Integration - Notruf einer Lehrerin

Ingrid König leitet eine Grundschule in Frankfurt. Von ihren 275 Schülern haben nur 9 keinen Migrationshintergrund. Für König bedeutet das einen täglichen Kampf zwischen Überforderung und Vernachlässigung. Über ihre Erfahrungen hat sie ein Buch geschrieben. Wir veröffentlichen einen Auszug

An der Grundschule Schmarl in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) sitzen am 09.11.2017 (l-r) Fiza Khan aus Pakistan (8) und Sima Barakat aus Syrien (7) in der Förderklasse Deutsch nebeneinander. Die Schule, an der rund 300 Mädchen und Jungen aus fast 20 Ländern lernen, ist für den Deichmann-Förderpreis für Integration nominiert
Welche Probleme fallen an, wenn von 275 Schülern nur 9 Deutsche sind ? Eine Schulleiterin klärt auf / picture alliance

Autoreninfo

Ingrid König leitet die Berthold-Otto-Grundschule in Frankfurt-Griesheim. Es ist eine Brennpunkt-Schule. Über ihren Alltag hat sie ein Buch geschrieben: „Schule vor dem Kollaps“. Es ist ein Hilferuf. 

So erreichen Sie Ingrid König:

Ich bin gerne Lehrerin, gehe jeden Morgen gerne in die Schule. Manchmal auch mit Bauchgrimmen, weil ich weiß, dass der Tag jede Menge Probleme vor mir auftürmt. Oft komme ich mir auch vor wie Sisyphus, der ein ums andere Mal einen großen Stein den Berg hinaufrollt, nur um oben zuzuschauen, wie er wieder hinabrollt. Und dennoch unverzagt von vorne beginnt. Im Unterschied zu Sisyphus allerdings haben meine Kollegen und ich die Genugtuung, dass wir die meisten unserer Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer Grundschulzeit in weiterführende Schulen verabschieden, dass wir Fortschritt und das Wachsen junger Menschen beobachten können, selbst bei jenen, denen wir damit helfen, dass wir ihnen den Weg auf eine Förderschule ebnen. Und doch ist das Sisyphus-Bild nicht falsch, denn wir Lehrer müssen uns ständig mit Dingen abmühen, die nicht sein sollten und die uns von der eigentlichen Unterrichtsarbeit abhalten, und es sind (...) deutlich mehr geworden als früher. Und so beginnt man immer wieder an derselben Stelle, freut sich über kleine Fortschritte und muss auch weitermachen, wenn man merkt, dass nur wenig vorwärtsgeht. Einige der Sisyphus-Momente will ich hier erzählen, denn sie sind in meinen Augen symptomatisch für die Probleme vor allem der Grundschulen heutzutage. Und manche weisen über die Schule hinaus, wie die folgende Episode, die ich bewusst an den Anfang stelle, weil in ihr viel von der eben angesprochenen Vergeblichkeit erkennbar wird.

Ethikunterricht in der vierten Klasse. Das Thema ist Liebe. Nachdem ich vorsorglich klargemacht habe, dass es nicht wie befürchtet um »Igittigitt-Sex« geht, sind die Kinder richtig bei der Sache. Sie beschäftigen sich gerne mit diesem Thema, und es gibt viele Assoziationen: Eltern, Großeltern, Geschwister, Cousins und Cousinen, beste Freunde, Hase und Wellensittich … Und irgendwann benannte einer der Schüler als Gegenstand seiner Liebesgefühle „meine Land“ (sic). Ich fragte daraufhin, welches Land er denn damit meine. Er antwortete, ohne zu zögern: „Die Türkei!“

„Wer von Euch ist Deutscher?“

Ich dachte daraufhin, den Begriff etwas weiten zu müssen, und sprach das Land als „Heimat“ an. Ich fragte die zehn- bis elfjährigen Schüler, wo für sie denn diese Heimat sei. Die meisten der Schüler berichteten begeistert von den Herkunftsländern der Eltern und Großeltern.

Ich kenne meine Schülerinnen und Schüler und weiß daher, dass es sich hier durchaus um eigene Erfahrungen handeln kann, weil die Kinder regelmäßig das Land ihrer Eltern und Großeltern bereisen und dort Verwandte besuchen. Manche erzählen aber auch von Ländern, die sie nur vom Hörensagen kennen. Vereinzelt sagen Kinder, es gefalle ihnen in Deutschland gut, weil sie von Kindern aus der Heimat gehört hätten, wie streng es an der Schule zugehe und dass Kinder dort auch geschlagen würden. Dem stimmt dann die überwiegende Mehrheit zu. Einige äußern tatsächlich, wie sauber es doch in Deutschland sei.

Nun frage ich, wie viele Kinder der Klasse denn Deutsche seien. Keiner meldet sich. Die Kinder selbst schauen nach rechts und links und bemerken, dass sich, wie bereits von allen vermutet, keiner meldet. Die Klasse stellt fest, dass es offensichtlich keine Deutschen gibt.

Ach so, einen deutschen Pass!

Ich sage dann, als Schulleiterin wisse ich aber, dass das nicht stimmen könne. Zumindest von einigen wisse ich, dass sie einen deutschen Pass hätten. Erleichterung bei den Kindern, denn sie wollen nicht, dass es einen Dissens zwischen ihnen und mir, der Lehrerin, gibt. Ach so, einen deutschen Pass! Warum ich das nicht gleich gesagt habe. Ja, den deutschen Pass, den hätten viele von ihnen schon! Einer der Schüler weiß noch zu berichten, das sei zum Beispiel am Flughafen ganz praktisch, weil man sich dann an der kürzeren Schlange (der für die EU-Bürger nämlich) anstellen könne.

