SPD - Mit Martin Schulz in den Abgrund

Wie werden wir den glücklosen Martin Schulz los? Diese Frage diskutiert die Führung der SPD zu Beginn der Koalitionsverhandlungen – allerdings nur hinter vorgehaltener Hand. Dabei wäre der Abschied von Schulz die am wenigsten schlechte Lösung für die Partei. Eine Nachfolgerin steht bereit

Martin Schulz auf dem Sonderparteitag der SPD
Viele Genossen hoffen, dass sich Martin Schulz aus der deutschen Politik verabschiedet / picture alliance

Autoreninfo

Hartmut Palmer ist politischer Autor und Journalist. Er lebt und arbeitet in Bonn und in Berlin.

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Nicht jeder Sieg ist ein Gewinn, nicht jede Niederlage ein Verlust. Dies bekommt die SPD gerade jetzt wieder zu spüren. Die Delegierten des Sonderparteitags in Bonn haben ihren Vorsitzenden Martin Schulz zwar vor einer Niederlage bewahrt – aber gewonnen hat die Partei dadurch nicht. Im Gegenteil. Glaubt man den neuesten Umfragen, würden derzeit sogar weniger als 20 Prozent der Deutschen ihr Kreuz bei den Sozialdemokraten machen. Mit Schulz an der Spitze droht der Partei der Absturz in die Bedeutungslosigkeit.

SPD hat die Wahl zwischen mehreren Übeln

Was tun? Die taumelnde und in Wahrheit führungslose Partei hat nur noch die Wahl zwischen mehreren Übeln, die alle gleichermaßen schrecklich sind. Sie ist nicht mehr frei. Sie kann nach diesen Sondierungsgesprächen nicht mehr „Nein“ zur Großen Koalition sagen, ohne sich selbst irreparabel zu beschädigen. Sollte die Basis am Ende der Koalitionsverhandlungen (bei denen nicht viel Neues herauskommen wird) trotzdem mit Mehrheit gegen die Große Koalition stimmen, wäre sie zwar den Vorsitzenden und mit ihm die halbe SPD-Führung los. Bei den dann anstehenden Neuwahlen aber würde sie endgültig untergehen. Das wäre politischer Selbstmord aus Angst vor dem Tode.

Es gäbe zweitens die Möglichkeit, dass Schulz selbst zu der Einsicht kommt, dass es besser für ihn und die Partei wäre, wenn er freiwillig ginge. Damit ist allerdings kaum zu rechnen. Im Gegenteil: Wenn die Partei mit Mehrheit für die GroKo stimmt, wird er sich wieder als „Sieger“ fühlen und vermutlich sogar als Minister ins Kabinett einziehen wollen. Erneuerung? Fehlanzeige! Wahrscheinlich gäbe es dann bald einen strukturellen Dauerkonflikt zwischen dem Willy-Brandt-Haus und der Fraktionsführung mit dem Ergebnis, dass die Partei in dreieinhalb Jahren beim nächsten Bundestagswahlkampf völlig zerstritten ist und im einstelligen Bereich landet.

Andrea Nahles, übernehmen Sie!

Bleibt eine dritte Möglichkeit: In Brüssel könnte man das Amt eines Kommissars für die europäische Einigung schaffen. Idealbesetzung: Martin Schulz. Er würde wieder dorthin zurückkehren können, wo er viele Jahre erfolgreich gearbeitet hat. Und seinen Posten im Amt des Parteivorsitzenden könnte, nein, müsste Andrea Nahles übernehmen, die ihm beim Parteitag in Bonn vor der Niederlage bewahrt hat. Partei und Fraktion in einer Hand – aber nicht in der Kabinettsdisziplin. Das gäbe der SPD die Möglichkeit, im Bündnis mit CDU und CSU ihr Profil zu wahren und zu schärfen. Sigmar Gabriel hat im Jahr 2013 den großen Fehler gemacht, als Chef der SPD ins Kabinett zu gehen. Dabei hätte als Vorsitzender der Partei auch die Fraktion übernehmen müssen.

