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Annegret Kramp-Karrenbauer gibt Kanzlerkandidatur und den CDU-Parteivorsitz auf / dpa

Rücktritt von Kramp-Karrenbauer - Sie hatte keine Chance

Annegret Kramp-Karrenbauer hatte einst Mut bewiesen, als sie den CDU-Parteivorsitz übernahm. Doch eine wirkliche Chance hat sie nie gehabt: Ihre Partei hatte sich schon längst in zwei Lager gespalten und echte Unterstützung durch Merkel hatte sie nie.

Autoreninfo

Christoph Schwennicke war bis 2020 Chefredakteur des Magazins Cicero.

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„Rückgängig machen“ ist das geflügelte politische Wort dieser Tage. Ob Annegret Kramp-Karrenbauer auch gerne etwas „rückgängig“ machen würde? Den Moment, an dem sie sich vom Saarland aus nach Berlin aufmachte, ohne Netz, ohne doppelten Boden, nur abgesichert durch das Wohlwollen der damaligen CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel. 

AKK gab das schönste Amt auf, das es in der deutschen Politik gibt. Ministerpräsident eines Bundeslandes zu sein, ist herrlich. Wenn man einigermaßen seine politischen Sinne beieinander hat, dann kann da nichts schiefgehen, und Mitsprache im Bund hat man über den Bundesrat auch. Man ist ein kleiner König oder eine kleine Königin.

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dieter schimanek | Mo., 10. Februar 2020 - 12:11

Als Mutti merkte, dass ihr so langsam die Felle wegschwimmen, brauchte sie einen Blitzableiter. AKK war dumm genug sich darauf einzulassen. Bin gespannt, wer sich als nächstes für Merkel verheizen lässt. Die kurzen Wege von Parteivorsitzenden kennen wir schon von der SPD. Die CDU hat da noch Nachholbedarf, ein Rückstand den es aufzuholen gilt.

Dem Kommentar kann ich zu 100% beipflichten! Noch nie hatten wir eine so schlechte Regierung wie unter AngelaMerkel, ist die Ostgesandte und heimliche Rache Erich Horneckers für die BRD:

Klaus Funke | Mo., 10. Februar 2020 - 12:11

Danke Christoph Schwennicke. Schnell, kurz und bündig wie immer. Ob nun für die CDU andere Zeiten anbrechen, ist ungewiss, solange wir nicht wissen, wer nach AKK kommt. Ist es Merz, wie viele raunen - immerhin hat er seinen Black-Rock-Posten abgegeben - oder übernimmt die Alte wieder selber das Ruder. In diesem Falle wären wir sicher, dass sie als Kanzlerin weitermacht. Es wäre eine Katastrophe für das Land, aber Deutschland wird es überleben, allerdings mit starken Rändern und durch die ungelösten Probleme geschwächt. Mit Merz würde die AfD ein Riesenproblem haben, zumal der vielleicht Maaßen u.a, an Bord holen würde. Wenn irgendeine andere Figur wie Söder gekrönt würde, kämen große Ungewissheiten auf uns zu. Söder ist ein Beliebigkeitskandidat, im Grunde von Merkels Gnaden. Thüringen gerät indes zum Randthema. Wiewohl die CDU dort im Dilemma steckt, denn sie kann die LINKE ums Verrecken nicht offiziell unterstützen - die westdeutschen Landeverbände laufen Sturm. Also Neuwahlen.

Ich glaube AKK ist gar nicht zurück getreten, zumindest nicht vom Posten des Parteichef, sondern nur vom Nicht Posten des Kanzlerkandidat. Was im übrigen sowieso schon längst klar war. Wird wohl Merkel nichts anderes übrig bleiben als weiter zu machen. Immerhin hat sich gezeigt, dass die CDU immer noch Merkels Befehlen nachkommt. Wer sonst in der CDU hätte das gekonnt? Laschet und Merz sicher nicht.

Ja, warum erst im Sommer? Gutes timing für Merkel. Sie erhält zusätzliche Zeit zu kaschieren, integrieren. Wie im Schach den souveränen Bauer, die souveräne Bäuerin dahin und dorthin. Aber mich, als Dame, stehe hinter dem Springer. Hinter diesem
als Versteck habe ich Glück und hole mir den König. Ab in den Turm, den überflüs-sigen Wurm.

Die CDU macht ja derzeit viel für die Blauen, aber den Franken nach vorne zu schicken, wäre dann doch des Guten zu viel.

Aber wer weiß, so zerschossen, wie der Laden daher kommt, machen die das wirklich.
Nur halt, dass man wohl unweit nördlich des Mains heute schon mit dem Wahlkampf anfangen müsste, da ihn dort kaum einer kennt.
Aber der ist ja flexibel, notfalls tritt er im Seemannskostüm auf oder was auch immer halt grad ansteht.

Brigitte Simon | Mo., 10. Februar 2020 - 23:54

Antwort auf von Urban Will

Und wie Sie recht haben, Herr Will. Ich kann das sehr gut einschätzen. Als Urgestein
war ich Oberfränkin. Doch diese Nationalität streifte ich ab, bin nur noch seit 40
Jahren München-Bayerin.
Oberfranken ist politisch sehr flexibel. Fränkischer Slang baut dem sprachgewandten Söder goldene Brücken.
Beispiel: Seehofer war sehr verhaßt in Oberfranken. Er kümmert sich nicht um uns. Was auch stimmte. Kurz vor seiner Landtagswahl "verschlug" es ihn tatsächlich ins fränkische Ausland. Stolz kam bei den dort Lebenden auf. Meine Frage wohin mit Euerem Kreuz? Na, CSU was sonst! Er, Seehofer, war vor kurzem da!
Bayern zeigt sich feministisch. Eine SPDlerin, Frau Simone Strohmayr, lockt auch die GRÜNEN zur Wahlurne. Ihre Forderung: Gegenderte Wahlscheine. Vorsicht lieber Herr Söder, nicht den um sich greifenden Feminismus vergessen. Sonst sehen Alle
Rot/GRÜN!. Mon dieu, wenn nicht, dann gleich Gute Nacht.