Ein wenig bin ich – ich kann es nicht verleugnen – für einen Moment gekränkt und bemerke: „Na ja, einen deutschen Pass haben, das heißt automatisch, dass man Deutsche oder Deutscher ist.“

Auf einigen Gesichtern spiegelt sich ehrliches Erstaunen, auf anderen eher blankes Entsetzen, etwa so, als habe man dem Kind gerade mitgeteilt, ihre Lehrerin glaube nicht an Gott. (In der Tat: Kaum eine Aussage ist geeigneter, das zunächst unverbrüchliche Vertrauensverhältnis zwischen Lehrerin und Grundschüler einer ernsthaften Belastung zu unterziehen.) Ich wiederhole meine Aussage noch einmal und stelle fest, dass einige dies nun hinzu nehmen scheinen in dem Sinne von „Na ja, dann ist es wohl so.“ Andere fühlen sich nach wie vor augenscheinlich nicht wohl damit. Schließlich verkündet Mehmet lauthals: „In drei Monaten fliege ich zu meiner Tante. Der werde ich dann erzählen, dass ich jetzt Deutscher bin.“

Wertegerüst fürs Leben  

Dieses Erlebnis ist mir lange nicht aus dem Kopf  gegangen,  es beschäftigt mich bis heute, sechs Jahre danach. Was hat es zu bedeuten, wenn die Kinder sich nicht als Deutsche fühlen, obwohl wir sie schon am Ende der Kindergartenzeit abgeholt, sie mit Sprache und Kultur ihres neuen Heimatlandes vertraut gemacht und uns auf der Grundschule vier Jahre intensiv um sie gekümmert haben? Wir haben Elterngespräche geführt, geholfen, wo immer nötig, Wertschätzung gezeigt, beraten und ein Vertrauensverhältnis aufgebaut und das Gefühl gehabt, den Schülern, insbesondere auch im Fach Ethik, ein Wertegerüst mitgegeben zu haben.

Und doch hat all das nicht dazu geführt, dass ihnen das Deutschsein als etwas Natürliches vorkommt, weil sie sich als Teil des Landes empfinden, in dem sie leben, dass man dieses Deutsch-Sein überdies, nicht nur, wenn man es in Form eines deutschen Passes in der Hand hält, in Ehren halten und mit Leben füllen könnte. Es hinterlässt in mir als Lehrerin jedenfalls das Gefühl, dass unseren Bemühungen, die Kinder einmal zu Bürgern unseres Landes zu machen, schon in der Grundschule etwas Vergebliches anhaftet.

Ich jedenfalls war fast erschrocken, denn ich war bis zu diesem Zeitpunkt, vielleicht naiv, davon ausgegangen, dass die Kinder vor mir mit all ihren unterschiedlichen Wurzeln sich durchaus als Deutsche fühlen. Da hatte ich wohl was verpasst. Als ich den Kolleginnen und Kollegen dieses Erlebnis erzählte, waren die Reaktionen höchst unterschiedlich. Einige staunten, viele zuckten mit den Achseln: „Das dachte ich mir schon, das wundert mich nicht.“ Ist dies nun einfach nur ein etwas peinliches emotionales Relikt, ein Nationalstolz in mir, der sich gekränkt fühlt, weil anderen das ach so geliebte Land offenbar nicht so viel bedeutet?

Was bedeutet Deutsch-Sein?

Ich will das nicht ganz ausschließen, aber es geht mir um etwas anderes, in meinen Augen weitaus Wichtigeres. Denn es verbindet sich ja mit dem Deutsch-Sein, ich habe es in meinem kleinen Rückblick über unsere Zeit in Asien angedeutet, eine durchaus das Bewusstsein bestimmende Identität. Das heißt nicht bloß zu jubeln, wenn man die Fußball-WM gewinnt, es heißt eben auch, sich zu allen Teilen der deutschen Geschichte zu bekennen, eine Ahnung davon zu haben, wo dieses Land herkommt, warum es so ist, wie es ist.

Eine solche Ahnung mögen übrigens viele gerade jüngere Deutsche ohne Migrationshintergrund auch nur rudimentär haben, schlimm genug. Sich als Teil Deutschlands wahrzunehmen bedeutet auch, Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft des Gemeinwesens wahrzunehmen, sich, wie es heute so schön heißt, „einzubringen“ und aktiv teilzuhaben an den Gestaltungsprozessen. Ich rede von idealtypischen Zuständen, ich weiß es wohl. Aber wie steht es um ein Land, von dem ein wachsender Teil seiner Bewohner sagt: „Ich gehöre nicht dazu, ich wohne nur hier?“

„Wir“ und „die“ 

Nun werden ja Kinder in diesem Alter naturgemäß sehr stark von ihren Eltern geprägt und plappern womöglich ganz unbedarft das nach, was diese zu Hause so von sich geben. Man darf also durchaus darauf hoffen, dass sich diese Haltungen im Lauf des Heranwachsens abschleifen und nach der Pubertät einer selbstgewählten Identität Platz machen. Aber für die Zeit der Kindheit und Jugend ist dieser Riss, der mitten durch die Kinder hindurchgeht und für den ihre Eltern, womöglich auch die ganze Familie und die jeweilige „community“verantwortlich sind, ganz gewiss eine schwere Bürde: Wenn Kinder dieses Land nicht unbefangen annehmen und lieben dürfen, werden sie in ihrer Entwicklung eingeschränkt.