Hätte, hätte, Fahrradkette. Ich habe an dieser Stelle vor zwei Monaten entschieden gegen die Große Koalition und für die Duldung einer Minderheitsregierung plädiert. Dieser Zug ist abgefahren. Nach Lage der Dinge bleibt den Mitgliedern der SPD nun leider keine andere Wahl, als für die GroKo zu stimmen. Wenn sie dann auch noch die Kraft finden, ihren Vorsitzenden abzulösen oder wegzuloben, dann, aber nur dann, hätte die einst so stolze Traditionspartei 2021 noch eine Überlebenschance. 

Stefan Jess | Fr, 26. Januar 2018 - 16:01

"Das gäbe der SPD die Möglichkeit, im Bündnis mit CDU und CSU ihr Profil zu wahren und zu schärfen."

Sätze wie dieser, solche Worthülsen, lassen mich immer wieder an der Kenntnis diverser Journalisten zweifeln.

Die SPD kann in einem Bündnis mit CDU/CSU nur verlieren! Da gibt es nichts zu gewinnen.

Und das sage ich, als CDU-Mitglied.

Elisabeth Ellermann | Sa, 27. Januar 2018 - 13:53

In reply to by Stefan Jess

Da haben Sie vollkomen recht! Das scheint nur die gesamte SPD, ob Basis oder Spitze, weiterhin nicht zu begreifen.

Günter Johannsen | Sa, 3. Februar 2018 - 11:22

In reply to by Stefan Jess

Die linke Konsenspolitik der selbsternannten Moral-Elite braucht einen Stachel im Fleisch. Demokratie braucht Opposition. Deshalb wähle ich AfD!

Günter Johannsen | Sa, 3. Februar 2018 - 19:00

In reply to by Stefan Jess

Die SPD ist kein Koalitionspartner, sondern eine Partei ohne Werte und in Auflösung.
Programmatisch ist sie an der Grenze zum Hochverrat. Wer dem Islam durch Einwanderung und Familiennachzug weiterhin Raum gibt, verabschiedet sich faktische vom Grundgesetz. Denn dessen Freiheits-, Frauen- und Minderheitenrechte sind dann nicht mehr zu gewährleisten - auch nicht Artikel 1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“
Dass die CDU/CSU mit dieser heruntergekommenen SPD koalieren will, zeigt nur deren Schwäche.

Übrigens Genossen: Familienzusammenführung ist ja gut und richtig, aber IN SYRIEN! Das Land ist weitgehend befriedet und vom IS befreit. Jetzt müssen die "mutigen Männer", die ihre Frauen und Kinder alleine dem Krieg und dem IS überließen, zurückkehren, um ihr Land wieder aufzubauen!

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 26. Januar 2018 - 16:04

"über die politischen Flure schleicht" ist mir Martin Schulz lieber.
Gabriel hat auch lange gebraucht, Merkel gegenüber den m.E. angebrachten harten politischen Tonfall zu finden.
Einmal wird Frau Nahles gepriesen, tags drauf schlimmst bewertet.
Das führt uns doch nicht weiter.
Europapolitisch ist Martin Schulz nun mal auch versierter als Nahles.
Das ist jetzt sehr wichtig.
Wenn Merkel geht, wird evtl. einzig die CDU wie Phoenix aus der Asche erstehen.
Die Parteien sollten nicht dafür sorgen, dass dieser Flug des Phoenix noch bombastischer ausfällt.

Heinrich Niklaus | Sa, 27. Januar 2018 - 14:26

In reply to by Dorothee Sehrt-Irrek

Jemand, der, wie "Ruft-doch-mal-Martin" Schulz, die "Vereinigten Staaten von Europa" bis 2025 etablieren will, als versiert zu bezeichnen, ist nicht nachvollziehbar.

martin falter | Fr, 26. Januar 2018 - 16:10

hat keine Überlebenschance mehr.
Schulz wird Minister werden und dann ist es aus.
Seit ich wählen darf war die SPD meine Heimat - oft mit Bauchweh. Bei der letzten BW war sie das nicht mehr. Nach der Nummer - es sind eigentlich viele Nummern - wird sie das nie mehr sein.......

