Robert Habeck
„Putin hat das Gas, wir haben die Kraft“, kraftmeiert Robert Habeck / dpa

Pro und Contra: Sanktionen gegen Russland beenden? - Die Sanktionen sind sinnlose Kraftmeierei

Russlands Wirtschaft steht nach wie vor gut da - trotz der Sanktionen, an denen sich ohnehin ein großer Teil der Welt nicht beteiligt. Aber sie könnten für Europa den wirtschaftlichen Selbstmord bedeuten. Derweil geht der Krieg in der Ukraine unvermindert weiter. Außer einem guten Gewissen und der drohenden Selbstzerstörung aus Ohnmacht haben die Sanktionen nichts gebracht.

Ralf Hanselle / Antje Berghäuser

Autoreninfo

Ralf Hanselle ist stellvertretender Chefredakteur von Cicero. Im Verlag zu Klampen erschien von ihm zuletzt das Buch „Homo digitalis. Obdachlose im Cyberspace“.

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Gestern argumentierte Thomas Dudek an dieser Stelle gegen eine Aufhebung der Sanktionen.

Nicht jedes Märchen endet mit einem Happy End. Denken Sie nur an Rumpelstilzchen: Nachdem der dämonische Hutzelmann tagein, tagaus das gleiche Mantra in die Welt hinaus posaunte – dieses abgeleierte „Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß“ –, zerschellte seine falsche Weltsicht irgendwann an den Steilklippen der Realität. Märchenfreunde mögen sich noch erinnern: Die von Rumpelstilzchen als Geisel gehaltene Müllertochter war irgendwann hinter das Rätsel und somit hinter den Namen des geradewegs hysterischen Winzlings gekommen, und der sprang daraufhin wutentbrannt in die Luft, sagte einen allerletzten Satz („Das hat dir der Teufel gesagt“) und zerrisst sich hernach voll Zornesröte in zwei Teile.

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Jens Böhme | Mi., 27. Juli 2022 - 18:21

Nicht nur die Wirtschaftsbeziehungen zu Russland liegen auf Eis, auch die mit der Ukraine. Wieso wir deutschen Deppen nun als Alternative 3,99 Euro Sonnenblumenöl aus dem "befreundeten" Spanien importieren - niemanden fällt es auf. Uns geht es noch viel zu gut, dass wir nix merken und stattdessen mit Regierungslyrik befassen.

Hans Süßenguth-Großmann | Mi., 27. Juli 2022 - 18:40

Da gibt es nichts hinzu zufügen. Wenn Sachsen Kretschmar, dasselbe sagt, fasst die ganze CDU ihn am liebsten mit der Kneifzange an. Ganz Forsche wollen Sachsen bereits den Russen anbieten, damit diese die Ukraine in Ruhe lassen. Abgesehen, dass die Russen kein Minus machen würden, muss man sich doch über seine Situation im Klaren sein, wir sind von den Energielieferungen aus Russland abhängig. Punkt, Aus und Schluss.

Sabine Lehmann | Mi., 27. Juli 2022 - 19:04

D´accord, Herr Hanselle. Ihren Ausführungen ist wenig hinzuzufügen, außer vielleicht die Annahme, dass dieser Krieg den Irrungen der verblendeten grünen Ideologie gut ins Konzept passt, und insofern auch instrumentalisiert wurde. Dass ihnen jetzt alles auf ihre grünen, gut alimentierten Füße fällt, war absehbar. Die entscheidende Frage ist nur, ob Einsicht folgt. Ich habe da keine Zuversicht. Alleine der Blick auf Habecks "Osterpaket" und seine aktuellen "Sparvorschriften", sollte Hausbesitzern das Fürchten und den Blick in den finanziellen Bankrott lehren. Das haben leider noch nicht alle gemerkt, oder verdrängt!
Aber ich bin sicher, sollten am 01. Januar 2024 noch Menschen in Deutschland wohnen, falls nicht alle ausgewandert sind bis dahin, wird es sich der Unmut nicht mehr auf "Montagsspaziergänge" beschränken. Oder besser mit den Worten unserer Außenministerin: "Dann haben wir es mit Volksaufständen" zu tun. Gut so.

Wolfgang Böhm | Do., 28. Juli 2022 - 12:20

Antwort auf von Sabine Lehmann

... und vorsichthalber wird jetzt schon (wie zuletzt während der Pnademie) daran gearbeitet all diese Demonstranten und Regierungskritiker als "rechtes Pack, Querdenker und Feinde der Demokratie" zu abzukanzeln und stigmatisieren ... dabei sind Kritik & Diskussion die Pfeiler einer Demokratie ... nicht ihr "Feind" ... es ist echt traurig was hierzulande die letzten 2 1/2 jahre passiert ...

Thorwald Franke | Mi., 27. Juli 2022 - 19:14

Wie soll man denn einen Konflikt "einfrieren"? Das verstehe ich nicht. Zudem: Was nützt ein "Einfrieren", wenn jedes "Einfrieren" von Putin immer nur als eine Etappe auf dem Weg zum nächsten Angriff verstanden wird?

