
- Psychoanalyse ohne Therapie
David Lynch war der große Surrealist des amerikanischen Kinos. Seine Filme zeigten die Doppeldeutigkeit der Welt, die Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit. Damit erinnerte er uns Zuschauer auch immer daran, was die Stärke von Kino ist: das Erzeugen von Illusionen und Uneindeutigkeit.
Er war bildender Künstler, Musiker, Werbefilmer, Fotograf, Designer und vor allem Regisseur. Das moderne Kino und Fernsehen hat er geprägt wie nur wenige andere Künstler. Dabei umfasst sein Oeuvre gerade mal zehn Spielfilme. Doch unter diesen sind Monumente des zeitgenössischen Kinos. Geradezu ikonische Titel wie „Blue Velvet“, „Wild at Heart“, „Lost Highway” oder „Mulholland Drive”. Die Rede ist natürlich von David Lynch.
Geboren wurde David Keith Lynch am 20. Januar 1946 in Missoula, Montana. Sein Vater, Donald Walton Lynch, war ein bekannter Agrarwissenschaftler. David Lynchs sehr spezielles Verhältnis zu Wäldern hat hier ihren Ursprung. Die Familie ist zu häufigen Umzügen gezwungen. Die Lynchs lebten in den Plains States, im pazifischen Nordwesten und im Südosten, bevor sie sich schließlich in Alexandria, Virginia, niederlassen.
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„..alle Idole müssen sterben..“ (Blixa Bargeld, „Seele brennt“ 1985)
David Lynch hat für Film und Fernsehen das getan, was z.B. „Einstürzende Neubauten“ für die Musik gemacht haben: Er hat Horizonte erweitert und half, Schönheit in Dingen zu entdecken, die man gemeinhin eher als abstoßend empfindet.
Ein lesenswerter Beitrag von Herrn Grau, der das Wesentliche kompakt zusammenfasst.
Nur eine Anmerkung, Herr Grau: „Mulholland Drive“ ist nun wirklich kein Roadmovie