Bernd Wollmann | Fr, 26. Januar 2018 - 16:34

Schnell zeigte sich dass Schulz ein Totalausfall war. In Brüssel fällt das nicht auf, aber der ein oder andere die ihn wählten (100%) hätte es besser wissen müssen. Nur welche Alternativen bieten sich, Nahles, Stegner, Schäfer-Gümbel usw. bilden ein Kabinett des Grauens. Olaf Scholz als einziger mit etwas Menschenverstand, ist leider Mutti auf den Leim gegangen, die ihm den Wirtschaftsgipfel ´schenktˋ. Sie wusste das es ein großes Chaos geben würde u. Scholz dadurch geschwächt ist. Nein das Spiel ist aus für die Genossen.

Ursula Schneider | Fr, 26. Januar 2018 - 17:09

Das wäre nun wirklich das Letzte auf dem lukrativen Verschiebebahnhof für abgehalfterte Politiker.

Wer will denn einen europäischen Superstaat mit Vergemeinschaftung sämtlicher Schulden? Mit Wirtschaftsunion, Bankenunion, Sozialunion ... verwaltet von einem Bürokratiemonster, das es locker in jeden Albtraum und in jedes Gruselkabinett schafft.
Dann geht nicht nur die SPD, dann geht alles den Bach runter ...

Ich fürchte, genauso wird es auch kommen. SPD, CDU (mit CSU, die sollte man nicht vergessen, trotz der Schelte des Herrn Soros), Grünen und Linken ist es vollkommen egal, was die deutschen Wähler wollen oder nicht. Außer diesen Parteien und vor allem ihren Funktionären (beileibe nicht nur Merkel und Schulz) kenne ich kaum jemand hierzulande, der diesen EU-Superstaat will. Kaum jemand will, dass wir Deutschen noch mehr Geld in dieses Monstrum hineinpumpen. Genauso wenig wie irgend jemand will, dass Deutschland weitere Mio muslimischer Flüchtlinge aufnimmt, nachdem jeder tagtäglich sehen kann, wohin das führt. Aber interessiert das diese Parteien? Nein, im Gegenteil. Je mehr Menschen die für uns Deutsche verheerende Politik dieser Parteien ablehnen, umso heftiger sind die Zumutungen, die diese Parteien für uns vorsehen. Wie nennt man so etwas eigentlich? Mit Demokratie hat das ja nun nicht mehr so viel zu tun

Ja Ursula
Sie haben Das sehr Gut beschrieben!
Bloß, Wie wollen Sie das Einen Volk, das in Vollnarkose liegt erklährlich machen?
Die,Die noch halbwegs wach sind torkeln in stupider Blödheit immer schneller
auf den Abgrund zu und die Wenigen Die dieses Jämmerliche Theater durchschauen,
sind in Schockstarre, unfähig und gelähmt warten Sie auf ein Wunder!

Carina Matis | Fr, 26. Januar 2018 - 17:20

Für mich ist Andrea Nahles wirklich nur eine schrecklich laute Polter-Politikerin, die ausser Gebrüll und Haudraufrhetorik wenig zu bieten hat. Frau Schwesig halte ich persönlich für cleverer, da sie zurückhaltender vorgeht und doch ein besseres Gespür für die jeweiligen Situationen besitzt.

Frank Timpel | Sa, 27. Januar 2018 - 00:55

In reply to by Carina Matis

Was machen Sie da für Vorschläge? Natürlich ist die auf die Fresse - Bätschie - Pippi Langstrumpf- Nahles absolut untragbar! Aber eine Frau wie die Schwesig, die ausschließlich Wasser predigt und Wein säuft (Kinder mit dem Dienst Benz in die Privatschule fahren lässt und sich über das verkommene Bildungssystem und marode Schulen aufregt für das sie federführend verantwortlich ist) ist noch weniger als irgend jemand in dieser Partei geeignet, die Fäden in der Hand zu halten!

Thomas Schmid | Sa, 27. Januar 2018 - 10:03

In reply to by Carina Matis

die nicht müde wird, die schlimmen Folgen der Flüchtlingskrise allzeit zu loben und die Meinungsfreiheit mit dem vorgeblichen"Kampf gegen Rechts" zu bekämpfen?
Jene Landesmutter, die die Bildungspolitik der SPD in den Himmel hebt und ihren eigenen Nachwuchs auf eine Privatschule schickt? Sehr glaubwürdig.

