Meterhoch türmen sich im Juli 2021 Sperrmüllberge am Straßenrand. Im Hintergrund ist das Kloster Calvarienberg zu sehen /dpa

Ein Jahr Flutkatastrophe im Ahrtal - „Ohne die Hilfe von Freiwilligen wäre vieles nicht gegangen“

Vor genau einem Jahr verwüstete die Jahrhundertflut das Ahrtal in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Zwölf Monate später kämpfen die Bewohner der Region noch immer mit den Folgen der Flut. Zeit zur Resignation blieb im Ahrtal allerdings nicht. Die Bürger mussten schnell zum Wiederaufbau bereit sein. Der damals neu gegründete Verein „AHRche“ ist ein Beispiel dafür.

Autoreninfo

Nils Westerhaus hat Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft studiert und war als Praktikant bei Cicero tätig.

So erreichen Sie Nils Westerhaus:

Lucas Bornschlegl ist Vorsitzender des Vereines „AHRche“.

Herr Bornschlegl, kurze Zeit, nachdem sich die Flutkatastrophe vor einem Jahr im Ahrtal ereignete, hatten Sie schon einen Verein gegründet, in dem sich Menschen zum Wiederaufbau versammelten. Wie kam es dazu?

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Tomas Poth | Do, 14. Juli 2022 - 12:21

... und Hilfe untereinander schlägt alle mal Verwaltungsbürokratie, Verantwortungsgeschiebe und Verantwortungsflucht in Bund und Land.
Wie bekommen wir unser Land wieder auf das richtige Gleis gestellt? Mit RotGrün-Denke geht es nicht!

Alexander Brand | Do, 14. Juli 2022 - 13:00

ist, Konsequenzen gibt es wie immer auch keine, wenn die unfähigen Politikprotagonisten wie seit 20 Jahren leider so oft, kläglich versagen!

Was ist mit der grünen Anne Spiegel? Sie ist in irgendeiner Versenkung verschwunden und in 2 Jahren geht’s weiter, dann ist Graß drüber gewachsen!

Was ist mit den linken Widerlingen die, statt aktiv zu helfen, die Helfer als Nazis und Rechte beschimpften und diffamierten? Hier allen voran Frau Neubauer, Konsequenzen oder gar „Entschuldigungen“? Fehlanzeige!

Statt Lehren und Konsequenzen aus einer vermeidbaren Katastrophe zu ziehen, sondert unser spalterisches und inhaltsleeres „Staatsoberhaupt“ leere Worthülsen ab und die Linksmedien klatschen Beifall!

Für die Hinterbliebenen sicher alles sehr tröstlich.

Erschreckend was unter den diversen Linksregierungen aus diesem einst großen Land geworden ist, es geht schneller den Bach runter als ich es je befürchtet habe!

Vollumfänglich zustimmen.
Gut 30 Jahre nach der Wiedervereinigung kann ich mich nur noch wundern.
Aber wissen Sie was ich absolut nicht verstehen kann, die Umfragewerte die den Grün linken von Woche zu Woche zugeschlagen werden. Woher kommen diese, so scheint es, die immer höheren Werte für die Grünen? In keinem Land der EU sind die Grünen so stark wie in D. Und wenn ich da die Werte im Osten 5 - 10% und die im Westen über 20% sehe, verstehe ich die Welt nicht mehr.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

der Grünen sind objektiv nicht nachzuvollziehen, ich sehe dafür folgende Ursachen:

Die Schwäche und Inhaltsleere der anderen Parteien, wofür steht z.B. die CDU? Überzeugen kann mich aktuell keine Partei, wählen gehe ich nur aus Protest und um linksextrem zu verhindern.

Hauptursache sind die Medien, sie sind zu 95% links-grün und transportieren nur links-grüne Inhalte. Sie erzeugen Panik und Angst, sie verbreiten die Mär der Gefahr von rechts und des menschengemachten und existenzbedrohenden Klimawandels und das nur die Grünen ihn stoppen können. Echte Probleme des Landes werden hingegen ausgeblendet/negiert: Überfremdung, Wohlstandsabnahme, Abhängigkeit von China, Industrieabwanderung, Migranten-/Linkskriminalität, etc. Was nicht sein darf wird verschwiegen. Und wer sich nicht einreiht der wird diffamiert, diskreditiert, ausgeschlossen, auch so wird Angst und Druck erzeugt.

