längst überfällige Reform aussitze. VON ANTJE HILDEBRANDT
Katastrophenschutz per NINA-App : „Wissen, was kommt“ 170 Menschen sind in der Flut in Rheinland-Pfalz und NRW gestorben, Hunderte werden noch vermisst. Dabei hatte es früh Warnungen gegeben. Auch über eine Warn-App des Katastrophenschutzes, die allerdings kaum jemand kennt. Schuld will keiner sein, am Ende muss wie so oft der Föderalismus als Sündenbock herhalten. VON UTA WEISSE
Flutkatastrophe : Menschliches Versagen Bislang hat die Flutkatastrophe mehr als 160 Menschenleben gefordert. Dabei hatten Meteorologen schon Tage zuvor Alarm geschlagen. Trotzdem weist der Präsident des Bundesamtes für Katastrophenschutz, Armin Schuster, jede Verantwortung von sich. Zu Recht? VON ANTJE HILDEBRANDT
Prepper und die Coronakrise : „Eine Pandemie kann schlimmer sein als Krieg“ Mit der Corona-Pandemie schlug die Stunde der Prepper. Die horten Lebensmittel und bereiten sich mit Survival-Kursen auf den Tag X vor. Doch ihr Image ist nicht das beste. Bastian Blum kämpft seit Jahren dafür, sie ernst zu nehmen. Das Interview mit ihm hat im April viele Leser interessiert. INTERVIEW MIT BASTIAN BLUM