Wie soll man eine Verhandlungslösung mit Putin finden, wenn der gar nicht an einer Machtbalance zur NATO interessiert ist, wie viele immer noch irrig glauben, sondern ganz bewusst Nachteile in Kauf nimmt, um an seinem Russischen Reich zu basteln?

Was soll denn die Verhandlungsmasse sein? Geben wir auch das Baltikum dran? Und wenn Putin dann sagt, Polen hätte er auch gerne noch, was machen wir dann?

Was ist so schwer zu verstehen an der simplen Wahrheit, dass Putin solange weitermachen wird, bis er gestoppt wird?

Putin muss gestoppt werden. Jetzt. Hier. Und zu jedem Preis. Denn es nicht zu tun, würde immer nur noch teurer.

Wer das nicht begreift, handelt wie Merkel in der Euro-Krise. Na klar, hier wird ja auch Merkel-Berater Vad als guter Ratgeber zitiert. Seufz.

Einfrieren heisst, die Besatzung der Ukraine durch Russland zu akzeptieren. Wie eingefroren Europa ist, zeigt sich an der Annexion der Krim und den Anerkennungen der prorussischen "Volksrepubliken Luhansk und Donezk" im Osten durch Russland. Es sind acht Jahre vergangen und kein Verhandlungsfortschritt erzielt, im Gegenteil. Krim ist Geschichte und die "Volksrepubliken" wurden drei Tage vor dem Überfall auf die Ukraine von Russland offiziell anerkannt. Trotzdem bleibt das EU-Dilemma mit den Wirtschaftsbeziehungen zu Russland. Und das wird in das Ende des EU-Traums Schon das Afghanistan-Desaster hat der westlichen Globalpolitik aufzeigt, dass es den modernen Anforderungen entweder nicht gewachsen ist oder langsam von innen fault. Denn der Demokratie- und Freiheitsprozess ist in der Masse der Staaten stark rückläufig. Allein deutsche Innenpolitik unter Merkel ("Das muss rückgängig gemacht werden.") und den bürgerlichen Rechtseinschränkungen sowie Impfpflichtgetrommel sind Warnsignale.

Wer wie Sie argumentiert ist letztendlich Kriegstreiber, mißachtet die Rechte der russischen Bevölkerung in der Ukraine, rd. 7 Mio.!
Es gibt Staaten auf unserer Welt die weit weniger Einwohner haben.
Da es nach Ihrer Auffassung keine Verhandlungslösung gibt, müßten Sie einen Weg skizzieren wie es denn weitergehen soll, wie der Krieg sein Ende findet und wie das Ergebnis danach aussehen soll.
Sie bringen in Ihrem Beitrag letztlich nur dunkle Vermutungen für Durchhalteparolen, triggern Ängste daß die Russland Nato-Gebiete angreift. Meiner Einschätzung nach völliger Schwachsinn, die Russen kommen ja schon in der Ukraine kaum voran und Polen und die Baltics sind hochgerüstete Nato-Staaten!
Meine derzeitige Einschätzung, wenn nicht Wunder geschehen, die Ukraine wird auf den Donbas verzichten müssen, die Krim ist sowieso weg. Offen bleibt inwieweit die Ukraine im Süden Zugang zum Schwarzen Meer behält.
Dort laufen die derzeitigen Gefechte, wird für Verhandlungspositionen gekämpft.

Thorwald Franke | Do., 28. Juli 2022 - 18:18

Antwort auf von Tomas Poth

Thomas Poth, ich kann nicht umhin, gewisse Selbstwidersprüche in Ihrem Beitrag zu entdecken.

Einerseits sind Sie für Verhandlungen, andererseits sagen Sie, dass der russischen Vormarsch kaum voran kommt (natürlich wegen der westlichen Waffenlieferungen!), und dass um "Verhandlungspositionen" (!) gekämpft wird. Irgendwie haben Sie sich hier verhaspelt: Sie stimmen mir also doch zu, dass die Waffenlieferungen dazu führen, dass überhaupt erst eine Situation entsteht, in der Russland zu Verhandlungen bereit ist?

Was das Baltikum anbelangt: Wieso glauben Sie, dass westliche Waffen die Russen im Baltikum stoppen können, aber nicht in der Ukraine? Das verstehe ich nicht. Noch so ein Widerspruch.

Wenn die Ukraine die (angeblichen) Rechte der 7 Mio Russen achten soll, müsste Dtld dann nicht auch die Rechte von 5 Mio Türken achten? Sie wollen eine türkische Enklave in NRW? Wirklich?

Und diese 7 Mio: Sind da jetzt Krim/Donbass mitgezählt, oder nur darüber hinaus? Ich bezweifle diese Zahl.