Mir bereitet übrigens auch das Konstrukt „Mehrheitsgesellschaft – Minderheit“ Unbehagen. Ich möchte nicht von „wir“ (die Deutschen, die schon immer hier leben, die Mehrheit) und von „die“ oder „denen“ sprechen (die Fremden, die Zuwanderer, die Flüchtlinge, die Minderheit). Nicht nur deshalb, weil es an meiner Schule diese Zweiteilung nicht gibt, denn „die“ sind unangefochten in der Mehrheit. Dieses Begriffspaar zementiert in den Köpfen die Unterschiede, und das kann meiner festen Überzeugung nach nicht funktionieren. Ich möchte auch nicht, dass die Einwanderer, die ja gesamtgesellschaftlich immer noch eine Minderheit sind (was man hier im multikulturellen Frankfurt und erst recht in Griesheim allerdings bisweilen kaum noch merkt), zu hundert Prozent die Wurzeln ihrer Herkunftsländer kappen und Mimikry ans Deutsch-Sein betreiben. So schwarz-weiß ist die Sache keineswegs.

„Wir sind alle Frankfurter“ 

Die kleine Geschichte um die Liebe meiner Schüler zu ihrem Land erlebte ihre Fortsetzung anlässlich eines Besuches des Oberbürgermeisters an der Berthold-Otto-Schule. Er hatte einen Vertreter des heutzutage sogenannten Facility Managements dabei sowie Vertreter der Presse, und er bat um die Anwesenheit von Elternvertretern. Wir hatten schon länger vereinbart, dass ein Austausch über die Probleme der Schule und des Stadtteils, mit Schwerpunkt auf dem baulichen Zustand der Schule, stattfinden sollte.

Im Verlauf dieses Treffens erzählte ich von meinem Gespräch mit den Kindern über das Thema Heimat und gab zu verstehen, dass das doch irgendwie traurig sei – für mich, aber vor allem für die Kinder. Unser OB versuchte wohl zu trösten und in Anwesenheit der anderen Menschen eine vermittelnde Brücke zu bauen und meinte, wenigstens seien wir doch alle Frankfurter.

Anwesend bei diesem Gespräch war auch eine sehr aktive und verlässliche türkischstämmige Elternvertreterin, mit der ich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit pflege. Sie hatte mehrere Kinder bei uns durch die Schule gebracht. Gemeinsam und mit einigem Engagement ist uns bei ihnen eine gute Begleitung, Erziehung und Förderung gelungen. Sie, die sich zuvor eher zurückgehalten hatte, meldete sich nun zu Wort und widersprach: Sie sei Türkin, und das werde sie auch immer bleiben. Sie werde dafür sorgen, dass ihre Kinder es auch blieben. Etwas anderes würde sie nicht akzeptieren können.

Das Beispiel Mesut Özil

Was der Oberbürgermeister dazu sagte, weiß ich heute nicht mehr. Wir leben ja in einem freien Land, und jeder kann sagen, was er denkt und fühlt. Aber diese etwas brüske Abfuhr hatte doch etwas höchst Irritierendes. Ich habe diesen Ausbruch, der so unvermittelt wie kategorisch kam, der keinen Kompromiss und kein „und“ erkennen ließ, als Ablehnung erlebt, die mich weniger verletzt als zutiefst verblüfft hat. Was hat es zu sagen, wenn eine augenscheinlich gut integrierte Mutter mit solcher Vehemenz reagiert? Es nach vielen Jahren in Deutschland weit von sich weist, deutsch zu sein? Wieso will sie, obwohl sie offenbar davon ausgeht, dass auch ihre Kinder in Deutschland leben werden, um jeden Preis verhindern, dass diese einmal Deutsche werden? Deutsche türkischer Abstammung?

Wenn, wie alle aufgeklärten Deutschen überzeugt sind, nicht das Blut, nicht die jahrhundertelange Ahnenreihe die Zugehö- rigkeit bestimmt, wenn Türken, Afghanen, Eritreer, Russen und Albaner gleichberechtigt Deutsche sind oder sein können, sofern sie sich zu unserem Grundgesetz und den Regeln des Zusammenlebens bekennen – was hindert sie daran, sich auch als Deutsche zu fühlen? Zumal keiner die vollkommene Aufgabe ihrer Traditionen und ihres Glaubens verlangt – solange sie nicht mit den Grundsätzen unserer Gesellschaft kollidieren. Und wie sieht es mit dem Lebensglück der Kinder aus, wenn die Eltern nicht angemessen loslassen wollen oder können?

Während der Arbeit an diesem Buch hat der Fall des Nationalspielers Mesut Özil hohe Wellen geschlagen und in der Folge die #MeTwo-Debatte angestoßen. In gewisser Weise geht dieses Buch genau der Frage nach: Wann ist Integration gelungen, was müssen Einwanderer und was Eingesessene tun, um zu einem für alle gedeihlichen Mit- und nicht bloß Nebeneinander zu kommen? Der Grat ist schmal, und nichts ist falscher als erzwungene Assimilation. Aber, dies ist eine der zentralen Thesen dieses Buches, wenn die Integration im geschützten Raum der Schule nicht funktioniert, wenn nicht dort wenigstens Grundlagen gelegt werden, wo dann und wann dann?