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 27. Januar 2018 - 15:32

In reply to by Carina Matis

nicht ganz fern ist.
`Da gehen dann die Pferde mit mir durch´.
Es ist stiller, Kommentare zu schreiben:)
Aber im Ernst, niemand wird sich Frau Schwesig in den Weg stellen, wenn sie auch inhaltlich, sprich von ihren Positionen her überzeugen kann.

Karl Uwe Weber | Sa, 27. Januar 2018 - 18:42

In reply to by Carina Matis

halte ich beide für ungeeignet die SPD zu führen und zu erneuern. Schwesig mag stiller sein als Nahles. Nahles wird sie aber beiseite drängen, sofern es zur Vorsitzneuwahl kommt . Damit würde die SPD in das Bätschi,ab Morgen auf die Fresse,Pippi Langstrumpf Zeitalter abdriften. Nahles selber gehört erneuert, abgelöst.
All die letzten Wortbrüche, das EU Getöse, der Familiennachzug auch für die Vielweiber (bis zu 6 nach Koran)und Kinder von Moslimen ist mein Entschluss doch wohl klar.
Über 40 Jahre Wähler der SPD, das ist Geschichte.

Günter Johannsen | Sa, 3. Februar 2018 - 15:46

In reply to by Karl Uwe Weber

Diese islamübervorteilende SPD-Parteispitze (sind die Sozis vom Islam unterlaufen?) hat mir restlos "das Kraut ausgeschüttet": Ein Syrer darf seine Zweitfrau und die vier dazugehörigen Kinder nachholen, in Burgstätten baut man schon 450 000 € teure Reihenhäuser für Flüchtlinge ("Reihenhäuser kennt man, doch die Reihenhäuser in Eckental sind etwas Besonderes: Bauherr Markus Gildner hat sie für Flüchtlinge gebaut."). Gegen Kinderehen wird weiterhin nichts unternommen usw. usw. Früher war die SPD mal für Gleichberechtigung der Frauen. Und heute??
Ich bin vor drei Jahren schon aus dieser "Partei" ausgetreten, weil ich meinen Namen für diesen Wahnsinn nicht mehr hergeben kann .... auch keinen Cent mehr!Ich wähle AfD, weil die noch gegenwärtig die Einzigen sind, welche die eigene Bevölkerung wertschätzen und deren Willen umsetzen wollen!

claudie cotet | So, 28. Januar 2018 - 20:03

In reply to by Carina Matis

wieso nicht?
das der spd angedichtete volks-partei-image vertritt sie doch
prachtvoll
kinder-liedchen im parlament
und kneipen-gekreische bei der partei-versammlung.
wie eine schlechte karikatur eines heimatfilmchens.
wers denn will.....

Achim Scharelmann | Fr, 26. Januar 2018 - 17:39

Das sind so Papenheimer, die Sozis. Zuerst demissioniert der Parteivorsitzende, weil er die Partei an die Wand gefahren hat und dann läßt sich der andere in das höchste Amt wählen um ebenfalls aus der Schußlinie zu kommen und zu guter letzt setzen sie auf einen EU-Bürokraten als Notlösung um die festgefahrene Karre wieder aus dem Dreck zu ziehen und vergessen dabei ganz, daß der letztgenannte für die Landespolitik ebenso schlechte Wahl war, wie viele seiner Vorgänger und die Sozis werden mit dieser kopflosen Masche, weder bei den Mitgliedern, noch bei den Wählern punkten können und auch das Mittel, eine Frau zum Einsatz zu bringen, scheint auch nicht erfolgversprechend, denn die Wähler können nicht erkennen, daß Frauen die besseren Politiker sind, im Gegenteil, gerade durch eine Frau sind wir in diese katastrophale Situation geraten, die nur noch durch einen erfahrenen und weitsichtigen Politiker zu retten ist. Wir befinden uns in großer Gefahr und können uns kein Risiko mehr leisten.

an der Spitze einer Partei ist nicht die Frage, auf die es ankommt. Bei beiden Geschlechtern gibt es fähige und unfähige Menschen. Von Nahles habe ich bisher wenige Eigenschaften gesehen, die sie zur Führung einer wichtigen Partei befähigen könnte. Dazu kommt, dass sie lange genug in der Parteiführung mitmischt, um sich von der Verantwortung für das derzeitige Debakel freisprechen zu können.