Klaus Damert | Mi., 27. Juli 2022 - 19:15

Perfekt analysiert, Danke. Es sind also noch nicht alle Leute verblödet und leiden nicht unter moralischem Hochmut. Leider werden wir von solch weltfremden Idealisten beherrscht - das Ende wird nicht schön werden. Aber wir wissen ja von unserer Innenministerin, dass nur die Rechten, Coronaleugner, Schwurbler u. ä. Schuld sind.

Bernd Windisch | Mi., 27. Juli 2022 - 19:24

Pragmatismus ist die Sache unserer Regierung und auch der „Esgibtnichtszuverhandelnfraktion“ in diesem Forum nicht!

Leider sind die deutschen Entscheidungsträger durch eine üppige Versorgung mit Staatsknete wirtschaftlich von den Folgen ihres Tuns weitgehend abgekoppelt.

Aber anstatt sich in 2 Hälften reißen zu müssen wäre nachfolgende Alternative denkbar:

Die Pensions- und Versorgungsansprüche von Herrn Habeck drängen sich hier förmlich auf: "Die kriegst du nicht, Alter".

Wird mit dem immensen volkswirtschaftlichen Schaden verrechnet, den Du angerichtet hast.
Von nun an darfst du dir Dein Müsli nicht mehr nur aus Schusseligkeit mit Wasser zusammenmengen, Ergrauter!

Hans Jürgen Wienroth | Mi., 27. Juli 2022 - 19:33

Diese Regierung richtet das Land mit ihrer Moralüberhöhung zu Grunde.
Muss unsere Chef-Diplomatin dem Land, von dem wir bei der Energie auf Gedeih und Verderb abhängig sind, damit drohen, dass wir es vernichten wollen? Muss unser Wirtschaftsminister gleichzeitig das oberste Ziel ausgeben, sofort aus russischer Energie auszusteigen, um diesem Land maximalen Schaden zuzufügen? Wen wundert da Putins Gasboykott, mit dem er uns maximal schadet?
Daneben unterstützen wir mit Steuergeldern jede Minderheiten-NGO und spalten damit die Menschen im Land. Wir sind schließlich ein reiches Land, auch wenn die Infrastruktur marode und auf dem Niveau von Entwicklungsländern ist. Vielleicht sollten wir Entwicklungshilfe an uns selbst auszahlen. Stattdessen unterstützen wir Länder, die von unserem Verzicht auf russische Energien profitieren, unter dem Stichwort „Klimaschutz“.
Diese Ampel Regierung hat für mich dem Land in 9 Monaten mehr geschadet als Merkel in 16 Jahren. Das ist Leistung!

Kai Hügle | Mi., 27. Juli 2022 - 19:39

Wenn man die wirtschaftliche Entwicklung natürlich nur an der Handelsbilanz festmacht, kann man zu dem Schluss kommen, dass Russland super dasteht. Bei genauerem Hinsehen ergibt sich indes ein etwas anderes Bild.
Die Inflation in Russland haben
Sie erwähnt, aber nicht weiter problematisiert - was erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass sie doppelt so hoch ist wie im EU-Raum und die 8% hierzulande im Cicero regelmäßig zum Anlass genommen werden, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu Grabe zu tragen.
Gar nicht befasst haben Sie sich mit der Abwanderung von etwa 1000 ausländischen Unternehmen, dem damit verbundenen brain drain und dem Einbruch des BIP um 40 - in Worten: vierzig Prozent. Auch über die Manipulation des Rubelkurses hätte man in diesem Zusammenhang schreiben können, aber Ihre Aufgabe bestand ja darin, die Gegenposition zu Herrn Dudek zu vertreten. Daten und Fakten waren dabei wohl eher störend.
Nebenbei: mit wem wollen Sie im Kreml worüber verhandeln?

Urban Will | Do., 28. Juli 2022 - 10:55

Antwort auf von Kai Hügle

Tat, mit jedem Tag, den dieser Krieg noch dauert, wird sie schwerer zu beantworten sein. Das wissen vor allem die Amerikaner.
Man hätte vor Monaten schon verhandeln können und sollen über die Krim, über die bekannten Provinzen, etc.
Sie und Ihre Gesinnungsgenossen unterstellen, dass Putin das nie wollte. Und berufen sich wohl auf das, was nun immer deutlicher von Seiten d Russen ans Tageslicht kommt: dass man nun nach mehr strebe, dass man Selenskyj und seine Mannschaft aus d Regierung entfernen wolle. Dass dies aber die Folge der Sanktionen/Waffenlieferungen sein könnte, ignorieren Sie.
In der Tat, da wird es bald nichts mehr zu verhandeln geben, solange Selenskyj als Marionette d Amerikaner bis zu Endsieg kämpfen möchte.
Daher die Gegenfragen: Glauben Sie wirklich, die ukr. Armee kann d besetzten Gebiete, inkl. Krim komplett zurückerobern? Und Russland wird dem zuschauen und rein konventionell begegnen?
Glauben Sie wirklich, d Sanktionen halten Putin ab? Hoffen Sie auf seinen Sturz?