Buch Ingrid König Ingrid König, Schule vor dem Kollaps – Eine Schulleiterin über Integration, die Schattenseiten der Migration und was getan werden muss. Penguin-Verlag, 237 Seiten, 20 Euro

Yvonne Pfeiffer | Mi, 27. Februar 2019 - 11:17

Alltag in Hessens Ballungsgebieten. Die Einwanderer haben ihre eigenen Feste, Läden Wohngebiete und Freunde. Und diese Strukturen verfestigen sich zunehmend. Nennt sich Parallel - Gesellschaften, die es aber in Hessen nicht gibt, OT Landesregierung. Danke für den Auszug und den Buchtipp ! Endlich mal Klartext !

das ist mittlerweilen eine komplette Gegengesellschaft die sich dort etabliert hat und die Integration erwartet - von den schon länger hier Lebenden. Die haben sich anzupassen, die haben die islamischen Feste zu berücksichtigen, die haben sich dem Anspruch zu beugen ihre künftigte Minderheitenrolle schon jetzt zu exerzieren. In Frankfurt sind über 80 Prozent der unter sechsjährigen Kinder Ausländer oder Migranten, wie das sich in rund 12 Jahren auswirken wird wenn das Wahlrecht erreicht wird ist jetzt schon in den Niederlanden zu sehen: Erster Aufritt der Islam-Partei macht sofort drei Sitze.Wahrscheinlich rechnen die Machterhalter jetzt schon ihre künftigen Koalitionen aus und richten ihre Politik danach aus, der unbändige Wille dem Islam zu gefallen macht das doch deutlich.Es werden keine Haltelinien gezogen, der Familiennachzug scheint eins der dringensten Probleme dieses Landes geworden zu sein -von der weiterhin ungebremsten Zuwanderung aus eigenem Recht mal ganz abgesehen.

Diese Bezeichnung wird gerne verwendet, erscheint mir jedoch falsch. Parallelen treffen sich nie oder im Unendlichen. Ich treffe auf diese Gesellschaften immer oefter. Und stelle fest, dass es sich dabei um Gegengesellschaften handelt, geduldet und gefoerdert von einer 'Beutegesellschaft'.

Norbert Heyer | Mi, 27. Februar 2019 - 11:28

Dieser Bericht einer Lehrerin - ein Bericht weit weg von Wunschdenken und Theorie - zeigt die Problematik der weiter ansteigenden Schwierigkeiten im Zusammenleben mit den Menschen islamischen Glaubens. Sie sind Deutsche dem Pass nach, nicht aus innerer Überzeugung, nur wegen der Vorteile dieses Umstandes. Man kann sich praktisch aus zwei Kulturen die Rosinen aus dem Kuchen picken, bleibt im Herzen und der Gesinnung immer Türke. Wer dann noch glaubt, dass diese Gesellschaft nach Erreichen des Wendepunktes weiterhin nach Grundgesetz und den hier gültigen Regeln und Gesetzen weiterbesteht, ist einfach nur naiv. Der Islam passt sich an und achtet die Gesetze des Gastlandes solange, bis es politisch - ganz demokratisch - möglich ist, die lange vorbereitete und geplante Umwandlung Deutschland zu einem islamischen Staat zu erreichen. Das ist auch das erklärte Ziel und wer die hier gehaltenen Reden von Herr Erdogan aufmerksam verfolgt hat, kann zu keinem anderen Ergebnis kommen.

Michaela Diederichs | Mi, 27. Februar 2019 - 11:30

Ein Volk ohne Identität kann nun einmal nicht Identität stiftend sein. Darum wird Deutschland auch mit der Integration dieser vielen Ethnien grandios scheitern. Es werden m. E. immer mehr Parallelgesellschaften heranwachsen, Interessengruppen, die sich über ihre Heimat verbunden fühlen. Und das ist nicht Deutschland. Wem damit gedient sein soll, wurde bis heute nicht erklärt. "Bereicherung" ist keine Erklärung!

Per L. Johansson | Mi, 27. Februar 2019 - 15:33

In reply to by Michaela Diederichs

Völlig richtig. Ehrlicherweise muß man zugegen, daß man von den Einwanderern gar keine Bereitschaft zur Integration verlangt, geschweige denn kontrolliert.
Wenn die Unterschiede zur hiesigen Kultur zu groß sind, wie bei vielen Muslimen, käme eine Integration für diese auch fast einer Selbstaufgabe gleich, da sie zentrale Wertvorstellungen und soziale Gepflogenheiten ändern müßten.
Zudem steht nicht zuletzt die Religion wie ein Bollwerk zwischen den Menschen und verhindert in der Mehrzahl eine Durchmischung der Familien. Eine Besserung ist hier nicht zu erwarten, Parallelgesellschaften unvermeidlich.

Und warum sollte jemand überhaupt auf sein „Ich bin stolz, ein Türke zu sein“ verzichten, wenn er sich als Integrierter dann beim kollektiven „Ich schäme mich für unsere deutsche Geschichte“ einreihen dürfte? Ist das attraktiv?
Der grüne Selbsthaß gegenüber Herkunft und Vaterland ist gerade für viele Immigranten unverständlich und abschreckend.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 27. Februar 2019 - 11:33

der eines der durchaus vielschichtigen Probleme aufgreift und vielleicht eines der wichtigsten überhaupt. Die Kinder in der Grundschule sind selbst nicht das Problem, das ist doch klar. Wir Deutschen haben nie für uns klar definiert, was deutschsein unter der Berücksichtigung unserer gesamten Geschichte für uns bedeutet. Es ist nicht nur Sprache, es ist auch Kultur, Tradition, Werte, christliche Religion, Demokratie, Freiheit, Toleranz, aber auch Selbstwertgefühl. Und genau dieses deutsche Selbstwertgefühl haben wir seit der Hitlerzeit nicht mehr haben dürfen. Dabei sind die 12 Jahre nur ein Teil deutscher Geschichte. Sie gehören dazu, prägt aber nicht allein das deutsch sein. Woran wollen sich die Migranten richten, wenn wir selbst keinen gesunden Nationalstolz haben dürfen? Ich verstehe durchaus Migranten, die aus welchen Gründen auch immer hier leben und ihre Heimat in ihrem Herkunftsland sehen. Nur, warum leben sie dann hier, lehnen das deutsch sein einerseits?