Einerseits ist es Baldam, dass Sie Herr Schwennicke & Herr Funke trotz allen dem "Hoffnung" sehen.
Ich sehe D. untergehen wie bei der Tinanic.
Aber noch viel schlimmer,
da all jene, die nichts mehr zu verlieren haben & alles verloren haben, mit auf den Grund nehmen. Wie ich schon viele Male schrieb, dass Hauptproblem ist nicht Frau Merkel, sondern die "Klatscher & Steigbügelhalte", die Ereiferer, die bis zur letzten Patrone ihre Pflichterfüllung betreiben. Und dies nach dem Motto: "wenn ich untergehe, dann Ihr auch"! Bis zum totalen Ende.

Urban Will | Mo., 10. Februar 2020 - 12:21

Sie überschätzen die Rolle von Merz.

Er war nie wirklich da als „echte“ Alternative von AKK oder gar Merkel.

Früher einmal war ich ein echter Fan von ihm, aber seit seiner „Rückkehr“ kann ich nur noch den Kopf schütteln.

Ich wiederhole mich: er ist der scheinbar „mutige“ Frontsoldat, der vor allen aus der Deckung springt und sich beim ersten Schüsschen der Gegenseite schnell wieder dahinter verkriecht.

Hätte er den Parteivorsitz und somit die erste Wahl zum Kandidaten wirklich haben wollen, hätte er sie bekommen.
Er hätte seine Energie nicht gegen AKK zu verschwenden brauchen, sondern für Merkel's kompletten Rückzug sorgen müssen.
Das wäre mutig gewesen und verdammt anstrengend, aber ich bin mir sicher, dass es viele in dieser Partei gibt, die sehnlichst auf so etwas warten.
Aber dieser Mut fehlte ihm, er ist satt und träge geworden, findet sich gut darin, ab und zu einen Spruch raus zu hauen.

Jetzt aber – auch hier wiederhole ich mich – läuft es auf „sie“ hinaus.

Das sehe ich anders, Herr Will. Merz ist die letzte Chance für die CDU als eigenständig profilierte Volkspartei. Ich bin auch nicht unbedingt ein Fan von ihm, und es ist traurig genug, dass jemand von außen, zudem eigentlich aus einer anderen Zeit stammend, als letzter Strohhalm dienen muss. Aber die CDU ist personell vollkommen ausgeblutet. Wenn Merz es nicht macht, nimmt die Partei dasselbe Schicksal wie die SPD. Spahn hat ( noch) keine Chance, Söder ist bundesweit nicht vermittelbar und Laschet ein treuer Vasall von Merkel. Solange die weiter über allem thront, gibt es ohnehin keine Veränderung, keine dringend notwendige Profilschärfung. Der worst case für die Partei und vor allem das Land wäre, wenn Merkel sich zu einer weiteren Kandidatur als Kanzlerin entschlösse. Es bleibt jedenfalls spannend!

Andrea Marosi | Mo., 10. Februar 2020 - 17:04

Antwort auf von Walter Zickenrott

Genau, so soll es auch geschehen. CDU nimmt dasselbe Schicksal wie die SPD. Was sonst. Diese Partei der feigen Schleicher und Opportunisten würde ich nie wieder wählen. Sie soll weg. Merkels Plan war von Anfang an eine fünfte Legislatur. Denn sie schafft es nicht in vieren, Deutschland vollständig zu zerstören. Ein paar Jahre braucht sie noch, vor allem weil der böse böse Trump ihr ein paar Striche durch die Rechnung gemacht hat. AKK war nur ihr vorgeschobener Prügelknabe, so daß Merkel immer gut da steht. Und zum Schluß erklärt sie sich gnädigerweise bereit, es halt nochmal zu machen, sonst kann's ja niemand. Und angeblich ist sie ja nach wie vor die beliebteste Politikerin aller Zeiten.

Walter Zickenrott | Mo., 10. Februar 2020 - 19:37

Antwort auf von Andrea Marosi

Sie haben völlig recht, was die Beliebtheit angeht. Für mich völlig unverständlich und letztlich beängstigend.

Helmut Sandmann | Di., 11. Februar 2020 - 03:21

Antwort auf von Andrea Marosi

Die CDU, der Kanzlerwahlverein, nur feige Schleicher und Opportunisten, seit Jahrzehnten. Wer benoetigt denn die CDU noch, soll sie den Weg der SPD gehen und verschwinden.

Sigelind Berckhemer | Di., 11. Februar 2020 - 18:22

Antwort auf von Andrea Marosi

Leider haben Sie vollkommen recht.
Madame haben wir noch lange nicht von der Hacke....

Urban Will | Mo., 10. Februar 2020 - 17:48

Antwort auf von Walter Zickenrott

Herr Zickenrott, nur wollte ich in meinem Beitrag, wie schon in anderen, meine Enttäuschung über Merz zum Ausdruck bringen.
Die Rolle, die auch Sie in ihm sehen, ist er nicht mehr im Stande zu leisten.