Eigentlich ging es mir hier mehr darum, ein paar Fakten über die Wirkung der Sanktionen beizusteuern. Wirksamer als diese sind aber offensichtlich die Raketenwerfer, die nun geliefert werden und den russischen Invasoren schwere Verluste zufügen.
Zu Ihrer Frage: Bereits vor gut einem Jahr hat Putin einen Artikel („On the Historical Unity of Russians and Ukrainians“) verfasst, in dem er die Staatlichkeit der Ukraine in Frage stellt. Den gleichen Topos bediente er am Vorabend des Überfalls.

https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/putin-ukraine-krise-voelkerrec…

Die Ukraine befindet sich also in einem Kampf um Selbsterhaltung. Ich weiß, dass in diesem Forum der Hinweis, auf das Völkerrecht bzw. die UN-Charta als „Hypermoralismus“ gilt, aber das ist ja nicht mein Problem, sondern das von Ihnen, Frau Fimiani, Herrn Poth usw. Man kann jedenfalls nicht ein anderes Land überfallen und dann über eine Art „Rest-Ukraine“ verhandeln.

Wolfgang Böhm | Do., 28. Juli 2022 - 12:31

Antwort auf von Kai Hügle

Darüber worüber wir schon verhandelt hatten (Vetrag von Minsk) , den Selensky unglücklicherweise nicht umsetzen wollte. Seit Jahrzehnten beschreibt Russland die militärische Neutralität der Ukraine als rote Linie. Interessiert uns aber nicht ... wir sagen ihr durch Obama den Nato-Beitritt zu, rüsten die ukr. Armee seit Jahren mit Nato-Standards hoch, provozieren in diesem bisher neutralen Land Russland mit jährlichen Nato-Manöver an seiner Grenze, und es gibt einen Bürgerkrieg gegen die rusisch stämmige Bevölkerung der zuletzt darin gipfelte dass denen quasi ihre Sprache, ihre Medien und ihre Parteien verboten wurden. Das ist alles das Gegenteil vom Minsk-Vertrag. Zuletzt stellte Selensky auf der Münchener Sicherheitskonferenz noch das Budapester Abkommen in Frage welche die A-Waffenfreiheit der Ukraine regelt. Blenden Sie das alles aus ? Sind Sie auch jemand der glaubt Putin hätte schlecht geschlafen und deshalb morgen angefangen die Ukraine anzu greifen und danach den Rest der Welt ?

Georg Chiste | Mi., 27. Juli 2022 - 19:47

Welchen Sinn macht es der eigenen Bevölkerung und Wirtschaft zu schaden und sie in den "Hungerstreik" zu schicken, ohne dass diese Maßnahmen irgendwelche positiven Auswirkungen auf Gas-Putin haben? Der Normalbürger soll sein Erspartes aufopfern und die Moral der Politiker mit ihrer verkorksten Energie-Politik bezahlen. Und die heldenhaften Märchen-Politiker bringen auch noch Sprüche wie: "Putin hat das Gas, wir haben die Kraft". Das ist ungefähr so, als wenn ein Politiker mit Steuergeldern um sich wirft und sagt: "Ich bin großzügig, weil es mich nichts kostet".

Sabine Lobenstein | Mi., 27. Juli 2022 - 20:03

und den Mut den es in dieser Zeit braucht, um eine Meinung abseits des Mainstream zu äußern.
Inhaltlich schließe ich mich Ihnen voll und ganz an. Ich fürchte nur die Politik hat und hatte seit langem kein Rückgrat mehr, dass eine Änderung der eigenen Ansichten zulassen würde. Lieber gegen die Wand rennen und es alternativlos zu bezeichnen, da es ja ausschließlich die Schuld der Anderen ist. Den Respekt vor den Politikern in diesem Land hat die kritische Mehrheit längst verloren. Hier helfen keine Neuwahlen mehr, hier hilft nur noch eine komplett neue Demokratie-Version mit ständiger Kontrolle durch das Volk. Und für die Mainstreammedien müsste es vergleichbare Lösungen geben. Denn derzeit bestimmen die mainstreammedien einstimmig mit der Politik was die Bevölkerung zu denken und zu tun hat. Mit einer Demokratie hat das schon lange nichts mehr zu tun. Aber vielleicht ändert sich was, wenn Deutschland wirtschaftlich ruiniert wurde und die Dekadenz ein Ende hat.

Christoph Kuhlmann | Mi., 27. Juli 2022 - 20:32

Der Sinn der Sanktionen steht und fällt mit ihrer Wirksamkeit. Entscheidend ist die Technik. 90% aller russischen Betriebe braucht westliche Technik. Im Mai ging der PKW Umsatz in Russland gegenüber dem Vorjahr um 83,5% zurück. Airbags und ABS gibt es nicht mehr. Der Verkaufsrückgang betraf alle in Russland vertretenen Automarken, da die meisten Produktionsstätten wegen des Ersatzteilmangels still liegen. Branchenführer Avtovaz (baut alle Lada-Modelle) musste nach seiner Verstaatlichung im Mai einen Rückgang von 84 Prozent beim Absatz quittieren. In der Luftfahrt sieht es ähnlich aus. Keiner Ersatzteile, keine Wartung. Russland hat schnell 500 Jets beschlagnahmt und wird sie nach und nach ausschlachten. Due Russen freuen sich schon auf den neuen Moskwitch. Ein Produkt bei dem Altkommunisten vor Rührung die Tränen kommen. Bis zum Winter müssten große Teile der Industrie ihre Arbeit weitgehend einstellen. Außerdem bekommt Russland ja nichts für seine Devisen. Warten wir es ab.