Urban Will | Mi, 27. Februar 2019 - 11:35

war noch ein geburtenstarker Jahrgang. Ich gehöre ihm an und wuchs auf in einem kleinen pfälzer Weindorf.
In meiner Straße lebte eine türkische Gastarbeiterfamilie mit vier Kindern. Mir gedenken in erster Linie die drei Ältesten, alles Jungs, die in der Dorfgemeinschaft aktiv waren. Das Wort „Integration“ kannte man damals bei uns nicht. Wir spielten Fußball, zogen durch die Weinberge, hatten Spaß und hatten Streit.
Sie feierten mit uns, tranken Riesling – Schorle und an den Weihnachtsfeiern warf die Hilde in der Küche für die Jungs anstatt Schweine- Putenschnitzel in die Pfanne. Fertig aus.
Sie leben noch in der Gegend, sprechen unseren Dialekt, haben selbst Familien und fahren ab und zu in die Türkei, Urlaub machen. Als was sie sich fühlen, interessiert keinen, das ist ihre Privatsache.
Die gescheiterte Integration unserer Tage hat zwei Ursachen: ein demographisches Ungleichgewicht und ein von den Eliten uns nach wie vor nicht zugestandener gesunder Patriotismus.

Uli Petschulat | Mi, 27. Februar 2019 - 11:39

Multi ja, aber Kultur, Fehlanzeige ! Frau König beschreibt die Situation sehr gut. Wobei Griesheim keine Ausnahme bildet, außer dem Bankenviertel ist FFM ein Ansammlung von Brennpunktvierteln, die früher mal bürgerlicher Mittelstand waren. Wer es sich erlauben kann flüchtet in den Taunus oder ins weitere Umland - Gott sei Dank gehören wir mit unseren schulpflichtigen Kindern dazu. Es wird Zeit das klare Worte gefunden werden und ein Ende der Naivität.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 27. Februar 2019 - 11:41

Es ist festzustellen, dass gerade Migranten aus anderen europäischen Ländern mit ähnlicher Kultur in Heimatvereinen ihre Traditionen bewahren und dennoch völlig unauffällig integriert hier Deutschland leben und sich manche entscheiden, später wieder nach Hause zu gehen oder der Kinder wegen oder weshalb auch immer hier bleiben. Warum haben wir gerade mit Muslimen soviel Schwierigkeiten? Natürlich gibt es auch viele, die in zweiter oder dritter Generation sich als deutsch ansehen und dies auch leben und trotzdem ihre Moschee besuchen und gläubig sind. Die sind nicht unser Problem. Was ist mit eben denen, die wie die Elternbereiräten entrüstet ist, wenn sie trotz deutschem Pass, sich weiterhin nur als Türken sieht? Wieso kann sie nicht Deutsche mit türkischen Wurzeln sein, die ihren Glauben lebt, die Heimat ihrer Eltern besucht und dennoch sich als Deutsche sich behauptet ohne sich für ihre Herkunft verteidigen zu müssen. IDie beiden Kulturen passen nicht zueinander. Multi hin, Kulti her

Dazu kommt noch das von 275 Kindern nur 7 keinen Migrations-Hintergrund haben. Wie soll aus diesem Chaos aus Sprachen und Herkunft eine geschlossene Gesellschaft werden. Unmöglich !

Ernst-Günther Konrad | Do, 28. Februar 2019 - 07:56

In reply to by Peter Huber

das dürfte demnächst kein Problem werden, wenn statt englisch, in Zukunft arabisch, syrisch oder Paschtun gelehrt wird. Da dürften wir beide froh sein, nicht mehr in die Schule zu müssen.:) Alles Gute.

gabriele bondzio | Mi, 27. Februar 2019 - 12:10

unseres Landes zu machen, schon in der Grundschule etwas Vergebliches anhaftet."...wenn Erdogan ins Land kommt, wird er von den Eltern begrüßt. Wie man niemals ein Staatsoberhaupt von DE begrüßen würde.Eltern sind in der Erziehung maßgebend.Ich frag mich nur, weshalb sind sie hier? Die Wenigsten sind vor Erdogan geflohen. Haben aber ihr Leben in der Türkei in Armut gefristet. Sind materielle Dinge das Maßgebende, wenn man sich doch hier nicht zu Hause fühlt und dieses Gefühl auch den Kindern weitergibt? Man schaue sich die 3.Generation der Deutsch-Türken an, sie fühlen sich laut einer Studie sehr stark mit der Türkei verbunden. Sind aber nur gelegenlich dort. Von der Bundesregierung hingegen fühlen sich lediglich 37 % vertreten.Özil ist ein Paradebeispiel, er hat in DE alles erreicht. Aber fühlt sich von Deutschen diskriminiert. Weil sie nicht mit seinem Foto mit Erdogan einverstanden waren.

Gründe für das Leben in Deutschland gibt es viele: Ordnung, Sauberkeit, klare Arbeitsprozesse, gute Sozialsysteme, 24 bis 30 Tage Urlaub (14 Tage in der Türkei i. d. R.). Dadurch wird aber kein einziger Mensch integriert.

Uwe Ruckriegel | Mi, 27. Februar 2019 - 12:17

Eine irrige Annahme ist, dass Deutschland ein Einwanderungsland sei. Die meisten der als Einwanderer bezeichneten und zugezogenen Personen kamen bereits vor dem Inkrafttreten der Blue Card und danach kamen sehr viele, die die Bedingungen der Blue Card gar nicht erfüllten. Sie allesamt waren und sind keine Einwanderer.

Eine weitere irrige Annahme war und ist, dass die irgendwie Zugezogenen ihre Herkunft und Abstammung verleugnen würden. Das macht eigentlich niemand auf der Welt. Wie manche Deutsche auf die Idee kamen und kommen, dass jemand das tun würde, ist schlicht und ergreifend unerklärlich.