sind weder bessere noch schlechtere Politiker/innen als Männer. Erfahrung und Weitsicht ist auch bei vielen Frauen vorhanden. Den beiden von Ihnen genannten kann man Erfahrung nicht absprechen. Hinsichtlich der Weitsicht bin ich mir nicht sicher, ob die von A.M. verursachten Probleme auf deren freien Willen, Dummheit, Fahrlässigkeit oder auf äußern Zwang zurückzuführen sind. Bei Nahles bin ich mir sicher, dass Weitsicht nicht ihre Stärke sein kann; ihre oftmals vorschnellen Äußerungen deute ich als Zeichen von großer Spontaneität und Naivität.

Klaus Funke | Fr, 26. Januar 2018 - 17:57

Wilhelm Busch schrieb einmal: Wenn einer, der mit Mühe kaum geklettert ist auf einen Baum, schon meint, dass er ein Vogel wär - so irrt sich der!
Im Grunde ist Schulz ein Opfer seiner Partei wie einst Rudolf Scharping. Gabriel wollte nicht und trat einen Schritt beiseite, prompt ist Schulz gegen die Mauer gelaufen. So werden Kader vernichtet. Gut, man hätte wissen können, dass Schulz nur dein Worthülsenproduzent ist. Und die damaligen 100% waren Selbstberauschung. Er will jetzt einen Posten, dafür, dass er Merkel zur Kanzlerschaft verholfen hat. Und er wird einen kriegen. Und er wird dafür sorgen, dass ein Ministerposten im Kabinett Merkel inflationären Charakter hat. Seine Partei geht vor die Hunde. Dazu braucht man kein Prophet zu sein. Doch dann ist Schulz Pensionär oder wieder in Brüssel. Was soll´s. In 2020 werden wir Neuwahlen haben, dann bilden die konservativen Reste der CDU/CSU mit der AfD und der FDP eine Regierung. Ob das gut ist? Wenigstens werden dann Merkel & Co. weg sein

Peter Weih | Fr, 26. Januar 2018 - 19:36

Falsch, die SPD würde nach einem Votum ihrer Mitglieder gegen eine Groko (die Bezeichnung ist ja eh nur noch ein Witz) bei einer Neuwahl gerade NICHT untergehen! Im Gegenteil ohne die alte, verbrauchte Riege der Schulzes, Nahles und Gabriel wäre sie wieder glaubwürdig.

Guido Schilling | Fr, 26. Januar 2018 - 19:36

"Was schert mich mein Geschwätz von gestern."
Auch Schulz beherzigt die eiserne Regel aller Politiker.
Wann gehen die betrogenen Wähler endlich auf die Straße und fegen diese Art Politiker weg?

Anton Butz | Fr, 26. Januar 2018 - 19:38

.
Die dargestellte Meinung verkennt die wirklichen Zusammenhänge. Die 100%-Schulz-Euphorie begann exakt in dem Moment zu bröckeln als er Andrea Nahles auf seine Bühne holte und mit dem ALG Q ein „Teures Placebo statt Wundermittel“ ( https://www.cicero.de/innenpolitik/alg-q-Teures-Placebo-statt-Wundermit… ) verschreiben wollte. Inzwischen hat Martin Schulz ein Jahr lang bewiesen, dass er seine „Zeit für mehr (soziale) Gerechtigkeit“ nur als Irrlicht aufstellte und ihn die eigentlichen Probleme gar nicht interessieren – zum Beispiel die Opfer der GROKO-Krankengeld-Falle ab 23.07.2015. Dies veranlasste zur aktuellen Anfrage bei SPD-Bundesvorstand: http://up.picr.de/31637669gk.pdf Weitere Ignoranz wird mehrere Schicksale der SPD-Führungsebene besiegeln – durch das Votum der SPD-Basis, zum Wohle des Deutschen Volkes.

Dimitri Gales | Fr, 26. Januar 2018 - 19:51

ein politischer Hampelmann; gestern noch gegen eine "Groko", wollte auf keinen Fall Minister in einer Merkel-Runde sein. Jetzt ist alles ganz anders, Umfall-Schulz ist voll dabei. Ich kann nur sagen: das Ganze sieht schlecht aus, wie ein miserables Bühnenstück.