Hie und da einen gepfefferten Spruch (so etwas, als er das Grundrecht auf Asyl in Frage stellte) und dann wieder Schweigen.

Er hatte nach seinem Comeback quasi einen „unbestellten Acker“ vor sich, da er lange weg gewesen war und hätte diesen bepflanzen sollen.
Er ist sofort eingeknickt, als er sah, dass sie nicht alle vor ihm auf die Knie sinken bei den Schwarzen.
Merkel hat ihn mal wieder mit links weggeputzt und solange sie noch da ist, kriegt der keinen Fuß auf den Boden.

Gegen sie und nur gegen sie hätte er antreten sollen.

Wie ich schon sagte, es gibt mit Sicherheit viele in diesem Laden – selbst zu feige und duckmäuserisch, etwas zu wagen – die auf einen „Messias“ warten, der sie von der Matrone erlöst.

Merz ist das nicht.

Wahrscheinlich haben Sie Recht! Ich traue es Merz auch nicht mehr zu. Aber Laschet und Söder, Klöckner und von der Leyen eben auch nicht.
Bloss nicht Söder - auf gar keinen Fall !!!
Was ist mit Spahn? Linnemann?
Wer folgt in Hessen auf Bouffier - gibt es dort einen 'Durchstarter'?
Gibt es in Baden-Württemberg nach der Schäuble/Strobl einen Neu-Anfang bzw. Neu-Aufbau?

Ich kann Ihnen nicht wirklich widersprechen. Ich hoffe deshalb nur in unser aller Interesse, dass Sie nicht Recht behalten. :o)

Hubert Sieweke | Mo., 10. Februar 2020 - 21:30

Antwort auf von Walter Zickenrott

zu hinterfragen, der hat vergessen, dass er mit knapp 18 Stimmen, die AKK und AM vorher von der JU quasi abgezockt haben für Ziemiak, unterlegen war und vor der Sitzung der deutliche Kandidat war.
Wer ihn übergeht, wird weiter mit Merkel vorlieb nehmen, oder eine weitere Flasche wird präsentiert.

Stimme Ihnen in der Beurteilung von Herrn Merz voll zu. Ein Mann von Gestern - das will er nur nicht wahrhaben. Egal wer Vorsitzender wird, die CDU wird sich spalten., Merkel hat die Partei in Grund und Boden ruiniert. Entweder die Merkelianer behalten das Zepter und andere, z.B. die Werteunion, machen sich selbständig. Oder umgekehrt.

Maja Schneider | Di., 11. Februar 2020 - 19:08

Antwort auf von Werner Peters

Wäre die Werte-Union sehr viel mutiger und ginge offensiver mit ihren Vorstellungen an die Öffentlichkeit, bestünde vielleicht die Möglichkeit der Abspaltung von den Merkelianern bis hin zur Gründung einer eigenen Partei, die sich wieder auf das frühere Profil besinnt und so Wähler zurückgewinnen könnte. Dieser Weg allerdings könnte sich als sehr steinig erweisen, da er von den MSM und den Altparteien von Beginn an mit allen Mitteln torpediert werden würde. Ohne Rückgrat und Durchhaltevermögen, beides Eigenschaften, die bei der CDU erst wieder erlernt werden müssten, wäre dieser Neuanfang allerdings aussichtslos.

Jürgen Lehmann | Mo., 10. Februar 2020 - 12:22

„AKK hat Fehler gemacht“
Die Frage ist auch: was hat sie richtig gemacht?
Hierauf Antworten zu finden dürfte schwer fallen. Die Mehrheit der Bundesbürger wird den (erzwungenen) Rücktritt nicht bedauern.
Nicht nur durch das DEBAKEL in Thüringen wird immer klarer, dass die BRD zu einer Bananen-Republik degeneriert.
Die einzig richtige Lösung wäre eine Aufgabe der Groko und Neuwahlen.
Leider sind die „Posten“ in Berlin wichtiger als ein Neuanfang.

...allerdings ist der Hauptgrund für die Misere der CDU/CSU immer noch existierend und es ist zu befürchten, dass sie schon die nächsten Figuren auf IHR "Schachbrett" in Stellung bringt!

Roland Völkel | Mo., 10. Februar 2020 - 19:21

Antwort auf von Joachim Kopic

ihr lassen, sie beherrscht das "Schachbrett" par excellence. Das AKK nicht hintergeblickt hat, warum sie auf diesen Posten gehoben wurde, ist mir heute noch ein Rätsel! Entweder war sie so Naiv, der "Staatsratsvorsitzenden" zu glauben & zu vertrauen oder es ist ihr mangeldes Wissen als Provinzfürstin, wie der Hase in Berlin läuft?
Sie (AKK) fungierte förmlich als Blitzableiter im Hamsterrad. An den Speck (Kanzlerkanditatin) wäre sie nie rangekommen und falls es doch eine Chance gegeben hätte, hätte sie (AM) den Speck vorgezogen und wieder wäre er unerreichbar gewesen. Kurz: Sie ist "verbrannt" worden und hat es zu spät bemerkelt! Jetzt sitzt sie wieder unangefochten auf dem Thron.
Salute

Herr Lehmann, die Wahl in Thüringen wurde zum Debakel gemacht. Und zwar von den Granden in den Zentralen von Berlin, aber vor allem von Frau Dr. Merkel. Wer immer die Geschichte beschwört, kann das folgende Zitat von der Bundeskanzlerin nur als Revolte gegen die CDU betrachten: "BK'in Merkel: Sehr geehrter Herr Präsident, lieber Cyril Ramaphosa, und liebe Gäste dieses Businessforums, ich darf vielleicht hinzufügen: Kommunisten unter freiheitlichen Bedingungen sind auch nicht mehr die Kommunisten, die sie einmal waren. " (https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/pressekonferenzen/eing…). Aber wer A sagt sollte dann auch B sagen und das rote Halstuch umbinden, und das tat sie nicht. Frau Kramp Karrenbauer hatte keine Chance.