Und gefährlich wird es, weil man hieraus weiterhin nicht die richtigen Schlüsse zieht.
Denn wer die Tatsache ausspricht, daß ein großer Teil der (insbesondere muslimischen) Migranten sich gar nicht integrieren will, wird als Rassist diffamiert.
Ehrlicherweise ist die Realität nicht verwunderlich, oder würden sich mehrere Millionen Deutsche umgekehrt, z.B. im Hindukusch, freiwillig in die dortigen muslimischen Stammesgesellschaften einfügen?
Und selbst wenn Integrationsprobleme nicht geleugnet werden, so schiebt man der deutschen (noch) Mehrheitsgesellschaft die Schuld zu, insbesondere denen, die schon lange gewarnt haben.
Natürlich wird auch nur immer noch mehr Entgegenkommen gefordert (erleichterte Einbürgerung, halal-Kantinen, muslim. Feiertage, Quoten im Staatsdienst etc.)
Alle dies beweist, daß man das Ziel einer Integration längst aufgegeben hat und nur noch ein einigermaßen friedliches Nebeneinander „erkaufen“ will. Parallelgesellschaften als akzeptierter Dauerzustand.

Christa Wallau | Mi, 27. Februar 2019 - 12:26

Für mich gibt es darauf einige Antworten, aber die
wichtigste scheint mir diese zu sein:

Sehr viele Einwanderer (Ausnahme:Intellektuelle) wollen nicht Deutsche sein,weil die Deutschen keine Liebe zu ihrem Land kennen, keinen tiefverwurzelten Patriotismus.
Die Deutschen sind wohl das einzige Volk auf der Welt, das n i c h t mit Stolz auf die positiven Seiten seiner Geschichte zurückblickt, sondern - ganz im Gegenteil - gebetsmühlenartig betont, welch ein
Unheil von ihm ausging. Wer, bitte sehr, möchte sich mit einem solchen Volke identifizieren?

Für fast alle Menschen in der Welt ist die Zugehörigkeit zu einem Volk (oft identisch mit dem Staat, in dem sie leben) eine Herzensangelgenheit.
Hier fühlen sie sich verwurzelt - individuell in ihrer
Familie und gesamtgesellschaftlich in Religion, Kultur, Geschichte. Sie verteidigen den Ruf ihres Vaterlandes und loben seine Errungenschaften.

"Verwurzelung" ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Die Deutschen haben ihre Wurzeln gekappt.

Es mag eine Rolle spielen, wie Zugezogenen das eigene Land nahegebracht wird, in wieweit es Senstverständlichkeit ist, dass man hinter dem eigenen Land steht.
Aber trotzdem denke ich, dass die Gründe weitergehen. Ein türkische Mutter sagte einmal, dass sie nicht wolle, dass ihre Kinder wie Deutsche würden. Sie sollten türkisch bleiben. Die Bindung an die Familie ist stark, und die Community spielt häufig eine große Rolle.
Das ist das relevante und normbildende Umfeld, dessen Regeln die Kinder lernen, das bindet und kontrolliert. Wo eine starke Konzentration einzelner Herkunftsländer vorhanden ist, bildet diese eine Art Schutzfilm gegen die einheimischen Einflüsse. Warum sollten die Kinder sich als Teil dieses Landes sehen, wenn sie zu einer Gemeinschaft verpflichtet werden, die sie mehr oder weniger prägt im Sinne: Zuallererst gehörst Du zu uns.
Sich anders zu entwickeln ist ein bewußter Schritt, das passiert nicht ohne die Zielsetzung, sich abzunabeln.

Kultur, sein Deutschsein nicht mag und nicht schätzt, warum sollen Zuwanderer das dann anstreben wollen?
Genau hier liegt auch ein Problem. Dass ist eine Fehlleistung seit den 68ern, über das Ziel der sexuellen Befreiung und mehr Demokratie wollen hinaus, in eine totale Ablehnung der eigenen Geschichte und Flucht in einen Internationalismus (Europäismus). Hoffentlich baut sich zukünftig genug Kraft auf um dies zu revidieren.
Das besondere daran ist, dieser Internationalismus spielt dem Globalismus von Finanzkapital und Wirtschaftsoligarchen in die Hände.

Immer wieder kommt mir, zumeist in den m.E. nach klügeren
bis sehr klugen Leserbriefen, meine Lieblingsformulierung
unter: "die Deutschen". Die, die das schreiben, sind nun aber
mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ... Deutsche,
wodurch das " ich" mit eingeschlossen ist. [Zu sagen, "ich"
ist ein Anderer (Rimbaud), geht nicht] . Nun meine (natürlich
angreif- und widerlegbare) Logik. Also, wer "die Deutschen"
in Anspruch nimmt, der bezichtigt sich -rein sprachlogisch-
genau der "Übel", der "Missetaten", über die er doch denkt,
erhaben zu sein. Irgendwie witzisch. Jeder Deutsche hat die
Möglichkeit, in einem anderen Land zu "wurzeln". Wer aber
bleibt, bezieht sich de facto auch mit ein, gehört dazu. Das
erinnert irgendwie an eine andere Formel: "...in guten wie in
schlechten Tagen". Resümee: "Wir Deutschen". Wertoffen.