Erich Schmidt | Fr, 26. Januar 2018 - 19:54

Warum muss man für den gescheiterten Martin Schulz ein Amt in Brüssel schaffen? Kann er nicht einfach nur zum Jobcenter gehen? Hat er sich in Brüssel nicht schon genug steuerfreie Zulagen in die Taschen gesteckt?

Gerd Runge | Fr, 26. Januar 2018 - 20:18

zur GroKo ist leider verpasst. Ich denke, in diesem Moment wäre die Wählergunst nicht so eingebrochen, wenn überhaupt.
Aber nach diesem "Herumgeeiere" sind die neuen Umfragen erklärbar. Und jetzt noch Schulz im Kabinett?
Selbst der Vorschlag, ihn nach Brüssel zu "entsorgen", ist doch nur noch lächerlich und würde die SPD weiter beschädigen.
Und Frau Nahles? Ihre Sicht, Herr Palmer, kann doch nicht ernst gemeint sein.
Jetzt bleibt nur noch die Alternative, mit neuen Gesichtern und 17 % in ggf. auch Neuwahlen zu gehen, oder nach einem (frühzeitigen?) Ende der GroKo mit 14 % in eine erneute Wahl zu starten.

Ein Neustart geht auch oft durch ein Tal der Tränen. Um es mit Max Raabe zu sagen: "der perfekte Moment" ist verpasst.

Reinhard Czempik | Fr, 26. Januar 2018 - 22:32

Wie soll eine solche Krawallpolitikerin die völlig konfuse SPD aus der Misere führen? Die SPD hat fertig!

ganz Deutschland hat fertig. Dass so etwas, wie dieses Affentheater, überhaupt in D. stattfinde kann, hätte ich vor fünf Jahren nicht für möglich gehalten.

Patricia Meyer | Fr, 26. Januar 2018 - 23:19

Hr Schulz ist mir zutiefst unsympathisch und eine absolute Fehlbesetzung. Aber ihn durch Fr. " In die Fresse" Nahles zu ersetzen treibt mir Schweißperlen der Angst auf die Stirn.

Wolfgang Schuckmann | Sa, 27. Januar 2018 - 00:16

Die jetzt so schwer ringenden Parteien um die Regierung zu installieren haben eines vergessen:
Sie haben eine ehrliche Analyse der Wahlniederlage vom 24.9.v.J.sträflich versäumt. Wer nicht einsieht, dass die völkerwanderungsartige Entwicklung ab 2015 und ihre absolut unbefriedigende staatliche Handhabung, ein äusserst starkes Argument bei den vergangenen Wahlen war und es bis heute ist, wird halt abgestraft, und dies wird sich bei etwa vorgezogenen Neuwahlen noch stärker manifestieren. Keien vernünftiger Bürger dieses Landes glaubt diesen Volksverführern die Mär von der Integration dieser Heerscharen. Ausnahmen bestätigen die Regel, sagt man. Dies ist auch schon mit anderen Eingewanderten nicht gelungen. Getthobildung allentalben, no go areas, usw. Die Kriminalitätsentwicklung sei nur noch am Rande gestreift. Sollten sich die Importparteien nicht bald eines anderen Besinnen, sehe ich für die sogenannten "Volksparteien" für die nächste Wahl schwarz. Sich ehrlich machen, das hilft!

Thomas Schmid | Sa, 27. Januar 2018 - 09:53

"Wenn die Partei mit Mehrheit für die GroKo stimmt, wird er sich wieder als „Sieger“ fühlen und vermutlich sogar als Minister ins Kabinett einziehen wollen. Erneuerung? Fehlanzeige!"

Richtig! Und wenn die Partei dagegen stimmt, ist Frau Nahles, als schrillste Befürworterin der kleinen GroKo, AUCH weg vom Fenster.
Daher gibt es nur eine logische Schlussfolgerung:
Die SPD hat fertig, so oder so.

Jacqueline Gafner | Sa, 27. Januar 2018 - 11:55

irgendwen aus dem Kreis des gegenwärtigen Spitzenpersonals der "GroKo-Connection" als Führungskraft im eigenen Unternehmen anzustellen? Eben. Mehr zu dieser Top-Auswahl von SPD wie Union zu sagen, die Deutschland weitere vier Jahre zu regieren gedenkt, lohnt nicht. Darüber nachzudenken, was das über die Personalpolitik der beiden Ex-Volksparteien aussagt, dagegen schon.