@Jürgen Lehmann. Sorry, aber Ihre abschließende Forderung erscheint mir doch außerordentlich irrational:
Was bitte sollten denn Neuwahlen lösen? Haben Sie echt schon das peinliche Chaos vergessen, das wir 2017/2018 hatten, wie lange es gedauert hat, nach den letzten Bundestagswahlen zu einer handlungsfähigen Regierung zu kommen? - Natürlich wäre die Situation bei vorgezogenen Neuwahlen jetzt noch krasser als 2017, denn v.a. SPD ist weitgehend auf Kevin Kühnerts radikalen No-Groko-Kurs eingeschwenkt - und weigert sich - wie auch Grüne und Linke aktuell in Thüringen schlicht, die durch die letzten Wahlen bestehenden Mehrheitsverhältnisse zur Kenntnis zu nehmen: Insofern Sind Sie voll auf der Linie linker wie rechter Irrationalisten, denen offenbar v.a. an der Herstellung einer chaotischen Situation ohne regierungsfähige Mehrheiten gelegen zu sein scheint. Die irrationalen Affekte gegen die Groko und ihre polemische Aversion gg jeden Kompromiss haben Kühnert, Esken und die AfD gemeinsam.

Andreas Zimmermann | Mo., 10. Februar 2020 - 12:26

Diese Tage sind eine Aneinanderreihung von Ereignissen, welche auf mich wie die Ereignisse im Herbst 1989 wirken. Es folgt Schlag auf Schlag auf Schlag. Ja, wir befinden uns im Endspiel dieser verrückten Zeit. Der ganze Laden ist dabei uns um grandios die Ohren zu fliegen und das ist gut so! Herrlich! All die Wiedersprüche, die Mauscheleien, der maßlose Opportunismus und die selbstherrliche Arroganz konnte nur in so ein Finale führen. Und was auch immer daraus entstehen mag, nichts wird wieder so sein wie vorher - für niemanden. Alles was auf dem Kopf steht, wird nun wieder unsanft auf die Füßen landen oder knallen. Man möchte nur noch in Deckung gehen und lauthals lachen darüber, das es so endlos lange gedauert hat. Aber lange werden wir nicht lachen können, diesen politischen Staats-Trümmerhaufen aufzuräumen, das wird ein Generationenprojekt sein. Bis dahin viel Spaß beim Zusehen, denn hier passiert gerade Geschichte und wir alle sind dabei und können lernen!

Ich fühle es auch so, er muss kommen, dieser Knall, der alles ändert. Wie lange dauert es noch, oder ist es schon ganz bald soweit? Total aufregend! Ich dachte schon, Wählen bringt nichts, aber es stimmt nicht. Thüringen wirkt.
AKK muss sich nichts vorwerfen lassen, sie handelt konsequent mit ihrem Rücktritt. Respekt! Ich hoffe auf einen Richtungswechsel in der CDU, das ist die einzige Möglichkeit wieder ein gesundes Gleichgewicht im Sinne der Demokratie herzustellen.

Zustimmung zu Ihrer Einschätzung von AKK, diese Frau weiß wenigstens wann es Zeit ist zu gehen. Der Abgang bei einem Roten ist sowieso stets das Beste, also ich meine beim Wein!

Beispiel:
Prosecco im Versand: 4,99€
Demokratieabgabe: 17,50€
Ramelows Gesicht bei der Wahl von Kemmerich: unbezahlbar!

@ Zimmermann, ich schließe mich Ihren Gedanken an, gehe aber noch weiter:

Wie soll aus diesen 'Trümmerhaufen', wo Gier & Macht das Lebensziel war, wo christich-humanistische Werte zu Gunsten der 'Hure Babilon' auf den Misthaufen kamen, wo Gehirnwäsche & Orwellsche Gepflogenheiten zum Alltag gehörten & wo fortschrittliche Argumentation durch Differmierung seinen Platz fanden,

wo & wie soll aus den Utensilien ein Fundament der Reinheit, Klarheit & Stabilität entstehen???

Ich werde beten, obwohl mir dazu der innerliche Glaube fehlt. Aber es hat ja auch "Wunder" in der Geschichte gegeben.
Möge uns Gott erhellen, damit wir den rechten Weg mit Weisheit, Liebe & Demut nehmen.

Klaus-Dieter Kaiser | Mo., 10. Februar 2020 - 12:37

Soll die Union mit den Linken zusammenarbeiten, oder nicht?
Es gibt diesen Parteitagsbeschluß, aber er wird in Frage gestellt. AKK hatte, und hat dazu eine klare Meinung, es ist diese Frage an der die Union auseinanderbrechen kann, oder sogar wird.