Und als letztes die Neigung des Deutschen dazu obrigkeitshörig und anfällig für Propaganda zu sein.

Volle Zustimmung Herr Brand. In Ahrweiler haben bei der letzten BT-Wahl noch 10,2 % mit der Erststimme die GRÜNEN gewählt. Das können nur die gewesen sein, die nicht betroffen waren. Malu Dreyer wurde ja bekanntlich MP'in. So sehr ich das Engagement achte, desto weniger verstehe ich die Betroffenen, die von der Politik fast allein gelassen noch immer diese Regierung wiedergewählt haben. Offenbar ist bei diesen Wählern die Not nicht angekommen. Inzwischen liest man gerne versteckt und mit harmloser Headline durchaus üble Situationsberichte über das Versagen der Behörden und der Politik. Und wen Helfer wegen ihrer angeblichen Nähe zur AFD oder Querdenker zurückgewiesen werden, bleibt einem die Spucke weg. Ob diese Ökofaschisten im med. Notfall die Behandlung durch einen AFD-wählende Arzt ablehnen würden? Die Nachfolgerin von Spiegel ist nicht besser. Die schiebt alles an die Kommunen ab und den Landkreis. Wer in Not ist kann auf schnelle echte Hilfe nur aus der Nachbarschaft hoffen.

Gabriele Bondzio | Do, 14. Juli 2022 - 13:22

Ja, wenn die nicht gewesen wäre, sähe es noch dusterer im Ahrtal aus.
Die Politik kam je ehe nur auf Stippvisite um ihre Wahl anzuheizen (wobei auch manche Pech hatten) und ihren Betroffenheitsmodus abzuspulen.

Kann mir vorstellen, dass es bei unserer dörflichen Gemeinschaft, im Fall des Falles, auch gegenseitige Hilfe gibt.

Wenn Menschen ihre ganze Existenz verloren haben und Hilfe tröpfchenweise zugeteilt wird.
Ist dies auch ein großes, psychisches Problem, dass kann ich mir gut vorstellen.

Es ist Helfern wie Ihnen, Herr Westerhaus, zu verdanken, dass viele Menschen neuen Mut geschöpft haben
und das verdient ein großes DANKE (nicht nur aus dem Ahrtal)!!!

Karl-Heinz Weiß | Do, 14. Juli 2022 - 17:50

Ob aus der Katastrophe die richtigen Konsequenzen gezogen werden ? Zweifel sind angebracht. Die Bundesakademie für Bevölkerungs-und Katastrophenschutz hat seit Jahrzehnten ihren Sitz - richtig geraten!- in Ahrweiler. Hat das bei der Situationseinschätzung geholfen ? Hut ab vor dem spontanen ehrenamtlichen Engagement. Frau Dreyer war eher damit beschäftigt, Frau Spiegel nach Berlin wegzuloben.

Brigitte Simon | Fr, 15. Juli 2022 - 13:04

Erleben wir in Deutschland nur Breitscheidplätze und an Ahrtäler. Auch in Berlin "trieb" ein Offener Brief der Hinterbliebenen Merkel und Steinmeier zum Ort des grausamen Attentats. Nach einem Jahr! Finanzielle Eine finanzielle Unterstützung war beschämend.
mend.

Das Ahrtal bestätigt das mangelnde Interesse der Regierung an seine steuerzahlenden Bür-ger. Spenden verschwinden - auch unsere -die wir noch immer sporadisch in das Ahrteil schicken.

Schuldgefühle? Nein sagt Frau Dreyer. Scholz, Laschet, Faeser versprachen bei ihrer Be-sichtigung der Verwüstung sofortige Hilfe, es war schließlich Wahlkampf.

Die aufopfernde Hilfe aus ganz Deutschland, die
Selbthilfe, Menschen, wie Herr Bornschlegl, läßt Hoffnung entstehen. Mein einstiger Kommentar, passend zu einem Artikel Ciceros, mit der Frage "warum wird nur der Ukraine geholfen und nicht dem deutschen Ahrtal"? Diese Frage entsprach anscheinend nicht Ciceros Netiquette.