Soweit es ein Familienunternehmen ist, Frau Gafner, sicher nicht - Konzerne allerdings brauchen solche Typen offenbar: verlogen, verschlagen, heuchlerisch. Mit scheint, nicht nur die SPD, sondern . insgesamt "hat fertig". Mein Sohn und meine Enkel tun mir leid. In anderen Ländern gehen Teile der Bevölkerung auf die Straße - und bei uns?
Dafür leisten wir uns Gender-Professorinnen...

Lena Alttwege | Sa, 27. Januar 2018 - 12:36

Jeder aufmerksame Mensch, der jemals die genannten Personen erlebt hat, kann spüren, dass aus deren Münder nur Sprechblasen kommen. Da ist nichts authentisches und nichts, was sich lohnt, sich darauf verlassen zu wollen. Es geht den Genannten nur um sich selbst. Zu dem ist die intellektuelle Tiefe bedrückend. Gäbe es diese das eigene Mileu verratende Art der SPD-Führung nicht, gäbe es sicherlich auch keine AfD im Bundestag.

wolfgang spremberg | Sa, 27. Januar 2018 - 14:40

als ein glückloser Schulz, wäre ein glücklicher Chulz
oder anderer sPd Chef, wenn die sPd die bisherige Agenda weiter verfolgt.

Reinhold Wurian | Sa, 27. Januar 2018 - 16:08

Eine Partei, die einen M. Schulz mit 100 % waehlt, ist krank und darf niemals, auch nicht nur in die Naeh einer Regierungsverantwortung kommen. (Mein Gott, 100%. Was waren dagegen schon Ceaucescu, Kim il Sung, ). PS: und eine Partei, welche ihre grosse Vorsitzende nach einer 08/15 Rede 11 min lang tosend beklatscht natuerlich auch nicht).

Dr. Lothar Sukstorf | Mo, 29. Januar 2018 - 11:37

Die SPD kann noch so viele 'soziale Gerechtigkeitspolitik' anbieten, sie ist eine Asylbejahungs- und Pro-Flüchtlingspartei und deshalb für mich - wie die CDU/CSU; Linke, Grüne - niemals mehr wählbar.

Hubert Knapp | Mi, 31. Januar 2018 - 10:50

Wie kann man diesen gordischen Knoten jetzt noch druchhauen? Rischtiisch, Schulz wird Bundeskanzler.
So bekommt jeder was er will:
Die Union kann regieren und bekommt endlich einen eleganten Abgang für ihre problematische Führungsfigur hin. Ersatz hat sie ohnehin nicht.
Die SPD kann nun wieder Profil zeigen und ihre gespaltene Basis einen.
Klassische Win/Win-Lösung.

Günter Fischer | Mi, 31. Januar 2018 - 14:44

Im Zusammenhang mit den Kommentaren zum Niedergang der SPD und der Möglichkeit eines Gastkommentars der CDU und verschiedene Beiträge erwecken Sie den Eindruck, pro schwarz und contra rot zu sein.
Viele anderen Kommentare deuten auf das Gegenteil hin.
Als Summe meine ich festzustellen, dass ein Hauptinteresse sein kann, hauptsächlich alle halbwegs aktiven Institutionen schlecht zu machen.
Den Eindruck, unparteiischen Journalismus zu betreiben, kann ich dabei und daraus nicht ableiten, ohne zu bemerken, dass scheinbar negative Ziele für Cicero interessant sein könnten.

Was also oder wer ist Cicero ?

Dies zu erkennen, ist für mich von grosser Bedeutung.
Vielleicht kommentieren sie bitte mal diesen Kommentar, auch, wenn das für die Online-Redaktion ein wohl zusätzlicher Aufwand sein wird.
Vielen Dank im Voraus

Dr. Lothar Sukstorf | Mi, 31. Januar 2018 - 18:22

In reply to by Online-Redaktion

...Lieber Cicero, Sie haben 'Grün' vergessen? Ne, ne...ich behaupte Ihre Affinität zu den Eskapisten ist sehr gering

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