Klaus Funke | Mo., 10. Februar 2020 - 12:55

Wenn AKK aufgibt, dann mit Merkels Segen. Die Alte wird und will wieder übernehmen. Sie ist halt "alternativlos", egal, was daraus für Scherben entstehen. Es erinnert an die Rochade zwischen Putin und Medwedjew, nur viel, viel dümmer und plumper. Weitere Merkel-Jahre drohen. Ich hab es geahnt. Macht ist eine Droge. Man hat es an Robert Mugawe gesehen. Was dagegen hilft? Ein richtiger schöner Putsch. Doch, wer soll ihn anführen? In Deutschland gibt es in der politischen Klasse nur Feiglinge. Eher lassen die das Volk verrecken, ehe sie ihre Pfründe aufgeben. Ob ich, weil ich schon ein älterer Bürger bin, noch ein Deutschland ohne Merkel erlebe, ist ziemlich ungewiss. Worauf soll man hoffen? Hoffen und Harren machen manchen zum Narren. Ein Narrenvolk.

Tomas Poth | Mo., 10. Februar 2020 - 21:53

Antwort auf von Klaus Funke

oder auch der Obrigkeit immer noch hörig?
Gestern wurde mir das Argument vorgelegt, wo soll ich mich den unabhängig informieren, ich habe keine Zeit, ich bin mit meinen Jobs mehr als reichlich beschäftigt.
Hier liegt ein wesentliches Problem, die meisten argumentieren nur vom Hörensagen, was sie so aufschnappen aus dem Mainstream und bleiben dann bei ihrer gewohnten Haltung. Reflektion wird auch Mainstream-Rudelverhalten bedrängt, keiner will anecken will.

Richard Niebuhr | Mo., 10. Februar 2020 - 12:58

wird nun Vorsitzender und Kandidat. Er liegt links auf Merkel-Linie. Inhaltlich wird die CDU dann von Grünen und Linken völlig ausgehöhlt. Die Konservativen in der CDU werden alles verlieren, Merz wird sie nicht retten können. Dazu hat er vorher zu wenig gewagt, ähnlich wie Olaf Scholz. Die politische Trennlinie zwischen links und rechts verläuft entlang der Themen Energiewende, Migration und EU/Euro. Rechts sehe ich erstmal nur AfD und Werteunion, vielleicht noch ein paar Versprengte aus CDU und FDP. Mehr Zustimmung für eine gemäßigt rechte Politik wird es erst nach der großen Krise geben, deren Ursache die Politik der jetzigen Bundesregierung und ihrer schwarz-grünen Nachfolgeregierung ist. Bis zum Licht am Ende des Tunnels wird es also noch ein paar Jahre dauern, wenn es überhaupt kommt.

Robert Müller | Di., 11. Februar 2020 - 10:57

Antwort auf von Richard Niebuhr

Interessant und wenig gewürdigt wird, dass Merkel so gehandelt hat, weil die Bundes-SPD das so gefordert hat. Merkel war also die GROKo wichtiger als die Situation in Thüringen. Was nicht neu ist. Laschet wäre mit seinem linken Profil ein stärkerer Konkurrent für die SPD, weniger für die Grünen. Das Problem der CDU ist, dass sie anders als früher nicht mehr rechts und links beglücken kann, heute geht nur noch entweder oder. Das das so ist, ist eigentlich in niemandem Interesse, höchstens der der AFD. Aber das kann man ja nicht der Öffentlichkeit vermitteln. Oder will es nicht.

Tomas Poth | Mo., 10. Februar 2020 - 12:59

Auch wenn ich mich wiederhole, ihr fehlt das Machtgen, sie hätte AM wegbeißen müssen, insofern ist/war sie ungeeignet. AM versucht sich im Herbst erneut aus dem Hut zu zaubern. Wer in der CDU hat den Mut und den Rückhalt ihr ein Ende zu bereiten?
Noch scheint die RotGrüne Seilschaft innerhalb der CDU das Übergewicht zu haben.
Aber das kann nicht mehr lange halten. Die Folgen der Merkelpolitik, die "große Transformation" (eine Art selbst auferlegter Morgenthau-Plan ?)erodiert unsere Lebensgrundlagen. Industriearbeitsplätze werden abgebaut, Mercedes-Benz fängt gerade an.

Michaela Diederichs | Mo., 10. Februar 2020 - 13:08

Warum erst im Sommer? Was soll diese Hängepartie? Unbegreiflich.

Robert Müller | Mo., 10. Februar 2020 - 16:43

Antwort auf von Michaela Diederichs

Was soll im Sommer anders als jetzt sein? Auch im Sommer wird die CDU in zwei Teile gespalten sein, wobei der Merkel-Teil die Öffentlichkeit und die möglichen Koalitionspartner von SPD, Grüne und Linkspartei auf seiner Seite hat. Regierungsposten gibt es also nur mit einem linken CDUler, mit März oder Spahn entscheidet man sich für die Opposition und NAZI-Anwürfen. Aktuell kann man bei der FDP sehen welche persönlichen Folgen das habe wird. Wer das allerdings ausspricht, wird als nazi gebranntmarkt. In Zeiten des Internets, wird das für immer bleiben. Tja, 'Haltung' zeigen führt so zur Einschränkung der Demokratie. Ich wüsste schon immer, dass die Demokratie nie von den Feinden der Demokratie zerstört wird, sondern immer nur von den eigenen Eliten.

Tomas Poth | Mo., 10. Februar 2020 - 13:46

Hat sie denn überhaupt das Format? Wer in der CDU kann sich gegen Merkel-Altlasten stemmen, wer fegt Sie aus dem Amt und allen Funktionen?
Es ist Zeit, der Bruch wird unweigerlich kommen. Auch wenn Merkel erneut Antritt und sich mit einer "irgendwie wird es schon gehen Koalition" weitermacht, es wird nicht lange halten.
Die Zeichen stehen meines Erachtens nach eher auf konservative Rückbesinnung als auf "große Transformation". Diese birgt mehr Gefahren als Chancen für unseren Wohlstand!