Tomas Poth | Mi, 27. Februar 2019 - 12:34

ist gleichzeitig die Antwort der zuletzt gestellten Frage, das Integrationswunsch scheint nur einseitig zu bestehen.
Sich dazugehörig fühlen, also auch deutsch zu fühlen, bedeutet sich assimiliert zu haben. Das "Abnabeln" von der Herkunft oder Abstammung ist die persönliche Entscheidung/Entwicklung des Einzelnen.
Wer sich einer Gruppe einem Kreis anschließen will muß diesen Schritt machen wollen.
Wer einer Gruppe angeboren angehört, mit stark bindenden Ritualen, warum sollte er von dieser Gruppe in eine andere wechseln?
Wir leben wie gehabt nebeneinander her, unser Rechtswesen muß aber mit starker Hand durchgesetzt werden, ohne Rabatt gegenüber anderen Kulturen.
Nur so schaffen wir uns Respekt und Achtung, denn genau die starke Hand sind sie aus ihrer eigenen Kultur gewohnt.
All das religiöse aufbohren unseres Grundgesetzes im Sinne einer bestimmten Religion führt nur zur Assimilation unserer Kultur an diese Religion.

Marius König | Mi, 27. Februar 2019 - 13:26

Fragen Sie doch mal einen Türken oder einen Marokkaner nach sachlichen Argumenten warum sein Land besser ist. Schulsystem? Infrastruktur? Gesundheitssystem? Kulturelle oder Materielle Errungenschaften? Also aus Deutschland stammt Beethoven, in Deutschland wurde vom Kaffeefilter bis zum Otto-Motor alles mögliche erfunden das bis heute und über Generationen das Leben von Millionen von Menschen verbessert und verbessert hat. Fragen Sie jetzt noch mal - warum dann lieber Türkei (oder Syreien oder Marokko...etc.)? Bei all diesen Argumenten für Deutschland. Antwort: Es geht nicht nur um Sachlichkeit und klar definierbares. Nationalstolz gründet sich eben auch auf Gefühl. Hier wird seit Jahrzehnten gepredigt bloß nicht stolz auf unser Land zu sein (Merkel und der Flaggen Vorfall usw.) Ist es da so überraschend das gerade Kinder eher dem Gefühl folgen als unserem Land das auf Platz 3 der ewigen Nobelpreis-Liste steht?

Brigitte Miller | Mi, 27. Februar 2019 - 18:14

In reply to by Marius König

Also von Menschen, die dort geboren sind, , hört man einfach ideelle Dinge: Schönheit der Natur, das Essen, die Düfte, ein Basar etc. oder die fröhlich(eren) Menschen.
Dann ist es bestimmt eine psychologische Sache: da wo ich herkomme, DARF es einfach nicht schlechter sein. Es ist auch eine Frage der Identität.

Peter Huber | Mi, 27. Februar 2019 - 14:59

Beispiel USA ! Fragt man in den USA die Menschen, sind sie zwar Amerikaner bemerken aber im gleichen Atemzug eigentlich Italiener, Spanier, Franzosen etc. zu sein. Schotten u. Iren bleiben übrigens ihr Leben lang Iren u. Schotten.
Und hier ist es nicht anders, Schweizer Paß, aber die Türkische Flagge am Fensterkreuz, Auto oder bei Demos.

Gerade bei den USA als klassisches Einwanderungsland ist die Identifikation stark. Alle mir bekannten europastämmigen Amerikaner können sich hinter der Nationalflagge versammeln. Sie sind alle"proud to be an American". Leider sprechen sie schon in der 2. Einwanderungsgeneration kein deutsch mehr.

Lisa Werle | Mi, 27. Februar 2019 - 15:32

.... und Bücher von Lehrern muss es denn noch geben, bevor Politiker die Realität zur Kenntnis nehmen und handeln? Zumindest aber mal Lehren für die Zukunft ziehen. Das Buch von Frau König ist für mich bereits das fünfte dieser Art.
Die desinteressierte Ignoranz von Bundes- und Landesregierungen in diesem Land ist einfach nur verantwortungslos.

Hallo Frau Werle,

mit Sicherheit paßt noch als 6. Buch "Das Ende der Geduld" von Kirsten Heissig
in Ihre Bibliothek. Vorab: Kirsten Heissig war bis zu ihrem Tode Ende 2010 Jugend-
richterin an Deutschlands größtem Amtsgericht Berlin-Tiergarten. Ihre Tätigkeit
führte sie zu ihrem Freitod. Ihr größter Freund und Unterstützer war Heinz Busch-
kowsky.

Hermann Geisbusch | Mi, 27. Februar 2019 - 15:40

In der Bundeswehr dienen auch Soldaten mit Migrationshintergrund. Aber was bedeutet das?
Ich erinnere mich: 1958 wurden deutsche Marinesoldaten mit französischen ausgetauscht und fuhren auf dem f. Kreuzer "De Grasse" mit. Aber auch auf englischen Marineeinheiten fuhren deutsche Seeleute mit. Als dann die Suezkrise ausbrach konnten die e. bzw. f. Schiffe nicht eingreifen, weil deutsche Seeleute nicht in den Konflikt nicht hineingezogen werden durften sondern erst 8 Tege später, nachdem die deutschen Besatzungsmitglieder ausgetauscht waren.
Deutsche Fregatten mit türkischer Besatzung ? Wem gegenüber sind die loyal?

Isolde Schüll | Mi, 27. Februar 2019 - 15:50

Wir haben den Frankfurter Ortsteil Griesheim vor ca. 2 Jahren verlassen, als so ziemlich letzte Deutsche, auch wegen der Kinder im schulpflichtigen Alter. Dazu muss aber gesagt werden, das damals auch die Lehrer Teil der Wellcome Rufer waren.
Der Unterrichtsstoff wurde dann stufenweise damals schon auf das Nötigste reduziert. Damit der letzte Analphabet noch was mit bekam. Jetzt wird man plötzlich wach ! Viel zu spät, das Buch Frau König. Wir wohnen jetzt in der Wetterau - wo man in den Schulen noch deutsch spricht und Migranten noch die Minderheit sind. Noch !