Alexander Brand | Do., 28. Juli 2022 - 15:46

Antwort auf von Christoph Kuhlmann

Rußland mag bei vielen Dingen vom Westen abhängig sein, noch. Der Westen wiederum kann ohne China so gut wie nichts mehr produzieren, auch keine Ersatzteile!

Wie lange meinen Sie dauert es, bis sich die Russen, zu unserem Nachsehen, vollständig an China koppeln? Die Energielieferungen gehen zum Großteil schon nach China, dann gibt’s Waren gegen Rohstoffe!

Der „Moskwitsch“ mag nicht die Erfüllung des Russentraums sein, aber aus China kommen viele Marken die alle billig und halbwegs gut sind. Fast alle Weltkonzerne, darunter BMW, VW, Mercedes produzieren in China. Glauben Sie wirklich, daß diese Fahrzeuge nicht auf Umwegen auch nach Rußland gelangen, das wäre mindestens naiv.

Rußland spürt den Mückenstich der Sanktionen, es wird sich kratzen und gut ist. Wir hingegen zerstören nachhaltig unsere Wettbewerbsfähigkeit und damit unsere Zukunft!

Wenn die Dummheit in Europa weiterregiert, dann kommt unser Niedergang lange vor dem der Russen.

Ihr Warten wird also vergebens sein.

Ingo Frank | Mi., 27. Juli 2022 - 21:16

erlegen gewesen, Russland in die Knie zu zwingen?
Andere, nächste Frage, wer hat’s geschafft? Kein „echter“ Feldherr wie Napoleon, und keiner der glaubte ein „Feldherr“ zu sein wie Hitler und seine Generäle. Allesamt vom Größenwahn geprägt. Niemand hat es geschafft. Nur das kommunistische Regime im eigenen Lande, die haben den Zusammenbruch Russlands zu verantworten durch Misswirtschaft & Diktatur. Darüber sollte einfach mal nachgedacht werden. Das Land ist schlichtweg zu groß und zu reich an natürlichen Ressourcen und das war schon immer, wenn man die Geschichte betrachtet, letztendlich der Grund warum immer wieder Russland unbesiegt blieb. Und dies wird auch diesmal der Fall sein. Und die EU & vor allem Buntland Germany wird das Nachsehen haben, weil ohne Energie und ohne Wind & Sonne nix los ist.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Dr.Andreas Oltmann | Mi., 27. Juli 2022 - 22:04

Ich sehe noch einen weiten Weg, bis die derzeitige Regierung dort ankommt.
Sich die Welt so einzurichten, wie man sie gerne hätte, mag im kleinen Kreis funktionieren. In der Realität aber klappt es nicht, weil Menschen eben nicht nur gut und tolerant und friedliebend sind. Wer also nicht über die Klinge springen will, muss sich auch mit unangenehmen und unbequemen Fragen auseinandersetzen.
Gerade höre ich heute, dass der Wirtschaftsminister namens Robert Habeck bereits am 13.7. der Fa. Krauss-Maffei die Genehmigung zur Produktion und Verkauf von 100 Panzerhaubitzen an die Ukraine erteilt hat. Warum erfahren wir das mit 2 Wo. Verspätung?
Weil Habeck sich für diese Entscheidung als Friedenspolitiker schämt? Weil er weiß, dass eine solche Entscheidung Putins Willen zu weiteren Gaslieferungen sabotiert und er uns damit mehr schadet, als der Ukraine nutzt?
Ankommen in der Realität heißt auch, endlich Kompromisse zu suchen, um Tod und Zerstörung zu beenden.

Urban Will | Mi., 27. Juli 2022 - 22:20

vor Wochen so kommen zu sehen.
Der Satz „Je länger der Krieg dauert, desto länger dauert er“ ist sehr treffend. Sinngemäß wurde auch dies hier schon von vielen als „Putinversteher“ verspottete Foristen geschrieben.
Jetzt ist man in dem Dilemma, dass man Dinge tun müsste, für des es Größe erfordert. Und wir als Bürger sind in dem Dilemma, dass wir von Gestalten regiert werden, die alles haben, nur keine Größe.
Mit solchen Gestalten an der Regierung sind wir schon seit vielen Jahren „gesegnet“ und das ist mit der Grund, warum wir da sind, wo wir sind.
Bisher konnte die Unfähigkeit und Dummheit unserer Obrigkeit noch mit Geld und der Tatsache, dass ein Siechtum nun mal die Eigenschaft hat, langsam vonstatten zu gehen, übertüncht werden, aber in dieser Winter wird dann wohl der Winter der Wahrheit.
Es wird kein Kurswechsel kommen, solange der Schlafmützen – Michel erduldet. Und er wird wohl noch eine gewisse Zeit „Hurra“ schreiend unter der kalten Dusche stehen.
Mal schauen, wie lange.