Carsten Paetsch | Mo., 10. Februar 2020 - 13:59

Dafür verdient sie Respekt. Aber von Anfang an musste sie den von Merkel ausgehenden politischen Autismus ihrer Partei rechtfertigen, was mangels Argumenten und Unterstützung nicht funktionieren konnte.
Als Person würde sie mir sogar leid tun, wenn sie den Rücktritt nicht mit „ungeklärtem Verhältnis von Teilen der CDU zu AfD und Linken“ begründen würde.
Das ist zwar als Schutzbehauptung nachvollziehbar, aber damit macht sie erneut den Fehler, auch die Wähler der AfD vorsorglich auszugrenzen, worin m.E. nach wie vor die Hauptursache liegt, dass man so verworrene Verhältnisse gerade in den ostdeutschen Landtagen hat.
Die Linken hätte man mit seriöser Politik der Mitte von der Macht abhalten können, so musste es die AfD tun, womit die CDU natürlich nicht umgehen kann.
Weitaus wichtiger wäre daher eine grundlegende Analyse, welches Verhältnis die CDU noch zur Demokratie hat.
Insofern liegt vor potentiellen Nachfolgern eine Herkulesaufgabe, diesen Knoten zu durchbrechen.

Alexander Mazurek | Mo., 10. Februar 2020 - 14:27

… als Opferlamm ausersehen. Die anderen Kandidaten sind genauso bedeutsam bzw. alternativlos, wie ihre Partei nach erfolgreicher Merkelisierung.

Ingo frank | Mo., 10. Februar 2020 - 14:29

Allein mir fehlt der Glaube. Wer soll die Parteiführung nach AKK und bei Verbleiben von Fr. Merkel im Amt übernehmen? Die potentiellen Kandidaten neben wären mit dem Klammerbeutel gepudert würden sie zugreifen. Sie würden alle verlieren.
Um in die Verlängerung der GRKO zu gehen, kann es nur ein letzter Parteisoldat von Merkel´s Gnaden sein. Da fällt mir nur unser aller Demokrat ,unser Wirtschaftsminister P. A. ein. danach geht es dann in die Verlängerung bis zum bitteren Enden der Ära Merkel.
Gruß aus Thüringen

Unser Mann bei den öffentlich-rechtlichen Talk-Damen. Er ist der einzige Zeitgenosse der gleichzeitig in zwei Sendungen auftreten kann!
Vor ihm schaffte das nur der sehr verehrte Wolfgang Bosbach.

Peter Altmaier, der Oberlehrer!
"Sehen Sie - Schauen Sie - Sie müssen wissen - Ich will das jetzt einmal erklären …"

Der Königsspruch lautet: "Und die Kanzlerin hat gesagt …"

Aha, soso. Dann muss das natürlich alternativlos richtig sein!

Ingo frank | Mo., 10. Februar 2020 - 14:48

Allein mir fehlt der Glaube. Wer soll die Parteiführung nach AKK und bei Verbleiben von Fr. Merkel im Amt übernehmen? Die potentiellen Kandidaten neben wären mit dem Klammerbeutel gepudert würden sie zugreifen. Sie würden alle verlieren.
Um in die Verlängerung der GRKO zu gehen, kann es nur ein letzter Parteisoldat von Merkel´s Gnaden sein. Da fällt mir nur unser aller Demokrat ,unser Wirtschaftsminister P. A. ein. danach geht es dann in die Verlängerung bis zum bitteren Enden der Ära Merkel.

Uwe Schnelle | Mo., 10. Februar 2020 - 15:15

In Mutti's direkter Atmosphäre sind bis auf wenige Ausnahmen (Gerd Müller) ausschließlich total unfähige Leute am Kreisen. Wie kann man solch lächerliche AKKs und Altmeiers... als Minister berufen, die fachlich und persönlich als Nieten kaum zu übertreffen sind?!
Nur, wenn alle möglichen Wadenbeisser ins politische Jenseits befördert werden müssen! Merkel ist die größte Gefahr für Deutschland seit Kriegsende! Wo bleiben die hässlichen Ausschüttungen über dieses Weib im Netz?

Claudia Bender-Jakobi | Mo., 10. Februar 2020 - 16:18

Antwort auf von Uwe Schnelle

Werter Herr Schnelle, ich teile Ihre Einschätzung. Schon beim Rücktritt Merkels vom Parteivorsitz war klar, dass sie sich selbst damit nur aus der Schusslinie nehmen wollte. Im Zweifel sollte der Unmut in Presse und Wählerschaft auf den/die Vorsitzende gelenkt werden, während sie selbst über den Wassern zu schweben gedachte.
Warum nur bemerkt(e) dies niemand in der CDU?

Jeannette Schmitz | Mo., 10. Februar 2020 - 16:42

AKK hatte nie eine Chance als Parteivorsitzende, eine eigene Linie GEGEN Merkel durchzusetzen. Sie hatte auch nicht das Format dazu, gegen Merkel zu putschen. Nun ist es gut, dass sie Merkel den Krempel vor die Füße geschmissen hat. Merkel soll ruhig den Mist selbst aufarbeiten, den nur sie allein zu verantworten hat. Sie allein hat die CDU und dieses Land gespalten, sie hat den Konservativen in der CDU nicht die mindeste Luft zum Atmen gelassen. Sie hat nach der Flüchtlingskrise 2015 und dem Erstarken der AfD eine offene inhaltliche Debatte zu beiden Themen verhindert. Man kann nur hoffen, dass die CDU sich gegen Merkel durchsetzt und endlich die notwendige inhaltliche Auseinandersetzung führt. Wenn sie das nicht tut, wird das Erbe von Merkel eine beliebige CDU sein, die politisch in Deutschland nichts mehr zu melden hat.