Hallo Frau Schüll,
Sie schreiben:"Jetzt wird man plötzlich wach!"-aber doch nur, weil die Misere nicht mehr schön zu reden ist! Das Problem besteht seit über 30 Jahren.
Wir schickten unsere 2 Kinder auf eine GS im Nachbarort.Und schon dort, wenn auch nur wenige Migraten dort eingeschult waren: Elternabend: Eine iranische Familie, zwei ital. F. & zwei grie. F. waren angagiert-Rest Nada.
Später auf der Gesamt-S. hat sich die Kl. meiner Kinder oft "gelangweilt", da sich die Lehrerin um Schüler (Migra.)gekümmert hatte, die mit dem Stoff heillos überfordert waren, auch wegen der Sprachkenntnisse.
Eine kl. Anekdote der Abschlußklasse: Die Lehrerin zur Schülerin, was ihr denn besonders gefalle habe am Unterricht. Sie antwortete darauf: Das Fach Geschichte und da der Stoff über das Osmanische Reich!
Auch Intressant: Die Grüne predigen immerzu buntes,vielfälltiges Miteiander u.ä. und schicken ihre Kinder auf Privatschulen,wo es solche alltäglichenProbleme kaum gibt-Wasser predigen-Wein saufen

Tomas Poth | Mi, 27. Februar 2019 - 17:10

- ich gehöre nicht dazu, ich wohn nur hier -
fand ich subsumierend zum Inhalt zutreffender.
Welcher Zensusgedanke führte zum neuen Titel - Notruf einer Lehrerin - ?

Monika Templin | Mi, 27. Februar 2019 - 18:34

Dieser Artikel über den Anteil von deutschen Kindern an unseren Schulen hat mich nachdenklich gemacht und auch gezeigt, was andere Nationen von unserem Vaterland halten. Leider wird uns Deutschen von einigen Politikern, Journalisten u.ä. vorgeworfen, nationalistisch zu sein! Immer mit dem Hinweis auf die Nazizeit (übrigens hatte Frankreich Napoleon, die Mongolei Tschingis Khan usw.) Nach über 70 Jahren sollten wir Deutsche endlich wieder wie viele andere Nationen stolz auf unser Land, unsere Kultur usw sein. Ich werfe niemandem vor, dass er stolz auf sein Herkunftsland ist, solange er sich in unserem Land an Ordnung, Recht und Gesetz hält, unsere Werte und unsere Kultur und uns Menschen achtet!

Müsste es wirklich Ende sein mit dieser Selbstkasteiung! Wir Polen haben es euch verziehen und die anderen Nationen bestimmt auch. Obwohl in meiner Heimat die Schandmale der deutschen Geschichte präsent sind, wurden wir nie im Hass auf die Deutschen erzogen. Schiller und Göthe und eure Kompositoren waren Bestandteile meiner Bildung. Natürlich hatten wir im Unterricht die Nazi-Zeit! Wir wurden aber nicht davon geprägt! Was mich aber erstaunt, ist das Deutschland von heute. "Deutschland- du mieses Stück Scheisse", "Deutsche - eine Köterasse"von Politikern und Richtern zu hören , erschüttert mich. Eine Nation ohne Hirn , Verstand und Selbstachtung !! Und in sowas soll man sich integrieren wollen? Nie und nimmer! Wie gesagt, ich komme nicht aus einer patriarchalen Gesellschaft, und gehe stramm auf die 60. zu. Ach so, wir Polen stehen jetzt auf der unappetitlichen Undemokratenliste im gegensatz zu Ihran und Palestina. So ein Pech aber auch!

Asia T. einige Ihrer Meinungen Teile ich. Aber warum wollen bzw kommen so viele in unser Land, obwohl sie es verachten? Das ist mir unverständlich! Wenn man vor Verfolgung und Krieg flieht sollte man froh sein Verpflegung und Geld zu bekommen. Ein bisschen Dankbarkeit zu zeigen wäre angebracht. Jeder sollte doch in seiner Heimat bleiben und dort Gutes tun. Das ist meine Meinung.

Peter Schultheiß | Do, 28. Februar 2019 - 09:34

Diesen Notruf der Schulleiterin habe ich schon vor 40 Jahren von Lehrern aus Köln-Eigelstein gehört. Es hat sich nichts geändert!

Heidemarie Heim | Do, 28. Februar 2019 - 12:09

Abgesehen davon, das man sich auch hier viel zu spät aus der Deckung wagt. Für die bis heute verunglimpften Beobachter,Kritiker und Fragesteller ist das so logisch wie vorhersehbar gewesen. Und die Kinder der politisch ignoranten Elterngeneration mit ihren Präferenzen für unbegrenzte Weltoffenheit und Multikulturalismus zahlen seit Jahren die Zeche dafür, das das Lernniveau nach unten angepasst werden muss. Und nochmals meine Fragestellung dahingehend und in Bezug auf Frau Königs Erlebnisse mit Kindern einer bestimmten Gruppe von Migranten und ihren Nachfahren: Bekäme sie die gleichen Antworten von italienischen, spanischen, japanischen, vietnamesischen, chinesischen Kindern und deren Eltern, die bekanntermaßen den Ehrgeiz ihrer Kinder mehr fördern. Und die überdies, obwohl sie auch ihre communitys bilden und Traditionen wahren, viel zu höflich wären um ihrem deutschen Gegenüber, zumal einer Lehrerin eine solch verächtlich abgrenzende Aussage zu machen. Wer es sich bieten lässt..

Frau Heim, dem kann ich nur zustimmen. Die vielen Mitbürger aus Vietnam, Spanien, Italien sie leben unter uns ohne große Probleme zu machen, haben sich weitgehend integriert und fallen selten negativ auf. Warum ist das nicht so bei den muslimisch geprägten Mitbewohnern? Das sollten sich die "Bahnhofsklatscher" fragen.