Vom Beginn der Montagsdemos im Kleinen Kreis bis zum Exitus der DDR dauerte es knapp 2 Jahre. Zwei Winter mit 18 Grad und kaltem Duschen halten die woken vom Staat alimentierten Livestyle Grün/ Linken m.M. nicht durch. Und zur Energie kommt nicht zu vergessen noch die Inflation hinzu. Warten wir’s ab. Etwas anderes bleibt dem kleinen Mann eh nicht übrig.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Gisela Hachenberg | Mi., 27. Juli 2022 - 22:33

Was mich immer wieder in Kommentaren zum Krieg, sehr geehrter Herr Hanselle, stört, ist das dauernde Zitieren von guten Ratschlägen von wahnsinnig klugen und wissenden Menschen. In Ihrem Fall sind es der Historiker Ferguson und immer und immer wieder Erich Vad, ehemaliger Merkel Berater. Das alleine schon bereitet mir Unbehagen. Was wissen die beiden Herrschaften besser, als andere, die vielleicht eine gegenteilige Meinung vertreten? Das frage ich mich. Sind sie klüger, wissen sie mehr? Sicher nicht. Wir tappen doch alle im Dunkeln. Keiner weiß, welche Wendung dieser Krieg nehmen wird. Putin ist unberechenbar. Alle hoffen, dass der Krieg bald endet. Ich kann die Ratschläge dieser alles Wissenden nicht mehr hören/lesen. Und es sind immer dieselben Namen. Nur hat jedes Magazin, jede Zeitschrift ihre Favoriten. Ganz zu schweigen von Talkshows, in denen es nur so von „Experten“ wimmelt. Bin ein wenig enttäuscht von Ihrem Kommentar, sehr geehrter Herr Hanselle. Sie können es besser!

Gisela Fimiani | Mi., 27. Juli 2022 - 23:18

Ein weiteres entsetzliches Beispiel dafür, welches Unheil Gesinnungsethik anrichtet. Und wenn die Welt in Trümmer fällt - wir haben Recht. Im Gegensatz dazu denkt der Verantwortungsethiker bevor er handelt. Er wird bemüht sein, die möglichen Folgen seines Handelns ins Kalkül zu ziehen, um zu einer vernünftigen und verantwortungsvollen Entscheidung kommen zu können. Elend und Not der Gesinnungsentscheidung zeichnen sich bereits ab - weltweit. Wer wollte dafür die Verantwortung übernehmen? Die internationalen politischen Verwerfungen gesellen sich zum menschlichen Leid hinzu. Gesinnung, Moral und der Rausch der Rechthaberei stürzen Menschen immer wieder in den Abgrund. Im Unterschied zum Rumpelstilzchen, wird sich kein einziger Politiker in der Luft zerreißen. Seine Rechtfertigung, falls er sich überhaupt verpflichtet fühlt sie zu geben, wird sein, das Gute und das Richtige getan zu haben. Mir kommt Mephisto in den Sinn: Wenn sie den Stein des Weisen hätten, der Weise mangelte dem Stein.

Peter Sommerhalder | Mi., 27. Juli 2022 - 23:18

dass die Sanktionen eher Europa (vor allem Deutschland) schaden anstatt Russland.

Was will man machen? Da sind einerseits die Grünen, die Sanktionsbesessenen, die meinen, dass man mit Windrädern eine so grosse Industrienation locker mit genügend Energie versorgen kann und dann gibt es eben auch noch die USA...

Dass die Grünen so eine Macht in Deutschland haben (klar, wegen den ÖR und den Medien), das ist trotzdem ein Deutschland-Phänomen. Man muss mittlerweile sogar schon aufpassen, dass man nicht selber meint ein schlechter Mensch zu sein, nur weil man mit den Grünen nicht einverstanden ist...

Peter Sommerhalder | Do., 28. Juli 2022 - 11:54

Antwort auf von Peter Sommerhalder

Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass es ein weiteres 'Land gibt auf der Erde, welches so empfänglich und schutzlos ist gegenüber gewaltloser Gehirnwäsche...

Gisela Fimiani | Mi., 27. Juli 2022 - 23:24

Diese Politiker fühlen sich im Besitz des Steines des Weisen. Ihnen sagt der Stein: Haltung ist Alles - Verantwortung ist ein leeres Wort.

Alexander Brand | Do., 28. Juli 2022 - 07:44

„nur wer das Gas hat, hat auch die Kraft“ Das ist der springende Punkt!