Siegfried Oehrlein | Mo., 10. Februar 2020 - 19:41

Antwort auf von Jeannette Schmitz

Ich verstehe das alles nicht, wenn Parteien gewählt werden, gibt es dann bestimmte Klassen der gewählten Parteien, sind die Wähler der Afd oder den Linken demokratisch unterprivelegiert, darf man die nicht wählen, weil die andern sie ächten? Was soll diese Arroganz oder gibt es gar externe Maßgaben?
Im übrigen bin der Meinung, dass Merkel spätestens bei der Flüchtlingskrise hätte zurücktreten müssen. Wenn eine Partei zur Wahl zugelassen wird, dann ist nach meinem Demokratieverständnis mit diesen auch auch zu verhandeln

Robert Müller | Mo., 10. Februar 2020 - 19:54

Antwort auf von Jeannette Schmitz

Meiner Ansicht nach überschätzen Sie die Bedeutung von Frau Merkel. Es ist meiner Ansicht nach eher die Anpasserei der CDUler, was zur jetzigen Situation geführt hat. Schäuble und Seehofer hätten Merkel stürzen können und sie haben es nicht getan. Selbst AKK hätte sich ein eigenes Profil aufbauen können, wollte sie aber nicht. Alle haben Merkels Kurs mitgetragen, bis heute. Was ist Merkels Kurs? Die Themen der Konkurrenz zu übernehmen und so koaltionsfähig zu werden. Warum nicht auch mit der Linkspartei? Wenn man den Wählern erzählt, dass die Alternative die Übernahme der Macht durch Nazis ist, geht das. Früher oder später.

Wolfgang Schneider | Mo., 10. Februar 2020 - 22:58

Antwort auf von Jeannette Schmitz

Merkels Erbe wird sein, dass trotz aller Bemühungen von Frau Dr. Merkel und ihren engsten Gefolgsleute die allergröbsten Folgen ihrer Politik zu kaschieren Deutschland die Suppe wird auslöffeln müssen. Es bezieht sich nicht nur auf Milliardensummen an Schulden für die sog. Griechenland-Rettung, die irrwitzigen Summen der nicht funktionierenden Energiewende, ganz zu schweigen von den riesigen, dauerhaften finanziellen Lasten der sog. Flüchtlingskrise. Die gesellschaftlichen Verwerfungen als Ergebnis ihrer Politik sind und werden gewaltig sein. Aber zu Merkels Machterhalt ist alles recht. Wir befinden uns ja am Beginn einer großen Transformation, wohin dieser Zug nach Nirgendwo auch fährt. Und die Deutschen sind beeindruckt.

Bernd Muhlack | Mo., 10. Februar 2020 - 17:18

Hells Bells and on the Highway to Hell!

Ist AKK nicht Fan von AC/DC?

Vielleicht kann sie ja irgendwas zusammen mit Frau Nahles machen?

Klaus Peitzmeier | Mo., 10. Februar 2020 - 18:48

AKK hatte jede Chance, wäre sie nicht wie alle anderen im "Bla, Bla Modus" hängengeblieben. Parteiintern kann man sich damit gegen die anderen Weichspüler durchsetzen. Das Grundproblem ist, daß die Politiker profillos sind. Einer ist gegen den anderen austauschbar. Parteiübergreifend. Als Wähler ist man doch schon begeistert, wenn ein Politiker es wagt sich gegen den Mainstream zu stellen. Mal Zweifel an der Klimahysterie äußert, muslimischen Fundamentalismus anprangert, Integrationswillen einfordert oder sich öffentliche Parkanlagen ohne Dealer vorstellen kann. Das Problem, nach einem Tag knicken diese Politiker alle ein. Wurden falsch verstanden oder so ähnlich. Da bleibt doch nur die AfD. Das ist doch der Grund weshalb die gewählt werden. Können nichts, aber äußern sich wenigstens klar. Und AKK hat es nicht geschafft, den Bürgern ein klares Bild von der CDU zu vermitteln. Reul ist der einzige Leuchtturm in der CDU. Mehr davon u die CDU würde Wahlen gewinnen statt verlieren.

Uwe Schröder | Mo., 10. Februar 2020 - 21:05

Es kann für die CDU erst besser werden, wenn die "große Vorsitzende" endgültig abgedankt hat. Solang sie Kanzlerin ist, wird jeder andere CDU-Vorsitzende verschlissen und von Ihro Gnaden abhängig sein. Nein, erst wenn Merkel abgedankt hat, hat die CDU und dann auch das Land wieder eine Chance sich zu erholen. Nur wohin treibt es die Union, nach weiter nach links, da stehen schon die Grünen, die Linke und die Rest-SPD und wieder mehr nach rechts, da ist dann schon die AFD. Wer soll die große Aufgabe, die Partei wieder einzunorden erfüllen? Kein helles Licht, weit und breit?!

Wolfgang Schneider | Mo., 10. Februar 2020 - 21:08

Sie hatte von Anfang an keine Chance. Das war auch von Frau Dr. Merkel so geplant. Selbstverständlich war AKK als der Prellbock gegen Merz gedacht. Es hat ja auch geklappt. Die zweite Phase war das zu erwartende Scheitern von AKK in den verschiedenen Funktionen. Phase drei sollte dann die allgemeine Erkenntnis sein, dass AKK nicht geeignet ist. Also bleibt nur als Lösung eine erneute Kandidatur von Frau Dr. Merkel. Das ist Denken vom Ende her, das man der Kanzlerin gerne unterstellt! Jetzt funktioniert AKK nicht. Was ist da los?