Allerdings scheinen die überbezahlten Herrschaften aus der Politik diesen banalen Zusammenhang bei ihrer Kalkulation vergessen zu haben, darum geht sie auch nicht auf!

Europa wird an diesem Konflikt zerbrechen, wenn es die von den VSA vorgegebenen Marschrichtung beibehält!

Solange Geld aus Deutschland kommt „funktioniert“ Europa, wenn die Entwicklungen so weitergehen, dann ist bald Ebbe in der deutschen Kasse!

Solidarität gegenüber Deutschland gibt es in der EU nicht, das zeigt der jüngste Appel zur energetischen Solidarität. Deutschland wird in weiten Teilen Europas wegen der katastrophalen Merkelpolitik gehaßt, dazu noch das unbedingte Festhalten am Fehlkonstrukt Euro, den Preis dafür zahlen vor allem die Bürger der armen Südländer!

Zwei Dinge MÜSSEN passieren: Sanktionen weg und sofortige Gespräche zur Beendigung des Kriegs!

Und wenn es den VSA nicht paßt dann ist das ihr Pech es geht um unser Überleben!

Annette Seliger | Do., 28. Juli 2022 - 08:17

.....überprüft man die Voraussetzungen! Diese einfache Wahrheit gehört nicht zu den Stärken unseres politischen Personals. Das war schon so bei der Öffnung der Grenzen im Herbst 2015 und bei Energiewende und das ist jetzt so bei dem Krieg in der Ukraine. "Wir schaffen das", "Weil wir das Konnen" und jetzt "You never walk alone".

Was für ein Infantilismus.

Diese Sanktionen sind Mist, weil Sie voraussetzen, dass die Sanktionisten im Recht sind. Sind Sie aber nicht - so sieht es auf jeden Fall China, Indien, Südafrika, die VAE, die Mercusur Staaten in Südamerika, Mexiko..... um nur ein paar wenige zu nennen.

Für mich gibt es ein paar Fragen, die noch kein Journalist oder Politiker beantworten konnte.

Wurde seitens der Politik ALLES unternommen, um diesen Krieg zu vermeiden?
Warum hat die Ukraine einen NATO Beitritt in ihre Verfassung aufgenommen?

Bei all dem Elend in der Ukraine hat so ein Krieg auch etwas bereinigendes, denn der Unsinn der Energiewende wird jetzt offengelegt!

Norbert Heyer | Do., 28. Juli 2022 - 08:19

Haltung und Moral sind wunderbare menschliche Eigenschaften. In der Politik zählt aber am Ende nur Stärke und Realität. Diese beiden Eigenschaften sind dem Westen zum großen Teil abhanden gekommen. Totale Energie-Abhängigkeit von einem Lieferanten, Geldgeschenke an alle Welt und gleichzeitig Vernachlässigung der eigenen Infrastruktur, überfordern des eigenen Volkes durch bedingungslose Migration und jetzt kommen alle diese und weitere Probleme in aller Wucht auf uns zu. Die übrigen EU-Staaten haben den Mund gehalten, solange die Deutschen die Zeche bezahlten. Jetzt brauchen wir Solidarität in diesem Winter und unsere „Freunde“ lassen uns hängen - völlig zu Recht. Der „Hippiestaat“ ist auf allen Gebieten kläglich gescheitert. Wir haben keine echten Experten, keine überragenden Techniker, keine mit Verstand und Augenmaß, wir haben nur Zauberlehrlinge. Wenn alle frieren und alle Sicherheiten zerplatzen, werden viele - zu spät - aufwachen, aber der Zug Zukunft ist ohne uns weitergefahren.

M. Bernstein | Do., 28. Juli 2022 - 08:51

Carl von Clausewitz.
Das mag man nicht mögen, aber im konkreten fall bezeichnet es das Versagen der Diplomatie, die sich immer partaisch gegen Rußland verhalten, einfach weil man glaubt, dass man das tun kann. Das Abkommen von Minsk wäre eine Chance gewesen, wenn die Ukraine sich um die Durchsetzung bemüht hätte und der Westen (insbesondere Deutschland) die Urkraine daran erinnert hätte. Leider ist das nie passiert und nun gibt es ein noch größeres Problem und statt einer Lösung wird wieder nur mit Sturheit und nicht mit Diplomatie gearbeitet. Auch das wird nicht funktionieren. Dazu kommt eine weitere ideologische Verblendung, die darin besteht sofort nur noch Grüne Energie zu nutzen. Mit Maß und Mitte sowie einer sinnvollen Diplomatie hätte man viel verhindern können. Jetzt geht es in den Winter mit einer untauglichen Politik und Folgen, die uns noch Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte beschäftigen werden. Die Verarmung breiter Schichten in Deutschland ist unausweichlich.

Gerhard Lenz | Do., 28. Juli 2022 - 09:15

Zweifel sind angesagt. In manchen Informationsquellen ist zu lesen, die Sanktionen würden bereits jetzt wirken und in naher Zukunft die russische Wirtschaft noch weit mehr belasten.
Man sollte doch nicht vergessen: Russland war bereits vor dem Krieg ein Staat, der auf der Welt-Wohlstandsskala eher hinten zu finden war - dank Korruption und Mißwirtschaft, trotz gewaltiger Bodenschätze. Tatsächlich nimmt Russland nur bei den Militärausgaben einen vorderen Platz ein. Alles andere dürfte einem ewigen Soldaten wie Putin auch nicht besonders interessieren.
Medien, die ideologisch der neuen Querfront aus Rechtsaussen und Altlinken nahestehen, werden natürlich auf Putins Unbezwingbarkeit und der angeblichen Immunität der russischen Wirtschaft beharren. Man darf das, was man in diesen "alternativen Quellen" serviert bekommt, getrost als Blödsinn abtun.
Die Frage bleibt doch, welche Alternativen man zu Sanktionen hat.

Nichts tun? Militäraktionen?

Beides keine Alternativen.

Martin Falter | Do., 28. Juli 2022 - 09:24

dann verhandeln wir einfach . ..

Das da die Leute nicht schon eher darauf gekommen sind, wenn es doch so logischen
und einfach ist.

Bis zu den Verhandlungen, machen wir dann einfach nichts und warten ab was der Pudel macht - weil es könnte ja uns schaden etwas zu unternehmen.

Weil Sanktionen haben wir gerade gelesen, schlecht.
Waffen liefern auch gaaanz schlecht.
Militärisch geht überhaupt nicht.

Bleibt nicht mehr viel übrig.

Achim Koester | Do., 28. Juli 2022 - 10:12

dass sie zwar Wirkung zeigen, aber nicht bei den Verantwortlichen, also weder bei Putin noch bei Habeck, Scholz und Konsorten, sondern ausschließlich in der Bevölkerung, sowohl in Russland, als auch in Deutschland. Doch die Bevölkerung ist in fast allen Ländern der Welt den Regierenden so ziemlich egal, Hauptsache die eigenen Taschen sind gut gefüllt, und/oder die Ideologie lässt sich durchsetzen.

Joachim Kopic | Do., 28. Juli 2022 - 10:39

... und die MEHRheit der deutschen Wählerinnen und Wähler muckt auf, denn bisher haben die Sanktionen Amerika nur reicher, Deutschland ärmer gemacht und Russland so gut wie nicht geschadet... meine Meinung!

WD Hohe | Do., 28. Juli 2022 - 13:56

insbesondere sollte sich bewusst gemacht werden, dass Hörer, Seher, Leser, "Internetter*innen":-) von der viel zitierten Realtität, sprich den Kulissenschieberein, wohl eher nichts wissen.
Nichts von gegebenen Zwängen, Knebelungen, Abhängigkeiten, Geiseln, Erpressungen die es unvermeidbar gibt, geben muss.
Das sollte von den Wissenden berücksichtigt werden.
Am Ende sind Sachentscheidungen nach Kenntnisnahme von Fakten kein Problem, simple Denklogik.
Das Problem ist keinesfalls Dummheit.
Das Problem - s. o. = Menschen

Bettina Jung | Do., 28. Juli 2022 - 14:09

für ihre links-grüne Agenda. Frau Baerbock plapperte fröhlich in die Kamera "der Krieg ist ein Booster für die Energiewende". Währenddessen Herr Habeck Steuergelder an die Straßenkleberbande überweist. Die Straßenkleber der Letzten Generation protestieren (in wessen Auftrag) gegen den Verbrauch Fossiler Energien. Wer bei den Grünen an Empathie für die Ukraine glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen. Übrigens gibt es ein schönes Foto von Herrn Heil und Frau Faser zu Gast in Kiew feucht-fröhlich mit Sekt. Ja, man hatte jede Menge Spaß.

Ernst-Günther Konrad | Fr., 29. Juli 2022 - 08:21

Pro und Contra zu diesem Konflikt, so geht Journalismus. Gestern Herr Dudek und heute Sie Herr Hanselle. Ich kann mich Ihrer Sichtweise und Argumentation nur anschließen. Ich akzeptiere ja grundsätzlich, dass dies auch anders gesehen werden kann, aber die Tatsache, das nichts, aber auch gar nichts an Maßnahmen der EU zum Ende des Konflikts beigetragen hat, haben Sie bestens herausgearbeitet. Und wenn hier einige meinen, "wir" müssten verhandeln, so sehe ich das nicht so. Russland und die Ukraine müssen verhandeln. Diese beiden Länder sind von dem Krieg betroffen. Eines ist doch klar ersichtlich, der emotional aufgeblasene Umgang mit diesem Krieg, zeigt sich in den unüberlegten Äußerungen gerade deutscher Politiker. Merz spricht gar von Kriegsmüdigkeit. Wer seine Rede zu diesem Thema gehört hat, mag sich bei entsprechender Intonierung in Anlehnung einiger Propagandisten des dritten Reiches widerlich abwenden. Alle machen mit. Kaum einer denkt an dass eigene Volk. So geht Frieden nicht.