Brigitte Simon | Di., 11. Februar 2020 - 15:26

Antwort auf von Wolfgang Schneider

Merkel wird ein Rätsel bleiben, sie wird auch Kanzlerin bleiben. Die Schachfiguren werden neu verschoben. Merkels gespenstische Positionsflexibilität erreicht ihren Höhepunkt.
Kramp-Karrenbauer bleibt im Verteidigungsministerium. Sie verspricht, bei der Suche nach ihren Nachfolger als Parteivorsitzendem, behilflich zu sein.

Bemerkenswertes spricht Merkel, in ihrer "Merkel-Rede" zur 60-Jahr-Feier der CDU im Jahr 2005:
- ..."denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale - -
Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.
- Weiterhin verrät sie: "Das Gesetz ist eine Wundertüte".
- Weiterhin Art. 79(3) GG: "Eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche
die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder
bei der Gesetzgebung oder die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grund-
sätzen berührt werden, ist unzulässig.
Die CDU wußte, daß Angela Merkel Bunderskanzlerin wird.

Susanne Dorn | Mo., 10. Februar 2020 - 22:50

…über die seit einem Jahr diskutiert wird. In dieser Zeit hatte Merkel Ruhe, um im stillen Kämmerlein all ihre Schmutzeleien gegen den Souverän vorzubereiten und uns zu präsentieren. Sie ist eine Gesinnungsdiktatorin. Kluger Schachzug von ihr!

Friedrich Merz, exzellent vernetzt, ist als Strippenzieher maßgeblich an der Deindustrialisierung Deutschlands beteiligt. Auch von ihm ist kein Handeln im Sinne demokratischer Grundsätze zu erwarten.

Ganz im Gegenteil. Sein „ehemaliger“??? Arbeitgeber Blackrock ist neues Mitglied der „Breakthroug Energy“ ((https://www.b-t.energy),
die bevorzugten Zugriff auf von der Leyens CO2-EU-Milliarden hat.Weitere Mitglieder, bei „Breakthroug Energy“ sind u. a. Richard Branson (Virgin Group UK), Bill Gates Foundation, USA, Jack Ma (Alibaba Group. China), Jeff Besos (Amazon, USA), Mark Zuckerberg (Facebook, USA), Hasso Plattner (SAP Deutschland), Meg Whitman (Hewlett Packard, USA), George Soros (Soros Fund, USA), and Chris Hohn (Children`s

Susanne Dorn | Mo., 10. Februar 2020 - 22:50

Investment Fund UK) usw. usw.”.

Ich glaube, wir alle wissen jetzt, wohin die Reise geht!

Volksvertreter im Bundestag von FDP bis SED sind zu Volksverrätern mutiert.

Widerstand sollte unser oberstes Ziel sein!

Bernhard Weber | Mo., 10. Februar 2020 - 22:51

Ein Leser formulierte u. a. Merkel sei die "Rache Honeckers für die BRD".Etwas sehr spät bemerkt, meine ich.
Meine Interpretation, die ich seit Jahren unter "die Massen" bringe, sieht so aus:
Es gab schon einmal einen DDR-Spion im Büro des Bundeskanzlers W. Brandt.
Das ist altmodisch. Heute geht das langfristig und dauerhaft so:
Merkel hat von der Stasi den AUFTRAG erhalten, sich in der BRD nach oben zu arbeiten, um diese dann nach Kräften zu ruinieren bzw. zu vernichten.
Bald ist sie am Ziel!!!

Norbert Heyer | Di., 11. Februar 2020 - 12:21

Auch ich bin der Meinung, dass die Kanzlerin den Parteivorsitz abgegeben hat, um Luft aus dem prallen Ballon zu lassen. Danach hievte sie-wenn auch knapp-Frau AKK in dieses Amt. Sie hat eine Eigenschaft, die Frau Merkel nicht kennt: Loyalität. Als es nicht rund lief, wurde ihr auch noch das Verteidigungsministerium „draufgesattelt “, dass die neue EU-Chefin als Vorgängerin gerade gründlich vor die Wand gefahren hatte. In dieser Gemengelage war es für
Frau AKK unmöglich, hier überzeugende Arbeitsbeweise abzuliefern. Thüringen war dann nur noch der berühmte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Jetzt ist die Kanzlerin wieder, obwohl Hauptverursacherin dieses Desasters, obenauf, frei von jeder Schuld oder gar Verantwortung. Das ist in meinen Augen ein verachtenswerter Charakterzug, den die im Sozialismus bewanderte Frau schon mehrmals mit großer Könnerschaft durchgezogen hat. Sie wird auch keine Hemmungen haben, sich jetzt wieder als einzige mögliche Alternative zu präsentieren.

Dass Merkel scheinbar mit ihren durchsichtigen Manövern durchkommt, liegt natürlich zum überwiegenden Teil an den Medien, die höchstens zum Schein ab und zu ein wenig Kritik äußern, um dann aber festzustellen, daß sie eigentlich ganz großartig ist und es keine bessere gibt.
Aber irgendwann läuft auch dieses Faß der Verantwortungslosigkeit über. Die große Frage ist, ob Merkel die Frechheit besitzt, sich noch einmal aufstellen zu lassen.
Offensichtlich hat sie die CDU ja fast vollständig im Griff.